BRAND, Michael (Oberdorf 27, Grossrückerswalde, 09518, DE)
LAUSCH, Holger (Semmelweisstrasse 31, Jena, 07743, DE)
WERNER, Christoph (Scharnhorststrasse 2, Jena, 07743, DE)
ANDRÄ, Wilfried (Kernbergstrasse 39, Jena, 07749, DE)
BRAND, Michael (Oberdorf 27, Grossrückerswalde, 09518, DE)
LAUSCH, Holger (Semmelweisstrasse 31, Jena, 07743, DE)
WERNER, Christoph (Scharnhorststrasse 2, Jena, 07743, DE)
| Patentansprüche
1. Anordnung zur berühxungslosen defilierten Bewegung mindestens eines magnetischen Körpers (20), der in wenigstens einer Dimension frei beweglich ist, dadurch gekennzeichnet, dass der ein magnetisches
Moment aufweisende Körper (20) im Primärmagnetfeld mindestens eines definiert beweglichen Permanentmagneten (13) angeordnet ist, der ein vom Körper (20) ausgehendes, sich am Primärmagnetfeld ausrichtendes Sekundärmagnetfeld aufweist, wobei zur Erfassung des Sekundärmagnetfeldes in der jeweiligen Position des Körpers (20) mindestens ein Magnetfeldsensor (17) vorgesehen ist.
2. Anordnung gemäß Anspruch I 5 dadurch gekennzeichnet, dass der Körper (20) ein vorzugsweise kugelförmiger, in einer Kapsel (18) dreidimensional gelagerter Dipol ist.
3. Anordnung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der magnetische Körper (20) flüssigkeitsgelagert ist.
4. Anordnung gemäß Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass aus der nachlaufenden Phasenlage des Sekundärmagnetfeldes gegenüber dem Primärmagnetfeld die Viskosität der Flüssigkeitslagerang bestimmt wird.
5. Anordnung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Permanentmagnet (13) rotationssymmetrisch gestaltet, radial magnetisiert und um seine Symmetrieachse drehbar gelagert ist.
6. Anordnung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Magnetfeldsensor (17) dreidimensional wirksam ist.
7. Anordnung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dem Magnetfeldsensor (17) eine Kompensationseinrichtung zugeordnet ist, die am Ort des Magnetfeldsensors das Primärmagnetfeld kompensiert.
8. Anordnung gemäß Anspruch 5 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Kompensationseinrichtung aus einer Magnetanordnung besteht, die mit dem rotationssymmetrischen Permanentmagneten (13) fest verbunden und um dieselbe Achse (12) drehbar gelagert ist und die am Ort des Magnetfeldsensors (17) ein dem Primärmagnetfeld entgegengesetztes Feld gleicher Stärke erzeugt,
9. Anordnung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das jeweilige Sekundärmagnetfeld als Primärmagnetfeld zur Anregung weiterer magnetischer Körper dient.
10. Anordnung gemäß Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Magnetfeldsensor ein Magnetometer ist,
11. Anordnung gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kapsel (18) von einer vorzugsweise dreidimensional wirkenden Spulenanordnung (23, 24, 25) umgeben ist, die mit der Kapsel (18) fest verbunden ist.
12. Anordnung gemäß Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die in der Spulenanordnung (23, 24, 25) bei Bewegung des Körpers (20) in der Kapsel (18) induzierten Ströme einer Auswerte- und Steuereinheit (30) zur Bestimmung der räumlichen Lage und Orientierung der Kapsel (18) zugerfuhrt werden.
13. Anordnung gemäß Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass Spulenanordnung (23, 24, 25) und magnetischer Körper (20) einen Generator zur Energiegewinnung bilden, wobei die Energie einem Speicher oder mindestens einem Energieverbraucher zugeführt wird.
14. Anordnung gemäß Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Spulen der Spulenanordnung (23, 24, 25) in Reihe geschaltet sind.
15. Anordnung gemäß Anspruch 13, gekennzeichnet durch ein Gehäuse (27), in dem einerseits die Kapsel (18) und andererseits eine übertragungskapsel (33) fest angeordnet sind, wobei die übertragungskapsel (33) eine Welle (34) aufweist, die mit der Drehachse des magnetischen Körpers (20) in der Kapsel zumindest annähernd fluchtet.
16. Anordnung gemäß Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswerte- und Steuereinheit (30) mit der Spulenanordnung (23, 24, 25) elektrisch verbunden ist und über diese ein Magnetfeld erzeugt, das sich mit dem Sekundärmagnetfeld des magnetischen Körpers (20) zur definierten Bewegung des Körpers (18) überlagert. |
P2293 Patentanwälte Bock Bieber Donath, Hans-Knöll-Str. 1 , 07745 Jena
Anordnung zur berührangslosen definierten Bewegung mindestens eines magnetischen Körpers
Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur berührungslosen definierten Bewegung mindestens eines magnetischen Körpers gemäß der Gattung der Patentansprüche. Sie ist in allen Bereichen der Technik und Medizin anwendbar, in denen es darum geht, den Weg, die Position und die Orientierung von magnetischen Körpern durch unzugängliche Kanäle und an unzugänglichen Stellen zu ermitteln.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Anordnung zur berührungslosen definierten Bewegung eines Messobjektes zu schaffen, die universell einsetzbar ist zum Positionieren und Orientieren des Messobjektes (des magnetischen Körpers) wie auch zur Feststellung seiner Lage im Raum. Ferner soll die Anordnung zur Energiegewinnung und Energieübertragung und zur Feststellung gewisser physikalischer und/oder chemischer Eigenschaften des Messobjektes und seiner unmittelbaren Umgebung geeignet sein. Schließlich soll die Anordnung für spezielle Anwendungen sehr kleine und gedrängte Bauweisen ermöglichen.
Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst und durch die Unteransprüche vorteilhaft ergänzt. Mit anderen Worten: Das vom Permanentmagneten ausgehende erste magnetische Streufeld (Primärmagnetfeld) bewirkt bei seiner Bewegung relativ zum magnetischen Körper (Messobjekt) Veränderungen der Ausrichtung des zweiten magnetischen Streufeldes (Sekundärmagnetfeld), die mit Hilfe eines Magnetfeldsensors hinsichtlich der Stärke, der Richtung und des Phasenwinkels zum ersten Streufeld in einer Ebene oder im Raum gemessen werden. Da das Messobjekt oder die Messobjekte in Kapseln frei beweglich gelagert sind, können sie mit Hilfe des sich bewegenden Permanentmagneten (Feldgeber) gezielt ausgerichtet oder anderweitig bewegt werden. Der Permanentmagnet selbst kann rotationssymmetrisch gestaltet sein und ist radial magnetisiert, d. h. bspw. an den Enden eines Zylinderdurchmessers befinden sich unterschiedliche Polungen. Die
Bewegung des Permanentmagnets kann durch einen Motor geschehen, der den Rotationskörper um seine Symmetrieachse dreht. Das Messobjekt ist vorteilhaft als stabformiger oder besser als kugelförmiger Dipol gestaltet, der sich in einer Lagerflüssigkeit in der Kapsel dreidimensional frei bewegen kann. Aus dem Phasenwinkel zwischen dem Primär- und dem Sekundärmagnetfeld ergibt sich ein Nachlauf des Sekundärmagnetfeldes, von dem auf die Viskosität der Lagerflüssigkeit geschlossen werden kann. Es versteht sich von selbst, dass die freie Beweglichkeit des Dipols auch durch eine kardanische Lagerung gewährleistbar ist.
Nach den Freiheitsgraden der Bewegung des magnetischen Körpers in der Kapsel richtet sich die Anzahl der Magnetfeldsensoren bzw. die Gestaltung des Magnetfeldsensors, der vorteilhaft ein Magnetometer ist. Der Magnetfeldsensor/die Magnetfeldsensoren können beliebig im Raum angeordnet oder gelagert sein; sie können auch mit der Zeit ihre Positionen ändern und mit dem Permanentmagneten fest verbunden sein bzw. sich synchron mit diesem bewegen. Vorteilhaft sind sie jedoch fest im Raum angeordnet. Die Messung des Sekundärmagnetfeldes kann in der Weise erfolgen, dass die Veränderung gegen das Primärfeld am Sensorort (Referenzfeld) bestimmt wird. Beim Drehen des Permanentmagnets und damit des Primärmagnetfeldes gegenüber dem Magnetfeldsensor ändert sich das Referenzfeld in Abhängigkeit vom Winkel zur Sensorachse. Vorteilhaft ist es jedoch, dass Primärmagnetfeld am Sensorort derart zu kompensieren, dass sein Betrag konstant oder vorzugsweise Null ist. Dies kann günstigerweise mit Hilfe einer permanentmagnetischen Kompensationseinrichtung geschehen, welche aus einer Permanentmagnetanordnung besteht, die mit dem rotationssymmetrischen Permanentmagneten fest verbunden und um dieselbe Achse drehbar gelagert ist und die am Ort des Magnetfeldsensors ein dem Primärmagnetfeld entgegengesetzt gerichtetes Feld gleicher Stärke erzeugt. Die Kompensation des Primärmagnetfeldes kann auch mit einer elektromagnetischen Kompensationseinrichtung vorgenommen werden, bei der mindestens eine elektrische Spule koaxial zur Drehachse des Permanentmagnets angeordnet und mit diesem synchron drehbar ist. Auch in diesem Fall
wird am Sensorort ein dem Primärmagnetfeld vorzugsweise entgegengesetztes Feld gleichen Betrags erzeugt.
Es können auch mehrere erfindungsgemäße Anordnungen nacheinander so angeordnet sein, dass das jeweilige Sekundärmagnetfeld als Primärmagnetfeld zur Anregung weiterer magnetischer Körper (Messobjekte) dient.
Soll die erfindungsgemäße Anordnung nicht nur zur übertragung von Bewegungen zur Ortung und Anzeige von Positionen, sondern auch zur Orientierung bzw. Anzeige der Orientierung des magnetischen Köpers bzw. eines ihm zugeordneten Gehäuses dienen, so ist die den freibeweglichen magnetischen Körper beinhaltende Kapsel von einer vorzugsweise dreidimensional wirkenden Spulenanordnung umgeben, die an der Kapsel befestigt ist. Bei Bewegung des magnetischen Körpers in der Kapsel wird nicht nur die Lage des Sekundärfeldes gegenüber dem Primärfeld verändert, sondern es werden auch in der Spulenanordnung Ströme induziert, die einer Auswerte- und Steuereinheit zugeführt werden, welche daraus die Orientierung des magnetischen Körpers im Raum ermittelt und ggf. anzeigt. Umgekehrt kann die Spulenanordnung in geeigneter Weise bestromt werden, um dem magnetischen Körper eine gewünschte räumliche Orientierung zu geben.
Spulenanordnung und magnetische Körper können auch einen Generator zur Energiegewinnung bilden, wobei die Generatorenergie einem Speicher oder mindestens einem Energieverbraucher zugeordnet wird. Dabei sind die einzelnen Spulen der Spulenanordnung vorteilhaft in Reihe geschaltet, um einen maximalen Generatorwirkungsgrad zu erzielen.
Zur Bewegungsübertragung ist die Generatorkapsel (Kapsel mit dem magnetischen Körper) vorteilhaft in einem Gehäuse einerseits fest angeordnet, in dem andererseits eine übertragungskapsel befestigt ist. Die übertragungskapsel weist eine Drehachse auf, welche mit der Drehachse des magnetischen Körpers in der Generatorkapsel zumindest angenähert fluchtet.
Die Auswerte- und Steuereinheit kann auch mit der Spulenanordnung derartig elektrisch verbunden sein, dass von ihr aus die Spulenanordnung bestromt wird, so dass in der Kapsel ein Magnetfeld erzeugt wird, das
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sich dem Sekundärmagnetfeld des magnetischen Körpers zur definierten Bewegung dieses Körpers und der Kapsel überlagert. Weitere vorteilhafte Gestaltungen und Wirkungsweisen der Erfindung sind den nachfolgenden verbalen und zeichnerischen Darstellungen entnehmbar.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand der schematischen Zeichnung von vier Ausfuhrungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen:
Figur 1 den Aufriss eines ersten Ausfuhrungsbeispiels der
Erfindung, Figur 2 einen Grundriss des ersten Ausfuhrungsbeispiels der
Erfindung,
Figur 3 eine abgewandelte Kapsel als zweites Ausfuhrungsbeispiel der Erfindung,
Figur 4 einen Längsschnitt eines dritten Ausfuhrungsbeispiels der Erfindung und
Figur 5 einen Längsschnitt eines vierten
Ausfuhrungsbeispiels der Erfindung, bei dem die Erfindung sowohl der Positionierung und
Orientierung als auch der Energiegenerierung und übertragung dient.
In den Figuren 1 und 2 wird von einem Motor 10 mit elektrischen Anschlüssen 11 über eine Welle 12 ein rotationssymmetrischer
Permanentmagnet (zylindrischer Feldgeber) 13 in Drehungen um eine geometrische Achse X-X (verdeckt) versetzt. Der Permanentmagnet 13 ist radial magnetisiert und besitzt eine Nordpolhälfte N und eine
Südpolhälfte S. Am Permanentmagnet 13 sind einem Zwischenraum 14 einschließende quaderförmige kleinere Permanentmagnete 15, 16 über eine Halterung 141 befestigt, deren Pole ebenfalls N und S sind. Im
Zwischenraum 14 ist ein im vorliegenden Fall dreidimensional wirkender Magnetfeldsensor 17 von den Magneten 13, 14, 15 getrennt und starr angeordnet. Der Permanentmagnet 13 erzeugt ein Primärmagnetfeld, in dem sich eine unmagnetische Kapsel 18 befindet, in welcher ein in einer nichtmagnetischen Flüssigkeit 19 frei
schwimmender magnetischer Körper (kugelförmiger Dipol) mit den Polen N und S gelagert ist, dessen magnetisches Streufeld (Sekundärmagnetfeld) mit Hilfe des Magnetfeldsensors 17 gemessen werden soll. Beim Drehen des Permanentmagnets 13 in Richtung eines Pfeiles 21 dreht sich der magnetische Körper 20 in Richtung eines Pfeiles 22, also entgegengesetzt. Da die Permanentmagnete 15, 16 ein Magnetfeld aufbauen, das im Zwischenraum 14 dem Primärmagnetfeld im Betrag gleich, aber entgegengesetzt ist, wirkt auf den Magnetfeldsensor 17 nur das vom magnetischen Körper 20 erzeugte, sich am Primärmagnetfeld ausrichtende Sekundärmagnetfeld.
Das Ausführungsbeispiel der Figuren 1 und 2 dient sowohl der Bewegungsübertragung auf den magnetischen Körper 20 als auch der Ortung des magnetischen Körpers 20 mit Hilfe des Magnetfeldsensors 17. Die Erfindung ist nicht an die dargestellten Gestaltungen und Anordnungen des Permanentmagneten 13, der
Kompensationseinrichtung 15, 16, des Magnetfeldsensors 17 und des magnetischen Körpers 20 gebunden.
Figur 3 zeigt abweichend von den Figuren 1 und 2 eine Kapsel 18, der eine dreidimensionale wirkende Spulenanordnung mit Induktionsspulen
23, 24, 25 zugeordnet ist. In der Kapsel 18 ist ein kugelförmiger Dipol
20 in einer Flüssigkeit 19 frei beweglich gelagert, was durch einen Pfeil
26 angedeutet ist. Wird der Dipol 20 ähnlich wie in den Figuren 1 und 2 bewegt, so induziert er in den Spulen 23, 24, 25 im Allgemeinen unterschiedliche Ströme, die einer nicht dargestellten Auswerteeinheit zugeführt werden, welche aus den Strömen die Orientierung des Dipols
20 bzw. der Kapsel 18 im Raum ermittelt und anzeigt.
In Figur 4 ist wieder ein magnetischer Körper 20 in einer Kapsel 18 frei drehbar gelagert, die von einer Spulenanordnung 23, 24, 25 umgeben ist,
■ deren Befestigungen an einem Gehäuse mit 251 bezeichnet sind. Kapsel
18 und Spulenanordnung 23, 24, 25 sind in einem Gehäuse 27 befestigt, das seinerseits von einer äußeren Gehäuseschale 18 umgeben ist. In einer zweiten äußeren Gehäuseschale 29 ist eine Auswerte- und Steuereinheit 30 angeordnet, zu der elektrische Verbindungen 31 mit Kontakten 32 von der Spulenanordnung 23, 24, 25 bestehen. Beide Gehäuseschalen 28,
29 sind teleskopartig ineinander schiebbar. Durch die elektrischen Verbindungen 31 wird die in der Spulenanordnung 23, 24, 25 durch Bewegung des magnetischen Körpers 20 gewonnene elektrische Energie zum Antrieb von Elektromotoren mit angeflanschten Bewegungstraktoren (nicht dargestellt) und damit zur ferngesteuerten Bewegung benutzt. Ebenso kann die gewonnene elektromagnetische Energie zur Energieversorgung von Kapselkomponenten, wie bspw. Sensoren, Aktoren, Datenübertragungs- und Steuerungssystemen, Akkumulatoren usw. benutzt werden. Schließlich ist es möglich, die Kapsel 18 mit der sie umgebenden Spulenanordnung 23, 24, 25 ausschließlich für die Ortung und Lagebestimmung im Raum zu verwenden. Die elektrischen Verbindungen 31 sind zu dem Zweck vorteilhaft derart gestaltet, dass sie zu verarbeitende Signale von den Spulen 23, 24, 25 zur Auswerte- und Steuereinheit 30 transportieren und Steuersignale von der Auswerte- und Steuereinheit 30 über Kontakte 32 an die Spulen 23, 24, 25 zur Ausrichtung des Dipols 20 geben. Die Auswerte- und Steuereinheit 30 kann auch als ferngesteuertes System ausgestaltet sein.
In Figur 5 sind zwei äußere Gehäuseschalen 28, 29 teleskopartig ineinander geschoben. In der einen Gehäuseschale 28 befinden sich ein Schutzgehäuse 27 für die mit der Spulenanordnung 23, 24, 25 versehene Kapsel 18, in welcher der Dipol 20 frei drehbar gelagert ist, und eine längliche übertragungskapsel 33. In Längsrichtung der übertragungskapsel 33 ist in dieser mittig eine Welle 34 gelagert, auf der eine Förderschraube 35 und ein magnetischer Dipol 36 befestigt sind. Dieser auf der Welle 34 abseitig von der Kapsel 18 gelagerte Dipol 36 hat vorzugsweise ein vergleichsweise geringeres magnetisches Moment als der Dipol 20 in der Kapsel 18. Dem Dipol 36 ist auf der übertragungskapsel 33 eine Induktionsspule 37 zugeordnet. Durch eine zur Welle 34 rotationssymmetrische Wandung 38 ist der Innenraum der mit Flüssigkeit gefüllten übertragungskapsel 33 radial in einen inneren
Teilraum 331 und einen äußeren Teilraum 332 geteilt, die über
Steuerventile 333, 334 in Verbindung stehen. An ihrem der Kapsel 18 zugewandten Ende ist die Welle 34 mit einer Druckfläche 341 versehen, der an der Kapsel 18 ein Blähsack oder Schalter 39 gegenüber liegen.
Abweichend von der Darstellung in Figur 5 kann die Förderschraube 35 selbst als magnetischer Dipol ausgebildet sein.
In der äußeren Gehäuseschale 29 befindet sich eine Auswerte- und Steuereinheit 30 die Sensoren, Motoren, Akkumulatoren, Datenverarbeitungs- und übertragungsmittel und ggf. ein Flüssigkeitsreservoir umfasst.
Antriebsabgriffe 40 und Antriebsachsen 41 dienen der übertragung der Energie, wenn die Spulenanordnungen 23, 24, 25 und der magnetische Körper 20 in der Kapsel 18 einen Generator zur Energiegewinnung bilden.
Wird außerhalb der Gehäuseschalen 28, 29 ein magnetisches Wechsel-, Dreh- oder Impulsfeld erzeugt, so richtet sich der magnetische Körper 20 in der Kapsel 18 nach dem jeweiligen Feld aus und rotiert genau um eine Achse, die rechtwinklig zum Primärfeld am Ort des Körpers 20 gerichtet ist, wodurch sich ein optimaler Ortungs- und Generatorwirkungsgrad ergibt. Der starr auf der Welle 34 der übertragungskapsel 33 befestigte magnetische Dipol 36 rotiert dann optimal, wenn sich das außen angelegte magnetische Feld genau auf dessen Rotationsachse ausrichtet. In diesem Falle wird die Rotationsbewegung optimal über die Förderschraube 35 vorwärts oder rückwärts umgewandelt. Damit können auf beiden Seiten der übertragungskapsel 33 unterschiedliche Flüssigkeitsdrücke generiert werden. Bei Verbindung der beiden Enden der übertragungskapsel 33 mit einem Schlauchsystem arbeitet die übertragungskapsel 33 als Pumpe. Je nach Pumprichtung können bspw. die Flüssigkeitsströme (nicht dargestellt) in dem Schlauchsystem für richtungsändernde Antriebssysteme verwendet werden, indem die Längsbewegung der Flüssigkeit in eine Drehbewegung umgewandelt wird. So können sich zwei oder mehrere Antriebsräder o. ä. in der übertragungskapsel 33 in unterschiedliche Richtungen drehen, womit die Gesamtanordnung gezielt bewegt bzw. ferngesteuert werden kann.
Während sich die Rotationsachse des magnetischen Körpers 20 in der
Kapsel 18 dem angelegten Magnetfeld frei anpasst und damit eine maximal genaue Ortung und optimale Generatorleistung erreicht, trifft dies für den magnetischen Dipol 36 auf der raumfesten Welle 34 nur
dann zu, wenn die Drehachse des äußeren magnetischen Feldes mit der Rotationsachse des Dipols übereinstimmt. In diesem Fall ist das magnetisch zu ortende Drehfeld am größten. Neben der Ortung der Kapsel 18 im Raum kann damit auch eine Achsausrichtung der Kapsel 18 bestimmt werden, indem das äußere Magnetfeld dreidimensional so ausgerichtet wird, dass die Rotationsachsen von magnetischem Körper 18 und Dipol 36 sich in einer Flucht befinden und gegenseitig verlängern und auf diese Weise ein maximales Drehfeld zur Ortung generieren.
Die Anordnung der Kapsel 20 sowie der übertragungskapsel 33 innerhalb des Gehäuses 32 kann so gestaltet werden, dass bei entsprechend hohen Drehzahlen des magnetischen Körpers 20 und der damit verbundenen Erwärmung der Lagerflüssigkeit 19 sich der Blähsack 39 ausdehnt und auf die Drackfläche 341 an der Well 34 einen Druck ausübt, wodurch die Welle 34 fixiert und damit ihre Drehung verhindert wird. Dieser Effekt kann zur hochgenauen Ortung benutzt werden, weil nur ein Drehfeld im Gehäuse 32 erzeugt wird. Danach hebt sich bei geringerer Rotation des magnetischen Körpers 20 in der Kapsel 18 und damit ab Kühlung der Lagerflüssigkeit 19 der Blähsack 39 wieder von der Druckfläche 341 ab, die Welle 34 mit der Förderschraube 35 beginnt sich wieder zu drehen bis beide Rotationsachsen, wie oben dargestellt, übereinstimmen und die Achsausrichtung des Gesamtgehäuses bestimmt werden kann.
Ist auf der Welle 34 keine Förderschraube vorgesehen, dann wird die Anordnung zur Bestimmung der Ausrichtung der Gehäuseschalen 28, 29 mit ihrem gesamten Inhalt benutzt. In diesem Fall kann auch die übertragungskapsel 33 sowohl mit als auch ohne zusätzliche Induktionsspule 37 ausgeführt werden. Die in einer oder beiden Kapseln 18, 33 gewonnene elektrische Energie kann auch über die Antriebsachsen 41 zum Antrieb von nicht dargestellten Elektromotoren mit angeflanschten Bewegungstraktoren und damit zur ferngesteuerten Bewegung genutzt werden.
Die erfindungsgemäße Anordnung ist geeignet, folgende Funktionen bzw. Anwendungen einzeln, getrennt, zeitlich versetzt und/oder parallel
für die Messung von Parametern zur Bestimmung sowie zur Steuerung und Beeinflussung von Positionen und Zuständen des Messobjekts. Lagervolumens und Lagermediums zu realisieren:
- Ortung und Anzeige der Position des Messobjektes, - räumliche Ausrichtung bzw. Angabe der Orientierung des
Messobjektes,
- berührungslose übertragung von Energie zum bzw. vom Messobjekt,
- Messung bestimmter physikalischer und chemischer Eigenschaften bzw. Zustände des Messobjekts, des
Lagervolumens und des Lagermediums des Messobjekts,
- ferngesteuerte Beeinflussung bestimmter physikalischer und chemischer Eigenschaften bzw. Zustände des Messobjekts, des Lagervolumens und des Lagermediums, um bspw. Bewegungsabläufe, öffnungsmechanismen und/oder
Freisetzungsmechanismen auslösen zu können.
Alle in der Beschreibung und den nachfolgenden Ansprüchen dargestellten Merkmale können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination miteinander erfindungswesentlich sein.
Bezugszeichen
10 Motor
11 Anschlüsse
12 Welle
13, 15, 16 Permanentmagnete
14 Zwischenraum
17 Magnetfeldsensor
18 Kapsel
19 Flüssigkeit
20 magnetischer Körper, Dipol
21, 22, 26 Pfeile
23, 24, 25 Spulen
27 Gehäuse
28, 29 Gehäuseschalen
30 Auswerte- und Steuereinheit
31 elektrische Verbindungen
32 Kontakte
33 übertragungskapsel
34 Welle (mit Lagerung)
35 Förderschraube
36 Dipol
37 Induktionsspule
38 Wandung
39 Blähsack, Schalter
40 Antriebsabgriffe
41 Antriebsachsen
141 Halterung
251 Befestigungen
331, 332 Teilräume
333, 334 Steuerventile
341 Druckfläche
M Motor
N Nordpol
S Südpol
Next Patent: A METHOD OF RENDERING AT LEAST ONE ELEMENT IN A CLIENT BROWSER
