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Title:
ARRANGEMENT CONSISTING OF A SKI BINDING AND A SKI BOOT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2007/012091
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an arrangement which consists of a ski binding and a ski boot (1), whereby the sole of the boot (7) is connected to the ski binding by means of a maintaining element and performs a rolling off movement when the heel is lifted. Said maintaining element (16) comprises at least three fixed points (4, 5, 6), whereby at least one fixed point (4) acts as a rotational point in the region of the ski (3) when the ski boot is lifted (1), at least one second point (5) is connected to the sole of the boot (7) in the ball region, and at least one third point (6) in provided in the region of the tip of the sole in order to couple the ski binding to the ski boot.

Inventors:
KOGLER, Hannes (Reschauerstrasse 24/4, Vöcklabruck, A-4840, AT)
GRÜNBART, Manfred (Mettmach Nr. 118, Mettmach, A-4931, AT)
PIEBER, Alois (Hohenzell Nr. 71, Hohenzell, A-4921, AT)
Application Number:
AT2006/000227
Publication Date:
February 01, 2007
Filing Date:
May 31, 2006
Export Citation:
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Assignee:
FISCHER GESELLSCHAFT M.B.H. (Fischerstrasse 8, Ried im Innkreis, A-4910, AT)
KOGLER, Hannes (Reschauerstrasse 24/4, Vöcklabruck, A-4840, AT)
GRÜNBART, Manfred (Mettmach Nr. 118, Mettmach, A-4931, AT)
PIEBER, Alois (Hohenzell Nr. 71, Hohenzell, A-4921, AT)
International Classes:
A63C9/20; A43B5/16
Domestic Patent References:
WO2001093963A12001-12-13
Foreign References:
US6209903B12001-04-03
US4273355A1981-06-16
US4165888A1979-08-28
US4659103A1987-04-21
US4907817A1990-03-13
EP0359964A21990-03-28
Attorney, Agent or Firm:
SONN & PARTNER PATENTANWÄLTE (Riemergasse 14, Wien, A-1010, AT)
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Claims:
Patentansprüche :

1. Anordnung, bestehend aus einer Skibindung und einem Skischuh mit einer Schuhsohle, wobei die Schuhsohle und die Skibindung durch ein Halteelement verbunden sind, wobei die Schuhsohle beim Abheben der Ferse eine schwenkbare Bewegung um eine im Bereich der Schuhspitze auf der Oberseite des Skis gelegene Achse als erster Fixpunkt schwenkbar ist, und wobei ein hinteres Halteelement als zweiter Fixpunkt vorgesehen ist, gekennzeichnet durch einen dritten Fixpunkt (6) zur Koppelung der Skibindung mit dem Skischuh.

2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Fixpunkte in den Ecken eines gedachten, annähernd rechtwinkeligen Dreieckes angeordnet sind, wobei der zur Koppelung der Skibindung mit dem Skischuh vorgesehene dritte Fixpunkt (6) als ein die Skischuhsohlenspitze übergreifendes Hakenelement (12) ausgebildet ist.

3. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehpunkt (4) in der Ecke mit dem größten Innenwinkel gelegen ist.

4. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Skibindung aus einer dreiteiligen Bindungseinheit (2) mit einem vorderen und einem hinteren als Hakenelement ausgebildeten Halteelement (9 bzw. 16) sowie einem dazwischen angeordneten, die Drehachse (4') bildenden Scharnier besteht, wobei der zur Verschwenkung des Langlaufschuhes (1) in Fahrtrichtung dienende Drehpunkt (4) bzw. das Scharnier (4') bzw. die Drehachse unter der Sohlen/Skiaufstandsfläche angeordnet und das vordere Halteelement (9) als Hakenelement (12) ausgebildet ist, welches unter der Belastung einer gegen die Schuhsohlenspitze drückenden Drehfeder (13) steht.

5. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Katheten des gedachten Dreieckes vom Drehpunkt (4) in Richtung des Sohlenanbindungspunktes weisen, wobei die Hypotenuse von der gedachten Strecke zwischen den beiden Sohlenan- bindungspunkten erzeugt wird.

6. Anordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (16) aus Federstahl besteht, um eine sich quer zur Längsachse des Skis erstreckende, ortsfeste Achse (4) schwenkbar ist und unter der Belastung einer um diese gewundenen Feder (13) steht.

7. Anordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (16) als Winkelhebel ausgebildet ist, welcher um eine ortsfeste Achse (4) schwenkbar ist und einen dem Haken (12) zugekehrte Hinterschneidung (35) zur Halterung der Schuhspitze aufweist (Fig. 6).

8. Anordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (16) an seinem dem Haken (12) abgekehrten Ende mit einem der Sohlenkontur des Skischuhs angepassten Bogen (36) versehen ist und einen gegen die Skispitze gerichteten Winkel

(37) mit einem Loch (38) zum Einsetzen eines Skistockes aufweist, wobei das Halteelement (16) im Bereich des Bogens (36) an der Feder (13) abgestützt ist (Fig. 8 und 11) .

9. Anordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (16) die Achse (4) als Vorspannfeder umschließt (Fig. 12 und 14) .

10. Anordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass ein vom Halteelement (16) getrennter Hebel (34) mit einer Hinterschneidung (35) zum Festhalten der Skischuhsohle vorgesehen ist, welcher um eine eigene ortsfeste Achse (41) schwenkbar gelagert ist und unter Federbelastung steht, um den Skischuh in der Schließstellung zu halten.

11. Skischuh für eine Skibindung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Sohle eine abgerundete Sohlenfläche aufweist und im Bereich der Sohlenspitze einen in Laufrichtung vorspringenden stufenförmigen Fortsatz (11) zur Abstützung des vorderen Halteelements (9) aufweist, welcher mit einer Nut (21) ausgestattet ist, die in Verhakung mit dem vorderen Halteelement (9) Querkräfte aufnimmt.

12. Skischuh nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Skischuhsohle (7) ausgehend vom BallenaufStandspunkt nach vorne in Richtung zur Skischuhspitze eine abgerundete Form aufweist, d.h. eine Zehensprengung (15) ausführt.

13. Skischuh nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Skischuhsohle (7) eine längs verlaufende Mittelnut zur Aufnahme des Hakenelements des hinteren Halteelements (16) aufweist.

14. Skischuh nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Skischuhsohle (7) eine quer zur Laufrichtung verlaufende Nut aufweist, in welche eine Achse (17) vorzugsweise im Spritzgussverfahren eingebettet ist, die als Verankerungspunkt für das Hakenelement (12) des hinteren Halteelements (16) dient.

15. Anordnung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (16) der Skibindung im offenen Zustand durch ein Federelement (16') um ein Maß x von der Skioberfläche des Skis (3) nach oben gedrückt wird und in dieser Position gehalten wird (Fig. 4.1) .

Description:

Anordnung, bestehend aus einer Skibindung und einem Skischuh

Die Erfindung betrifft eine Anordnung nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.

Langlaufbindungen mit starren im Schuh befestigten Achsen, welche vorwiegend im Zehenbereich angebracht sind und durch eine skiseitig angebrachte gelenkige Verbindung um eine zum Ski querliegende Achse schwenkbar gelagert sind, sind in verschiedensten Ausführungsformen bekannt. Durch diese Ausführung ist es möglich, dass das vordere Ende des Skischuhes während des Langlaufs oder einer Abfahrt im Telemarkstil auf dem Ski festgehalten wird, während das hintere Ende des Skischuhes frei angehoben werden kann. Eine Bindung dieser Art ist beispielsweise durch die EP 0 424 479 bekannt geworden. Bei dieser Bindung wird eine im Wesentlichen flache Schuhsohle verwendet. Dies ist deshalb notwendig, um den Drehpunkt der Verschwenkung nahe an der SohlenaufStandsfläche positionieren zu können.

Es ist im Allgemeinen bekannt, dass flache Schuhsohlen aus ergonomischer Sicht zum normalen Gehen unvorteilhaft sind, da eine natürliche Abrollbewegung verhindert wird.

Auch ist es ein weiteres Merkmal dieser Schuh-Bindungs-Systeme, dass die Schuhsohle im Spitzenbereich eine eckenförmige Ausbildung aufweist, welche zur Aufnahme der in der Schuhsohle verankerten starren Dreheachse dient. Diese Ausbildung ist beim normalen Gehen zusätzlich hinderlich, da die Abrollbewegung um eine unnatürliche Kippkante erfolgt.

Ausführungen, wie sie beispielsweise aus der PCT/EP84/00047 bekannt sind, ermöglichen zwar eine natürliche Abrollbewegung beim Gehen, jedoch ist die Verbindung zum Ski mittels flexibler, blattförmig ausgeführter Verbindung nicht mehr zeitgemäß, da hierbei nicht die für den Langlaufsport geforderte seitliche und torsionale Stabilität erreicht wird.

Eine Anordnung der eingangs erwähnten Art ist durch die WO 01/93963 bekannt geworden.

Diese Anordnung ermöglicht eine Abrollbewegung des Fußes auf dem Ski während des Skilaufes und auch ein anatomisch korrektes Abrollen des Fußes während des normalen Gehens. Der Nachteil dieser Ausführungsform liegt in der aufwendigen und mit hohen Kosten verbundenen Herstellung des Systems. Zusätzlich wird bei

vorgeschlagener Lösung die Bewegungsfreiheit (Anheben der Ferse) durch ein unter der Schuhspitze positioniertes Dämpfungselement eingeschränkt .

Ein weiteres Merkmal dieser Erfindung ist es, dass das hintere Eingriffselement biegsam oder zumindest elastisch gelagert sein muss, was zu weiterer Instabilität und erhöhten Herstellungskosten führt.

Durch die FR 2 741 543 ist eine Verbindung bekannt geworden, die zwar die Anforderungen an eine aus anatomischen Gesichtspunkten korrekt ausgeführte Schuhsohle erfüllt. Nachteilig ist dabei die Anbindung im Bereich des Zehengrundgelenks mit Ausführung eines Dämpferelementes unter dem Zehenbereich, da dies ebenfalls zu einer Einschränkung der notwendigen Fersenanhebung führt. Zusätzlich fühlt sich der Langläufer bei Gewichtsverlagerung nach hinten unsicher, da der Schuh unter der Zehenspitze nicht fixiert ist.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist unter Vermeidung der Nachteile der bekannten Konstruktionen, bei aus anatomischen Gesichtspunkten korrekter Ausführung der Schuhsohle, eine günstige und trotzdem stabile Verbindung zum Langlaufski zu schaffen.

Diese Aufgabe wird durch die Maßnahme nach dem kennzeichnenden Teil des Anspruches 1 gelöst. Dadurch wird in der einfachsten Art auf aufwendige und kostenintensive Kinematik verzichtet. Basis ist eine einfache Rotation um eine fixe Achse im Bereich der Schuhspitze, wie sie derzeit als Standard bei allen gängigen Langlaufbindungen zu finden ist.

Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich durch die Maßnahmen nach den Ansprüchen 2 bis 10.

Gegenstand der Erfindung ist auch ein Langlaufschuh für die erfindungsgemäße Bindung, welcher den orthopädischen Anforderungen entspricht.

Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Anordnung ist in den angeschlossenen Zeichnungen dargestellt.

Es zeigen in vereinfachter Darstellung:

Fig. 1 eine Seitenansicht eines Langlaufschuhs, bei welchem das Prinzip der Verbindung zwischen Schuh und Bindung angedeutet ist;

Fig. 2 eine bekannte Ausführungsform eines Langlaufschuhs mit einem eckenförmig vorspringenden Teil der Schuhsohle;

Fig. 3 einen Längsschnitt durch den Spitzenteil des erfindungsgemäßen Langlaufschuhs mit einem Spannhaken;

Fig. 4 und Fig. 4.1 einen ähnlichen Längsschnitt mit einem drehbaren Haken als Spannelement in verschiedenen Stellungen des Langlaufschuhs ;

Fig. 5 den Spitzenbereich einer Ausführungsform der Schuhsohle; die Fig. 6 bis 8 eine weitere Variante der spitzenseitigen Bindungseinheit in axialem Längsschnitt in der Schließstellung, in Druntersicht sowie in einem axialen Längsschnitt in Offenstellung; die Fig. 9 bis 11, 12 bis 14 und 15 bis 17 jeweils in ähnlichen Darstellungen wie in den Fig. 6 bis 8 weiterer Varianten der spitzenseitigen Bindungseinheit; und

Fig. 18 eine weitere Variante des spitzenseitigen Bindungsteiles im Längsschnitt.

In den Figuren ist mit 1 ein Langlaufschuh bezeichnet, welcher spitzenseitig durch eine Bindungseinheit 2 (Fig. 3 und 4) mit dem Ski verbindbar ist, welche mindestens, im vorliegenden Fall, drei Fixpunkte besitzt, die in Fig. 1 ein rechtwinkeliges Dreieck mit den Fixpunkten 4, 5 und β wiedergeben, das jedoch nicht zwingend erforderlich ist. Das vorgeschlagene System ist um den als Drehpunkt dienenden Fixpunkt 4 schwenkbar, welcher, wie im vorliegenden Fall, vorzugsweise in der Ecke des gedachten Dreiecks mit dem größten Innenwinkel, bei der dargestellten Ausführungsform mit einem rechtwinkeligen Dreieck 90°, liegt. Wie Fig. 1 zeigt, weisen die beiden Katheten vom Drehpunkt in Richtung der Sohlenanbindungspunkte . Die Hypotenuse wird von der gedachten Strecke zwischen den beiden Sohlenanbindungspunkten erzeugt. Das Bindungselement wird somit während des Langlaufens praktisch zu einem Teil der Schuhsohle. Dieser zum Langlaufen benutzbare Teil, bzw. der betreffende Bereich der Sohle mit dem Drehpunkt nahe der Sohlen/SkiaufStandsfläche, hat gegenüber der derzeit üblichen LanglaufSchuhsohle mit eingebetteter Drehachse, wie in Fig. 2 dargestellt, den Vorteil, dass der zum Langlaufen benutzte Teil der Sohle für das freie Gehen abgekoppelt werden kann und somit einer natürlichen Abrollbewegung nicht hinderlich ist.

Ein wesentlicher Vorteil der vorgeschlagenen Lösung ist jedoch, dass der Drehpunkt des Systems auch ohne Erhöhung der

Standposition unter die Sohlen/SkiaufStandsfläche gelegt werden kann. Dies ist deshalb von Vorteil, da die Abrollbewegung umso leichter durchführbar ist, desto tiefer der Drehpunkt, bezogen auf die Sohlen/SkiaufStandsfläche, liegt.

Ein weiterer Vorteil der vorgeschlagenen Lösung ist, dass der Drehpunkt je nach Konstruktion sowohl unter der Schuhspitze als auch einige Millimeter dahinter angeordnet werden kann, um so weitere positive Auswirkungen auf die Abrollbewegung beim Langlaufen bewirken zu können.

Die Erfindung schließt den wesentlichen Gedanken ein, dass die Funktion des normalen Gehens ohne Ski und die Funktion des Langlaufens mit Ski voneinander getrennt werden. Die Bewegung der Sohle beim Gehen ohne Ski entspricht einer Kinematik kombiniert aus Rotation und Translation, wogegen die Bewegung der Sohle beim Langlaufen mittels einfacher Rotation durchgeführt wird.

Der später noch näher beschriebene Verbindungspunkt 5 im Ballenbereich der Skischuhsohle 7 sowie der Verankerungspunkt 6 im Bereich der Skischuhspitze zum Anschluss des Langlaufschuhs 1 an die Bindungseinheit 2 sind nicht zugleich Rotationspunkte, sondern dienen nur der starren und deshalb stabilen Anbindung der rotationsgelagerten Bindungseinheit an die Schuhsohle 7.

Das Bindungselement 2 besteht im Wesentlichen aus drei Teilen, und zwar der als Scharnier wirkenden Drehachse 4 ' , einem vorderen Halteelement 9 sowie einem nicht dargestellten Halteelement. Die Drehachse 4" bzw. das Scharniergelenk, welches mit dem Drehpunkt 4 zusammenfällt, kann fest oder lösbar mit dem Ski 3 verbunden sein.

Das vordere Halteelement 9 ist mittels eines handelsüblichen Spannhakens 10 an einem spitzenseitigen Sohlenfortsatz 11 einrastbar, welcher als spitzenseitig vorspringende Stufe ausgebildet ist.

In Abänderung dieser Ausführungsform des Halteelements 5 ist, wie Fig. 4 zeigt, ein um die Drehachse 4 drehbarer Haken 12 vorgesehen, welcher vorzugsweise durch eine Drehfeder 13 gegen den Sohlenfortsatz 11 gedrückt wird. Hierbei kann die Hakenfläche 14 so ausgeführt sein, dass die Bindung auch als Step-InBindung ausführbar ist. Um diese Step-In-Funktion zu erleichtern, ist es von besonderem Vorteil, wenn das Hakenelement 16 im offenen Zustand um ein gewisses Maß x von der Skioberfläche

distanziert gehalten wird.

Dieses Merkmal der Erfindung wird, wie in Fig. 4.1 dargestellt, dadurch erzielt, dass das Hakenelement 16 durch ein Federelement 16', dieses kann beliebige Gestalt aufweisen, z.B. eine Drehfeder, Schwenkfeder oder auch beispielsweise ein gummi- elastisches Bauteil sein, um ein Maß x von der Skioberfläche weggedrückt und in dieser Position gehalten wird.

Dadurch wird erreicht, dass mit dem Schuh 1, der sich beim Einstieg in die Bindung in Richtung des Pfeils A bewegt, mit seiner Achse 17, wesentlich leichter in die Bindung eingestiegen werden kann.

Die Länge des vorderen Halteelementes 9 ist dabei von der Höhe der äußeren Zehensprengung 15 abhängig. Je höher die äußere Zehensprengung 15 ist, um so länger muss auch das vordere Halteelement 9 ausgeführt sein.

Das hintere Halteelement 16 bzw. die hintere Anbindung wird, wie in den Fig. 3 und 4 dargestellt ist, mittels eines Hakenelements 16 durchgeführt, welches in eine in die sohlenseitig vorzugsweise in Spritzgusstechnik starr verankerte Achse 17 eingreift, welche dem eingangs erwähnten Verbindungspunkt 5 entspricht. Das Hakenelement 16 ist steif bzw. starr also nicht flexibel ausgeführt und um die Achse 4' schwenkbar. Es weist nahe der Drehachse bzw. dem Scharnier 4' einen Wulst 18 auf, welcher zur Abstützung der vorderen nahe der Schuhspitze gelegenen Sohlenfläche dient. Dieser Wulst 18 ist zugleich Materialausgleich zwischen der durch die äußere Zehensprengung 15 abgerundeten Sohle und der eher ebenen Skioberfläche 3. Alternativ kann das hintere Hakenelement 16 auch vollflächig an der Sohlenfläche anliegen (ohne spezielle Wulstausbildung) .

Während bei der Ausführungsform nach Fig. 4 der Haken 12 um das Scharnier 4 schwenkbar ist, ist bei der Ausführungsform nach Fig. 3 der Spannhaken 10 als zweiarmiger Schwenkhebel ausgebildet, welcher mit einem zwischen seinem längeren, als Betätigungshebel ausgebildeten Arm und dem kürzeren, als Rast ausgebildeten Arm an beiden Enden gelenkig angeschlossenen Hebel 19 verbunden ist. Schließlich kann das Bindungselement 2 beispielsweise mit einer Schenkelfeder 20 ausgestattet sein, welche die Verschwenkung der Schuhsohle dämpft und/oder begrenzt. Diese Schenkelfeder 20 kann erfindungsgemäß zugleich die Funktion der Drehfeder 13 übernehmen. In diesem Fall wird die Aufgabe des An-

drückens des drehbaren Hakens 12 und der Dämpfung/Begrenzung der Verschwenkung der Schuhsohle von nur einem maschinenbaulichen Element wahrgenommen.

Die Zehensprengung 15 bewirkt, dass die Schuhsohle den orthopädischen Anforderungen entspricht, das bedeutet, dass die Sohle ausgehend vom BallenaufStandspunkt nach vor in Richtung Schuhspitze eine abgerundete Form aufweist.

Die Längsachse 17 befindet sich vorzugsweise etwa 4 cm hinter der Schuhspitze und kann in einer quer zur Laufrichtung verlaufenden Nut, wie bereits erwähnt, im Spritzgussverfahren eingebettet sein. Das hintere Hakenelement 16 erstreckt sich im Wesentlichen vom Drehpunkt bzw. dem Scharnier 4' in einer längs verlaufenden Mittelnut bis zur Achse 17, was den Vorteil hat, dass das hintere Hakenelement über die anliegenden seitlichen Innenwände der längs verlaufenden Mittelnut Querkräfte aufnehmen kann, was zu einer wesentlichen Stabilisierung des Gesamtsystems beiträgt .

Der Sohlenfortsatz 11 kann, wie in Fig. 5 dargestellt ist, mit einer Nut 21 ausgestattet sein, welche in Verhakung mit dem vorderen Halteelement 9 Querkräfte aufnehmen kann und somit zur seitlichen Stabilisierung des Systems dient.

Durch die erfindungsgemäße Ausführung der Bindungseinheit 2 kommt es zu keiner Standerhöhung gegenüber derzeit üblichen Systemen.

Bei den weiteren Darstellungen der verschiedenen Ausführungsformen der spitzenseitigen Bindungseinheit nach den Fig. 6 bis 18 bezeichnet 30 eine am Ski beispielsweise mittels Schrauben zu befestigende Grundplatte, wofür diese zumindest zwei, vorzugsweise drei oder vier Löcher 31 besitzt, die beliebig verteilt angeordnet sein können. Die Grundplatte 30 besitzt in ihrer Längsmitte einen sich nach oben erstreckenden Vorsprung 32 mit einem sich quer zur Skiachse erstreckenden Loch 33 zur Aufnahme der Achse 4, welche die Feder 13 zumindest über einen Teil ihres Umfanges umgibt.

Bei der Ausführungsform nach den Fig. 6 bis 8 ist auf der Achse 4 ein Hebel 34 drehbar gelagert, welcher das Hakenelement 16 trägt, das mit einem Hebel 34 einen winkelförmigen Schwenkhebel bildet. Das zur Aufnahme der Schuhachse dienende Hakenelement 16 besteht aus gekantetem Federblech. In dieses Hakenelement 16 ist die Feder 13 eingebaut, welche die Achse 4 vor-

zugsweise mit 5 1/4 Windungen umschließt und im Ruhezustand das Hakenelement 16 gegen den Ski drückt und Letzteres vorspannt, so dass beim Einstieg des Schuhes mit der Schuhspitze hinter die Hinterschneidung 35 des Hebels 34 auf den Schuh eine Kraft ausgeübt wird, wodurch er in der Bindung gehalten wird. Außerdem gewährleistet die Feder 13 während des Langlaufens beim Anheben des Fußes gegen das überkippen des Skifahrers nach vorne einen Widerstand. Der Kippwinkel beträgt im vorliegenden Fall vorzugsweise 60° .

Bei der Ausführungsform nach den Fig. 9 bis 11 ist in Abänderung der vorgehenden Ausführungsform das Hakenelement 16 an seinem dem Haken 12 abgekehrten Ende mit einem der Sohlenkontur entsprechenden Bogen 36 versehen und endseitig abgekantet, so dass ein gegen den Ski gerichteter Winkel 37 gebildet ist, welcher ein Loch 38 zum Einsetzen des Skistockes aufweist, um die Bindung zu öffnen. Durch die den Winkel 37 bildende Abkantung wird eine seitliche Stabilität erreicht. Diese Ausführungsform ermöglicht eine schmale Bauweise und bietet den Vorteil, dass die Festhaltekraft lediglich durch die Materialverformung des Federbleches des Hakenelementes 16 erfolgt. Außerdem wird bei dieser Bauweise erreicht, dass der gesamte Festhalte- und Führungsmechanismus in der Nut der Schuhsohle untergebracht werden kann und unsichtbar ist.

Bei der Variante nach den Fig. 12 bis 14 ist das gleiche Prinzip wie bei der Ausführungsform nach den Fig. 6 bis 8 vorhanden, wobei die Achse 4 allenfalls ein Niet- oder Schraubenstück sein kann, um die Bindung zusammenzuhalten. Zum Unterschied von den beiden zuletzt beschriebenen Varianten ist im vorliegenden Fall das den Festhaltemechanismus bildende Hakenelement 16 aus einem Federstahl hergestellt und endseitig nach oben gebogen und umschließt spiralförmig die Achse 4 unter Bildung des Federelementes 13. Diese Variante ergibt eine stabile Bauart, bedingt durch die Möglichkeit einer größeren Bindungsbreite. Außerdem ist die Herstellung kostensparend, da man das Federelement 13 mit dem Hakenelement 16 als Halbzeug zugeliefert bekommt. Die Festhaltekraft wird durch Materialverformung des Hakenelementes 16 beim Einstieg in die Bindung erzielt, deren öffnen durch Einsetzen des Skistockes in die Mulde 39 des Hebels 34 bewirkt wird. Zum Verhindern eines überkippens des Skifahrers kann in die Achse 4 eine Feder eingebaut werden oder unter der

Schuhspitze ein in Fig. 12 strichliert angedeuteter Kunststoffteil vorgesehen sein, welcher aus einem Zweikomponentenspritz- guss, und zwar einer das Abdämpfen bewirkenden sehr weichen und einer harten Komponente zum Festhalten des Schuhes, besteht.

Die Variante nach den Fig. 15 bis 17 beruht im Wesentlichen auf dem gleichen Prinzip wie die Variante nach den Fig. 9 bis 11, mit dem Unterschied, dass die Konstruktion so gebaut ist, dass sie nicht in das Innere der Nut der Schuhsohle einzubetten ist, da sie aus Stabilitätsgründen breiter gestaltet ist. Bei der gegenständlichen Variante stützt sich das aus gekantetem Federblech bestehende Hakenelement 16 im Bereich seiner Auskröpfung, welche an dem dem Haken 12 für die Aufnahme des Haltebolzens im Spitzenbereich der Skischuhsohle abgekehrten Ende des Hakenelementes 16 vorgesehen ist, oberhalb der Achse 4 an der Feder 13 ab. Durch die Führung des Hakenelementes 16 oberhalb der Achse 4, wird eine besonders stabile Bauweise erzielt, bei welcher das Festhalten des Skischuhs über die Verformungskräfte des Hakenelementes 16 erzielt und das überkippen des Skifahrers durch die eingebaute Drehfeder 13 verhindert wird.

Die Variante nach Fig. 18 beruht auf dem gleichen Prinzip wie die Variante nach den Fig. 6 bis 8 und zeigt eine mit wenig Aufwand herzustellende Bauweise, wobei für gleiche Bauteile auch die gleichen Bezugsziffern verwendet werden. Der Unterschied gegenüber den beschriebenen Varianten besteht darin, dass das Hakenelement 16 mit seinem Haken 12 zum Festhalten der Schuhspitzenachse und der Hebel 34 getrennt voneinander gelagert sind, wobei der Hebel 34 um eine ortsfeste Achse 41 schwenkbar gelagert und durch eine Feder 42, im vorliegenden Fall eine Drehfeder, vorgespannt ist, um den Schuh in der Schließstellung zu halten. Die Feder 13, ebenfalls eine Drehfeder, wirkt auf das dem Haken 12 abgekehrte, im Wesentlichen gerade auslaufende Ende des Hakenelementes 16.

Selbstverständlich können im Rahmen der Erfindung verschiedene konstruktive Abänderungen vorgenommen werden. So kann anstelle der Drehfeder 13 ein Kunststoffteil vorzugsweise als Zweikomponentenspritzguss zur Erzielung der Wirkung eines elas- tomeren Dämpfers treten.