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Patent Searching and Data


Title:
ASPHALT FOR FLOOR COVERINGS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2003/011976
Kind Code:
A2
Abstract:
The invention relates to an asphalt for floor coverings, which has an at least partially binder-free surface and which contains mineral substances with portions of grain sizes > 2 mm, portions of grain sizes ranging between 0.09 mm and 2 mm, and portions of grain sizes < 0.09 mm, as well as binders. The mineral substance mixture has 80 to 90 % by weight of portions with grain sizes > 2 mm, 6 to 16 % by weight of portions with grain sizes ranging from 0.09 mm to 2 mm, and 4 to 6 % by weight of portions of grain sizes < 0.09 mm, the portion of round grains (gravel) in the mineral substances having grain sizes > 2 mm being more than 80 % by weight. The invention also relates to a method for producing asphalts having a partially binder-free surface.

Inventors:
Debus, Hans Ullrich (Coburger Strasse 35 Untersiemau, 96251, DE)
Breitbach, Peter (Schafrangen 5 Lichtenfels, 96215, DE)
Application Number:
PCT/EP2002/008428
Publication Date:
February 13, 2003
Filing Date:
July 29, 2002
Export Citation:
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Assignee:
AMO ASPHALT-MISCHWERKE OBERFRANKEN GMBH & CO (Coburger Strasse 35 Untersiemau, 96251, DE)
Debus, Hans Ullrich (Coburger Strasse 35 Untersiemau, 96251, DE)
Breitbach, Peter (Schafrangen 5 Lichtenfels, 96215, DE)
International Classes:
C08L95/00; E01C7/18; E01C7/35; E01C11/22; E01C11/24; (IPC1-7): C08L95/00
Domestic Patent References:
WO2001038441A12001-05-31
Foreign References:
GB2147908A1985-05-22
EP0655484A11995-05-31
EP0017416A11980-10-15
Attorney, Agent or Firm:
Schramm, Michael (Bettinger Schneider Schramm Patent- und Rechtsanwälte Postfach 86 02 67 München, 81629, DE)
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Claims:
Patentansprüche
1. Asphalt (1) für Bodenbeläge, mit zumindest teilweise bindemittelfreier Oberfläche, enthaltend Mineralstoffe (3,4) mit Anteilen von Korngrößen > 2 mm, mit Anteilen von Korngrößen zwischen 0,09 mm und 2 mm und mit Anteilen von Korngrößen < 0,09 mm, sowie Bindemittel (6), dadurch gekennzeichnet, dass <BR> <BR> das Mineralstoffgemisch 80 bis 90 M. % Anteile mit Korngrößen > 2 mm,<BR> 6 bis 16 M. % Anteile mit Korngrößen zwischen 0,09 mm und 2 mm und<BR> 4 bis 6 M. % Anteile von Korngrößen < 0,09 mm aufweist und dass der Anteil von Rundkorn (Kies) an den Mineralstoffen mit Korngrößen > 2 mm größer als 80 M. % beträgt.
2. Asphalt (1) nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, <BR> <BR> dass das Mineralstoffgemisch (3,4) 83 bis 87 M. % Anteile mit Korngrößen<BR> >2 mm, 7 bis 13 M. % Anteile mit Korngrößen zwischen 0,09 mm und<BR> 2 mm und 4 bis 5,5 M. % Anteile von Korngrößen < 0,09 mm aufweist.
3. Asphalt (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn zeichnet, dass das Mineralstoffgemisch (3,4) weniger als 10 M.% Anteile mit Korngrößen von mehr als 8 mm und mindestens eine der folgenden Komponenten in der angegebenen Gewichtsmenge aufweist : <BR> <BR> Korngröße zwischen 8,0 mm und 11,2 mm : 8, OM.% bis 9,8 M. %<BR> . Korngröße zwischen 5,0 mm und 8,0 mm : 50 M. % bis 60 M.%<BR> Korngröße zwischen 2,0 mm und 5,0 mm 19 M. % bis 24 M.%<BR> * Korngröße zwischen 0,71 mm und 2,0 mm 5,0 M. % bis 6,0 M. %<BR> . Korngröße zwischen 0,25 mm und 0, 71mm 2,8 M. % bis 3,6 M. %<BR> Korngröße zwischen 0,09 mm und 0,25 mm 1, 2 M. % bis 1, 8 M.%<BR> Korngröße kleiner als 0,09 mm 4,2 M. % bis 5,2 M. %.
4. Asphalt (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn zeichnet, dass der Anteil am Mineralstoffgemisch (3,4) mit Korngrößen zwischen 0,09 mm und 2 mm Brechsand, bevorzugt Edelbrechsand, enthält.
5. Asphalt (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn zeichnet, dass die Mineralstoffe (3,4) natürliche und/oder künstlich herge stellte Aufhellungsgesteine enthalten.
6. Asphalt (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn zeichnet, dass der Anteil am Mineralstoffgemisch (3,4) mit Korngrößen < 0,09 mm Kalksteinmehl enthält.
7. Asphalt (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn zeichnet, dass der Bindemittelgehalt zwischen 4,5 und 6,0 M.% beträgt, bevorzugt zwischen 4,8 und 5,6 M.%.
8. Asphalt (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn zeichnet, dass das Bindemittel (6) farbloses Material enthält.
9. Asphalt (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn zeichnet, dass das Bindemittel (6) polymermodifiziert ist.
10. Asphalt (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn zeichnet, dass Faserstoffe zur Bindemittelstabilisierung beigemischt sind.
11. Asphalt (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn zeichnet, dass der Asphalt wasserdurchlässig ist.
12. Asphalt (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn zeichnet, dass der Hohlraumgehalt in einem Bereich zwischen 12 Vol.% und 18 Vol. % liegt.
13. Straße (1, 2), dadurch gekennzeichnet, dass der Oberflächenbelag Asphalt (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche aufweist.
14. Verfahren zur Herstellung eines Asphalts für Bodenbeläge (1) aus Asphalt mischgut mit zumindest teilweise bindemittelfreier Oberfläche, enthaltend Mineralstoffe (3,4) mit Anteilen von Korngrößen > 2 mm, mit Anteilen von Korngrößen zwischen 0,09 mm und 2 mm und mit Anteilen von Korngrö ßen < 0,09 mm, sowie Bindemittel (6), wobei der Anteil an Rundkorn am Mineralstoffgemisch mit Korngrößen > 2 mm mehr als 80 M. % beträgt, dadurch gekennzeichnet, dass das Asphaltmischgut auf die zu asphaltierende Oberfläche (2) aufgebracht und die Oberfläche des Asphalts (9) anschließend zumindest teilweise von Bindemittel (6) befreit wird.
15. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest teilweise Befreiung von Bindemittel (6) nach einer zu mindest teilweisen Aushärtung des Asphaltes (1) erfolgt.
16. Verfahren nach einem der vorhergehenden Verfahrensansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bindemittelentfernung mechanisch erfolgt.
17. Verfahren nach einem der vorhergehenden Verfahrensansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche des Asphalts (1) durch Sandstrahlen von Bindemittel (6) befreit wird.
18. Verfahren nach einem der vorhergehenden Verfahrensansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche des Asphalts (1) durch chemische Ver fahren von Bindemittel (6) befreit wird.
19. Asphalt für Bodenbeläge (1), dadurch gekennzeichnet, dass er nach einem Verfahren eines der Ansprüche 14 bis 18 hergestellt wurde.
20. Straße (1, 2), dadurch gekennzeichnet, dass der Oberflächenbelag Asphalt (1) nach Anspruch 19 aufweist.
Description:
Asphalt für Bodenbeläge Die Erfindung betrifft einen Asphalt für Bodenbeläge mit zumindest teilweise bindemittelfreier Oberfläche, der Mineralstoffe mit Anteilen von Korngrößen > 2 mm (Splitt und/oder Kies), mit Anteilen von Korngrößen zwischen 0,09 mm und 2 mm (Sand) und mit Anteilen von Korngrößen < 0,09 mm (Füller), sowie Bindemittel enthält. Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zur Herstel- lung eines Asphalts für Bodenbeläge mit zumindest teilweise bindemittelfreier Oberfläche sowie einen nach diesem Verfahren hergestellten Asphalt.

Solche Asphalte für Bodenbeläge sind im Stand der Technik bekannt. Sie wurden erstmalig anlässlich der Olympischen Spiele 1972 in München eingesetzt und sind unter der Bezeichnung"Olympiamastix"erhältlich. Insbesondere aus optischen Gründen ist es vorteilhaft, die Oberfläche zumindest teilweise frei von Bindemit- tel auszugestalten, so dass die im Asphalt befindlichen Mineralstoffe, insbesonde- re Teile des Splitts bzw. Kies, offen liegen, d. h. nicht von Bindemittel umgeben sind. Eine solche bindemittelfreie Oberfläche erlaubt eine Färbung des Asphalts, die durch das Mischgut und nicht durch das-meist Bitumen enthaltende und da- mit schwarze-Bindemittel bestimmt ist. Dadurch sind solche Asphalte auch dort einsetzbar, wo es auf eine solche Färbung aus verkehrstechnischen oder auch äs- thetischen Gründen besonders ankommt. Bindemittelfreie Oberflächen werden auch eingesetzt, weil Bremsspuren von Fahrrädern und anderen Fahrzeugen keine oder nur geringe Oberflächenverfärbungen verursachen, da der Gummiabrieb an der bindemittelfreien Oberfläche nur schlecht bis gar nicht haftet.

Nachteile solcher im Stand der Technik bekannter Asphalte mit teilweise binde- mittelfreier Oberfläche sind unter anderem deren raue und scharfkantige Struktur

des unter der Kiesoberfläche liegenden Gussasphaltes, sowie die Tatsache, dass sie die Oberfläche versiegeln und daher in ökologisch schwierigem Umfeld, in dem es insbesondere auf einen ausgeglichenen Wasserhaushalt ankommt, nicht einsetzbar sind. Die raue Struktur des Gussasphaltes ergibt sich aus der Verwen- dung von Splitt, d. h. scharfkantigen und eckigen Mineralstoffen mit Korngrößen von über 2 mm, die für die Stabilität des im Stand der Technik bekannten As- phaltes wegen der großen Oberfläche von eckigen Mineralstoffen aus Haftgrün- den erforderlich ist. Die Verbindung der teilweise bindemittelfreien Oberflä- chenelemente zu dem für die Haftung sorgenden, darunter liegenden Bindemittel ist sonst bei dem im Stand der Technik bekannten Asphalt nicht ausreichend. Aus den gleichen Gründen ist bei Asphalten nach dem Stand der Technik eine hohe Konzentration von Bindemittel in der Schicht unterhalb der Oberfläche erforder- lich, was wiederum eine Wasserdurchlässigkeit ausschließt. Sobald sich jedoch Teile der vergleichsweise losen, auf den Gussasphalt nachträglich aufgebrachten Oberflächenschicht gelöst haben und sogenannte Glatzen gebildet wurden, bildet die scharfkantige Oberfläche des Gussasphaltes die Oberfläche des bekannten Asphaltes, was unter anderem die Verletzungsgefahr für stürzende Fußgänger und Radfahrer erhöht.

Bei den im Stand der Technik bekannten Verfahren zur Ausbringung von As- phalten mit teilweise bindemittelfreier Oberfläche werden die größeren Teile des Mischgutes, nämlich die großvolumigen Anteile mit einem Durchmesser von mehr als 5 mm, beim Verlegen auf einer Oberfläche in einem separaten Arbeits- gang auf die Oberfläche gebracht. Dazu wird der übrige Asphalt bei hoher Tempe- ratur, d. h. bei Temperaturen bis 240° C, bei denen der Gussasphalt ausreichend fließfähig und damit verarbeitbar ist, ausgebracht und unmittelbar darauf die großvolumigen Anteile auf die Oberfläche aufgebracht. Aufgrund der bei diesen Temperaturen ausreichenden Viskosität des Gussasphaltes sinken die großvolu- migen Anteile teilweise ein, so dass sie einerseits auf der unteren Seite mit Bin- demittel in Kontakt kommen und daher anhaften, zum anderen bleibt die obere Seite dieser großvolumigen Anteile frei von Bindemittel.

Ein Nachteil bei diesem Verlegungsverfahren ist, dass der großvolumige Anteil des nachträglich aufgebrachten Mineralstoffgemisches nicht mechanisch stabil ist, da die großvolumigen Anteile des Mineralstoffgemisches teilweise eine schlechte Verbindung zum im Gussasphalt befindlichen Bindemittel haben und daher me- chanisch leicht herausgelöst werden können. Dies führt im Gebrauch leicht zu blanken Stellen in der Oberfläche, sogenannten Glatzen, an denen keine binde- mittelfreien Steine mehr zu sehen sind. Überdies ist es wegen der erforderlichen hohen Arbeitstemperatur beim Aufbringen des großvolumigen Mineralstoffgemi- sches problematisch, polymermodifiziertes Bindemittel einzusetzen, was die Verwendung farbloser Bindemittel ausschließt und in der Regel die Verwendung von (schwarzem) Bitumen erfordert. Schließlich ist die Verlegung dieser Art von Asphalt sehr aufwendig und kann nur von speziell ausgebildetem Personal erfol- gen. Dies liegt daran, dass der Gussasphalt eine sehr genau bestimmte Temperatur aufweisen muss, bevor die in der Regel vorgewärmten großvolumigen Anteile des Mineralstoffgemisches aufgebracht werden. Dieses Aufbringen muss zudem sehr exakt und gleichmäßig erfolgen, da sonst diese Anteile entweder nicht weit genug einsinken und daher keinen oder keinen ausreichenden Kontakt zum Bindemittel herstellen, oder zu weit einsinken, so dass auch die Oberfläche bedeckt wird.

Schließlich ist dieser Asphalt auch sehr empfindlich gegenüber Verschmutzungen der großvolumigen Anteile des Mineralstoffgemisches, da solche erneut die Haf- tung am Bindemittel entscheidend verringern können. Schließlich ist bei diesem Verlegungsverfahren auch nachteilig, dass der so aufgebrachte Asphalt systembe- dingt nicht wasserdurchlässig ist, denn der Gussasphalt muss ausreichend fließfä- hig und vor allem ausreichend dicht sein, um die großvolumigen Mineralstoffan- teile ausreichend fest einbinden zu können.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Asphalt mit teilweise bin- demittelfreier Oberfläche zu schaffen, der eine wenig raue Oberflächenstruktur aufweist und in einer besonderen Ausführungsform den Nachteil der Oberflä- chenversiegelung vermeidet. Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, ein Ver-

fahren zur Ausbringung von Asphalt mit teilweise bindemittelfreier Oberfläche zur Verfügung zu stellen, welches die oben genannten Nachteile der schlechten Einbindung der großvolumigen Mineralstoffanteile der Oberfläche an das Binde- mittel und die komplizierte Verlegungsweise vermeidet.

Diese Aufgaben werden zum einen erfindungsgemäß durch einen Asphalt gemäß Oberbegriff des Anspruches 1 gelöst, bei dem das Mineralstoffgemisch 80 bis <BR> <BR> 90 M. -% Anteile mit Korngrößen > 2 mm (Splitt bzw. Kies), 6 bis 16 M.-% An-<BR> teile mit Korngrößen zwischen 0,09 mm und 2 mm (Sand) und 4 bis 6 M. -% An- teile von Korngrößen < 0,09 mm (Füller) aufweist und bei dem der Anteil von Rundkorn (Kies) an den Mineralstoffen mit Korngrößen > 2 mm größer als 80 M.-% ist. Dieser Asphalt ist in einer bevorzugten Ausführungsform wasser- durchlässig.

Durch die Verwendung von Rundkorn, welches in dem erfindungsgemäßen As- phalt ausreichend stabil mit dem Bindemittel verbunden ist, ist insbesondere der Gesichtspunkt der Verringerung der Verletzungsgefahr von Fußgängern, insbe- sondere spielenden Kindern, und/oder Radfahrern nach einem Sturz auf den erfin- dungsgemäßen Asphalt von Bedeutung, da der Anteil scharfkantiger Mineralstof- fe an der Oberfläche sehr gering ist.

Der erfindungsgemäße Asphalt weist besonders bevorzugt ein Mineralstoffge- <BR> <BR> misch aus 83 bis 87 M. -% Splitt bzw. Kies, 7 bis 13 M. -% Sand und 4 bis 5,5 M. - % Füller auf. Der erfindungsgemäße Asphalt hat besonders günstige Eigenschaf- ten, wenn er ein Mineralstoffgemisch mit weniger als <BR> <BR> 10 M. -% Splitt mit Korngrößen von mehr als 8 mm und mindestens eine der fol- genden Komponenten in der angegebenen Gewichtsmenge aufweist : <BR> <BR> Korngröße zwischen 8,0 mm und 11,2 mm 8, OM.-% bis 9,8 M. -%<BR> Korngröße zwischen 5,0 mm und 8,0 mm 50 M. -% bis 60 M.-%<BR> * Korngröße zwischen 2,0 mm und 5,0 mm 19 M. -% bis 24 M.-%<BR> * Korngröße zwischen 0,71 mm und 2,0 mm 5,0 M. -% bis 6,0 M. -%

Korngröße zwischen 0, 25 mm und 0, 71mm : 2,8 M. -% bis 3,6 M. -%<BR> Korngröße zwischen 0,09 mm und 0,25 mm : 1, 2 M. -% bis 1, 8 M.-%<BR> 'Korngröße kleiner als 0,09 mm : 4,2 M. -% bis 5,2 M. -% Als günstig hat sich erwiesen, wenn das Mineralstoffgemisch mit Korngrößen zwischen 0,09 mm und 2 mm Brechsand, bevorzugt Edelbrechsand enthält. Es kann weiterhin vorteilhaft sein, wenn die im Asphalt enthaltenen Mineralstoffe zumindest teilweise helle Materialien-natürliche oder künstlich hergestellte- enthalten. Unterstützend kann hier wirken, wenn der Füller Kalksteinmehl enthält.

Der Bindemittelgehalt des erfindungsgemäßen Asphalts beträgt vorteilhafterweise zwischen 4,5 und 6,0 M.-%, bevorzugt zwischen 4,8 und 5,6 M. -%.

Zur Färbung von Asphalt durch die Farbe des verwendeten Mineralstoffgemisches ist es vorteilhaft, wenn das Bindemittel farbloses Material enthält. Besonders gün- stig ist es, wenn das Bindemittel polymermodifiziert ist, was die Langzeitstabilität gegenüber Witterungseinflüssen verbessert. Die Stabilisierung des Bindemittels wird zudem erhöht, wenn ihm Faserstoffe beigefügt sind, wobei deren Anteil vor- <BR> <BR> zugsweise kleiner als 2 M. -%, besonders bevorzugt um 0,4 M. -% am Gesamtge- wicht beträgt.

Der erfindungsgemäße Asphalt lässt sich auch wasserdurchlässig ausbilden, was von besonderem Vorteil ist. Um eine Wasserdurchlässigkeit zu gewährleisten, hat es sich dabei als vorteilhaft erwiesen, wenn der Hohlraumgehalt größer als <BR> <BR> 8 Vol. -% ist, besonders vorteilhaft ist ein Hohlraumgehalt in einem Bereich zwi- schen 12 Vol.-% und 18 Vol.-%.

Der erfindungsgemäße wasserdurchlässige Asphalt ist besonders vorteilhaft, denn durch die natürliche mineralische Oberfläche lässt sich der Asphalt leichter reini- gen und Verschmutzungen können daher nicht so leicht in die Poren eindringen.

Dieser Effekt wird durch den gegenüber im Stand der Technik bekannten wasser-

durchlässigen Asphalten reduzierten Hohlraumgehalt-er beträgt im Stand der <BR> <BR> Technik über 18 Vol. -%-noch verstärkt, so dass eine Verstopfung der Poren sehr viel langsamer eintritt, als bei üblichem wasserdurchlässigen Asphalt. Die Was- serdurchlässigkeit und Beständigkeit des erfindungsgemäßen Asphaltes bleibt daher wesentlich länger erhalten.

Weiterhin wird die Aufgabe durch die Zurverfügungstellung eines Verfahrens zur Herstellung eines Asphaltes nach dem Oberbegriff des Anspruchs 14 gelöst, nach dem das Asphaltmischgut zunächst in einem Arbeitsgang auf die zu asphaltieren- de Oberfläche aufgebracht und die Oberfläche anschließend, bevorzugt nach Aus- härtung, zumindest teilweise vom Bindemittel befreit wird.

Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung eines Asphalts für Bodenbeläge mit zumindest teilweise bindemittelfreier Oberfläche aus Asphaltmischgut, ent- haltend Mineralstoffe mit Anteilen von Korngrößen > 2 mm (Splitt und/oder Kies), mit Anteilen von Korngrößen zwischen 0,09 mm und 2 mm (Sand) und mit Anteilen von Korngrößen < 0,09 mm (Füller), sowie Bindemittel, wird durchge- führt, indem zunächst die Asphaltmischung auf die Oberfläche aufgebracht wird.

Anschließend wird die Oberfläche-vorzugsweise mechanisch-behandelt, um das Bindemittel teilweise von der Oberfläche abzulösen. Besonders gute Ergeb- nisse werden mit Sandstrahlen nach Aushärtung der Asphaltmischung erzielt, es ist aber auch eine Bindemittelablösung auf chemischer Basis mit Hilfe von Lö- sungsmitteln möglich. Das erfindungsgemäße Verfahren ist sowohl für wasser- durchlässige, als auch für wasserunkdurchlässige Asphalte anwendbar, insbeson- dere aber auch zur Herstellung aller oben beschriebenen und mit Ansprüchen 1 bis 13 beanspruchten Asphalte.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im Folgenden anhand der Figuren 1 und 2 erläutert. Es zeigen Figur 1 : einen Querschnitt durch eine erfindungsgemäße Asphaltschicht und

Figur 2 : die Sieblinie eines Mineralstoffgemisches zur Verwendung im er- findungsgemäßen Asphalt.

Figur 1 zeigt-nicht maßstabsgetreu-eine erfindungsgemäße Asphaltschicht 1, die auf einem üblichen, hier nicht näher beschriebenen Untergrund (Tragschicht) 2. Es sind die verschieden großen Körner des Mineralstoffgemisches zu erkennen, nämlich der Kies 3 und der Sand 4, wobei der sehr kleinkörnige Füller 5 nicht mehr dargestellt ist. Die Körner sind von Bindemittel 6 umgeben, wobei im Bin- demittel die Faserstoffe 7 nicht mehr zu erkennen sind. Zwischen den Körnern entstehen, wenn die Mineralstoffmischung geeignet gewählt wurde, Hohlräume 8 und damit Kanäle, durch die das Wasser von der Oberfläche durch den Asphalt abfließen kann. An der Oberfläche selbst ist kein Bindemittel zu erkennen, d. h. die den oberen Abschluss bildenden Körner 9 des Mineralstoffgemisches sind naturbelassen und sorgen daher für den Farbeindruck des Asphaltes.

Die Sieblinie 21 einer besonders geeigneten Mineralstoffmischung zeigt Figur 2.

Diese Mineralstoffmischung besteht zu etwa 85 M. -% aus hellem Splitt bzw. Kies 2/8 mm (Rundkorn), aus Dolomit-Edelbrechsand 0/2 mm und Kalksteinmehl als Füller, wobei die Sand-und Kalksteinmehlkomponenten zusätzlich helligkeitsun- terstützend wirken.

Wie sich auch aus der in Figur 2 gezeigten, tatsächlich gemessenen Sieblinie 21 ergibt, ist die Kornzusammensetzung des verwendeten Mineralstoffgemisches wie in der folgenden Tabelle 1 gezeigt : Durchmesser Rückstand Durchgang Gewichtsanteil [mm] lM.-%] IM--%] IM--% 11, 20 0,0 100,0 8,00 8,9 91, 1 Kies 5,00 54,8 36,3 85,1 2,00 21,4 14,9 0,71 5,5 9,4 Sand 0,25 3,2 6,2 10,2 0,09 1,5 4,7 <0,09 4,7 Füller

Dieser Mineralstoffzusammensetzung wurde zur Erzielung besonders günstiger Eigenschaften zwischen 4,8 und 5,5 M.-% leicht gelbliches, im wesentlichen aber farbloses polymermodifiziertes Bindemittel zugefügt, welches zum Beispiel unter der Bezeichnung"Mexphalt C P 1"von der Shell AG im Handel erhältlich ist.

Die Raumdichte des Asphalts beträgt bei dieser Mischung etwa 2,15 g/cm3, wobei eine Verdichtungstemperatur von 135 °C für den Asphalt ausreichend ist. Damit wurde ein Hohlraumgehalt zwischen 13,3 und 18,0 Vol. -% erreicht. Obwohl die- ser Hohlraumgehalt durchgehend unter dem für wasserdurchlässige Asphalte im Stand der Technik vorgesehenen Wert von größer 18,0 Vol. -% liegt, wird mit dem beschriebenen Asphalt eine hohe Wasserdurchlässigkeit erreicht.

Diese Asphaltmischung weist, nach Aufbringung auf die Tragschicht, noch Bin- demittel an der Oberfläche auf. Dieses kann zu einem beliebigen Zeitpunkt nach ausreichender Abkühlung des Asphaltgemisches von der Oberfläche entfernt wer-

den. Bei ersten Versuchen hat sich das Sandstrahlen der Oberfläche bewährt. Da- durch bleibt auch gewährleistet, dass der erfindungsgemäße Asphalt wie üblich verlegt werden kann, da hierbei keinerlei spezielle Probleme auftreten. Spezial- kenntnisse und besondere Vorsicht sind hierfür nicht erforderlich.

Das neue Verfahren lässt es unter anderem zu, dass Asphalt mit einer Mischgut- temperatur zwischen lediglich 140 °C und 160 °C eingesetzt werden kann. Vor- teilhaft sind hierbei insbesondere die durch die niedrigeren Temperaturen redu- zierten Emissionswerte, die vor allem durch Ausgasungen verursacht werden, was die Umwelt zusätzlich entlastet.