PAHL, Stefan (Senserbergstr. 26, Fürstenfeldbruck, 82256, DE)
SOVÁGÓ, Szabolcs (Szölöskert u. 25, Kecskemét, H-6000, HU)
DALI, István (Pillangó u. 14, Kecskemét, H-6000, HU)
PAPP, Lajos (Móra tér, 12/A, Kiskunfélegyháza, H-6100, HU)
KONCZ, László (III. Béla krt. 4 l.em.5, Kecskemét, H-6000, HU)
MAJLATH, Attila (Áfonya u. 11, Kecskemét, H-6000, HU)
MUSER, Michael (Scheyrer Str. 33, Pfaffenhofen, 85276, DE)
PAHL, Stefan (Senserbergstr. 26, Fürstenfeldbruck, 82256, DE)
SOVÁGÓ, Szabolcs (Szölöskert u. 25, Kecskemét, H-6000, HU)
DALI, István (Pillangó u. 14, Kecskemét, H-6000, HU)
PAPP, Lajos (Móra tér, 12/A, Kiskunfélegyháza, H-6100, HU)
KONCZ, László (III. Béla krt. 4 l.em.5, Kecskemét, H-6000, HU)
MAJLATH, Attila (Áfonya u. 11, Kecskemét, H-6000, HU)
| A n s p r ü c h e 1. Anordnung zur Druckluftkopplung eines Anhängers (1) an ein Zugfahrzeug (10) über eine Speiseleitung (11) und eine Bremsleitung (12) eines Druckluftbremssystems mittels je eines Paares korrespondierend geformter Kupplungsköpfe (2, 2'; 3, 3'), dadurch gekennzeichnet, dass Verriegelungsmittel zum Vermeiden einer Ankopplung der Speiseleitung (11) vor einer Ankopplung der Bremsleitung (12) vorgesehen sind, wobei die vorherige Ankopplung der Brems leitung (12) ein Entsperrsignal für die Verriegelungsmittel der Speiseleitung (11) generiert. 2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Ankopplung der Speiseleitung (11) ein Sperrsignal für die Verriegelungsmittel der Brems leitung (12) generiert, um eine vorherige Abkopplung der Bremsleitung (12) zu vermeiden. 3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Abkopplung der Speiseleitung (11) ein Entsperrsignal für die Verriegelungsmittel der Bremsleitung (12) generiert. 4. Anordnung nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass das Verriegelungssignal und das Entsperrsignal für die Verriegelungsmittel ausgewählt ist aus einer Gruppe, umfassend ein pneumatisches Signal, ein elektrisches Signal, ein mechanisches Signal, ein magnetisches Signal. 5. Anordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das pneumatische Verriegelungssignal und das Entsperrsignal für die Verriegelungsmittel durch ein elektropneumatisches oder pneumatisch vorgesteuertes Ventil des Bremssystems generiert werden. 6. Anordnung nach einem der Ansprüche 1-5, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplungsköpfe (2, 3) des Anhängers (1) in eine Blockeinheit (4) integriert sind. 7. Anordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass jede Blockeinheit (4) weitere Verriegelungsmittel zur Sicherung der mechanischen Verbindung der Speiseleitung (11) und der Bremsleitung (12) gegen ein versehentliches Abkoppeln durch Gravität oder Schwingungen aufweist. 8. Anordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Blockeinheit (4) mit einem Kommunikationskanal (7) zwischen den beiden Kupplungsköpfen (2, 2'; 3, 3') ausgestattet ist. 9. Anordnung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die geometrische Gestalt des Kupplungskopfes (8, 8') der Speiseleitung (11) des Zugfahrzeugs (10) nur passend ist mit der Gestalt der Kupplungsköpfe (2, 2') des Anhängers (1), und dass die geometrische Gestalt der Kupplungsköpfe (9, 9') der Brems leitung (12) des Zugfahrzeugs (10) nur passend ist mit der Gestalt der Kupplungsköpfe (3, 3') des Anhängers (1) ist. 10. Nutzfahrzeug umfassend ein pneumatisches Bremssystems mit einer Anordnung zur Druckluftkupplung eines Anhängers (1) an einem Zugfahrzeug (10) nach mindestens einem der vorstehenden Ansprüche. |
Gebiet der Erfindung
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Anordnung zur Kopplung eines Anhängers an einem Zugfahrzeug über eine Speiseleitung und eine parallelverlaufende Bremsleitung eines Druckluftbremssystems mit einem Paar von je zugeordneten miteinander korrespondierend gestalteten Kupplungsköpfen.
Hintergrund der Erfindung
Viele aus Zugfahrzeug und Anhänger bestehende Fahrzeugkombinationen umfassen zwei Druckluftkreise, um eine pneumatische Verbindung zwischen dem Bremssystem des
Zugfahrzeuges und dem Bremssystem des Anhängers herzustellen.
Die EP 0 378 811 Bl offenbart ein derartiges Bremssystem mit zumindest einem
Druckluftkreis, der durch ein Bremsventil gesteuert auch ein Anhängersteuerventil für die Drucksteuerung im Bremskreis des Anhängers umfasst und ein Zweileitungsbremssystem mit einem Anhängerbremsventil, das mit dem Anhängersteuerventil über eine Bremsleitung sowie Speiseleitung des Anhängers verbunden ist. Auf diese Weise ist die Speiseleitung und die Bremsleitung des Zugfahrzeugkreises mit den jeweiligen Leitungen des Anhängerkreises gekoppelt. Der Speisedruck wird über die Speiseleitung gewöhnlich zu einem Behälter des Anhängers geleitet, um dort für die Speisung des Anhängerbremsventils zur Verfügung zu stehen. Die Bremsleitung ist gewöhnlich mit dem Steuereingang des Anhängerbremsventils über ein Lastventil verbunden. Die Bremsanschlüsse des Anhängerbremsventils gehen direkt oder indirekt zur Beaufschlagung der Bremskolben an die Achsen des Anhängerfahrzeugs.
Die DE 199 31 162 AI offenbart einen mechanischen Kupplungskopf zur Schaffung einer Druckluftverbindung zwischen einem Zugfahrzeug und einem Anhänger. Für eine
Zweileitungsverbindung sind zwei solcher Kupplungsköpfe erforderlich. Jeder
Kupplungskopf umfasst mechanisch betätigbare Verriegelungsmittel zur Sicherstellung einer zuverlässigen Druckluftverbindung der Speiseleitung bzw. der Bremsleitung. Weiterhin ist ein Filterelement direkt in den Kupplungskopf integriert.
Gewöhnlich kommen zwei Arten von Kupplungsköpfen zur Anwendung, wobei eine Art von Kupplungsköpfen für die Speiseleitung und die andere Art von Kupplungsköpfen für die Bremsleitung vorgesehen ist. Durch spezielle Verriegelungsmittel am Kupplungskopf für die Speiseleitung des Zugfahrzeuges kann eineAnkupplung ausschließlich mit einem
zugeordneten Kupplungskopf der Speiseleitung des Anhängers erfolgen. Der Kupplungskopf der Bremsleitung des Zugfahrzeuges kann ebenfalls nur mit dem zugeordneten
Kupplungskopf der Bremsleitung des Anhängers verbunden werden.
Allerdings ist die Reihenfolge der An- und Abkupplung der bisher verwendeten
Kupplungsköpfe nicht festgelegt. So ist es möglich, dass die Speiseleitung zuerst verbunden wird. Es ist auch möglich, dass die Bremsleitung zuerst abgekoppelt wird. Durch diese Möglichkeit einer unkoordinierten Kupplung und Abkupplung kann das Zugfahrzeug oder dessen Anhänger durch Unterbrechung der Bremsung versehentlich während des Kupplungsoder Abkupplungsvorgangs wegrollen. Es ist daher die Aufgabe der vorliegende Erfindung, eine Anordnung zur Ankopplung eines Anhängers an ein Zugfahrzeug zu schaffen, welche ein versehentliches Wegrollen während des Kupplungsvorgangs zuverlässig verhindert, und welche mit bisher verwendeten Arten von Kupplungsköpfen einer Speiseleitung und einer Bremsleitung geometrisch kompatibel ist.
Kurze Beschreibung der Erfindung
Gemäß der Erfindung sind spezielle Verriegelungsmittel zur Verhinderung einer vorherigen Ankopplung der Speiseleitung vor Ankoppelung der Bremsleitung vorgesehen, wobei die vorherige Ankopplung der Bremsleitung ein Entsperrsignal für die besagten
Verriegelungsmittel der Speiseleitung erzeugt.
Durch die erfindungsgemäße Lösung wird es wegen der mechanischen Verriegelungsmittel unmöglich, zuerst die Speiseleitung anzukoppeln. Die mechanischen Verriegelungsmittel können dabei als Sperrriegel oder dergleichen ausgebildet sein, welche an der
Außenoberfläche des Kupplungskopfes angeordnet sind. Ferner wird beim initialen Koppeln der Bremsleitung ein Signal zum Entsperren der Verriegelungsmittel für die Speiseleitung generiert, welche nachfolgend angekoppelt wird.
Nachdem die Speiseleitung ebenfalls angekoppelt worden ist, kann ein Verriegelungssignal für die Verriegelungsmittel der Bremsleitung erzeugt werden, um die Bremsleitung gegen versehentliches Entkoppeln vor Entkopplung der Speiseleitung zu schützen.
Hierdurch ist es möglich, als erstes nur die Speiseleitung zu entkoppeln. Eine Entkopplung der Speiseleitung als erstes kann darüber hinaus auch ein Entriegelungssignal für die
Verriegelungsmittel der Bremsleitung erzeugen. Auf diese Weise ist eine komplette Entkopplung beider Pneumatikleitungen gemäß einer definierten Reihenfolge der Kopplungsund Entkopplungsweise durchführbar.
Im Rahmen der vorliegenden Erfindung kann das Verriegelungssignal sowie auch das Entriegelungssignal für die Verriegelungsmittel unterschiedlicher Art sein. Insoweit ist es möglich, hierfür ein pneumatisches Signal, ein elektrisches Signal, ein mechanisches Signal oder ein magnetisches Signal zu nutzen. Zusätzlich sollte in Notsituationen, wenn kein pneumatisches, mechanisches elektrisches oder magnetisches Signal zur Verfügung steht, eine manuelle Entriegelung der Kupplungsköpfe nicht ausgeschlossen sein.
Im Falle der Nutzung des pneumatischen Signals für die Verriegelungsmittel kann das pneumatische Signal direkt einem elektropneumatisch oder pneumatisch vorgesteuertem Ventil des Bremssystems entnommen werden. Ebenfalls kann im Falle eines elektrischen Signals zur Ansteuerung der Verriegelungsmittel dieses durch eine elektrische oder elektronische Steuereinheit oder elektropneumatische Komponenten generiert werden, wie mit elektrischen Spulen oder dergleichen angesteuerte Vorsteuerventile.
Gemäß eines anderen Aspekts der Erfindung wird vorgeschlagen, das Paar von
Kupplungsköpfen seitens des Zugfahrzeugs und/oder seitens des Anhängers in Form einer einzigen Blockeinheit als eine Art Monoblock zu realisieren. Stattdessen ist es jedoch auch denkbar, zwei einzelne Kupplungskopfanordnungen als stand-alone- Variante zu verwenden.
Bei der bevorzugten Monoblockvariante sollten zusätzliche Verriegelungsmittel zum
Verhindern eines ungewollten Endkoppeins durch Gravitation oder Schwingungen integriert werden. Bei der stand-alone- Variante sollte zusätzlich ein Kommunikationskanal zwischen den beiden Kupplungsköpfen vorgesehen werden, um die Kopplungs- und
Entkopplungsreihenfolge gemäß der vorliegenden Erfindung zu realisieren. Die vorstehend beschriebene technische Lösung kann auf pneumatische Verbindungen zwischen einem Zugfahrzeug und einem Anhänger gemäß des Standards ISO 1728 oder des sogenannten Typ C-Standards angewendet werden, der in Großbritannien genutzt wird und spezielle Merkmale von Kupplungsköpfen spezifiziert.
Daneben ist es auch möglich, die Verriegelungsmittel über ein externes Signal anzusteuern, welches durch andere Steuereinheiten oder Ventile des Bremssystems des Anhängers und/oder Zugfahrzeugs bereitgestellt werden kann.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Weitere, die Erfindung verbessernde Maßnahmen werden nachfolgend gemeinsam mit der Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele anhand der Zeichnungen näher dargestellt. Es zeigt:
Figur 1 eine schematische Ansicht einer Monoblock- Variante, befestigt am Anhänger,
Figur 2 eine schematische Ansicht einer stand-alone- Variante, befestigt am Anhänger,
Figur 3 eine schematische Ansicht einer Monoblock- Variante mit Kupplungsköpfen für ein Zugfahrzeug in eingekuppelter Position, und
Figur 4 eine schematische Ansicht einer stand-alone- Variante mit Kupplungsköpfen für ein Zugfahrzeug in der eingekoppelten Position. Detaillierte Beschreibung
Gemäß Figur 1 ist an einem Zugfahrzeug 1 eine Blockeinheit 4 angebracht. Die Blockeinheit 4 ist mit einem Kupplungskopf 2 für die Speiseleitung und einem Kupplungskopf 3 für die Bremsleitung ausgestattet. Beide Kupplungsköpfe 2 und 3 wirken mit einem Sperrriegel 5 zusammen, der als Verriegelungsmittel zur Verhinderung einer Ankopplung des
Kupplungskopfes 2 der Speiseleitung vor dem Kupplungskopf 3 der Bremsleitung dient. An der Blockeinheit 4 ist ein pneumatischer Anschluss 6 zur Verbindung mit einer vorherigen externen Signalquelle an die Blockeinheit 4 vorgesehen, um diese gemäß der Reihenfolge der vorliegenden Erfindung zu betreiben.
In Figur 2 ist eine stand-alone- Variante gezeigt, wobei der Kupplungskopf 2' der
Speiseleitung und auch der Kupplungskopf 3 ' der Bremsleitung in jeweils zugeordneten eigenen Gehäusen 4a bzw. 4b untergebracht sind.
Zwischen beiden Gehäusen 4a und 4b ist ein Verbindungskanal 4 vorhanden, um das Ver- oder Entriegelungssignal für den Kupplungskopf 2' der Speiseleitung und den Kupplungskopf 3' der Bremsleitung ausgehend vom Signalanschluss 6' zu den Kupplungsköpfen 2' und 3' zu transferieren.
Gemäß Figur 3 ist der Kupplungskopf 2 der Speiseleitung und der Kupplungskopf 3 der Bremsleitung der Blockeinheit 4 seitens des Anhängers 1 verbunden mit hierzu jeweils korrespondierenden Kupplungsköpfen 8 und 9, die seitens des Zugfahrzeugs 10 angeordnet sind. Der Kupplungskopf 8 der Speiseleitung des Zugfahrzeuges 10 ist so geformt, dass er lediglich zur Gestalt des Kupplungskopfes 2 der Speiseleitung des Anhängers 1 passt. Analog hierzu ist die Gestalt des Kupplungskopfes 9 der Bremsleitung des Zugfahrzeugs 10 passend zur Gestalt des Kupplungskopfes 3 der Bremsleitung des Anhängers 1 ausgebildet. Weiterhin ist zwischen dem Anhänger 1 und dessen Zugfahrzeug 10 eine Speiseleitung 11 und eine Brems leitung 12 vorgesehen, die als flexible Druckmittelleitungen ausgebildet sind.
Der Sperrriegel stellt sicher, dass eine Kopplung der Speiseleitung 11 als erstes verhindert wird, indem die Kopplung der Bremsleitung 12 als erstes ein Entsperrsignal für die
Verriegelungsmittel seitens der Speiseleitung 11 erzeugt. Weiterhin generiert eine Kopplung der Speiseleitung 11 ein Verriegelungssignal für die Verriegelungsmittel der Bremsleitung 12, um eine Abkopplung der Brems leitung 12 als erstes zu verhindern.
Andererseits generiert eine Abkopplung der Speiseleitung 11 ein Entsperrsignal für die Verriegelungsmittel der Bremsleitung 12, um die angestrebte Kupplungs- und
Abkupplungssequenz nach der vorliegenden Erfindung zu realisieren.
Gemäß Figur 4 ist die Verbindung der Speiseleitung 11 ' und die Verbindung der
Bremsleitung 12' als stand-alone- Variante illustriert, welche analog zur vorstehend beschriebenen Variante funktioniert.
Die Erfindung ist nicht beschränkt auf die vorstehend beschriebenen bevorzugten
Ausführungsbeispiele und kann im Rahmen des Schutzbereichs der nachfolgenden Ansprüche auch variiert werden, insbesondere um weitere technische Mittel zur Verhinderung einer unbeabsichtigten Abkopplung durch Gravitationskräfte, Schwingungen oder dergleichen. Alternativ können die existierenden Verriegelungsmittel zur Umsetzung der Kopplungs- und Abkopplungsreihenfolge gemäß der vorliegenden Erfindung ebenfalls zu diesem Zweck angesteuert werden. Bezugszeichenliste
Anhänger
Kupplungskopf des Anhängers für die Speiseleitung
Kupplungskopf des Anhängers für die Bremsleitung
Blockeinheit
Sperrriegel
Signalanschluss
Kommunikationskanal
Kupplungskopf des Zugfahrzeugs für die Speiseleitung
Kupplungskopf des Zugfahrzeug für die Bremsleitung
Zugfahrzeug
Speiseleitung
Bremsleitung
