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Title:
ARRANGEMENT HAVING A CONTROL STATION DEVICE AND A SYSTEM STATION CONNECTED THERETO, AND A METHOD FOR OPERATING THE SAME
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2010/034335
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for operating an arrangement having a control station device and a system station connected thereto, comprising at least one field device (25), wherein according to the method the field device sends data telegrams (DT1, DT2) to the control station device, using station description data of a station description data set (D1, D2) describing the system station, and wherein the station description data set comprises a topology description part (T1, T2) describing the topology of the system station and a device description part (G1, G2) describing the field devices associated with the system station. According to the invention, the field device generates data telegrams having station description data of a first station description data set, the data telegrams generated by the field device are fed into a conversion device, the conversion device modifies the received data telegrams and generates modified data telegrams (DT1’, DT2’) according to a prescribed second station description data set, wherein the device description part of the second station description data set comprises at least one device description statement that is present exclusively in the topology description part in the first station description data set.

Inventors:
ENGLERT, Heiko (Westfalenstrasse 14, Burgthann, 90559, DE)
PASTORS, Christof (Rosenhügel 5C, Bubenreuth, 91088, DE)
Application Number:
EP2008/008360
Publication Date:
April 01, 2010
Filing Date:
September 26, 2008
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Assignee:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Wittelsbacherplatz 2, München, 80333, DE)
ENGLERT, Heiko (Westfalenstrasse 14, Burgthann, 90559, DE)
PASTORS, Christof (Rosenhügel 5C, Bubenreuth, 91088, DE)
International Classes:
H04L29/08; H04L29/06; G08B19/00
Attorney, Agent or Firm:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Postfach 22 16 34, München, 80506, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Verfahren zum Betreiben einer Anordnung mit einem Leit- stellengerat (60) und einer damit in Verbindung stehenden An- lagenstation (20), die mindestens ein Feldgerat (25) umfasst,

- wobei bei dem Verfahren das Feldgerat zu dem Leitstellen- gerat Datentelegramme (DTl, DT2) unter Heranziehung von Stationsbeschreibungsdaten eines die Anlagenstation beschreibenden Stationsbeschreibungsdatensatzes (Dl, D2) sendet und

- wobei der Stationsbeschreibungsdatensatz einen die Topolo- gie der Anlagenstation beschreibenden Topologiebeschrei- bungsteil (Tl, T2)und einen Geratebeschreibungsteil (Gl, G2), der die zu der Anlagenstation gehörenden Feldgerate beschreibt, umfasst, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

- das Feldgerat die Datentelegramme mit Stationsbeschreibungsdaten eines ersten Stationsbeschreibungsdatensatzes (Dl) erzeugt, - die von dem Feldgerat erzeugten Datentelegramme (DTl) zu einer Umsetzeinrichtung (40) geleitet werden, und

- die Umsetzeinrichtung die empfangenen Datentelegramme modifiziert und modifizierte Datentelegramme (DTl') gemäß einem vorgegebenen zweiten Stationsbeschreibungsdatensatz erzeugt (D2),

- wobei der Geratebeschreibungsteil (G2) des zweiten Stati- onsbeschreibungsdatensatzes zumindest eine Geratebeschrei- bungsangabe aufweist, die in dem ersten Stationsbeschreibungsdatensatz ausschließlich im Topologiebeschreibungs- teil (Tl) enthalten ist.

2. Verfahren zum Betreiben einer Anordnung mit einem Leit- stellengerat und einer damit in Verbindung stehenden Anlagenstation, die mindestens ein Feldgerat umfasst, - wobei bei dem Verfahren das Leitstellengerat zu dem Feldgerat Datentelegramme unter Heranziehung von Stationsbe- schreibungsdaten eines die Anlagenstation beschreibenden Stationsbeschreibungsdatensatzes sendet und - wobei der Stationsbeschreibungsdatensatz einen die Topolo- gie der Anlagenstation beschreibenden Topologiebeschrei- bungsteil und einen Geratebeschreibungsteil, der die zu der Anlagenstation gehörenden Feldgerate beschreibt, um- fasst, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

- das Leitstellengerat die Datentelegramme mit Stationsbe- schreibungsdaten eines zweiten Stationsbeschreibungsdaten- satzes (D2) erzeugt,

- die von dem Leitstellengerat erzeugten Datentelegramme zu einer Umsetzeinrichtung geleitet werden,

- die Umsetzeinrichtung die empfangenen Datentelegramme modifiziert und modifizierte Datentelegramme (DT21) gemäß einem vorgegebenen ersten stationsbeschreibungsdatensatz (Dl) erzeugt, - wobei der Geratebeschreibungsteil des zweiten Stationsbe- schreibungsdatensatzes zumindest eine Geratebeschreibungs- angabe aufweist, die in dem ersten Stationsbeschreibungsdatensatz ausschließlich im Topologiebeschreibungsteil enthalten ist .

3. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass der zweite Stationsbeschreibungsdatensatz durch Modifikation des ersten Stationsbeschreibungsdatensatzes gebildet wird, indem in den Geratebeschreibungsteil des zweiten Stationsbe- schreibungsdatensatzes mindestens eine Angabe aufgenommen wird, die bei dem ersten Stationsbeschreibungsdatensatz ausschließlich in dem Topologiebeschreibungsteil enthalten ist.

4. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

- der zweite Stationsbeschreibungsdatensatz durch Modifikation des ersten Stationsbeschreibungsdatensatzes außerhalb der Umsetzeinrichtung gebildet wird und

- der gebildete zweite Stationsbeschreibungsdatensatz anschließend in die Umsetzeinrichtung eingespeist wird.

5. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche 1-3, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass der zweite Stationsbeschreibungsdatensatz von der Umsetzeinrichtung gebildet wird.

6. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass das Bilden des zweiten Stationsbeschreibungsdatensatzes unter Verwendung mindestens einer vorgegebenen Verknüpfungsregel (V) erfolgt, die eine Verknüpfung zwischen dem ersten Stationsbeschreibungsdatensatz und dem zweiten Stationsbeschrei- bungsdatensatz definiert.

7. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass eine Anordnung zum Schützen oder Leiten einer elektrischen Schalt- oder Energieversorgungsanlage betrieben wird, wobei es sich bei dem zumindest einen Feldgerät um ein Schutzgerat handelt .

8. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass der Topologiebeschreibungsteil eine funktionsbezogene geräteunabhängige Adressierung nach dem "Functional-Naming- Adressierungsschema" gemäß IEC 61850-6-Standard beschreibt.

9. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass der Geratebeschreibungsteil eine gerateabhangige Adressierung nach dem so genannten " Product-Naming-Adressierungsschema" gemäß IEC 61850-Standard beschreibt.

10. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass in dem Stationsbeschreibungsdatensatz durch zumindest eine Bezugsangabe eine Zuordnung zwischen dem Functional-Naming- Adressierungsschema des Topologiebeschreibungsteils und dem Product-Naming-Adressierungsschema des Geratebeschreibungs- teils definiert wird.

11. Anordnung mit einem Leitstellengerat und einer damit in

Verbindung stehenden Anlagenstation, die mindestens ein Feldgerat umfasst,

- wobei das Feldgerat geeignet ist, zu dem Leitstellengerat Datentelegramme unter Heranziehung von Stationsbeschrei- bungsdaten eines die Anlagenstation beschreibenden Stati- onsbeschreibungsdatensatzes zu senden, und

- wobei der Stationsbeschreibungsdatensatz einen die Topolo- gie der Anlagenstation beschreibenden Topologiebeschrei- bungsteil und einen Geratebeschreibungsteil, der die zu der Anlagenstation gehörenden Feldgerate beschreibt, umfasst, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

- zwischen dem Feldgerat und dem Leitstellengerat eine Um¬ setzeinrichtung angeordnet ist, die geeignet ist, Datente- legramme des Feldgerates, die mit Stationsbeschreibungsda- ten eines ersten Stationsbeschreibungsdatensatzes erzeugt worden sind, zu modifizieren und modifizierte Datentelegramme gemäß einem vorgegebenen zweiten Stationsbeschrei- bungsdatensatz zu erzeugen und an das Leitstellengerät weiterzuleiten,

- wobei der Geratebeschreibungsteil des zweiten Stationsbe- schreibungsdatensatzes zumindest eine Geratebeschreibungs- angäbe aufweist, die in dem ersten Stationsbeschreibungs- datensatz ausschließlich im Topologiebeschreibungsteil enthalten ist.

12. Anordnung mit einem Leitstellengerat und einer damit in Verbindung stehenden Anlagenstation, die mindestens ein Feldgerat umfasst,

- wobei das Leitstellengerat geeignet ist, zu dem Feldgerat Datentelegramme unter Heranziehung von Stationsbeschrei- bungsdaten eines die Anlagenstation beschreibenden Stati- onsbeschreibungsdatensatzes zu senden, und

- wobei der Stationsbeschreibungsdatensatz einen die Topolo- gie der Anlagenstation beschreibenden Topologiebeschreibungsteil und einen Geratebeschreibungsteil, der die zu der Anlagenstation gehörenden Feldgerate beschreibt, um- fasst, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass zwischen dem Feldgerat und dem Leitstellengerat eine Umsetzeinrichtung angeordnet ist, die geeignet ist, Datentelegramme des Leitstellengerates , die mit Stationsbeschrei- bungsdaten eines zweiten Stationsbeschreibungsdatensatzes erzeugt worden sind, zu modifizieren und modifizierte Da¬ tentelegramme gemäß einem vorgegebenen ersten Stationsbeschreibungsdatensatz zu erzeugen und an das Feldgerat weiterzuleiten, - wobei der Geratebeschreibungsteil des zweiten Stationsbe- schreibungsdatensatzes zumindest eine Geratebeschreibungs- angabe aufweist, die in dem ersten Stationsbeschreibungsdatensatz ausschließlich im Topologiebeschreibungsteil enthalten ist .

13. Anordnung nach einem der voranstehenden Ansprüche 11-12, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass eine Anordnung zum Schützen oder Leiten einer elektrischen Schalt- oder Energieversorgungsanlage betrieben wird, wobei es sich bei dem zumindest einen Feldgerät um ein Schutzgerat handelt .

14. Umsetzeinrichtung für eine Anordnung nach einem der An- spruche 11-13, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

- die Umsetzeinrichtung geeignet ist, einen zweiten Stati- onsbeschreibungsdatensatz durch Modifikation eines ersten Stationsbeschreibungsdatensatzes zu bilden, indem sie in den Geratebeschreibungsteil des zweiten Stationsbeschrei- bungsdatensatzes mindestens eine Angabe aufnimmt, die bei dem ersten Stationsbeschreibungsdatensatz ausschließlich in dem Topologiebeschreibungsteil enthalten ist.

15. Verfahren zum Erzeugen eines Stationsbeschreibungsdaten- satzes , d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

- mit einem ersten Stationsbeschreibungsdatensatz, der einen die Topologie der Anlagenstation beschreibenden Topologie- beschreibungsteil und einen Geratebeschreibungsteil, der die zu der Anlagenstation gehörenden Feldgerate beschreibt, umfasst, ein zweiter Stationsbeschreibungsdatensatz erzeugt wird,

- wobei in den Geratebeschreibungsteil des zweiten Stations- beschreibungsdatensatzes mindestens eine Angabe aufgenommen wird, die bei dem ersten Stationsbeschreibungsdatensatz ausschließlich in dem Topologiebeschreibungsteil enthalten ist.

Description:
Beschreibung

Anordnung mit einem Leitstellengerat und einer damit in Verbindung stehenden Anlagenstation sowie Verfahren zu deren Be- trieb

Die Erfindung bezieht sich u. a. auf ein Verfahren zum Betreiben einer Anordnung mit einem Leitstellengerat und einer damit in Verbindung stehenden Anlagenstation, die mindes- tens ein Feldgerat umfasst, wobei bei dem Verfahren das Feldgerat zu dem Leitstellengerat Datentelegramme unter Heranziehung von Stationsbeschreibungsdaten eines die Anlagenstation beschreibenden Stationsbeschreibungsdatensatzes sendet und wobei der Stationsbeschreibungsdatensatz einen die Topologie der Anlagenstation beschreibenden Topologiebeschreibungsteil und einen Geratebeschreibungsteil, der die zu der Anlagenstation gehörenden Feldgerate beschreibt, umfasst.

Zum Schützen, Steuern und Überwachen von elektrischen Schalt- oder Energieversorgungsanlagen werden bekanntermaßen Stati- onsautomatisierungssysteme eingesetzt, die Feldgerate und Leitstellengerate umfassen, die zur Erfüllung ihrer Aufgaben untereinander Informationen austauschen. Zum Austausch von Informationsobjekten wird eine vorgegebene Kommunikations- technologie mit einem Ubertragungsmedium und mit einem Kommunikationsprotokoll eingesetzt. Beispielsweise kann bei Stati- onsautomatisierungssystemen das Kommunikationsprotokoll nach dem IEC 61850-Standard verwendet werden.

Die Kommunikation nach dem IEC 61850-Standard basiert auf dem Austausch von Informationsobjekten, die in den Datenmodellen der eingesetzten Gerate implementiert sind. Die Datenmodelle der Gerate spiegeln die Funktionen aus Sicht der verwendeten Gerate der jeweiligen Hersteller wieder. Da das Strukturieren und der Umfang der Geratefunktionen von der jeweiligen herstellerspezifischen Funktionsimplementierung bestimmt werden, und da dabei gewisse Freiheitsgrade zugelassen werden, unterscheiden sich die einzelnen Datenmodelle und das daraus re- sultierende Adressierungsschema der zu übertragenden Informationsobjekte. Bei Geraten unterschiedlicher Hersteller unterscheiden sich somit im Allgemeinen die Adressierungsschemata, obwohl die Gerate vergleichbare Schutz- und Steuerungsfunktionen anbieten.

Darüber hinaus tritt das Problem auf, dass die Betreiber der beschriebenen Anordnungen, also die Kunden der Hersteller der Anlagenstationen, mit einer primär gerateorientierten Adressierung, wie sie von den Herstellern der Anlagenstationen ub- licherweise in Form eines fertigen Geratebeschreibungsteils mitgeliefert wird, mitunter nicht völlig zufrieden sind, weil sie eine funktionsbezogenere Adressierung wünschen, die sich mehr an der Topologie der konkreten Anlage als an den verwendeten Feldgeraten orientiert. Es ist daher in vielen Fallen eine Umparametrierung in Form einer Veränderung des Gerate- schreibungsteils des Stationsbeschreibungsdatensatzes notig, um die kundenseitigen Anforderungen zu erfüllen.

Der Erfindung liegt demgemäß die Aufgabe zugrunde, ein Ver- fahren zum Betreiben einer Anordnung mit einem Leitstellenge- rat und einer damit in Verbindung stehenden Anlagenstation, die mindestens ein Feldgerat umfasst, anzugeben, bei dem die beschriebenen Kompatibilitatsprobleme nicht auftreten, zumindest kleiner sind als bei bisherigen Verfahren.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemaß durch ein Verfahren mit den Merkmalen gemäß Patentanspruch 1 gelost. Vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemaßen Verfahrens sind in Un- teranspruchen angegeben. Danach ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass das Feldgerat die Datentelegramme mit Stationsbeschreibungsdaten eines ersten Stationsbeschreibungsdatensatzes erzeugt, die von dem Feldge- rat erzeugten Datentelegramme zu einer Umsetzeinrichtung geleitet werden, und die Umsetzeinrichtung die empfangenen Datentelegramme modifiziert und modifizierte Datentelegramme gemäß einem vorgegebenen zweiten Stationsbeschreibungsdaten- satz erzeugt, wobei der Geratebeschreibungsteil des zweiten Stationsbeschreibungsdatensatzes zumindest eine Geratebe- schreibungsangabe aufweist, die in dem ersten Stationsbe- schreibungsdatensatz ausschließlich im Topologiebeschrei- bungsteil enthalten ist.

Ein wesentlicher Vorteil des erfindungsgemaßen Verfahrens ist darin zu sehen, dass bei diesem eine Umparametrierung der Anlagenstation nicht erforderlich ist, um die Adressierung der Feldgerate an das betreiberseitig gewünschte Adressierungsschema des Leitstellengerats anzupassen; denn erfindungsgemaß werden zwei unterschiedliche Adressierungen verwendet, nämlich eine eher topologie- und damit funktionsbezogene für die Kommunikation zwischen Leitstellengerat und Umsetzeinrichtung und eine eher feldgeratbezogene, also weniger funktionsbezogene, für die Kommunikation zwischen Feldgerat und Umsetzein- richtung.

Ein weiterer wesentlicher Vorteil des erfindungsgemaßen Verfahrens ist darin zu sehen, dass sich der zweite Stationsbe- schreibungsdatensatz aus dem ersten Stationsbeschreibungsda- tensatz unmittelbar, beispielsweise automatisch, insbesondere rechnergestutzt, ableiten lasst; denn der größere Funktionsbezug bzw. Anlagenbezug des zweiten Stationsbeschreibungsda- tensatzes beruht auf der Verwertung von Angaben, die bereits in dem ersten Stationsbeschreibungsdatensatz vorhanden sind. Es ist also möglich, den Wünschen der Anlagenbetreiber nach einer möglichst funktionsbezogenen Adressierung zu entsprechen, indem aus dem vorhandenen gerätebezogenen ersten Stati- onsbeschreibungsdatensatz ein zweiter Stationsbeschreibungs- datensatz erzeugt wird, der den betreiberseitigen Anforderungen nach größerem Funktionsbezug Rechnung tragt. An dieser Stelle nutzt die Erfindung die Erkenntnis, dass der Topolo- giebeschreibungsteil des ersten Stationsbeschreibungsdaten- satzes in der Regel von den Betreibern der Anlage zumindest in Teilen vorgegeben wird, da diese auch die Topologie der gesamten Anlage bestimmen; werden also die im ersten Stati- onsbeschreibungsdatensatz vorhandenen Topologiedaten verwertet, so kann damit der Geratebeschreibungsteil des Stations- beschreibungsdatensatzes verändert und dessen "Funktionsnahe" erhöht werden.

Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung des Verfahrens ist demgemäß vorgesehen, dass der zweite Stationsbeschreibungsdaten- satz durch Modifikation des ersten Stationsbeschreibungsda- tensatzes gebildet wird, indem in den Geratebeschreibungsteil des zweiten Stationsbeschreibungsdatensatzes mindestens eine Angabe aufgenommen wird, die bei dem ersten Stationsbeschrei- bungsdatensatz ausschließlich in dem Topologiebeschreibungs- teil enthalten ist.

Der zweite Stationsbeschreibungsdatensatz kann beispielsweise außerhalb der Umsetzeinrichtung gebildet und anschließend in die Umsetzeinrichtung eingespeist werden. Alternativ kann der zweite Stationsbeschreibungsdatensatz auch von der Umsetzein- richtung gebildet werden.

Das Bilden des zweiten Stationsbeschreibungsdatensatzes erfolgt vorzugsweise unter Verwendung mindestens einer vorgegebenen Verknupfungsregel, die eine Verknüpfung zwischen dem ersten Stationsbeschreibungsdatensatz und dem zweiten Stati- onsbeschreibungsdatensatz definiert .

Bevorzugt wird das Verfahren bei Anordnungen zum Schützen oder Leiten einer elektrischen Schalt- oder Energieversorgungsanlage verwendet.

Der Topologiebeschreibungsteil beschreibt vorzugsweise eine funktionsbezogene geräteunabhängige Adressierung nach dem " Functional-Naming-Adressierungsschema" gemäß IEC 61850-6-

Standard. Der Geratebeschreibungsteil beschreibt vorzugsweise eine gerateabhangige Adressierung nach dem so genannten "Pro- duct-Naming-Adressierungsschema" gemäß IEC 61850-Standard . In dem Stationsbeschreibungsdatensatz wird bevorzugt durch zu- mindest eine Bezugsangabe eine Zuordnung zwischen dem Functi- onal-Naming-Adressierungsschema des Topologiebeschreibungs- teils und dem Product-Naming-Adressierungsschema des Gerate- beschreibungsteils definiert.

Das beschriebene Umsetzen von Datentelegrammen unter Verwendung zweier Stationsbeschreibungsdatensatze lasst sich nicht nur für eine Datenübertragung von der Anlagenstation in Richtung Leitstellengerat , sondern auch bei einer Datenübertragung in umgekehrter Richtung einsetzen.

Die Erfindung bezieht sich außerdem auf eine Anordnung mit einem Leitstellengerat und einer damit in Verbindung stehenden Anlagenstation, die mindestens ein Feldgerat umfasst, wobei das Feldgerat geeignet ist, zu dem Leitstellengerat Da- tentelegramme unter Heranziehung von Stationsbeschreibungsda- ten eines die Anlagenstation beschreibenden Stationsbeschrei- bungsdatensatzes zu senden, und wobei der Stationsbeschrei ¬ bungsdatensatz einen die Topologie der Anlagenstation beschreibenden Topologiebeschreibungsteil und einen Geratebe- schreibungsteil, der die zu der Anlagenstation gehörenden Feldgerate beschreibt, umfasst.

Erfindungsgemaß ist diesbezüglich vorgesehen, dass zwischen dem Feldgerat und dem Leitstellengerat eine Umsetzeinrichtung angeordnet ist, die geeignet ist, Datentelegramme des Feldgerätes, die mit Stationsbeschreibungsdaten eines ersten Stati- onsbeschreibungsdatensatzes erzeugt worden sind, zu modifizieren und modifizierte Datentelegramme gemäß einem vorgege- benen zweiten Stationsbeschreibungsdatensatz zu erzeugen und an das Leitstellengerat weiterzuleiten, wobei der Geratebe- schreibungsteil des zweiten Stationsbeschreibungsdatensatzes zumindest eine Geratebeschreibungsangabe aufweist, die in dem ersten Stationsbeschreibungsdatensatz ausschließlich im Topo- logiebeschreibungsteil enthalten ist. Bezüglich der Vorteile der erfindungsgemaßen Anordnung sei auf die obigen Ausfuhrungen im Zusammenhang mit den erfindungsgemaßen Verfahren verwiesen .

Als Erfindung wird ebenfalls eine Anordnung angesehen, bei der ein Umsetzen von Datentelegrammen unter Verwendung zweier Stationsbeschreibungsdatensatze für eine Datenübertragung von dem Leitstellengerat in Richtung Anlagenstation erfolgt.

Die Erfindung bezieht sich außerdem auf eine Umsetzeinrichtung, die geeignet ist, einen zweiten Stationsbeschreibungsdatensatz durch Modifikation eines ersten Stationsbeschrei- bungsdatensatzes zu bilden, indem sie in den Geratebeschrei- bungsteil des zweiten Stationsbeschreibungsdatensatzes min- destens eine Angabe aufnimmt, die bei dem ersten Stationsbeschreibungsdatensatz ausschließlich in dem Topologiebeschrei- bungsteil enthalten ist. Auch wird als Erfindung ein Verfahren angesehen, bei dem mit einem ersten Stationsbeschreibungsdatensatz, der einen die Topologie der Anlagenstation beschreibenden Topologiebe- schreibungsteil und einen Geratebeschreibungsteil, der die zu der Anlagenstation gehörenden Feldgeräte beschreibt, umfasst, ein zweiter Stationsbeschreibungsdatensatz erzeugt wird, wobei in den Geratebeschreibungsteil des zweiten Stationsbe- schreibungsdatensatzes mindestens eine Angabe aufgenommen wird, die bei dem ersten Stationsbeschreibungsdatensatz aus- schließlich in dem Topologiebeschreibungsteil enthalten ist. Vorzugsweise erfolgt das Erzeugen des zweiten Stationsbe- schreibungsdatensatzes computergestutzt bzw. automatisch unter Anwendung mindestens einer vorgegebenen Verknüpfungsre- gel .

Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausfuhrungsbeispie ¬ len naher erläutert; dabei zeigen beispielhaft:

Figur 1 ein Ausfuhrungsbeispiel für eine erfindungsgemaße Anordnung mit einem Leitstellengerat, einer Umsetzeinrichtung und einer damit in Verbindung stehenden Anlagenstation mit mindestens einem Feldgerat,

Figur 2 ein Ausfuhrungsbeispiel für einen ersten Stati- onsbeschreibungsdatensatz, der einen die Topolo ¬ gie der Anlagenstation beschreibenden Topologiebeschreibungsteil und einen Geratebeschreibungs ¬ teil, der die zu der Anlagenstation gehörenden Feldgeräte beschreibt, umfasst, Figur 3 ein Ausfuhrungsbeispiel für einen zweiten Stati ¬ onsbeschreibungsdatensatz, der nach vorgegebenen Verknupfungsregeln aus dem ersten Stationsbe ¬ schreibungsdatensatz gebildet worden ist, Figur 4 ein Ausfuhrungsbeispiel für einen zweiten Stati- onsbeschreibungsdatensatz, der nach anderen Ver- knupfungsregeln aus dem ersten Stationsbeschrei- bungsdatensatz gebildet worden ist,

Figur 5 ein Ausfuhrungsbeispiel für einen zweiten Stati- onsbeschreibungsdatensatz, der nach wiederum anderen Verknupfungsregeln aus dem ersten Stations- beschreibungsdatensatz gebildet worden ist,

Figur 6 ein Ausfuhrungsbeispiel für ein Konfigurationswerkzeug zum Erzeugen des zweiten Stationsbe- schreibungsdatensatzes aus dem ersten Stationsbe- schreibungsdatensatz und

Figur 7 ein Ausfuhrungsbeispiel für eine Umsetzeinrichtung, die aus einem ersten Stationsbeschreibungs- datensatz einen zweiten Stationsbeschreibungsda- tensatz bilden kann.

In den Figuren werden aus Gründen der Übersicht für identische oder vergleichbare Elemente dieselben Bezugszeichen ver- wendet.

Die Figur 1 zeigt ein Ausfuhrungsbeispiel für ein Stationsau- tomatisierungssystem 10. Das Stationsautomatisierungssystem 10 weist eine Anlagenstation 20 auf, die ein Feldgerat 25 um- fasst und über eine Kommunikationsverbindung 30 mit einer Umsetzeinrichtung 40 verbunden ist. Die Umsetzeinrichtung 40 steht über eine weitere Kommunikationsverbindung 50 außerdem mit einem Leitstellengerat 60 in Verbindung. Die beiden Kommunikationsverbindungen 30 und 50 arbeiten vorzugsweise nach dem IEC 61850-Standard .

Die Anlagenstation 20 wird für den Betrieb der Kommunikationsverbindung 30 zwischen dem Feldgerat 25 und der Umsetzeinrichtung 40 durch einen ersten Stationsbeschreibungsdatensatz Dl beschrieben. Aus dem ersten Stationsbeschreibungsdatensatz Dl ergibt sich das Adressierungsschema, das für den Betrieb der Kommunikationsverbindung 30 und damit für das Erzeugen von Datentelegrammen, die über die Kommunikationsverbindung 30 übertragen werden sollen, herangezogen wird.

Die Anlagenstation 20 wird für den Betrieb der weiteren Kommunikationsverbindung 50 zwischen dem Leitstellengerat 60 und der Umsetzeinrichtung 40 durch einen zweiten Stationsbe- Schreibungsdatensatz D2 beschrieben. Aus dem zweiten Stationsbeschreibungsdatensatz D2 ergibt sich das Adressierungsschema, das für den Betrieb der weiteren Kommunikationsverbindung 50 und damit für das Erzeugen von Datentelegrammen, die über die weitere Kommunikationsverbindung 50 übertragen werden sollen, herangezogen wird.

Die beiden Stationsbeschreibungsdatensatze Dl und D2 enthalten jeweils einen Topologiebeschreibungsteil Tl bzw. T2, der die Topologie der Anlagenstation 20 beschreibt. Außerdem wei- sen die beiden Stationsbeschreibungsdatensatze Dl und D2 je ¬ weils einen Geratebeschreibungsteil Gl bzw. G2 auf, der die zu der Anlagenstation 20 gehörenden Gerate beschreibt. Die beiden Stationsbeschreibungsdatensatze Dl und D2 definieren das jeweilige Adressierungsschema, das für eine Übertragung von Datentelegrammen über die Kommunikationsverbindung 30 bzw. 50 verwendet werden soll. Unterscheiden sich die beiden Stationsbeschreibungsdatensatze Dl und D2 , so wird für die Übertragung von Datentelegrammen auf der Kommunikationsverbindung 30 ein anderes Adressierungsschema als für die Uber- tragung von Datentelegrammen auf der weiteren Kommunikationsverbindung 50 verwendet.

Die Stationsbeschreibungsdatensatze Dl und D2 sind vorzugs ¬ weise in der nach dem IEC 61850 Standard definierten Be- Schreibungssprache SCL ("Substation Configuration Description Language" bzw. Unterstationskonfigurationsbeschreibungsspra- che) abgefasst.

Die Anordnung gemäß Figur 1 lasst sich vorzugsweise sowohl für eine Datenübertragung vom Feldgerat 25 zum Leitstellenge- rat 60 als auch für eine Datenübertragung in umgekehrter Richtung verwenden.

Die Funktion der Umsetzeinrichtung 40 besteht dabei darin,

Datentelegramme DTl des Feldgerats 25, die nach dem Adressierungsschema gemäß dem ersten Stationsbeschreibungsdatensatz Dl adressiert worden sind, zu modifizieren und modifizierte Datentelegramme DTl' zu erzeugen, die nach dem Adressierungs- schema gemäß dem zweiten Stationsbeschreibungsdatensatz D2 adressiert werden. Die modifizierten Datentelegramme DTl' werden nachfolgend über die weitere Kommunikationsverbindung 50 zu dem Leitstellengerat 60 übertragen.

In entsprechender Weise besteht die Funktion der Umsetzeinrichtung 40 außerdem darin, Datentelegramme DT2 des Leitstel- lengerats 60, die nach dem Adressierungsschema gemäß dem zweiten Stationsbeschreibungsdatensatz D2 adressiert worden sind, zu modifizieren und modifizierte Datentelegramme DT2 ' zu erzeugen, die nach dem Adressierungsschema gemäß dem ersten Stationsbeschreibungsdatensatz Dl adressiert werden. Die modifizierten Datentelegramme DT2 ' werden nachfolgend über die Kommunikationsverbindung 30 zu dem Feldgerat 25 übertragen .

Mit anderen Worten fuhrt die Umsetzeinrichtung 40 eine Adressierungsumsetzung durch, so dass die Kommunikationsverbindung 30 mit einem anderen Adressierungsschema betrieben werden kann als die weitere Kommunikationsverbindung 50. Vorzugswei- se wird ein Betreiber der Anlage 10 für die Kommunikations- verbindung 30 ein Adressierungsschema wählen, das möglichst "feldgeratenah" ist und einen engen Bezug zu dem Aufbau der Anlagenstation 20 aufweist. Den entsprechenden Stationsbe- Schreibungsdatensatz Dl wird in der Regel der Hersteller der Anlagenstation 20 zur Verfugung stellen.

Für die weitere Kommunikationsverbindung 50 wird vorzugsweise ein Adressierungsschema gewählt werden, das möglichst funkti- onsorientiert ist und keinen oder nur wenig Bezug zu den Geraten der Anlagenstation 20 aufweist. Den entsprechenden Sta- tionsbeschreibungsdatensatz D2 wird in der Regel der Betreiber der Anlagenstation 20 bereitstellen.

In der Figur 2 ist ein Ausfuhrungsbeispiel für einen Stati- onsbeschreibungsdatensatz Dl gezeigt. Der Topologiebeschrei- bungsteil ist mit dem Bezugszeichen Tl und der Geratebe- schreibungsteil mit dem Bezugszeichen Gl gekennzeichnet. Es lasst sich erkennen, dass der Topologiebeschreibungsteil Tl eine funktionsbezogene geräteunabhängige Adressierung nach dem "Functional-Naming-Adressierungsschema" gemäß IEC 61850- 6-Standard beschreibt. Außerdem ist ersichtlich, dass der Ge- ratebeschreibungsteil Gl eine gerateabhangige Adressierung nach dem "Product-Naming-Adressierungsschema" gemäß IEC 61850-Standard verwendet. Durch Bezugsangaben Bl und B2 wird eine Zuordnung zwischen dem Functional-Naming-Adressierungs- schema des Topologiebeschreibungsteils Tl und dem Product- Naming-Adressierungsschema des Geratebeschreibungsteils Gl definiert .

Um zu erreichen, dass auf der weiteren Kommunikationsverbin ¬ dung 50 zwischen dem Leitstellengerat 60 und der Umsetzeinrichtung 40 eine Adressierung verwendet wird, die einen möglichst nahen Bezug zu dem funktionsbezogenen Topologiebe- schreibungsteil Tl aufweist, wird der Stationsbeschreibungs- datensatz D2 vorzugsweise aus bzw. mit dem Stationsbeschrei- bungsdatensatz Dl gebildet, indem gemäß einer oder mehreren vorgegebenen Verknüpfungsregeln Angaben aus dem Topologiebe- schreibungsteil Tl des Stationsbeschreibungsdatensatzes Dl in den Geratebeschreibungsteil G2 des Stationsbeschreibungsda- tensatzes D2 aufgenommen werden. Solche Verknüpfungsregeln können beispielsweise wie folgt lauten:

<IED name> : = <Substation name> und <VoltageLevel name> und <Bay Name> <LDevice inst>: = <Function name> und <SubFunction name>

Wie in der Figur 3 ersichtlich ist, wird durch die genannten beiden Verknüpfungsregeln aus dem IED-Namen "IEDl" im ersten Stationsbeschreibungsdatensatz Dl im Geratebeschreibungsteil G2 des zweiten Stationsbeschreibungsdatensatzes D2 der IED- Name "StationllOkVEOl " (vgl. Bezugszeichen 100); denn im To- pologiebeschreibungsteil Tl des ersten Stationsbeschreibungs- datensatzes Dl ist als Unterstationsname (Substation name)

"Station", als Spannungslevel (VoltageLevel name) "HOkV" und als Feldname (Bay Name) "EOl" angegeben. Der Parameter "LDe- vice inst" wird ebenfalls geändert (vgl. Bezugszeichen 110) und weist anschließend ebenfalls eine Angabe aus dem Topolo- giebeschreibungsteil Tl des ersten Stationsbeschreibungsda- tensatzes Dl auf.

Ein anderes Beispiel für einen Verknupfungsregelsatz kann beispielsweise lauten:

<IED name>: = "Proxy"

<LDevice inst> : = <Substation name> und <VoltageLevel na- me> und <Bay Name> und <Function name> und <SubFunction name> wie dies in der Figur 4 ersichtlich ist. Für den Parameter "LDevice inst" wird somit "Stationll0kVE01FlUMZS2" (vgl. Bezugszeichen 120) eingetragen, da im Topologiebeschreibungs- teil Tl des Stationsbeschreibungsdatensatzes Dl als Unterstationsname "Station", als Spannungslevel "HOkV", als Feldname "EOl", als Funktionsname (Function name) "Fl" und als Unterfunktionsname (SubFunction name) "UMZS2" angegeben ist.

Aus dem IED-Namen "IEDl" im Geratebeschreibungsteil Gl des ersten Stationsbeschreibungsdatensatzes Dl wird im Geratebeschreibungsteil G2 des zweiten Stationsbeschreibungsdatensat- zes D2 der IED-Name "Proxy". Bei dem Beispiel gemäß Figur 4 erfolgt die Bildung des zweiten Stationsbeschreibungsdaten- satzes D2 also unter zusatzlicher Berücksichtigung sonstiger Angaben, die nicht in dem ersten Stationsbeschreibungsdaten- satz Dl enthalten sind.

Die Figur 5 zeigt ein drittes Ausfuhrungsbeispiel für einen Verknüpfungsregelsatz , dieser lautet:

<IED name>: = "Proxy"

<LDevice inst>: = <Substation name> und <VoltageLevel na- me> und <Bay Name> und <alter IED-Name aus dem Geratebe- schreibungsteil des Stationsbeschreibungsdatensatzes Dl> und <Function desc> und <LN prefix aus dem Geratebeschreibungsteil des Stationsbeschreibungsdatensatzes Dl>

Aus dem IED-Namen "IEDl" im Geratebeschreibungsteil Gl des ersten Stationsbeschreibungsdatensatzes Dl wird somit im zweiten Stationsbeschreibungsdatensatz D2 der IED-Name "Proxy" und für den Parameter "LDevice inst" wird "Stati- onll0kVE01IEDlHauptschutzS2" eingetragen, da im Topologiebe- schreibungsteil Tl des ersten Stationsbeschreibungsdatensat- zes Dl als Unterstationsname "Station", als Spannungslevel "HOkV", als Feldname "EOl", als alter IED-Name "IEDl" (vgl. Bezugszeichen 130), als Funktionsbeschreibung (Function desc) "Hauptschutz" angegeben ist. Zusätzlich wird hier "LDevice inst" aus "LN prefix" des Geratebeschreibungsteils Gl des ersten Stationsbeschreibungsdatensatzes Dl gebildet.

In der Figur 6 ist beispielhaft ein Konfigurationswerkzeug 200 gezeigt, mit dem sich der zweite Stationsbeschreibungsda- tensatz D2 aus dem ersten Stationsbeschreibungsdatensatz Dl bilden lasst. Die Anwendung des Verfahrens lauft in folgenden Schritten ab:

Zunächst wird über eine im Konfigurationswerkzeug 200 enthal- tene Importfunktion 210 der erste Stationsbeschreibungsdatensatz Dl beispielsweise in Form einer SCL-Datei importiert; diese weist den Geratebeschreibungsteil Gl und den Topologie- beschreibungsteil Tl auf. Außerdem werden Verknupfungsregeln V und ggf. Kommunikationseinstellungen K über die Importfunk- tion 210 importiert.

Nach dem Datenimport werden von einer Konfigurationsapplikation 220 des Konfigurationswerkzeugs 200 die importierten Verknupfungsregeln V auf den importierten ersten Stationsbe- Schreibungsdatensatz Dl angewandt sowie die Kommunikationseinstellungen K übernommen. Als Ergebnis wird ein zweiter Stationsbeschreibungsdatensatz D2 erzeugt, beispielsweise in Form einer SCL-Datei, der über eine Exportfunktion 230 des Konfigurationswerkzeugs 200 ausgegeben wird.

Die exportierte SCL-Datei kann danach in die Umsetzeinrichtung 40 gemäß Figur 1 geladen werden, damit diese die weitere Kommunikationsverbindung 50 mit einer Adressierung nach dem zweiten Stationsbeschreibungsdatensatz D2 betreiben kann. Alternativ kann der zweite Stationsbeschreibungsdatensatz D2 aus bzw. mit dem ersten Stationsbeschreibungsdatensatz Dl auch in der Umsetzeinrichtung 40 erzeugt werden, wie dies beispielhaft die Figur 7 zeigt. Hierzu werden beispielsweise der erste Stationsbeschreibungsdatensatz Dl - z . B. in Form einer SCL-Datei, der den Geratebeschreibungsteil Gl und den Topologiebeschreibungsteil Tl enthalt - die Verknüpfungsre- geln V sowie Kommunikationseinstellungen K über die in der Umsetzeinrichtung 40 enthaltene Importfunktion 300 importiert.

Nachfolgend wendet eine Konfigurationsapplikation 310 der Um ¬ setzeinrichtung 40 die importierten Verknupfungsregeln V auf den ersten Stationsbeschreibungsdatensatz Dl an und erzeugt den zweiten Stationsbeschreibungsdatensatz D2 , der für die Kommunikation mit dem Leistellengerat 60 gemäß der Figur 1 verwendet werden kann.

Bezυgszeichenliste

10 Stationsautomatisierungssystem

20 Anlagenstation 25 Feldgerät

30 Kommunikationsverbindung

40 Umsetzeinrichtung

50 Kommunikationseinrichtung

60 Leitstellengerat 100 Bezugszeichen

110 Bezugszeichen

120 Bezugszeichen

130 Bezugszeichen

200 Konfigurationswerkzeug 210 Importfunktion

220 Konfigurationsapplikation

230 Exportfunktion

300 Importfunktion

310 Konfigurationsapplikation Bl Bezugsangabe

B2 Bezugsangabe

Dl Stationsbeschreibungsdatensatz

D2 Stationsbeschreibungsdatensatz

DTl Datentelegramm DT2 Datentelegramm

DTl ' modifiziertes Datentelegramm

DT2 ' modifiziertes Datentelegramm

Gl Geratebeschreibungsteil

G2 Geratebeschreibungsteil K Kommunikationseinstellung

Tl Topologiebeschreibungsteil

T2 Topologiebeschreibungsteil

V Verknüpfungsregel