| 1. | Anordnung zur Vermeidung von Kontaktkorrosionen bei der Befestigung eines Magnesiumrades an der Radan¬ lage eines Kraftfahrzeuges, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der innenseitigen Anlagefläche des Magnesiumrades (1) und der Radanlagefläche (6) im Bereich der Befestigungsbohrungen (17) eine ring¬ förmige Distanzscheibe (10) aus Aluminium eingefügt ist und daß als Mittenzentrierung in die Nabenboh¬ rung (8) des Magnesiumrades (1) ein ringförmiger Adapter (11) aus Kunststoff eingeklemmt ist, der die radial innenliegende ümfangsflache (20) der Di¬ stanzscheibe (10) abdeckt und diese zentriert. |
| 2. | Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Distanzscheibe (10) achsparallele Bohrungen (12) entsprechend den Befestigungsbohrungen (17) des Magnesiumrades (1) sowie eine zum Magnesiumrad (1) hin sich konisch verengende Innenumfangsflache (20) aufweist, an die die sich entsprechend konisch erweiternde Außenumfangsfläche (21) des Kunststoff- Adapters (11) anliegt. |
| 3. | Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine der Bohrungen (12) der Distanz- scheibe (10) auf ihrer Anlageseite (25) zum Magne¬ siumrad (1) eine Senkung (18) aufweist und daß in diese Bohrung (12) eine Zentrierhülse (13) mit einem mittig radial abragenden Bund (14) derart eingesetzt ist, daß der Bund (14) die Senkung (18) voll ausfüllt und mit der Planfläche (25) der Di¬ stanzscheibe (10) abschließt. |
| 4. | Anordnung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekenn¬ zeichnet, daß der Kunststoff-Adapter (11) einen zy¬ lindrischen Abschnitt (15) mit mehreren, axial freigeschnittenen Rastnasen (16) und einen daran anschließenden, sich am Innen- und Außenumfang ko¬ nisch erweiternden Abschnitt mit Innendurchmessern (23) entsprechend dem Außendurchmesser des Zen¬ trieransatzes (24) der Radanlage (6) aufweist. |
| 5. | Anordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Nabenbohrung (8) des Magnesiumrades (1) mit einer radialen Erweiterung (22) versehen ist, in die die Rastnasen (16) des Adapters (11) einrasten. |
| 6. | Anordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Kunststoff-Adapter (11) aus glasfaserver¬ stärktem Polyamid besteht. |
| 7. | Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Aluminium-DistanzScheibe (10) eine Dicke von etwa 3 bis 5 mm aufweist. |
| 8. | Anordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Zentrierhülse (13) einen geringfügig größe¬ ren Innendurchmesser als dem Außendurchmesser der Befestigungsschrauben (5) und einen Außendurchmes¬ ser entsprechend den Bohrungsdurchmessern (12, 17) in der Distanzscheibe (10) und dem Magnesiumrad (1) für die Befestigungsschrauben (5) aufweist. |
Magnesiumrädern
Die -Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung zur Ver¬ meidung von Kontaktkorrosionen bei der Befestigung eines Magnesiumrades an der Radanlage eines Kraftfahr¬ zeuges.
Bei hochwertigen Personenkraftwagen sind in zunehmendem Maße die die Reifen tragenden Räder aus Leichtmetall gefertigt, um damit eine Gewichtsersparnis der ungefe¬ derten Massen und eine Verbesserung des Fahrkomforts zu erreichen. Für derartige Räder ist bisher überwiegend Aluminium eingesetzt worden. Ein noch leichteres Ge¬ wicht und damit eine weitere Herabsetzung der ungefe¬ derten Massen ergibt sich jedoch bei der Verwendung von Magnesium für diese Räder.
Derartige Räder werden üblicherweise an den Radanlagen der Fahrzeugachsen festgeschraubt, wobei derartige Radträger aus Stahl oder Stahlguß bestehen.
Bei direktem Kontakt von Magnesium und Stahl kann es jedoch zu sog. Kontaktkorrosionen kommen, die das Me- tallgittergefüge des Magnesiumrades nachhaltig stören
können, so daß die Haltbarkeit eines solchen aus Magne¬ sium gefertigten Rades vermindert werden kann.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zu¬ grunde, eine Anordnung zu schaffen, mit der ein direk¬ ter Kontakt von Magnesium und Stahl vermieden wird, mit dem aber keinerlei Einschränkungen der Festigkeit der Verbindung zwischen dem Magnesiumrad und der Radanlage am Fahrzeug verbunden sind.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist erfindungsgemäß vorgese¬ hen, daß zwischen der innenseitigen Anlagefläche des Magnesiumrades und der Radanlagefläche im Bereich der Befestigungsbohrungen eine ringförmige Distanzscheibe aus Aluminium eingefügt ist und daß als Mittenzentrie¬ rung in die Nabenbohrung des Magnesiumrades ein ring¬ förmiger Adapter aus Kunststoff eingeklemmt ist, der die radial innenliegende Umfangsfläche der Distanz¬ scheibe abdeckt und diese zentriert.
Mit einer derartigen Zwischenschaltung einer Aluminium¬ scheibe zwischen dem Magnesiumrad und der Stahl-Radan¬ lage im Bereich wesentlicher Pressungen wird somit ein direkter Kontakt zwischen Magnesium und Stahl vermie¬ den, da Kontaktkorrosionen zwischen Magnesium und Alu¬ minium einerseits sowie Aluminium und Stahl anderer¬ seits praktisch ausgeschlossen sind. Die übrigen nicht belasteten Kontaktbereiche zwischen Magnesiumrad und Radanlage sind durch eine ausreichende Druckfestigkeit aufweisende Kunststoffteile getrennt.
Zweckmäßig ist es dabei, wenn die Distanzscheibe achsparallele Bohrungen entsprechend den Befestigungs¬ bohrungen des Magnesiumrades sowie eine zum Magnesium¬ rad sich konisch verengende Innenumfangsfläche auf¬ weist, an die die sich entsprechend konisch erweiternde Außenfumfangsflache des Kunststoff-Adapters anlegt.
Ferner ist es zweckmäßig, wenn mindestens eine der Boh¬ rungen der Distanzscheibe auf ihrer Anlageseite zum Magnesiumrad eine Senkung aufweist und daß in diese Bohrung eine Zentrierhülse mit einem mittig radial ab¬ ragenden Bund derart eingesetzt ist, daß der Bund die Senkung voll ausfüllt und mit der Planfläche der Di¬ stanzscheibe abschließt.
Der Kunststoffadapter selbst kann einen zylindrischen Abschnitt mit mehreren, axial freigeschnittenen Rastna¬ sen und einen daran anschließenden, sich am Innen- und Außenumfang konisch erweiternden Abschnitt mit Innen¬ durchmessern entsprechend dem Außendurchmesser des Zen¬ trieransatzes der Radanlage aufweisen.
Zur Festlegung des Adapters am Magnesiumrad ist es zweckmäßig, wenn die Nabenbohrung des Rades eine ra¬ diale Erweiterung aufweist, in die die Rastnasen des Adapters einrasten können.
Zweckmäßigerweise besteht der Kunststoffadapter aus glasfaserverstärktem Polyamid, das gleiche Material, aus dem auch die Zentrierhülse gefertigt ist.
Die Zentrierhülse hat zweckmäßigerweise einen geringfü¬ gig größeren Innendurchmesser als dem Außendurchmesser der Befestigungsschrauben und einen Außendurchmesser entsprechend den Bohrungsdurchmessern in der Distanz¬ scheibe und dem Magnesiumrad für die Befestigungs¬ schrauben, um eine exakte Ausrichtung der Distanz¬ scheibe zum Magnesiumrad zu ermöglichen.
Die Aluminium-Distanzscheibe selbst sollte eine Dicke von etwa 3 bis 5 mm aufweisen.
Anhand einer schematischen Zeichnung sind Aufbau und Funktionsweise eines Ausführungsbeispieles nach der Er¬ findung näher erläutert. Dabei zeigen
Fig. 1 einen Längsschnitt durch ein fertig montiertes Magnesiumrad,
Fig. 2 eine perspektivische, auseinandergezogene Ansicht von Adapter, Distanzscheibe und Zentrierhülse und
Fig. 3 einen vergrößerten Teilschnitt im Bereich einer Befestigungsschraube durch das Magnesiumrad.
In Fig. 1 ist zunächst ein Querschnitt durch ein Magne¬ sium-Scheibenrad 1 mit Nabe 2, Speichen 3 und Felgen¬ bett 4 zur Aufnahme des nicht näher dargestellten Rei¬ fens gezeigt. Dieses Magnesiumrad ist im Bereich der Nabe 2 über entsprechende Schrauben 5 mit der gestri-
chelt eingezeichneten Radanlage 6 außenliegend zur ebenfalls gestrichelt angedeuteten Bremsscheibe 7 ver¬ bunden. Zwischen dem Magnesiumrad 1 und der Radanlage 6 ist nunmehr im Bereich der Schrauben 5 eine ringförmige Aluminium-Distanzscheibe 10 angeordnet, die radial in¬ nenliegend von einem in die Nabenbohrung 8 eingeklemm¬ ten Kunststoffadapter 11 zentriert ist.
In Fig. 2 sind die Einzelteile zur Verhinderung einer Kontaktkorrosion in perspektivischer Ansicht im ausein¬ andergezogenen Zustand noch einmal dargestellt, deren Querschnitte sich im einzelnen aus dem vergrößerten Teilquerschnitt nach Fig. 3 ergeben. Wie man aus Fig. 2 ersieht, weist die Aluminium-Distanzscheibe 10 fünf ko¬ axiale Bohrungen 12 auf, die mit den entsprechenden Bohrungen in der Nabe für die Befestigungsschrauben fluchten. Zum Einsatz in einer dieser Bohrungen 12 ist die Zentrierhülse 13 vorgesehen, deren Funktion noch später erläutert wird.
Der Adapter 11 aus Kunststoff weist im hinteren zylin¬ drischen Bereich 15 vier freigeschnittene Rastnasen 16 zur Arretierung in der Radnabe auf.
Wie man dazu aus dem vergrößerten Querschnitt nach Fig. 3 ersieht, weist der zwischen der Nabe 2 des Magnesium¬ rades 1 und der Radanlage 6 eingelegte Distanzring 10 aus Aluminium Bohrungen 12 auf, deren Durchmesser genau den Bohrungen 17 in der Radnabe 2 entspricht.
In eine der Bohrungen 12 der Distanzscheibe 10 ist eine zylindrische Zentrierhülse 13 eingesetzt, die mittig einen radial abragenden Bund 14 aufweist, der in eine Senkung 18 auf der radseitigen Stirnfläche der Distanz¬ scheibe 10 eingreift. Diese Zentrierhülse 13 wird somit in der Distanzscheibe 10 gehaltert und erstreckt sich in die Bohrung 17 der Radnabe 2, um damit die Distanz¬ scheibe 10 genau auszurichten.
Der Innenumfang der Distanzscheibe 10 weist eine sich zum Magnesiumrad 1 konisch verengende Umfangsflache 20 auf, an der direkt die sich entsprechend konisch erwei¬ ternde Außenumfangsfläche 21 des Kunststoffadapters 11 anlegt. Dieser Kunststoffadapter 11 ragt mit seinem zy¬ lindrischen Bereich 15 in die Nabenbohrung 8 und hat - wie man insbesondere aus der perspektivischen Ansicht nach Fig. 2 ersieht - vom zylindrischen Bereich 15 freigeschnittene und geringfügig länger ausgebildete Rastnasen 16, die in eine radiale Erweiterung 22 in der Nabenbohrung 8 einrasten.
Mit seinem Innendurchmesser 23 sitzt der Kunststoffadapter 11 genau auf dem Außenumfang des ge¬ strichelt dargestellten Zentrieransatzes 24 der Radan¬ lage 6 an.
Die Montage der Einzelteile, Distanzscheibe 10 und Adapter 11 am Magnesiumrad 1 erfolgt dabei zweckmäßi¬ gerweise wie folgt: Zunächst wird die Zentrierhülse 13 in die die Senkung 18 aufweisende Bohrung 12 der Di¬ stanzscheibe 10 eingedrückt und zwar so, daß der Bund
14 die Planfläche 25 der Distanzscheibe 10 nicht über¬ ragt.
Anschließend wird das Magnesiumrad 1 mit seiner Sicht¬ seite nach unten auf den Boden gelegt und die Zentrier¬ hülse 13 zusammen mit der Distanzscheibe 10 in eine der Bohrungen 17 der Radnabe 2 eingesetzt. Anschließend wird die Distanzscheibe 10 so gedreht, daß alle Bohrun¬ gen 12 der Distanzscheibe 10 mit den Bohrungen 17 der Nabe 2 fluchten.
Anschließend wird der Kunststoffadapter 11 durch die zentrale Öffnung 20 der Distanzscheibe 10 gedrückt bis die Rastnasen 16 hörbar in der Nabenbohrung 8 einra¬ sten. Damit ist dann eine genaue Zentrierung und Halte- rung der Distanzscheibe 10 gegenüber dem Magnesiumrad 1 gegeben. Anschließend werden über entsprechende erwei¬ terte Sacklochbohrungen 26 von der Außenseite des Magnesiumrades 1 her Kegelbundschrauben 5 aus Titan eingeführt und damit das Rad 1 gegen die Radanlage 6 verschraubt.
Die Distanzscheibe 10 weist zweckmäßigerweise eine Dicke von etwa 3 bis 5 mm auf und ist aus einem druck¬ festen Aluminium gefertigt, das keine Kontaktkorrosio¬ nen zum Magnesium des Rades und zum Stahl der Radanlage aufweist.
Der Adapter 11 besteht zweckmäßigerweise aus glasfaser¬ verstärktem Polyamid und weist damit ebenfalls eine
hohe Festigkeit auf. Aus gleichem Material kann auch die Zentrierhülse 13 hergestellt sein.
Mit der beschriebenen Anordnung und den entsprechend gestalteten Einzelteilen ist es also auf einfache Weise möglich, bei der Verwendung eines Scheibenrades aus Magnesium Kontaktkorrosionen zur Radanlage aus Stahl sicher zu vermeiden, da alle möglichen Berührungsflä¬ chen durch Aluminium im Druckbereich und Kunststoff im reinen Formschlußbereich voneinander getrennt sind.
Next Patent: TOOTHED FASTENER SYSTEM
