| 1. | Anordnung auf Führung eines Kolbens in einem Haus, insbeson dere zu auf Verdichtung von Abfallstoffes geeigneten Preßmaschi nen, wobei ein, mindestens auf eine Stiernfläche, vorzugsweise auf beide Stirnflächen geöffneter innerer allgemeiner zylinder förmiger Raum im Haus ausgebildet ist, ferner ein mit der etwa waagerechten Mittellinie des Raumes im wesentlichen gleiche Mit tellinie verfügende, in Richtung der Mittellinie, zum Wand des Raumes mit Luftspalt passend bewegliche Kolben im Raum angeordnet ist und zur Sicherung der Gleichmäßigkeit des Luftspaltes geeig neten Führungseinheiten im Wand des Raumes gelagert sind, dadurch g e k e n n z e c h n e t, daß die Gleitführungen mit durch die Wand des Hauses (1) geführten, zur Mantelfläche des Kolbens (3) passenden, einen mit einer auf die Mittellinie des Kolbens (3) senkrechten Mittellinie aufwei senden geometrischen Körper geformten, mit einer Bewegung in Richtung der Mittellinie des Kolbens (3) nachstellbaren und austauschbaren Stützbacken (9) ausgebildet sind, welche Stützbacken in Richtung jeder mit der Mittellinie des Zylinders paralellen Mantellinie des Raumwandes und/oder in jeder auf die Mantellinien senkrechten Querschnitt des Raumes (2) in vonein ander notwendiger Weise nicht gleichen Entfernungen angeordnet sind. |
| 2. | Anordnung nach Anspruch. 1, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß ein Teil der Stützbacken (9) hinter der zur Einführung des zu verdichtenden Materials gereichenden Eintrittsöffnung (4) des Hauses (1), an der mit der Verdichtungsaustrittsöffnung der Preßmaschine gegenüber verweisenden Seite, in einer von der Ein trittsöffnung (4) die Einstellbarkeit der Stützbacken (9) ermög lichende Entfernung, in einer auf die Mittellinie des zylindri schen Raumes (2) senkrechten Ebene angeordnet ist. |
| 3. | Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß der Querschnitt der inneren Wand des Raumes (2), sowie des Kolbens (3) mit einer aneinander entsprechenden Form aufweisendes, zueinander mit einem Luftspalt passendes Vier eck, reguläres Vieleck, vorzugsweise Sechseck ist. |
| 4. | Anordnung nach einer der Ansprüche 1 bis 3, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß bekannte GleisGleisbahn Systeme zwischen den erfindungsmäßigen Gleitführungen angeordnet werden. |
| 5. | Anordnung nach einer der, Ansprüche 1 bis 4, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß die in der Gleitführung befindliche Stützbacke (9) zur inneren Fläche des durch die Wand des Hauses (1) geführten Rohres (10) passend und mit Hilfe einer mit der Stützbacke (9) wesentlich gleiche Mittellinie habenden Schraube (11) in Richtung ihrer eigenen Mittellinie bewegbar angeordnet. |
| 6. | Anordnung nach Anspruch 5, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß die Stützbacke (9) und die innere Fläche des Rohres (10) kreiszylinderartig ausgebildet sind. |
| 7. | Anordnung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß das vom Kolben (3) entfernte Ende der inne ren Bohrung des Rohres (10) mit der Wand des Rohres (10) vorzugs weise einen Stück bildend abgesperrt wird und die Schraube (11) durch an dieser Sti. ernfläche ausgestaltete Bohrung oder Gewinde bohrung führend mit der Stützbacke (9) in Verbindung steht. |
| 8. | Anordnung nach Anspruch 6, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß das vom Kolben (3) entfernte Ende der inneren Bohrung des Rohres (10) mit einem, zum Einschrauben der Schraube (11) ge eigneten inneren Gewinde versehen ist. |
| 9. | Anordnung nach Anspruch 8, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß das zur Stützbacke (9) näheren Ende der Schraube (11) als ein Bolzen (12) ausgebildet ist, und der Bolzen (12) in einem einen vom Durchmesser der Bohrung des Rohres (10) größeren Durch messer aufweisenden Gewindeteil fortgesetzt wird, welcher Gewin deteil mit der mit einer Bohrung des Rohres (10) in Gewindever bindung steht, wo die Bohrung mit einem Schulter (13) erhöhtem Durchmesser versehenen innerem Gewinde verweist. |
| 10. | Anordnung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß eine mit einem Gewinde versehene Sackbohrung (14) an der zur Schraube (11) näheren Stirnfläche der Stützbacke (9) ausgebildet wird und das Ende der Schraube (11) mit einem in das Gewinde der Sackbohrung einschraubbaren Gewindeteil ausgebil det ist. |
| 11. | Anordnung nach einer der Ansprüche 1 bis 10, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß die mit dem Kolben (3) in Berührung kommenden Flächen der Stützbacken (9) aus Metal, oder Kunststoff, vorzugsweise aus einem auf Selbstschmierung geeigneten Material hergestellt werden. |
| 12. | Anordnung nach einer der Ansprüche 6 bis 11, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß eine auf Einführung des Schmier stoffes geeignete Bohrung (15) in der Mittellinie der Schraube (11) und der Stützbacke (9) angeordnet ist, sowie der Kopf der Schraube (11) ist einen Schmierstoffbehälter kuppelbar geeigne terweise ausgestaltet ist. GEÄNDERTE ANSPRÜCHE [beim Internationalen Büro am 20. November 2002 (20.11. 02) eingegangen ursprüngliche Anspruch 1 durch geänderte Anspruch 1 ersetzt (1 Seite), andere Ansprüche sind nicht geändert +Erklärung 1. Anordnung auf Führung eines Kolbens in einem Haus, insbeson dere zu auf Verdichtung von Abfallstoffes geeigneten Preßmaschi nen, wobei ein, mindestens auf eine Stiernfläche, vorzugsweise auf beide Stirnflächen geöffneter innerer allgemeiner zylinder förmiger Raum im Haus ausgebildet ist, ferner ein mit der etwa waagerechten Mittellinie des Raumes im wesentlichen gleiche Mit tellinie verfügende, in Richtung der Mittellinie, zum Wand des Raumes mit Luftspalt passend bewegliche Kolben im Raum angeordnet ist und zur Sicherung der Gleichmäßigkeit des Luftspaltes geeig neten Führungseinheiten im Wand des Raumes gelagert sind und die Gleitführungen mit durch die Wand des Hauses geführten, zur Man telfläche des Kolbens passenden, einen mit einer auf die Mittel linie des Kolbens senkrechten Mittellinie aufweisenden geometri schen Körper geformten, mit einer Bewegung in Richtung der Mit tellinie des Kolbens nachstellbaren und austauschbaren Stütz backen ausgebildet sind, dadurch g e k e n n z e c h n e t, daß die Stützbacken (9) in Richtung jeder mit der Mittellinie des Kolbens (3) paralellen Mantellinie des Raumwandes und/oder in jeder auf die Mantellinien senkrechten Querschnitt des Raumes (2) in voneinander notwendiger Weise nicht gleichen Entfernun gen angeordnet sind. |
| 13. | 2 Anordnung nach Anspruch 1, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß ein Teil der Stützbacken (9) hinter der zur Einführung des zu verdichtenden Materials gereichenden Eintrittsöffnung (4) des Hauses (1), an der mit der Verdichtungsaustrittsöffnung der Preßmaschine gegenüber verweisenden Seite, in einer von der Ein trittsöffnung (4) die Einstellbarkeit der Stützbacken (9) ermög lichende Entfernung, in einer auf die Mittellinie des zylindri schen Raumes (2) senkrechten Ebene angeordnet ist. |
| 14. | 3 Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß der Querschnitt der inneren Wand des Raumes (2), sowie des Kolbens (3) mit einer aneinander entsprechenden Form aufweisendes, zueinander mit einem Luftspalt passendes Vier eck, reguläres Vieleck, vorzugsweise Sechseck ist. |
| 15. | 4 Anordnung nach einer der Ansprüche 1 bis 3, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß bekannte GleisGleisbahn Systeme zwischen den erfindungsmäßigen Gleitführungen angeordnet werden. |
| 16. | 5 Anordnung nach einer der. Ansprüche 1 bis 4, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß die in der Gleitführung befindliche Stützbacke (9) zur inneren Fläche des durch die Wand des Hauses (1) geführten Rohres (10) passend und mit Hilfe einer mit der Stützbacke (9) wesentlich gleiche Mittellinie habenden Schraube (11) in Richtung ihrer eigenen Mittellinie bewegbar angeordnet. |
| 17. | 6 Anordnung nach Anspruch 5, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß die Stützbacke (9) und die innere Fläche des Rohres (10) kreiszylinderartig ausgebildet sind. |
| 18. | 7 Anordnung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß das vom Kolben (3) entfernte Ende der inne ren Bohrung des Rohres (10) mit der Wand des Rohres (10) vorzugs weise einen Stück bildend abgesperrt wird und die Schraube (11) durch an dieser Stiernfläche ausgestaltete Bohrung oder Gewinde bohrung führend mit der Stützbacke (9) in Verbindung steht. |
| 19. | 8 Anordnung nach Anspruch 6, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß das vom Kolben (3) entfernte Ende der inneren Bohrung des Rohres (10) mit einem, zum Einschrauben der Schraube (11) ge eigneten inneren Gewinde versehen ist. |
| 20. | 9 Anordnung nach Anspruch 8, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß das zur Stützbacke (9) näheren Ende der Schraube (11) als ein Bolzen (12) ausgebildet ist, und der Bolzen (12) in einem einen vom Durchmesser der Bohrung des Rohres (10) größeren Durch messer aufweisenden Gewindeteil fortgesetzt wird, welcher Gewin deteil mit der mit einer Bohrung des Rohres (10) in Gewindever bindung steht, wo die Bohrung mit einem Schulter (13) erhöhtem Durchmesser versehenen innerem Gewinde verweist. |
| 21. | 10 Anordnung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß eine mit einem Gewinde versehene Sackbohrung (14) an der zur Schraube (11) näheren Stirnfläche der Stützbacke (9) ausgebildet wird und das Ende der Schraube (11) mit einem in das Gewinde der Sackbohrung einschraubbaren Gewindeteil ausgebil det ist. |
| 22. | 11 Anordnung nach einer der Ansprüche 1 bis 10, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß die mit dem Kolben (3) in Berührung kommenden Flächen der Stützbacken (9) aus Metal, oder Kunststoff, vorzugsweise aus einem auf Selbstschmierung geeigneten Material hergestellt werden. |
| 23. | 12 Anordnung nach einer der Ansprüche 6 bis 11, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß eine auf Einführung des Schmier stoffes geeignete Bohrung (15) in der Mittellinie der Schraube (11) und der Stützbacke (9) angeordnet ist, sowie der Kopf der Schraube (11) ist einen Schmierstoffbehälter kuppelbar geeigne terweise ausgestaltet ist. "Erklärung nach Articel 19 (1)" Durch die ein Kolben oder ein Bär aufweisenden Preßmaschinen wer den im allgemeinen in einer mittels in die Preßmaschine einge setzter Werkzeuge festgesetzten Form aufweisende Gegenstände aus Platten oder aus einem andersförmigen Rohstoff hergestellt. Durch den Kolben wird eine axiale Kraft während dem Preßvorgang ausge übt und die auf den Kolben rückwirkende Kraft ist auch axialge richtet. So braucht man nur eine Führung des Kolbens und nur an den Teilen, wo der Kolben während dem Kolbenweg die innere Fläche des Zylinders nicht verläßt. Durch die zur Verdichtung der kommunalen Abfälle soll demgegen über eine eine immer ändernde Form und Massendichte aufweisende Masse zusammengepreßt werden und demzufolge wird die zu preßende Masse mit einer vorher nicht berechenbare Richtung aufweisenden Kraft auf den Kolben rückgewirkt. D. h., daß der Kolben durch die Gleitführung gegen die auf die Achse senkrechten Kraftkomponenten gestützt werden soll, aber auch an solchen Stellen, wo der Kolben während dem Kolbenweg die innere Fläche des Zylinders vorläufig verläßt. Der erfinderische Gedanke liegt darin, daß die in sich bekannten punktförmigen Stützelemente an der ganzen inneren, durch den Kol ben berührten Oberfläche des Zylinders ungeordnet verteilt ange wendet werden. Wo die auf die Achse senkrechten Kraftkomponenten größer sind und damit der Verschleiß auch größer ist, werden die Stützelemente dichter gesellt. |
Seit lange sind auf Verdichtung geeignete Preßmaschinen bekannt.
Z. B. im Interesse der Verwendung des im Laufe des Kohlenbergbaues und der Kohlenverarbeitung entstandenen Kohlenstaubes wird die lockere Staubkohle durch Brikettierung brauchbar gemacht. Bei diesem Arbeitsvorgang ist das Ergebnis der in alle drei Raumdi- mensionen durchgeführten Verdichtung ein fester Körper.
Auf die Erleichterung der Lagerung werden die Abfallsstoffe, z. B.
Fahrzeugswracke seit lange durch Pressen verdichtet und so bean- sprucht ihre Lagerung wesentlich kleineres Volumen. Diese Preß- mechanismen verdichten durch Bewegungsbringen in gegeneinander gesetzte Richtung zwei paralleler Verdichterplatten, d. h. das Wrack wird in einer Dimension zusammenpreßt, im wesentlichen wird das Wrack plattgedrückt.
Eine dritte Variante der Preßmaschinen für Verdichtung lockerer Materialien, d. h. für Zusammendrücken eines ursprünglichen Volu- mens auf ein kleineres Volumen ist die Verdichtung in zwei Dimen- sionen. Da wird das verdichtende Material durch eignen eingeengten Querschnitt gedrückt, ferner wird das auskommende verdichtete Ma- terial zerstückt. Bei diesen Maschinen wird das lockere Material in einen Zylinder befördert, dann wird der auf der einen Stirn- fläche des Zylinder Jiegende Stemmkopf (Kolbe Bär, usw. ) im Zy- linder vorwärts bewegend, im Raum mit verengtem Querschnitt in zwei Dimensionen zusammendrückend auf ein kleineres Volumen verdichtet. Das aus der Anlage kommende verdichtete Material zerstückt, dann expediert, bzw. gelagert.
In den letzten Jahrzehnten gibt die Lagerung sowie die Abschaf- fung, bzw. die Vorbeugung der infolge deren auftretenden umwelt- verschmutzenden Wirkungen der. wegen der rapiden Steigerung der industriellen Produktion und des industriellen Verbrauches ent- standenen industriellen und kommunalen Abfälle ein immer größeres Problem.
Die Verdichtung der kommunalen Abfälle ist mit dem bereits er- wähntenzweidimensionalen Zusammenpressendurchzuführen. Bei die- sen Maschinen wird der Abfall im allgemeinen durch die Gravitati- on in das Zylinder befördert und der lockere Abfall wird durch eine am Ende des Zylinders angeordnete Einengung mit dem Kolben oder dem Bär gepreßt, darauffolgend wird das verdichtete Materal durch eine am Ende des mit dem kleineren Querschnitt verweisenden Zylinders ausgestaltete Öffnung gestoßen. Die Bewegung eines als Stemmkopf funktionierende Kolbens im Zylinder wird durch eine mit einem Elektromotor getriebene Schraubenspindel verrichtet. Eine solche Lösung ist z. B. in der US 3,604, 345 bekanntzugeben.
Gemäß einer anderen in der US 4,269, 115 beschriebenen Preßmaschi- ne wird der in den Zylinder einfließende lockere Abfall durch die am oberen Rand der Stirnfläche des Kolbens ausgestalteten Schnei- deeinheiten geschnitten und diese Schneideeinheiten sind so ange- ordnet, daß der aus dem Einlauftrichter eintretende Abfallstrom untergebrochen wird, aber es kann nicht verhindert werden, daß die kleineren Abfälle zwischen den Kolben und den Zylinder fest- sitzen, was den Betrieb des Kolbens verhindern kann.
Der Abfall ist im allgemeinen ein lockeres Material, was heute im Interesse einer eventuellen Weiterbenutzung bereits an immer mehreren Stellen selektivweise gesammelt wird. Der Abfall ist ein inhomogenes Medium, darum kann die Dichte des Mediums bei der Verdichtung mit Kolbenpreßmaschine zwischen breiten Grenzen geän- dert werden. Während der Bewegung des Kolbens wird die auf die die verdichtende Fläche des Kolbens bildende Stirnfläche geübte Kraft sich nicht gleichmäßig verteilt, so verändert die Ersatz- kraft immer ihren Ort und ihre Richtung. D. h. in verschiedenen Stellen zwischen der Kolbenwand und der Zylinderwand treten ver- schiedene Kräfte auf, was die Verbreitung des Spaltes und das Festsitzen des Kolbens wegen des Gelangens des Abfalls in den Spalt verursachen kann.
Im Interesse einer Verminderung, bzw. einer Beseitigung der er- wähnten unerwünschten Verschleißerscheinungen wurde bereits vor- geschlagen Führungsschiene in Richtung der Mantellinien auf die Mantelfläche des Kolbens und des Zylinders zu montieren, die die Reibung zwischen dem Kolbenwand und dem Zylinderwand verhindern können und damit kann die Zwischenspalt gleichmäßig gemacht wer- den. Bei dieser Lösung beschränkt sich der Verschleiß auf die Führungsschiene, die wenn der Verschleiß ein voraus festgesetztes Maß erreicht, ausgetauscht werden sollen, da andernfalls der Ver- dichtungskopf und der Zylinder auch Schaden erleiden können.
Die Beseitigung dieser Mängel wurde eine auch eine Nachstellung ermöglichende Gleitführung in der schon erwähnten US 4,269, 115 vorgeschlagen, wo auf die Mantelfläche befestigte mantellinie- gerichtete Gleisbahnen an der Mantelfläche des zur Verdichtung des Abfalls geeigneten Kolbens vorgesehen sind und auf die Ver- schiebung des Kolbens an der Gleisbahnen geeignete mit zu den Gleichbahnen ansitzbaren Profil versehene Gleise an der inneren Mantelfläche des Zylinders, an der Gesamtlänge der Mantelfäche angeordnet sind. Diese Gleise sind aber nicht zur inneren Wand des Zylinders, sondern zu den durch die Wand des Zylinders ge- führten, mit einer in Radialrichtung gerichtete Achse verfügenden Schrauben befestigt. So können die Gleise im Falle des Ver- schleisses mit Hilfe der Verdrehung der Schraubenmuttern in Radi- alrichtung bewegt werden, d. h. kann der in Folge des Verschleis- ses sich vermindernde Spalt auf das ursprüngliche Maß rückge- stellt werden.
Dieser Führungsbau bedeutete ohne Zweifel eine vorteilhafte Lö- sung zu den früheren Führungen, aber die Verschiebung der Gleis- bahn und des Gleises führte früher oder später zum Verschleiß der aufeinander verschiebenden Bestandteile und diese Fehler konnte nur mit dem Austausch der verschleißten Bestandstücken, d. h. mit der Demontage der Maschine verbessert werden. Das ist aber mit einem wesentlichen Kostenaufwand verbunden, weil die Demontage der Pressmaschine im allgemeinen an Ort und Stelle nicht durch- geführt werden kann. Die Nachstellung kann nicht so vollgebracht werden, daß diese nur auf einen Punkt des Kolbens sich ausdehnen, da die Gleitführungen zwei oder mehrere Mantellinien entlang an- geordnet sind und im allgemeinen gleichmäßig, d. h. in gleichen Entfernungen voneinander verlegt sind. Wenn ein Verschleß durch in den Luftspalt, zwischen zwei Gleitführungen eindringende, ab- rasive Rückstände verursacht wird, macht das die Nachstellung sehr kompliziert. Ein weiterer Nachteil dieser Lösung ist, daß eine in einem Punkt durchgeführte radialgerichtete Nachstellung des Gleises eine proportionelle Verschiebung des Gleises in seine anderen Teilen verursacht, anderfalls eine ziemlich großer Auf- wand zur Verschiebung benötigt wird, ferner entstehen solche Bie- gekräfte im Gleis. die die Verschiebung des Gleises an der Gleis- bahn in anderen Punkten erschweren.
Die Aufgabe der Erfindung ist die Nachteile der erwähnten Lösun- gen mit Bewahrung der Vorteile zu beseitigen und eine Lösung zu schaffen, die im Falle eines Verschleißes mit einfachen Mitteln, ohne eine Demontage der Preßmaschine, die Durchführung der Nach- stellung am Betriebsort ermöglicht und damit wird die Lebensdauer der Preßmaschine wesentlich erhöht.
Die Grundlage der Erfindung beruht auf der Kenntnis, daß wenn die Gleitführung zwischen dem Kolben und der inneren Fläche des Zyi- linders nicht mit einer mantellieniengerichteten, zweidi. mensiona- len Führung, sondern von Punkt zu Punkt mit durch die Wand des Hauses gerichteten und in Radialrichtung bewegbaren Stützbacken ausgebildet sind, dann einerseits können die Stützbacken in be- liebigen Punkten auf die innere Zylinderfläche des Hauses einge- führt werden, d. h. diese Punkte müssen nicht unbedigt einer Man- tellinie entlang stellen, folgenderweise können die Gleisbahnen weglassen werden, anderseits können alle Stützbacken voneinander unabhängig nachgestellt werden, d. h. verursachen keine Einzwän- gung.
Das Wesen der Erfindung liegt daran, daß - die Gleitführungen mit durch die Wand des Hauses geführten, zur Mantelfläche des Kolbens passenden, einen mit einer auf die Mittellinie des Kolbens senkrechten Mittellinie aufweisenden geometrischen Körper geformten, mit einer Bewegung in Richtung der Mittellinie des Kolbens nachstellbaren und austauschbaren Stützbacken ausgebildet sind, welche - Stützbacken in Richtung jeder mit der Mittellinie des Zylinders paraleellen Mantellinie des Raumwandes und/oder in jeder auf die Mantellinien senkrechten Querschnitt des Raumes in vonein- ander notwendiger Weise nicht gleichen Entfernungen angeordnet sind.
Unter Kolben ist einen allgemeinen zylinderförmigen, mit einer Querschnitt von Kreis, Ellipse oder Polygon (Viereck, Sechseck, usw. ) bildender Körper, u. B. ein Bär zu verstehen, dessen Mantel- linien auf den Querschnitt senkrecht angeordnet sind, ferner ist das zylindrische Haus ein mit einem durchlaufenden Raum aufwei- sender Körper, wobei die Form und die Größe des inneren Raumes des Körpers der Form und der Größe des erwähnten Kolbens ent- spricht so, daß der Kolben mit einer Spalt zur Wand des inneren Raumes des zylindrischen Körpers ansitzt und er kann in Richtung der eigenenen Mittellinie bewegt werden.
Die Benennung"wesentlich gleiche Mittellinie"bedeutet in dieser Beschreibung, daß die Mittellinien (Achsen) nicht unbedingt zu- sammenfallen, sondern sie können voneinander ein wenig abweichen, miteinander parallel laufen oder miteinander einen winzigen Win- kel einschließen.
"Etwa waagerechte Mittellinie oder Achse"bedeutet, daß eine sehr kleine Abweichung von der waagerechten Lage den Betrieb der er- findunggemäßen Pressmaschine nicht stört.
Unter allgemeiner Zyilinderfläche ist eine Fläche zu verstehen, deren Leitkurve ein Kreis, eine Ellipse, ein Dreieck, ein Viereck oder ein reguläres Polygon und die Fläche wird mit einer mit sich selbst parallel führenden Bewegung einer auf die Ebene der Gleit- kurve senkrechten Linie (der Mantellinie) entlang der Gleitkurve zustande gebracht.
Die Erfindung wird ausführlicher durch die in den Figuren darge- stellten Ausführungsbeispielen beschrieben, wobei in Fig. 1 ein Beispiel über die Unterbringung der nach der Erfin- dung verfertigten, mit Stützbacken versehenen Führungsbaue an der äußeren Wand des Hauses in Seitenansicht des Hauses, in Fig. 2 ein A-A Schnitt der in Fig. 1 dargestellten Preßmaschine, in Fig. 3 ein Schnitt des nach der Erfindung verfertigten, mit Stützbacken versehenen Führungsbaues durch der Mittellinie des Hauses und des Führungsbaues, in Fig. 4 ein Schnitt des nach einem anderen Beispiel der Erfin- dung verfertigten, mit Stützbacken versehenen Führungsbaues durch die Mittellinie des Hauses und des Führungsbaues, und in Fig. 5 ein Teil B des in Fig. 4 dargestellten Beispiels mit zu- einander befestigeten Bär und Bolzen zu sehen ist.
Im Haus (1) der in Fig. 1 dargestellte Preßmaschine ist mindestens ein, vorzugsweise mit einem auf seine beiden Stirnflächen geöff- neten inneren allgemeinen Zylinder, nach dem Beispiel eine Kreis- zylinderform aufweisender Raum (2) ausgebildet. Die Achse des Raumes (2) liegt etwa waagerecht und im Raum (2) ist ein, zur Wand des Raumes (2) mit einem Luftspalt, vorzugsweise an der gan- zen Mantelfläche gleichmäßig verteilten Luftspalt anschließendes Kolben (3) angeordnet. Das heißt auch, daß wenn der Kolben (3) keinen Kreisquerschnitt aufweist, dann hat der Querschnitt der Wand des Raumes (3) auch keine Kreisform, sondern in Form und Größe dem Querschnitt des Kolbens (3) entspricht. Die Bewegung des Kolbens (3) ist mit bekannten Steuersystemen durchzuführen.
Im oberen Teil des Hauses (1) ist eine nach einem Beispiel auf die Einführung des Abfalles durch Gravitation geeignete Eintritt- öffnung (4) vorgesehen. Die Verdichtungskopf des Hauses (1) be- steht aus einem eine mit dem Querschnitt des Raumes (2) vorzugs- weise gleiche Form, aber einen kleineren Querschnitt aufweisenden Abschnitt (5) und aus einem das Haus (1) mit dem Abschnitt (5) verbindenden einen Pyramidenstumpf, oder-nach einem Beispiel- einen Kegelstumpf aufweisenden Verdichtungsabschnitt (6). Am obe- ren, mit der Eintrittöffnung (4) in Berührung kommenden Teil der dem Verdichtungsabschnitt (6) gegenüber liegenden Stirnfläche (7) des Kolbens (3) sind auf Schneiden des einfließenden Material ge- eignete Schnittkanten (8) angeordnet.
Zur Stabilisierung der Größe des Luftspaltes zwischen der Raum- wand und dem Kolben (3) gereichen solche Gleitführungen, die mit durch die Wand des Hauses (1) geführten, in die Mantelfläche des Kolbens (3) sich fügenden, die Form eines auf die Mittellinie des Kolbens (3) senkrechten geometrischen Körpers aufweisenden, mit Bewegung in Richtung der Mittellinie des Kolbens (3) nachstellba- ren und austauschbaren Stützbacken (9) ausgebildet sind. Die Stützbacken (9) sind in Richtung irgendwelcher Mantellinie der Raumwand und/oder in irgendwelchem Querschnitt des Raumes (2) auf notwendigerweise nicht gleiche Entfernungen angeordnet. D. h., daß wenn irgendeine der Stützbacken (9) wegen der größeren Inan- spruchnahme schneller verschleißt, als die andere, kann die Nach- stellung der Stützbacken (9) voneinander völlig unabhängig durch- geführt werden.
In einigen Stellen kann zweckmäßig sein die Anordnung der Stütz- backen (9) gemäß einer bestimmten Ordnung durchzuführen. Wenn z. B. ein Teil der Stützbacken (9) hinter der zur Einführung des zu verdichtenden Materials gereichenden Eintrittsöffnung (4) des Hauses (1), an der mit der Verdichtungsaustrittsöffnung der Preß- maschine gegenüber verweisenden Seite, in einer von der Ein- trittsöffnung (4) die Einstellbarkeit der Stützbacken (9) ermög- lichende Entfernung, in einer auf die Mittellinie des zylindri- schen Raumes (2) senkrechten Ebene, mit entsprechender Häufigkeit angeordnet sind, dann wird ein Hindernis durch die Stützbacken (9) vor das aus dem durch den Kolben (3) verdichteten Material eventuell trennende Material gebildet, welches Material eventuell während der Bewegung des Kolbens (3) in den Luftspalt zwischen dem Haus (1) und dem Kolben (3) hineingeraten würden. Diese Lö- sung ist in der den Schnitt A-A der Fig. 1 gezeigten Fig. 2 zu sehen.
Selbstverständlich gibt es gar keine Schwierigkeit-wenn es aus irgendeeinem Grund beansprucht wird-, daß auch bekannte Gleis- Gleisbahn Systeme zwischen den erfindungsmäßigen Gleitführungen angeordnet werden.
Die erfindungsmäßige Ausstaltung der Gleitführungen wird durch einige Beispiele in folgenden betrachtet.
In der am Fig. 3 gezeigeten Gleitführung ist die Stützbacke (9) zur inneren Fläche des durch die Wand des Hauses (1) geführten Rohres (10) passend und mit Hilfe einer mit der Stützbacke (9) wesentlich gleiche Mittellinie habenden Schraube (11) in Richtung ihrer eigenen Mittellinie bewegbar angeordnet. Des Beispiels ge- mäß sind die Stützbacke (9) und die innere Fläche des Rohres (10) an seinem mit der Stützbacke (9) in Verbindung stehenden Teil zur Mantelfläche der Stützbacke (9) passend kreiszylinderartig ausge- bildet. Das vom Kolben (3) entfernte Ende der inneren Bohrung des Rohres (10) ist mit einem, zum Einschrauben der Schraube (11) ge- eigneten inneren Gewinde versehen. Der Lösung gemäß Fig. 4 ist das zur Stützbacke (9) näheren Ende der Schraube (11) als ein Bolzen (12) ausgebildet. Der Durchmesser (der Durchschnitt) des Bolzens (12) ist kleiner als der Durchmesser (der Durchschnitt) der Stützbacke (9). Die innere Mantelfläche des Rohres (10) wird in einem mit mit einem Schulter (13) erhöhtem Durchmesser versehenen Gewindeteil fortgesetzt. Die Schraube (1) kann in diesen Gewinde- teil eingeschraubt werden. Die Länge des Bolzens (12) und des Ge- windeteiles des Rohres (10) ist so zu wählen, daß die verschleis- sende Stützbacke (9) durch den Bolzen (12) so tief vorgeschoben werden kann, daß sie ihre den Kolben (3) stützende Funktion ver- sehen kann.
Des Beispiels gemäß kann der Bolzen (12) mit der Stützbacke (9) nur in Berührung kommen, d. h. die Stützbacke (9) wird beim Ein- schrauben durch den Bolzen (12) zum Aufschlag an der Fläche des Kolbens (3) geschoben werden. D. h., daß diese Gleitführung unter der horizontalen Mittelebene der Preßmaschine, ferner über der Mittelebene nur in solchen Stellen angeordnet werden, wo der Kol- ben (3) in seinen beiden Endstellungen mit der Fläche des Raumes (2) gedeckt ist.
Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 5 wird die vom Kolben (3) ent- fernter liegende Stirnfläche des Rohres (10) mit der Wand des Rohres (10) vorzugsweise einen Stück bildend abgesperrt und die Schraube (11) steht mit der Stützbacke (9) durch an dieser Stiernfläche ausgestaltete Gewindebohrung führend in Verbindung.
Im diesen Fall ist es zweckmäßig das Schraube (11) in seiner ganzen Länge als ein Gewinde herzustellen. Das ist übrigens mit dem. Vorteil verbunden, daß eine mit einem Gewinde versehene Sack- bohrung (14) an der zur Schraube näheren Stirnfläche der Stütz- backe (9) ausgebildet werden kann, in welcher die Stützbacke (9) und die Schraube (11) mit Einschrauben der Schraube (11) mitein- ander verbinden können. D. h., daß die an der eine Variation der an der Fig. 4 sichtbaren Einzelheit B gezeigten Fig. 5 dargestell- ten Gleitführung in solchen über der horizontalen Mittelebene der Preßmaschine befindlichen Stellen angewendet werden kann, wo der Kolben (3) in irgendeiner Endstellung mit der Fläche des Raumes (2) nicht gedeckt ist.
Es gibt gar keine Schwierigkeit im Laufe der Anwendung der an der Fig. 4 und Fig. 5 gezeigten Lösungen, daß die Stützbacke (9) analog mit dem Kolben (3) als ein allgemeiner Zylinder ausgebildet wird.
Im diesen Fall ist die die Stützbacke (9) führende Fläche auf ei- ne zur Mantelfläche der Stützbacke (9) passende Form auszubilden.
Die mit dem Kolben (3) in Berührung kommenden Flächen der Stütz- backen (9) sind aus Metal, oder Kunststoff, vorzugsweise aus ei- nem auf Selbstschmierung geeigneten Material herzustellen. Einer andere Lösung gemäß ist eine auf Einführung des Schmierstoffes geeignete Bohrung (15) in der Mittellinie der Schraube (11) und der Stützbacke (9) angeordnet und der Kopf der Schraube (11) ist - wie bereits bekannt-einen Schmierstoffbehälter kuppelbar ge- eigneterweise ausgestaltet.
