Emch, Beat (Promenadenstrasse 36, Eglisau, CH-8193, CH)
Palmer, Tim (137 The Butts, Soham Ely, Cambridgeshire CB7 5AW, GB)
Emch, Beat (Promenadenstrasse 36, Eglisau, CH-8193, CH)
| 1. | Vorrichtung zur Erfassung von Eigenschaften einer Warenbahn (19,20, 21), dadurch gekennzeichnet, dass diese mindestens eine ortsfeste, der Warenbahn (19,20, 21) fest zugeordnete Abtastvorrichtung (22,23, 24) und ein tragbares Gerät (1,10) aufweist, das an einem frei wählbaren Ort zum Einsatz gebracht wird. |
| 2. | Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Rechner (27) und Einrichtungen (29,30) zur Übertragung von Daten zwischen dem Rechner, der ortsfesten Abtastvorrichtung und dem tragbaren Gerät vorgesehen sind. |
| 3. | Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Einrichtungen zur Übertragung von Daten temporäre Verbindungen (29) und transportable elektronische Datenträger (30) vorgesehen sind. |
| 4. | Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Einrichtungen zur Übertragung von Daten ein EthernetDatenbus (28) und eine temporäre Verbindung (31) zum tragbaren Gerät (1,10) vorgesehen sind. |
| 5. | Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das tragbare Gerät und die ortsfeste Abtastvorrichtung mindestens je einen optisch arbeitenden Sensor (4,12, 35) aufweisen, die unter sich identisch sind. |
| 6. | Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere ortsfeste Abtastvorrichtungen und ein tragbares Gerät sowie ein Rechner (27) vorgesehen sind. |
| 7. | Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das tragbare Gerät und der Rechner zur Ermittlung von Einstellwerten für eine ortsfeste Abtastvorrichtung dient. |
| 8. | Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die ortsfeste Abtastvorrichtung auf einer Maschine zur Herstellung einer textilen Warenbahn befestigt ist und zur Überwachung einer textilen Warenbahn (19,20, 21) dient. |
| 9. | Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die ortsfeste Abtastvorrichtung auf einer Maschine zur Veredelung einer textilen Warenbahn befestigt ist und zur Überwachung einer veredelten textilen Warenbahn (19,20, 21) dient. |
| 10. | Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die ortsfeste Abtastvorrichtung auf einer Maschine zur Prüfung einer textilen Warenbahn befestigt ist und zur Überwachung einer textilen Warenbahn (19,20, 21) dient. |
| 11. | Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Rechner (27) in das tragbare Gerät integriert ist. |
Aus der CH 663 474 ist eine Vorrichtung zur automatischen Überwachung von Gewebebahnen bekannt, die auf einer Webmaschine befestigt ist und dort die eben entstandene Gewebebahn fortlaufend abtastet. Diese Vorrichtung enthält einen elektro- optischen Abtastkopf, der die Gewebebahn überstreicht und dabei Eigenschaften wie beispielsweise Gewebefehler der Gewebe-oder Warenbahn erfasst. Um bestimmte Eigenschaften wie eben Gewebefehler erfassen zu können, muss die Vorrichtung vor dem Einsatz richtig eingestellt werden. Das bedeutet, dass Parameter des herzustellenden Gewebes und Grenz-oder Schwellwerte vorgegeben werden müssen, mit denen die Vorrichtung arbeiten kann. Solche Parameter oder Schwellwerte sind aber oft nur dadurch zu ermitteln, dass ein Lernprozess mit einem Teil der betreffenden Warenbahn durchgeführt wird, wobei untersucht wird, ob die Vorrichtung mit den zuerst vorgegebenen Werten für die Parameter und/oder Schwellwerte zufriedenstellend arbeitet und wobei Parameter oder Schwellwerte aufgrund erster Arbeitsergebnisse angepasst oder nachgestellt werden, bis die Vorrichtung die gestellte Aufgabe zufriedenstellend löst d. h. beispielsweise diejenigen Fehler meldet, die man nicht als zulässig erachtet. Um die genannten Parameter und/oder Schwellwerte vorgeben zu können, ist es meist nützlich, Werte von Parametern zu kennen, die für die fehlerfreie Warenbahn gelten. Dazu kann man sich leicht vorstellen, dass Parameter eines feinen Gewebes und Parameter eines aus grobem Garn hergestellten Gewebes nicht identisch sind. Würde man beispielsweise feines Gewebe mit den Einstellungen und Parametern für grobes Gewebe überwachen wollen, so würden von der Vorrichtung viel zu wenig Gewebefehler erkannt. Deshalb sind üblicherweise die Parameter oder Schwellwerte, die die Vorrichtung kennen muss, entweder aus einer vorhergehenden Produktion identischer Ware bekannt, oder sie müssen über eine Probestrecke oder einen Lernprozess zu Beginn der Produktion der Warenbahn durch Versuche ermittelt werden.
Ein Nachteil solcher bekannter Vorrichtungen ist darin zu sehen, dass Parameter und/oder Schwellwerte, die der Vorrichtung vorgegeben werden müssen, entweder schon vorab bekannt sein müssen oder durch die Vorrichtung selbst, z. B. in einem Testlauf oder einem Lernprozess, bestimmt werden müssen. Das bedeutet, dass die Vorrichtung einerseits dazu ausgebildet und entsprechende Programmteile enthalten muss und andererseits, dass die bekannte Vorrichtung in der Zeit, in der solche Einstellwerte ermittelt werden, nicht für produktive Zwecke genutzt werden kann. Insgesamt betrachtet, führt das dazu, dass der Einsatz der Vorrichtung dadurch teurer zu stehen kommt.
Die Erfindung, wie sie in den Patentansprüchen gekennzeichnet ist, löst somit die Aufgabe, die genannten Nachteile zu vermeiden und ermöglicht es, Einstellwerte für die Erfassung von Eigenschaften der Warenbahn möglichst einfach und schnell zu gewinnen.
Dies wird dadurch erreicht, dass mindestens eine ortsfeste, einer Warenbahn fest zugeordnete Abtastvorrichtung und ein tragbares Gerät vorgesehen wird, das an einem frei wählbaren Ort zum Einsatz gebracht wird. Ein Rechner und Einrichtungen zur Übertragung von Daten zwischen dem Rechner, der ortsfesten Abtastvorrichtung und dem tragbaren Gerät sind ebenfalls vorgesehen. Das tragbare Gerät und der Rechner dienen der Ermittlung von Einstellwerten für die ortsfeste Abtastvorrichtung. Als Einrichtungen zur Übertragung von Daten sind temporäre Verbindungen und transportable elektronische Datenträger denkbar. Vorzugsweise weisen das tragbare Gerät und die ortsfeste Abtastvorrichtung mindestens je einen optisch arbeitenden Sensor auf, die unter sich identisch sind. Es können mehrere ortsfeste Abtastvorrichtungen und ein tragbares Gerät sowie ein Rechner vorgesehen sein. Die ortsfeste Abtastvorrichtung ist auf einer Maschine zur Herstellung einer textilen Warenbahn, beispielsweise einer Web-einer Strick oder einer Wirkmaschine befestigt und dient der Überwachung einer textilen Warenbahn darauf. Die ortsfeste Abtastvorrichtung kann auch auf einer Maschine zur Veredelung einer textilen Warenbahn befestigt sein und zur Überwachung einer veredelten textilen Warenbahn dienen. Ebenso ist es denkbar, die ortsfeste Abtastvorrichtung auf einer Maschine zur Prüfung einer textilen Warenbahn zu befestigen und zur Überwachung einer geprüften textilen Warenbahn zu nutzen.
Die durch die Erfindung erreichten Vorteile sind insbesondere darin zu sehen, dass die richtigen Einstellwerte für den Betrieb der ortsfesten Vorrichtung sehr schnell gefunden werden können. Zudem lässt sich ein tragbares Gerät auch für die gleiche Aufgabe an mehreren gleichartigen Maschinen bzw. den darauf befestigten ortsfesten Abtastvorrichtungen einsetzen, was dazu beiträgt, dass die Kosten für die Vorrichtung, pro Maschine gerechnet, sehr gering sind. Dies weil die Einstellwerte in einem zentralen Rechner für alle ortsfesten Abtastvorrichtungen errechnet werden können, was die Komplexität der ortsfesten Abtastvorrichtung reduziert und damit Kosten spart. Es erübrigt sich auch, beispielsweise ein Stück der Warenbahn auszuschneiden, um diese in einem ortsfesten bekannten Flachbettscanner zu untersuchen. Mit dem tragbaren Gerät können optimale Parameter oder Einstellwerte für ortsfeste Abtastvorrichtungen ermittelt werden, noch bevor die Warenbahn die ortsfest auf der Maschine angeordnete Abtastvorrichtung erreicht. Die Bestimmung der optimalen Einstellwerte kann mit dem Gerät an einer einwandfreien Stelle einer Warenbahn auch bei stillstehender Warenbahn erfolgen. Eine Verkabelung der Maschinen oder der ortsfesten Abtastvorrichtungen nur zur Übertragung von Parametern und Einstellwerten kann entfallen, denn diese können vom tragbaren Gerät aus auch direkt über temporäre Verbindungen oder über dazu vorgesehene transportable Datenträger übermittelt werden. Mit dem tragbaren Gerät, können auch zusätzliche Aufgaben bewältigt werden. Beispielsweise kann damit ein Probestück einer vorgängig erzeugten Warenbahn untersucht werden, die von einem Abnehmer beanstandet wird, weil diese beispielsweise Fehler enthält, die von der ortsfesten Abtastvorrichtung zugelassen wurden. Indem man dieses Probestück mit der tragbaren Vorrichtung abtastet, können bessere Einstellwerte für die nachfolgende Produktion ermittelt werden.
Im folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels und Figuren näher erläutert. Es zeigen : Fig. 1 einen Teil einer erfindungsgemässen Vorrichtung in perspektivischer Darstellung, Fig. 2 eine zweite mögliche Ausführung des Teils gemäss Fig. 1 und Fig. 3 eine Vorrichtung im Einsatz an mehreren Maschinen für die Produktion.
Fig. 1 zeigt einen Teil einer erfindungsgemässen Vorrichtung, d. h. ein tragbares Gerät 1 mit einem Gehäuse 2 mit einem oder mehreren Handgriffen oder Griffmulden 3a, 3b. Im Gehäuse 2 ist ein Sensor 4 eingebaut, der beispielsweise ein sogenannter"Contact Type Image Sensor"sein kann, wie er beispielsweise in einem Flachbettscanner oder einem Faxgerät eingebaut ist. Das Gehäuse 2 weist unten eine Öffnung oder ein Abdeckglas 5 auf, das es dem Sensor 4 erlaubt, mit einer Warenbahn 6 in Kontakt zu treten, von der hier nur ein Teil gezeigt ist. Der Sensor 4 und damit das tragbare Gerät 1 ist über eine hier als flexible Leitung 7 dargestellte Verbindung mit einer hier schematisch dargestellten Steuereinheit 8 mit einem Datenspeicher verbunden. Die Steuereinheit 8 steuert die Funktionen des Sensors und des Datenspeichers und kann auch als Rechner ausgebildet sein. Der Datenspeicher speichert Bilder, die der Sensor 4 von der Warenbahn 6 aufnimmt oder Werte wie beispielsweise Helligkeitswerte, die an der Warenbahn 6 vom Sensor 4 gemessen werden. An der Vorrichtung oder dem Gerät 1 erkennt man ferner ein Laufrad 9, das auf der Warenbahn 6 abrollen kann und dazu dient, eine Angabe über einen zurückgelegten Weg zu liefern, wenn das Gerät 1 die Warenbahn 6 überstreicht. Dazu ist das Laufrad in an sich bekannter Weise mit einem Längenkodierer verbunden.
Fig. 2 zeigt eine andere Ausführung eines Teils der erfindungsgemässen Vorrichtung, nämlich ein tragbares Gerät 10, hier ebenfalls mit einem Gehäuse 11. Das Gerät 10 weist ebenfalls einen Sensor 12 auf, der demjenigen der Ausführung gemäss Fig. 1 entsprechen kann. Hier ist er aber beweglich gelagert und so angetrieben, dass er sich in Richtung eines Pfeiles 13 im Gehäuse 11 hin-und her-bewegen kann, so dass er ein Gebiet 14 auf einer Warenbahn überstreicht. Im Gehäuse 11, kann wahlweise auch eine Steuereinheit 15 mit einem Datenspeicher untergebracht sein, hier beispielsweise im oberen Teil des Gehäuses 11. Die Arbeitsweise dieser Steuereinheit 15 entspricht weitgehend jener wie sie für die Fig.
1 beschrieben wurde, kann aber zusätzlich dafür ausgebildet sein, die Bewegung des Sensors 12 zu steuern. Das tragbare Gerät 10, wie auch das tragbare Gerät 1 aus Fig. 1, ist mit einem temporär einsetzbaren oder lösbaren Anschluss für ein Mittel zur Übertragung von Daten von der Steuereinheit 8, 15 oder dem dazugehörigen Datenspeicher an einen externen Rechner ausgebildet. Ein solcher Rechner wird anhand der nachfolgenden Fig. 3 näher beschrieben. Ein solcher Anschluss kann ein lösbares Kabel, ein Datenbus oder eine drahtlose Übertragungsmöglichkeit sein.
Fig. 3 zeigt die erfindungsgemässe Vorrichtung in schematischer Darstellung. Man erkennt mehrere Maschinen zur Herstellung von Warenbahnen, hier beispielsweise drei Webmaschinen 16,17, 18 auf denen je eine Warenbahn 19,20, 21 hergestellt wird. Vor den Warenbahnen 19,20, 21 angeordnet und auf den Webmaschinen 16,17, 18 befestigt sind ortsfeste Abtastvorrichtungen 22,23, 24 erkennbar. Ein tragbares Gerät 1,10, wie es aus den Figuren 1 oder 2 bekannt ist, ist hier im Einsatz auf der Warenbahn 20 dargestellt.
In der ortsfesten Abtastvorrichtung 22 sind Sensoren 35 eingezeichnet, die vorzugsweise identisch sind mit den Sensoren 4,12 des tragbaren Gerätes 1,10. Vorzugsweise werden im tragbaren Gerät 1 oder 10 und in den ortsfesten Abtastvorrichtungen 22,23, 24 dieselben Eigenschaften der Warenbahnen 19,20, 21 erfasst. Geht man davon aus, dass sich die Warenbahnen 19,20, 21 in den Webmaschinen 16,17, 18 in Richtung eines Pfeiles 26 bewegen, so liegt ein bevorzugter örtlicher Einsatzbereich für das Gerät 1,10 der ortsfesten Abtastvorrichtung 22,23, 24 jeweils vorausgehend. Das tragbare Gerät 1,10 ist vorzugsweise nur so lang, dass es einen handelsüblichen, beispielsweise als Sensorleiste ausgeführten Sensor 4,12 aufnehmen kann. Es kann in den meisten Fällen nur einen Teil der Breite der Warenbahnen 19,20, 21 überstreichen. Ortsfeste Abtastvorrichtungen, wie sie hier mit 22,23, 24 bezeichnet sind, sind beispielsweise aus der Patentanmeldung CH 1234/03 bekannt. Man erkennt weiter einen zentralen Rechner 27, der beispielsweise als sogenannter PC ausgebildet sein kann. Seine Aufgabe besteht in der Ermittlung von Parametern und der Ableitung von Einstellwerten für die ortsfesten Abtastvorrichtungen 22, 23,24 aus diesen Parametern. Die Parameter kann er aus Bildern oder gemessenen Daten ableiten, die er wie später noch beschrieben, von den tragbaren Geräten 1,10 erhält. Der Rechner 27 kann auch ein sogenanntes Expertensystem enthalten.
Für die Kommunikation zwischen dem zentralen Rechner 27 und den ortsfesten Abtastvorrichtungen 22,23, 24 sind vorzugsweise elektronische Datenträger 30 vorgesehen, für die an den ortsfesten Abtastvorrichtungen 22,23, 24 Lesevorrichtungen 22a, 23a, 24a und am Rechner 27 eine Schreibvorrichtung 27a vorgesehen ist. Solche Datenträger 30 sind transportabel und weisen einen Speicher auf, dessen Inhalt in den Lesevorrichtungen 22a, 23a, 24a gelesen und in der Schreibvorrichtung 27 beschrieben werden kann. Sie werden beispielsweise von Hand zwischen dem Rechner 27 und den Lesevorrichtungen transportiert. Die Lesevorrichtungen 22a, 23a, 24a und Schreibvorrichtung 27a können aber auch zur Durchführung beider Funktionen d. h.
Schreiben und Lesen ausgebildet sein. Eine Verbindung 29 kann, wie bereits für die Fig. 2 beschrieben, zwischen dem Rechner 27 und dem tragbaren Gerät 1,10 als temporäre Verbindung ausgebildet sein. Dazu ist die Verbindung 29 in an sich bekannter Art lösbar oder drahtlos ausgebildet. Als lösbare Verbindung 29 ist ein sogenannter Universal Serial Bus (USB), der mit einem lösbaren Anschluss an die Steuereinheit 8,15 versehen ist, besonders gut geeignet.
Der Rechner 27 kann auch einerseits temporär mit dem tragbaren Gerät 1,10 und andererseits fest mit den ortsfesten Abtastvorrichtungen 22,23, 24 verbunden sein. Dazu kann ein Datenbus 28, beispielsweise ein sogenannter Ethernet-Datenbus dienen, der den Rechner 27 mit den ortsfesten Abtastvorrichtungen verbindet. Eine lösbare Verbindung 31 verbindet den Rechner 27 mit dem tragbaren Gerät 1,10 bzw. dessen Steuereinheit 8,15.
Das tragbare Gerät 1,10 ist hier in Fig. 3 oben links gezeigt, ebenfalls in einer anderen Umgebung dargestellt. Es liegt hier auf einem Ausschnitt 32 einer Warenbahn auf, der hier isoliert, d. h. nicht auf der Maschine gezeigt ist, mit der die Warenbahn hergestellt wird. Der Ausschnitt 32 kann ein Probestück einer Warenbahn sein, von dem die idealen Einstellwerte abgeleitet werden können, oder es kann ein fehlerhafter Teil sein, aus dem Fehler erkannt werden sollen, die man, wie bereits erwähnt, in der nachfolgenden Produktion erkannt haben möchte.
Der Rechner 27 kann auch im tragbaren Gerät 1,10 integriert sein, was bedeutet, dass dann nur eine vorzugsweise temporäre, lösbare oder drahtlose Verbindung zu den ortsfesten Abtasteinheiten 22,23, 24 notwendig ist.
Die Wirkungsweise der vorliegenden Erfindung ist wie folgt : Soll eine neue Warenbahn 19,20 und/oder 21 erzeugt werden, so werden die Maschinen 16,17, 18 in an sich bekannter und deshalb hier nicht näher dargestellter Weise in Betrieb genommen, so dass diese je eine Warenbahn 19,20, 21 erzeugen, die unter den ortsfesten Vorrichtungen 22,23, 24 hindurchgezogen und von diesen in bekannter Weise überwacht werden, wobei bestimmte, vorgewählte Eigenschaften der Warenbahnen erfasst werden. Sind die Warenbahnen unter sich gleich, so kann zuerst eine einzelne Maschine in Betrieb gesetzt werden. Die Vorrichtung 1,10 soll dann einen Teil einer Warenbahn 20 erfassen, der typisch ist. Das kann beispielsweise bedeuten, dass man vorgehend mit dem menschlichen Auge einen solchen Teil einer Warenbahn 20 ausgesucht hat, der beispielsweise keine Fehler oder nur zulässige Fehler enthält. Dann kann man das bewegliche, tragbare Gerät 1,10 auf diesen ausgesuchten Teil legen, damit dieses die Eigenschaften z. B. der Warenbahn 20 erfasst. Die Erfassung der Eigenschaften kann in an sich bekannter und deshalb hier nicht näher beschriebener Weise darin bestehen, dass ein Teil der Oberfläche der Warenbahn 20 von einem Sensor 4,12 abgetastet wird, so dass ein Bild eines Teils dieser Oberfläche gewonnen werden kann. Dazu muss der Sensor 4 gemäss Ausführung in Fig. 1 in Richtung eines Pfeiles 33 bewegt werden, was bewirkt, dass der Sensor 4 mehrere Bildzeilen an die Steuereinheit 8 übermittelt und diese zusätzlich von einem Kodierer, der durch das Laufrad 9 betätigt wird, eine Angabe über den Weg erhält, den der Sensor 4 auf der Warenbahn 20 zurückgelegt hat. Daraus kann die Steuereinheit 8 in ihrem Datenspeicher ein Bild der Warenbahn 20 erzeugen, das aus elektronischen Informationen besteht. Diese Informationen bestehen aus Bildpunkten, die aus Messwerten abgeleitet werden. Solche Messwerte können Intensitäten von reflektiertem Licht, Grauwerte, Farbwerte usw. angeben. Diese Informationen werden anschliessend dem Rechner 27 beispielsweise über die Verbindung 29 zugeführt, der daraus Einstellwerte für die ortsfesten Vorrichtungen 22,23, 24 aufbereiten kann, die er über einen Datenträger 30 oder den Datenbus 28 und die Verbindung 31 den ortsfesten Abtastvorrichtungen 22,23, 24 bzw. den Lesevorrichtungen 22a, 23a, 24a übermittelt. Ein solcher Datenträger 30 ist beispielsweise in der Patentanmeldung CH 0025/03 beschrieben.
Auf jeder Maschine 16,17, 18 kann aber auch eine andere Warenbahn hergestellt werden. In diesem Falle muss das tragbare Gerät 1,10 beispielsweise auf jede Warenbahn 19,20, 21 aufgelegt werden, damit aus den dabei ermittelten Daten der Rechner 27 für jede ortsfeste Abtastvorrichtung 22,23, 24 Einstellwerte errechnen kann.
Wird ein tragbares Gerät benützt, wie es die Fig. 2 zeigt, so kann dieses auch auf der stillstehenden Warenbahn ortsfest aufgelegt werden, denn der Sensor 12 wird hier so angetrieben, dass er eine Bewegung in Richtung des Pfeiles 13 ausführt und damit ein Gebiet 14 auf der Warenbahn überstreicht. Dieses Gebiet 14 entspricht dann dem Bild, das der Rechner 27 von der Warenbahn aufbereitet und zum Ableiten von Einstellwerten für die ortsfesten Vorrichtungen 22,23, 24 verwendet.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung erlaubt es beispielsweise, die gesamte Rechenarbeit, die notwendig ist, um Einstellwerte abzuleiten, im zentralen Rechner 27 durchzuführen, der die dazu notwendigen Programme enthält. Somit weist er auch die notwendigen Prozessoren und Speicher auf, um einerseits die Programme und andererseits Daten zu speichern, die aus der Warenbahn gewonnen werden und einem Gebiet 14 entsprechen. Das bedeutet auch, dass in den einzelnen ortsfesten Vorrichtungen 22,23, 24 solche Mittel, wie sie der Rechner 27 aufweist nicht vorgesehen sein müssen, denn diesen werden feste Einstellwerte direkt beispielsweise über Datenträger 30 zugeführt. Auf diese Weise können die ortsfesten Vorrichtungen 22, 23,24 sehr kostengünstig ausgeführt werden, und es sind auch keine Netzwerke notwendig, die die Einstellwerte den ortsfesten Vorrichtungen 22,23, 24 zuleiten. Somit kann in günstigen Fällen die ortsfeste Vorrichtung 22,23, 24 dann schon mit den richtigen Einstellwerten arbeiten, wenn die Warenbahn 19,20, 21 erstmals dort eintrifft. Man kann aber die Maschinen 16,17, 18 auch nach kurzer Produktionszeit stillsetzen, um mit dem erfindungsgemässen tragbaren Gerät 1,10 eine günstige Stelle für die Erfassung der normalen Eigenschaften zu suchen und diese dann aufzunehmen und im Rechner 27 zu Einstellwerten zu verarbeiten. Dann ist die Qualität der Erfassung so gut wie nur möglich, und man ist sicher, dass Ausschussware sehr früh erkannt wird. Da das bewegliche, tragbare Gerät 1,10 im Prinzip gleiche Elemente wie die ortsfesten Vorrichtungen 22,23, 24 aufweist, werden gleiche Eigenschaften auch identisch erfasst.
Gemäss weiteren Ausbildungen der erfindungsgemässen Vorrichtung kann das tragbare Gerät 1,10 eine Batterie tragen, die dieses mit der notwendigen Energie versorgt. Auf den Maschinen 16,17, 18 können auch Führungen vorgesehen sein, wie sie in Fig. 3 mit 34 für die Maschine 17 bezeichnet ist, um ein Gerät in der Ausbildung gemäss Fig. 1 beim Einsatz zu führen. Das tragbare Gerät 1,10 kann vorzugsweise auch besonders dazu ausgebildet sein, um beispielsweise die Licht-und Luftdurchlässigkeit der Warenbahn, die Winkel in Fadensystemen, die Gleichmässigkeit des Erscheinungsbildes, Farbabweichungen zu prüfen oder beispielsweise Bindungsmuster zu erkennen. Dem tragbaren Gerät können beispielsweise abwechselnd mehrere Teile von Warenbahnen zur Bildaufnahme vorgelegt werden, die annehmbare und unannehmbare Fehler enthalten um so die Einstellparameter immer weiter zu optimieren. Dies kann auch dann geschehen, wenn die ortsfesten Abtastvorrichtungen bereits arbeiten. Deren Einstellwerte werden dann aber periodisch oder auch kontinuierlich ersetzt.
