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Title:
ARMBAND
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2017/207002
Kind Code:
A1
Abstract:
The present invention relates to an armband (10) which comprises at least one radio chip, wherein this radio chip (22) is reversibly deactivatable by a manual modification of its relative position within the armband (10) in such a way that the data stored on the radio chip (22) are no longer readable after deactivation. Here, the radio chip (22) is accommodated in a receptacle (16) in the armband (10) and can be arranged in two mutually different relative positions in this receptacle (16), namely in a first activated position, in which the data on the radio chip are readable, and in a second deactivated position, in which the data on the radio chip are not readable. In this way, the user holds sway over deactivating the radio chip such that the data stored thereon are protected.

Inventors:
HAWA, Jens Alexander (Auf dem Hügel 15, Köln, 50933, DE)
Application Number:
DE2017/200048
Publication Date:
December 07, 2017
Filing Date:
June 02, 2017
Export Citation:
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Assignee:
HAWA, Jens Alexander (Auf dem Hügel 15, Köln, 50933, DE)
International Classes:
A44C5/00
Attorney, Agent or Firm:
FRITZ, Edmund L. (Postfach 45 04 20, Köln, 50879, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1 . Armband, welches mindestens einen Funk-Chip umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass dieser Funk-Chip (22) durch manuelles Verändern seiner relativen Position innerhalb des Armbands (10) reversibel deaktivierbar ist, derart, dass die auf dem Funk-Chip (22) gespeicherten Daten nach Deaktivierung nicht mehr auslesbar sind.

2. Armband nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Funk-Chip (22) in einer Aufnahme (16) in dem Armband (10) untergebracht ist und in zwei zueinander unterschiedlichen relativen Positionen in dieser Aufnahme (16) angeordnet werden kann, nämlich einer ersten aktivierten Position, in der die Daten auf dem Funk-Chip (22) auslesbar sind und in einer zweiten deaktivierten Position, in der die Daten auf dem Funk-Chip (22) nicht auslesbar sind.

3. Armband, welches mindestens einen Funk-Chip umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass eine funktechnische Abschirmung für den Funk-Chip (22) in dem Armband (10) vorgesehen ist und dass durch manuelles Verändern der relativen Position dieser funktechnischen Abschirmung der Funk-Chip (22) reversibel deaktivierbar ist, derart, dass die auf dem Funk-Chip (22) gespeicherten Daten nach Deaktivierung nicht mehr auslesbar sind.

4. Armband nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Funk-Chip (22) in der zweiten deaktivierten Position funktechnisch abgeschirmt ist.

5. Armband nach einem der Ansprüche 1 , 2 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Funk-Chip (22) durch Drehen, Schwenken oder Verschieben aus der ersten aktivierten Position in die zweite deaktivierte Position bringbar ist.

6. Armband nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Funk-Chip (22) manuell aus seiner Aufnahme (16) herausnehmbar, danach verdrehbar und in verdrehter Position wieder in die Aufnahme (16) einsetzbar ist.

7. Armband nach einem der Ansprüche 1 oder 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme (16) einen in X-Richtung zu beiden Seiten hin und in Y-Richtung zu beiden Seiten hin und in Z-Richtung zu einer Seite hin funktechnisch abgeschirmten Aufnahmeraum für den Funk-Chip (22) bildet, welcher in Z-Richtung zur anderen Seite hin offen oder zwecks Änderung der relativen Position des Funk-Chips zu Öffnen und für das Einsetzen des Funk-Chips zugänglich ist.

8. Armband nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme an der offenen oder zu öffnenden Seite über ein lösbares Verschlusselement verschließbar ist.

9. Armband nach einem der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass dieses mindestens ein Handhabungsmittel aufweist, um den Funk-Chip (22) in seiner Aufnahme (16) oder die funktechnische Abschirmung des Funk-Chips aus der aktivierten in die deaktivierte Position zu drehen, zu Schwenken oder zu Verschieben.

10. Armband nach einem der Ansprüche 2 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine Drehachse oder Schwenkachse vorgesehen ist, um den Funk-Chip (22) in seiner Aufnahme (16) oder die funktechnische Abschirmung des Funk-Chips (22) aus der ersten aktivierten in die zweite deaktivierte Position zu Drehen oder zu Schwenken, vorzugsweise um etwa 180 0 zu Drehen oder Schwenken.

1 1 . Armband nach einem der Ansprüche 2 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme (16) einen etwa hohlquaderförmigen Aufnahmeraum aufweist, welcher zu fünf Seitenflächen hin funktechnisch abgeschirmt ist.

12. Armband nach einem der Ansprüche 1 bis 1 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme (16) für den Funk-Chip (22) oder die funktechnische Abschirmung des Funk-Chips zur funktechnischen Abschirmung metallische Flächen aufweist.

13. Armband nach einem der Ansprüche 2 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Funk-Chip (22) durch Magnetmittel in der Aufnahme in Position gehalten wird.

14. Armband nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Funk-Chip (22) Daten für zwei oder mehrere verschiedene Benutzeridentitäten gespeichert sind, die wahlweise nutzbar und/oder aktivierbar sind.

15. Armband nach einem der Ansprüche 2 oder 4 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme (16) eine Bodenfläche (20) aufweist und in der zweiten deaktivierten Position die auslesbare Seite des Funk-Chips (22) dieser Bodenfläche (20) zugewandt ist.

16. Armband nach einem der Ansprüche 2 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme (16) eine Außenfläche aufweist, welche insbesondere einer Bodenfläche (20) der Aufnahme gegenüber liegt und in der ersten aktivierten Position die auslesbare Seite des Funk-Chips (22) dieser Außenfläche zugewandt ist.

17. Armband nach einem der Ansprüche 9 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass als Handhabungsmittel für das Drehen, Schwenken oder Verschieben des Funk-Chips (22) oder der funktechnischen Abschirmung aus der aktivierten in die deaktivierte Position eine Krone, ein Stellring, ein Stellknopf oder ein Stellrad vorgesehen ist.

18. Armband nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass dieses ein Gliederarmband (10) aus gelenkig miteinander verbundenen Armbandgliedern (1 1 , 21 ) ist und dass mindestens ein Funk-Chip (22) in wenigstens einem dieser Armbandglieder (21 ) angeordnet ist.

19. Armband nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass der Funk-Chip (22) innerhalb eines Hohlraums/Aufnahmeraums (16) im Inneren eines Armbandgliedes

(21 ) angeordnet ist, wobei dieses Armbandglied die gleiche äußere Form aufweist wie die übrigen Armbandglieder (1 1 ) des Armbands (10).

20. Armband nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass dieses ein Uhrenarmband einer Armbanduhr ist.

21 . Armbanduhr umfassend ein Armband, insbesondere gemäß einem der Ansprüche 1 bis 20, sowie ein Uhrengehäuse, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Funk-Chip

(22) innerhalb des Uhrengehäuses befindet und dass sich mindestens ein Handhabungsmittel, um den Funk-Chip aus einer aktivierten Position in eine deaktivierte Position zu überführen oder eine funktechnische Abschirmung des Funk-Chips zu aktivieren bzw. deaktivieren, an dem Uhrengehäuse befindet.

Description:
Armband

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Armband, welches mindestens einen Funk-Chip um- fasst. Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung ein Uhrenarmband, welches einen Funk-Chip aufweist.

Als Funk-Chip kommt im Rahmen der vorliegenden Erfindung beispielsweise ein NFC-Chip, ein Chip für den Empfang von Daten nach dem Bluetooth Standard oder beliebigen anderen Funkstandards in Betracht. In der DE 20 2015 102 253 U1 wird ein am Körper tragbares Gerät wie beispielsweise eine Armbanduhr beschrieben, die über diverse Datenkommunikationssysteme wie u.a. auch mittels NFC (near field communication, Nahfeldtechnik) mit anderen Geräten wie zum Beispiel smartphones zwecks Datenaustausch in Verbindung treten kann.

Aus der DE 20 2014 103 616 U1 ist ein Armband bekannt, welches als Schnapparmband ausgebildet ist, welches mit einem passiven NFC-Chip versehen ist. Das Band besteht zum Beispiel aus Silikon und der NFC-Chip ist in das Band eingebettet und somit von außen her für den Benutzer nicht zugänglich. Das Armband kann als Bezahlsystem verwendet werden, als Daten- oder Informationsspeicher oder als Zugangsberechtigung für Veranstaltungen. Der NFC-Chip enthält dazu eine Kennung, die ausgelesen werden kann. Außerdem können Daten über eine USB-Speichereinheit an dem Armband gespeichert werden.

Weiterhin sind Uhrenarmbänder, insbesondere für hochwertige Uhren bekannt geworden, die mit NFC-Chips ausgestattet sind und beispielsweise für Funktionen benutzt werden, bei denen sich der Benutzer über seine Armbanduhr identifiziert. Beispielsweise kann eine der- artige Armbanduhr dazu verwendet werden, ein Kraftfahrzeug aufzuschließen, d.h. die Armbanduhr wird anstelle eines Funkautoschlüssels zum Aufschließen verwendet. Dies ist be- sonders bequem, da der Benutzer keinen Fahrzeugschlüssel benötigt und eine Armbanduhr in der Regel immer mitgeführt wird.

Die Nahfeldkommunikation ist eine auf der RFID-Technik beruhende Art der Übertragung von Daten per Funk über sehr kurze Strecken, in der Regel nur über maximale Entfernungen von ca. 10 cm. Dadurch wird die Möglichkeit eines Missbrauchs etwas eingeschränkt. Problematisch ist aber, dass bei aktivierter NFC-Funktion die Daten auf einem NFC-Chip nicht geschützt sind und somit über kurze Distanz von jedem dazu geeigneten Gerät ausgelesen werden können. Die zuvor genannten bekannten am Körper des Benutzers tragbaren Gerä- te, Armbänder und dergleichen mit NFC-Chip bieten daher dem Benutzer keine ausreichende Datensicherheit.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht daher darin, ein Armband, welches einen Funk-Chip umfasst, mit den Merkmalen der eingangs genannten Gattung zu schaffen, wel- ches dem Benutzer eine erhöhte Datensicherheit bietet.

Die Lösung der vorgenannten Aufgabe liefert ein mit einem Funk-Chip versehenes Armband der eingangs genannten Art mit den Merkmalen des Anspruchs 1 . Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass der Funk-Chip durch manuelles Verändern seiner relativen Position innerhalb des Armbands reversibel deaktivierbar ist, derart, dass die auf dem Funk-Chip gespeicherten Daten nach Deaktivierung nicht mehr auslesbar sind.

Eine alternative Lösungsvariante der vorliegenden Erfindung sieht vor, dass eine funktechni- sehe Abschirmung für den Funk-Chip in dem Armband vorgesehen ist und dass durch manuelles Verändern der relativen Position dieser funktechnischen Abschirmung der Funk-Chip reversibel deaktivierbar ist, derart, dass die auf dem Funk-Chip gespeicherten Daten nach Deaktivierung nicht mehr auslesbar sind. Dieser Variante liegt im Wesentlichen die gleiche Idee zu Grunde wie bei der zuvor genannten ersten Variante, nur dass nun nicht die relative Position des Funk-Chips selbst verändert wird, um diesen zu deaktivieren, sondern man ändert die relative Position der Abschirmung. Dies bedeutet, in einer ersten relativen Position der Abschirmung ist der Funk-Chip aktiv und kann ausgelesen werden und in der zweiten relativen Position der Abschirmung ist der Funk-Chip deaktiviert. Im Rahmen der vorliegenden Erfindung können rein passive Funk-Chips verwendet werden, die wenn sie deaktiviert sind, nicht ausgelesen werden können. Es können aber auch aktive Funk-Chips verwendet werden, die selbst Funksignale aussenden. Wenn diese Funk-Chips deaktiviert sind, können sie nicht ausgelesen werden und auch nicht senden, da der Funk- Chip dann von der Abschirmung funktechnisch abgeschirmt wird. Der Funk-Chip selbst ändert aber bei dieser Variante der Deaktivierung über die relative Position der funktechnischen Abschirmung seine eigene relative Position in dem Armband nicht.

Konstruktiv kann man dies zum Beispiel so lösen, dass die funktechnische Abschirmung den Funk-Chip umgibt und in der deaktivierten Position abschirmt. In einem Bereich, beispielsweise an einer von mehreren Flächen ist jedoch die Abschirmung für die Funkwellen durchlässig. Wenn sich diese durchlässige Fläche nicht dort befindet, wo die Daten des Funk- Chips ausgelesen werden, dann ist der Funk-Chip abgeschirmt und deaktiviert. Wenn nun aber die relative Position der Abschirmung (durch Einwirkung des Benutzers) so verändert wird, dass die durchlässige Fläche in denjenigen Bereich gelangt, in dem die Daten ausgelesen werden, dann ist der Funk-Chip aktiviert und kann ausgelesen werden. Beispielsweise kann die funktechnische Abschirmung den Funk-Chip etwa käfigartig umgeben. Ein konkretes Beispiel für die konstruktive Lösung gemäß dieser Variante sei hier angeführt. Der Funk-Chip hat zum Beispiel in etwa die Form eines Quaders oder Blocks und wird von der funktechnischen Abschirmung käfigartig allseits umgeben. Die funktechnische Abschirmung umgibt den Funk-Chip und hat entsprechend der Grundform eines Quaders sechs Flächen, von denen beispielsweise fünf Flächen funktechnisch abschirmend wirken. Wird die funktechnische Abschirmung nun beispielsweise gedreht oder geschwenkt, dann gelangt sie in eine relative Position bezüglich des Funk-Chips, in der nun eine nicht abschirmende, für Funkwellen durchlässige, Fläche demjenigen Bereich des Funk-Chips zugewandt ist, in dem dessen Daten ausgelesen werden können, so dass nun keine Abschirmung mehr gegeben ist und der Funk-Chip aktiviert ist.

Ein ähnlicher Effekt könnte beispielsweise auch erreicht werden, wenn die funktechnische Abschirmung bei der Änderung ihrer relativen Position bezüglich des Funk-Chips verschoben wird, wobei es auch sein kann, dass eine Fläche der funktechnischen Abschirmung nur teil- weise abschirmend wirkt und quasi eine funktechnisch nicht abschirmende Öffnung aufweist. Wird nun die Abschirmung verschoben, gelangt diese Öffnung in Deckung mit demjenigen Bereich, in dem die Daten aus dem Funk-Chip ausgelesen werden, so dass nun die Abschirmung aufgehoben ist und der Funk-Chip auslesbar ist. Die erfindungsgemäße Lösung hat den Vorteil, dass der Benutzer in der aktivierten Position sämtliche Funktionen eines Funk-Chips nutzen kann, der Benutzer es aber selbst in der Hand hat, den Funk-Chip im Armband zu deaktivieren, so dass dann die dort gespeicherten Daten Fremden nicht zugänglich sind.

Vorzugsweise ist der Funk-Chip in einer Aufnahme in dem Armband untergebracht und kann in zwei zueinander unterschiedlichen relativen Positionen in dieser Aufnahme angeordnet werden, nämlich einer ersten aktivierten Position, in der die Daten auf dem Funk-Chip auslesbar sind und in einer zweiten deaktivierten Position, in der die Daten auf dem Funk-Chip nicht auslesbar sind.

Vorzugsweise ist dabei der Funk-Chip in der zweiten deaktivierten Position funktechnisch abgeschirmt. Die Funktionalität des Funk-Chips bleibt also in beiden Positionen im Prinzip gleich. Es wird lediglich durch das Ändern der relativen Position des Chips in der Aufnahme eine Abschirmung erreicht, wenn der Chip in die deaktivierte Position gebracht wird.

Gemäß einer möglichen Lösungsvariante ist der Funk-Chip durch Drehen oder Schwenken aus der ersten aktivierten Position in die zweite deaktivierte Position bringbar. Alternativ dazu kann vorgesehen sein, dass man die funktechnische Abschirmung aus einer aktivierten in eine deaktivierte Position dreht oder schwenkt, wobei man dann den Funk-Chip selbst in seiner relativen Position in dem Armband unverändert lassen kann. Durch das Drehen oder Schwenken der funktechnischen Abschirmung wird dann der Funk-Chip entweder abgeschirmt (deaktivierte Position) oder nicht abgeschirmt (aktivierte Position). Man dreht somit bei dieser bevorzugten Variante entweder den Funk-Chip oder die funktechnische Abschirmung.

Dieses Drehen oder Schwenken kann zum Beispiel dadurch geschehen, dass der Funk-Chip manuell aus seiner Aufnahme herausnehmbar, danach verdrehbar und in verdrehter Position wieder in die Aufnahme einsetzbar ist. Man kann aber alternativ auch den Funk-Chip in der Aufnahme im Armband belassen und in die jeweils andere Position drehen.

Gemäß einer möglichen bevorzugten Weiterbildung der Erfindung bildet die Aufnahme einen in X-Richtung zu beiden Seiten hin und in Y-Richtung zu beiden Seiten hin und in Z-Richtung zu einer Seite hin funktechnisch abgeschirmten Aufnahmeraum für den Funk-Chip, welcher in Z-Richtung zur anderen Seite hin offen oder zwecks Änderung der relativen Position des Funk-Chips zu Öffnen und für das Einsetzen des Funk-Chips zugänglich ist. Die Aufnahme für den Funk-Chip kann beispielsweise ein in etwa quaderförmiger Hohlraum sein.

Bei dieser Variante kann zum Beispiel vorgesehen sein, dass die Aufnahme an der offenen oder zu öffnenden Seite über ein lösbares Verschlusselement verschließbar ist. Zum einen ist der Funk-Chip dann bei verschlossener Aufnahme nach außen hin nicht sichtbar, so dass ein unbefugter nicht sieht, dass sich im Armband ein Funk-Chip befindet. Zum anderen wird verhindert, dass der Chip verloren geht. Soll die Position des Chips verändert werden, um diesen zu Aktivieren oder Deaktivieren, kann der Benutzer das Verschlusselement Lösen, wodurch die Aufnahme und der Funk-Chip zugänglich werden. Man kann aber alternativ auch vorsehen, dass sich der Chip Drehen oder Schwenken oder Verschieben lässt, ohne dazu die Aufnahme zu Öffnen. Bei dieser Variante kann das Armband zum Beispiel Handhabungsmittel aufweisen, um den Funk-Chip in der Aufnahme aus der aktivierten in die deaktivierte Position zu drehen oder zu Schwenken oder zu Verschieben. Das Ändern der relativen Position des Chips geschieht dann also mechanisch, aber ohne die Aufnahme zu Öffnen und ohne den Chip herauszunehmen.

Bei der erstgenannten Variante kann beispielsweise eine Drehachse oder Schwenkachse vorgesehen sein, um den Funk-Chip in der Aufnahme aus der ersten aktivierten in die zweite deaktivierte Position zu Drehen oder Schwenken, vorzugsweise um etwa 180 0 zu Drehen oder Schwenken. Bei dieser Variante ist es besonders vorteilhaft, wenn die Aufnahme einen etwa hohlquader- förmigen Aufnahmeraum aufweist, welcher zu fünf Seitenflächen hin funktechnisch abgeschirmt ist. In der einen Position ist dann die aktive Seite des Chips abgeschirmt und nicht auslesbar, während sie in der aktivierten Position der nicht abgeschirmten Seite der Aufnahme zugewandt und somit auslesbar ist.

Bei dieser Variante der erfindungsgemäßen Lösung kann es zum Beispiel so sein, dass die Aufnahme eine Bodenfläche aufweist und in der zweiten deaktivierten Position die auslesbare Seite des Funk-Chips dieser Bodenfläche zugewandt ist. Weiterhin kann dann beispielsweise die Aufnahme eine Außenfläche aufweisen, welche insbesondere einer Bodenfläche der Aufnahme gegenüber liegt, wobei in der ersten aktivierten Position die auslesbare Seite des Funk-Chips dieser Außenfläche zugewandt ist.

Beispielsweise kann die Aufnahme zur funktechnischen Abschirmung metallische Flächen aufweisen oder eine bereichsweise metallische Beschichtung oder dergleichen.

Eine mögliche Variante der Erfindung sieht beispielsweise vor, dass der Funk-Chip durch Magnetmittel in der Aufnahme in Position gehalten wird. Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass auf dem Funk-Chip Daten für zwei oder mehrere verschiedene Benutzeridentitäten gespeichert sind, die wahlweise nutzbar und/oder aktivierbar sind. Dies ermöglicht es beispielsweise, das gleiche Armband privat oder geschäftlich mit unterschiedlichen Benutzerprofilen und damit auch jeweils unterschied- liehen zugänglichen Daten zu nutzen. Oder es wird das gleiche Armband von verschiedenen Personen mit jeweils unterschiedlichen Benutzeridentitäten genutzt.

Eine bevorzugte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass das Armband ein Gliederarmband aus gelenkig miteinander verbundenen Armbandgliedern ist und dass mindestens ein Funk-Chip in wenigstens einem dieser Armbandglieder angeordnet ist. Viele Armbänder von Uhren sind Gliederarmbänder, was man im Rahmen der Erfindung nutzen kann, indem man in einem dieser Glieder des Armbands den Funk-Chip unterbringt. Insbesondere kann der Funk-Chip innerhalb eines Hohlraums/Aufnahmeraums im Inneren eines Armbandgliedes angeordnet werden, wobei dieses Armbandglied die gleiche äußere Form aufweist wie die übrigen Armbandglieder des Armbands. Dies hat den Vorteil, dass sich ein solches mit dem Funk-Chip ausgestattetes Armband nicht von einem herkömmlichen Armband unterscheidet. Das Armbandglied, welches den Chip enthält fügt sich problemlos in das Armband ein. Häufig haben derartige Armbänder ohnehin Glieder, die hohl sind, so dass der vorhanden Hohlraum für die Unterbringung des Funk-Chips nutzen lässt.

Besonders bevorzugt ist das erfindungsgemäße Armband ein Uhrenarmband einer Armbanduhr. Die meisten Personen tragen eine Armbanduhr, was man somit nutzen kann, um der Uhr über das Armband eine zusätzliche Funktion im Sinne der Erfindung zuzuweisen. Der Nutzer hat hier den weiteren Vorteil, dass er nicht zusätzlich eine Karte, einen Schlüssel oder dergleichen mit sich führen muss, welche verloren gehen können. Die Armbanduhr wird sicher am Körper getragen und ist daher in hohem Maße vor Verlust oder Diebstahl geschützt und zudem wissen Unbefugte in der Regel nicht, dass das Armband über zusätzliche Funktionen wie Bezahlfunktionen, Öffnungsfunktionen (Schlüsselfunktion) verfügt oder als Identifikationsmittel, für eine Zugangsberechtigung oder als Datenspeicher dient, so dass anders als beispielsweise bei einer Chip-Karte oder einem Schlüssel die Motivation für einen Diebstahl geringer ist.

Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist weiterhin eine Armbanduhr umfassend ein Armband, insbesondere ein Armband mit den zuvor geschilderten Merkmalen, sowie ein Uhrengehäuse, wobei sich der Funk-Chip innerhalb des Uhrengehäuses befindet und sich mindes- tens ein Handhabungsmittel, um den Funk-Chip aus einer aktivierten Position in eine deaktivierte Position zu überführen oder eine funktechnische Abschirmung des Funk-Chips zu aktivieren bzw. deaktivieren, an dem Uhrengehäuse befindet.

Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung erfolgt das Drehen, Schwenken oder Verschieben des Funk-Chips oder der funktechnischen Abschirmung über ein geeignetes Handhabungsmittel. Beispielsweise kann als Handhabungsmittel für das Drehen, Schwen- ken oder Verschieben des Funk-Chips oder der funktechnischen Abschirmung aus der aktivierten in die deaktivierte Position eine Krone, ein Stellring, ein Stellknopf oder ein Stellrad dienen. Wenn es sich bei dem erfindungsgemäßen Armband um ein Uhrenarmband handelt, bietet es sich an, ein Handhabungsmittel zu verwenden, welches einem Typus entspricht, wie er an Armbanduhren bereits für andere Funktionen genutzt wird und welches sich dann bevorzugt an dem Uhrengehäuse befindet, wenn sich der Funk-Chip ebenfalls in dem Uhrengehäuse befindet. Dieses Handhabungsmittel kann beispielsweise eine Krone, ein Stellring, ein Stellknopf oder ein Stellrad oder ein Schiebeelement sein, wie es zum Beispiel an Uhren benutzt wird zur Einstellung einer Mondphase, zum Verstellen der Uhrzeit, zum Auf- ziehen des Uhrwerks, für eine Stoppuhr-Funktion oder dergleichen. In diesem Fall entspricht die Uhr mit dem Armband in ihrer Optik einer herkömmlichen Uhr und das Design bleibt unverändert. Vorteilhaft ist dabei auch, dass ein Dritter nicht ohne weiteres erkennt, dass hier die erfindungsgemäße Funktion zur Aktivierung oder Deaktivierung eines Funk-Chips betätigbar ist. Die in den Unteransprüchen genannten Merkmale beziehen sich auf bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung. Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Detailbeschreibung.

Nachfolgend wird die vorliegende Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen näher erläutert. Dabei zeigen:

Figur 1 eine schematisch vereinfachte perspektivische Ansicht eines Ausschnitts eines Gliederarmbands gemäß einer beispielhaften Ausführungsvariante der vorliegenden Erfindung;

Figur 2 eine vergrößerte Detailansicht eines einzelnen Armbandgliedes eines erfindungsge- mäßen Armbands;

Figur 3 eine perspektivische Detailansicht eines Armbandgliedes mit einem erfindungsgemäßen NFC-Chip. Zunächst wird auf die Figur 1 Bezug genommen und anhand dieser wird eine beispielhafte Type eines Gliederarmbands erläutert, bei dem die vorliegende Erfindung zur Anwendung gelangen kann. Es ist in Figur 1 ein Ausschnitt eines Gliederarmbands 10 dargestellt, bei dem es sich zum Beispiel um ein Uhrenarmband handeln kann, wobei die Uhr selbst hier nicht dargestellt ist. Uhrenarmbänder bestehen häufig aus miteinander verbundenen Arm- bandgliedern dieses Typs. Die Armbandglieder umfassen zum Beispiel jeweils einen Mittelteil 1 1 und an beiden Seiten neben dem Mittelteil angeordnete schmalere Seitenteile 12, 13, die wie Kettenglieder in Längsrichtung des Armbands gesehen hintereinander angeordnet sind. Die Verbindung der einzelnen Mittelteile 1 1 erfolgt über die Seitenteile 12, 13 mit Hilfe von in Querrichtung durch die Seitenteile 12, 13 und jeweils einen vorderen Abschnitt 14 des in der Kette nächstfolgenden Armbandgliedes 21 , wobei sich in Querrichtung des Armban- des 10 erstreckende Steckachsen 15 zur Verbindung von je zwei Seitenteilen 12, 13 mit jeweils einem Mittelteil 1 1 , 21 vorgesehen sind.

Wie man in Figur 1 erkennen kann, unterscheidet sich das Armbandglied 21 von einem der gewöhnlichen anderen Armbandglieder 1 1 dadurch, dass es einen Hohlraum aufweist, der eine in etwa quaderförmige nach oben hin offene Aufnahme 16 bildet. Diese Aufnahme 16 dient dazu, einen erfindungsgemäßen NFC-Chip aufzunehmen, wie später noch näher erläutert wird.

Figur 2 zeigt noch einmal ein einzelnes Armbandglied 21 mit der nach oben hin offenen Auf- nähme 16, aus dem Verbund des Armbandes heraus gelöst, wobei sich in der Darstellung von Figur 2 kein NFC-Chip in der Aufnahme 16 befindet. Man sieht, dass das Mittelteil 21 mit der Aufnahme außen einen in etwa rechteckigen Umriss aufweist, wobei der vordere Abschnitt 14, der zur Verbindung mit dem in Längsrichtung davor liegenden Armbandglied 1 1 dient, etwas breiter ist als die übrigen Wände, die die Aufnahme 16 einfassen. Das Arm- bandglied 21 hat somit einen vorderen Abschnitt, zwei Seitenwände 17, 18 und eine Rückwand 19, die parallel und mit Abstand zu dem vorderen Abschnitt 14 verläuft, wobei vorderer Abschnitt 14, Seitenwände 17, 18 und Rückwand 19 die Aufnahme 16 allseitig einfassen. Die Aufnahme 16 ist somit auch im Umriss etwa rechteckig und erstreckt sich in Tiefenrichtung senkrecht zu der Zeichenebene, so dass sich für die Aufnahme beispielsweise ein in etwa quaderförmiger Hohlraum ergibt, der den NFC-Chip zudem einen Boden 20.

Nachfolgend wird auf die Figur 3 Bezug genommen, die nur den Mittelteil 21 mit dem in seiner Aufnahme 16 aufgenommenen NF-Chip 22 zeigt. Durch die perspektivische Darstellung kann man erkennen, dass das Mittelteil in der Seitenansicht gesehen eine etwas gebogene längliche Form hat und am äußeren Ende des vorderen Abschnitts 14 und am äußeren Ende der Rückwand jeweils außen abgerundet ist, so dass sich eine Art Ringsegmentform ergibt. Diese Form ist aber durch die typische Form vieler Gliederarmbänder vorgegeben, die um das Handgelenk gelegt werden. Für die vorliegende Erfindung ist diese Form jedoch nicht von kritischer Bedeutung, es wurde lediglich beispielhaft ausgewählt, um die Erfindung zu erläutern. In Figur 3 ist weiterhin erkennbar, dass der NFC-Chip 22 in die etwa quaderförmige Aufnahme 16 etwa passend eingelegt werden kann. Dabei hat der NFC-Chip 22 eine aktive Fläche, über die gespeicherten Daten ausgelesen werden können. In der Darstellung von Figur 3 weist diese aktive Fläche nach oben zur offenen Oberseite er Aufnahme, wo die Aufnahme 16 nicht funktechnisch abgeschirmt ist, so dass in dieser Position des NFC-Chips die Daten ausgelesen werden können. Man kann den NFC-Chip aber auch beispielweise aus seiner Aufnahme 16 herausnehmen oder alternativ auch gemäß einer hier nicht gezeigten Variante in der Aufnahme um 180 0 drehen, so dass dann die aktive auslesbare Fläche nach unten hin zum Boden 20 (siehe Figur 2) der Aufnahme hin zeigt. Der Boden 20 und bevorzugt auch die Innenflächen der Seitenwände 17, 18, der Rückwand 19 und des vorderen Abschnitts 14 sind zum Beispiel durch eine metallische Beschichtung funktechnisch abgeschirmt, so dass bei umgedrehtem NFC-Chip die aktive auslesbare Fläche des NFC-Chips 22 dem funktechnisch abgeschirmten Boden zugewandt ist und folglich die Daten nicht ausgelesen werden können. Der Benutzer hat es also in der Hand den NFC-Chip 22 aus der in Figur 3 gezeigten aktiven Position heraus zu Drehen und in eine nicht aktive Position zu bringen, um die Daten zu schützen. Dies kann manuell mit einem einfachen Handgriff geschehen durch herausnehmen und umdrehen des NFC-Chips. Alternativ kann aber auch ein Mechanismus vorgesehen sein, mittels dessen man den NFC-Chip in seiner Aufnahme 16 Drehen kann ohne ihn herauszunehmen, beispielsweise über eine von außen her betätigbare Drehachse.

Bezuqszeichenliste

10 Gliederarmband

1 1 Mittelteil

12 Seitenteil

13 Seitenteil

14 vorderer Abschnitt

15 Steckachse

16 quaderförmige Aufnahme

17 Seitenwand

18 Seitenwand

19 Rückwand

20 Boden

21 Mitteilteil

22 NFC-Chip