DOHNAL, Dieter (Stefan-Zweig-Str. 1, Lappersdorf, 93138, DE)
BRUECKL, Oliver (Perlseestr. 8, Waldmünchen, 93449, DE)
DOHNAL, Dieter (Stefan-Zweig-Str. 1, Lappersdorf, 93138, DE)
| Patentansprüche 1. Anordnung eines Stufenschalters an einem Regeltransformator, wobei der Stufenschalter ein mechanisches Kontaktsystem zur Wahl einer Anzapfung einer Regelwicklung des Regeltransformators sowie einen Lastumschalter zur eigentlichen Lastumschaltung aufweist, wobei der Regeltransformator einen ölgefüllten Kessel aufweist, in dem sich mindestens ein Eisenjoch und Wicklungen befinden und wobei der Kessel oben durch einen Transformatordeckel abgeschlossen ist, dadurch gekennzeichnet, dass das mechanische Kontaktsystem (8) des Stufenschalters innerhalb des Kessels (1 ) unterhalb des Transformatordeckels (4) und oberhalb des Eisenjochs (3) angeordnet ist. 2. Anordnung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass auch der Lastumschalter (7) des Stufenschalters innerhalb des Kessels (1) unterhalb des Transformatordeckels (4) und oberhalb des Eisenjochs (3) angeordnet ist. 3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass Lastumschalter (7) und mechanisches Kontaktsystem (8) des Stufenschalters durch eine horizontale Durchführungsplatte (9) voneinander getrennt sind. 4. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse des Stufenschalters oben einen separat zu öffnenden Deckel (10) aufweist. 5. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Lastumschalter (7) des Stufenschalters leistungselektronische Schaltmittel, insbesondere Thyristoren oder IGBTs, zur unterbrechungslosen Lastumschaltung besitzt. 6. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Regeltransformator ein Ortsnetztransformator bzw. ein verbrauchernaher Verteiltransformator ist. |
Die Erfindung betrifft die Anordnung eines Stufenschalters, insbesondere eines elektronischen Stufenschalters, an einem Regeltransformator, insbesondere einem Verteiltransformator.
Stufenschalter dienen zur unterbrechungslosen Umschaltung zwischen Wicklungsanzapfungen eines Regeltransformators. Sie sind seit vielen Jahren Stand der Technik und in zahlreichen
Ausführungsformen mit mechanischen Kontakten oder Vakuumschaltröhren oder auch
Halbleiterschaltern als Schaltelementen zur Lastumschaltung bekannt.
Aus der Veröffentlichung„Krämer: On-Load Tap-Changers for Power Transformers", MR-Publication, 2000, Seite 6 sind die unterschiedlichen bekannten Anordnungen eines Stufenschalters am bzw. im Transformator bekannt. Beim sogen.„In-tank-type" (Einbauschalter) befindet sich der Stufenschalter vollständig eingesenkt in den Transformatorkessel seitlich neben den Wicklungen des Transformators und ist von dessen ölvolumen umgeben. Abhängig von der Bauform besitzen der Lastumschalter oder auch der komplette eingelassene Stufenschalter ein separates ölvolumen.
Beim sogen.„Compartment-type" (Anbauschalter) ist der Stufenschalter seitlich am
Transformatorkessel angeordnet und steht über Durchführungen mit der Regelwicklung in
Verbindung. Üblicherweise weist der seitlich angebaute Stufenschalter ein separates ölvolumen auf. Aus der DE 101 02 310 C1 ist ein Stufenschalter mit mindestens einem Überschaltwiderstand und Halbleiter-Schaltelementen bekannt, wobei nur der Stufenwähler im ölgefüllten Transformatorkessel untergebracht ist, während der eigentliche Lastumschalter mit Thyristoren als Halbleiterschalt- Elementen in einem seitlich angebauten separaten Gehäuse in Luft sich befindet. Der
Überschaltwiderstand wiederum ist in einem weiteren seitlichen separaten Gehäuseteil in Luft angeordnet.
Nachteilig bei den bekannten Anordnungen des Stufenschalters im Transformator oder seitlich am Transformator ist eine erforderliche entsprechend breitere oder längere Transformatorbauweise. Speziell bei Verteiltransformatoren bzw. Ortsnetztransformatoren würde eine solche entsprechend breitere oder längere Transformatorenbauweise, die den Platz für den Stufenschalter mit umfasst, zu entsprechend größeren Kompaktstationen führen. Dies ist jedoch unerwünscht, da größere
Kompaktstationen entsprechend teuer sind und vor allem auch mehr Aufstellplatz beanspruchen.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Anordnung eines Stufenschalters an einem
Regeltransformator vorzusehen, die die durch den Transformator vorgegebene Grundfläche nicht vergrößert und insgesamt eine effiziente, raumsparende und kostengünstige Integration des Stufenschalters mit einem Regeltransformator gestattet. Diese Aufgabe wird durch eine Anordnung mit den Merkmalen des ersten Patentanspruches gelöst. Die Unteransprüche betreffen vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung.
Der Erfindung liegt die allgemeine Idee zugrunde, den Stufenschalter oberhalb des Eisenjochs des Regeltransformators und damit insgesamt oberhalb am oder im Regeltransformator vorzusehen. Dies ist besonders vorteilhaft bei Kompaktstationen, die in der Regel nach oben genügend Platz bieten. Besonders bei solchen Kompaktstationen ist ein möglichst geringer Aufstellplatz gewünscht, um den notwendigen Grunderwerb für das Aufstellen so gering als möglich zu halten. Die Höhe der auf der entsprechenden Fläche installierten Kompaktstationen hingegen beeinflusst diese Kosten nicht.
Nach einer ersten Ausführungsform der Erfindung befindet sich das mechanische Kontaktsystem des
Stufenschalters unterhalb des Transformatordeckels und damit innerhalb des Transformators, der eigentliche Lastumschalter hingegen oberhalb des Transformatordeckels und damit außerhalb des
Transformators.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung befindet sich der komplette Stufenschalter d. h. sowohl das mechanische Kontaktsystem als auch der Lastumschalter, unterhalb des
Transformatordeckels und damit innerhalb des Transformators.
Besonders vorteilhaft ist es, das mechanische Kontaktsystem und den Lastumschalter durch eine isolierende Durchführungsplatte voneinander zu trennen.
Weiterhin vorteilhaft ist es, im Rahmen der Erfindung den Lastumschalter als leistungselektronischen
Lastumschalter mit elektronischen Schaltmitteln wie Thyristoren oder IGBTs vorzusehen.
Bei einer Ausführungsform mit einem solchen leistungselektronischen Lastumschalter und einer
Trennung vom mechanischen Kontaktsystem durch die erwähnte isolierende Durchführungsplatte können damit die elektronischen Bauelemente in Luft, das mechanische Kontaktsystem hingegen in öl betrieben werden - ihren bevorzugten Umgebungsmedien.
Auf besonders vorteilhafte Weise ist ein separater Deckel vorgesehen, so dass der
leistungselektronische Lastumschalter ohne weiteres separat von oben zugänglich ist.
Die Erfindung soll nachfolgend an Hand von Ausführungsbeispielen näher erläutert werden. Es zeigen:
Figur 1 eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Anordnung
Figur 2 eine zweite Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Anordnung.
In Figur 1 ist in schematischer Darstellung ein Kessel 1 eines Regeltransformators gezeigt, in dessen Innerem sich Wicklungen 2 und mindestens ein Eisenjoch 3 befinden. Oben ist der Kessel 1 durch einen Transformatordeckel 4 abgeschlossen. Üblicherweise ist der komplette Kessel 1 ölgefüllt. Oberhalb des Transformatordeckels 4 sind noch die MS-Durchführung 5 und die NS-Durchführung 6 angedeutet. Die Verbindung zu der Primär- bzw. Sekundärseite der Wicklung 2 im Inneren des Transformators und die elektrischen Verbindungen von der Regelwicklung zum Stufenschalter sind nicht gezeigt. Oberhalb des Eisenjoches 3 ist ein Stufenschalter angeordnet, der einen elektronischen Lastumschalter 7 und darunter ein mechanisches Kontaktsystem 8, den Wähler, aufweist.
Lastumschalter 7 und Kontaktsystem 8 sind durch eine horizontale Durchführungsplatte 9 hermetisch voneinander getrennt. Die elektrischen Verbindungen von den beiden Teilen des Stufenschalters durch die Durchfϋhrungsplatte 9 hindurch sind wiederum nicht dargestellt. Das Gehäuse des Stufenschalters besitzt oben einen separat zu öffnenden Deckel 10. Es ist zu sehen, dass bei dieser Ausführungsform sich der elektronische Lastumschalter 7 oberhalb des Transformatordeckels 4 befindet, während das mechanische Kontaktsystem 8 sich innerhalb des Transformators, d. h.
unterhalb des Transformatordeckels 4 befindet.
Figur 2 zeigt eine weitere Ausführungsform der Erfindung, bei der, abweichend von der bisher beschriebenen Lösung, sowohl elektronischer Lastumschalter 7 als auch mechanisches
Kontaktsystem 8 unterhalb des Transformatordeckels 4 und damit im Kessel 1 angeordnet sind.
Bei beiden Ausführungsformen ist durch die Anordnung des Stufenschalters oberhalb des Eisenjochs 3 sichergestellt, dass die benötigte Grundfläche für die Anordnung ausschließlich durch die
Dimensionierung der Wicklung 2 und sich daraus ergebende Größe des Kessels 1 festgelegt ist. Der Stufenschalter hingegen benötigt erfindungsgemäß keine zusätzliche Aufstellfläche.
Wie bereits erläutert, ist dieser Vorteil der minimierten Aufstellfläche besonders für
Verteiltransformatoren in entsprechenden Kompaktstationen bedeutsam. Die Erfindung arbeitet auf vorteilhafte Weise mit einem elektronischen Lastumschalter, der leistungselektronische
Schaltelemente aufweist.
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