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Title:
ARRANGEMENT WITH AN ACTIVE NOISE REDUCTION SYSTEM
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2008/015215
Kind Code:
A2
Abstract:
An arrangement with an active noise reduction system for reducing or eliminating disruptive noise in a room (1) having at least one window (9) is disclosed. The arrangement comprises: - a processing unit (20), - at least one sensor unit (21, 22) in the room (1), and - at least one actuator unit (24) in the room (1), the at least one sensor unit (21, 22) and the at least one actuator unit (24) being operatively connected to the processing unit (20). The invention is distinguished in that at least one exterior sensor unit (16) and at least one exterior actuator unit (17) are arranged outside the room (1), both the at least one exterior sensor unit (16) and the at least one exterior actuator unit (17) being operatively connected to the processing unit (20).

Inventors:
BACHMANN, Harry (Sternenhaldenstrasse 5, Staefa, CH-8712, CH)
EGGENBERGER, Sigmund (Grabenackerstrasse 42, Steinhausen, CH-6312, CH)
Application Number:
EP2007/057904
Publication Date:
February 07, 2008
Filing Date:
July 31, 2007
Export Citation:
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Assignee:
ANOCSYS AG (Industriezone Schächenwald, Altdorf, CH-6460, CH)
BACHMANN, Harry (Sternenhaldenstrasse 5, Staefa, CH-8712, CH)
EGGENBERGER, Sigmund (Grabenackerstrasse 42, Steinhausen, CH-6312, CH)
International Classes:
G10K11/178
Attorney, Agent or Firm:
RIGLING, Peter, D. (Troesch Scheidegger Werner AG, Schwäntenmos 14, Zumikon, CH-8126, CH)
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Claims:
Patentansprüche

1. Anordnung mit einem aktiven Geräuschreduktionssystems zur Reduktion bzw. Elimination von störenden Geräuschen in einem Raum (1) mit mindestens einem Fenster (9), wobei die Anordnung umfasst:

- eine Verarbeitungseinheit (20),

- mindestens eine Sensoreinheit (21, 22) im Raum (1), - mindestens eine Aktuatoreinheit (24) im Raum (1), wobei die mindestens eine Sensoreinheit (21, 22) und die mindestens eine Aktuatoreinheit (24) mit der Verarbeitungseinheit (20) wirkverbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Aussensensoreinheit (16) und mindestens eine

Aussenaktuatoreinheit (17) ausserhalb des Raumes (1) angeordnet sind, wobei sowohl die mindestens eine Aussensensoreinheit (16) als auch die mindestens eine Aussenaktuatoreinheit (17) mit der Verarbeitungseinheit (20) wirkverbunden sind.

2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl die mindestens eine Aussensensoreinheit (16) als auch die mindestens eine Aussenaktuatoreinheit (17) im Bereich des mindestens einen Fensters (9) angeordnet sind.

3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzahl der Aussensensoreinheiten (16) gleich der Anzahl der Aussenaktuatoreinheiten (17) ist.

4. Anordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils eine Aussensensoreinheit (16) und eine Aussenaktuatoreinheit (17) eine kombinierte Aktuator/Sensoreinheit (18, 19) bilden.

5. Anordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine gerade Anzahl von kombinierten Aktuator/Sensoreinheiten (18, 19) vorhanden ist.

6. Anordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die kombinierten Aktuator/Sensoreinheiten (18, 19) um das Fenster (9) angeordnet sind, wobei jeweils zwei kombinierte Aktuator/Sensoreinheiten (18, 19) einander gegenüber angeordnet sind.

7. Anordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei kombinierte Aktuator/Sensoreinheiten (18) horizontal gegenüber und/oder mindestens zwei kombinierte Aktuator/Sensoreinheiten (19) vertikal gegenüber angeordnet sind.

8. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Aktuatoreinheiten (17, 24) Lautsprecher sind.

9. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoreinheiten (16, 21, 22) Mikrofone sind.

10. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die aktive Gerauschreduktion auf dem "Feedforward"-Pπnzip vornehmbar ist.

11. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass in der Verarbeitungseinheit (20) ein Algorithmus vom Typ "Feedforward" oder vom Typ "Feedback" anwendbar ist.

12. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erzielung einer weiteren Gerauschreduktion passive Massnahmen, insbesondere eine Verwendung von Schall-dammenden Fenstern, einsetzbar sind.

Description:

Anordnung mit einem aktiven Geräuschreduktionssystem

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Anordnung mit einem aktiven Geräuschreduktionssystems zur Reduktion bzw.

Elimination von störenden Geräuschen nach dem Oberbegriff von Anspruch 1.

Lärmquellen werden zunehmend als Umweltbelastung wahrgenommen und gelten als Verminderung der

Lebensqualität. Insbesondere ist Lärm auch störend in Wohnräumen und Geschäftslokalitäten. Da sich Lärmquellen jedoch häufig nicht vermeiden lassen, wurden bereits Verfahren zur Geräuschreduktion vorgeschlagen, die auf dem Prinzip der Wellenauslöschung basieren. Das Prinzip der aktiven Geräuschreduktion (ANC oder "Active Noise Canceling") beruht auf der Auslöschung von Schallwellen durch Interferenzen. Diese Interferenzen werden von einem oder mehreren elektro-akustischen Wandlern, beispielsweise von Lautsprechern, erzeugt. Das von den elektro-akustischen Wandlern abgestrahlte Signal wird mittels eines dazu geeigneten Algorithmus berechnet und laufend korrigiert. Als Grundlage für die Berechnung des von den elektro- akustischen Wandlern auszustrahlenden Signals dienen die von einem oder mehreren Sensoren gelieferten Informationen. Dies sind zum einen Informationen über die Beschaffenheit des zu minimierenden Signals. Hierzu kann zum Beispiel ein Mikrofon verwendet werden, welches das zu minimierende Geräusch erfasst. Zum anderen werden aber auch Informationen über das verbleibende Restsignal benötigt.

Auch hierzu können Mikrofone verwendet werden. Das bei aktiver Gerauschreduktion angewendete grundlegende Prinzip wurde von Dr. Paul Lueg in einer Patentschrift aus dem Jahr 1935 und der Offenlegungsnummer AT-141 998 B beschrieben. Durch diese Druckschrift ist offenbart, wie Lärm in einer Rohre mittels Erzeugung eines Signals mit entgegen gesetzter Phasenlage ausgelöscht werden kann. Ein System zur aktiven Gerauschreduktion benotigt Informationen von mindestens einem Sensor (zum Beispiel einem Mikrofon), welcher den Restfehler ermittelt. Je nach Anwendung und verwendetem Algorithmus kommen weitere Sensoren dazu, die Informationen über die Beschaffenheit des zu minimierenden Signals liefern. Ferner benotigt ein aktives Gerauschreduktionssystem einen oder mehrere Aktuatoren (zum Beispiel in der Form von Lautsprechern) zur Ausgabe des

Korrektursignals. Die Informationen der Sensoren müssen von einem Analog/Digital-Wandler in ein digitales Format umgewandelt werden. Nach der Bearbeitung durch den Algorithmus wird das Signal von einem Digital/Analog- Wandler zuruckgewandelt und an die Aktuatoren übermittelt. Die Wirksamkeit und Effizienz eines ANC-Systems in einem Raum hangt nun neben anderen Faktoren wie beispielsweise Rechenleistung und Verarbeitungsgeschwindigkeit auch wesentlich von den akustischen Eigenschaften der Aktuatoren (beispielsweise von Lautsprechern) und Sensoren

(beispielsweise Mikrofonen) und deren Platzierung ab. Mit Schallschutzfenstern wird insbesondere im oberen Frequenzbereich eine sehr gute Dampfung erreicht. Bei geöffneten oder teilweise geöffneten Fenstern, was oft aus luftungstechnischer Sicht oder infolge Präferenzen einer

sich im Raum befindenden Person saisonbedingt zweckmassig ist, erfolgt keine oder zumindest nur eine minimale Schallreduktion durch solche passive Massnahmen.

Der Abstand zwischen einem Sensor und einem Aktuator ist bei einer ANC-Anwendung gemass Wellenfeldsynthese ein wichtiger Faktor, und es ist vorteilhaft, Kombinationen, bestehend aus je einem Sensor und je einem Aktuator, nahe beieinander zu platzieren, wobei sich die Wirksamkeit dieser Massnahme bezüglich der erzielten Gerauschreduktion insbesondere bei tiefen Frequenzen (vorzugsweise im Bereich unter 300 Hz) zeigt. Eine bekannte Anwendung dieses Prinzips ist beispielsweise ein ANC-Kopfhörer, basierend auf einer Feedback-Anordnung, die einem klassischen Regelkreis entspricht, wobei die Mikrofonsignale über einen geeigneten Regler an einen Lautsprecher gefuhrt werden. Dadurch können Hintergrundgeräusche beim Musikhoren um mehrere dB reduziert werden.

Andere bekannte Ausgestaltungen eines ANC-Systems basieren auf einer Feedforward-Anordnung, wobei die Signale von zusatzlichen Referenzsensoren (beispielsweise von Mikrofonen) über einen adaptiven Algorithmus an die Lautsprecher gefuhrt werden.

Im Weiteren ist es zweckmassig, ein störendes Geräusch möglichst an der Quelle zu minimieren, also beispielsweise bevor sich ein störendes Geräusch in einem Raum gemass den physikalischen Gesetzen ausgebreitet hat. Für das richtige und zuverlässige Funktionieren eines ANC-Systems ist somit

die Wahl der Aktuatoren und Sensoren sowie die örtliche und räumliche Platzierung dieser Elemente entscheidend.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht daher darin, eine Anordnung von Sensor- und Aktuatoreinheiten anzugeben, welche sich zur aktiven Geräuschreduktion eignet und gleichzeitig die vorstehenden Nachteile nicht aufweist.

Diese Aufgabe ist durch die im kennzeichnenden Teil von Anspruch 1 angegebenen Merkmale gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in weiteren Ansprüchen angegeben.

Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung mit einem aktiven Geräuschreduktionssystems zur Reduktion bzw. Elimination von störenden Geräuschen in einem Raum mit mindestens einem Fenster. Die erfindungsgemässe Anordnung umfasst :

- eine Verarbeitungseinheit,

- mindestens eine Sensoreinheit im Raum, - mindestens eine Aktuatoreinheit im Raum, wobei die mindestens eine Sensoreinheit und die mindestens eine Aktuatoreinheit mit der Verarbeitungseinheit wirkverbunden sind. Die Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass mindestens eine Aussensensoreinheit und mindestens eine Aussenaktuatoreinheit ausserhalb des Raumes angeordnet sind, wobei sowohl die mindestens eine Aussensensoreinheit als auch die mindestens eine Aussenaktuatoreinheit mit der Verarbeitungseinheit wirkverbunden sind.

Die erfindungsgemässe Anordnung weist insbesondere den Vorteil aus, dass der in den Raum gelangende Schall bereits im Bereich vor dem Fenster reduziert wird. So ist in einer Ausführungsvariante vorgesehen, die Aussensensor- und Aussenaktuatoreinheiten im Bereich vor einem Fenster, beispielsweise im Bereich eines Rollladens oder einer Sonnenstore, zu positionieren.

Eine Ausführungsvariante der erfindungsgemässen Anordnung besteht darin, dass sowohl die mindestens eine

Aussensensoreinheit als auch die mindestens eine Aussenaktuatoreinheit im Bereich des mindestens einen Fensters angeordnet sind.

Eine weitere Ausführungsvariante der erfindungsgemässen Anordnung besteht darin, dass die Anzahl der Aussensensoreinheiten gleich der Anzahl der Aussenaktuatoreinheiten ist.

Eine noch weitere Ausführungsvariante der erfindungsgemässen Anordnung besteht darin, dass jeweils eine Aussensensoreinheit und eine Aussenaktuatoreinheit eine kombinierte Aktuator/Sensoreinheit bilden.

Eine weitere Ausführungsvariante der erfindungsgemässen Anordnung besteht darin, dass eine gerade Anzahl von kombinierten Aktuator/Sensoreinheiten vorhanden ist.

Eine weitere Ausführungsvariante der erfindungsgemässen Anordnung besteht darin, dass die kombinierten

Aktuator/Sensoreinheiten um das Fenster angeordnet sind, wobei jeweils zwei kombinierte Aktuator/Sensoreinheiten einander gegenüber angeordnet sind.

Eine weitere Ausführungsvariante der erfindungsgemässen Anordnung besteht darin, dass mindestens zwei kombinierte Aktuator/Sensoreinheiten horizontal gegenüber und/oder mindestens zwei kombinierte Aktuator/Sensoreinheiten vertikal gegenüber angeordnet sind.

Eine weitere Ausführungsvariante der erfindungsgemässen Anordnung besteht darin, dass die Aktuatoreinheiten Lautsprecher sind.

Eine noch weitere Ausführungsvariante der erfindungsgemässen Anordnung besteht darin, dass die Sensoreinheiten Mikrofone sind.

Eine weitere Ausführungsvariante der erfindungsgemässen Anordnung besteht darin, dass die aktive Geräuschreduktion auf dem "Feedforward"-Prinzip vornehmbar ist.

Eine weitere Ausführungsvariante der erfindungsgemässen Anordnung besteht darin, dass in der Verarbeitungseinheit ein Algorithmus vom Typ "Feedforward" oder vom Typ "Feedback" anwendbar ist.

Eine weitere Ausführungsvariante der erfindungsgemässen Anordnung besteht darin, dass zur Erzielung einer weiteren

Gerauschreduktion passive Massnahmen, insbesondere eine Verwendung von Schall-dammenden Fenstern, einsetzbar sind.

Nachstehend ist die vorliegende Erfindung anhand von Ausfuhrungsbeispielen unter Bezugnahme auf Zeichnungen weiter erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 einen Raum mit einem aktiven

Gerauschreduktionssystem in schematischer Darstellung,

Fig. 2 ein stark vereinfachtes Blockdiagramm eines

Gerauschreduktionssystems, bei dem ein bekanntes "Feedback"-Verfahren verwendet wird,

Fig. 3 ein vereinfachtes Ersatzschaltdiagramm eines aktiven Gerauschreduktionssystems, bei dem ein bekanntes "Feedforward"-Verfahren verwendet wird,

Fig. 4 einen Querschnitt durch die mit einem Fenster ausgestattete Wand eines Raumes mit einer erfindungsgemassen Anordnung der Aktuator- bzw. Sensoreinheiten, wiederum in schematischer Darstellung,

Fig. 5 einen weiteren Querschnitt durch die mit einem

Fenster ausgestattete Wand eines Raumes mit einer erfindungsgemassen Anordnung der Aktuator— bzw. Sensoreinheiten, wiederum in schematischer Darstellung,

Fig. 6 einen Aufriss einer mit einem Fenster ausgestattete Wand eines Raumes mit einer erfmdungsgemassen Anordnung von Aktuator— bzw. Sensoreinheiten, wiederum in schematischer

Darstellung,

Fig. 7 einen weiteren Aufriss einer mit einem Fenster ausgestattete Wand eines Raumes mit einer erfmdungsgemassen Anordnung von Aktuator— bzw.

Sensoreinheiten, wiederum in schematischer Darstellung, und

Fig. 8 ein stark vereinfachtes Blockdiagramm eines aktiven Gerauschreduktionssystems, bei dem ein bekannter Algorithmus zur Anwendung kommt.

Fig. 1 zeigt einen Raum 1 mit einem Fenster 9 im Grundriss mit einem aktiven Gerauschreduktionssystem, das aus einer Verarbeitungseinheit 20, einer Sensoreinheit 21, einer Aktuatoreinheit 24 und einer Aussensensoreinheit 22 besteht. Die Verarbeitungseinheit 20 ist über Verbindungen 19 mit der Sensoreinheit 21, der Aktuatoreinheit 24 und der Aussensensoreinheit 22 wirkverbunden. Wahrend die Sensoreinheit 21 innerhalb des zu beruhigenden Raums 1 zur Erfassung von Restgerauschen platziert ist, ist die Aussensensoreinheit 22 zur Erfassung von Geräuschen in einem ausserhalb des Raumes 1 liegenden Aussenbereich 2 angeordnet. Mit der Aktuatoreinheit 24 wird ein Korrektursignal in den Raum 1 ausgegeben, mit dem die im

Raum 1 auftretenden unerwünschten Geräusche eliminiert oder zumindest gedämpft werden. Dabei sind die Sensoreinheiten 21 bzw. die Aussensensoreinheit 22 vorzugsweise als Mikrofone und die Aktuatoreinheiten 24 vorzugsweise als Lautsprecher ausgebildet.

Fig. 2 zeigt ein Blockdiagramm eines

Geräuschreduktionssystems in der Anordnung eines bekannten Feedback Verfahrens. Das Ausgangssignal eines Mikrofons 21 wird einer Verarbeitungseinheit 20 beaufschlagt, welche ein Korrektursignal erzeugt und dieses an eine Lautsprechereinheit 24 übermittelt.

Fig. 3 zeigt ein Ersatzschaltdiagramm einer Ausführungsvariante in schematischer Darstellung. Es handelt sich um ein so genanntes adaptives

Geräuschreduktionssystem (ANC - Adaptive Noise Canceller) , mit Hilfe dessen ein Störgeräusch in einem Raum 1 (Fig. 1 bzw. 2) unter Anwendung des Prinzips der Signalauslöschung eliminiert bzw. zumindest reduziert wird. Der zu überwachende Raum 1 weist eine übertragungsfunktion H auf, die mit einem Eingangssignal x beaufschlagt wird. Es handelt sich hierbei um ein mit Hilfe einer Mikrofoneinheit (in Fig. 3 nicht dargestellt) aufgenommenes Eingangssignals x, das ferner einer Filtereinheit 3 und einer adaptiven Berechnungseinheit 4 zugeführt wird. Ein tatsächliches Ausgangssignal d, welches durch die übertragungsfunktion H und das Eingangssignal x gebildet wird, wird im Raum 1 durch ein geschätztes Ausgangssignal y kompensiert, indem dieses einem Lautsprecher (in Fig. 3 nicht dargestellt) im

Raum 1 zugeführt wird. Damit die Kompensation des tatsächlichen Ausgangssignals d vollständig erfolgen kann, wird in der Filtereinheit 3 die übertragungsfunktion H des Raumes 1 mit Hilfe eines in der adaptiven Berechnungseinheit 4 geschätzt. Das Resultat der Schätzung ist eine geschätzte übertragungsfunktion H, aus der das geschätzte Ausgangssignal y zusammen mit dem Eingangssignal x erzeugt wird. Die überlagerung der beiden Ausgangssignale y und y wird im Ersatzschaltdiagramm gemäss Fig. 3 mit einer Additionseinheit 5 dargestellt, wobei das Vorzeichen des geschätzten Ausgangssignals y vor der Addition umgekehrt wird, damit als Resultat der Addition der Unterschied (im Folgenden als Fehlersignal e bezeichnet) der beiden Ausgangssignal y und y vorhanden ist. Dieses Fehlersignal e wird zusammen mit dem Eingangssignal x der adaptiven Berechnungseinheit 4 zugeführt, in der unter Anwendung eines adaptiven Algorithmus - beispielsweise ein Fx- Algorithmus - die Koeffizienten der geschätzten übertragungsfunktion H derart eingestellt werden, dass das Fehlersignal möglichst klein ist. Ein geeigneter

Algorithmus mit einem Rückkopplungselement wird anhand von Fig. 8 erläutert.

Die übertragungsfunktion H beschreibt das akustische Verhalten des Raumes 1. Neben dem akustischen Verhalten sind in der übertragungsfunktion H auch

übertragungscharakteristiken der verwendeten Komponenten, wie der Mikrofoneinheit zur Aufnahme des Eingangssignals x und der Lautsprechereinheit zur Abgabe des invertierten geschätzten Ausgangssignals y, enthalten.

Fig. 4 zeigt einen Querschnitt durch eine mit einem Fenster 9 ausgestattete Wand eines Raumes 1 mit einer erfindungsgemässen Anordnung der Aktuator- bzw. Sensoreinheiten. Schallwellen 14 der sich im Aussenbereich 2 befindenden Schallquelle 15 breiten sich wellenförmig aus, werden von einer Aussensensoreinheit 22 (beispielsweise ein Mikrofon) erfasst und treffen auf das Mauerwerk 10, 10 x sowie auf die äussere Fensterscheibe 11 auf. Erfindungsgemäss sind weitere Aussensensoreinheiten 16 (beispielsweise Mikrofone) und weitere

Aussenaktuatoreinheiten 17 (beispielsweise Lautsprecher) im Bereich des Fensterrahmens 13, 13 λ oder im umgebenden Mauerwerk 10 auf der Gebäudeaussenseite platziert und dienen der Schallreduktion des von der Quelle 15 ausgesendeten Schallfeldes im Bereich zwischen der Fensterscheibe 11 und der Quelle 15. Beispielsweise bei einem Fenster mit Doppelverglasung ist die äussere Fensterscheibe 11 durch den Zwischenraum 12 von der inneren Fensterscheibe 11 ^ getrennt, und die beiden Fensterscheiben 11 und 11 x sind im Fensterrahmen 13 befestigt, der seinerseits im Mauerwerk 10, 10 λ verankert ist. Der durch das offene oder geschlossene Fenster 9 in den Raum 1 gelangende Restschall wird einerseits durch die Sensoreinheit 21 im Raum 1 (beispielsweise ein Mikrofon) erfasst, und das Korrektursignal (geschätztes Ausgangssignal y) wird durch die Aktuatoreinheit 24 (beispielsweise ein Lautsprecher) ausgesendet, womit eine weitere Schallreduktion im Raum 1 erfolgt. Die

Sensoreinheiten 16, 21, 22 und die Aktuatoreinheiten 17, 24 sind mit der Verarbeitungseinheit 20 wirkverbunden.

Fig. 5 zeigt wiederum einen Querschnitt durch eine mit einem Fenster 9 ausgestattete Wand 23 eines Raumes 1 mit einer erfindungsgemässen Anordnung der Aktuator- bzw. Sensoreinheiten, wobei im Unterschied zu Fig. 4 die Aussensensoreinheit 16 und die Aussenaktuatoreinheit 17 in vorteilhafter Weise zu einer aus einer Aktuator- und einer Sensoreinheit bestehenden, kombinierten Einheit 18 zusammengefasst sind. Im Weiteren ist das Fenster 9 im halboffenen Zustand dargestellt.

Fig. 6 zeigt die Wand 23 eines Raumes 1 im Aufriss, wobei sich zwischen der Decke 22 und dem Boden 21 ein Fenster 9 befindet. Ausserhalb des Fensters erfolgt die Platzierung der kombinierten Aktuator/Sensoreinheiten 18 in horizontaler Anordnung. Zusätzlich sind in vertikaler Richtung die kombinierten Aktuator/Sensoreinheiten 19 so angeordnet, dass durch die Wahl der Abstände xl, yl in vorteilhafter Weise eine optimale Schallreduktion in horizontaler und vertikaler Richtung erreicht wird. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass anstelle der kombinierten Aktuator/Sensoreinheiten 18, 19 auch einzelne Aktuatoreinheiten 17 und einzelne Sensoreinheiten 16 eingesetzt werden können, ohne dass das erfindungsgemässe Prinzip verlassen wird.

Die Abstände xl, yl der kombinierten Aktuator/Sensoreinheiten 18, 19 wird möglichst auf die

Wellenlänge λ des zu eliminierenden Störsignals abgestimmt. Sind die Abstände xl, yl gleich gross wie die halbe Wellenlänge (d.h. λ/2), so wird eine maximale Auslöschung des Störsignals erhalten. Bei einer Abweichung von dieser optimalen Einstellung für ein Störsignal mit einer bestimmten Frequenz oder wenn ein Geräusch mit einer gewissen spektralen Verteilung eliminiert oder zumindest reduziert werden soll, erfolgt die Geräuschreduktion in entsprechend verminderter Weise.

Beispielsweise weist Strassen- oder Fluglärm eine ungefähre Mittenfrequenz von 500 Hz auf. Dies ergibt bei einer durchschnittlichen Ausbreitungsgeschwindigkeit einer Schallwelle in Luft von 300 m/s einen Wert für λ/2 von ca. 30 cm. Entsprechend sind die kombinierten

Aktuator/Sensoreinheiten 18 bzw. 19 in einem Abstand von 30 cm anzuordnen.

Bei einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen, dass entlang der Fensterrahmen eine Vielzahl von kombinierten Aktuator/Sensoreinheiten angeordnet ist. Damit wird die Möglichkeit geschaffen, dass ein möglichst grosses Spektrum von Geräuschen eliminiert bzw. reduziert werden kann. So ist denkbar, je nach Frequenz des Störgeräusches, dass gewisse kombinierte Aktuator/Sensoreinheiten, welche nach den vorstehenden Regeln in einem günstigen Abstand zueinander liegen, für die Elimination bzw. die Reduktion des Störgeräusches verwendet werden.

Fig. 7 zeigt wiederum die Wand 23 eines Raumes 1 mit einem Fenster 9. Im Unterschied zu Fig. 6 hat in diesem Beispiel das Fenster 9 kleinere Abmessungen, wodurch sich die Anzahl kombinierter Aktuator/Sensoremheiten reduziert. Die Anordnung erfolgt wiederum in horizontaler und vertikaler Weise, wobei durch die Wahl der Abstande x2, y2 in vorteilhafter Weise eine optimale Schallreduktion in horizontaler und vertikaler Richtung erreicht wird. Auch bei dieser Ausfuhrungsvarianten kommen die gleichen Regeln zur Festlegung der Abstande x2 und y2 zur Anwendung, wie es bereits bei der Ausfuhrungsform gemass Fig. 6 für die Abstande xl und y2 der Fall war.

Fig. 8 zeigt ein noch weiteres Blockdiagramm einer Ausfuhrungsvariante in schematischer Darstellung. Da sich die Aktuatoreinheit örtlich nahe bei der Sensoreinheit (beispielsweise einem Referenz—Mikrofon) befindet, ist es empfehlenswert, einen Algorithmus zu verwenden, der eine Ruckkopplung aufweist. In Ergänzung zu Fig. 3 wird das vom Filter 3 geschätzte Ausgangssignal y zusatzlich der Ruckkopplungseinheit 8 beaufschlagt, und in der Additionseinheit 5 mit dem tatsächlichen Ausgangssignal d zusammen gezahlt. Das Ausgangssignal y x der

Ruckkopplungseinheit 8 wird nach vorheriger Invertierung in einer weiteren Additionseinheit 29 mit dem Eingangssignal x zusammen gezahlt, wobei das Summensignal x λ sowohl der adaptiven Berechnungseinheit 4 als auch dem Filter 3 beaufschlagt wird.