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Patent Searching and Data


Title:
APPARATUS, SYSTEM AND METHOD FOR AUTOMATICALLY TRANSPORTING LIVE BIRDS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2017/125394
Kind Code:
A1
Abstract:
The present invention relates to a substantially funnel-shaped tiltable container (10) which is configured to accommodate live birds, wherein the container (10) has a holder (110a) for holding the container (10) with the pointed end facing downwards and also has a pivoting apparatus (110b), which is connected to the holder (110a) and is intended for tilting the container (10) in order for the live birds to be let out automatically of the container (10). The present invention also relates to a system and to a method, using the funnel-shaped container (10), which is suitable for weighing, counting, inoculating and sorting live birds.

Inventors:
HURLIN, Jörg (Hinterm Vossberg 2, Dötlingen, 27801, DE)
Application Number:
EP2017/050903
Publication Date:
July 27, 2017
Filing Date:
January 17, 2017
Export Citation:
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Assignee:
AGRI ADVANCED TECHNOLOGIES GMBH (Hogenbögen 1, Visbek, 49429, DE)
International Classes:
A22C21/00
Domestic Patent References:
2013-05-23
2014-09-18
Foreign References:
US1866683A1932-07-12
SU1356999A11987-12-07
US2122731A1938-07-05
US3234915A1966-02-15
US3624865A1971-12-07
US2319938A1943-05-25
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
VOSSIUS & PARTNER (Siebertstraße 3, München, 81675, DE)
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Claims:
Patentansprüche

Im Wesentlichen trichterförmiger kippbarer Behälter (10), der konfiguriert ist einen lebenden Vogel aufzunehmen, wobei der Behälter (10) aufweist:

eine Halterung (110a) zum Halten des Behälters (10) mit dem spitzen Ende nach unten zeigend, und

eine mit der Halterung (110a) verbundene Schwenkvorrichtung (110b) zum Kippen des Behälters (10), um den lebenden Vogel automatisch aus dem Behälter (10) zu entlassen.

Behälter (10) nach Anspruch 1, wobei der Behälter (10) aufweist:

eine erste Öffnung an dem spitzen Ende des Behälters (10) zur Aufnahme des

Kopfes und zur Luftversorgung des lebenden Vogels,

eine zweite Öffnung (11) an dem breiten Ende des Behälters (10) zum Einführen des lebenden Vogels in den Behälter (10), und

mindestens eine Aussparung (30) am breiten Ende des Behälters (10) zur

Aufnahme der Ständer des lebenden Vogels.

Behälter (10) nach Anspruch 2, wobei der Behälter (10) ferner mindestens eine dritte Öffnung (20) aufweist, die an einer Position eingebracht ist, welche im Wesentlichen der Position einer Brust eines in dem Behälter (10) mit dem Kopf in der ersten Öffnung befindlichen lebenden Vogels entspricht.

Behälter (10) nach Anspruch 3, wobei der Behälter (10) ferner eine vierte Öffnung (40) aufweist, die der mindestens einen dritten Öffnung (20) gegenüberliegend und näher zum spitzen Ende in der Behälterwand ausgebildet ist.

Behälter nach einem der Ansprüche 2 bis 4, wobei wenigstens ein Profilelement, vorzugsweise wenigstens ein gummiartiges Profilelement, wenigstens an Rändern der mindestens einen Aussparung (30) angebracht ist. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 5, ferner mit einer abnehmbaren Kappe (12) am spitzen Ende des Behälters (10), um den Kopf des lebenden Vogels vollständig aufzunehmen.

Behälter nach Anspruch 6, wobei die Kappe (12) mindestens eine Öffnung (56) aufweist.

Behälter nach Anspruch 6 oder 7, wobei die Kappe (12) ein Leuchtmittel aufweist.

Behälter nach einem der Ansprüche 6 bis 8, wobei die Kappe (12) konfiguriert ist, eine Berührung zwischen dem Kopf des lebenden Vogels und einer Fördereinheit (110) zu verhindern und/oder den lebenden Vogel zu einer für eine Impfung gewünschten Körperhaltung zu veranlassen.

System (100) zum automatischen Transportieren von lebenden Vögeln, wobei das System (100) aufweist:

mindestens einen Behälter (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mindestens eine Antriebseinheit (139), und

mindestens eine Fördereinheit (110), die mit der Antriebseinheit (139) in Verbindung steht und durch die Antriebseinheit (139) angetrieben wird.

System (100) nach Anspruch 10, wobei das System (100) ferner an mindestens einer vorbestimmten Position entlang der Fördereinheit (110) mindestens eine Wiegeeinheit (131) aufweist, die konfiguriert ist, das Gewicht des lebenden Vogels in dem trichterförmigen Behälter zu bestimmen.

12. System (100) nach Anspruch 10 oder Anspruch 11 , wobei das System (100) ferner mindestens eine Zähleinheit (132) aufweist, die konfiguriert ist, die Anzahl der lebenden Vögel eines vorbestimmten Gewichtsbereichs zu bestimmen.

13. System (100) nach einem der Ansprüche 10 bis 12, wobei das System (100) an mindestens zwei vorbestimmten Positionen entlang der Fördereinheit (110) mindestens eine Sortiereinrichtung (120) aufweist, die konfiguriert ist, unter Verwendung der Schwenkvorrichtung (110b) und auf Basis des durch die mindestens eine Wiegeeinheit bestimmten Gewichts den lebenden Vogel zu sortieren.

14. System (100) nach einem der Ansprüche 10 bis 13, wobei das System (100) ferner mindestens eine Impfeinrichtung (134) aufweist, die konfiguriert ist, einen in einem Behälter (10) befindlichen lebenden Vögel durch die dritte Öffnung (20) des Behälters (10) zu impfen.

15. System (100) nach einem der Ansprüche 10 bis 14, wobei die Fördereinheit (110) als Rondell ausgebildet ist und eine zweite Schwenkvorrichtung zum Schwenken des Rondells zur Reduzierung der Gesamtbreite des Rondells vorgesehen ist.

16. System (100) nach einem der Ansprüche 10 bis 15, wobei das System (100) ein

Leuchtmittel (136) aufweist, das beim Einführen des lebenden Vogels unterhalb des mindestens einen Behälters (10) angeordnet ist.

17. Verfahren zum automatischen Transportieren von lebenden Vögeln, wobei das

Verfahren die folgenden Schritte aufweist:

Bereitstellen mindestens eines trichterförmigen kippbaren Behälters (10) und einer Fördereinheit (110), wobei der Behälter (10) eine Öffnung (11) an seinem breiten Ende aufweist und mit dem spitzen Ende nach unten an einer Fördereinheit (110) angebracht ist;

Einführen eines lebenden Vogels in dem Behälter (10) durch die Öffnung (11) an dem breiten Ende des Behälters (10);

automatisches Transportieren des Behälters (10) unter Verwendung der Fördereinheit (110); und automatisches Entlassen des lebenden Vogels aus dem Behälter (10) unter

Verwendung einer Halterung (110a) in Verbindung mit einer Schwenkvorrichtung (110b) zum Kippen des trichterförmigen Behälters (10).

Verfahren nach Anspruch 17, wobei das Einführen des lebenden Vogels aufweist:

Aufnehmen des Kopfes des lebenden Vogels durch eine weitere Öffnung am spitzen Ende des Behälters (10); und

Aufnehmen der Ständer des lebenden Vogels durch mindestens eine Aussparung (30) am breiten Ende des Behälters (10).

Verfahren nach Anspruch 17 oder Anspruch 18, wobei das Verfahren ferner einen Schritt zum Wiegen an mindestens einer vorbestimmten Position entlang der

Fördereinheit (110) aufweist, um das Gewicht eines lebenden Vogels in dem Behälter (10) zu bestimmen.

Verfahren nach Anspruch 19, wobei das Verfahren ferner einen Schritt zum Zählen aufweist, um die Anzahl der lebenden Vögel eines vorbestimmten Gewichtsbereichs zu bestimmen.

Verfahren nach Anspruch 19 oder 20, wobei das Verfahren ferner einen Schritt zum Sortieren aufweist, wobei das Sortieren einen Schritt zum Kippen des Behälters (10) aufweist, um den lebenden Vogel automatisch auf Basis des bestimmten Gewichts an einer von mindestens zwei vorbestimmten Positionen aus dem Behälter (10) zu entlassen.

Verfahren nach einem der Ansprüche 17 bis 21, wobei das Verfahren ferner einen Schritt zum Impfen des lebenden Vogels aufweist, wobei das Impfen durch mindestens eine auf Höhe der Brust des lebenden Vogels befindliche dritte Öffnung (20) im

Behälter (10) durchgeführt wird. Verfahren nach Anspruch 22, wobei das Impfen durch zwei auf Höhe der Brust des lebenden Vogels befindliche dritte Öffnungen (20) im Behälter (10) durchgeführt wird und/oder wobei das Impfen eine Augen- oder Flügelimpfung umfasst.

Description:
Vorrichtung, System und Verfahren zum automatischen Transportieren von lebenden Vögeln

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Aufnahme eines lebenden Vogels, insbesondere von Geflügel, zum automatischen Transportieren, Wiegen, Zählen, Impfen und Sortieren. Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung einen im Wesentlichen trichterförmigen Behälter zur Aufnahme eines lebenden Vogels, ein System zum automatischen Transportieren, Wiegen, Zählen, Impfen und Sortieren des lebenden Vogels und ein entsprechendes Verfahren unter Verwendung des trichterförmigen Behälters.

Bei der Aufzucht von Wirtschaftsgeflügel ist eine hohe Uniformität der Herde eines der maßgeblichen Produktionsziele für eine erfolgreiche anschließende Produktionsstufe. Durch das Tierverhalten, die Stallumgebung und genetische Parameter neigt insbesondere

Mastgeflügel zum„auseinander Wachsen", d.h. zu unbefriedigender Uniformität. Es ist deshalb mittlerweile gängige Praxis in der Mastgeflügelzucht, dass die Tiere während der Aufzucht nach ihrem Gewicht in Gruppen unterteilt werden, um dem„auseinander Wachsen" bspw. durch ein spezielles Fütterungsregime und reduzierte Besatzdichten entgegenzuwirken. Dieses Sortieren erfolgt in der Praxis beispielsweise bei Mastelterntieren in der 7.

Lebenswoche (Lebendgewicht ca. 1000 gr. männlich und weiblich) und zwischen 16. und 18. Lebenswoche (1850 gr. weiblich; 2300 gr. männlich) gleichzeitig mit einer Impfung.

Abhängig vom Zustand der Herde wird das Sortieren aber auch häufiger vorgenommen. Die Unterteilung erfolgt bei der Sortierung meist in zwei oder mehrere Gewichtsgruppen (bspw. 70-80% Sollgewicht, 10- 15% unter Soll, 10- 15% über Soll), in denen die Tiere j eweils etwa das gleiche Gewicht haben. Der Stall wird dazu zusätzlich in Quer- oder in Längsrichtung mit Abtrennungen unterteilt. Die Art der Abtrennung ist abhängig von der vorhandenen

Stalltechnik (bspw. Fütterung: Kettenfütterung oder Futterstreuer). Diese kann aber auch für den Sortiervorgang speziell angepasst werden. Üblicherweise weisen die üblichen Sortiervorgänge sehr arbeitsintensive, ergonomisch belastende Arbeitsschritte auf.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde eine Vorrichtung zur Aufnahme und ein System und ein Verfahren zum automatischen Transportieren eines lebenden Vogels bereitzustellen, die die Nachteile der bekannten Systeme überwinden und geeignet sind zum automatischen Transportieren, Wiegen, Zählen, Impfen und Sortieren von lebenden Vögeln. Der vorliegenden Erfindung liegt ferner die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung

bereitzustellen, mit dem auf einfache, schnelle, und schonende Weise lebende Vögel zum automatischen Transportieren, Wiegen, Zählen, Impfen und Sortieren aufgenommen werden können.

Diese Aufgaben werden durch die Merkmale der unabhängigen Patentansprüche gelöst. Die abhängigen Patentansprüche beziehen sich auf weitere Aspekte der Erfindung.

Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein im Wesentlichen

trichterförmiger kippbarer Behälter bereitgestellt, der konfiguriert ist, einen lebenden Vogel aufzunehmen. Der Behälter weist eine Halterung zum Halten des Behälters mit dem spitzen Ende nach unten zeigend und eine mit der Halterung verbundene Schwenkvorrichtung zum Kippen des Behälters auf, um den lebenden Vogel automatisch aus dem Behälter zu entlassen

Der Behälter kann eine erste Öffnung an dem spitzen Ende des Behälters zur Aufnahme des Kopfes und zur Luftversorgung des lebenden Vogels und eine zweite Öffnung an dem breiten Ende des Behälters zum Einführen des lebenden Vogels in den Behälter aufweisen, d.h. der kann Trichter an beiden Seiten offen sein. Ferner kann der Behälter mindestens eine

Aussparung, vorzugsweise zwei Aussparungen, am breiten Ende des Behälters zur Aufnahme der Ständer des lebenden Vogels aufweisen. Die Maße des Behälters der vorliegenden Erfindung hängen von der Art und vom Alter, insbesondere von der Größe des Geflügels, d.h. der lebenden Vögel, ab. Es ist bevorzugt, dass der Offhungswinkel des trichterförmigen Behälters im Wesentlichen konstant gehalten wird und die anderen nachfolgend beschriebenen Maße unter Berücksichtigung der Größe und des Alters des Vogels, z.B. von Geflügel, entsprechend angepasst wird. Der halbe Öffnungswinkel des Behälters der vorliegenden Erfindung kann ca. 22° - 14°, bevorzugt ca. 20° - 16° und besonders bevorzugt ca. 18° sein. Der halbe Öffnungswinkel ist der Winkel zwischen der Mantellinie und der Mittelachse des Behälters. Der Öffnungswinkel ist dementsprechend das Doppelte des halben Öffnungswinkels.

Die nachfolgend beschriebenen Maße sind besonders geeignet für 16-18 Wochen alte Masthähnchen oder anderes Geflügel.

Der trichterförmige Behälter kann beispielsweise eine Höhe, d.h. eine Länge vom breiten

Ende bis zum spitzen Ende von ca. 396 mm - 264 mm, bevorzugt ca. 363 mm - 297 mm, besonders bevorzugt ca. 330 mm aufweisen.

Der innere Durchmesser der zweiten Öffnung am oberen breiten Rand des

trichterförmigen Behälters kann ca. 252 mm - 168 mm, bevorzugt ca. 231 mm - 189 mm und besonders bevorzugt ca. 210 mm sein. Der innere Durchmesser der ersten Öffnung am spitzen Ende des trichterförmigen Behälters kann ca. 96 mm - 74 mm, bevorzugt ca. 88 mm - 72 mm und besonders bevorzugt ca. 80 mm betragen.

Die Wandstärke des trichterförmigen Behälters kann ca. 3 mm - 1 mm, bevorzugt ca. 4,5 mm - 1 ,5 mm und besonders bevorzugt ca. 2 mm betragen. Die mindestens eine Aussparung kann eine Ausdehnung in Längsrichtung des Behälters von ca. 50 mm - 30 mm, bevorzugt ca. 45 mm - 35 mm und besonders bevorzugt ca. 40 mm aufweisen.

Die mindestens eine Aussparung kann eine Ausdehnung in Umfangsrichtung des Behälters von ca. 186 mm - 126 mm, bevorzugt ca. 171 mm - 141 mm und besonders bevorzugt ca. 152 mm aufweisen.

Weist der Behälter zwei Aussparungen auf, können die beiden Aussparungen jeweils eine Ausdehnung in Umfangsrichtung des Behälters von ca. 30 mm - 18 mm, bevorzugt ca. 27 mm - 21 mm und besonders bevorzugt ca. 24 mm aufweisen.

Der Abstand zwischen den beiden Aussparungen in Umfangsrichtung des Behälters kann ca. 128 mm - 88 mm, bevorzugt ca. 1 18 mm - 98 mm und besonders bevorzugt ca. 108 mm betragen.

Die Trichterform des Behälters der vorliegenden Erfindung ist dabei besonders geeignet, da er durch die abgeschrägten Seitenwände die Vögel besonders schonend und effizient aufnehmen und entlassen kann. Die Trichterform kann gegebenenfalls an die Körperform, insbesondere den Brustbereich, des aufzunehmenden Vogels angepasst sein.

Die Öffnungen bzw. Aussparungen des trichterförmigen Behälters sind dabei möglichst mit abgerundeten Ecken und Kanten ausgebildet, um den Vogel nicht zu verletzen.

Durch die Aufnahme der Ständer des Vogels durch die mindestens eine Aussparung, vorzugsweise jeweils eine Aussparung für jeden Ständer des Vogels, kann eine besonders komfortable Position für den Vogel innerhalb des Behälters erreicht werden. Die Aussparungen sind vorzugsweise so ausgebildet, dass die Ständer des Vogels nicht an dem unteren Rand der Aussparung anliegen. Dadurch liegt das Gewicht des Vogels nicht auf den Ständern, sondern wird auf den Körper des Vogels verteilt. Bedingt durch die Aussparungen ist es dem Vogel weiterhin nicht möglich die Ständer zurück in den Trichter zu ziehen und sich so aus diesem nach oben herauszudrücken.

Die mindestens eine Aussparung kann an ihren Rändern wenigstens ein Profilelement, vorzugsweise ein gummiartiges Profilelement, aufweisen, das an den Rändern der Aussparung angebracht ist. Das Profilelement kann auch nur an bestimmten Teilen der Aussparung, insbesondere an den gegenüberliegenden Seiten der Aussparung, vorgesehen sein. Das

Profilelement ist vorteilhaft, um die Ständer des Vogels vor Verletzungen zu schützen. Dieses Konzept kann auf alle Ränder des Behälters angewandt werden, um auch an anderen Stellen, insbesondere den Öffnungen des Behälters, den Vogel vor Verletzungen zu schützen.

Das Profilelement kann elastisch verformbar sein. Das Profilelement kann aus einem Material ausgebildet sein, dessen Elastizitätsmodul kleiner als ein Elastizitätsmodul eines Bereichs des Behälters ist, in dem die Aussparung ausgebildet ist. Beispielsweise kann der Bereich des Behälters, in dem die Aussparung ausgebildet ist, aus Metall bestehen, und das Profilelement kann aus Kunststoff, insbesondere Gummi, bestehen.

Der Behälter kann ferner mindestens eine dritte Öffnung aufweisen, die an einer Position eingebracht ist, welche im Wesentlichen der Position einer Brust eines in dem Behälter mit dem Kopf in der ersten Öffnung befindlichen lebenden Vogels entspricht.

Bei der genannten Verwendung für 16-18 Wochen alte Masthähnchen oder anderes

Geflügel kann die dritte Öffnung beispielsweise ca. 96 mm - 64 mm, bevorzugt ca. 88 mm - 72 mm und besonders bevorzugt ca. 80 mm vom oberen breiten Rand des Behälters beabstandet vorgesehen sein. Der Abstand bezieht sich dabei auf den minimalen Abstand zwischen dem Rand der dritten Öffnung und dem oberen breiten Rand des Behälters.

Die Ausdehnung der dritten Öffnung in der Längsrichtung des Behälters kann ca. 120 mm - 80 mm, bevorzugt ca. 110 mm - 90 mm und besonders bevorzugt ca. 100 mm betragen. Die Ausdehnung der dritten Öffnung in der Breitenrichtung kann von der Ausdehnung in

Längsrichtung des Behälters abweichen und z.B. ca. 84 mm - 56 mm, bevorzugt ca. 77 mm - 63 mm und besonders bevorzugt ca. 70 mm betragen.

Die dritte Öffnung kann sowohl als eine Öffnung ausgebildet sein, als auch als mehrere Öffnungen. Die mehreren Öffnungen können dabei in Längs- und/oder Umfangsrichtung des Behälters örtlich versetzt in den Behälter eingebracht sein, um einen Zugang zu dem in dem Behälter befindlichen Vogel an verschiedenen Stellen des Vogels zu erzielen. Die dritte Öffnung ist vorzugsweise geeignet, um eine Impfung des Vogels durch die Öffnung hindurch zu erreichen.

Die mehreren Öffnungen, vorzugsweise zwei, können für die beschriebene Verwendung einen Abstand ihrer Mittelpunkte entlang der Umfangsrichtung des Behälters von ca. 65mm - 25mm, bevorzugt ca. 55 mm - 35 mm und besonders bevorzugt 40 mm aufweisen.

Die mehreren dritten Öffnungen, z.B. zwei dritten Öffnungen, können vorzugsweise gegeneinander geneigt sein, d.h. der Abstand der dritten Öffnungen kann in Richtung des oberen breiten Endes des Behälters größer sein als der Abstand der Öffnungen in Richtung des unteren spitzen Endes des Behälters. Der Unterschied in den beiden Abständen kann ca. 14 mm - 6 mm, bevorzugt ca. 12 mm - 8 mm und besonders bevorzugt 10 mm betragen. Durch die Bereitstellung von zwei dritten Öffnungen ist es besonders vorteilhaft möglich eine zielgenaue Brustimpfung bei dem im Behälter befindlichen Vogel vorzunehmen.

Vorzugsweise sind die zwei dritten Öffnungen so angeordnet, dass sich der im Behälter befindliche Vogel mit seinem Brustbein genau zwischen den beiden dritten Öffnungen befindet.

Der Behälter kann eingerichtet sein, um eine Brustimpfung mit mindestens zwei

Impfeinrichtungen durch die zwei dritten Öffnungen zu ermöglichen, wobei jede der Impfeinrichtungen durch jeweils eine der dritten Öffnungen eine Brustimpfüng des lebenden Vogels vornimmt.

Der Behälter kann ferner eine Schutzkappe (nachfolgend auch als Kappe bezeichnet) an dem spitzen Ende aufweisen, welche vorzugsweise konfiguriert ist, die Vögelköpfe während des Betriebes nicht zu verletzten.

Die Kappe kann konfiguriert sein, eine Berührung zwischen dem Kopf des lebenden Vogels und einer mit dem Behälter gekoppelten beweglichen Fördereinheit zu verhindern.

Die Kappe kann ebenfalls trichterförmig sein und eine Höhe, d.h. eine Länge vom breiten Ende bis zum spitzen Ende, von ca. 125 mm - 83 mm, bevorzugt ca. 1 14 mm - 94 mm und besonders bevorzugt ca. 104 mm, aufweisen. Die Länge der Kappe ist vorzugsweise etwa 15 bis 30% der Länge des Behälters. Die Kappe kann dabei teilweise mit dem trichterförmigen Behälter überlappen, um eine Befestigung der Kappe am trichterförmigen Behälter, z.B. durch Kleben, zu erreichen. Der Überlapp kann z.B. ca. 32 mm - 20 mm, bevorzugt ca. 29 mm - 23 mm und besonders bevorzugt ca. 26 mm betragen. Die Kappe kann eine Öffnung an ihrem unteren spitzen Ende von ca. 20 mm - 10 mm, bevorzugt 17 mm - 12 mm und besonders bevorzugt ca. 15 mm aufweisen.

Die Kappe kann ferner konfiguriert sein, den Kopf des lebenden Vogels vollständig aufzunehmen. Die Kappe kann somit eine definierte Position des Kopfes des Vogels bereitstellen. Insbesondere ist es vorteilhaft die Kappe so zu gestalten, dass der Kopf in eine der dritten Öffnung gegenüberliegende Seite des Behälters geführt wird.

Die Kappe kann mindestens eine Öffnung aufweisen. Diese Öffnung dient zur

Luftversorgung des Vogels und kann beispielsweise schlitzförmig ausgebildet sein. Die Öffnung kann an einer der dritten Öffnung gegenüberliegenden Seite der Kappe oder an einer Seite der Kappe, die nach unten zeigt, wenn der lebende Vogel in den Behälter eingeführt wird, angeordnet sein.

Die Kappe kann ferner ein Leuchtmittel aufweisen. Das Leuchtmittel kann an der der dritten Öffnung des Behälters gegenüberliegenden Seite des Behälters angeordnet sein. Das Leuchtmittel kann an einer Seite der Kappe, die nach unten zeigt, wenn der lebende Vogel in den Behälter eingeführt wird, angeordnet sein. Das Leuchtmittel hilft, den Kopf des Vogels in die vorgesehene Position zu führen, da der Vogel sich zur Richtung des Lichts orientiert.

Durch die definierte Position des Kopfes und durch die definierte Aufnahme der Ständer durch die mindestens eine Aussparung ist es vorteilhaft möglich, den Vogel derart in dem Behälter zu halten, dass sich das Brustbein des Vogels in einer definierten Lage zu der mindestens einen dritten Öffnung befindet. Somit ist eine kontrollierte Impfung des Vogels in dem Behälter möglich.

Alle zuvor beschriebenen Maße sind besonders vorteilhaft bei 16-18 Wochen alten Masthähnchen (lebenden Vögeln) oder anderem Geflügel. Bei entsprechend jüngeren Masthähnchen oder anderem Geflügel sind die Maße entsprechend deren größerer oder geringerer Größe anzupassen, vorzugsweise unter wesentlicher Beibehaltung des oben beschriebenen Öffnungswinkels. Beispielsweise kann die zweite Öffnung am oberen breiten Rand des Behälters bei 7 Wochen alten Masthähnchen oder anderem Geflügel ca. 180 mm - 120 mm, bevorzugt ca. 165 mm - 135 mm und besonders bevorzugt ca. 150 mm betragen. Die anderen Maße der Merkmale des Behälters der vorliegenden Erfindung können vom

Fachmann problemlos entsprechend angepasst werden, z.B. pro rata, d.h. im entsprechenden Verhältnis.

Die Halterung kann umlaufend ausgebildet sein, d.h. die Halterung kann eine um den

Behälter auf einer vorbestimmten Höhe umlaufende Halterung sein. Der Behälter kann lose in die Halterung eingesetzt werden oder fest mit dieser verbunden sein.

Die Schwenkvorrichtung zum Kippen des Behälters auf kann konfiguriert sein, um den trichterförmigen Behälter zu kippen, so dass das offene breite Ende nach unten weist, um den lebenden Vogel automatisch aus dem Behälter zu entlassen.

Mit anderen Worten, die erste Schwenkvorrichtung ist geeignet, den Behälter bzw. den Behälter samt Halterung zu kippen, um den Vogel aus dem Behälter automatisch zu entlassen. Dazu wird die Schwenkvorrichtung den Behälter um einen vorgegebenen Winkel,

vorzugsweise über mehr als 90° kippen.

Gemäß eines weiteren Aspekts der vorliegenden Erfindung wird ein System zum automatischen Transportieren von lebenden Vögeln bereitgestellt. Das System weist mindestens einen der oben beschriebenen Behälter, mindestens eine Antriebseinheit, und mindestens eine Fördereinheit auf, die mit der Antriebseinheit in Verbindung steht und durch die Antriebseinheit angetrieben wird. Der mindestens eine Behälter bewegt sich dabei mittels der Fördereinheit vorzugsweise auf einer geschlossenen, z.B. kreisförmigen Bahn. Das System kann ferner an mindestens einer vorbestimmten Position entlang der

Fördereinheit bzw. der Bahn mindestens eine Wiegeeinheit aufweisen, die konfiguriert ist, das Gewicht des lebenden Vogels in dem trichterförmigen Behälter zu bestimmen.

Das System kann ferner eine Zähleinheit aufweisen, um die Anzahl der lebenden Vögel in einer bestimmten Gewichtsklasse zu bestimmen. Die Zähleinheit kann sowohl in die

Wiegeeinheit integriert sein, als auch als eine separate Einheit in dem System der vorliegenden Erfindung eingebaut werden, wobei die Zähleinheit vorzugsweise mit der Wiegeeinheit verbunden ist. Beispielsweise kann eine Zähleinheit mehrere Lichtschranken aufweisen, die an vorbestimmten Positionen des Systems angebracht sind. Die vorbestimmten Positionen der Lichtschranken sind vorzugsweise Positionen an denen die lebenden Vögel anhand des zuvor bestimmten Gewichts aus der Halterung entlassen werden. Somit ist auch in diesem Fall eine Bestimmung der Anzahl der lebenden Vögel in Abhängigkeit des bestimmten Gewichts möglich. Alternativ kann eine Zählvorrichtung an anderen vorbestimmten Stellen des Systems angebracht werden, solange dies eine Bestimmung der Anzahl der lebenden Vögel eines bestimmten Gewichts bzw. Gewichtsbereichs ermöglicht. Beispielsweise ist eine Kopplung mit der unten beschriebenen Impfeinrichtung möglich.

Die Wiegeeinheit kann dabei Teil der Fördereinheit sein und an mindestens einer vorbestimmten Position der Fördereinheit angebracht werden, um das Gewicht des lebenden Vogels zu bestimmen. Zum Beispiel kann eine Wiegeeinheit an einer vorbestimmten Position unterhalb der in den Halterungen lose befindlichen Behälter angebracht sein. Zum Wiegen kann nun die Halterung abgesenkt werden um das Gewicht der Behälter auf die Wiegeeinheit zu verlagern. Andere, dem Fachmann bekannte Umsetzungen, sind ebenfalls möglich.

Alternativ kann eine Wiegeeinheit über die Halterung an jeder Position eines Behälters mit der Fördereinheit verbunden sein. Somit weist jede Halterung eine eigene Wiegeeinheit auf und das Gewicht des Vogels kann direkt nach dem Einführen des Vogels in den Behälter bestimmt werden.

Das System kann an mindestens zwei vorbestimmten Positionen entlang der Fördereinheit mindestens eine Sortiereinrichtung aufweisen, die konfiguriert ist unter Verwendung einer ersten Schwenkvorrichtung und auf Basis des durch die mindestens eine Wiegeeinheit bestimmten Gewichts, den lebenden Vogel einem bestimmten Gewichtsbereich zuzuordnen und damit zu sortieren.

Das System sortiert somit die Vögel automatisch entsprechend ihres Gewichts. Dazu sind an vorbestimmten Positionen Sortiereinrichtungen vorgesehen. Die Sortiereinrichtungen können z.B. Zäune oder andere Absperreinrichtungen sein, die mindestens einen ersten Bereich und einen zweiten Bereich festlegen. Die Vögel können dann unter Verwendung der ersten Schwenkvorrichtung in Abhängigkeit ihres Gewichts in die verschiedenen Bereiche aus den Behältern automatisch entlassen (sortiert) werden.

Das System kann ferner mindestens eine Impfeinrichtung aufweisen, die konfiguriert ist, einen in einem Behälter befindlichen lebenden Vogel durch die dritte Öffnung des Behälters zu impfen.

Die Impfeinrichtung kann an einer vorbestimmten Position entlang der Fördereinrichtung angebracht sein, um eine Impfung des lebenden Vogels automatisch durchzuführen. Es können auch mehrere Impfeinrichtungen an verschiedenen Positionen entlang der

Fördereinrichtung angebracht sein, um verschiedene Impfungen nacheinander an einem Vogel durchzuführen oder aber um verschiedene Vögel unterschiedlich zu impfen. Die Impfung kann auch in Abhängigkeit des zuvor bestimmten Gewichts des Vogels unterschiedlich

durchgeführt werden. Das System kann eine erste Impfeinheit zur automatischen oder semiautomatischen Brustimpfung des lebenden Vogels und/oder eine zweite Impfeinheit zur automatischen oder semiautomatischen Augen- oder Flügelimpfung aufweisen.

Die Fördereinheit kann als Rondell ausgebildet sein, und es kann eine zweite

Schwenkvorrichtung zum Schwenken des Rondells zur Reduzierung der Gesamtbreite des Rondells während der Lagerung oder des Transports vorgesehen sein.

Das Rondell ist im Wesentlichen kreisförmig ausgebildet und erlaubt so eine schnelle und effiziente Bearbeitung der Vögel. Eine rechteckige oder anders ausgebildete Geometrie der Fördereinheit kann ebenfalls vorteilhaft sein. Die Geometrie kann von dem vorhandenen Raum abhängig sein und den gegebenen Verhältnissen angepasst sein.

Das System kann an mindestens einer Stelle unterhalb des mindestens einen Behälters ein Leuchtmittel aufweisen, wobei die mindestens eine Stelle beim Einführen des lebenden Vogels unterhalb des mindestens einen Behälters angeordnet ist. Das Leuchtmittel kann in einem solchen System, wie vorstehend anhand der Schutzkappe des Behälters beschrieben, das Führen des Kopfes des Vogels erleichtern.

Gemäß eines weiteren Aspekts der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zum automatischen Transportieren von lebenden Vögeln bereitgestellt. Das Verfahren weist die folgenden Schritte auf: Bereitstellen mindestens eines trichterförmigen kippbaren Behälters und einer Fördereinheit, wobei der Behälter eine Öffnung an seinem breiten Ende aufweist und mit dem spitzen Ende nach unten an der Fördereinheit angebracht ist; Einführen eines lebenden Vogels in dem Behälter durch die Öffnung des Behälters an dem breiten Ende des Behälters; und automatisches Transportieren des Behälters unter Verwendung der Fördereinheit. Das Verfahren weist ferner ein automatisches Entlassen des lebenden Vogels aus dem Behälter unter Verwendung einer Halterung in Verbindung mit einer

Schwenkvorrichtung zum Kippen des trichterförmigen Behälters auf.

Der Behälter kann eine weitere Öffnung an seinem spitzen Ende aufweisen. Das Einführen des lebenden Vogels kann die folgenden Schritte aufweisen: Aufnehmen des Kopfes des lebenden Vogels durch die weitere Öffnung am spitzen Ende des Behälters; und Aufnehmen der Ständer des lebenden Vogels durch mindestens eine Aussparung am breiten Ende des Behälters.

Das Verfahren kann ferner einen Schritt zum Wiegen an mindestens einer vorbestimmten Position entlang der Fördereinheit aufweisen, um das Gewicht eines lebenden Vogels in dem Behälter zu bestimmen.

Das Verfahren kann ferner einen Schritt zum Zählen an mindestens einer vorbestimmten Position entlang der Transporteinrichtung aufweisen, um die Anzahl der lebenden Vögel in den Behältern in einer bestimmten Gewichtsklasse zu bestimmen

Das Verfahren kann ferner einen Schritt zum Sortieren aufweist, wobei das Sortieren einen Schritt zum Kippen des Behälters aufweisen, um den lebenden Vogel automatisch auf Basis des bestimmten Gewichts an einer von mindestens zwei vorbestimmten Positionen entlang der Fördereinheit aus dem Behälter zu entlassen.

Das Verfahren kann ferner einen Schritt zum Impfen des lebenden Vogels aufweisen, wobei das Impfen durch mindestens eine auf Höhe der Brust des lebenden Vogels befindliche dritte Öffnung im Behälter durchgeführt wird. Das Impfen des lebenden Vogels kann automatisch oder semiautomatisch erfolgen.

Wenigstens eine Impfeinrichtung kann den lebenden Vogel durch eine dritte Öffnung des Behälters in die Brust impfen. Bei dem Verfahren kann der lebende Vogel von wenigstens zwei Impfeinrichtungen durch mehrere dritte Öffnungen in die Brust geimpft werden, wobei die beiden Impfeinrichtungen einen Impfstoff jeweils durch verschiedene dritte Öffnungen injizieren. Das Impfen des lebenden Vogels kann eine Brustimpfung und/oder eine Augenoder Flügelimpfung aufweisen.

Die Erfindung dient der schonenden Aufnahme und Fixierung von lebenden Vögeln, vorzugsweise zum automatischen Transportieren, Wiegen, Zählen, Impfen und Sortieren von lebenden Vögeln.

Nachfolgend wird die vorliegende Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen und der Figuren näher erläutert.

Es zeigen:

Fig. 1 eine Darstellung einer perspektivischen Ansicht eines Behälters gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung,

Fig. 2 eine Darstellung einer Vorderansicht eines Behälters gemäß der

Ausführungsform von Fig. 1 ,

Fig. 3 eine Darstellung einer Draufsicht eines Behälters gemäß der Ausführungsform von Fig. 1 ,

Fig. 4 eine Darstellung einer Seitenansicht eines Behälters gemäß der

Ausführungsform von Fig. 1 ,

Fig. 5 eine Darstellung einer Hinteransicht eines Behälters gemäß der

Ausführungsform von Fig. 1 ,

Fig. 6 eine schematische Darstellung einer Draufsicht eines Systems gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung mit mehreren Behältern gemäß Fig. 1 -4, Fig. 7 eine schematische Darstellung einer Vorderansicht eines Behälters gemäß einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung,

Fig. 8 eine schematische Darstellung einer Seitenansicht eines Systems gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung mit mehreren Behältern gemäß Fig. 1-4, Fig. 9 eine schematische Darstellung einer Perspektivansicht eines Behälters gemäß einer Ausführungsform ,

Fig. 10 eine schematische Darstellung einer Seitenansicht des Behälters gemäß Fig.

9,

Fig. 1 1 eine schematische Darstellung einer Draufsicht des Behälters gemäß Fig. 9, und

Fig. 12 eine schematische Perspektivansicht eines Systems nach einer

Ausführungsform.

Anhand der Figuren 1 bis 4 wird nachfolgend ein Behälter gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung beschrieben werden.

Fig. 1 zeigt eine perspektivische Ansicht des trichterförmigen Behälters 10 gemäß der beispielhaften Ausführungsform mit einer Öffnung 1 1 am breiten Ende des trichterförmigen Behälters 10, einer Kappe (Schutzkappe) 12 am spitzen Ende des trichterförmigen Behälters, zwei längliche Öffnungen 20 mittig auf dem Behälter 10 angeordnet und zwei Aussparungen 30 am breiten Ende des Behälters 10.

Die Öffnung 11 am breiten Ende des trichterförmigen Behälters 10 ist geeignet, einen lebenden Vogel mit dem Kopf voraus in den trichterförmigen Behälter 10 einzubringen, d.h. der lebende Vogel wird durch die Öffnung 1 1 von dem trichterförmigen Behälter 10 aufgenommen. Die Öffnung 11 definiert dabei eine Wanddicke des trichterförmigen Behälters 10. Die beiden Öffnungen 20 sind vorzugsweise in Höhe der Brust, eines in den Behälter 10 eingebrachten lebenden Vogels, beispielsweise etwa mittig in Längsrichtung in den Behälter 10 eingebracht. Die Öffnungen 20 sind geeignet, einen sich in dem Behälter 10 befindlichen lebenden Vogel zu impfen. Die Anzahl der Öffnungen 20 ist dabei nicht auf zwei Öffnungen 20 beschränkt. Der Behälter 10 kann auch nur eine Öffnung 20 oder mehr als zwei Öffnungen 20 aufweisen. Die Stellen an denen sich die Öffnungen 20 befinden, sind abhängig von der zu impfenden Stelle des Vogels. Es könnte ebenfalls vorteilhaft sein, eine Öffnung auf Höhe der Flügel des Vogels bereitzustellen, um in den Flügel impfen zu können.

Die Aussparungen 30 am breiten Ende des trichterförmigen Behälters 10 sind geeignet, die Ständer (Beine) der lebenden Vögel aufzunehmen und sind vorzugsweise etwa V-förmig oder U-förmig ausgebildet. Die Aussparungen 30 weisen vorzugsweise abgerundete Formen auf, um die lebenden Vögel nicht zu verletzen. Es müssen nicht zwingend zwei Aussparungen 30 vorgesehen sein, es ist ausreichend, eine Aussparung zur Aufnahme beider Ständer der lebenden Vögel vorzusehen. Allerdings kann durch die Bereitstellung von zwei Aussparungen 30, die Fixierung des lebenden Vogels verbessert werden, da die Bewegungsfreiheit des Vogels gegenüber einer einzigen Aussparung eingeschränkt wird und es dem Vogel erschwert wird, sich aus dem Behälter zu befreien. Die Aussparungen 30 sind dabei so ausgebildet, dass die Ständer des Vogels die unteren Ränder der Aussparungen 30 vorzugsweise nicht berühren. Somit liegt das Gewicht des Vogels nicht auf den Ständern des Vogels, sondern wird auf seinen Körper verteilt.

Die Kappe 12 hat eine im Wesentlichen trichterförmige Form und wird an dem spitzen Ende des Behälters 10 angebracht. Die Kappe 12 wird weiter unten in Verbindung mit Fig. 4 noch genauer beschrieben. Fig. 2 zeigt eine Vorderansicht des oben beschrieben Behälters 10 mit den bereits anhand von Fig. 1 beschriebenen Merkmalen, aus der die Anordnung der Öffnungen 20 und der Aussparungen 30 näher hervorgeht.

Fig. 2 zeigt ferner Maße a-i dieser beispielhaften Ausführungsform. Die nachfolgend beschriebenen Maße sind besonders geeignet für 16-18 Wochen alte Masthähnchen oder anderes Geflügel.

In dieser beispielhaften Ausführungsform weist der trichterförmige Behälter 10 eine Länge a von ca. 330 mm auf. Die Öffnungen 20 weisen einen Abstand b von ca. 80 mm vom oberen breiten Rand des Behälters 10 auf. Die Ausdehnung c der Öffnungen 20 in der Längsrichtung des Behälters 10 ist ca. 100 mm und die Ausdehnung f der Öffnungen 20 in der Breitenrichtung ist jeweils ca. 24 mm. Die Öffnungen 20 weisen ferner einen oberen Abstand d ihrer Mittelpunkte entlang der Umfangsrichtung des Behälters von ca. 44 mm und einen unteren Abstand g ihrer Mittelpunkte entlang der Umfangsrichtung des Behälters von ca. 35 mm auf. Daraus ergibt sich ein Neigungswinkel e der Öffnungen gegenüber der

Symmetrieachse (gestrichelte Linie) von ca. 2,6°.

Die Kappe 12 weist eine Höhe h, d.h. eine Länge vom breiten Ende bis zum spitzen Ende, von ca. 104 mm auf.

Fig. 3 zeigt eine Draufsicht des oben beschriebenen Behälters 10 mit den bereits anhand von Fig. 1 beschriebenen Merkmalen.

Ferner zeigt Fig. 3 weitere Maße für die oben bereits beschriebene beispielhafte

Ausführungsform für 16-18 Wochen alte Masthähnchen oder anderes Geflügel. Der innere Durchmesser j der Öffnung 1 1 am oberen breiten Rand des trichterfönTiigen Behälters 10 ist gemäß dieser beispielhaften Ausführungsfonri ca. 210 mm. Der äußere Durchmesser i der Öffnung am oberen breiten Rand des trichterförmigen Behälters 10 ist ca. 214 mm. Daraus ergibt sich eine Wandstärke des trichterfönTiigen Behälters 10 von ca. 2 mm. Ferner ist der innere Durchmesser 1 der Öffnung am spitzen Ende des trichterförmigen Behälters 10 gemäß dieser beispielhaften Ausführungsform ca. 80 mm.

Die Kappe 12 hat eine Öffnung k an ihrem unteren spitzen Ende von ca. 15 mm.

Aus den vorstehend beschriebenen beispielhaften Maßen ergibt sich ein halber

Öffnungswinkel des Behälters 10 von ca. 18°. Der halbe Öffnungswinkel ist der Winkel zwischen der Mantellinie und der Mittelachse des Behälters. Der Öffnungswinkel ist dementsprechend das Doppelte des halben Öffnungswinkels.

Für die Anpassung der Maße an lebende Vögel mit einer anderen Größe als die der zuvor beschriebene beispielhafte Ausführungsform für Masthähnchen oder anderes Geflügel im Alter von 16-18 Wochen wird der Öffnungswinkel vorzugsweise etwa konstant gehalten und die zuvor beschriebenen Maße werden entsprechend den Größenverhältnissen der lebenden Vögel angepasst. Beispielsweise kann die zweite Öffnung am oberen breiten Rand des Behälters 10 bei 7 Wochen alten Masthähnchen oder anderem Geflügel ca. 150 mm betragen.

Fig. 4 zeigt eine Seitenansicht des oben beschrieben Behälters 10 mit den bereits anhand von Fig. 1 beschriebenen Merkmalen. In Fig. 4 ist jeweils nur eine Öffnung der Öffnungen 20 bzw. eine Aussparung der Aussparungen 30 zu sehen, da die jeweils andere verdeckt ist.

Fig. 5 zeigt eine Rückansicht des anhand von Fig. 1 beschriebenen Behälters 10 mit einer zusätzlichen Öffnung 40. Die Öffnung 40 ist geeignet, den Kopf eines lebenden Vogels aufzunehmen. Die Öffnung 40 ist auf der Rückseite, d.h. gegenüber den Öffnungen 20 und insbesondere den Aussparungen 30, angebracht um dem lebenden Vogel möglichst schonend in dem Behälter 10 aufzunehmen. Die Anordnung der Öffnungen 40 und der Aussparungen 30 entsprechen dabei weitestgehend den anatomischen Gegebenheiten eines lebenden Vogels, insbesondere von Geflügel, wie z.B. Masthähnchen.

Die Kappe 12 ist in der hier beschriebenen Ausführungsform beispielhaft gezeigt und erleichtert die Herstellung des trichterförmigen Behälters 10. Die Öffnungsgröße der Öffnung 40 kann durch die Kappe 12 beschränkt werden bzw. eingestellt werden. Die Kappe 12 weist eine ebenfalls trichterförmige Form auf, um über das spitze Ende des Behälters gestülpt werden zu können.

In einer alternativen Ausführungsform wird das spitze Ende des trichterförmigen

Behälters 10 auf einer vorbestimmten Höhe abgeschnitten, um eine Öffnung am spitzen Ende des trichterförmigen Behälters 10 zu erhalten. Durch diese Öffnung kann der Kopf des Vogels ebenfalls aufgenommen werden. Zur Verbesserung des Wohlbefindens des Vogels kann in diesem Fall die Öffnung 40 als eine Aussparung ausgebildet sein, in der der Hals des Vogels besser aufgenommen werden kann als wenn der Vogel mit dem Kopf lediglich durch die Öffnung am spitzen Ende des trichterförmigen Behälters 10 gesteckt wird.

Fig. 6 zeigt eine schematische Draufsicht auf ein System 100 gemäß einer beispielhaften Ausfuhrungsform der vorliegenden Erfindung. Das System 100 gemäß Fig. 6 weist mehrere Behälter 10 auf, eine Fördereinheit 110, eine Sortiereinrichtung 120 bestehend aus einer umlaufenden Vorrichtung 121 und drei Sortiereinheiten 122.

Die Fördereinheit 1 10 ist geeignet, mehrere der oben beschriebenen trichterförmigen Behälter 10 aufzunehmen. Die Fördereinheit 110 ist vorzugsweise als Rondell ausgebildet, wobei die trichterförmigen Behälter 10 an vorbestimmten Positionen des Rondells, vorzugsweise im gleichen Abstand, angebracht sind. Die Fördereinheit 1 10 ist mit einer Antriebseinheit, z.B. einem Motor (nicht gezeigt), verbunden, um das Rondell in eine vorbestimmte Richtung zu bewegen, wie durch den gestrichelten Pfeil gezeigt.

Fig. 7 zeigt die Anbringung eines Behälters 10 an die Fördereinheit 110 mit Hilfe einer

Befestigungseinheit 1 10a. Ferner zeigt Fig. 7 eine Schwenkvorrichtung 1 10b. Die

Schwenkvorrichtung 1 10b ist geeignet den Behälter 10 zu kippen, um den lebenden Vogel aus dem Behälter 10 zu entlassen. Dazu wird der Behälter 10 um einen vorgegebenen Winkel gekippt, der geeignet ist den lebenden Vogel automatisch aus dem Behälter 10 zu entlassen. Dieser Winkel ist vorzugsweise größer als 90° bezogen auf die Mittelachse des Behälters 10 in seiner Ausgangsposition, d.h. in mit dem spitzen Ende etwa senkrecht nach unten zeigend.

Bezug nehmend auf Fig. 6, weist die Sortiereinrichtung 120 gemäß der beispielhaften Ausfuhnmgsform eine umlaufende Vorrichtung 121 auf, die um die Fördereinheit 1 10 herum angebracht ist und mit drei Sortiereinheiten 122 verbunden ist. Die umlaufende Vorrichtung 121 dient in erster Linie als Eingriffsschutz für das Bedienpersonal, um z.B. Unfallrisiken zu minimieren. Die Sortiereinheiten 122 sind an vorbestimmten Positionen der umlaufenden Vorrichtung 121 angebracht und können z.B. röhrenförmig ausgebildet sein.

Die Sortiereinrichtung 120 kann allerdings auch ohne eine umlaufende Vorrichtung 121 und daran befestigte Sortiereinheiten auskommen. Gemäß einer alternativen Ausführungsform kann die Sortiereinrichtung 120 aus Begrenzungseinheiten, z.B. Zäunen, bestehen. Die Begrenzungseinheiten definieren an vorbestimmten Positionen mindestens zwei Bereiche in denen die Vögel automatisch aus den Behältern 10 entlassen werden können.

Das System 100 weist ferner eine Wiegeeinheit (nicht gezeigt) an einer vorbestimmten Position entlang der Fördereinheit 1 10 auf. Die Wiegeeinheit ist geeignet, das Gewicht eines in einem Behälter 10 befindlichen lebenden Vogels zu bestimmen, wie vorstehend erläutert. Alternativ können die Befestigungseinheiten 110a oder die Schwenkvorrichtungen 1 10b jeweils eine eigene Wiegeeinheit aufweisen, um nach dem Aufnehmen eines lebenden Vogels in einen Behälter 10, das Gewicht des Vogels zu bestimmen.

Auf der Basis des bestimmten Gewichts des Vogels kann das System mittels einer

Steuereinheit automatisch entscheiden in welchem Bereich bzw. an welcher Position entlang der Fördereinheit der Vogel unter Verwendung der Schwenkvorrichtung 1 1 Ob aus dem Behälter 10 entlassen werden soll. Die Schwenkvorrichtung 1 10b wird auf Basis des bestimmten Gewichts des Vogels an einer der drei Positionen der Sortiereinheiten 122 den Vogel automatisch in den für diesen Vogel optimalen Bereich entlassen.

Das System kann ferner eine oder mehrere Impfeinrichtungen (nicht gezeigt) an vorbestimmten Positionen aufweisen, um die in den Behältern 10 befindlichen Vögel zu impfen, bevor diese aus den Behältern 10 entlassen werden. Die Impfeinrichtungen können dabei gleiche oder auch unterschiedliche Impfungen durchführen. Auch kann die Impfung in Abhängigkeit des zuvor bestimmten Gewichts der Vögel unterschiedlich ausgeführt werden.

Fig. 8 zeigt eine Seitenansicht eines Systems 100 gemäß Fig. 6. Das System 100 gemäß Fig. 8 weist eine weitere Schwenkvorrichtung (nicht gezeigt) auf, um das System 100 zu schwenken, um die Gesamtbreite des Systems 100 zu reduzieren. Die Schwenkvorrichtung kann dabei z.B. an einer Mittelachse 1 1 1 des Systems 100 angebracht sein, so dass das System 100 um die Mittelachse 11 1 gekippt werden kann.

Fig. 9 zeigt die Aussparungen 30 mit Profilelementen 31a, 31b an den seitlichen Rändern der Aussparungen 30. Profilelemente 3 la, 3 lb, wie sie in Fig. 9 dargestellt sind, können bei den Behältern aller hier beschriebenen Ausführungsformen vorgesehen sein. Die Profilelemente 31a, 31b umschließen dabei die Ränder der Aussparungen 30 und erstrecken sich sowohl auf der Außenseite des Behälters, als auch auf der Innenseite des Behälters.

Die Profilelemente 31 a, 31 b können beispielsweise aus Gummi oder einem ähnlichen

Material bestehen, das geeignet ist, die Ständer der lebenden Vögel zu schützen. Gleichzeitig können die Profil elemente 31a, 31b ein Zurückziehen der Ständer aus den Aussparungen durch den Vogel verhindern bzw. erschweren. Die Profilelemente 31 a, 31b können nachgiebiger als das die Aussparungen 30 definierende Material des Behälters sein. Die Profilelemente 31 a, 3 lb können aus einem Material bestehen, dessen Elastizitätsmodul kleiner ist als ein Elastizitätsmodul des den Konus des Behälters bildenden Materials. Beispielsweise kann der Konus des Behälters aus Metall geformt sein, und die Profilelemente 31 a, 31b können aus einem elastischen Kunststoff, insbesondere aus Gummi, hergestellt sein.

In der hier gezeigten beispielhaften Ausführungsform sind die Profilelemente 31a, 31b teilweise auf den Rändern der Aussparungen 30 angebracht. Alternativ können die

Profilelemente 3 la, 3 lb die Ränder der Aussparungen 30 auch vollumlaufend auskleiden.

Fig. 10 zeigt eine Seitenansicht und Fig. 11 zeigt eine Draufsicht des Behälters 10 gemäß Fig. 9. Der Behälter 10 weist eine Kappe 12 auf, die lösbar oder fest an dem trichterförmigen Behälterbereich angebracht sein kann. Die Kappe 12 kann auch einstückig mit dem

trichterförmigen Behälterbereich ausgebildet sein. Die Kappe 12 kann optional einen

Befestigungsabschnitt 51 zur Befestigung an dem trichterförmigen Behälterbereich aufweisen. Der Befestigungsabschnitt 51 kann für eine flächige, insbesondere klemmende Anlage an dem trichterförmigen Behälterbereich ausgestaltet sein.

Die Kappe 12 ist konfiguriert, eine Berührung zwischen dem Kopf des lebenden Vogels und einer mit dem Behälter gekoppelten beweglichen Fördereinheit 110 zu verhindern. Die Kappe 12 kann einen Aufnahmeabschnitt 52 aufweisen, um den Kopf und Hals des lebenden Vogels wenigstens teilweise aufzunehmen. Der Aufnahmeabschnitt 52 kann von einer durch den Behälter 10 definierten kegelstumpfförmigen Außenfläche nach außen hervorstehen.

Der Aufnahmeabschnitt 52 kann zwei im Wesentlichen planare Wände 53, 54 aufweisen. Die zwei im Wesentlichen planaren Wände 53, 54 können sich parallel zueinander und parallel zu einer Mittelachse des trichterförmigen Behälterbereichs erstrecken. Alternativ können die zwei im Wesentlichen planaren Wände 53, 54 gegeneinander geneigt sein. Die zwei im Wesentlichen planaren Wände 53, 54 können einstückig mit einem Endbereich 55 der Kappe 12 ausgestaltet sein.

Die Kappe 12 kann konfiguriert sein, den lebenden Vogel zu einer für eine Impfung gewünschten Körperhaltung zu veranlassen. Insbesondere kann die Kappe 12 konfiguriert sein, den lebenden Vogel zu einer Kopfhaltung zu veranlassen, die sicherstellt, dass eine zuverlässige Brustimpfung durch eine oder zwei dritte Öffnungen 20 des Behälters ermöglicht wird. Dazu kann die Kappe 12 den Aufnahmeabschnitt 52 mit den zwei jeweils im

Wesentlichen planaren Wänden 53, 54 aufweisen, die eine Erweiterung des Behälters definieren, in der der Kopf und Hals des lebenden Vogels aufgenommen werden können.

Alternativ oder zusätzlich kann die Kappe 12 konfiguriert sein, durch einen optischen Reiz den lebenden Vogel zu einer Kopfhaltung zu veranlassen, die sicherstellt, dass eine zuverlässige Brustimpfung durch eine oder zwei dritte Öffnungen des Behälters ermöglicht wird. Die Kappe 12 kann eine Lichtquelle, beispielsweise wenigstens eine Leuchtdiode, aufweisen, um den lebenden Vogel zu einer Kopfhaltung zu veranlassen, die sicherstellt, dass eine zuverlässige Brustimpfung durch eine oder zwei dritte Öffnungen des Behälters 10 ermöglicht wird. Die Lichtquelle kann in einem Bereich der Kappe 12, der nach unten zeigt, wenn der Vogel in den Behälter 10 eingeführt wird, angeordnet sein. Die Lichtquelle kann an einer Seite der Kappe 12, die der dritten Öffnung 30 gegenüberliegt, angeordnet sein. Alternativ oder zusätzlich kann die Kappe 12 eine Öffnung 56, beispielsweise einen Schlitz, aufweisen, über die Licht von einer externen Lichtquelle 136 in die Kappe 12 eintreten kann, während der lebende Vogel in den Behälter eingesetzt wird. Die Öffnung 56 kann in einem Bereich der Kappe 12, der nach unten zeigt, wenn der Vogel in den Behälter 10 eingeführt wird, angeordnet sein. Die Öffnung 56 kann an einer Seite der Kappe 12, die der dritten Öffnung 30 gegenüberliegt, angeordnet sein.

Unabhängig davon, ob die Lichtquelle 136 in die Kappe 12 integriert oder separat davon vorgesehen ist, kann die Lichtquelle wenigstens beim Einsetzen des lebenden Vogels in den Behälter aktiviert werden, um die Kopfhaltung des Vogels zu beeinflussen.

Fig. 12 zeigt eine schematische Perspektivansicht eines Systems 100 nach einem

Ausführungsbeispiel. Elemente und Einrichtungen, die in ihrer Ausgestaltung und/oder Funktionsweise Elementen und Einrichtungen entsprechen können, die bereits unter

Bezugnahme auf Fig. 1 bis Fig. 1 1 beschrieben wurden, sind mit denselben Bezugszeichen bezeichnet.

Das System 100 weist eine Mehrzahl von Behältern 10 nach einer Ausführungsform auf. Die Behälter 10 weisen jeweils eine Halterung 1 10a zum Halten des Behälters mit dem spitzen Ende nach unten zeigend auf. Die Behälter 10 weisen jeweils eine mit der Halterung 1 10a verbundene Schwenkvorrichtung 1 10b zum Kippen des Behälters 10 auf, um den lebenden Vogel aus dem Behälter 10 zu entlassen. Die Behälter 10 können jeweils eine Kappe 12 aufweisen, die den Vogel zu einer gewünschten Körperhaltung für eine Impfung zu veranlasst.

Das System 100 weist eine Fördereinheit 1 10 und eine Sortiereinrichtung mit mehreren

Sortiereinheiten 122 auf. Die Fördereinheit 110 wird von einer Antriebseinheit 139

angetrieben. Das System 100 weist eine Impfeinheit 133 auf. Die Impfeinheit 133 kann eine, zwei oder mehr als zwei Impfeinrichtungen 134 aufweisen. Jede der Impfeinrichtungen 134 kann konfiguriert sein, durch eine zugeordnete dritte Öffnung 20 eine Brustimpfung des lebenden Vogels vorzunehmen. Die Impfeinrichtungen 134 können hinsichtlich der verabreichten

Impfstoffe und/oder Impfdosen verschieden sein. Der lebende Vogel kann wahlweise mit nur einer der Impfeinrichtungen 134 durch nur genau eine dritte Öffnung 20 oder mit zwei Impfeinrichtungen 134 durch zwei dritte Öffnungen 20 des Behälters 10 geimpft werden.

Alternativ oder zusätzlich zu einer Impfeinheit 133 für eine Brustimpfung kann das

System 100 eine Impfeinheit zur Augen- oder Flügelimpfung aufweisen. Der Behälter 10 kann dabei jeweils sicherstellen, dass der lebende Vogel in einer für die Impfung gewünschten Körperhaltung in dem Behälter 10 gehalten wird.

Die Impfeinheit 133 kann für eine automatische oder semiautomatische Brustimpfung lebender Vögel eingerichtet sein. Die Impfeinheit 133 kann von einer Steuerungs- und Verarbeitungsschaltung 132 angesteuert werden. Die Impfeinrichtungen 134 können auf einem Träger 135 montiert sein, der relativ zu einem Rahmen 140 des Systems 100 verstellbar, aber arretierbar angeordnet sein kann. Die Impfeinheit 133 kann durch ein nicht dargestelltes Gehäuse wenigstens teilweise umschlossen sein. Das System 100 kann alternativ oder zusätzlich einen Impfautomaten 138 für eine Augen- und Flügelimpfung aufweisen.

Das System 100 kann eine Lichtquelle 136 aufweisen, die in die Kappe 12 des Behälters 10 integriert oder extern davon vorgesehen sein kann. Die Lichtquelle 136 kann wenigstens dort, wo ein lebender Vogel in den Behälter 10 eingesetzt wird, betätigt werden, um den lebenden Vogel zu einer Kopfhaltung zu veranlassen, die für ein sicheres Haltens des lebenden Vogels in dem Behälter 10 zur Brustimpfung gewünscht wird. Die Lichtquelle 136 kann angesteuert werden, urn wenigstens beim Einsetzen des lebenden Vogels in den Behälter einen optischen Reiz zu erzeugen.

Das System 100 kann eine Wiegeeinheit 131 aufweisen. Die Steuerungs- und

Verarbeitungsschaltung 132 kann mit der Wiegeeinheit 131 gekoppelt sein. Die Steuerungsund Verarbeitungsschaltung 132 kann wenigstens eine integrierte Halbleiterschaltung, beispielsweise wenigstens einen Prozessor, wenigstens einen Controller und/oder wenigstens eine anwendungsspezifische Spezialschaltung, aufweisen. Die Steuerungs- und

Verarbeitungsschaltung 132 kann neben einer Steuerung der Antriebseinheit 139 und/oder der Impfeinheit 133 auch das Ausgangssignal der Wiegeeinheit 131 verarbeiten. Die Steuerungsund Verarbeitungsschaltung 132 kann in einem Schaltschrank 137 angeordnet sein.

Die Wiegeeinheit 131 kann konfiguriert sein, den Behälter 10 relativ zu wenigstens einem Teil der Halteeinrichtung 110a zu bewegen, um das Taragewicht des Behälters 10 und/oder das Gewicht des lebenden Vogels mit dem Behälter 10 zu bestimmen. Die Wiegeeinheit 131 kann über Kopplungselemente 1 10c, die als in Richtung des spitzen Endes abstehende Stäbe ausgebildet sein können, den Behälter 10 relativ zu wenigstens einem Teil der

Halteeinrichtung 110a anheben, um das Gewicht des lebenden Vogels mit dem Behälter 10 zu messen.

Im Betrieb des Systems 100 kann in einer ersten Betriebsphase ein Taragewicht der Behälter 10 bestimmt werden. Dazu kann die Steuerungs- und Verarbeitungsschaltung 132 ein Ausgangssignal der Wiegeeinheit in einem Zustand, in dem kein lebender Vogel in den gewogenen Behälter 10 eingesetzt ist, auswerten.

In einer zweiten Betriebsphase kann für jeden lebenden Vogel einer Testgruppe, die beispielsweise mehrere zehn oder mehrere hundert Vögel aufweisen kann, das Gewicht des lebenden Vogels bestimmt werden. Dazu kann die Steuerungs- und Verarbeitungsschaltung 132 aus dem Ausgangssignal der Wiegeeinheit 131 und dem Taragewicht des Behälters 10 das Gewicht des lebenden Vogels ermitteln, wobei dieser Vorgang für jeden lebenden Vogel der Testgruppe wiederholt wird. Aus den Gewichten der lebenden Vögel der Testgruppe kann die Steuerungs- und Verarbeitungsschaltung 132 Informationen über eine statistische

Gewichtsverteilung der Vögel in der Testgruppe ermitteln. Die Informationen über die statistische Gewichtsverteilung können beispielsweise die Gewichtsverteilung, einen

Mittelwert, eine Standardabweichung und/oder eine Varianz der Gewichtsverteilung beinhalten.

Die Steuerungs- und Verarbeitungsschaltung 132 kann die Informationen über die statistische Gewichtsverteilung verwenden, um Grenzgewichte für ein Grading automatisch zu bestimmen und/oder um den Benutzer bei der Einstellung der Grenzgewichte zu unterstützen. Unter einem Grading versteht man die Unterteilung einer Mehrzahl lebender Vögel in mehrere Teilpopulationen nach ihrem Gewicht. Die Vögel in jeder der Teilpopulationen weisen dabei eine geringere Gewichtsvarianz auf. Dies erleichtert die Fütterung und medizinische

Versorgung der lebenden Vögel. Die Grenzgewichte für das Grading sind diejenigen

Gewichte, mit denen das Gewicht eines lebenden Vogels beim Grading verglichen wird, um zu ermitteln, in welche von mehreren Teilpopulationen der lebende Vogel sortiert werden soll.

Die Steuerungs- und Verarbeitungsschaltung 132 kann konfiguriert sein, abhängig von einer Benutzereingabe von Grenzgewichten basierend auf der für die Testgruppe ermittelten statistischen Gewichtsverteilung zu ermitteln, welcher Anteil von lebenden Vögeln beim Grading jeder der verschiedenen Teilpopulationen voraussichtlich zugeordnet wird. Dazu kann die statistische Gewichtsverteilung in der Testgruppe mit benutzerdefiniert eingegebenen Grenzgewichten verglichen werden, um zu ermitteln, welcher Anteil von lebenden Vögeln beim Grading in jede der mehreren Teilpopulationen sortiert wird. Alternativ oder zusätzlich kann die Steuerungs- und Verarbeitungsschaltung 132 konfiguriert sein, abhängig von einer Benutzereingabe von gewünschten Anteilen der lebenden Vögel, die in zwei, drei oder mehr als drei Teilpopulationen sortiert werden sollen, automatisch die Grenzgewichte für das Grading zu bestimmen. Diese automatische

Bestimmung kann basierend auf der statistischen Gewichtsverteilung der Vögel der

Testgruppe erfolgen. Die Steuerungs- und Verarbeitungsschaltung 132 ermittelt rechnerisch, wie die Grenzgewichte festzulegen sind, damit die statistische Gewichtsverteilung der Vögel der Testgruppe zu der vom Benutzer gewünschten Aufteilung in Teilpopulationen führt.

Das System kann eine mit der Steuerungs- und Verarbeitungsschaltung 132 gekoppelte Benutzerschnittstelle aufweisen, um Information über die statistischen Gewichtsverteilung der Testgruppe und/oder Infomiation über automatisch ermittelte Grenzgewichte für das Grading auszugeben.

In einer dritten Betriebsphase des Systems 100 können die ermittelten Grenzgewichte für das Grading verwendet werden, um eine Population lebender Vögel in Teilpopulationen zu unterteilen. Abhängig von einem Vergleich des Gewichts des lebenden Vogels mit einem, zwei oder mehr als zwei Grenzgewichten kann die Steuerungs- und Verarbeitungsschaltung 132 bestimmen, an welcher von mehreren zueinander versetzt angeordneten Sortiereinheiten 122 der Behälter 10 gekippt wird, um den lebenden Vogel freizulassen.

Das System 100 kann als mobiles, insbesondere als verfahrbares System ausgestaltet sein. Das System 100 kann den Rahmen 140 aufweisen. Die Transporteinrichtung 110, die

Wiegeeinheit 131 , die Antriebseinheit 139, die Impfeinheit 133 und/oder weitere oben beschriebene Komponenten des Systems 100 können an dem Rahmen 140 angebracht sein. Der Rahmen 140 kann mehrere Rollen 141 oder Walzen aufweisen, um ein Verschieben des Systems 100 zu erleichtem. Zum Verfahren des Systems 100 und/oder zur Aufbewahrung des Systems 100 kann die Transporteinheit 110 gekippt werden, wie dies unter Bezugnahme auf Fig. 8 beschrieben wurde.

Der Behälter 10 kann bei jeder der beschriebenen Ausführungsformen aus einem transparenten oder transluzenten Material bestehen oder ein derartiges Material aufweisen. Dies erlaubt es, die richtige Lage des lebenden Vogels in einfacher Weise zu überprüfen.

Behälter, Systeme und Verfahren nach Ausführungsformen erlauben eine schonende Behandlung von lebenden Vögeln. Beispielsweise können die Behälter, Systeme und Verfahren zum Impfen lebender Vögel verwendet werden. Die Impfdosis kann abhängig vom Gewicht der lebenden Vögel eingestellt und somit auf diese abgestimmt werden.

Alternativ oder zusätzlich können die Behälter, Systeme und Verfahren zum Grading lebender Vögel eingesetzt werden. Dadurch wird eine Population lebender Vögel in kontrollierter Weise in mehrere Teilpopulationen unterteilt, die jeweils eine geringere Gewichtsvarianz aufweisen als die ursprüngliche Population lebender Vögel. Jede der Teilpopulationen kann in einer auf ihr Gewicht abgestimmte Weise versorgt werden. Das Wohlbefinden der lebenden Vögel wird auf diese Weise gefördert.

Behälter, Systeme und Verfahren nach Ausführungsfonnen erlauben im Vergleich zu einem rein manuellen Impfen und/oder einem rein manuellen Grading eine schonende Behandlung der lebenden Vögel. Darüber hinaus kann der erforderliche menschliche Arbeitsaufwand reduziert werden.

Während die vorliegende Erfindung hier unter Bezug auf ihre bevorzugten

Ausführungsformen beschrieben und dargestellt wurde, ist für Fachleute auf dem Gebiet offensichtlich, dass verschiedene Modifikationen und Änderungen daran vorgenommen werden können, ohne den Schutzbereich der Erfindung zu verlassen. Auf diese Weise ist beabsichtigt, dass die vorliegende Erfindung die Modifikationen und Änderungen dieser Erfindung abdeckt, sofern sie in den Schutzbereich der beigefügten Patentansprüche und ihrer Äquivalente fallen. Insbesondere ist dem Fachmann klar, dass die Merkmale, welche im Zusammenhang mit einer bestimmten bevorzugten Ausführungsform beschrieben wurden, auch mit Merkmalen anderer Ausführungsformen kombiniert werden können.