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Title:
APPLICATOR FOR A BAR-SHAPED MEANS FOR SANITARY FACILITIES AND PACKAGING UNIT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/026539
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a device for applying bar-shaped sanitary means, comprising a cavity (22) for accommodating the sanitary means (13), means (15, 16, 17, 18) for fastening the sanitary means (13), and elements (24, 25) for discharging the means (13) from the device, wherein the discharge elements (24, 25) are located above the cavity (22) for accommodating the means (13) and wherein the discharge elements (24, 25) are hump-shaped and separated from each other by a V-shaped groove and have two contact surfaces (33, 34), wherein the fastening means (15, 16, 17, 18) can be detached by pressing the contact surfaces toward each other. The invention further relates to a packaging unit.

Inventors:
JAESCHKE, Edgar (Ludwig-Richter-Weg 14, Filderstadt, 70794, DE)
LEIPOLD, Joachim (Memelstraße 37, Reutlingen, 72760, DE)
KAUTH Simon (Friedrich-List-Str. 7, 2116 Mössingen, DE)
FRITZ, Matthias (Hegelweg 5, Gomaringen, 72810, DE)
Application Number:
EP2010/004387
Publication Date:
March 10, 2011
Filing Date:
July 19, 2010
Export Citation:
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Assignee:
BUCK-CHEMIE GMBH (Hertzstr. 1, Herrenberg, 71083, DE)
JAESCHKE, Edgar (Ludwig-Richter-Weg 14, Filderstadt, 70794, DE)
LEIPOLD, Joachim (Memelstraße 37, Reutlingen, 72760, DE)
KAUTH Simon (Friedrich-List-Str. 7, 2116 Mössingen, DE)
FRITZ, Matthias (Hegelweg 5, Gomaringen, 72810, DE)
International Classes:
B65D75/32; A61L9/05; B65D75/36; E03D9/02
Attorney, Agent or Firm:
MAMMEL, Ulrike et al. (MAMMEL & MASER, Tilsiter Str. 3, Sindelfingen, 71065, DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Vorrichtung zur Applikation von stückförmigen Sanitärmitteln mit einem Hohlraum (22) zur Aufnahme des Sanitärmittels (13), Mitteln (15, 16, 17, 18) zum Befestigen des Sanitärmittels (13) und Elementen (24, 25) zur Ausgabe des Mittels (13) aus der Vorrichtung, wobei sich die Ausgabeelemente (24, 25) oberhalb des Hohlraums (22) zur Aufnahme des Mittels (13) befinden und wobei die Ausgabeelemente (24, 25) höckerförmig ausgebildet und durch eine V-förmige Nut voneinander getrennt sind und zwei Angriffsflächen (33, 34) aufweisen, durch deren Gegeneinanderdrücken die Befestigungsmittel (15, 16, 17, 18) lösbar sind.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (13) in dem Hohlraum durch Reibung, Pressen, Kleben und/oder Untergreifen befestigt ist.

3. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsmittel an den im Wesentlichen senkrecht (Z-Achse) verlaufenden Wänden (20, 27) des Hohlkörpers angeordnet sind und dass die Befestigung durch Reibung/Flächenpressung erfolgt.

4. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkel α der die V-Nut (32) begrenzenden Flächen (35, 36) zwischen 30° und 70° beträgt.

5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkel α durch das Gegeneinanderdrücken der Angriffsflächen (33, 34) veränderbar ist.

6. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Unterseite der V-Nut (32) ein Wandabschnitt (37) vorgesehen ist, der als Vorschubfläche zur Ausgabe des Mittels (13) dient.

7. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Soll-Knickstellen (17, 18) vorgesehen sind.

8. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung an ihrem unteren Ende einen umlaufenden Rand (19) aufweist.

9. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung aus einer Kunststofffolie, einem geformten Karton oder einem Stanzteil ist.

10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke der Kunststofffolie zwischen 100 pm und 500 pm liegt.

11. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Applikationsvorrichtung eine Blisterverpa- ckung ist.

12. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (11) zur Applikation des Mittels (13) selbsthaltend ausgebildet ist.

13. Verwendung einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12 zur Applikation eines Sanitärmittels (13) auf der Oberfläche eines Sanitärgegenstands.

14. Verwendung nach Anspruch 13 zur einhändigen berührungslosen Applikation eines Sanitärmittels auf die Oberfläche eines Sanitärgegenstands.

15. Verpackungseinheit, die eine Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12 und ein stückförmiges Sanitärmittel (13), das an seiner Unterseite eine Klebemittelschicht (14) aufweisen kann, um- fasst.

16. Verpackungseinheit nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Sanitärmittel (13) unverrutschbar in der Vorrichtung (11) befestigt ist.

17. Verpackungseinheit nach einem der Ansprüche 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Unterseite der Wand (19) der Vorrichtung und der Unterseite des in der Vorrichtung befestigten Mittels (13) ein Abstand B ist, der vorzugsweise zwischen 1 mm und 10 mm, bevorzugt zwischen 2 mm und 5 mm und besonders bevorzugt zwischen 1,5 mm und 3 mm, beträgt.

18. Verpackungseinheit nach einem der Ansprüche 15 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass der Rand (19) der Vorrichtung auf einer Blis- terkarte (40) oder der Unterseite des Randes (19) auf einer weiteren Vorrichtung mit Sanitärmittel (Doppelblister) gemäß Anspruch 1 bis 12 befestigt ist.

19. Verpackungseinheit nach einem der Ansprüche 15 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Klebemittelschicht (14) nicht durch eine auf der Klebemittelschicht (14) direkt aufgebrachte Schutzschicht oder einen Schutzfilm geschützt ist.

Description:
Applikator für ein stückförmiges Mittel für den Sanitärbereich und Verpackungseinheit

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Applikation eines stückförmigen Mittels für den Sanitärbereich, eine Verpackungseinheit und die Verwendung des Applikators.

Zur Vermeidung der vom Verbraucher als unhygienisch empfundenen WC-Körbchen sind aus der WO 99/66017 haftende pastöse Mittel bekannt, die direkt auf die Oberfläche des Sanitärgegenstands aufgebracht werden, dort haften und erst nach einer größeren Anzahl von Spülungen abgespült werden.

Die Anmelderin hat zwischenzeitlich auch stückförmige feste Mittel für den Sanitärbereich wie beispielsweise Rimblocks mit einer oder mehr Phasen, Rimblocks mit Duftphase, Rimblocks mit Bleichmittelphase,

BESTÄTIGUNGSKOPIE Beduftungstabletten, Entkalkungstabletten, Reinigungstabletten, Mittel aus Kunststoff etc., die mittels eines Haftmittels direkt an der Toilettenoberfläche appliziert werden, entwickelt. Diese Sanitärmittel werden vom Spülstrom, wie auch das die Befestigung bewirkende Haftmittel, nach und nach abgespült, wie in der älteren Anmeldung PCT/EP2009/000873 beschrieben ist. Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Vorrichtung anzugeben, die dem Verbraucher eine einfache, kostengünstige und hygienische Applikation dieser Sanitärmittel direkt auf die Oberfläche in der Toilettenschüssel ermöglicht. Weiterhin besteht die Aufgabe darin, eine Verpackungseinheit bereitzustellen.

Diese Aufgabe wird durch die Merkmale der Ansprüche 1 und 15 gelöst.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung, die zur Applikation von stückförmi- gen Sanitärmitteln dient, umfasst einen Hohlraum, in dem das Sanitärmittel aufgenommen wird. Weiterhin sind Befestigungsmittel vorgesehen, die der Befestigung des Sanitärmittels in dem Hohlraum dienen sowie Ausgabeelemente, die dazu dienen, das Sanitärmittel bei deren Betätigung wieder aus der Vorrichtung freizugeben.

Die Ausgabeelemente befinden sich oberhalb des Hohlraums, in dem das Sanitärmittel aufgenommen wird, sind höckerförmig ausbildet und durch eine V-förmige Nut voneinander getrennt. Die Ausgabeelemente weisen zwei Angriffsflächen auf, durch deren Gegeneinanderdrücken die Befestigungsmittel lösbar sind.

Diese Vorrichtung ermöglicht eine berührungsiose Applikation des mit einem Klebemittel beschichteten Mittels auf der Oberfläche der Toilettenschüssel. Die Hand des Verbrauchers kommt ausschließlich mit dem Applikator in Kontakt, ein jeglicher Kontakt mit der Toilettenschüssel und dem klebenden Mittel wird vermieden.

Weiterhin ermöglicht die erfindungsgemäße Vorrichtung die einhändige Applikation des Mittels. Auch ein Hineingreifen mit zwei Händen in den Bereich der Toilettenschüssel wird somit vermieden. Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, dass die Applikationsvorrichtung gleichzeitig einen Handschutz darstellt und so ein jeder Kontakt des Verbrauchers mit dem Mittel selbst und der Toilette vermieden wird.

Auch ist die erfindungsgemäße Vorrichtung einfach und kostengünstig herstellbar.

Ein wesentlicher Vorteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung besteht darin, dass sie nicht nur zur Applikation des Mittels, insbesondere zur berührungslosen Einhandapplikation, dient, sondern dass sie gleichzeitig auch als Teil der Sichtverpackung des Mittels (Blister) dienen kann.

Die Befestigung des Mittels in der Vorrichtung kann verschiedenartig, beispielsweise durch Reibung, Pressen, Kleben und/oder Untergreifen, erfolgen. Vorzugsweise sind die Befestigungsmittel an den senkrecht (in Z-Richtung) verlaufenden Wänden des Hohlkörpers angeordnet, und die Befestigung des Sanitärmittels erfolgt durch Reibung/Flächenpressung. Im Falle der Befestigung über Flächenpressung/Reibung sind wenigstens zwei, vorzugsweise wenigstens drei und besonders bevorzugt wenigstens vier Anlageflächen für die Flächenpressung erforderlich. Möglich ist jedoch auch, das Sanitärmittel beispielsweise durch ein Ankleben oder durch widerhakenförmige Befestigungselemente, die oberhalb des Mittels angeordnet sein können, zu befestigen.

Befestigungsmittel im Sinne der vorliegenden Erfindung sind Mittel, die ein selbständiges Halten des Sanitärmittels in dem Hohlraum auch dann bewirken, wenn der Behälter mit der Öffnung nach unten gerichtet ist. Zusätzlich zu einer„drucklosen" Berührung von Hohlkörperwand und Sanitärmittel müssen noch weitere Mittel vorgesehen sein, die entweder das Sanitärmittel gegen die Hohlkörperwand pressen bzw. eine Klebeverbindung vorsehen, oder aber das Sanitärmittel untergreifen und so ein Herausfallen verhindern.

Keine Befestigungsmittel im Sinne vorliegenden Erfindung liegen vor, wenn das in dem Hohlraum befindliche Mittel bei einem nach unten offe- nen Hohlraum ohne Betätigung der Ausgabeelemente herausgleiten würde, wie es beispielsweise bei den aus der FR 2 Ö13 384 AI bekannten Eiswürfelbehältern der Fall ist, die zudem nur bei Temperaturen unter 0°C und nicht wie der erfindungsgemäße Behälter bei Raumtemperatur einsetzbar ist.

Bei einem quaderförmigen Sanitärmittel sind die klemmenden Befestigungsmittel vorzugsweise derart angeordnet, dass sie ebenfalls auf der Außenfläche eines gedachten Quaders liegen und die aus von dem Eiswürfelbehälter bekannte konische oder pyramidal verlaufenden Seitenwände, die ein Herausgleiten fördern, gerade nicht aufweisen.

Bezüglich der Ausgabeelemente wird unter„höckerförmig" ein jedes hervorstehendes Formen verstanden, sei es eher quadratisch, trapezförmig, keilförmig, konisch oder anderweitig geformt. Durch das Merkmal des „Hervorstehens" ergibt sich gleichzeitig auch, dass seitlich Flächen bestehen, die als Angriffsflächen dienen können. Dadurch, dass die beiden Ausgabeelemente durch eine V-Nut oder eine ähnlich geformte Öffnung voneinander getrennt sind, wird die gewünschte Knickbewegung ermöglicht.

Durch die erfindungsgemäße Befestigung des Mittels in der Vorrichtung derart, dass die Klebemittelschicht des Mittels einen geringfügigen Abstand B zu der Fläche aufweist, auf der die Vorrichtung auf ihrem Rand aufgestellt oder befestigt ist, ist die Klebemittelschicht durch die umgebende Vorrichtung und den geringfügigen Abstand B, beispielsweise gegenüber der Blisterkarte, vor Beschädigungen geschützt. Die im Stand der Technik häufig anzutreffende zusätzliche Schutzfolie für solche Klebeschichten, beispielsweise aus Papier, Polyethylen, Polypropylen, silikonierten oder fluorierten Folien, die gleichzeitig jedoch ein uner ¬ wünschtes Abtragen der Klebemittelschicht und damit u.U. ein schlech ¬ tes Kleben mit sich bringen kann, kann somit entfallen.

Der Abstand B beträgt im Allgemeinen zwischen 1 mm und 10 mm, be ¬ vorzugt zwischen 2 mm und 5 mm und besonders bevorzugt zwischen 1,5 mm und 3 mm. Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann zur Applikation und Verpackung von quaderförmigen, scheibenförmigen oder auch von anders geformten dreidimensionalen stückförmigen Sanitärmitteln verwendet werden. Im Allgemeinen weisen alle stückförmigen Sanitärmittel wenigstens eine ebene Fläche auf, die die Klebemittelschicht trägt und mittels der das Mittel in der Toilettenschüssel befestigt werden kann. Bezüglich der Gestaltung der anderen Seiten und der Form des Mittels bestehen jedoch keine prinzipiellen Beschränkungen. Soll beispielsweise ein Applikator für ein scheibenförmiges Mittel bereitgestellt werden, so sind der Hohlraum, der das Sanitärmittel aufnimmt, und die Befestigungsmittel an die jeweilige Form des Sanitärmittels anzupassen.

In der bevorzugten Ausführungsform ist das in der Vorrichtung befindliche Mittel derart in der Vorrichtung befestigt, dass es aus keiner Raumposition aus der Vorrichtung ohne Abdeckung durch eine Blisterrückwand herausfallen kann, d.h. die Vorrichtung ist bezüglich des Mittels selbsthaltend ausgebildet.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen näher beschrieben. Es zeigen:

Figur 1 eine perspektivische Ansicht des Applikators,

Figur 2 eine schematische Ansicht der Längsseite des Applikators mit einem Sanitärmittel,

Figur 3 eine schematische Ansicht der Längsseite des Applikators mit einem Sanitärmittel nach Betätigung der Ausgabeelemente,

Figur 4 eine Ansicht der Längsseite des Applikators ohne

Sanitärmittel,

Figur 5 einen Längsschnitt durch die Vorrichtung aus Figur 1 entlang der Linie A-A mit einem Sanitärmittel, eine Draufsicht auf die Schmalseite der Vorrichtung, eine Draufsicht auf die Vorrichtung von unten (XY-Ebene), eine Ansicht der aus dem Applikator, dem Mittel und der Blisterrückwand bestehenden Verpackungseinheit bei vertikaler Ausrichtung des Applikators, eine Ansicht der aus dem Applikator, dem Mittel und der Blisterrückwand bestehenden Verpackungseinheit bei horizontaler Ausrichtung des Applikators und eine perspektivische Ansicht einer alternativen Ausführungsform mit drei Befestigungsmitteln in der Seitenwand.

Der Applikator 11 ist ein Hohlkörper, der einen Hohlraum 22 zur Aufnahme des stückförmigen festen Sanitärmittels 13 aufweist. Er weist an der Unterseite des Applikators eine Öffnung 21 auf, durch die das Sanitärmittel 13 in den Hohlraum 22 eingefügt werden kann.

Weiterhin umfasst der Applikator Befestigungsmittel 15, 16, 17, 18, die dazu dienen, das Sanitärmittel 13 sicher zu halten und Ausgabeelemente 24, 25 an der Oberseite des Applikators 11, die dazu dienen, das Sanitärmittel 13 wieder freizugeben.

Der Applikator 11 dient sowohl zur berührungslosen Applikation eines mit einem Klebemittel 14 beschichteten Sanitärmittels 13 auf einen Sanitärgegenstand als auch als Verpackung des Mittels. Gleichzeitig dient er auch als Handschutz bei der Applikation.

Die sichere Befestigung des Sanitärmittels 13 in dem Applikator 11 ist erforderlich, um zu verhindern, dass das mit einem Klebemittel 14 beschichtete Sanitärmittel 13 unbeabsichtigt in den dargestellten Figuren „nach unten" in Z-Richtung rutscht oder gar aus der Öffnung 21 heraus und an der Blisterrückwand anklebt.

Dieser Schutz der Klebemittelfläche 14 durch den Abstand B bewirkt, dass auf eine zusätzliche Schutzfolie für die Klebemittelschicht 14 verzichtet werden kann.

Verschiedene Mittel 15, 16, 17, 18 sind zur klemmenden Befestigung in Form von an der Hohlkörperwand in Richtung des Sanitärmittels 13 hervorspringende Flächen oder Nasen vorgesehen, die das Mittel 13 über Reibung/Flächenpressung sicher halten. Die nach innen weisenden Flächen der Befestigungsmittel 15, 16, 17, 18 liegen auf den Außenflächen eines gedachten Quaders und die Außenflächen des gedachten Quaders verlaufen parallel der z-Achse. Die nach innen weisenden Flächen der Befestigungsmittel 15, 16, 17, 18 bilden somit im Gegensatz zu dem Eiswürfelbehälter keinen Konus.

Alternativ kann das Mittel 13 auch in dem Applikator durch Vorsprünge oder Nasen oder Verankerungsmittel gehalten werden oder in dem Applikator angeklebt oder auf sonstige Weise befestigt sein. Selbstverständlich muss eine jede Befestigung so gewählt werden, dass das Mittel 13 bei Betätigung der Ausgabeelemente 24, 25 aus der Befestigung freigegeben werden kann.

Bei der vorliegenden Ausführungsform befinden sich die Befestigungsmittel 15, 16, 17, 18 an den im Wesentlichen senkrecht (Z-Achse) verlaufenden Wänden 20, 27 des Hohlkörpers im Bereich des Mittels 13. Jeweils ein Befestigungselement 15, 16 ist durch die Innenseite einer nahe der Schmalseite 26 der Vorrichtung annähernd senkrecht (in Z- Richtung) zum Rand 19 verlaufenden Wand 20 eines nach innen weisenden Vorsprungs 30, 31 gebildet. Die Wand 20 kann nach oben geringfü ¬ gig in Richtung der Mittelebene M (in YZ-Richtung) geneigt sein, um einen festen und wieder lösbaren Sitz zu gewährleisten.

Weiterhin sind zwei Befestigungselemente 17, 18 in der Seitenwand 27 an den Längsseiten 28 des Applikators vorgesehen, die sich symmetrisch der Mittelebene M erstrecken und diese durchqueren sowie in Form von nach innen hervorstehenden Nasen ausgebildet sind.

In der alternativen Ausführungsform gemäß Figur 10 weist der Applikator in jeder Wand 20 der Schmalseite 26 Befestigungsmittel 15, 16 und in der nahezu senkrecht verlaufenden, geringfügig konisch nach oben zulaufenden Wand 27 an der Längsseite 28 drei Befestigungsmittel 17, 17', 17" in Form von nach innen weisenden Nasen auf.

Oberhalb des Hohlraums 22 für das Mittel 13 umfasst der Applikator 11 zwei Ausgabeelemente 24, 25, die dazu dienen, den mittels der Befestigungsmittel 15, 16, 17, 18 transportsicher befestigten Block 13 freizugeben, so dass das Mittel gegen die Toilettenoberfläche gedrückt werden kann.

Die Ausgabeelemente 24, 25 sind höckerförmig ausgebildet und durch eine V-Nut 32 voneinander getrennt. Der Winkel zwischen den beiden die V-Nut begrenzenden Flächen 35, 36 ist variabel und beträgt vorzugsweise zwischen 30° und 70°.

Die der V-Nut 32 entgegengesetzten Seiten der Ausgabeelemente 24, 25 weisen diese zwei Angriffsflächen 33, 34 auf. Greift man von oben - beispielsweise mit dem Daumen und Zeigefinger einer Hand - auf die beiden Angriffsflächen 33, 34 und drückt diese etwas gegeneinander etwa in Form einer„Knick-Bewegung" - (siehe Pfeil C in Figur 3), so wird der Winkel α zwischen den Flächen 35, 36 verringert, der den rechten Teil des Hohlraums 22 begrenzende Teil des Applikators bewegt sich etwa auf einer Kreisbahn um die Knicklinie K in der V-Nut 32 nach rechts oben und der den linken Teil des Hohlraums 22 begrenzende Teil des Applikators nach links oben (vgl. Figuren 2, 3).

Durch diese Knickbewegung auf die beiden Flächen 33, 34 werden die Befestigungselemente 15, 16, 17, 18 gelöst und das Mittel 13 freigegeben. Für eine bessere Betätigbarkeit können die beiden Betätigungsflächen 33, 34 auch Riffelungen oder Griffmulden aufweisen.

Der Wandabschnitt 37 an der Unterseite der V-Nut 32 und die beiden sich seitlich an die Angriffsflächen 33, 34 horizontal anschließenden Flächen 38, 39 bilden im Ruhezustand mit ihren Innenflächen eine das Mittel nach oben begrenzende horizontale Anlagefläche (vgl. Fig. 2).

Durch die Knickbewegung werden die beiden seitlichen Flächen 38, 39 weggeschwenkt, das freigegebene Mittel stützt sich nur noch auf dem Wandabschnitt 37 ab und kann durch eine zusammen mit der Knickbewegung gleichzeitig erfolgenden Vorwärtsbewegung in -Z-Richtung nun unter Abstützung gegen den Wandabschnitt 37 gegen die Oberfläche des Sanitärgegenstands gedrückt und dadurch angeklebt werden. Der Wandabschnitt 37 bildet die Vorschubfläche für die Ausgabe des Mittels.

Um ein einfaches und reproduzierbares Knicken zu gewährleisten, weist die Vorrichtung beidseitig Soll-Knickstellen in der Mittelebene M in der seitlichen Applikatorwand 27 auf, wobei es bevorzugt ist, die Befestigungsmittel 17, 18 in Kombination mit der V-Nut 32 gleichzeitig als Sollknickstelle auszubilden.

Die bei der Knickbewegung aufzuwendende Kraft hängt von der Erstre- ckung der Ausgabeelemente in Z-Richtung, vom Winkel α und von dem Abstand der Betätigungsflächen 33, 34 von der Mittelebene M ab.

Das Mittel 13 ist in dem Applikator so befestigt, dass die Klebemittelschicht 14 des Mittels 13 geringfügig oberhalb der Unterseite des horizontal umlaufenden Randes 19 der Applikators endet und somit immer ein Abstand B zwischen dem unteren Ende des klebenden Sanitärmittels 13 und der Unterseite des Randes 19 beziehungsweise der Aufstellfläche besteht (vgl. Figuren 2 und 5), so dass die Klebemittelschicht 14 eines in dem Applikator befindlichen Mittels, das mit seinem Rand 19 auf eine Fläche gestellt ist, auf jeden Fall die Fläche nicht berührt. Der in Z- Richtung gemessene Abstand B zwischen der Unterseite des Randes 19 beziehungsweise Auflagefläche und dem Wandabschnitt 37 muss somit größer sein als die Höhe des Mittels 13 nebst Klebemittelschicht 14 in Z- Richtung.

Der Applikator weist weiterhin an seinem unteren Ende einen horizontal in XY-Richtung umlaufenden Rand 19 auf, der zur Fixierung der Vorrichtung nebst dem darin befindlichen Mittel 13 auf einer Blisterkarte 40 oder Rückwand dient, die auf dem nach unten weisenden Rand aufgeklebt oder anderweitig befestigt ist (vgl. Figuren 8 und 9).

Die Neigung der Seitenwände 27, 27 ' gegenüber dem Rand 19 ist üblicherweise gleich und beträgt zwischen 80° und 110°.

Für einen besseren Stand des Mittels in der Blisterverpackung kann die Neigung der beiden Seitenwände 27, 27' gegenüber dem Rand 19 (XY- Ebene) auch geringfügig unterschiedlich sein (vgl. Figuren 6, 9), so dass bei dem in der Blisterverpackung verpackten Mitteln 13 die nach unten weisende Seite 27' der Verpackung beziehungsweise des Applikators gegenüber der Blisterkarte 40 und damit gegenüber dem Rand 19 unter einem Winkel ß zwischen 70° und 90° verläuft. Hierdurch wird eine höhere Standfestigkeit der Verpackungseinheit im Verkaufsregal gewährleistet (Dreipunktauflage).

Der Applikator ist ein Kunststoffformteil, ein geformter Karton oder ein Stanzteil. Im Falle eines Kunststoffformteils ist die Dicke der Kunststofffolie so zu wählen, dass der Applikator die erforderliche Steifigkeit und Beständigkeit aufweist, um bei einem leichten Zusammendrücken (siehe Pfeil C in Figur 3) die Freigabe des Mittels zu ermöglichen. Im Allgemeinen beträgt die Dicke zwischen 100 und 500 pm. In dieser Ausführungsform wurde als Folienmaterial APET (320 mm) der Firma Sichtpack Hagner verwendet.

Die Figuren 8 und 9 zeigen die erfindungsgemäße Verpackungseinheit, die aus dem Applikator, der gleichzeitig als Halbblister dient, den in dem Applikator befestigten Sanitärmittel 13, das mit einer Klebemittelschicht 14 versehen sein kann und einer Blisterkarte 40 besteht. Die Figuren 8 und 9 unterscheiden sich durch die Orientierung der Vorrichtung auf der Blisterkarte (Längs- oder Queranordnung). Die Blister- karte dient dazu, das in dem Applikator/der Verpackung befindliche Mittel und auch die Klebemittelschicht zu schützen sowie auch um die Verpackungseinheit in den Verkaufsstellen durch Aufstellen oder Aufhängen zu präsentieren. Die Blisterrückwand umfasst weiterhin die Bezeichnung des Mittels des Herstellers und auch eine Verwendungsanweisung sowie sonstige der Produktbeschreibung hinzugefügte übliche Angaben.

Auf der Blisterkarte 40 können ein oder mehrere Applikatoren 11 aufgebracht sein. Ebenso ist es möglich, die Verkaufseinheit als Vollblister vorzusehen.