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Title:
ARRANGEMENT AND METHOD FOR CONNECTING FLUID-CONDUCTING COMPONENTS, MORE PARTICULARLY IN THE EXHAUST GAS LINE OF A MOTOR VEHICLE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/115390
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an arrangement (100) for connecting a first fluid-conducting component (110) to a second fluid-conducting component (120), more particularly in the exhaust gas line of a motor vehicle, having a seal (130), which seals the components (110, 120) at the connecting point, and having a band clamp (140), which encloses the components (110, 120) at the connecting point and attaches the components (110, 120) to each other. According to the invention, the seal (130) is formed with a tab (131), which protrudes at the connecting point after the components (110, 120) have been connected and is visible through a separation joint (141) of the band clamp (140). The invention further relates to a corresponding method for connecting a first fluid-conducting component (110) to a second fluid-conducting component (120).

Inventors:
TANGERMANN, Sönke Andreas (Moldaustraße 16, Neckarsulm, 74172, DE)
MORSCH, Holger (Lerchenstr. 19, Neudenau, 74861, DE)
SEIDL, Bertram (Straßäcker 33, Oberhausen an der Donau, 86697, DE)
CAR, Onur Ulas (Chausseestraße 59 d, Berlin, 10115, DE)
SCHLOTHAUER, Janet (Am Park 28, Klötze, 38486, DE)
Application Number:
EP2018/083993
Publication Date:
June 20, 2019
Filing Date:
December 07, 2018
Export Citation:
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Assignee:
AUDI AG (85045 Ingolstadt, 85045, DE)
VOLKSWAGEN AG (Berliner Ring 2, Wolfsburg, 38440, DE)
International Classes:
F01N13/18; F16L23/08; F16L23/18
Foreign References:
DE102016103687A12017-09-07
US20060202480A12006-09-14
FR2925648A32009-06-26
FR2906864A12008-04-11
US20110277466A12011-11-17
DE102011108441A12013-01-24
DE102015215975A12017-02-23
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Claims:
PATENTANSPRÜCHE:

Anordnung (100) zum Verbinden eines ersten fluidleitenden Bauteils (1 10) mit einem zweiten fluidleitenden Bauteil (120), insbesondere im Abgasstrang eines Kraftfahrzeugs, mit einer Dichtung (130), welche die Bauteile (1 10, 120) an der Verbindungsstelle abdichtet, und mit einer die Bauteile (1 10, 120) an der Verbindungsstelle umschlingenden Spannschelle (140), welche die Bauteile (1 10, 120) aneinander befes tigt,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Dichtung (130) mit einem Fähnchen (131 ) ausgebildet ist, welches nach dem Verbinden der Bauteile (1 10, 120) an der Verbindungsstelle hervorsteht und durch eine Trennfuge (141 ) der Spannschelle (140) sichtbar ist.

Anordnung (100) nach Anspruch 1 ,

dadurch gekennzeichnet, dass

das Fähnchen (131 ) farbig markiert ist.

Anordnung (100) nach Anspruch 1 oder 2,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Spannschelle (140) an der Trennfuge (141 ) eine einzelne Spann schraube (142) aufweist, die so angeordnet ist, dass die Trennfuge (141 ) einsehbar ist.

Anordnung (100) nach einem der vorausgehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

das erste Bauteil (1 10) an seinem zu verbindenden Ende (1 11 ) mit ei ner Nut (1 12) ausgebildet ist und die Dichtung (130) mit einer Nase (132) ausgebildet ist, wobei die Nase (132) genau in die Nut (112) passt und dadurch die Dichtung (130) in Umfangsrichtung genau positioniert werden kann. Anordnung (100) nach einem der vorausgehenden Ansprüche, insbe sondere nach Anspruch 4,

dadurch gekennzeichnet, dass

das zweite Bauteil (120) an seinem zu verbindenden Ende (121 ) mit ei nem Dorn (125) ausgebildet ist und die Spannschelle (140) mit einer Nase (145) ausgebildet ist, wobei der Dorn (125) und die Nase (145) einen Drehanschlag bilden und dadurch die Spannschelle (140) in Um fangsrichtung genau positioniert werden kann.

Anordnung (100) nach einem der vorausgehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

beide Bauteile (1 10, 120) mit T-Flanschen (1 13, 123) ausgebildet sind und die Spannschelle (140) eine V-Bandschelle ist.

Anordnung (100) nach einem der vorausgehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Dichtung (130) einstückig ausgebildet ist.

Verfahren zum Verbinden eines ersten fluidleitenden Bauteils (1 10) mit einem zweiten fluidleitenden Bauteil (120), insbesondere im Abgas strang eines Kraftfahrzeugs, mit den Schritten:

- Bereitstellen des ersten fluidleitenden Bauteils (1 10) und des zweiten fluidleitenden Bauteils (120);

- Herstellen einer Anordnung (100) gemäß einem der vorausgehenden Ansprüche 1 bis 7;

- visuelle Prüfung, ob das Fähnchen (131 ) der Dichtung (130) durch die Trennfuge (141 ) der Spannschelle (140) sichtbar ist.

Description:
Anordnung und Verfahren zum Verbinden fluidleitender Bauteile, insbesondere im Abgasstrang eines Kraftfahrzeugs

BESCHREIBUNG:

Die Erfindung betrifft eine Anordnung zum Verbinden eines ersten fluidlei tenden Bauteils mit einem zweiten fluidleitenden Bauteil, insbesondere im Abgasstrang eines Kraftfahrzeugs, mit einer Dichtung, welche die Bauteile an der Verbindungsstelle abdichtet, und mit einer die Bauteile an der Verbin- dungsstelle umschlingenden Spannschelle, welche die Bauteile aneinander befestigt.

Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zum Verbinden eines ersten fluid leitenden Bauteils mit einem zweiten fluidleitenden Bauteil, insbesondere im Abgasstrang eines Kraftfahrzeugs.

Ein fluidleitendes Bauteil im Sinne der Erfindung ist bspw. eine Rohrleitung (auch ein Flexrohr), eine Schlauchleitung, ein Gehäuse (z. B. ein Turbola dergehäuse oder ein Auspufftopf), eine Armatur (z. B. ein Ventil), ein Adapter und dergleichen, durch das ein Fluid, insbesondere ein Abgas einer Verbren nungskraftmaschine, durchgeleitet wird. Insbesondere handelt es sich um abgasführende Bauteile einer Abgasanlage bzw. einer Abgasführungsein richtung an einem Kraftfahrzeug. Die DE 10 2015 215 975 A1 beschreibt einen Abgasstrang eines Fahrzeu ges, umfassend einen ersten, abgasführenden Abschnitt, einen zweiten, ab gasführenden Abschnitt, und eine Bandschelle, die die beiden Abschnitte miteinander verbindet. Nach der Montage der Klemm- bzw. Spannschelle kann nicht mehr geprüft werden, ob eine Dichtung montiert wurde. Falls Zweifel bestehen, muss die Verbindung wieder demontiert werden. Eine Aufgabe der Erfindung ist es, hierfür Abhilfe zu schaffen.

Die Aufgabe wird gelöst durch die Gegenstände der unabhängigen Patent ansprüche. Weiterbildungen und Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich analog für alle Erfindungsgegenstände aus den abhängigen Patentan sprüchen, der nachfolgenden Beschreibung und der Zeichnung.

Die erfindungsgemäße Anordnung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtung mit (wenigstens) einem Fähnchen ausgebildet ist, welches bei ver bundenen Bauteilen bzw. nach dem Verbinden der Bauteile, d. h. im montier ten Zustand, an der Verbindungsstelle (nach außen) hervorsteht bzw. aus der Verbindungsstelle zwischen den verbundenen Bauteilen herausragt, und durch eine Trennfuge der Spannschelle sichtbar ist.

Anhand des sichtbaren Fähnchens kann immer nachvollzogen werden, ob die Dichtung montiert wurde. Ein Fähnchen ist insbesondere in kleinflächiges (z. B. < 1 cm 2 ), blattartiges Element, das radial und/oder axial vom Dich tungskörper, insbesondere ein Dichtungsring, abragt. Das Fähnchen hat kei nen Einfluss auf die Abdichtung zwischen den Bauteilen und soll insbeson dere nur eine Sicht- bzw. Erkennungsfunktion erfüllen. Das Fähnchen kann farbig markiert sein und bspw. mit einer gängigen Signalfarbe versehen sein, damit dieses auch bei schlechten Lichtverhältnissen erkennbar ist.

Die Trennfuge ist der Spalt bzw. die Öffnung zwischen den beiden Enden bzw. Ringenden der Spannschelle. Bevorzugt weist die Spannschelle an der Trennfuge eine einzelne Spannschraube auf, welche die beiden Enden des in der Regel ringförmig ausgebildeten Schellenbands verbindet, sodass durch Verdrehen der Spannschraube der Umfang bzw. Durchmesser der Spannschelle veränderbar ist. Bevorzugt ist diese Spannschraube so ange ordnet ist, dass die Trennfuge einsehbar ist. Die beiden Bauteile sind an ihren zu verbindenden Enden bzw. Anschluss abschnitten bevorzugt mit T-Flanschen bzw. Ringflanschen ausgebildet und die Spannschelle ist bevorzugt als Hohlband- und insbesondere als V- Bandschelle ausgebildet, welche die T-Flansche übergreift.

Bevorzugt ist vorgesehen, dass eines der Bauteile, insbesondere das erste Bauteil, an seinem zu verbindenden Ende bzw. an seinem Anschlussab schnitt mit einer Nut oder dergleichen ausgebildet ist, und dass die Dichtung mit einer Nase oder dergleichen ausgebildet ist, wobei die Nase an der Dich tung exakt in die Nut am Bauteil passt und dadurch die Dichtung in Umfangs richtung genau positioniert werden kann bzw. positionierbar ist. Ferner ist bevorzugt vorgesehen, dass eines der Bauteile, insbesondere dass zweite Bauteil, an seinem zu verbindenden Ende bzw. an seinem Anschlussab schnitt mit einem Dorn oder dergleichen ausgebildet ist, und dass die Spannschelle mit einer Nase oder dergleichen ausgebildet ist, wobei der Dorn am Bauteil und die Nase an der Spannschelle einen Drehanschlag bzw. Verdrehanschlag für die Spannschelle bilden und dadurch die Spann schelle in Umfangsrichtung genau positioniert werden kann bzw. positionier bar ist.

Durch die beiden vorausgehend erläuterten Maßnahmen können bei der Montage die Dichtung und die Spannschelle in Umfangsrichtung positioniert bzw. ausgerichtet werden, d. h. die Nut, der Dorn und die Nasen sind Positi oniermittel bzw. -hilfen. Damit werden die Dichtung und die Spannschelle in Umfangsrichtung auch relativ zueinander positioniert bzw. ausgerichtet, so- dass gewährleistet wird, dass das Fähnchen durch die Trennfuge der Spann schelle sichtbar ist.

Bevorzugt ist die Dichtung, einschließlich des Fähnchens und gegebenen falls der Nase, einstückig ausgebildet. Die Dichtung kann ein einstückiges, aus Blech gefertigtes Stanz-Umformteil sein. Die Dichtung kann auch einstü ckig aus Kunststoff oder Verbundmaterial gefertigt sein. Das erfindungsgemäße Verfahren zum Verbinden eines ersten fluidleitenden Bauteils mit einem zweiten fluidleitenden Bauteil, insbesondere im Abgas strang eines Kraftfahrzeugs, umfasst die Schritte:

- Bereitstellen des ersten fluidleitenden Bauteils und des zweiten fluidleiten den Bauteils, die gegebenenfalls schon im Kraftfahrzeug eingebaut oder vormontiert sind;

- Herstellen einer erfindungsgemäßen Anordnung zum fluidleitenden Verbin den dieser beiden Bauteile, wobei insbesondere die Dichtung und die Spann schelle relativ zueinander ausgerichtet werden, wie vorausgehend erläutert;

- visuelle Prüfung bzw. Sichtprüfung, ob das Fähnchen der Dichtung durch die Trennfuge der Spannschelle sichtbar ist, wobei diese Prüfung jederzeit (bspw. auch in einer Werkstatt) manuell oder automatisch erfolgen kann.

Die Erfindung wird bevorzugt für den Abgasstrang bzw. die Abgasanlage eines Kraftfahrzeugs verwendet, insbesondere zum Verbinden bzw. für die Verbindung von Katalysator und Partikelfilter oder Partikelfilter und AGR- Kühler oder zur Turboladerverbindung.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert. Die in den Figuren der Zeichnung gezeigten und/oder nachfolgend erläuterten Merkmale können, auch unabhängig von bestimmten Merkmalskombinatio nen, allgemeine Merkmale der Erfindung sein und die Erfindung entspre chend weiterbilden.

Fig. 1 zeigt in einer perspektivischen Darstellung eine erfindungsgemäße Anordnung vor dem Verbinden.

Fig. 2 zeigt in einer anderen perspektivischen Darstellung die erfindungs gemäße Anordnung beim Verbinden.

Fig. 1 zeigt eine erfindungsgemäße Anordnung 100 zum fluidleitenden Ver binden eines ersten fluidleitenden Bauteils 1 10 mit einem zweiten fluidleiten den Bauteil 120, wobei es sich insbesondere um Bauteile im Abgasstrang eines Kraftfahrzeugs handelt. Zur Anordnung 100 gehören neben den beiden Bauteilen 1 10, 120 auch eine als Ringdichtung ausgebildete Dichtung 130 und eine Spannschelle 140. Die Spannschelle 140 weist eine Trennfuge 141 auf, an der radial nach außen versetzt eine Spannschraube 142 angeordnet ist. Die Bandschelle 140 ist als V-Bandschelle ausgebildet und weist mehrere im Querschnitt V-förmige Profilsegmente 143 auf, die (innenseitig) an einem mit der Spannschraube 142 spannbaren Außenband 144 angeschweißt sind.

Die einstückige Dichtung 130 ist mit einem Fähnchen 131 ausgebildet, wel ches nach dem Verbinden der Bauteile 1 10, 120, also im montierten Zustand der Anordnung 100, an der Verbindungsstelle hervorsteht, d. h. aus den ver bundenen Bauteilen 1 10, 120 herausragt, und durch die Trennfuge 141 der Spannschelle 140 sichtbar ist. Das Fähnchen 131 ist also auch noch nach der Montage weiterhin sichtbar. Somit ist durch einfache Sichtprüfung er kennbar, ob beim Verbinden der beiden Bauteile 1 10, 120 eine Dichtung 130 eingebaut wurde. Die radial nach außen versetzte Spannschraube 142 er möglicht eine gute Einsicht in die darunterliegende Trennfuge 141.

Die Dichtung 130 ist ferner mit einer laschenartigen Nase 132 (erste Nase) ausgebildet und das erste Bauteil 1 10 ist an seinem zu verbindenden Ende bzw. an seinem Anschlussabschnitt 1 1 1 mit einer korrespondierenden Nut bzw. Ausnehmung 1 12 ausgebildet. Die Nase 132 passt genau in die Nut 1 12, sodass die Dichtung 130 beim Aufsetzen auf den Anschlussabschnitt 1 1 1 in Umfangsrichtung genau positioniert werden kann. Das Fähnchen 131 nimmt damit in Umfangsrichtung eine definierte Position ein.

Wie aus Fig. 2 ersichtlich, ist das zweite Bauteil 120 an seinem zu verbin denden Ende bzw. an seinem Anschlussabschnitt 121 mit einem radial abra genden Dorn bzw. Dom 125 ausgebildet und die Spannschelle 140 ist mit einer laschenartigen Nase 145 (zweite Nase) ausgebildet. Die Nase 145 ist Bestandteil eines (außenseitig) mit dem Außenband 144 verschweißten Auf satzstücks 146. Der Dorn 125 und die Nase 145 bilden einen Drehanschlag für die Spannschelle 140. Beim Spannen der Spannschelle 140, nachdem diese über beide T-Flansche 1 13, 123 geschoben wurde, wird mit dem an der Spannschraube 142 angesetzten Schraubwerkzeug eine in Umfangsrich- tung wirkende Kraft auf die Spannschelle 140 ausgeübt, wodurch diese in Umfangsrichtung verdreht wird, wie durch den Pfeil veranschaulicht, bis die Nase 145 am Dorn 125 anschlägt. Damit ist auch die Spannschelle 140 in Umfangsrichtung genau positioniert und die Trennfuge 141 hat in Umfangs- richtung eine definierte Position.

Sozusagen wird die Dichtung 130 am ersten Bauteil 1 10 und die Spann schelle 140 am zweiten Bauteil 120 ausgerichtet, mit dem Ziel, dass sich die Trennfuge 141 und das Fähnchen 131 in Umfangsrichtung überdecken. Die Dichtung 130 und die Spannschelle 140 können in analoger Weise auch nur am ersten Bauteil 110 oder nur am zweiten Bauteil 120 ausgerichtet werden.