SCHWÖRER, Roman (Schlossgasse 5, Abtsgmünd, 73453, DE)
Patentansprüche
1. Anordnung für den Unterbau eines Bauwerks,
mit mindestens einem Streifenfundament, welches ein vorgefertigtes Stahlbetonelement (l)umfasst, und
mit mindestens einer vorgefertigten Stahlbetonplatte (4), die auf dem Streifenfundament aufliegt.
2. Anordnung nach Ansprach 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Statilebetoneiement (1) mindestens einen Teil eines Fundamentbalkens des Streifenfundaments bildet.
3. Anordnung nach Ansprach 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Stahlbetonelement (1) und/oder die Stahlbetonplatte (4) ein Anschlusselement (2, 3, 7) aufweisen, durch das das Stahlbetonelement (1) und die Stahibetonplatte (4) miteinander und/oder mit weiteren Bauteilen verbindbar sind.
4. Anordnung nach Ansprach 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlusselement mindestens einen Bewehrangsstab, mindestens eine Bewehrangsmatte, mindestens eine Verbindungsschiene, ein mit einer Verbindungsschiene verbindbares Verbindungselement und/oder mindestens ein Anschlussblech umfasst, wobei die Verbindungsschiene vorzugsweise eine Ankerschiene ist.
5. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Stahlbetonelement (1) und die Stahlbe- tonplatte (4) jeweils mindestens eine in einen gemeinsamen Verbindungsbereich ragende Anschlussbewehrung haben, wobei in den Verbindungsbereich Ortbeton eingebracht ist.
6. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Stahlbetonelement (1) und/oder die Stahlbetonplatte (4) aus Stahlleichtbeton hergestellt sind, der Leichtzuschlagstoffe aufweist.
7. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Streifenfundament aus mindestens zwei Stahlbetonelementen (1) gebildet ist, die jeweils eine in einen gemeinsamen Verbindungsbereich zwischen den beiden Stahlbeton- elementen (1) ragende Anschlussbewehrung (2) haben, wobei in den Verbindungsbereich Ortbeton eingebracht ist, und dass das Streifenfundament den Unterbau (30, 32) des Bauwerks vorzugsweise seitlich umlaufend begrenzt.
8. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Unterseite der Stahlbetonplatte (4), an der Innenseite des Stahlbetonelements (1) und/oder an der Außenseite des Stahlbetonelements (1) eine Schall- und/oder Wärmedämmung (I Ia, 1 Ib, 1 Ic, 23) vorgesehen ist, die vorzugsweise mindestens eine Dämmstoffplatte umfasst.
9. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stahlbetonplatte (4) an mindestens zwei gegenüberliegenden Rändern auf gegenüberliegenden Bereichen des Streifenfundaments aufliegt, wobei die gegenüberliegenden Berei- che des Streifenfundaments vorzugsweise durch jeweils mindestens ein Stahlbetonelement (1) gebildet sind.
10. Anordnung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Stahlbetonplatte (4) mindestens einen Hohlraum (22) zwischen den gegenüberliegenden Bereichen des Streifenfundaments überspannt, wobei in diesem Hohlraum (22) mindestens eine Ver- und/oder Entsorgungsleitung (20) angeordnet ist.
11. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in die Stahlbetonplatte (4) mindestens ein Einbauteil integriert und/oder mit dieser verbunden ist, wobei das Einbauteil vorzugsweise mindestens ein Bodenablauf, ein Rück- stauverschluss, ein Pumpensumpf und/oder ein Futterrohr, vorzugsweise mit Dichtkragen oder Quellmaterial, umfasst.
12. Anordnung nach Anspruch 10 und 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Einbauteil in den Hohlraum (22) ragt und/oder mit mindestens einer im Hohlraum (22) angeordneten Ver- und/oder Entsorgungsleitung (20) in Verbindung steht und/oder mit dieser verbind- bar ist.
13. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in der Stahlbetonplatte (4) mindestens eine Revisionsöffnung vorgesehen ist, durch die insbesondere ein Zugang zu einem unter der Stahlbetonplatte (4) vorhandenen Hohlraum (22) möglich ist.
14. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stahlbetonplatte (4) durch eine vollvorgefertigte Deckenplatte oder durch eine teilvorgefertigte Deckenplatte gebildet ist, wobei bei der teilvorgefertigten Deckenplatte vorzugsweise mindestens ein Abstützelement (21) im Bereich zwischen zwei gegenüberliegenden Bereichen des Streifenfundaments vorgesehen ist, auf dem die teilvorgefertigte Deckenplatte (4) zusätzlich zu den zwei gegenüberliegenden Bereichen des Streifenfundaments aufliegt.
15. Anordnung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die teilvorgefertigten Deckenplatte (4) durch ein Filigranelement gebildet ist, wobei aus der Deckenplatte mindestens ein Bβwehrungs- element hervorsteht, das vorzugsweise mit mindestens einem oberhalb der teilvorgefertigten Deckenplatte angeordneten weiteren Bewehrangselement mit Ortbeton (10) überdeckt ist.
16. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das durch das mindestens eine Stahlbetonelement (1) gebildete Streifenfundament und die mindestens eine Stahlbetonplatte (4) eine Bodenplatte (30, 32) des Gebäudes bilden.
17. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass unterhalb des Streifenfundaments und der Stahlbetonplatte (4) eine Dichtungsbahn (14) angeordnet ist, die den Unterbau vollständig nach unten abdichtet und die vorzugsweise unter dem Streifenfundament und der Stahlbetonplatte (4) seitlich nach außen hervorsteht, wobei vorzugsweise in der Dichtungsbahn (14) mindestens eine Durchführungsöffnung vorhanden ist, durch die eine Ver- und/oder Entsorgungsleitung (20) geführt und durch die die Ver- und/oder Entsorgungsleitung (20) zur Dichtungsbahn (14) hin abgedichtet ist.
18. Anordnung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtungsbahn (14) eine radondichte Abdichtungsbahn ist.
19. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anordnung einen Hohlraum (22) zwischen dem Untergrand, dem Streifenfundament und der Stahlbetonplatte (4) oder zwischen der Dichtungsbahn (14), dem Streifenfundament und der Stahlbetonplatte (4) hat.
20. Anordnung nach Ansprach 19, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlraum (22) luftdicht abgeschlossen ist, wobei die im Hohlraum (22) eingeschlossene Luft vorzugsweise als Wärmedämmung zwischen dem Untergrund (19) und der Stahlbetonplatte (4) dient.
21. Anordnung nach Ansprach 19, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlraum (22) mit einem Füllstoff, vorzugsweise mit einem Dämmstoff und/oder mit Ortbeton, gefüllt ist.
22. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stahlbetonplatte (4) ähnlich wie eine Deckenplatte im Wesentlichen parallel zum Untergrand des Bauwerks und/oder im Wesentlichen in einer waagerechten Ebene angeordnet ist.
23. Verfahren zum Herstellen einer Anordnung für den Unterbau eines Bauwerks,
bei dem ein Streifenfundament unter Verwendung eines vorgefertigten Stahlbetonelements (1) hergestellt wird,
und bei dem mindestens eine vorgefertigte Stahlbetonplatte (4) zumindest teilweise auf das Streifenfundament aufgelegt wird.
24. Verfahren nach Ansprach 23, dadurch gekennzeichnet, dass eine Sauberkeitsschicht (16) hergestellt wird, auf der das vorgefertigte Stahlbetonelement (1) angeordnet wird, wobei die Sauberkeitssicht (16) durch eine Kunststoffbahn, vorzugsweise eine Noppenbahn, eine Schicht aus Ortbeton und/oder eine kapillarbrechende Schicht gebildet wird.
25. Verfahren nach Anspruch 23 oder 24, dadurch gekennzeichnet, dass die Stahlbetonplatte (4) an mindestens zwei gegenüberliegenden
Rändern auf dem Streifenfundament aufgelegt wird. |
Anordnung zur Gründung eines Bauwerks mit vorgefertigten Bauelementen
Die Erfindung betrifft eine Anordnung für den Unterbau eines Bauwerks, die mindestens ein Streifenfundament umfasst. Der Unterbau eines Bauwerks überträgt dessen gesamte Lasten in den Baugrund und wird auch als Gründung des Bauwerks bezeichnet. Die Gründung ist nach den Lehren des Grundbaus so auszubilden, dass das Bauwerk keinen Schaden durch zu große Setzungen, durch zu große Bodenpressung, durch Grundbruch sowie durch Gleiten oder Kippen des Bauwerks erleidet. Die Gründung sollte bis in tragfähige und frostsichere Schichten reichen. üblicherweise wird zur Gründung von Gebäuden, insbesondere von Wohngebäuden, eine Flachgründung ausgeführt, wenn sich ein tragfähiger Untergrund in Oberflächennähe des Baugrundes befindet. Eine Flachgründung kann mit Hilfe von Streifenfundamenten, mit Hilfe von Einzelfundamenten oder als Flächengründung in Form einer Bodenplatte ausgeführt werden.
Bei bekannten Gründungs arten, die im herkömmlichen Hausbau Anwendung finden, ist das Errichten des Unterbaus, d. h. der Gründung des Gebäudes aufwendig, da die Mehrheiten der dafür erforderlichen Bauleistungen vor Ort an der Baustelle erbracht werden müssen. übliche Gründungen eines Gebäudes werden durch Streifenfundamente mit einer nicht tragenden Bodenplatte oder durch eine tragende Bodenplatte ausgeführt. Eine solche tragende Bodenplatte ist vorzugsweise zweilagig mit Betonstahl sowie alternativ oder zusätzlich mit Fasern, vorzugsweise Stahlfasern, armiert. Tragende Bodenplatten können über ihre gesamte Fläche eine
Biegung in die beiden vertikalen Richtungen aufnehmen. Eine tragende Bodenplatte hat üblicherweise eine Betonstärke von etwa zwanzig Zentimetern. Jedoch ist die Dimensionierung der Bodenplatte insbesondere abhängig von den vom Bauwerk in die Bodenplatte einzuleitenden Kräften, den Bodenverhältnissen und weiteren Anforderungen an die Bodenplatte, wie beispielsweise eine Was Serandurchlässigkeit oder eine Widerstandsfähigkeit gegen bestimmte Stoffe im Erdreich oder im anstehenden Grand- oder Oberflächenwasser, anzupassen.
Der Aufwand auf der Baustelle zum Herstellen einer tragenden Bodenplatte ist hoch. Zunächst wird bei unterkellerten Gebäuden auf der Sohle der Baugrube oder bei nicht unterkellerten Gebäuden auf eine vorbereitetet Bodenfläche eine Kiesschicht aufgebracht und verdichtet. Diese Kiesschicht wird auch als Kiesschüttung bezeichnet. Auf die Kiesschüttung werden Abdichtungsbahnen nach DIN 18195 aufgelegt. Diese Abdichtungsbahnen können Bitumenabdichtungsbahnen oder Kunststoffabdichtungsbahnen sein. Die Abdichtungsbahnen werden miteinander verschweißt. Sowohl Bitumenabdichtungsbahnen als auch Kunststoffabdichtungsbahnen sind zur Abdichtung gegen die Lastfälle, Bodenfeuchtigkeit, nicht drückendes Wasser und drückendes Wasser geeignet. Je nach Lastfall werden die Abdichtungsbahnen einlagig oder zweilagig sowie in unterschiedlichen Dicken verwendet.
Bei herkömmlichen Abdichtungen gegen drückendes Wasser werden zweilagige Dichtungsbahnen verwendet, sodass auf der Baustelle die Abdichtungsbahnen zweilagig auf dem Untergrand aufgelegt und miteinander verschweißt werden. Durch die zweilagige Ausführung wird eine höhere Sicherheit bei der Abdichtung des Bauwerks erreicht, wobei eventuelle Verarbeitungsfehler nicht unmittelbar zu einem Wassereinbrach füh-
ren. Neben dem hohen Arbeitsaufwand auf der Baustelle besteht auch bei zweilagigen Abdichtungen die Gefahr, dass mehr Verarbeitungsfehler zu Undichtigkeiten und somit zu einem Wassereinbrach führen können.
Muss das Bauwerk bzw. die Bodenplatte nicht gegen Feuchtigkeit nach DIN 18195 abgedichtet werden, so wird üblicherweise eine Polyethylen- folie auf der Kiesfilterschicht angeordnet, um eine Trennlage zwischen der Kiesfilterschicht und einer Bodenplatte zu erzeugen. Zum Erzeugen der Bodenplatte oder von Fundamenten wird auf der Folie bzw. auf der Abdichtungsbahn eine Randschalung aufgestellt und vorzugsweise mit Pfählen im Baugrand gegen Verschiebung gesichert. Die Randschalung begrenzt die zu errichtende Bodenplatte. In dem mit Hilfe der Randschalung begrenzten Innenbereich wird dann eine üblicherweise zweilagige Bewehrung eingebracht, die von Fachkräften vor Ort meist von Hand oder mit Hilfe eines Baukrans verlegt wird. Aufgrand der statischen Anforderungen an eine tragende Bodenplatte muss oft eine Vielzahl von Bewehrungen, insbesondere Bewehrungsmatten und gebogene Bewehrungsstäbe, nach speziellen Bewehrungsplänen eingebracht werden. Vor dem Verlegen der Folie und der Bewehrung müssen Rohrgräben für Abwasserleitungen ausgehoben und die Abwasserleitungen in diesen verlegt werden. Dies ist jedoch nur dann erforderlich, wenn die Abwasserleitungen durch die Bodenplatte geführt werden müssen. Die Rohrgräben müssen nach dem Verlegen der Abwasserrohre wieder mit geeignetem Material verfüllt werden.
Zum Herstellen von wasserundurchlässigen Bodenplatten muss die zulässige Rissbreite der beim Aushärten des Betons entstehenden Risse durch das Vorsehen geeigneter Bewehrung begrenzt werden. Femer wird zum Herstellen von wasserundurchlässigen Bodenplatten vorzugsweise eine
Betonmischung mit einem geeigneten Wasser-Zement- Verhältnis genutzt. Wasserundurchlässige tragende Bodenplatten haben üblicherweise eine Stärke von > 25 cm. Bei tragenden Bodenplatten sind die zu erwartenden Gebäudesetzungen aufgrund einer geringeren Bodenpressung im Allgemeinen geringer als bei nicht tragenden Bodenplatten auf Streifenfundamenten.
Nicht tragende Bodenplatten mit Streifenfundamenten sind üblicherweise kostengünstiger herzustellen als tragende Bodenplatten, da die nicht tragenden Bodenplatten mit einer geringeren Stärke und mit deutlich weniger Stahlarmierang ausgeführt werden können. Die Gebäudelasten werden bei nicht tragenden Bodenplatten nahezu ausschließlich über die Streifenfun- damente in den Boden eingeleitet, die unter allen tragenden Gebäude wänden angeordnet sind. Zum Herstellen der Streifenfundamente sind zusätzlich zu den bereits erwähnten Rohrgräben Fundamentgräben auszuheben. Alternativ müssen die Streifenfundamente komplett auf einer Sauberkeitsschicht aufgeschalt und gegossen werden. In gleicher Weise, wie im Zusammenhang mit den tragenden Bodenplatten erläutert, ist auch unter einer nicht tragenden Bodenplatte eine Kiesschicht vorzusehen, die verdichtet wird und aus der die erforderlichen Fundamentgräben sowie Rohrgräben ausgehoben werden müssen. Beim Aufschalen der Streifenfundamente auf der Sauberkeitssicht wird der Freiraum zwischen den Streifenfundamenten mit Erdreich oder alternativ mit Kies verfüllt und verdichtet. Anschließend wird zum Herstellen der nicht tragenden Bodenplatte eine umlaufende Randschalung hergestellt, die die herzustellende nicht tragende Bodenplatte umlaufend seitlich begrenzt, die für die nicht tragende Bodenplatte erforderliche Stahlarmierang eingebracht und die Bodenplatte mit Ortbeton gegossen. Somit ist beim Stand der Technik ein hoher Aufwand vor Ort auf der Baustelle zum Herstellen des Unterbaus für ein Bau-
werk erforderlich, wobei die Qualität und der Aufwand zum Herstellen solcher Bodenplatten von weiteren Bedingungen, insbesondere den Witterangsbedingungen und der Lage sowie der Zugänglichkeit des Bauplatzes, abhängig sind.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Anordnung für den Unterbau eines Gebäudes anzugeben, durch die der Aufwand zum Herstellen des Unterbaus des Bauwerks reduziert und eine hohe Qualität sichergestellt werden kann. Femer ist ein Verfahren zum Herstellen eines Unterbaus für ein Gebäude anzugeben.
Die Aufgabe wird durch eine Anordnung für den Unterbau eines Bauwerks mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 sowie durch ein Verfahren zum Herstellen des Unterbaus für ein Bauwerk mit den Merkmalen des Patentanspruchs 23 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Patentansprüchen angegeben.
Die Erfindung beruht auf der allgemeinen Erkenntnis, dass es vorteilhaft ist, Fundamentbalken und weitere Bauelemente zum Herstellen des Unterbaus eines Bauwerks als Bauteile von der Baustelle entfernt industriell in einer Fertigungsanlage herzustellen und auf die Baustelle zu transportieren. Diese Fundamentbalken werden an Stelle von örtlich gegossenen Streifenfundamenten verwendet. Ferner werden auf diese Fundamentbalken vorgefertigte Deckenplatten aufgelegt, durch die eine an der Oberseite ebene Bodenplatte gebildet wird. Somit wird eine auf den Fundamentbalken aufliegende Decke hergestellt. Die Decke kann dabei entweder als teilvorgefertigte Decke oder als vollvorgefertigte Decke ausgeführt sein. Eine teilvorgefertigte Decke umfasst mindestens eine industriell hergestellte vorgefertigte scheibenförmige Stahlbetonplatte mit einer Beton-
stärke von üblicherweise etwa 5 cm. In dieser Stahlbetonplatte sind Stahlgitterträger als Bewehrung enthalten, die aus der teilvorgefertigten Stahlbetonplatte herausstehen. Auf diesen Stahlgitterträgern wird dann eine weitere Stahlbewehrung, vorzugsweise in Form von Bewehrangsmatten, angeordnet und nachfolgend eine Schicht Ortbeton auf die Stahlbetonplatte aufgebracht, die sowohl die Stahlgitterträger als auch die zusätzlich örtlich eingebrachte Bewehrung bedeckt. Diese Betonschicht hat üblicherweise eine Stärke zwischen 10 cm und 20 cm.
Im Unterschied dazu umfasst eine vollvorgefertigte Decke mindestens eine industriell vorgefertigte Deckenplatte, deren Ober- und Unterseite bereits fertig hergestellt sind, wodurch im Unterschied zu den teilvorgefertigten Deckenplatten kein zusätzlicher Ortbeton auf die Deckenplatte aufgebracht v/erden muss. Mit Hilfe solcher vollvorgefertigter Deckenplatten kann der Ablauf zum Herstellen des Unterbaus eines Gebäudes weiter verkürzt werden.
Sowohl die voilvorgefertigten Deckenplatten als auch die teilvorgefertigten Deckenplatten werden mit einer Anschlussbewehrung versehen, durch die die jeweiligen Deckenplatten mit weiteren Bauelementen, insbesondere mit weiteren Deckenplatten sowie mit den vorgesehenen Fundamentbalken verbunden werden können. Die Anschlussbewehrangen der einzelnen Deckenplatten und/oder der Fundamentbalken ragen jeweils in einen zwischen den Elementen vorgesehenen gemeinsamen Verbindungsbereich, der dann mit Ortbeton vergossen wird. Nach Aushärten des Ortbetons im Verbindungsbereich sind die Anschlussbewehrangen der einzelnen Bauelemente in diesen Beton fest verankert, sodass eine Verbindung zwischen den Bauelementen hergestellt ist.
Bei teilvorgefertigten Decken wird durch das Aufbringen der Ortbetonschicht eine erhebliche Last auf die teilvorgefertigte Decke aufgebracht, wodurch die vorgefertigten Stahlbetonpiatten der teilvorgefertigten Decke im Bereich zwischen den Streifenfundamenten bei größeren Spannweiten zusätzlich abgestützt werden müssen, um eine unerwünschte Durchbiegung zu verhindern. Die teilvorgefertigten Deckenelemente haben jedoch den Vorteil, dass dies im Vergleich zu Deckenelementen einer vollvorgefertigten Decke besser mit den Fertigteilen der Streifenfundamente verbunden werden können, da die Anschlussbewehrang der teilvorgefertigten Decke einfach durch Bewehrungszulagen im Anschlussbereich zwischen der vorgefertigten Stahlbetonplatte und der vorgefertigten Fundamentbalken hergestellt werden kann. Eine über die Stahlbetonplatte seitlich überstehende Anschlussbewehrang muss somit nicht schon bei der Herstellung der teilvorgefertigten Deckenplatte eingebracht werden, sondern kann auch erst auf der Baustelle durch das Anordnen geeigneter Bewehrungs- elemente im übergangsbereich zwischen der teilvorgefertigten Deckenplatte und den Fundamentbalken hergestellt werden. Dadurch können die teilvorgefertigten Deckenplatten einfacher transportiert werden, da aus diesen keine Anschlussbewehrang seitlich übersteht. Femer sind die teilvorgefertigten Deckenplatten leichter und dadurch besser transportierbar.
Die Erfindung kann jedoch sowohl mit teilvorgefertigten Deckenplatten als auch mit vollvorgefertigten Deckenplatten realisiert werden. Die zusätzliche Abstützung der teilvorgefertigten Deckenelemente beim Aufbringen der Betonlast durch den Ortbeton können durch geeignete unter der teilvorgefertigten Deckenplatte angeordneten Kunststoffformteile realisiert werden, die auf den Untergrand unter der Deckenplatte aufgelegt werden. Diese Kunststoffformteile können gleichzeitig zur Fixierung der Abwasserrohre genutzt werden. Die zusätzlichen Abstützungen können
auch komplett entfallen, wenn die Spannweite zwischen den Streifenfundamenten, die durch die Deckenplatte überspannt werden, gering sind o- der wenn die Gitterträger, die in die teilvorgefertigte Deckenplatte eingebracht sind, entsprechend stark dimensioniert sind.
Vorzugsweise haben auch die Fundamentbalken eine Anschlussbewehrung, die aus ihnen nach oben hervorsteht und die in einen Verbindungsbereich zur Verbindung mit den vorgefertigten Deckenplatten ragt. Ferner haben die Fundamentbalken eine stirnseitig herausstehende Anschlussbewehrung, die zur Verbindung der Fundamentbalken untereinander dient. Diese stirnseitige Anschlussbewehrung ragt vorzugsweise in einen Verbindungsbereich zwischen zwei aneinander grenzenden Fundamentbalken.
Durch die erfindungsgemäße Anordnung und das erfindungsgemäße Verfahren ist es möglich, eine Gründung eines Gebäudes durch einen industriell vorgefertigten modularen Unterbau herzustellen. Bei diesem Unterbau werden keine Fundamentgräben und keine Rohrgräben mehr benötigt. Durch das Verwenden vorgefertigter Deckenplatten wird ein Hohlraum unterhalb der Bodenplatte erzeugt. Dieser Hohlraum kann nach außen luftdicht abgeschlossen sein, sodass die in diesem Hohlraum vorhandene Luftschicht als Wärmedämmung dient. Der Hohlraum wird als luftdicht im Sinne der Erfindung angesehen, wenn kein Luftaustausch mit Luft außerhalb des Hohlraums erfolgt, der die Wärmedämmung wesentlich beeinträchtigt. Der luftdichte Hohlraum kann somit auch öffnungen aufweisen, wenn sichergestellt ist, dass kein die Wärmedämmung wesentlich beeinträchtigender Luftaustausch mit der Umgebung erfolgt. Ferner kann dieser Hohlraum als Installationsraum unterhalb der Bodenplatte dienen. Alternativ oder zusätzlich zu der Luftschicht im Hohlraum kann auch ein geeigneter Dämmstoff eingebracht werden. Durch das Verlegen von Installa-
tionsleitungen, insbesondere von Grandleitungen sowie Entwässerangslei- tungen wird der Aufwand zum Verlegen dieser Leitungen erheblich reduziert. Diese Grundleitungen sowie Entwässerangsleitungen werden konventionell in speziell dafür ausgehobenen Gräben verlegt, die anschließend mit Sand verfüllt werden, bevor darüber eine Sauberkeitsschicht eingebracht und verdichtet wird. Wird der Sand nicht fachgerecht in die Rohrgräben eingebracht, so können die Grundleitungen beim anschließenden Verdichten der Schotterschicht beschädigt werden. Durch den als In- stallationsraum dienenden Hohlraum wird das Verlegen der Installationsleitungen erheblich vereinfacht. Das Ausheben von Gräben entfällt und der Aufwand zum Einbringen der Grundleitungen wird dadurch erheblich verringert, wobei das Risiko einer Beschädigung der Grundleitungen erheblich verringert ist, da die Grundleitungen vorzugsweise oberhalb der Sauberkeitsschicht angeordnet sind.
Bei wichtigen Ver- und/oder Entsorgungsleitungen, die sogenannte Hauptstränge bilden, ist oftmals baurechtlich ein Revisionsschacht bzw. eine Revisionsmöglichkeit des Hauptstranges vorgeschrieben. Durch den unterhalb der Stahlbetonplatten zwischen den Fundamentbalken gebildeten Installationsraum ist eine solche Revisionsmöglichkeit ohne weiteren Aufwand ermöglicht. Zusätzlich oder alternativ können Revisionsöffnungen in der Bodenplatte vorgesehen werden, durch die ein kompletter Austausch von Leitungssträngen sowie das Nachrüsten von Leitungssträngen zu einem späteren Zeitpunkt möglich ist.
In dem Installationsraum können auch Elektroinstallationsleitungen sowie Kommunikationsleitungen verlegt werden, die bereits beim Errichten der Bodenplatte im Instaliationsraum verlegt oder zu einem späteren Zeitpunkt nachgerüstet werden können. Auch zum Nachrüsten und/oder zum
Austausch von Elektroinstallations- sowie Kommunikationsleitungen sind Revisionsöffnungen in der Bodenplatte vorteilhaft. Insbesondere ist durch die mögliche Nachrüstbarkeit von Elektroinstallations-, Kommunikations - , Trinkwasser-, Nutzwasser-, Abwasser- und/oder weiterer Ver- und/oder Entsorgungsleitungen eine Nutzungsänderung von Räumen oberhalb der Bodenplatte einfach möglich, ohne dass dafür ein großer baulicher Aufwand erforderlich ist. Dies ist insbesondere bei gewerblich genutzten Gebäuden besonders vorteilhaft, da sich die Anforderungen bei gewerblich genutzten Gebäuden über den Nutzungszeitraum oft ändern. Durch den Installationsraum ist somit die horizontale Erschließung des Geschosses oberhalb der Bodenplatte mit allen Medien durch die flexible Nutzung des Installationsraums einfach und sehr flexibel möglich.
Durch die Vorfertigung des Fundamentbalkens und der Stahlbetonplatte in einem Werk entfernt von der Baustelle ist der Aufwand auf der Baustelle erheblich reduziert, da Schalarbeiten auf der Baustelle zum Herstellen von Schalungen nicht mehr erforderlich sind oder auf ein Minimum reduziert werden können. Ferner ist der Aufwand zum Verlegen großflächiger Be- wehrangslagen auf der Baustelle nicht mehr erforderlich. Es ist lediglich erforderlich, auf der Baustelle Bewehrungszulagen einzubringen. Diese Bewehrangszulagen sind insbesondere in den übergangsbereichen zwischen zwei vorgefertigten Bauelementen, insbesondere im übergangsbereich zwischen Fundamentbalken und Deckenplatte, einzubringen. Ferner wird bei teilvorgefertigten Deckenplatten die obere Bewehrungslage vorzugsweise auf der Baustelle eingebracht.
Der vorgeschlagene Unterbau kann durch das Anordnen einer Dichtungsbahn unterhalb der Fundamentbalken wasserdicht gegenüber dem Untergrund abgedichtet werden, wodurch das Eindringen von Grund- und Ober-
fiächenwasser in den Unterbau und in das Bauwerk verhindert wird. Dabei ist es vorteilhaft, die Dichtungsbahn in der erforderlichen Größe bereits in einem Werk entfernt von der Baustelle vorzufertigen. Dazu wird die Dichtungsbahn aus Dichtungsbahnstreifen hergestellt, wobei die Dichtungsbahnstreifen miteinander verschweißt werden. Dadurch sind keine Schweißarbeiten zum Verschweißen der Dichtungsbahnstreifen auf der Baustelle erforderlich. Die Ränder der Dichtungsbahn stehen vorzugsweise seitlich unter den Fundamentbalken über die Bodenplatte über und können später mit den aufgehenden Wänden bzw. mit weiteren Dichtungsbahnen, insbesondere vertikalen Dichtungsbahnen verbunden werden.
Durch die Vorfertigung der Dichtungsbahnen sowie der Stahlbetonelemente im Werk kann die Qualität jeweils erheblich verbessert werden. Bei den Betonelementen kann die garantierte Betonüberdeckung ihrer Stahlbewehrung bei einer Vorfertigung in einem Werk garantiert werden. Bei einer vor Ort gegossenen Bodenplatte werden Abstandshalter auf einer nicht völlig ebenen Sauberkeitsschicht verlegt, wodurch zwangsläufig variierende Betonüberdeckungen der auf diesen Abstandshaltern angeordneten Stahlbewehrangen erzeugt werden. Somit ist es schwierig, sicherzustellen, dass die vorgeschriebene Mindestüberdeckung der Stahlbewehrungen von üblicherweise 35 mm sicher an jeder Stelle der Bodenplatte eingehalten wird. Somit ist die Qualitätssicherung bei vor Ort hergestellten Bodenplatten schwierig. Bei einer Werks Vorfertigung ist ferner eine geringere Mindestbetonüberdeckung der Stahlbewehrung erforderlich. Gemäß der DIN 1045 ist bei einer vor Ort Fertigung der Bodenplatte eine Mindestbetonüberdeckung von 30 bzw. 35 mm gefordert. Bei einer Werksvorfertigung der Bodenplatte bzw. der Elemente der Bodenplatte kann die Mindestbetonüberdeckung auf 25 bzw. 30 mm reduziert werden.
Dadurch kann eine weitere Kostensenkung erreicht werden, da die Bodenplatte 5 mm dünner ausgeführt werden kann.
Die Abdichtungsbahn ist vorzugsweise unter dem Streifenfundament und unterhalb des Installationsraums verlegt. Dadurch kann die Anzahl der Durchdringungen der Abdichtungsbahn durch Installationsleitungen sowie Ver- und Entsorgungsleitungen auf ein Minimum reduziert werden, da sämtliche Installationsleitungen im Installationsraum und somit im durch die Abdichtungsbahn abgedichteten Bereich verlegt werden können. Insbesondere sind die Durchführungen in einem vertikalen Bereich an einer Seite der Bodenplatte vorgesehen, sodass diese für Revisionsarbeiten einfach zugänglich sind. Das Reduzieren der Durchdringungen auf die im Bereich der Bodenplatte zu verlegenden Ver- und/oder Entsorgungsleitungen ist vorteilhaft, da die luftdichte und/oder wasserdichte Abdichtung der Gebäudes im Bereich der Bodenplatte dadurch vereinfacht wird.
Bei Verwendung einer radondichten Abdichtungsbahn kann die Radonbelastung innerhalb des Gebäudes vermieden oder erheblich reduziert werden. Auch durch die erwähnte Reduzierung der Durchdringungen der Abdichtungsbahn auf ein Minimum werden auch die möglichen Eindringbereiche für Radon reduziert, wodurch die Radonbelastung innerhalb des Gebäudes ausgeschlossen oder verringert wird.
Durch eine entsprechende Dimensionierung der Fundamentbalken der Streifenfundamente können auf einfache Art und Weise Besonderheiten des Baugrundes, insbesondere eine geringe Tragfähigkeit des Baugrundes, berücksichtigt werden. Ferner können die Fundamentbalken und/oder die Deckenplatten bereits werkseitig mit einer Dämmung versehen werden. Die Dämmung kann über die einzelnen Fertigbauteile hinausstehen und
als Schalung in Verbindungsbereichen und/oder zum Fertigstellen der teilvorgefertigten Deckenplatte dienen. Durch die industrielle modulare Vorfertigung der für den Unterbau genutzten Fertigbauteile kann der Bauablauf auf der Baustelle erheblich beschleunigt werden. Die erforderliche Zeit zur Errichtung der Gründung auf der Baustelle kann durch die Erfindung stark reduziert werden, wodurch die Herstellungskosten reduziert und die Qualität des Unterbaus erhöht werden kann. Insbesondere ist die Witterungsabhängigkeit beim Herstellen des Unterbaus mit den vorgefertigten Bauelementen geringer als bei einem vor Ort hergestellten Unterbau ohne Fertigbauteile.
Eine Sauberkeitsschicht muss nicht vollflächig unter der Bodenplatte hergestellt werden sondern nur im Bereich unterhalb der Streifenfundamente. Alternativ zu der Sauberkeitssicht können auch vorzugsweise bodengleiche Frostschürzen hergestellt werden. Zum Herstellen dieser Frostschürzen werden Gräben bis in frostsichere Bereiche des Baugrandes ausgehoben, die mit geeignetem Ortbeton verfüllt werden. Solche Frostschürzen sind dann erforderlich, wenn kein Keller vorhanden ist und die Bodenplatte frostfrei gegründet werden muss.
Einbauteile, wie die bereits erwähnten Revisionsöffnungen, können durch eine Vorfertigung der Stahlbetonelemente sowie der Stahlbetonplatten im Werk sehr präzise platziert werden, wobei die Einbauerfordemisse dieser Einbauteile im Werk mit geringerem Aufwand sichergestellt werden können als auf der Baustelle, wodurch die Qualität der Bodenplatte sowie des zu errichtenden Bauwerks sichergestellt und weiter verbessert werden kann.
Ferner ist die Integration der in die Bodenplatte eingebauten Einbauteile durch den vorhandenen Installationsraurn unter der Bodenplatte einfach möglich. Insbesondere ist das nachträgliche Einbringen von Installationsleitungen von und zu diesen Einbauteilen durch den Installationsraum hindurch möglich. Solche Einbauteile sind z. B. auch Bodenabläufe oder Rückstauverschlϊisse. Die Kosten für Einbauteile, die für den Deckeneinbau vorgesehen sind, sind im allgemeinen geringer als für Einbauteile, die für den Einbau in einer Bodenplatte vorgesehen sind. Da im vorliegenden Fall die Bodenplatte als Decke ausgeführt wird, können somit für den Deckeneinbau geeignete Einbauteile genutzt werden. Die Einbauteile müssen durch ihre Integration in die vorgefertigten Bauelemente nicht zusätzlich auf der Baustelle eingemessen werden. Insbesondere kann auch ein so genannter Pumpensumpf als Einbauteil in die Deckenplatte integriert oder als separates vorgefertigtes Bauteil bereitgestellt und in den Unterbau integriert werden.
Die Herstellung eines Pumpensumpfes vor Ort ist sehr aufwendig, da dieser üblicherweise etwa einen Meter tiefer als die Bodenplatte angeordnet ist und vor Ort eine entsprechende Schalung hergestellt werden muss. Ferner ist die Abdichtung des Pumpensumpfes kompliziert und teuer. Ein in einem Fertigteilwerk hergestellter Pumpensumpf kann im Unterschied dazu als Fertigteil zur Baustelle transportiert werden. Der Pumpensumpf wird dann mit der Deckenplatte und den Betonelementen zum Herstellen des Streifenfundaments entsprechend zusammengefügt und auf geeignete Art und Weise mit diesen verbunden. Zum Einbringen der vorgefertigten Betonelemente ist üblicherweise ein Kran auf der Baustelle erforderlich, sodass auch der vorgefertigte Pumpensumpf mit Hilfe des Krans in seine Einbaulage gehoben werden kann. Das Erdreich unterhalb der Bodenplatte muss lediglich im Bereich des Pumpensumpfes tiefer ausgehoben werden,
wobei die Abdichtungsbahn dann vorzugsweise unterhalb des Pumpensumpfes verläuft. Somit kann ein Pumpensumpf in Verbindung mit dem erfindungsgemäßen Unterbau des Gebäudes mit wenig Mehrkosten angeboten werden, was bei herkömmlichen Bodenplatten aus Kostengründen nicht möglich ist.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand der Figuren näher erläutert. Der Schutzumfang der Erfindung ist jedoch nicht auf dieses Ausführungsbeispiel oder die zum Beschreiben des Ausführangsbeispiels verwendeten Begriffe beschränkt.
Figur 1 zeigt eine Schnittdarstellung eines Unterbaus für ein Gebäude gemäß einer ersten Aus führangs form der Erfindung;
Figur 2 zeigt eine Schnittdarstellung des Unterbaus eines Gebäudes gemäß einer zweiten Ausführungsform der Erfindung;
Figur 3 zeigt eine Schnittdarstellung des Unterbaus nach Figur 1 mit einer Frostschürze; und
Figur 4 zeigt eine Schnittdarstellung des Unterbaus nach Figur 2 mit einer Frostschürze.
In Figur 1 ist eine Schnittdarstellung eines Ausschnitts einer nicht tragenden Bodenplatte 30 und Streifenfundamenten gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung dargestellt, bei der eine Vollwand im Randbereich der Bodenplatte 30 aufgesetzt werden kann. Auf das Erdreich 19 ist eine Sauberkeitsschicht aufgebracht. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel umfasst die Sauberkeitsschicht eine Filterschicht 18, insbesondere
eine Grobkiesschicht mit einer Dicke von vorzugsweise > 15 cm. Auf dieser Filterschicht 18 ist eine Trennlage 16 angeordnet. Die Trennlage 16 wird beispielsweise aus Ortbeton oder durch das Verlegen einer Kunststoffbahn, vorzugsweise eine Noppenbahn oder PE-Folie, hergestellt. Aus Kostengründen kann bei anderen Ausführangsbeispielen auf die Trennlage 16 verzichtet werden. Auch kann die Sauberkeitsschicht zusätzlich oder alternativ eine Schicht eines anderen geeigneten Materials aufweisen.
Auf der Trennlage 16 ist eine Schutzschicht 15 angeordnet, die eine auf dieser Abdichtungsbahn 14 vor mechanischen Beschädigungen, insbesondere von auf der Sauberkeitsschicht 16 vorhandenen Verunreinigungen, schützt. Eine weitere Schutzschicht 13 ist oberhalb der Abdichtungsbahn 14 angeordnet, die die Abdichtungsbahn 14 gegen mechanische Beschädigungen schützt, die insbesondere beim Anordnen von dem Fundamentbalken 1 sowie den weiteren zur Herstellung der Bodenplatte 30 erforderlichen Elementen vor Ort auftreten können. Die Sauberkeitsschicht ist nur unterhalb der Fundamentbalken 1 erforderlich und muss somit nicht durchgehend unterhalb der gesamten Bodenplatte 30 ausgeführt werden. Durch die Sauberkeitsschicht wird eine kapillarbrechende Schicht und ein ebener Untergrund für den Fundamentbalken 1 gebildet.
Die Abdichtungsbahn 14 schützt den durch die Bodenplatte 30 erzeugten Unterbau des Gebäudes sowie das Gebäude gegen Wassereintritt. Eine solche Abdichtungsbahn ist vorzugsweise eine Kunststoff- oder Bitumenbahn. Die Abdichtungsbahn 14 wird vorzugsweise in der erforderlichen Größe vorgefertigt, sodass sie unterhalb des gesamten Unterbaus des Gebäudes angeordnet werden kann. Vorzugsweise wird die Abdichtungsbahn 14 aus mehreren streifenförmigen Bahnen werkseitig zusammengefügt, vorzugsweise verschweißt. Dabei ist es vorteilhaft, die Schutzschichten
13, 15 bereits beim Herstellen der Abdichtungsbahn 14 auf der Unter- und Oberseite der Abdichtungsbahn 14 anzuordnen und gemeinsam auf die Baustelle zu transportieren. Dadurch, kann sichergestellt werden, dass keine Verunreinigungen und Gegenstände zwischen die jeweilige Schutzschicht 13, 15 und die Abdichtungsbahn 14 geraten können. Die Abdichtungsbahn 14 kann dadurch optimal geschützt werden.
Der Fundamentbalken 1 hat eine käfigförmige Stahlarmierang 2, die nach oben aus dem Fundamentbalken in einen Verbindungsbereich hervorsteht. Ein vorgefertigtes Deckenelement einer Teilfertigdecke 4 wird auf den Rand des Fundamentbalkens 1 aufgelegt. Das Deckenelernent hat eine untere Stahlbewehrangslage 5, die vorzugsweise durch eine Stahlmatte gebildet ist. Ferner ist zur Bewehrung des Deckenelements ein Stahlgitterträger 6 vorgesehen. Der Stahlgitterträger 6 liegt auf der unteren Stahlbewehrungslage 5 auf und ist in einem Fertigteilwerk zusammen mit der unteren Stahlbewehrungslage 5 mit Beton zu einem Fertigteil vergossen worden.
Der Stahlgitterträger 6 der Fertigteildecke 4 steht nach oben aus der Teilfertigdecke 4 hervor. Die Stahlbetonplatte der Teilfertigdecke 4 wird mit einem Randbereich auf den Fundamentbalken 1 innen neben der Anschlussbewehrung 2 des Fundamentbalkens 1 aufgelegt. Anschließend wird eine obere Bewehrangslage 7 auf dem Stahlgitterträger 6 angeordnet, die bis in einen Verbindungsbereich 17 zwischen Fundamentbalken und Deckenplatte ragt. In den Verbindungsbereich 17 werden weitere Beweh- rangsstäbe als Zulage eingebracht. In den Fundamentbalken 1 ist eine als Steckbügel 3 geformte Anschlussbewehrung zusätzlich zu der durch den Käfig 2 gebildeten Anschlussbewehrang vorgesehen. Ein solcher Steckbügel ist in Figur 1 mit dem Bezugszeichen 3 bezeichnet. Der Steckbügel
3 erleichtert die Herstellung eines Absatzes 8 am Rand der Bodenplatte 30 mit Hilfe einer Abschalung 9. Die Abschalung wird am Steckbügel 3 fixiert. In den Absatz 8 kann nachfolgend eine als Vollwand ausgebildete Kelleraußenwand eingesetzt werden. Durch den Absatz 8 in der Bodenplatte 30 können von außen seitlich auf die Kelleraußenwand wirkenden Kräfte in die Bodenplatte 30 eingeleitet werden. Diese Kräfte können insbesondere durch ein von außen wirkenden Erd- und/oder Wasserdruck bewirkt werden. Der durch die Abschalung 9 erzeugte Absatz 8 am Rand der Bodenplatte 30 ist vorzugsweise umlaufend um die Bodenplatte 30 vorgesehen und dient zur formschlüssigen Aufnahme der Kelleraußenwände. Die Kelleraußenwände nehmen den Erdrück des an den Keller aufgeschütteten Erdreichs auf. Die Kelleraußenwände können dadurch als Vollwand ausgeführt werden. Die Kelleraußenwände können exakt mittig auf dem Fundamentbalken I aufgesetzt werden. Dabei ist der Absatz 8 in der Bodenplatte 30 um die halbe Wandstärke von der Mitte des Fundamentbalkens 1 nach innen versetzt.
Unterhalb des teilvorgefertigten Deckenelements ist ein Formteil 21 zur Fixierung eines Abwasserrohrs 20 vorgesehen, das einen U-förmigen Querschnitt hat. In diesem Formteil 21 wird das Abwasserrohr 20 gehalten und fixiert, sodass es ein gewünschtes Gefälle hat. Das Abwasserrohr 20 kann in diesem Formteil 21 einfach nach außen geführt werden. Das Formteil 21 wird dabei so angeordnet, dass die teilvorgefertigte Deckenplatte auf dem Formteil 21 aufliegt, das dadurch die teilvorgefertigte Deckenplatte abstützt. Eine unerwünscht große Durchbiegung der teilvorgefertigten Deckenplatte beim nachfolgenden Aufbringen einer Ortbetonschicht 10 auf diese kann dadurch verhindert werden.
Der Fundamentbalken 1 ist seitlich jeweils mit einer Wärmedämmung
I Ia, 11c sowie an der Unterseite mit einer Wärmedämmung I Ib versehen. Die an der Außenseite des Fundamentbalkens 1 angeordnete Wärmedämmung l lc ragt über den bereits im Betonwerk vorgefertigten Teil des Fundamentbalkens 1 nach oben hinaus und bildet eine Randschalung beim Betonieren des Verbindungsbereichs zwischen Fundamentbalken 1 und Deckenplatte. Auf die teilvorgefertigte Deckenplatte wird nach dem Einbringen der Bewehrung 7 die Ortbetonschicht 10 aufgebracht, die sowohl die eingebrachte zusätzliche Bewehrung 7 als auch den Stahlgitterträger 6 überdeckt.
An der Unterseite der teilvorgefertigten Deckenplatte ist in den Bereichen, in denen der Fundamentbalken 1 und das Formteil 21 nicht angeordnet sind, ein Wärmedämmelement 23 vorgesehen. Zwischen der Abdichtungsbahn 14 und der zusätzlichen Wärmedämmung 23 unter der Deckenplatte wird ein Hohlraum 22 gebildet. Insbesondere bei zu erwartenden drückendem Wasser kann dieser Hohlraum 22 mit zusätzlicher verdichteter Wärmedämmung und/oder Ortbeton verfüllt werden.
Die teilvorgefertigte Decke 4 kann durch die zusätzlich einzubringende Bewehrung und/oder durch überstehende Anschlussbewehrung und die relativ dicke Ortbetonschicht 10 einfach mit der Anschlussbewehrung 2 des Fundamentbalkens 1 verbunden werden, wodurch eine monolithische scheibenförmige Platte aus dem Fundamentbalken 1 und dem Deckenelement gebildet wird. Vorzugsweise greift die Anschlussbewehrung des Deckenelements der Fertigdecke 4 in die nach oben aus dem Fundamentbalken 1 vorstehende Anschlussbewehrung 2 ein. Der Bewehrangskorb 2 um- fasst mindestens vier Längseisen 25 und Bügel 26, wobei die Längsachsen der Längseisen 25 in Längsrichtung des Fundamentbalkens 1 verlaufen.
Ein Teil des Bewehrungskorbs 2, insbesondere dessen Längseisen 25, stehen als Anschlussbewehrang aus jedem seitlichen Ende bzw. aus jeder Stirnseite des Fundamentbalkens 1 hervor, sodass diese Längseisen 25 in einen Verbindungsbereich zu einem weiteren Fundamentbalken ragt. Dieser weitere Fundamentbalken hat ebenfalls eine Anschlussbewehrang, die in diesen Verbindungsbereich ragt, sodass nach dem Verguss des Verbin= dungsbereichs mit Ortbeton vorzugsweise unter Beilage zusätzlicher Be- wehrangselemente im Verbindungsbereich eine geeignete Verbindung der beiden Fundamentbalken untereinander erreicht wird. In diesen Verbindungen zwischen zwei Fundamentbalken 1 ragen auch die Dämmelemente I Ia, I Ib, 1 Ic, die zur Abschalung des mit Ortbeton zu vergießenden Verbindungsbereichs dienen.
Sowohl die Verbindungsbereiche zwischen mehreren Fundamentbalken als auch die Verbindungsbereiche der Fundamentbalken und der Deckenplatten können in einem Arbeitsgang mit Ortbeton vergossen werden. Nach dem Einbringen der Ortbetonschicht 10 auf die vorgefertigte Deckenplatte und das Verfüllen der Verbindungsbereiche mit Ortbeton sowie falls erforderlich das Verdichten des Ortbetons sind die Arbeiten zum Herstellen der Bodenplatte 30 abgeschlossen.
Nach Aushärten des Ortbetons ist die Bodenplatte 30 als monolithisches Gebilde fertig gestellt. Somit ist eine Bodenplatte auf einfache Art und Weise als Fertigdecke hergestellt worden, die auf den Fundamentbalken 1 aufliegt, d. h. aufgelagert ist. In dem unterhalb der Deckenplatte erzeugten Hohlraum 22 können insbesondere Entwässerungsrohre sowie alternativ oder zusätzlich andere Ver- oder Entsorgungsleitungen verlegt werden ohne dass zusätzliche Rohrgräben ausgehoben werden müssen. Zur Verle-
gung dieser Ver- und/oder Entsorgungsleitungen unter den Deckenele- menten wird vorzugsweise ein Kunststoffformteil 21 verwendet. Der Hohlraum 22 unterhalb der Deckenelemente hat in der Praxis etwa eine Höhe von 30 cm, um ein Gefälle für eine Abwasserleitung 20 mit einem Durchmesser von etwa 10 cm mit einem Gefälle von 1% auf einer Länge von 15 Metern zu gewährleisten. Insbesondere bei Wohngebäuden ist eine Länge 15 Metern üblicherweise ausreichend, auf der die Abwasserleitung 20 unterhalb des Unterbaus des Gebäudes zu verlegen ist. Insbesondere können im Formteil 21 Halterangen und/oder Auflagen für die zu verlegende Ver- und/oder Entsorgungsleitung 20 vorgesehen werden, um eine einfache Verlegung der Leitung 20 zu ermöglichen.
Zur Verringerung des Gewichts der Fundamentbalken 1 wird zu deren Herstellung vorzugsweise Leichtbeton verwendet. Die vorgefertigten Fundamentbalken 1 werden nach der Herstellung in einem Betonwerk mit Hilfe eines Lastkraftwagens zur Baustelle transportiert. Für diesen Transport sowie für das Heben der Fundamentbalken 1 auf der Baustelle sind Fundamentbalken 1 mit einem geringen Gewicht sehr vorteilhaft. Im Unterschied zu Normalbeton, der ein Gewicht von ca. 2500 kg pro Kubikmeter hat, liegt das Gewicht von Leitbeton bei etwa 1500 kg pro Kubikmeter. Die Breite insbesondere der Unterseite des Fundamentbalkens 1 wird je nach Tragfähigkeit des Baugrands festgelegt.
Bei einer Standarddimensionierang des Fundamentbalkens 1 wird von einer zulässigen Bodenpressung von > 200 kN pro Quadratmeter ausgegangen. Durch eine Verfüllung der Hohlräume 22 unterhalb der Deckenplatten mit einem geeigneten Material kann der Gefahr eines Grundbruchs entgegengewirkt werden. Ein Grandbrach ist ein Versagen des Baugrands unter einem Bauwerk in der Weise, dass der Baugrand entlang einer Gleit-
fuge seitlich verdrängt wird. Ein Grandbrach tritt ein, wenn die Scherfestigkeit des Bodens und damit die Belastbarkeit der Gründung überschritten werden. Die auf der Gründung stehenden Bauwerke werden bei einem Grandbrach oft geneigt oder sinken in den Boden ein. Dadurch werden dynamische Lasten erzeugt und statische Lasten des Gebäudes verändert, wodurch dieses dann einsturzgefährdet sein kann.
Vorteilhaft ist es, wenn das Material zum Verfällen des Hohlraums 22 wärmedämmende Eigenschaften hat. Der Hohlraum 22 kann beispielsweise mit einer Tonschüttung oder einer anderen geeigneten Wärmedämmung verfüllt werden, die erforderlichenfalls verdichtet wird. Alternativ oder zusätzlich kann der Hohlraum 22 auch mit Kies oder Beton verfüllt werden. Zusätzlich kann eine schubfeste Verbindung zwischen dem Fundamentbalken 1 und dem Verfüllmaterial des Hohlraums 22 hergestellt werden. Das Füllen des Hohlraums 22 ist auch bei drückendem Wasser erforderlich, damit die Abdichtungsbahn 14 nicht in den Hohlraum 22 hinein- gedriickt wird und Beschädigungen vermieden werden.
Bei normalen Baugrandverhältnissen ist vorzugsweise keine Verfüllung des Hohlraums 22 vorgesehen. Der Hohlraum 22 ist dann mit Luft gefüllt, durch die die Bodenplatte 30 wärmegedämmt ist. Die Luft im Hohlraum ist eine rahende Luftschicht, die nicht in Verbindung mit der die Bodenplatte 30 und/oder das Gebäude umgebenden Luft steht. Es können jedoch auch kleine öffnungen zwischen dem Hohlraum 22 und der Umgebung der Bodenplatte 30 vorgesehen werden, durch die jedoch kein Luftstrom durch den Hohlraum 22 zugelassen wird. Eine rahende Luftschicht mit einer Dicke von ca. 300 mm hat einen Wärmedurchgangs widerstand von 0,23 K * qm / W. Dieser ermöglicht eine gute Wärmedämmung der Unterseite der Bodenplatte 30. Die Wärmedämmung der Fundamentbalken 1
wird durch eine zusätzliche Wärmedämmschicht I Ia, I Ib, 11c erreicht, die vorzugsweise aus geeigneten Dämmplatten bereits bei der Fertigung des Fundamentbalkens 1 im Fertigteilwerk mit dem Fundamentbalken 1 verbunden wird. Die Wärmedämmung 11c steht wie bereits erwähnt nach oben über den Fundamentbalken 1 über und dient als Schalung im Verbindungsbereich zwischen Fundamentbalken 1 und Deckenplatte sowie zwischen mehreren aneinander grenzenden Fundamentbalken, wobei die Dämmelemente I Ia, I Ib, 11c auch über das Ende der Stirnseite des Fun- danientbalkens 1 in den Verbindungsbereich zu einem benachbarten Fundamentbalken hinausstehen. Die Wärmedämmelemente I Ia und 23 können bei anderen Ausführungsbeispielen auch nur optional auf Kundenwunsch zum Erreichen einer höheren Wärmedämmung gegenüber dem Untergrund vorgesehen werden.
Die Abdichtungsbahn 14 ist so dimensioniert, dass sie seitlich unter den die Bodenplatte 30 begrenzenden Fundamentbalken 1 vorsteht, sodass der überstehende Bereich der Abdichtungsbahn 14 mit weiteren, vorzugsweise vertikalen, Abdichtungsbahnen wasserdicht verbunden werden kann. Die Abdichtungsbahn wird vorzugsweise aus streifenförmigem Bahnmaterial zu der erforderlichen Fläche vorzugsweise in einem Werk entfernt von der Baustelle zusammengeschweißt. Dadurch können baustellenunabhängige Bedingungen geschaffen und eingehalten werden, die eine hohe Qualität der Verbindungen zwischen den einzelnen streifenförmigen Bahnen gewährleisten. Die gesamte Abdichtungsbahn 14 wird dann einseitig oder beidseitig mit einer Schutzschicht 13, 15 versehen, die vorzugsweise ein geeignetes Vlies umfasst. Die Abdichtungsbahn 14 wird dann zur Baustelle transportiert und mit einem Kran oder einem anderen geeigneten Hebezeug auf den abzudichtenden Bereich gehoben, auf dem die Bodenplatte
30 hergestellt werden soll, und dort auf dem Untergrand, d. h. auf dem Erdreich bzw. auf der Sauberkeitsschicht 16, verlegt und ausgerichtet.
Die Witterungsabhängigkeit bei dem Verschweißen einzelner streifenförmiger Dichtbahnen auf der Baustelle zu einer zusammenhängenden Abdichtungsbahn 14 kann durch diese Vorgehensweise verzichtet werden. Witterungsbedingte Verzögerungen des Bauablaufs während des Ver- schweißens der Dichtbahnen können dadurch vermieden werden. Die zentrale Fertigung der Abdichtungsbahn 14 ermöglicht es auch, spezialisiertes Fachpersonal und eine Verbindungstechnik mit einem hohen Au- tomatisierangsgrad und Präzision einzusetzen, was auf der Baustelle nicht wirtschaftlich sinnvoll möglich ist. Bei anderen Ausführangsformen kann auf die Sauberkeitsschicht 16 verzichtet werden, wenn die Abdichtungsfolie und/oder die Schutzschicht eine geeignete Festigkeit und/oder Aufbau aufweisen.
Bei herkömmlichen nicht tragenden Bodenplatten mit Streifenfundarnen- ten, bei denen Fundamentgräben in das Erdreich eingebracht werden, muss die Abdichtungsbahn durch die Fundamentgräben geführt werden. Dadurch wird die Abdichtungsbahn mechanisch hoch beansprucht, wobei Hohlräume in den Fundamentgräben zwischen Abdichtungsbahn und Erdreich nicht zuverlässig vermieden werden können. Bei schwieriger Witterung, insbesondere bei Regen, kann sich Wasser in den mit der Abdichtungsbahn versehenen Fundamentgräben sammeln, das vor dem Betonieren der Streifenfundarnente wieder aufwendig entfernt werden muss. Ferner können die Fundamentgräben vor Einbringen der Abdichtungsbahn mit Wasser vollaufen, wodurch das Verlegen der Abdichtungsbahn erheblich erschwert wird.
Bei dem erfindungsgemäßen Aufbau der Unterkonstruktion des Gebäudes wird deshalb ein Planum vorgesehen, auf dem die Abdichtungsbafan 14 in einer horizontalen Ebene sauber verlegt werden kann. Die Abdichtungsbahn 14 wird anschließend mit einer Schutzschicht 13, insbesondere mit einem Vlies geschützt, oder weist bereits eine solche Schutzschicht 13 auf. Anschließend werden die Fundamentriegel 1 auf der Schutzschicht 13 angeordnet, wobei zwischen dem Fundamentriegel und der Schutzschicht 13 erforderlichenfalls eine zusätzliche Ausgleichsschicht 12 vorgesehen werden kann.
In Figur 2 ist eine Schnittdarstellung eines Ausschnitts einer Bodenplatte 32 ähnlich dem in Figur 1 gezeigten Ausschnitt der Bodenplatte 30 dargestellt. Im Unterschied zur Bodenplatte 30 nach Figur 1 ist bei der Bodenplatte 32 nach Figur 2 eine Anschlussbewehrung 2 mit Bewehrungsstäben
2a vorgesehen, die aus der fertigen Bodenplatte 32 nach oben überstehende Bereiche haben. Die Bewehnmgsstäbe 2a sind so angeordnet, dass sie in den Innenraum einer zweischaligen Hohlwand (nicht dargestellt) ragen, die zum Herstellen der Kelleraußenwände nachfolgend auf die Bodenplatte 32 aufgesetzt wird.
Nach dem Aufsetzten der Hohlwand auf die Bodenplatte 32 sind die Bewehrungsstäbe 2a im Hohlraum der Außenwand angeordnet. Anschließend wird der Hohlraum zwischen den Außenschalen der Hohlwand mit Ortbeton verfüllt, sodass nach dem Aushärten des in den Hohlraum gefüllten Ortbetons eine feste Verbindung zwischen den Kelleraußenwänden und der Bodenplatte 30 hergestellt ist. Die durch den Erddruck auf die so hergestellte Kelleraußenwand wirkenden Kräfte werden bei der Bodenplatte 32 nach Figur 2 über die Bewehrungsstäbe 2a in die Fundamentplatte 32 eingeleitet. Durch die in den Figuren 1 und 2 gezeigten und in die-
sem Zusammenhang erläuterten Möglichkeiten zum Errichten eines Unterbaus für ein Gebäude können erhebliche Kosteneinsparungen erzielt und der Baustellenablauf erheblich optimiert werden. Insbesondere wird die Witterangsabhängigkeit des Bauablaufs reduziert. Für Ein- und Zweifamilienhäuser können auf diese Art und Weise ein Unterbau innerhalb eines einzigen Arbeitstages hergestellt werden. Bei Bodenplatten für größere Bauwerke werden üblicherweise nicht mehr als zwei Arbeitstage benötigt. Dadurch kann gegenüber den üblichen Herstellungsweisen von Bodenplatten mindestens 50% der Zeit zum Errichten der Bodenplatte eingespart werden. Beim Schutz herkömmlicher Bodenplatten gegen eindringendes Wasser wird oft mehr als eine Woche zum Herstellen des gesamten Unterbaus einschließlich der Abdichtungsbahn vor Ort benötigt, da auch die Abdichtungsbahnen durch Fachpersonal vor Ort verschweißt werden müssen. Ein einfacher Ablauf zum Herstellen einer erfindungsgemäßen Bodenplatte 30, 32 kann nach dem Erzeugen eines entsprechenden Planums durch nachfolgende Schritte beschrieben werden:
1. Schritt: Grobeinmessung der herzustellenden Bodenplatte 30, 32;
2. Schritt: Einbringen einer Sauberkeitsschicht 16 im Bereich unterhalb der Bodenplatte 30, 32;
3. Schritt: Verlegen einer Abdichtungsfolie 14 mit unterseitigem
Schutzvlies 15 nur bei einer wasserdichten und/oder radondichten Ausbildung der Bodenplatte;
4. Schritt: Verlegen eines Schutzvlieses 13 auf der Abdichtungsfolie 14
(nur, wenn eine Abdichtungsfolie vorgesehen wird);
5. Schritt: Feineinmessung der Bodenplatte 3O 5 32;
6. Schritt: Verlegen der Fundamentbalken 1;
7. Schritt: Verlegen der Formteile 21 und der Abwasserrohre (nur, wenn das Abwasser vorher durch die Bodenplatte 30, 32 hindurch abgeführt werden soll);
8. Schritt: Verlegen und Bewehren der Teilfertigdeckenelemente;
8a. Schritt: Anordnen/Einbauen von Einbauteilen in/auf/neben die Teilfertigdeckenelemente und erforderlichenfalls Verbinden der Einbauteile mit Ver- und/oder Entsorgungsleitungen, falls Einbauteile vorgesehen sind;
9. Schritt: Einbringen zusätzlicher Bewehrangselemente an den übergängen zwischen den Teilfertigdeckenelementen untereinander und zu den Fundamentbaiken, wenn statisch erforderlich;
10. Schritt: Einbringen von Ortbeton in die Verbindungsbereiche und auf die Teilfertigdeckenelemente zum Herstellen vollständiger Deckenelemente.
In Figur 3 ist eine Schnittdarstellung der Bodenplatte 30 nach Figur 1 gezeigt, wobei unterhalb des Fundamentbalkens 1 eine bodengleiche Frostschürze 34 vorgesehen ist. Zum Herstellen dieser bodengleichen Frostschürze ist ein den Abmessungen der herausstehenden Frostschürze entsprechender Graben in das Erdreich 19 eingebracht worden, der mit Ortbeton ausgefüllt worden ist. Auf eine Sauberkeitsschicht bzw. auf die
Kiesfilterschicht 18 kann dann auch vollständig verzichtet werden. Eine solche Frostschürze ist dann erforderlich, wenn eine frostfreie Gründung des Gebäudes ausgeführt werden muss, insbesondere dann, wenn kein Keller vorgesehen und die Bodenplatte 30 oberhalb des Erdreichs zu errichten ist.
In Figur 4 ist eine Schnittdarstellung der Bodenplatte 32 nach Figur 2 dargestellt, wobei unterhalb des Fundamentbalkens 1 eine Frostschürze 34 in gleicher Weise wie im Zusammenhang mit Figur 3 beschrieben, in das Erdreich 19 bodengleich eingebracht worden ist.
Alternativ oder zusätzlich zu den beschriebenen Bewehrangsstäben, Bewehrungsmatten und Bewehrangskörben können Verbindungselemente, wie Ankerschienen und Stahlbleche vorgesehen werden. Solche Ankerschienen sind auch unter der Handelsbezeichnung Halfenschiene bekannt.
Weitere fachübliche Ausgestaltungen der Abdichtung, der Bodenplatte 30, 32 und des Unterbaus unter der Bodenplatte sind möglich.
Next Patent: NON-AQUEOUS ACTIVE INGREDIENT CONCENTRATES HAVING AN HERBICIDAL EFFECT
