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Title:
ARRANGEMENT FOR THE TRANSMISSION OF ELECTRICAL ENERGY
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2016/188586
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an arrangement (2) for transmitting electrical energy from an energy-generating installation (3) arranged in a body of water (1), to the bank (15) of said body of water. The arrangement comprises a first electrical conductor (7) extending from the energy-generating installation (3) to an electrical device (9), and a second electrical conductor (13) extending from said electrical device (9) to the bank (15) of the body of water. Said electrical device (9) is incorporated into at least one housing (20, 21, 22, 23, 24) arranged on the bed (11) of the body of water. The arrangement comprises a surfacing means (504, 506, 508, 603, 605) to allow said at least one housing (20, 21, 22, 23, 24) to rise up to the surface (27) of the body of water.

Inventors:
GIERING, Gerald, Franz (Rosenwinkel 17, Kalchreuth, 90562, DE)
HAMMER, Thomas (Am Holzacker 57, Schwabach, 91126, DE)
Application Number:
EP2015/061877
Publication Date:
December 01, 2016
Filing Date:
May 28, 2015
Export Citation:
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Assignee:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Wittelsbacherplatz 2, München, 80333, DE)
International Classes:
H02G1/10; H02G9/02; B66F1/00; F16L1/16
Domestic Patent References:
WO2010051872A12010-05-14
Foreign References:
EP2793333A12014-10-22
US20060062635A12006-03-23
US6030145A2000-02-29
US4110994A1978-09-05
US20050180820A12005-08-18
EP2704276A12014-03-05
Other References:
None
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Claims:
Patentansprüche

1. Anordnung (2) zur Übertragung von elektrischer Energie von einer in einem Gewässer (1) angeordneten

Energieerzeugungsanlage (3) zum Ufer (15) des Gewässers

- mit einem ersten elektrischen Leiter (7), der von der

Energieerzeugungsanlage (3) zu einer elektrischen Einrichtung (9) verläuft, und mit einem zweiten elektrischen Leiter (13), der von der elektrischen Einrichtung (9) zum Ufer (15) des Gewässers verläuft,

- wobei die elektrische Einrichtung (9) in mindestens ein Gehäuse (20, 21, 22, 23, 24) eingebaut ist, das auf dem Grund (11) des Gewässers angeordnet ist, und

- wobei die Anordnung ein Auftauchmittel (506, 508, 603, 605) zum Auftauchen des mindestens einen Gehäuses (20, 21, 22, 23,

24) zur Oberfläche (27) des Gewässers aufweist.

2. Anordnung nach Anspruch 1,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

- das Gehäuse (502) mit der elektrischen Einrichtung leichter als das von ihm verdrängte Wasser ist, das Gehäuse (502) mittels einer Halterung (504) am Grund (11) des Gewässers gehalten ist, und das Auftauchmittel ein Seil (506) zum kontrollierten Aufsteigenlassen des Gehäuses (502) zur

Oberfläche (27) des Gewässers nach Lösen der Halterung (504) aufweist, oder

- das Gehäuse (601) mit der elektrischen Einrichtung schwerer als das von ihm verdrängte Wasser ist, und das Auftauchmittel eine Vorrichtung (605) zum Einleiten eines Fluids,

insbesondere eines Gases, in das Gehäuse (601) aufweist.

3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

- das Gehäuse ein elektrisches Isoliermittel (222, 324) umschließt, mit dem zumindest Teile der elektrischen

Einrichtung elektrisch isoliert sind.

4. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

- das elektrische Isoliermittel ein elektrisch isolierendes Gas (222) oder eine elektrisch isolierende Flüssigkeit (324) ist .

5. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

- die elektrische Einrichtung einen Stromrichter (22 , 207, 309) aufweist.

6. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

- die elektrische Einrichtung einen Transformator (21, 205, 307, 407) aufweist.

7. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

- die elektrische Einrichtung einen gasisolierten Schalter (20, 23, 305, 313, 405, 409) aufweist.

8. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

- die elektrische Einrichtung ein elektrisches Filter (209), insbesondere eine Glättungsdrossel (213) und/oder einen Glättungskondensator (215), aufweist.

9. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

- die elektrische Einrichtung eine Steuereinheit (314) zum Steuern des Stromrichters (309), des Transformators (307), des gasisolierten Schalters (305, 313) und/oder des Filters (311) aufweist.

10. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

- der erste elektrische Leiter (7) und/oder der zweite elektrische Leiter (13) ein elektrisches Kabel ist.

11. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

- die Energieerzeugungsanlage eine Windkraftanlage (3) oder eine Solaranlage ist.

12. Verfahren zum Erleichtern einer Wartung einer Anordnung

(2) , die zur Übertragung von elektrischer Energie von einer in einem Gewässer (1) angeordneten Energieerzeugungsanlage

(3) zum Ufer (15) des Gewässers (1) eingerichtet ist,

- mit einem ersten elektrischen Leiter (7), der von der

Energieerzeugungsanlage (3) zu einer elektrischen Einrichtung (9) verläuft, und mit einem zweiten elektrischen Leiter (13), der von der elektrischen Einrichtung (9) zum Ufer (15) des Gewässers verläuft,

- wobei die elektrische Einrichtung (9) in mindestens ein

Gehäuse (20, 21, 22, 23, 24) eingebaut ist, das auf dem Grund (11) des Gewässers angeordnet ist,

wobei bei dem Verfahren

- zum Zwecke der Wartung das mindestens eine Gehäuse (20, 21, 22, 23, 24) mittels eines Auftauchmittels (506, 508, 603,

605) zum Auftauchen zur Oberfläche (27) des Gewässers

gebracht wird.

13. Verfahren nach Anspruch 12,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

- bei einem Gehäuse (502) mit der elektrischen Einrichtung, das leichter als das von ihm verdrängte Wasser ist und das mittels einer Halterung (504) am Grund (11) des Gewässers gehalten ist, das Auftauchmittel ein Seil (506) aufweist, wobei die Halterung (504) gelöst wird und das an dem Seil (506) befestigte Gehäuse (502) mittels des Seils (506) zur Oberfläche (27) des Gewässers aufsteigen gelassen wird, oder

- bei einem Gehäuse (601) mit der elektrischen Einrichtung, das schwerer als das von ihm verdrängte Wasser ist, das

Auftauchmittel eine Vorrichtung (605) zum Einleiten eines Fluids, insbesondere eines Gases, in das Gehäuse (601) aufweist, und mittels der Vorrichtung (605) ein Fluid in das Gehäuse (601) eingeleitet wird, wodurch das Gehäuse (601) zur Oberfläche (27) des Gewässers aufsteigt.

Description:
Beschreibung

Anordnung zur Übertragung von elektrischer Energie Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Übertragung von elektrischer Energie von einer in einem Gewässer angeordneten Energieerzeugungsanlage (Offshore-Energieerzeugungsanläge) zum Ufer des Gewässers sowie ein Verfahren zur Erleichterung der Wartung einer solchen Anordnung. Derartige in einem

Gewässer angeordnete Energieerzeugungsanlagen können

beispielsweise Windkraftanlagen sein, die elektrische Energie in Form von Wechselspannung/Wechselstrom erzeugen, oder Solarkraftwerke, die elektrische Energie in Form von

Gleichspannung/Gleichstrom erzeugen. Für die Übertragung der elektrischen Energie wird oftmals eine elektrische

Einrichtung benötigt, die beispielsweise eine Schaltanlage, ein Transformator und/oder einen Konverter aufweisen können. Bei hohen zu übertragenden Strömen bzw. Spannungen weist eine solche elektrische Einrichtung eine beträchtliche Größe und ein beträchtliches Gewicht auf. Um eine derartige elektrische Einrichtung bei der Energieerzeugungsanlage installieren zu können, wird daher oftmals eine eigene Plattform benötigt, welche an oder in der Nähe der Energieerzeugungsanlage oberhalb der Oberfläche des Gewässers installiert wird. Der Bau einer solchen Plattform ist aufwendig und teuer.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Anordnung und ein Verfahren der oben genannten Art anzugeben, die

kostengünstig realisiert werden können und die eine

kostengünstige Wartung ermöglichen.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine

Anordnung und durch ein Verfahren nach den unabhängigen

Patentansprüchen. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Anordnung und des Verfahrens sind in den abhängigen Patentansprüchen angegeben . Offenbart wird eine Anordnung zur Übertragung von elektrischer Energie von einer in einem Gewässer angeordneten Energieerzeugungsanlage zum Ufer des Gewässers

- mit einem ersten elektrischen Leiter, der von der

Energieerzeugungsanlage zu einer elektrischen Einrichtung verläuft, und mit einem zweiten elektrischen Leiter, der von der elektrischen Einrichtung zum Ufer des Gewässers verläuft, (um elektrische Energie von der Energieerzeugungsanlage zum Ufer des Gewässers zu übertragen, )

- wobei die elektrische Einrichtung in mindestens ein Gehäuse eingebaut ist, das auf dem Grund des Gewässers angeordnet ist, und

- wobei die Anordnung ein Auftauchmittel zum Auftauchen des mindestens einen Gehäuses zur Oberfläche des Gewässers aufweist.

Bei dieser Anordnung ist vorteilhaft, dass das mindestens eine Gehäuse auf dem Grund des Gewässers angeordnet ist.

Dadurch wird keine kostenintensive Plattform oder keine ähnliche Konstruktion zur Anordnung der elektrischen

Einrichtung nahe der Energieerzeugungsanlage benötigt.

Weiterhin ist vorteilhaft, dass die Anordnung ein

Auftauchmittel zum Auftauchen des mindestens einen Gehäuses zur Oberfläche des Gewässers aufweist. Dadurch wird

insbesondere eine Wartung (die auch eine Reparatur

einschließen kann) der elektrischen Einrichtung erleichtert, da zum Zwecke der Wartung das mindestens eine Gehäuse mittels des Auftauchmittels zum Auftauchen zur Oberfläche des

Gewässers gebracht werden kann. Ein Auftauchmittel ist ein Mittel, das ein Auftauchen des Gehäuses (d.h. ein Aufsteigen des Gehäuses zur Oberfläche des Gewässers) ermöglicht. Dabei ermöglicht das Auftauchmittel ein kontrolliertes Auftauchen des Gehäuses. Das Auftauchmittel kann auch als eine

Auftauchvorrichtung oder als eine

Auftauchermöglichungsvorrichtung bezeichnet werden.

Die Anordnung kann so ausgestaltet sein, dass - das Gehäuse mit der elektrischen Einrichtung leichter als das von ihm verdrängte Wasser ist, das Gehäuse mittels einer Halterung am Grund des Gewässers gehalten ist, und das

Auftauchmittel ein Seil zum kontrollierten Aufsteigenlassen (Auftauchenlassen) des Gehäuses zur Oberfläche des Gewässers nach Lösen der Halterung aufweist, (wobei das Gehäuse an dem Seil befestigt ist) , oder

- das Gehäuse mit der elektrischen Einrichtung schwerer als das von ihm verdrängte Wasser ist, und das Auftauchmittel eine Vorrichtung zum Einleiten eines Fluids, insbesondere eines Gases, in das Gehäuse aufweist. Damit sind zwei

vorteilhafte Varianten der Anordnung angegeben, mit denen sowohl ein Gehäuse, das inklusive seines Inhalts leichter als das von ihm verdrängte Wasser ist (also ein Gehäuse, welches auf dem Gewässer schwimmen würde) , als auch ein Gehäuse, welches inklusive seines Inhalts schwerer als das von ihm verdrängte Wasser ist (also ein Gehäuse, welches in dem

Gewässer auf den Grund des Gewässers absinken würde) , kontrolliert zum Auftauchen gebracht werden kann.

Die Anordnung kann so ausgestaltet sein, dass

- das Gehäuse ein elektrisches Isoliermittel umschließt, mit dem zumindest Teile der elektrischen Einrichtung elektrisch isoliert sind.

Dabei kann das elektrische Isoliermittel als ein elektrisch isolierendes Gas oder eine elektrisch isolierende Flüssigkeit ausgestaltet sein. Mittels derartiger elektrischer

Isoliermittel kann die elektrische Einrichtung ganz oder teilweise zuverlässig elektrisch isoliert werden. Das

elektrisch isolierende Gas kann beispielsweise Luft,

Stickstoff oder Schwefelhexafluorid SF 6 sein, die elektrisch isolierende Flüssigkeit kann beispielsweise ein Mineralöl, eine Esterflüssigkeit oder ein Silikonöl sein. Alternativ kann die elektrische Einrichtung in dem Gehäuse aber auch mittels einer Feststoffisolation elektrisch isoliert sein, insbesondere können die Komponenten der elektrischen

Einrichtung in ein Gießharz eingegossen sein. Die Anordnung kann auch so ausgestaltet sein, dass

- die elektrische Einrichtung einen Stromrichter aufweist. Dies kann ein Stromrichter für die Umwandlung von

Wechselstrom in Gleichstrom (Gleichrichter) , ein Stromrichter für die Umwandlung von Gleichstrom in Wechselstrom

(Wechselrichter) oder ein Stromrichter für die Umwandlung von Wechselstrom in Wechselstrom (Umrichter) sein. Die Anordnung kann auch so ausgestaltet sein, dass

- die elektrische Einrichtung einen Gleichrichter zum

Umwandeln von Wechselstrom in Gleichstrom aufweist,

- die elektrische Einrichtung einen Transformator aufweist,

- die elektrische Einrichtung einen gasisolierten Schalter aufweist,

- die elektrische Einrichtung ein elektrisches Filter, insbesondere eine Glättungsdrossel und/oder einen

Glättungskondensator, und/oder

- die elektrische Einrichtung eine Steuereinheit zum Steuern des Stromrichters, des Gleichrichters, des Transformators, des gasisolierten Schalters und/oder des Filters aufweist.

Die Anordnung kann auch derart ausgestaltet sein, dass

- der erste elektrische Leiter und/oder der zweite

elektrische Leiter (jeweils) ein elektrisches Kabel ist.

Je nach Art der Energieerzeugungsanlage und der elektrischen Einrichtung können dabei der erste elektrische Leiter und der zweite elektrische Leiter jeweils zum Übertragen von

Gleichstrom oder von Wechselstrom ausgestaltet sein.

Die Anordnung kann so ausgestaltet sein, dass

- die Energieerzeugungsanlage eine Windkraftanlage oder eine Solaranlage ist. Offenbart wird weiterhin ein Verfahren zum Erleichtern einer Wartung einer Anordnung, die zur Übertragung von elektrischer Energie von einer in einem Gewässer angeordneten Energieerzeugungsanlage zum Ufer des Gewässers eingerichtet ist,

- mit einem ersten elektrischen Leiter, der von der

Energieerzeugungsanlage zu einer elektrischen Einrichtung verläuft, und mit einem zweiten elektrischen Leiter, der von der elektrischen Einrichtung zum Ufer des Gewässers verläuft, (um elektrische Energie von der Energieerzeugungsanlage zum Ufer des Gewässers zu übertragen, )

- wobei die elektrische Einrichtung in mindestens ein Gehäuse eingebaut ist, das auf dem Grund des Gewässers angeordnet ist,

wobei bei dem Verfahren

- zum Zwecke der Wartung das mindestens eine Gehäuse mittels eines Auftauchmittels zum Auftauchen zur Oberfläche des

Gewässers gebracht wird.

Das Verfahren kann so ablaufen, dass

- bei einem Gehäuse mit der elektrischen Einrichtung, das leichter als das von ihm verdrängte Wasser ist und das mittels einer Halterung am Grund des Gewässers gehalten ist, das Auftauchmittel ein Seil aufweist, wobei die Halterung gelöst wird und das an dem Seil befestigte Gehäuse mittels des Seils (kontrolliert) zur Oberfläche des Gewässers

aufsteigen gelassen wird, oder

- bei einem Gehäuse mit der elektrischen Einrichtung, das schwerer als das von ihm verdrängte Wasser ist, das

Auftauchmittel eine Vorrichtung zum Einleiten eines Fluids, insbesondere eines Gases, in das Gehäuse aufweist, und mittels der Vorrichtung ein Fluid in das Gehäuse eingeleitet wird, wodurch das Gehäuse zur Oberfläche des Gewässers aufsteigt .

Das Verfahren weist ebenfalls die Vorteile auf, die oben im Zusammenhang mit der Anordnung angegeben sind.

Im Folgenden wird die Erfindung anhand von

Ausführungsbeispielen näher erläutert. Dazu ist in Figur 1 ein Ausführungsbeispiel einer Windkraftanlage mit einer elektrischen Einrichtung, in den

Figuren 2, 3

und 4 jeweils ein Ausführungsbeispiel eines Gehäuses mit einer elektrischen Einrichtung, in

Figur 5 ein Ausführungsbeispiel eines Gehäuses mit

einem Auftauchmittel und in

Figur 6 weiteres Ausführungsbeispiel eines

Gehäuses mit einem Auftauchmittel dargestellt .

In Figur 1 ist ein Ausführungsbeispiel mit einer in einem Gewässer 1 angeordneten Anordnung 2 zur Übertragung von elektrischer Energie und mit einer Energieerzeugungsanlage 3 dargestellt. Eine derartige Energieerzeugungsanlage wird auch als eine Offshore-Energieerzeugungsanlage bezeichnet. Im Ausführungsbeispiel handelt es sich bei der

Energieerzeugungsanlage um eine Windkraftanlage 3. Bei dem Gewässer 1 handelt es sich um ein Meer, beispielsweise um die Nordsee. Von einem Generator 5 der Energieerzeugungsanlage 3 verläuft ein erster elektrischer Leiter 7 in Form eines ersten elektrischen Kabels 7 zu einer elektrischen

Einrichtung 9, welche auf dem Grund 11 des Gewässers 1 angeordnet ist. Von der elektrischen Einrichtung 9 verläuft ein zweiter elektrischer Leiter 13 in Form eines zweiten elektrischen Kabels 13 zu einem Ufer 15 des Gewässers. Der zweite elektrische Leiter 13 verläuft zu einer weiteren elektrischen Einrichtung 17, welche außerhalb des Gewässers 1 an Land (onshore) angeordnet ist. Bei der weiteren

elektrischen Einrichtung 17 kann es sich beispielsweise um eine Hochspannungsgleichstromübertragungs-Station oder um einen Stromrichter handeln, die mit einem elektrischen

Energieübertragungsnetz verbunden sind. Im Ausführungsbeispiel der Figur 1 sind Komponenten der elektrischen Einrichtung 9 in fünf Gehäuse 20 - 24 eingebaut, welche jeweils auf dem Grund 11 des Gewässers 1 angeordnet sind. Das erste Gehäuse 20 umschließt einen gasisolierten Schalter (GIS) , das zweite Gehäuse 21 umschließt einen

Transformator, das dritte Gehäuse 22 umschließt einen

Gleichrichter (AC-DC-Converter) , das vierte Gehäuse 23 umschließt einen gasisolierten Schalter und das fünfte

Gehäuse 24 umschließt eine Steuereinheit zum Steuern der gasisolierten Schalter, des Trafos und/oder des

Gleichrichters. Mittels strichlierter Linien sind

Signalleitungen dargestellt, die von der im Gehäuse 24 angeordneten Steuereinheit zu den Gehäusen 20 - 23 verlaufen. Die Gehäuse 20, 21, 22 und 23 sind mittels elektrischer

Leiter verbunden, welche (wie der erste elektrische Leiter 7 und der zweite elektrische Leiter 13) mittels einer

durchgehenden Linie dargestellt sind.

Im Ausführungsbeispiel der Figur 1 ist die elektrische

Einrichtung 9 also auf mehrere (hier: fünf) Gehäuse 20 bis 24 aufgeteilt. In anderen Ausführungsbeispielen kann die

elektrische Einrichtung 9 allerdings auch auf eine andere Anzahl von Gehäusen aufgeteilt sein; es kann auch die gesamte elektrische Einrichtung 9 in ein einziges Gehäuse eingebaut sein. Somit können die Komponenten der elektrischen

Einrichtung 9 entweder einzeln in Gehäuse eingebaut,

gruppiert in Gehäuse eingebaut oder sämtlich in ein Gehäuse eingebaut sein. In Figur 1 ist gut zu erkennen, dass die elektrische

Einrichtung 9 unterhalb der Oberfläche 27 des Gewässers 1 angeordnet ist. Die elektrische Einrichtung 9 befindet sich in einer erheblichen Tiefe unterhalb der Oberfläche 27 des Gewässers 1. Diese Tiefe beträgt mindestens 25 m. Damit wird sichergestellt, dass die elektrische Einrichtung nicht bei Stürmen bzw. durch Wellen beeinträchtigt wird und dass die Schifffahrt auf dem Gewässer 1 nicht oder nur geringfügig behindert wird. In Figur 2 ist ein Ausführungsbeispiel eines Gehäuses 201 dargestellt, in das eine weitere elektrische Einrichtung 203 eingebaut ist. Die weitere elektrische Einrichtung 203 weist einen Transformator 205, einen Gleichrichter 207 (AC-DC- Konverter) , ein elektrisches Filter 209 sowie eine

Steuereinheit 211 auf. Die Steuereinheit 211 steuert den Transformator 205, den Gleichrichter 207 und/oder das

elektrische Filter 209. Die Steuereinheit 211 stellt auch eine Schutzfunktion (protection) für die elektrische

Einrichtung 203 bereit. Das elektrische Filter 209 weist im Ausführungsbeispiel eine Glättungsdrossel 213 und/oder einen Glättungskondensator 215 auf. Der Transformator 205 ist mit einem Wechselspannungsanschluss 217 elektrisch verbunden; das elektrische Filter 209 ist mit einem Gleichspannungsanschluss 220 elektrisch verbunden. Die elektrische Einrichtung 203 wandelt einen an dem Wechselspannungsanschluss 217

eingespeisten Wechselstrom in Gleichstrom um; der Gleichstrom wird an dem Gleichspannungsanschluss 220 ausgegeben. Zur Isolierung der elektrischen Einrichtung 203 befindet sich in dem Gehäuse 201 ein elektrisches Isoliermittel, das im

Ausführungsbeispiel ein elektrisch isolierendes Gas 222 ist (beispielsweise Stickstoff) . Das Gehäuse 201 mit der

elektrischen Einrichtung 203 kann auch als eine „Powerbox" bezeichnet werden.

In Figur 3 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel eines

Gehäuses 301 dargestellt, in dem eine weitere elektrische Einrichtung 303 eingebaut ist. Die elektrische Einrichtung 303 weist einen gasisolierten Schalter 305 für

Wechselspannung (AC GIS) , einen Transformator 307, einen Gleichrichter 309 (AC-DC-Konverter) , einen Filter 311, einen gasisolierten Schalter 313 für Gleichspannung (DC GIS) sowie eine Steuereinheit 314 auf. Der Filter 311 weist einen

Glättungskondensator 315 und/oder eine Glättungsdrossel 317 auf . Die Steuereinheit 314 steuert die gasisolierten Schalter 305 und 313, den Transformator 307, den Gleichrichter 309

und/oder das Filter 311. Der gasisolierte Schalter 305 ist mit einem Wechselspannungsanschluss 320 elektrisch verbunden, der gasisolierte Schalter 313 ist mit einem

Gleichspannungsanschluss 322 elektrisch verbunden. Die in das Gehäuse 301 eingebaute elektrische Einrichtung 303 wandelt Wechselstrom (der an dem Wechselspannungsanschluss 320 eingespeist wird) in Gleichstrom um, der an dem

Gleichspannungsanschluss 322 ausgegeben wird. Zur Isolierung der elektrischen Einrichtung 303 befindet sich in dem Gehäuse 301 ein elektrisches Isoliermittel, das im

Ausführungsbeispiel eine elektrisch isolierende Flüssigkeit 324 ist.

Zu den Ausführungsbeispielen der Figuren 2 und 3 ist

hinzuzufügen, dass bei diesen elektrischen Einrichtungen der Energiefluss auch in umgekehrter Richtung erfolgen kann, das heißt, diese Einrichtungen können jeweils auch Gleichstrom, der an den Gleichspannungsanschlüssen 220 bzw. 322

eingespeist wird, umwandeln in Wechselstrom, der dann an den Wechselspannungsanschlüssen 217 bzw. 320 ausgegeben wird.

In Figur 4 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel eines

Gehäuses 401 dargestellt, in dem eine elektrische Einrichtung 403 angeordnet ist. Die elektrische Einrichtung 403 weist einen ersten gasisolierten Schalter 405 für Wechselspannung, einen Transformator 407, einen zweiten gasisolierten Schalter 409 für Wechselspannung sowie eine Steuereinheit 411 auf. Die Steuereinheit 411 steuert den ersten gasisolierten Schalter

405, den Transformator 407 und/oder den zweiten gasisolierten Schalter 409. Der erste gasisolierte Schalter 405 ist mit einem ersten Wechselspannungsanschluss 413 elektrisch

verbunden, der zweite gasisolierte Schalter 409 ist mit einem zweiten Wechselspannungsanschluss 415 elektrisch verbunden.

Die elektrische Einrichtung 403 transformiert

Wechselspannung, die an dem ersten Wechselspannungsanschluss 413 angelegt wird mittels des Transformators 407 auf ein höheres Spannungsniveau und gibt diese hochtransformierte Wechselspannung an dem zweiten Wechselspannungsanschluss 415 aus. Hier kann der Energiefluss auch in umgekehrter Richtung erfolgen, das heißt, die Energie wird vom zweiten

Wechselspannungsanschluss 415 zu dem ersten

Wechselspannungsanschluss 413 übertragen.

In Figur 5 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel einer

Anordnung dargestellt, bei der die (nicht näher dargestellte) elektrische Einrichtung in ein Gehäuse 502 eingebaut ist. Das Gehäuse 502 mit der elektrischen Einrichtung ist leichter als das von ihm verdrängte Wasser, so dass das Gehäuse 502 zur Oberfläche 27 des Gewässers 1 aufschwimmen (aufsteigen) würde. Um ein unbeabsichtigtes Aufschwimmen (Aufsteigen) zu verhindern, ist das Gehäuse 502 mittels einer Halterung 504 am Grund 11 des Gewässers 1 befestigt. Das Gehäuse 502 ist an einem Seil 506 befestigt, wobei das Seil 506 auf einer

Seilwinde 508 aufgerollt ist. Bei Normalbetrieb der Anordnung befindet sich das Gehäuse 502 am Grund des Gewässers, so wie es in der Figur 5 dargestellt ist. Sollten jedoch an der elektrischen Einrichtung beispielsweise

Wartungsarbeiten/Reparaturarbeiten notwendig werden, dann wird die Halterung 504 gelöst, woraufhin das Gehäuse 502 zur Oberfläche 27 des Gewässers 1 hin aufsteigt. An dem Seil 506 wird das Gehäuse 502 kontrolliert zur Oberfläche 27

aufsteigen gelassen. Dabei wird und die Seilwinde 508

entsprechend betätigt. (Falls aufgrund der Länge des ersten elektrischen Leiters 7 und/oder des zweiten elektrischen Leiters 13 notwendig, werden vor dem Aufsteigen des Gehäuses 502 der erste elektrische Leiter 7 und/oder der zweite elektrische Leiter 13 von der elektrischen Einrichtung getrennt.) Das Seil 506 und die Seilwinde 508 sind hier

Auftauchmittel , die ein kontrolliertes Auftauchen des

Gehäuses 502 ermöglichen.

Sobald das Gehäuse an der Oberfläche 27 des Gewässers

schwimmt, kann (beispielsweise von einem Schiff aus) relativ einfach die elektrische Einrichtung gewartet/repariert werden. Sobald die Wartungsarbeiten/Reparaturarbeiten an der elektrischen Einrichtung abgeschlossen sind, wird das Gehäuse mit der elektrischen Einrichtung mittels des Seils 506 zum Grund 11 des Gewässers hinabgezogen. Daraufhin wird das

Gehäuse 502 mittels der Halterung 504 am Grund 11 des

Gewässers befestigt. Gegebenenfalls werden dann der erste elektrische Leiter 7 sowie der zweite elektrische Leiter 13 wieder an der elektrischen Einrichtung elektrisch

kontaktiert. Daraufhin kann dann der normale

Energieübertragungsbetrieb wieder aufgenommen werden.

In Figur 6 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel dargestellt, bei dem die (nicht näher dargestellte) elektrische

Einrichtung in ein Gehäuse 601 eingebaut ist. Das Gehäuse 601 mit der elektrischen Einrichtung ist schwerer als das von ihm verdrängte Wasser, so dass das Gehäuse 601 mit der

elektrischen Einrichtung auf dem Grund 11 des Gewässers 1 ruht, ohne dass eine spezielle Halterung (wie bei dem

Ausführungsbeispiel der Figur 5) notwendig ist. Um im Falle einer notwendigen Wartung/Reparatur das Gehäuse 601 zur

Oberfläche 27 des Gewässers 1 zu bringen, ist das Gehäuse 601 mittels einer Fluidleitung 603 mit einer Vorrichtung 605 zum Einleiten eines Fluids in das Gehäuse 601 verbunden. Bei dem Fluid kann es sich insbesondere um ein Gas handeln, dann ist die Vorrichtung 605 eine Vorrichtung zum Einleiten eines Gases in das Gehäuse 601 (z.B. ein Druckgasbehälter 605, insbesondere eine Druckgasflasche 605) , und die Fluidleitung 605 ist eine Gasleitung 603. Die Vorrichtung 605 zum

Einleiten des Fluids und die Fluidleitung 603 sind hier

Auftauchmittel , die ein kontrolliertes Auftauchen des

Gehäuses 601 ermöglichen.

Bei Normalbetrieb befindet sich das Gehäuse 601 am Grund 11 des Gewässers 1, wie in der Figur 6 dargestellt. Bei einer notwendigen Wartung/Reparatur wird mittels der Vorrichtung 605 ein Fluid in das Gehäuse 601 eingeleitet, woraufhin in dem Gehäuse 601 vorhandene Flüssigkeit (beispielsweise Meerwasser) durch das Fluid aus dem Gehäuse herausgedrückt wird. Dadurch wird das Gehäuse 601 mit der elektrischen

Einrichtung leichter als das von ihm verdrängte Wasser, so dass das Gehäuse 601 mit der elektrischen Einrichtung zur Oberfläche 27 des Gewässers aufschwimmt (aufsteigt) . Nach einer an der Oberfläche 27 des Gewässers erfolgten

Wartung/Reparatur wird das Fluid aus dem Gehäuse 601

abgelassen, so dass wieder Flüssigkeit in das Gehäuse 601 eindringen kann und das Gehäuse auf den Grund 11 des

Gewässers 1 absinkt. Dabei kann das Gehäuse 601 auch an einem Seil befestigt sein, so wie das in Figur 5 im Zusammenhang mit dem Seil 506 und der Seilwinde 508 dargestellt ist. Auch bezüglich der gegebenenfalls notwendigen Trennung der

elektrischen Leiter 7 und 13 von dem Gehäuse gilt das bei der Figur 5 Gesagte.

Wenn die elektrische Einrichtung in mehrere Gehäuse eingebaut ist (wie beispielhaft in Figur 1 dargestellt) , dann kann vorteilhafterweise jedem Gehäuse ein Auftauchmittel

zugeordnet sein.

Die Gehäuse sind jeweils als wasserdichte Gehäuse

(wasserdichte Container) ausgestaltet. Die Gehäuse mit der elektrischen Einrichtung können jeweils auch als „Powerbox" bezeichnet werden. Die am Grund des Gewässers angeordnete elektrische Einrichtung kann auch als eine „Subsea- Powerstation" bezeichnet werden.

Bei der beschriebenen Anordnung und dem beschriebenen

Verfahren ist besonders vorteilhaft, dass eine elektrische

Einrichtung, die nicht innerhalb der Energieerzeugungsanlage angeordnet werden kann, kostengünstig unter Wasser am Grund des Gewässers angeordnet ist. Dies ist kostengünstiger, als für die elektrische Einrichtung eine zusätzliche Plattform oberhalb der Wasseroberfläche zu bauen (beispielsweise eine Plattform an einem Windtower einer Windenergieanlage oder eine separate Plattform) . Dadurch werden beispielsweise auch keine verstärkten Fundamente der Windenergieanlage benötigt bzw. es werden selbstverständlich auch keine Fundamente für eine separate Plattform benötigt. Dadurch reduzieren sich die Kosten für Konstruktion, Herstellung, Montage, Transport und Installation (Offshore-Installation) erheblich. Die

Komponenten der elektrische Einrichtung (die auch

gegebenenfalls benötigte Betriebs- und Hilfssysteme umfassen können) werden in einem oder mehreren Gehäusen angeordnet, wobei diese Gehäuse in Bezug auf ihre Größe und/oder ihre elektrischen Anschlüsse einheitlich ausgeführt sein können. Zur elektrischen Isolation der elektrischen Einrichtung können die Gehäuse teilweise oder vollständig mit einer

Isolierflüssigkeit und/oder einem Isoliergas gefüllt sein. Vorteilhafterweise können die in dem oder den Gehäusen angeordneten Komponenten der elektrischen Einrichtung

einzeln, in Gruppen oder als Gesamtlösung vormontiert sein und brauchen unter Wasser lediglich elektrisch miteinander verbunden zu werden. Damit ergibt sich eine besonders

kostengünstige Anbindung einer Offshore- Energieerzeugungsanlage an ein landseitiges

Energieübertragungsnetz.

Bei den bisher genannten Ausführungsbeispielen ist als ein Beispiel für eine Energieerzeugungsanlage eine

Windkraftanlage angegeben. Es können aber auch andere

Energieerzeugungsanlagen eingesetzt werden: beispielsweise eine Solaranlage, welche elektrische Energie in Form von Gleichspannung/Gleichstrom erzeugt, oder ein

Gezeitenkraftwerk . Es wurde eine Anordnung und ein Verfahren beschrieben, mit denen kostengünstig elektrische Energie von einer Offshore- Energieerzeugungsanlage zum Ufer eines Gewässers übertragen werden kann. Insbesondere ist bei dieser Anordnung und bei dem Verfahren eine kostengünstige Wartung/Reparatur der elektrischen Einrichtung möglich, da das oder die Gehäuse mit der elektrischen Einrichtung auf einfache Weise vom Grund des Gewässers zur Oberfläche des Gewässers gebracht werden können, um dort auf einfache und kostengünstige Art und Weise die Reparatur/Wartung durchzuführen.