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Title:
ARRANGEMENT FOR PROCESSING SIGNALS AT THE OUTPUT OF A MULTICHANNEL DETECTOR
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2008/011999
Kind Code:
A1
Abstract:
Disclosed is an arrangement for processing signals at the output of a multichannel detector during the spectrally resolved detection of transient fluorescence phenomena in a microscope, particularly lifetime measurements. Said arrangement is characterized in that a free programmable gate array (FPGA) is disposed behind the output of the multichannel detector.

Inventors:
WOLLESCHENSKY, Ralf (Botzstrasse 1, Jena, 07743, DE)
LIEDTKE, Mirko (Fritz-Reuter-Strasse 19, Jena, 07745, DE)
Application Number:
EP2007/006279
Publication Date:
January 31, 2008
Filing Date:
July 16, 2007
Export Citation:
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Assignee:
CARL ZEISS MICROLMAGING GMBH (Carl-Zeiss-Promenade 10, Jena, 07745, DE)
WOLLESCHENSKY, Ralf (Botzstrasse 1, Jena, 07743, DE)
LIEDTKE, Mirko (Fritz-Reuter-Strasse 19, Jena, 07745, DE)
International Classes:
G01N21/64; G02B21/00
Attorney, Agent or Firm:
HAMPE, Holger (Jena, 07745, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Anordnung zur Signalverarbeitung am Ausgang eines Mehrkanaldetektors bei der spektral aufgelösten Erfassung von zeitlich veränderlichen Fluoreszenzerscheinungen in einem Mikroskop, insbesondere Lebensdauermessungen, dadurch gekennzeichnet dass dem Ausgang des Mehrkanaldetektors ein FPGA (free programmable gate array) nachgeordnet ist.

2. Anordnung nach Anspruch 1 , wobei den PMT Kanälen im FPGA asynchrone Zähler zugeordnet sind.

3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2

Wobei eine Zeittaktvorgabe ( Pixelclock) vorgesehen ist, die bestimmt, wann der Zählerstand ausgelesen und abgespeichert wird.

4. Anordnung nach Anspruch 3, wobei eine zeitliche Zuordnung von Probenreaktionen auslösenden Laserpulsen zu der Pixelclock vorgesehen ist.

5. Anordnung nach einem der Ansprüche 1-4, wobei innerhalb der FPGA durch Hardwareverdrahtung unterschiedlicher Länge und/ oder programmierbare Verzögerung durch öffnung verschiedener Register zu verschiedenen Zeiten eine zeitliche Zuordnung von eingehenden Messwerten erfolgt.

6. Laser - Scanning-Mikroskop nach einem der vorangehenden Ansprüche, das Dispersionsmittel zur spektralen Auslösung von Fluoreszenzlicht sowie einen Mehrkanaldetektor zur Erfassung der Spektralkompoinenten in mehreren Spektralkanälen aufweist.

Description:

Anordnung zur Signalverarbeitung am Ausgang eines Mehrkanaldetektors

Zur zeitaufgelösten Messung von Fluoreszenzerscheinungen (Energietransfer, FLIM) werden Kurzpulslaser eingesetzt.

Das Fluorophor wird durch einen starken ultrakurzen Laserpuls angeregt und der zeitliche Abfall der Fluoreszenz wird untersucht.

Aus DE 1003318OA 1 , das zum Bestandteil der vorliegenden Offenbarung gehört, ist es bekannt, das von der Probe ausgehenden Fluoreszenzsignal spektral aufzulösen und die Spektralkomponenten mit einem Mehrkanaldetektor aufzuzeichnen.

Bei der Erfassung von FLIM Informationen aus einem Mehrkanaldetektor , beispielsweise einem 32 - fach PMT der Firma Hamamatsu kommt es darauf an, die eingehenden Signale auf möglichst einfache Weise gleichzeitig , zeitlich exakt und ohne Totzeiten aufzuzeichnen.

Hier bietet die vorliegende Erfindung einen besonders vorteilhaften Ansatz.

In Fig. 1 ist ein 32 - fach PMT dargestellt, der gemäß DE 10008594 A1 eine zeitabhängige Intensitäts- und Spektralinformation liefert. Diesem nachgeschaltet sind zwei ASIC (z.B. von Hamamatsu) , welche je 16 Kanäle im photon counting mode betreiben.

Hier werden Schaltschwellen über Komparatoren zur Rauschtrennung festgelegt und am Ausgang der ASICS liegt für jeden PMT Kanal ein differentielles Leitungspaar zur

Bereitstellung einer digitalen 1 oder 0 Information ( Puls oder kein Puls ) vor.

Ermittelt werden soll nun , wie viel Pulse innerhalb einer von einer Pixelclock festgelegten Zählzeit pro Kanal ankommen und wie sie sich zeitlich verteilen.

Dies erfolgt erfindungsgemäß innerhalb einer FPGA (free programmable gate array).

Der erste Schritt ist in Fig. 2 dargestellt. Jedem PMT Kanal ist in der FPGA ein asynchroner Zähler C zugeordnet, in den alle Puls einlaufen.

Durch einen Zähler ( Counter ) werden die Impulse pro Zeiteinheit in Registern abgelegt. Jede Zählzeit hat ein Register , von diesem kann es dann in einem Speicher abgespeichert werden.

Das erfolgt quasi über Schubladen ( 32 Türen im Register), es wird nur das abgespeichert was interessiert.

Der systemübergreifende Pixelclock PX bestimmt den Zeitpunkt , zu welchen der gegenwärtige Zählerstand zwischengespeichert und zur übertragung an Speicher (PC) über Interface (Giga Star) vorbereitet wird.

Nach dem Auslesen der Zähler werden diese gelöscht und der Zählvorgang startet von neuem.

In Fig. 3a) ist schematisch die zeitliche Zuordnung der Pixelclock PY, der eine Probenreaktion auslösenden Laserpulse P sowie der eingehenden Photonen als Probenreaktion pro PMT Kanal dargestellt.

Im Oberen Teil sind Zeitfenster X, X+1 usw. dargestellt, die innerhalb eines Zählzyklus ( Zeit zwischen zwei Laserpulsen )liegen, wobei für die einzelnen Zeitfenster Zählregister vorgesehen sind.

Fig. 3b zeigt den zeitlichen Signalverlauf pro PMT Kanal, der der Auslesung der Zählregister entsprechen würde.

Beispielsweise wird nicht der gesamte Spektralbereich betrachtet. In Fig. 4 ist dargestellt, wie innerhalb der FPGA die zeitliche Auswertung erfolgt. Dargestellt sind beispielhaft die Eingänge E1 , E2 , von zwei PMT Kanälen kommend, die die digitalisierten Signale von den ASIC erhalten. Durch hardwaremäßige Verdrahtung V mit unterschiedlicher Länge oder programmierbare Verzögerungskanäle ( wie dargestellt) wird dafür gesorgt, dass Register R,R1 , R2 jeweils zu unterschiedliche Zeiten X, x+t, X+2t , geöffnet werden und dadurch die über die Eingänge E1 , E2 eingehenden Impulse in die Register gelangen, die eindeutig einer Zeit zugeordnet ist, die einer bestimmten Verzögerung nach der Auslösung eines Startsignals (Anregungspuls P des Lasers) entspricht. Hardwaremäßig werden beispielsweise 64 Eingänge (Bitbreite für ein Datenbord) genommen und jedes der Pin von außen mit einer Leitung V bestimmter Länge miteinander verknüpft Nur das Register mit dem ankommenden Puls(en) hat ein Signal 1 , die anderen 0. Jetzt liegt die Zeitinformation vor.

Die Werte werden in Register als Zählwerte pro Kanal übertragen. Im Takt der Anregungspulse P erfolgt eine Auslesung der Register R mit der in ihnen enthaltenen Zeitinformation und über ein Interface die übertragung zu einem Speicherund Auswertemedium ( PC) .