Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
ARRANGEMENT OF AN IMPELLER WHEEL ON AN ELECTRIC MOTOR AND METHOD FOR PRODUCING THE SAME
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2016/019962
Kind Code:
A1
Abstract:
An arrangement of an impeller wheel (1) on an electric motor, in particular on an external-rotor motor (8), wherein the torque of the motor is transferred to the impeller wheel (1) by a conjoint rotary connection between the rotor (8) of the motor and the impeller wheel (1) and/or the impeller wheel hub (3) thereof, is characterised in that the connection of the impeller wheel (1) to the motor (8) is the result of physical and/or chemical interactions between an adhesive medium (10) and the mutually facing contact surfaces (5) of the impeller wheel hub (3) and of the motor (8), wherein the adhesive medium (10) at least partially fills an intermediate space (9) formed by the play between the impeller wheel (1) and the motor (8).

Inventors:
GAUSS, Tobias (Rieslingweg 21, Niedenrhall, 74646, DE)
GROSS, Andreas (Schulstraße 38, Kirchensall, 74632, DE)
ROESSLER, Stefan (Falterweg 6, Rosengarten, 74538, DE)
Application Number:
DE2015/200435
Publication Date:
February 11, 2016
Filing Date:
August 04, 2015
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
ZIEHL-ABEGG SE (Heinz-Ziehl-Straße, Künzelsau, 74653, DE)
International Classes:
F04D25/06; F04D29/26; F04D29/32; F04D29/64; F16D1/068
Foreign References:
US20100215505A12010-08-26
DE102005006184A12006-08-24
DE102008050850A12009-05-07
US20140183777A12014-07-03
US20110044810A12011-02-24
US20120000418A12012-01-05
DE102011015784A12012-02-16
Attorney, Agent or Firm:
ULLRICH & NAUMANN (Schneidmühlstraße 21, Heidelberg, 69115, DE)
Download PDF:
Claims:
A n s p r ü c h e

1. Anordnung eines Laufrades (1 ) auf einem Elektromotor, insbesondere auf einem Außenläufermotor (8), wobei das Drehmoment des Motors auf das Laufrad (1 ) durch eine drehfeste Verbindung zwischen dem Rotor (8) des Motors und dem Laufrad (1 ) bzw. dessen Laufradnabe (3) übertragen wird,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass die Verbindung des Laufrads (1 ) mit dem Motor (8) aus physikalischen und/oder chemischen Wechselwirkungen zwischen einem Haftmedium (10) und den einander zugewandten Kontaktflächen (5) der Laufradnabe (3) und des Motors (8) resultiert, wobei das Haftmedium (10) einen durch das Spiel zwischen dem Laufrad (1 ) und dem Motors (8) gebildeten Zwischenraum (9) zumindest teilweise ausfüllt.

2. Anordnung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Zwischen- räum (9) einen Spalt zwischen dem Laufrad (1 ) und dem Motor (8) im Bereich von

0,05 bis 3 mm, vorzugsweise im Bereich von 0,5 mm hat.

3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Kontaktfläche (5) der Laufradnabe (3) ein umlaufender Zentriersteg (6) vorgesehen ist, der durch eine Längsnut unterbrochen sein kann.

4. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Kontaktfläche (5) der Laufradnabe (3) mindestens 3, vorzugsweise 5 axiale Zentrierstege (6) ausgebildet sind.

5. Anordnung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Zentrierstege (6) eine gedachte Innenfläche mit in etwa dem gleichen Durchmesser oder einem kleineren Durchmesser als der Motor (8) definieren, so dass sie sich beim Aufschieben des Laufrads (1 ) auf den Motor (8) zumindest geringfügig deformieren.

6. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Laufradnabe (3) einen von einem kreisringförmigen Innenquerschnitt abweichenden Innenquerschnitt aufweist, beispielsweise in Form eines Vielecks, Polygons, etc, wobei die so gebildeten Kanten zur Zentrierung auf dem Motor (8) dienen und die Ecken zumindest teilweise mit Haftmedium (10) gefüllt sind. 7. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Kontaktfläche (5) des Laufrads (1 ) mindestens eine vorzugsweise ringförmige Dichtfläche (7), Dichtlippe oder ähnliches ausgebildet ist.

8. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung mittels Haftmedium (10) im Bereich der gesamten Kontaktflächen (5) oder partiell bzw. zonal im Zwischenraum (9) ausgebildet ist.

9. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Haftmedium (10) ein Klebstoff ist, der eine Verbindung durch Adhäsion und/oder Diffusion und/oder chemische Reaktion gegenüber den Kontaktflächen (5) bildet.

10. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktfläche des Motors (8) und/oder die Kontaktfläche (5) der Laufrad- nabe (3) mit einem die Haftung gegenüber dem Haftmedium (10) begünstigenden Material behandelt oder beschichtet ist oder beispielsweise durch Beflammen be- einflusst ist.

1 1. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktflächen (5) des Motors (8) und/oder der Laufradnabe (3) angeraut ist/sind.

12. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 1 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktfläche (5) der Laufradnabe (3) und/oder des Motors (8) mindestens eine Ausnehmung/Aussparung, vorzugsweise in Form einer segmentierten oder umlaufenden Nut, aufweist/aufweisen, die zur Aufnahme und ggf. Dosierung des Haftmediums (10) während des Zusammenbaus dient/dienen.

13. Anordnung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein in die Ausnehmung oder Aussparung bzw. in den Zwischenraum (9) mündender, vorzugsweise axial verlaufender Zuführkanal für das Haftmedium (10) vorgesehen ist.

14. Anordnung nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung/Aussparung und/oder der Zuführkanal und/oder der Zwischenraum (9) mindestens eine Entlüftung oder einen Ansaugkanal, vorzugsweise in Form eines nach außen führenden Kanals, hat/haben.

15. Verfahren zur Herstellung einer Anordnung eines Laufrades (1 ) auf einem Elektromotor, insbesondere auf einem Außenläufermotor , wobei das Drehmoment des Motors auf das Laufrad (1 ) durch eine drehfeste Verbindung zwischen dem Rotor (8) des Motors und dem Laufrad (1 ) bzw. dessen Laufradnabe (3) übertragen wird, insbesondere zur Herstellung einer Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 14,

g e k e n n z e i c h n e t d u r c h folgende Verfahrensschritte:

Bereitstellen eines Motors (8), insbesondere eines Außenläufermotors, vorzugsweise vertikal gehalten von einem Werkstückträger;

Aufschieben eines Laufrads (1 ) auf den Motor (8) mit zumindest geringem Spiel, vorzugsweise gegen einen die Position der Laufradnabe (3) vorgebenden Anschlag am Motor (8);

wobei die Kontaktfläche des Motors (8) und/oder die Kontaktfläche (5) des Laufrads (1 ) ggf. gesäubert und mit einem noch nicht ausgehärteten Haftmedium (10) zumindest bereichsweise derart beschichtet sind, dass kaum oder kein Haftmedium (10) beim Aufschieben aus einem Zwischenraum (9) zwischen dem Laufrad (1 ) und dem Motor (8) austritt;

ggf. Zentrieren des aufgeschobenen Laufrads (1 ) auf dem Motor (8), vorzugsweise mittels einer ringförmigen Übergangspassung, die zwischen dem Laufrad (1 ) und dem Motor (8) den durch das Spiel gebildeten Zwischenraum (9) zwischen den Kontaktflächen (5) des Motors (8) und der Laufradnabe (3) abdichtet;

ggf. Entfernen der Übergangspassung vor, während oder nach dem Aushärten des Haftmediums (10); Aushärten des Haftmediums (10), ggf. unter Temperatureinwirkung.

16. Verfahren zur Herstellung einer Anordnung eines Laufrades (1 ) auf einem Motor, insbesondere auf einem Außenläufermotor (8), wobei das Drehmoment des Motors auf das Laufrad (1 ) durch eine drehfeste Verbindung zwischen dem Rotor (8) des Motors und dem Laufrad (1 ) bzw. dessen Laufradnabe (3) übertragen wird, insbesondere zur Herstellung einer Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 14,

g e k e n n z e i c h n e t d u r c h folgende Verfahrensschritte:

Bereitstellen eines Motors (8), insbesondere eines Außenlaufermotors vorzugsweise vertikal gehalten von einem Werkstückträger;

Aufschieben eines Laufrads (1 ) auf den Motor (8) mit zumindest geringem Spiel, vorzugsweise gegen einen die Position der Laufradnabe (3) vorgebenden Anschlag am Motor (8), wobei die Kontaktflächen (5) des Laufrads (1 ) und des Motors (8) vorzugsweise gesäubert sind;

ggf. Zentrieren des aufgeschobenen Laufrads (1 ) auf dem Motor (8) mittels einer vorzugsweise ringförmigen Übergangspassung, die zwischen dem Laufrad (1 ) und dem Motor (8) während der Dosierung eines Haftmediums (10) einen Zwischenraum (9) zwischen den Kontaktflächen (5) des Motors (8) und der Laufradnabe (3) abdichtet;

Dosieren des Haftmediums (10) in den Zwischenraum (9), insbesondere über einen Zuführkanal durch die Laufradnabe (3), vorzugsweise in einer Menge, dass kein Haftmedium (10) aus dem Zwischenraum (9) austritt; ggf. Entfernen der Übergangspassung vor, während oder nach dem Aus- härten des Haftmediums (10);

Aushärten des Haftmediums, ggf. unter Temperatureinwirkung.

17. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Haftmedium (10) in den Zwischenraum (9) gepresst bzw. gedrückt und/oder gesaugt wird.

Description:
ANORDNUNG EINES LAUFRADS AUF EINEM ELEKTROMOTOR UND VERFAHREN ZUR HERSTELLUNG DER ANORDNUNG

Die Erfindung betrifft eine Anordnung eines Laufrads auf einem Elektromotor, insbesondere auf einem Außenläufermotor bzw. Außenläuferrotor, wobei das Drehmoment des Motors auf das Laufrad durch eine drehfeste Verbindung zwischen dem Rotor des Motors und dem Laufrad bzw. dessen Laufradnabe übertragen wird. Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung einer solchen Anordnung.

Die Begriffe „Laufrad" und „Außenläufermotor" bzw. „Außenläuferrotor" sind im weitesten Sinne zu verstehen. Im Konkreten kann es sich bei dem Laufrad um das Flügelrad (Axiallaufrad) eines Ventilators handeln, wobei das Flügelrad drehfest mit dem Rotor verbunden ist (vgl. DE 10 201 1 015 784 A1 ). Anstelle eines Axiallaufrads kann das Laufrad auch als Radiallaufrad und/oder Diagonallaufrad ausgeführt sein.

Gemäß dem aus der Praxis bekannten Stand der Technik werden die Laufräder (Axiallaufräder und Radiallaufräder) auf einen Motor bzw. Außenläufermotor (EC/AC) aufgepresst, um das Drehmoment des Antriebs, d.h. des Außenläufermotors, auf das Laufrad zu übertragen. Die drehfeste Verbindung zwischen dem Laufrad und dem Rotor wird üblicherweise über eine Presspassung oder eine Ver- schraubung erzeugt. Bei Realisierung einer Presspassung wird zur sicheren Ver- bindung eine Blechronde aus Stahl verwendet. Diese wird in einem Folgeverbundwerkzeug hergestellt und vor dem Spritzgussprozess in das Laufradwerkzeug eingelegt. Somit ist ein zusätzliches Teil, nämlich die Blechronde, erforderlich, die einerseits Materialkosten und andererseits Werkzeugkosten aufgrund des besonderen Herstellverfahrens mit sich bringt.

Im Lichte der voranstehenden Ausführungen liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Anordnung der gattungsbildenden Art und ein Verfahren zu deren Herstellung derart auszugestalten und weiterzubilden, dass eine sichere Drehver- bindung zwischen einem Laufrad und einem Elektromotor realisierbar ist, ohne zusätzliche Teile und bei einfacher Fertigung.

Die voranstehende Aufgabe ist in Bezug auf die Anordnung durch die Merkmale des Anspruchs 1 und in Bezug auf das Verfahren durch die Merkmale der nebengeordneten Ansprüche 15 und 16 gelöst.

Die erfindungsgemäße Anordnung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung des Laufrads mit dem Motor aus physikalischen und/oder chemischen Wechselwirkungen zwischen einem Haftmedium und den einander zugewandten Kontaktflächen der Laufradnabe und des Motors resultiert, wobei das Haftmedium einen durch das Spiel zwischen dem Laufrad und dem Motor gebildeten Zwischenraum zumindest teilweise ausfüllt.

Erfindungsgemäß ist erkannt worden, dass die im Stand der Technik übliche Verwendung einer Blechronde nicht erforderlich ist, dass nämlich eine sichere Verbindung des Laufrads mit dem Motor unter Nutzung physikalischer und/oder chemischer Wechselwirkungen zwischen einem Haftmedium und den einander zugewandten Kontaktflächen der Laufradnabe und des Motors erzeugbar ist. So wird eine unmittelbare sichere Verbindung zwischen dem Laufrad und dem Motor erzeugt, wobei das Haftmedium einen durch das Spiel zwischen dem Laufrad und dem Motor gebildeten Zwischenraum zumindest teilweise ausfüllt.

Die im Stand der Technik bislang realisierte Verbindungstechnik hat es erforderlich gemacht, neben der Einbindung der Blechronde in das Laufrad, ein möglichst geringes Spiel zwischen dem Motor und dem aufzuziehenden Laufrad bzw. der Laufradnabe zu realisieren, damit die Presspassung wirkt. Die Blechronde sorgt dabei für die mechanische Stabilität bzw. Festigkeit des Laufrads in Umfangs- und Achsrichtung.

In Abwendung von der bewährten Verwendung der Blechronde und unter Überwindung eines Vorurteils der Fachwelt in Bezug auf bloße Klebeverbindungen wird hier bewusst ein Spiel zwischen dem Laufrad und dem Motor akzeptiert, genauer gesagt definiert, welches sich als Zwischenraum zwischen der Innenfläche der Laufradnabe und der Oberfläche des Motors ergibt. Dieser Zwischenraum wird mit dem Haftmedium insgesamt oder teilweise aufgefüllt, so dass eine nahezu spannungsfreie Verbindung zwischen dem Laufrad und dem Motor entsteht, nämlich unter Zwischenschaltung des Haftmediums. Entsprechend ist es nicht erforderlich, die Laufradnabe mittels Metallring oder dergleichen zu stabilisieren. Der Zwischenraum kann als Ringraum ausgebildet sein.

Der zwischen der Laufradnabe und dem Motor gebildete Zwischenraum kann einen Spalt im Bereich von 0,05 mm bis 3 mm haben, vorzugsweise einen Spalt im Bereich von etwa 0,5 mm. Dieser Spalt muss hinreichend groß sein, damit er in der Lage ist, unter Berücksichtigung der Viskosität des Haftmediums dieses in sich aufzunehmen, und so groß, um die auftretenden Kräfte sicher zu übertragen.

Grundsätzlich ist es denkbar, dass das Laufrad ohne besondere Zentrierung auf den Motor aufgebracht und dort mittels Haftmedium befestigt wird. In Ermangelung einer Zentrierung würden jedoch im Betrieb Unwuchten auftreten, denen man durch Auswuchten des Laufrads entgegenwirken müsste. Die Anforderungen an die sogenannte Wuchtgüte hängen vom Gewicht und der maximalen Drehzahl des Laufrads ab.

Zur Vermeidung von Unwuchten ist es von Vorteil, wenn auf der Kontaktfläche der Laufradnabe mindestens 3, vorzugsweise 5 oder mehr axiale Zentrierstege ausgebildet sind. Diese Zentrierstege könnten mit einer gedachten Kreisringfläche in etwa den gleichen Durchmesser oder einen kleineren Durchmesser als der Motor definieren, so dass sie sich beim Aufschieben des Laufrads auf den Motor zumindest geringfügig deformieren. Eine Zentrierung mit einem gewissen Form- /Kraftschluss ist dadurch realisiert.

Auch ist es denkbar, dass die Laufradnabe einen von einem kreisringförmigen Innenquerschnitt abweichenden Innenquerschnitt aufweist, bspw. in Form eines Vielecks, Polygons, etc.. Die so gebildeten inneren Bereiche dienen zur Zentrierung auf dem Motor, bilden nämlich die Tangenten an einem gedachten Kreis mit identischem oder zumindest geringfügig kleinerem Innendurchmesser als der Durchmesser des Motors. Die Ecken sind im zusammengebauten Zustand der Anordnung zunnindest teilweise mit Haftmedium gefüllt. Auch hier ist in idealer Weise eine Zentrierung geschaffen und gelangt hinreichend viel Haftmedium in den Raum zwischen der Laufradnabe und dem Motor, wobei dieser Raum im weitesten Sinne zu verstehen ist, nämlich mit unterschiedlichen Querschnitts- formen.

Die Verbindung zwischen der Laufradnabe und dem Haftmedium kann im Bereich der gesamten Kontaktflächen oder aber partiell bzw. zonal im Zwischenraum ausgebildet sein. So ist es denkbar, dass zwischen den Kontaktflächen eine Art Kleberaupen ausgebildet sind. Eine vollflächige Verklebung ist zur Begünstigung der Festigkeit von Vorteil.

Bei dem Haftmedium kann es sich um einen ein-, zwei- oder mehrkomponentigen Klebstoff handeln. Auch der Begriff„Klebstoff ' ist im weitesten Sinne zu verstehen. Jedenfalls schafft das generierte Haftmedium eine Verbindung durch Adhäsion und/oder Diffusion und/oder chemische Reaktion gegenüber den Kontaktflächen.

In Folge der Verbindung durch reine Adhäsion ist es erforderlich, dass sich zwischen dem Haftmedium und der jeweiligen Oberfläche eine geringere Grenz- flächenenergie als die Summe der Oberflächenenergien ergibt. Findet Diffusion, d.h. Materietransport zwischen den Oberflächen und dem Haftmedium statt, wird die Verbindung begünstigt. Gleiches gilt für die chemische Reaktion, bei der Grenzschichten entstehen. Die zuvor genannten Mechanismen können sich gegenseitig ergänzen.

Bei dem Laufrad bzw. einem üblichen Flügelrad handelt es sich regelmäßig um ein Teil aus Kunststoff. Sofern die Oberfläche des Motors nicht aus Kunststoff besteht, kann eine entsprechende Beschichtung vorgesehen sein (auch umgekehrt). Auch ist es denkbar, dass die Kontaktflächen des Motors und/oder der Laufradnabe mit einem die Haftung gegenüber dem Haftmedium begünstigenden Material behandelt oder beschichtet werden. Auch eine mechanische, physikalische oder chemische Behandlung der Kontaktflächen des Motors und/oder der Laufradnabe ist möglich, wonach nämlich die Oberflächen aufgeraut oder profiliert werden. So ist bspw. auch die Nutzung von Drehriefen zur Begünstigung der Haftung denkbar.

In Bezug auf das Einbringen des Haftmediums ist es von Vorteil, wenn die Kontaktfläche der Laufradnabe und/oder des Motors mindestens eine Ausnehmung/Aussparung, vorzugsweise in Form einer segmentierten oder umlaufenden Nut, aufweisen. Diese Ausnehmungen bzw. Aussparungen dienen zur Aufnahme und ggf. Dosierung des Haftmediums während des Zusammenbaus, wobei es im einfachsten Falle möglich ist, die Kontaktflächen mit einem Haftmedium zu be- schichten und in diesem Zustand das Laufrad über den Motor zu schieben, wobei im Rahmen einer solchen Ausgestaltung die Ausnehmungen und Aussparungen zur Aufnahme des Haftmediums dienen, um nämlich zu vermeiden, dass das Haftmedium beim Aufziehen nach außen weggeschoben wird. In ganz besonders vorteilhafter Weise ist mindestens ein in die Ausnehmung oder Aussparung bzw. in Ringraum mündender, vorzugsweise axial verlaufender Zuführkanal für das Haftmedium vorgesehen. Im Rahmen einer solchen Ausgestaltung ist es denkbar, dass das Laufrad auf den Motor aufgeschoben wird, und dass dann durch den Zuführkanal das Haftmedium in den Zwischenraum bzw. Ringraum eingepresst wird, gerade mit einem solchen Volumen, dass es nicht aus dem Zwischenraum nach außen tritt. Die Dosierung ist auf das Volumen des Ringraums abzustimmen.

In weiter vorteilhafter Weise umfasst die Ausnehmung/Aussparung und/oder der Zuführkanal und/oder der Zwischenraum mindestens eine Entlüftung, die auch als Ansaug- bzw. Absaugkanal dienen kann. Die Entlüftung kann in Form eines nach außen führenden Kanals ausgeführt sein. Dabei ist es denkbar, dass das Haftmedium von einem Depot aus über den Zuführkanal in den Zwischenraum hinein gesaugt wird, solange, bis der Zwischenraum insgesamt gefüllt ist. Auch kann über den Ansaugkanal das Hineindrücken des Haftmediums unterstützt bzw. begünstigt werden.

In verfahrensmäßiger Hinsicht ist die zugrundeliegende Aufgabe durch die Merkmale der weiter nebengeordneten Patentansprüche 15 und 16 gelöst. Anspruch 15 beansprucht eine einfache Fertigung dahingehend, dass das Laufrad auf den Motor mit zumindest geringem Spiel aufgeschoben wird, wobei das Aufschieben gegen einen die Position der Laufradnabe vorgebenden Anschlag am Motor erfolgen kann.

Vor dem Aufschieben sollte die Kontaktfläche des Motors und/oder die Kontaktfläche des Laufrads gesäubert sein. Auf die gesäuberte Fläche wird das Haftmedium, vorzugsweise beidseitig, zumindest aber auf einer der beiden Kontaktflächen, insgesamt oder bereichsweise aufgebracht, in einer solchen Menge, dass kaum oder kein Haftmedium beim Aufschieben aus dem Zwischenraum austritt.

Auch ist es denkbar, dass das Laufrad während des Aufschiebens auf den Motor durch Vorkehrung innerer Rippen zentriert wird. Ebenso kann eine ringförmige Übergangspassung in den Randbereich des Zwischenraums eingesteckt werden, um eine Zentrierung zu schaffen. Eine solche Übergangspassung kann vor, während oder nach dem Aushärten des Haftmediums entfernt werden. Auch könnte die Übergangspassung in der Anordnung verbleiben. Das Haftmedium härtet über eine Zeitspanne hinweg mit oder ohne Temperatureinwirkung aus. Im Rahmen einer ganz besonders raffinierten Variante zur Herstellung der erfindungsgemäßen Anordnung wird der Motor von einem Werkstückträger gehalten, vorzugsweise in vertikaler Ausrichtung. Ebenfalls vertikal wird dann das Laufrad auf den Motor aufgeschoben und zwar mit definiertem Spiel, welches den Zwischenraum zwischen dem Laufrad und dem Motor definiert. Die Kontaktflächen von Laufrad und Motor sind vorteilhafterweise vor dem Aufschieben zu säubern.

Die Zentrierung des aufgeschobenen Laufrads kann durch integrale Rippen oder durch eine im Innenquerschnitt mit nicht kreisrunder Ausgestaltung des Laufrads erfolgen, entsprechend den voranstehenden Ausführungen zu der erfindungsge- mäßen Anordnung. Auch ist der Einsatz einer ringförmigen Übergangspassung möglich, die eine Zentrierung vornimmt, während das Haftmedium in den Zwischenraum zwischen den Kontaktflächen des Motors und der Laufradnabe eingebracht wird. Zusätzlich hat die Übergangspassung eine abdichtende Wirkung, die allerdings auch von einer integralen Ringdichtung, bspw. in Form einer Dichtlippe oder ähnlichem erzeugt werden kann.

Das Haftmedium wird vorzugsweise über einen Zuführkanal durch die Flügelrad- nabe hindurch in den Zwischenraum eingebracht, und zwar in einer solchen Menge dass kein Haftmedium aus dem Zwischenraum austritt. Anschließende Säuberungsarbeiten sind nicht erforderlich.

Sofern eine Übergangspassung verwendet worden ist, kann diese vor oder während dem Aushärten mühelos entfernt werden. Das Aushärten des Haftmediums kann unter Temperatureinwirkung erfolgen.

Wie bereits zuvor ausgeführt, kann das Haftmedium in den Zwischenraum gepresst bzw. gedrückt und/oder gesaugt werden, entsprechend der konstruktiven Vorkehrung. Wesentlich ist jedenfalls, dass der Zwischenraum gerade mit soviel Haftmedium gefüllt wird, wie zum Ausfüllen des Zwischenraums erforderlich ist, so dass eine sichere drehfeste Verbindung zwischen dem Laufrad und dem Rotor - nach Aushärtung - geschaffen ist. Es gibt nun verschiedene Möglichkeiten, die Lehre der vorliegenden Erfindung in vorteilhafter Weise auszugestalten und weiterzubilden. Dazu ist einerseits auf die dem Patentanspruch 1 nachgeordneten Patentansprüche und andererseits auf die nachfolgende Erläuterung eines Ausführungsbeispiels der Erfindung anhand der Zeichnung zu verweisen. In Verbindung mit der Erläuterung des bevorzugten Aus- führungsbeispiels der Erfindung anhand der Zeichnung werden auch im Allgemeinen bevorzugte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Lehre erläutert. In der Zeichnung zeigen

Fig. 1 in einer schematischen Ansicht ein Flügelrad gemäß Stand der Tech- nik, welches zur Definition der erforderlichen Materialspannung beim

Aufpressen mit einer integralen Blechronde ausgestattet ist. in einer schematischen Ansicht, teilweise, ein Laufrad wie in der Darstellung nach Figur 1 , jedoch entsprechend der Erfindung ohne Blechronde und Fig. 3 in einer schematischen Ansicht die Anordnung des Laufrads auf einem Außenläufermotor, wobei dort der Zwischenraum zwischen den Kontaktflächen von Laufrad und Außenläufermotor durch Haftmedium aufgefüllt ist. Fig. 1 zeigt in einer schematischen Ansicht die Ausgestaltung eines aus dem Stand der Technik bekannten Laufrads 1 , wobei es sich dabei um ein Flügelrad (Axiallaufrad) handelt. Die einzelnen Flügel 2 sind integraler Bestandteil einer Nabe 3, wobei es sich hier insgesamt um ein Spritzgussteil handelt. Fig. 1 zeigt deutlich, dass die Nabe 3 mit einer Blechronde 4 ausgestattet ist, die der Nabe 3 eine hinreichende Festigkeit zum kraftschlüssigen Aufschieben auf die Außenfläche bzw. Kontaktfläche eines in Fig. 1 nicht gezeigten Außenläufermotors vermittelt. Bei der Blechronde 4 handelt es sich um ein separates Bauteil, welches in einem Folgeverbundwerkzeug hergestellt und vor dem Spritgussprozess des Laufrads 1 in das Laufradwerkzeug eingelegt wird. Die Blechronde 4 schafft die erforderliche Spannung und eine drehfeste Verbindung zwischen dem aufge- pressten Laufrad und dem Außenläuferrotor (8) des Außenläufermotors.

Fig. 2 zeigt das Laufrad 1 einer erfindungsgemäßen Anordnung im Detail. Es unterscheidet sich gegenüber der den Stand der Technik betreffenden Abbildung nach Fig. 1 dadurch, dass keine Blechronde 4 vorgesehen ist. Stattdessen hat das Laufrad 1 gegenüber dem Außenläufermotor 8 einen etwas größeren Innendurchmesser, um nämlich per Spiel einen als Ringraum 9 ausgebildeten Zwischenraum zu schaffen, der zur Aufnahme eines Haftmediums 10 dient. Entsprechend ist das Laufrad 1 gemäß Fig. 2 mit Kontaktflächen 5 ausgestattet, die als Klebeflächen dienen. Außerdem verfügt das in Fig. 2 gezeigte Laufrad 1 über zur Zentrierung dienende Stege 6 sowie über Dichtflächen 7, die verhindern sollen, dass Haftmedium 10, insbesondere Klebstoff, aus dem Ringraum 9 herausgeschoben wird. Fig. 3 zeigt in einer schematischen Ansicht die komplette Anordnung des Laufrads 1 auf einem Außenläufermotor 8, wobei dort lediglich angedeutet ist, dass zwischen dem Laufrad 1 und dem Außenläufermotor 8 ein Ringraum 9 gebildet ist, der mit Haftmedium 10, nämlich mit einem geeigneten Klebstoff, aufgefüllt ist. Eine sichere drehfeste Klebeverbindung zwischen dem Laufrad 1 und dem Außenläuferrotor 8 ist geschaffen. Zur Zentrierung dienen die in Fig. 2 gezeigten Stege 6.

Hinsichtlich weiterer vorteilhafter Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird zur Vermeidung von Wiederholungen auf den allgemeinen Teil der Beschreibung sowie auf die beigefügten Patentansprüche verwiesen.

Schließlich sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass das voranstehend beschriebene Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung lediglich zur Erörterung der beanspruchten Lehre dient, diese jedoch nicht auf das Ausfüh- rungsbeispiel einschränkt.

Bezugszeichenliste

1 Laufrad

2 Flügel

3 Laufradnabe, Nabe

4 Blechronde

5 Kontaktfläche

6 Steg, Zentriersteg

7 Dichtfläche

8 Rotor (des Motors), Außenläuferrotor (des Außenläufermotors)

9 Zwischenraum, Ringraum

10 Haftmedium




 
Previous Patent: POWERTRAIN

Next Patent: AN OSTOMY BAG