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Patent Searching and Data


Title:
ARRANGEMENT FOR MEASURING THE AXLE PRESSURES OF TRANSPORT VEHICLES
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/110524
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an arrangement for measuring the axle pressures of transport vehicles, such as commercial trucks, railway cars, and the like, in which load cell modules for dynamically measuring axle pressures is provided in a recess of the roadway or on the rails. In order to enable rapid and precise measuring and simple recalibration of the dynamic measuring modules, modules (4, 4'", 34') for static, calibrated measuring of the axle pressures are connected upstream or downstream of said dynamic measuring modules (4, 4", 34). The time spacing of the maxima of the measurements of the sequentially arranged load cell modules are preferably captured and placed in relation to the rise of the load curve.

Inventors:
BATSCH, Hans-Heinz (Wachaustraße 32, Loosdorf, A-3082, AT)
WEILINGER, Walter (Linke Wienzeile 80/17, Wien, A-1060, AT)
Application Number:
EP2011/053388
Publication Date:
September 15, 2011
Filing Date:
March 07, 2011
Export Citation:
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Assignee:
HOTTINGER BALDWIN MESSTECHNIK GMBH (Lemböckgasse 63/2, Wien, A-1230, AT)
BATSCH WAAGEN & EDV GMBH & CO KG (Wachaustraße 32, Loosdorf, A-3082, AT)
BATSCH, Hans-Heinz (Wachaustraße 32, Loosdorf, A-3082, AT)
WEILINGER, Walter (Linke Wienzeile 80/17, Wien, A-1060, AT)
International Classes:
G01G19/02; G01G23/01; G01G21/10
Attorney, Agent or Firm:
ITZE, Peter (Amerlingstraße 8, Wien, A-1061, AT)
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Claims:
Ansprüche

1. Anordnung zum Messen der Achsdrucke von Transportfahrzeugen, wie Lastkraftwagen, Bahnwaggons u.dgl., bei welcher in einer Ausnehmung des Fahrweges bzw. an den Schienen Kraftmessmodule zur dynamischen Achsdruckmessung vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass diesen dynamischen Kraftmessmodulen (4, 4", 34) Module (4, 4"', 34') zur statischen, geeichten Messung der Achsdrucke vor- bzw. nachgeschaltet sind.

2. Messanordnung nach Anspruch 1 zur Erfassung von statischen und/ oder dynamischen Belastungen einer Fahrbahn durch Straßenfahrzeuge, wobei in der Fahrbahn eine Serie von dynamischen Kraftmessmodulen voneinander beabstandet eingelassen sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Kraftmessmodule ( 4 ) in einer stabilen starren Wanne ( 1, 10 ) eingesetzt sind, wobei zwischen den Kraftmessmodulen ( 4 ) bzw. gegebenenfalls auch zwischen den Kraftmessmodulen ( 4 ) und der Wand der Wanne ( 1 ) Abstandhalter ( 2, 2a, 3, 3a ) vorgesehen sind.

3. Messanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstandhalter ( 2, 2a, 3, 3a ) mit dem Wannenboden und/ oder den Wänden der Wanne ( 1, la ) fest verbunden sind, wobei vorzugsweise die in Längsrichtung der Wanne ( 1, la ) verlaufenden Abstandhalter ( 2, 2a ) mit der Wanne ( 1, la ) einstückig ausgebildet und die in Querrichtung der Wanne ( 1, la ) verlaufenden Abstandhalter ( 3, 3a ) durch passgenau einsetzbare Balken gebildet sind.

4. Messanordnung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Kraftmessmodule ( 4 ) durch über Kraftmesssensoren ( 7 ) am Wannenboden abgestützte, die Fahrbahnoberfläche bildende, vorzugsweise rechteckige, Platten ( 6 ) gebildet sind.

5. Messanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass an den Seitenflächen den Platten ( 6 ) der Kraftmessmodule ( 4 ) Gleitelemente ( 10 ) zur Abstützung an den Abstandhaltern und/ oder den Wannenwänden vorgesehen sind.

6. Messanordnung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass jede Platte ( 6 ) der dynamischen Kraftmessmodule ( 4 ) über wenigstens zwei entlang einer Längskante der Platte ( 6 ) angeordnete Kraftsensoren ( 7 ) und wenigstens zwei entlang der gegenüber liegenden Längskante der Platte ( 6 ) angeordnete Lager ( 8 ) am Wannenboden abgestützt ist.

7. Messanordnung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass jede Platte ( 6 ) der statischen Kraftmessmodule ( 4' ) über an jeder Ecke der Platte ( 6 ) angeordnete Kraftmesssensoren ( 7 ) am Wannenboden abgestützt ist.

8. Messanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Kraftmesssensoren ( 7 ) Vorspannungs- und Dämpfungselemente ( 9 ) angeordnet sind.

9. Messanordnung nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwandungen der Platten ( 6 ) der Kraftmessmodule (4, 4', 34 ) zur Fahrbahnoberfläche hin zueinander geneigt verlaufen, wobei die angrenzenden Wandungen der Wanne ( 1, la ) bzw. der Abstandhalter ( 2, 2a, 3, 3a ) gegengleich zu den Seitenwandungen der Platten ( 6 ) divergieren.

10. Messanordnung nach einem der Ansprüche 4 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass immer zwei Platten ( 6 ) paarweise nebeneinander angeordnet sind, wobei in Fahrtrichtung gesehen die Abstände der Plattenpaare zueinander unterschiedlich groß sind.

11. Messanordnung nach einem der Ansprüche 4 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass als Kraftmessmodul eine über beide Fahrspuren reichende Platte vorgesehen ist, wobei in Fahrtrichtung gesehen die Abstände der zueinander parallelen Platten zueinander vorzugsweise unterschiedlich groß sind.

12. Messanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstandhalter mit der Wanne einstückig ausgebildet sind, wobei wenigstens im Bereich eines der seitlichen Enden der Platten der Kraftmessmodule (34, 34') ein Putzschacht (36) vorgesehen ist.

13. Messanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass für Schienenfahrzeuge an die dynamische Messstrecke anschließend ein Bereich des Schienenstranges von parasitären Kraftnebenschlüssen freigestellt, vorzugsweise abgetrennt ist, wobei unterhalb des freigestellten Bereiches eine starre Platte vorgesehen ist, welche in eine starre Wanne eingesetzt und über Kraftmesssensoren am Wannenboden abgestützt ist.

14. Verfahren zum Messen der statischen und/ oder dynamischen Belastung der Fahrbahn durch ein Fahrzeug mit Hilfe der Messanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis

11, dadurch gekennzeichnet, dass die zeitlichen Abstände der Maxima der Messungen der hintereinander liegenden Kraftmessmodule erfasst werden und mit dem Anstieg der Belastungskurve in Relation gesetzt werden. 15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwingungen des Fahrzeuges mit den gemessenen Belastungswerten und den gemessenen Frequenzen überlagert werden.

16. Verfahren zur geeichten Messung der Achsdrücke mittels einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Kraftmessmodule der dynamischen Messung durch geeichte Messungen mittels der statischen Messmodule kalibriert werden.

Description:
ANORDNUNG ZUM MESSEN DER ACHSDRÜCKE VON

TRANSPORTFAHRZEUGEN

Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung zum Messen der Achsdrücke von Transportfahrzeugen, wie Lastkraftwagen, Bahnwaggons u.dgl., bei welcher in einer Ausnehmung des Fahrweges bzw. an den Schienen Kraftmessmodule zur dynamischen Achsdruckmessung vorgesehen sind.

Anordnungen zur dynamischen Messung der Achsdrücke sind bereits bekannt und haben den Nachteil, dass die so erhaltenen Messungen nicht mit einer eichfähigen Genauigkeit vorgenommen werden können.

Eine für eine Autobahn vorgesehene Ausbildung ist z.B. der koreanischen Veröffentlichung KR20090130718 zu entnehmen, bei welcher in einer Ausnehmung der Fahrbahn Formkörper eingesetzt sind, von welchen eine Gruppe über Abstützungen auf einen dynamischen Sensor wirken und die andere Gruppe als Distanzstücke zwischen die Formkörper der ersten Gruppe eingesetzt sind. Eine solche Ausbildung ist nur für eine informative Messung geeignet.

Bei einer in der WO2009/049341 offenbarten weiteren bekannten Ausbildung sind innerhalb einer Messanordnung einzelne Kraftmessmodule in die Fahrbahn eingelassen, wobei diese Kraftmessmodule die einzelnen Daten an eine Datenverarbeitungsanlage liefern, über welche dann die Auswertung vorgenommen werden kann. Auch diese Ausbildung liefert keine geeichten Messwerte. Mangelnde statische Eichfähigkeit trifft auch für die an Schienensträngen vorgesehenen dynamischen Messanordnungen zu, bei welchen am Schienenfuß bzw. am Steg zwischen Schienenfuß und Schienenkopf Dehnmessstreifen angebracht sind. Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Messanordnung der eingangs genannten Art zu schaffen, mit welcher Messdaten in eichfähiger Genauigkeit erhalten werden können, wobei im Bedarfsfall Reparatur-, Service- bzw. Reinigungsarbeiten sowie gegebenenfalls auch Umbauarbeiten leicht und ohne Schwierigkeiten vorgenommen werden können.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass diesen dynamischen Kraftmessmodulen Module zur statischen, geeichten Messung der Achsdrücke vor- bzw. nachgeschaltet sind. Dadurch ist es möglich, an Ort und Stelle Nachwägungen mit geeichten Messanlagen vorzunehmen, bzw. die dynamischen Messmodule genau zu kalibrieren.

In Straßen eingelassene Ausbildungen haben zusätzlich den Nachteil, dass die Ausführung von Servicearbeiten, z.B. durch Eindringen des Oberflächenwassers oder Verschmutzung und dergleichen, insofern schwierig ist, als die Kraftmessmodule einzeln aus der Messanordnung herausgenommen werden müssen, was mitunter mit Schwierigkeiten verbunden ist. Außerdem müssen im Boden entsprechende Anordnungen zur Ableitung von Regen- oder Schmelzwasser vorgesehen sein, wobei mitgeführte Schwemmbestandteile ebenfalls entfernt werden müssen. Dadurch können bei den bekannten Ausbildungen unzutreffende Messwerte erhalten werden.

Zur Vermeidung dieser Nachteile können die Kraftmessmodule in einer stabilen starren Wanne eingesetzt sein, wobei zwischen den Kraftmessmodulen bzw. gegebenenfalls auch zwischen den Kraftmessmodulen und der Wand der Wanne Abstandhalter vorgesehen sind. Eine solche Ausbildung hat den Vorteil, dass durch bloßes Herausnehmen der Abstandhalter die Kraftmessmodule und auch das Innere der Wanne frei zugänglich sind, womit Reinigungsarbeiten bzw. Reparatur- und Servicearbeiten rasch und ohne Probleme vorgenommen werden können.

Vorteilhafterweise können die Abstandhalter mit dem Wannenboden und/oder den Wänden der Wanne fest verbunden sein, wobei vorzugsweise die in Längsrichtung der Wanne verlaufenden Abstandhalter mit der Wanne einstückig ausgebildet und die in Querrichtung der Wanne verlaufenden Abstandhalter durch passgenau einsetzbare Balken gebildet sind, wodurch erreicht wird, dass die Wanne äußerst stabil wird, womit das Aufkommen von Schwingungen innerhalb der Wanne, die die Messung der einzelnen Kraftmessmodule untereinander beeinflussen können, ausgeschaltet werden. Besonders einfach ist dabei, dass allein durch das Herausnehmen der in Querrichtung der Wanne verlaufenden Abstandhalter eine Zugangsmöglichkeit zu den Kraftmessmodulen ermöglicht ist.

In diesem Zusammenhang hat es sich als besonders vorteilhaft erwiesen, dass die Kraftmessmodule durch über Kraftmesssensoren am Wannenboden abgestützte, die Fahrbahnoberfläche bildende, vorzugsweise rechteckige Platten gebildet sind. Damit kann eine besonders genaue Messung erzielt werden. Um Beeinflussungen durch Reibung zwischen den Wänden der Wanne bzw. den Abstandhaltern und den Seitenflächen der Platten zu verhindern, können an den Seitenflächen der Platten der Kraftmessmodule Gleitelemente zur Abstützung an den Abstandhaltern und/oder den Wannenwänden vorgesehen sein. Für eine besonders genaue Führung der dynamischen Kraftmessmodule können die Platten derselben über wenigstens zwei entlang einer Längskante der Platte angeordnete Kraftsensoren und wenigstens zwei entlang der gegenüberliegenden Längskante der Platte angeordnete Schwenklager am Wannenboden abgestützt sein. Damit wird eine besonders gute Führung der Platten beim Kraftaufnehmen von darüber fahrenden Autos erzielt. Weiters kann jede Platte der statischen Kraftmessmodule über an jeder Ecke der Platte angeordnete Kraftmesssensoren am Wannenboden abgestützt sein, womit die gesamte Platte vertikal zur Fahrbahnoberfläche anheb- und absenkbar ist. Um das Auftreten von durch die Fahrzeuge im dynamischen Messbetrieb ausgelösten Eigenschwingungen zu verhindern bzw. zu minimieren, können im Bereich der Kraftsensoren Vorspannungs- und/oder Dämpfungselemente vorgesehen sein.

Weiters können die Seitenwandungen der Platten der Kraftmessmodule zur Fahrbahnoberfläche hin zueinander geneigt verlaufen, wobei die angrenzenden Wandungen der Wanne bzw. der Abstandhalter gegengleich zu den Seitenwandungen der Platten divergieren. Damit wird erreicht, dass ein Kippen der Platten beim Überfahren verhindert ist, da die Kanten der oberen Deckfläche der Platte innerhalb der Grundfläche der AbStützungen über die Kraftmessmodule liegt. Es können immer zwei Platten paarweise nebeneinander angeordnet sein, wobei in Fahrtrichtung gesehen die Abstände der Plattenpaare untereinander unterschiedlich groß sind. Damit ist einerseits erkennbar, ob die Fahrzeuge gleichmäßig beladen sind und anderseits wird durch die unterschiedlichen Abstände dem Aufbau von durch die Fahrzeuge ausgelöste Störschwingungen vorgebeugt. Es kann aber auch als Kraftmessmodul eine über beide Fahrspuren reichende Platte vorgesehen sein, wobei in Fahrtrichtung gesehen die Abstände der zueinander parallelen Platten zueinander vorzugsweise unterschiedlich groß sind.

Für eine besonders formstabile Wanne können die Abstandhalter mit der Wanne einstückig ausgebildet sein, wobei wenigstens im Bereich eines der seitlichen Enden der Platten der Kraftmessmodule ein Putzschacht vorgesehen ist. Damit ist trotz fixer Abstandhalter die Zugänglichkeit der Kraftmessmodule und deren Wartung möglich.

Bei einer Messanordnung für Schienenfahrzeuge kann an die dynamische Messstrecke anschließend ein Bereich des Schienenstranges von parasitären Kraftnebenschlüssen freigestellt, vorzugsweise abgetrennt sein, wobei unterhalb des abgetrennten Bereiches eine starre Platte vorgesehen ist, welche in eine starre Wanne eingesetzt und über Kraftmesssensoren am Wannenboden abgestützt ist. Unter parasitären Kraftnebenschlüssen sind dabei solche Einflüsse zu verstehen, die die Messgröße unkontrolliert verfälschen.

Bei einem erfindungs gemäßen Verfahren zum Messen der statischen und/oder dynamischen Belastung der Fahrbahn durch ein Fahrzeug mit Hilfe der vorstehend dargelegten erfindungsgemäßen Messanordnung werden die zeitlichen Abstände der Maxima der Messungen der hintereinander liegenden Kraftmessmodule erfasst und mit dem Anstieg der Belastungskurve in Relation gesetzt. Damit wird eine besonders hohe Messgenauigkeit erreicht, u.zw. auch bei höheren Fahrgeschwindigkeiten. Die Messgenauigkeit liegt dabei bei einer Überfahrgeschwindigkeit von bis zu 120 km/h bei +0,25%. Um parasitären Störeinflüssen weitgehend vorzubeugen können die Schwingungen des Fahrzeuges mit den gemessenen Belastungswerten und den gemessenen Frequenzen überlagert werden, womit eine Eigenkorrektur erreicht wird. Schließlich können die Kraftmessmodule der dynamischen Messung durch geeichte Messungen mittels der statischen Messmodule kalibriert werden. In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Figur 1 zeigt schaubildlich eine erste Ausführungsform des Anmeldungsgegenstandes von schräg oben. Figur la ist eine der Figur 1 analoge Ansicht einer zweiten Ausführungsform. Figur 2 gibt eine Draufsicht auf die Wanne der Ausführungsvariante gemäß Figur 1 wieder. Figur 2a ist eine analoge Draufsicht auf die Ausführungsvariante gemäß Figur la. Figur 3 zeigt im Detail eine Seitenansicht eines Kraftmessmoduls. Figur 4 gibt schaubildlich eine zweite Ausführungsvariante eines Kraftmoduls wieder. Figur 5 ist ein Schnitt nach Linie V-V der Figur 2 bzw. 2a. Figur 6 ist ein Schnitt nach Linie VI- VI der Figur 2 bzw. 2a. Fig. 7 zeigt schematisch den Aufbau der Gesamtanlage mit Auswertungseinheit. Fig. 8 gibt einen exemplarischen Messkurvenablauf wieder. Fig. 9 zeigt schaubildlich eine weitere Ausführungsvariante mit über beide Fahrspuren reichenden Kraftmessmodulen. Fig. 10 gibt in Draufsicht eine Ausbildung mit seitlichen Fahrbahnbegrenzern wieder. Fig. 11 ist ein Querschnitt nach Linie XI - XI in Fig.10. Fig. 12 zeigt schematisch eine Draufsicht auf eine Messanordnung für Schienenanwendung. Fig. 13 ist ein schematischer Vertikalschnitt der Ausbildung von Fig. 12. Fig. 14 zeigt schaubildlich eine weitere Ausführungsvariante mit seitlichen Fahrbahnbegrenzern in betriebsfertigem Zustand. Fig. 15 ist eine Ansicht der Ausbildung gemäß Fig. 14, jedoch bei abgenommenen seitlichen Fahrbahnbegrenzern.

Mit 1 bzw. la ist eine starre Wanne bezeichnet, welche in eine Fahrbahn 5 eingesetzt ist, wobei die Oberkante der Wanne in einer Ebene mit der Fahrbahnoberfläche liegt. In diese Wanne 1, la sind einzelne Kraftmessmodule 4 voneinander beanstandet eingesetzt, wobei zwischen diesen Kraftmessmodulen Abstandhalter 2, 2a, 3, 3a eingesetzt sind. Die Unterschiede zwischen der Ausbildung gemäß Figur 1 und Figur la liegt darin, dass bei der Figur 1 der in Längsrichtung verlaufende Abstandhalter 2 durchgehend ist, wobei die quer zur Längsrichtung der Wanne verlaufenden Abstandhalter 3 zwischen der Wannenlängswandung und dem Abstandhalter 2 eingesetzt sind. Bei der Ausführungsvariante gemäß Figur 1 hingegen sind in Längsrichtung hintereinander Abstandhalter 2, 2a in der Längsmitte der Wanne angeordnet, wobei die quer zur Wannenlängsrichtung verlaufenden Abstandhalter 3a von einer Wannenlängswandung zur anderen Längswandung durchgehen und in Unterbrechungen 13 zwischen den einzelnen Teilstücken der in Längsrichtung verlaufenden Abstandhalter 2a eingesetzt sind. Zur Festlegung der Abstandhalter 3 sind gemäß Figur 2 an der Längsinnenwandung der Wanne 1, Ausnehmungen 11 und diesen Ausnehmungen gegenüberliegend entsprechende Ausnehmungen 12 in dem in Längsrichtung der Wanne 1 verlaufenden Abstandhalter 2 angeordnet. Beim Ausführungsbeispiel gemäß Figur la und 2a sind an der Längsinnenwandung der Wanne la wieder Ausnehmungen I Ia vorgesehen, welche mit entsprechenden Unterbrechungen 13 zwischen den Abstandhaltern 2a fluchten. Die Ausnehmungen 11, I Ia, 12 sowie die Unterbrechung 13 sind in Vorderansicht trapezförmig, wobei die von der Wannenoberkante ausgehenden Seitenwandungen der Ausnehmungen zum Boden der Wanne 1, 1a hin konvergieren.

Die Querschnittsform der quer zur Wannenlängsrichtung verlaufenden Abstandhalter 3 und 3a entsprechen den Querschnitten der Ausnehmung 11, I Ia, 12 bzw. der Unterbrechung 13, wodurch die Abstandhalter passgenau in der Wanne 1, la festlegbar sind. Die Längsinnenwandungen der Wanne 1, la verlaufen vom Boden der Wanne 1, la ausgehend im rechten Winkel nach oben, wobei die Ausnehmungen 11, I Ia entsprechend ausgebildet sind damit die Abstandhalter in diesen Ausnehmungen trotz der hohen Belastungen durch die darüber hinweg fahrenden Fahrzeuge den Belastungen standhalten.

Zwischen den in Querrichtung verlaufenden Abstandhaltern 3, 3a sind Kraftmessmodule 4 eingesetzt, deren Querschnitt dem Freiraum zwischen den Abstandhaltern bzw. zwischen den Wandungen der Wanne 1, la und dem in Längsrichtung verlaufenden Abstandhalter 2 bzw. 2a entsprechen. Diese Kraftmessmodule bestehen aus einer starren Platte 6, die im Bereich ihrer vier Ecken am Boden der Wanne 1, 1a entweder an jeder Ecke durch Kraftmesssensoren 7 abgestützt sind (siehe Figur 4) oder aber entlang einer ihrer Längskanten über zwei Kraftmesssensoren 7 und entlang der gegenüberliegenden Längskante über Schwenklager 8 festgelegt sind (Figur 3). Die letztgenannte Ausführungsvariante ergibt eine höhere Stabilität der Lagerung der Platten 6, da Querschubbewegungen durch darüber fahrende Fahrzeuge von den Schwenklagern aufgenommen werden können. Diese Variante wird für die Erfassung der dynamischen Achsdrücke eingesetzt. Zur Erfassung der statischen Achsdrücke wird hingegen die vorher beschriebene Variante verwendet, nämlich jene, bei welcher die starre Platte 6 im Bereich ihrer vier Ecken am Boden der Wanne 1 über die Kraftmesssensoren 7 abgestützt ist. Diese Kraftmessmodule zur Erfassung der statischen Achsdrücke sind am Anfang und/oder am Ende der Messstrecke angeordnet und mit 4' bezeichnet. Zusätzlich kann man im Bereich der Kraftmesssensoren 7 auch noch Dämpfungselemente 9 vorsehen, welche ein Aufkommen von Störschwingungen verhindern.

Wie in Figur 4 dargestellt ist, können im Bereich der Außenwandungen der Platten 6 Gleitelemente 10 angebracht sein, mittels welcher verhindert werden soll, dass durch Anhaften der Platten 6 an der Wannenwandung bzw. der Wandung der Abstandhalter eine Verfälschung der Messergebnisse erfolgt.

Wie aus den Figuren 1 und la ersichtlich ist, sind die Kraftmessmodule paarweise in Längsrichtung nebeneinander angeordnet, wobei in Längsrichtung der Wanne gesehen die Abstände zwischen den Kraftmessmodulen unterschiedlich sind, um zu verhindern, dass durch die Messanordnung zusätzliche Schwingungen in das Fahrzeug eingebracht werden, die beim Überfahren der Messstrecke das Messergebnis beeinflussen können. Diese unterschiedlichen Abstände werden in einfacher Weise durch Verwendung von Abstandhaltern entsprechender Breite erzielt. Es können an Stelle der paarweise nebeneinander liegenden Kraftmessmodule auch einstückig durchgehende Kraftmessmodule vorgesehen sein, wobei dann der in Längsmitte verlaufende Abstandhalter 2 bzw. 2a entfallen kann, wie dies in Fig.9 wiedergegeben ist. Wie aus den Figuren 2 und 2a ersichtlich ist, weist der Boden der Wanne 1, la

Wassersammeirinnen 14 auf, die zu Abflussöffnungen 15 führen. Damit wird verhindert, dass Oberflächenwasser in der Wanne zurückbleibt.

Die Kraftmesssensoren sind an einen Rechner 16 (Fig. 7, 8) angeschlossen, welcher die zeitlichen Abstände a der Maxima M, M' der Messungen der hintereinander liegenden Kraftmessmodule erfasst und mit dem Anstieg A der Belastungskurve in Relation setzt. Es kann dadurch herausgefiltert werden, welche Belastung durch die Eigenschwingung des Fahrzeuges hervorgerufen wurde und welche die tatsächliche Achsbelastung des Fahrzeuges ist. Dazu wird die vom Fahrzeug ausgelöste Eigenschwingungskurve mit dem gemessenen Belastungswerten überlagert.

Dazu werden die von den Kraftmessmodulen 4 gelieferten Daten zur Datenaufbereitung im Rechner 16 in einer Datenerfassung eichfähig aufbereitet, wobei auch mit externen Telematik-Modulen kommuniziert wird, um erforderliche zusätzliche Daten berücksichtigen zu können. Die erfassten Messwerte werden in der Datenauswertung mit anderen Daten, z.B. einer Fahrzeugerkennungssoftware verknüpft und analysiert. Diese Analyse kann auch on-line erfolgen, wobei unter anderem die Laufgütequalität beurteilt wird, wodurch z.B. starke Schäden am Rad erkannt werden können. Weiters wird durch die Verknüpfung der Messdaten das Fahrzeuggewicht in eichfähiger Genauigkeit ermittelt. Schließlich ermöglicht die erfindungsgemäße Ausbildung die Auswertung der dynamischen Radkräfte und Achslasten. Die ermittelten und ausgewerteten Messdaten werden dann archiviert und einem Kommunikationsmodul zur Verfügung gestellt. Bei der Ausführungsvariante gemäß den Fig 10 und 11 sind in der Wanne 1" Kraftmessmodule 4" vorgesehen, die durch Abstandhalter 3" in ihrer Lage gesichert sind. Die Kraftmessmodule 4" bestehen je aus einer über beide Fahrspuren reichenden Platte 6", die über Kraftmesssensoren 7" am Wannenboden abgestützt sind. Die Fahrspuren werden an den Außenseiten der Messanordnung durch in Längsrichtung verlaufende Begrenzungsbalken 17 begrenzt.

Bei dieser Ausführungsvariante sind an der Wanne 31 mit dieser einstückige Abstandhalter 32 vorgesehen, zwischen welche die Kraftmessmodule 34 bzw. 34 eingesetzt sind. Bei den Kraftmessmodulen 34 handelt es sich um jene zur Aufnahme der dynamischen Kräfte und bei dem Kraftmessmodul 34' handelt es sich um jenes zur Erfassung der statischen Achsdrücke. Die Kraftmessmodule 34, 34' sind in ihrer Längserstreckung, also quer zur Längsrichtung der Wanne 31, kürzer als die entsprechenden Ausnehmungen zwischen den Abstandhaltern 32, wodurch seitlich Putzöffnungen 36 frei bleiben, welche im Normalbetrieb durch seitliche Fahrbahnbegrenzer 35 abgedeckt sind. Diese Putzöffnungen dienen dazu, dass im Bedarfsfall die Kraftmesssensoren 7 der einzelnen Kraftmessmodule von der Seite her zugänglich sind, um allfällige Wartungsarbeiten oder dergleichen vornehmen zu können. Diese Putzöffnungen 36 sind im Normalbetrieb durch die seitlichen Fahrbahnbegrenzer 35 so abgedeckt, dass grobe Verunreinigungen, wie Streusplitt oder dergleichen, in diese Putzöffnungen nicht hineinfallen können. Auch das Eindringen von direktem Regenwasser ist damit verhindert. Falls von der Fahrbahn abrinnendes Oberflächenwasser vorhanden ist, so kann dies teilweise über Dichtlippen 37 (Fig. 14) am Eindringen in Putz Schächte weitgehend gehindert werden. Die Auswertung der Messwerte erfolgt in gleicher Weise wie es vorstehen zu den anderen Ausführungsvarianten beschrieben ist.

Auch bei der Ausführung gemäß Fig. 12 und 13 ist eine starre Wanne 21 vorgesehen in welche Platten 22 und 23 eingesetzt sind. Die Platte 22 ist dabei die Gleistrageplatte in der dynamischen Messzone, wobei auf dieser Platte die Schienen 24 über Schwellen 25 aufliegen. In dieser dynamischen Messzone sind an den Schienen 24 bekannte Dehnmessstreifen (nicht dargestellt) angebracht, u.zw. am Schienenfuß oder am Schienensteg. Die Platte 23 ist für den statischen Messbereich vorgesehen, wobei die Schienen 24 an den mit 26 angedeuteten Schnittstellen vom Schienenstrang von parasitären Kraftnebenschlüssen freigestellt, vorzugsweise getrennt sind und die freigehaltenen Schienenstücke ebenfalls über Schwellen an der Platte 23 aufliegen. Unterhalb der Platte 23 sind Kraftmesssensoren 27 angeordnet, über welche sich die Platte 23 am Wannenboden abstützt. Zwischen den Platten 22 und 23 ist ein Abstandhalter 28 angeordnet, welcher der Führung der Platte 23 dient, diese jedoch belastungsmäßig von der Platte 22 trennt. Auch bei dieser Ausführung sind die als Dehnmessstreifen ausgebildeten Kraftmesssensoren und auch die Kraftmesssensoren 27 an einen (nicht dargestellten) Rechner angeschlossen, welcher die Messwerte zueinander in Relation setzt. Bei den erfindungs gemäßen Messanordnungen können die Kraftmessmodule der dynamischen Messung durch geeichte Messungen mittels der statischen Messmodule geeicht, kalibriert und justiert werden.

Die in den angeführten Ausführungsbeispielen beschriebenen Messanordnungen sind in den Zeichnungen mit Ausnahme der Kraftmessmodule 4 und der Lager 8 als Betonbauteile dargestellt. Anstelle dieser Betonbauteile können jedoch in nicht dargestellter Weise auch Metall- oder Kunststoffbauteile verwendet werden.