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Title:
ASSEMBLED HALF SHELL-SHAPED COLLAR BEARING SHELL
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/019939
Kind Code:
A1
Abstract:
Assembled half shell-shaped collar bearing shell (2) for a crankshaft bearing point in an internal combustion engine, having a half shell-shaped radial bearing part (4) and having a disc-shaped axial bearing part (8) which can be fastened in the region of an axial end side (6) of the radial bearing part (4), wherein the axial bearing part (8) is formed from at least three segments (20) which adjoin one another in the circumferential direction (12) and are joined non-releasably to one another via a welded seam (24) between in each case two segments (20), wherein the respective welded seam (24) does not include the radial bearing part (4), and wherein the segments (20) are arranged with the holding tongues (28) thereof first of all on the edge region (16) of the radial bearing part (4), with the result that the holding tongues (28) engage into the respective holding recesses (18) in the edge region (16) of the radial bearing part (4), and the respective welded seam (24) is only then made between in each case two segments (20), as a result of which the axial bearing part (8) which is thus formed is held on the radial bearing part (4) captively but in a manner which is afflicted with slight play, to be precise without the holding tongues (20) or the edge region (16) of the radial bearing part (4) having been machined in a material-reshaping manner.

Inventors:
BUSCHENHENKE, Frank (Stolzstrasse 10, Ostrhauderfehn, 26842, DE)
SCHROEDER, Hubert (Im Winkel 6, Surwold, 26903, DE)
HEGER, Peter (Franziskus-Strasse 42, St. Leon-Rot, 68789, DE)
SCHIESZL, Steffen (Otto-Dix-Strasse 14, St. Leon-Rot, 68789, DE)
REISER, Manuel (Frankenstrasse 17, Karlsbad, 76307, DE)
LANGNER, Heinbert (Danziger Strasse 6, Rheda-Wiedenbrueck, 33378, DE)
TREUTNER, Stefan (Lederschenstrasse 37, Wiesloch, 69168, DE)
BURKHART, Stephan (Kunigundestrasse 12, Lorsch, 64653, DE)
SKIADAS, Athanassios (Palisadenstrasse 12d, Darmstadt, 64297, DE)
FUELLENBACH, Torsten (Rabelsbergstrasse 11, Wiesloch, 69168, DE)
HOENE, Wilfried (Kriemhildstrasse 3, Taunusstein, 65232, DE)
Application Number:
EP2017/069006
Publication Date:
February 01, 2018
Filing Date:
July 27, 2017
Export Citation:
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Assignee:
KS GLEITLAGER GMBH (Am Bahnhof 14, St. Leon-Rot, 68789, DE)
International Classes:
F16C9/02; F16C17/10; F16C33/04; F16C33/10; F16C33/14; F16C43/02
Domestic Patent References:
WO2012129624A12012-10-04
Foreign References:
EP2690295A12014-01-29
DE3730166A11989-03-30
AT510062A12012-01-15
DE2433928A11976-02-05
DE102006027500A12007-12-20
GB2516294A2015-01-21
Attorney, Agent or Firm:
DREISS PATENTANWÄLTE PARTG MBB (Friedrichstraße 6, Stuttgart, 70174, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Gebaute halbschalenförmige Bundlagerschale (2) für eine Kurbelwellenlagerstelle bei einem

Verbrennungsmotor, mit einer axialen Richtung (10) , einer dazu konzentrischen Umfangsrichtung (12) und einer radialen Richtung (14) , mit einem

halbschalenförmigen Radiallagerteil (4) und mit einem im Bereich einer axialen Stirnseite (6) des

Radiallagerteils (4) befestigbaren scheibenförmigen Axiallagerteil (8) , wobei das Radiallagerteil (4) eine einem Gleitpartner zugewandte radial innere

Gleitfläche (3) und einen in Umfangsrichtung (12) erstreckten Randbereich (16) aufweist und wobei das Axiallagerteil (8) im Wesentlichen in einer radialen Ebene, also orthogonal zur axialen Richtung (10) erstreckt ist und mindestens zwei im Wesentlichen in der radialen Ebene erstreckte und nach innen

vorspringende Haltezungen (28) aufweist, die mit einer jeweiligen Halteausnehmung (18) in dem Randbereich (16) des Radiallagerteils (4) in Eingriff gebracht sind, wobei das Axiallagerteil (8) verliersicher am Radiallagerteil (4) gehalten ist, dadurch

gekennzeichnet, dass das Axiallagerteil (8) aus wenigstens drei Segmenten (20) gebildet ist, die in der Umfangsrichtung (12) aneinander anschließen und über eine, vorzugsweise in radialer Richtung (14) erstreckte, Schweißnaht (24) zwischen je zwei

Segmenten (20) unlösbar aneinandergefügt sind, wobei die jeweilige Schweißnaht (24) nicht den

Radiallagerteil (4) erfasst und wobei die Segmente (20) mit ihren Haltezungen (28) zuerst am Randbereich (16) des Radiallagerteils (4) angeordnet werden, so dass die Haltezungen (28) in die jeweiligen Halteausnehmungen (18) in dem Randbereich (16) des Radiallagerteils (4) eingreifen, und erst dann die jeweilige Schweißnaht (24) zwischen je zwei Segmenten (20) angebracht wird, wodurch dann das so gebildete Axiallagerteil (8) verliersicher jedoch zumindest in axialer Richtung (10) geringfügig spielbehaftet am Radiallagerteil (4) gehalten ist, und zwar ohne dass die Haltezungen (28) oder der Randbereich (16) des Radiallagerteils (4) materialumformend bearbeitet worden sind.

2. Bundlagerschale nach Anspruch 1, dadurch

gekennzeichnet, dass die mehreren Segmente (20) nicht alle aus denselben Materialien oder demselben

Materialaufbau gebildet sind.

3. Bundlagerschale nach Anspruch 1 oder 2, dadurch

gekennzeichnet, gekennzeichnet durch mindestens ein Segment (20) , welches aus einem

Metall/Kunststoffverbundwerkstoff gebildet ist.

4. Bundlagerschale nach Anspruch 3, dadurch

gekennzeichnet, dass der

Metall/Kunststoff erbundwerkstoff eine metallische Stützschicht, insbesondere aus Stahl, eine darauf aufgebrachte dreidimensional poröse Trägerschicht für ein darin einimprägniertes Gleitmaterial auf

Polymerbasis, sowie dieses Gleitmaterial, vorzugsweise mit tribologisch wirksamen Füllstoffen aufweist.

5. Bundlagerschale nach einem oder mehreren der

vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass alle Segmente (20) eine vorzugsweise im Wesentlichen nach radial innen erstreckte Haltezunge (28)

aufweisen .

6. Bundlagerschale nach einem oder mehreren der

vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zur Bildung eines jeweiligen Axiallagerteils (8) drei Segmente (20) vorgesehen sind.

7. Bundlagerschale nach Anspruch 6 einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die drei Segmente (20) jeweils eine Umfangslange von 55° - 65°, insbesondere von etwa 60° aufweisen oder dass zwei Segmente eine kürzere Umfangslange aufweisen als ein zwischen Ihnen liegendes Segment.

8. Bundlagerschale nach einem oder mehreren der

vorstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch Segmente mit unterschiedlicher Umfangslange.

9. Bundlagerschale nach einem oder mehreren der

vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das jeweilige Segment (20) in radialer Richtung (14) außen im Übergang zu einem benachbarten Segment (20) einen Freischnitt (44) aufweist.

10. Verfahren zum Herstellen einer gebauten

halbschalenförmigen Bundlagerschale (2) nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass aus einem Flachmaterial (36) jeweiligen den Axiallagerteil (8) bildenden Segmente (20) herausgeformt, insbesondere ausgestanzt werden, dass diese Segmente (20) an dem halbschalenförmigen Radiallagerteil (4) in eine intendierte

Montagestellung gebracht werden, in der die jeweiligen Haltezungen (28) der Segmente (20) in eine jeweilige Halteausnehmung (18) am Randbereich (16) des

Radiallagerteils (4) eingreifen, und dass daran anschließend eine Schweißnaht (24) zwischen je zwei Segmenten (20) ausgebildet wird und hierdurch der Axiallagerteil (8) verliersicher jedoch geringfügig spielbehaftet am Radiallagerteil (4) gehalten ist, und zwar ohne dass die Haltezungen (28) oder der

Randbereich (16) des Radiallagerteils (4)

materialumformend bearbeitet worden sind.

11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die einen jeweiligen Axiallagerteil (8) bildenden Segmente (20) in dem Flachmaterial (36) jeweils orthogonal zu einer Maschinenrichtung (38) des

Flachmaterials (36) und des Herstellvorgangs der Segmente (20) nebeneinander zum Herausformen

vorgesehen sind.

Description:
Titel : Gebaute halbschalenförmige Bundlagerschale

Beschreibung

Die Erfindung betrifft eine gebaute halbschalenförmige Bundlagerschale für eine Kurbelwellenlagerstelle bei einem Verbrennungsmotor, mit einer axialen Richtung, einer dazu konzentrischen Umfangsrichtung und einer radialen Richtung, mit einem halbschalenförmigen Radiallagerteil und mit einem im Bereich einer oder beider axialer Stirnseiten des

Radiallagerteils befestigbaren scheibenförmigen

Axiallagerteil, wobei das Radiallagerteil eine einem

Gleitpartner zugewandte radial innere Gleitfläche und einen in Umfangsrichtung erstreckten Randbereich aufweist und wobei das Axiallagerteil im Wesentlichen in einer radialen Ebene, also orthogonal zur axialen Richtung erstreckt ist und mindestens zwei im Wesentlichen in der radialen Ebene erstreckte und nach innen vorspringende Haltezungen

aufweist, die mit einer jeweiligen Halteausnehmung in dem Randbereich des Radiallagerteils in Eingriff gebracht sind, wobei das Axiallagerteil verliersicher am Radiallagerteil gehalten ist. Das jeweilige Axiallagerteil soll

verliersicher am Radiallagerteil gehalten sein, wobei hierfür keine Stoffschlüssige und damit starre Verbindung zwischen dem Axiallagerteil und dem Radiallagerteil

vorgesehen werden soll.

Gebaute Bundlagerschalen der vorstehend genannten Art sind bekannt. Typischerweise werden die Axiallagerteile mit einer Umfangslänge von etwa 180° aus einem Flachmaterial ausgestanzt und dann über Haltezungen, die in

Halteausnehmungen an dem Radiallagerteil eingreifen, dadurch verliersicher fixiert, dass die Haltezungen oder der Randbereich des Radiallagerteils plastisch verformt werden, so dass ein Hintergriff erzeugt wird. Dies muss auch bei DE 24 33 928 AI und bei der dort in Bezug

genommenen DT 21 40 845 der Fall sein. Auf andere Weise ist nämlich eine bezüglich aller Freiheitsgrade verliersichere Anordnung des betreffenden Axiallagerteils am

Radiallagerteil nicht möglich, es sei denn es würden

Stoffschlüssige Verbindungen zwischen dem Axiallagerteil und dem Radiallagerteil angebracht werden. Durch plastische Verformung geht aber stets die Gefahr der Beeinträchtigung der Maßhaltigkeit der Komponenten im Übrigen einher. Bei der vorgenannten DE 24 33 928 AI umfasst der Axiallagerteil mehrere in Umfangsrichtung aneinander angrenzende Segmente. Gemäß DE 10 2006 027 500 AI ist ein 360° umfassender, also geschlossener Axiallagerring durch lösbare oder unlösbare Anbindung, insbesondere Verschweisung, von in

Umfangsrichtung aneinander angrenzenden Segmenten gebildet. Eine Anfügung des Axiallagerrings an ein Radiallagerteil ist nicht vorgesehen. WO 2012/129624 AI zeigt wiederum eine Ausführungsform mit deformierbaren Haltezungen. Gemäß GB 2516294 A wird durch eine kombinierte Fügebewegung aus Zuführen des Axiallagerteils, Verkippen und Hinterhaken an dem Radiallagerteil eine Anordnung erreicht, die aber nicht bezüglich aller Freiheitsgrade verliersicher ist.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine gebaute halbschalenförmige Bundlagerschale der eingangs genannten Art anzugeben, bei der sich das vorstehend geschilderte Problem der Beeinträchtigung der Maßhaltigkeit weniger stellt, wobei das betreffende Axiallagerteil bezüglich aller Freiheitsgrade unverlierbar an dem

Radiallagerteil gehalten sein soll, wobei keine

Stoffschlüssige und damit starre Verbindung zwischen dem Axiallagerteil und dem Radiallagerteil vorgesehen werden soll .

Diese Aufgabe wird durch eine Bundlagerschale der genannten Art gelöst, die dadurch gekennzeichnet ist, dass das

Axiallagerteil aus wenigstens drei Segmenten gebildet ist, die in der Umfangsrichtung aneinander anschließen und über eine, vorzugsweise in radialer Richtung erstreckte,

Schweißnaht zwischen je zwei Segmenten unlösbar

aneinandergefügt sind, wobei die jeweilige Schweißnaht nicht den Radiallagerteil erfasst und wobei die Segmente mit ihren Haltezungen zuerst am Randbereich des

Radiallagerteils angeordnet werden, so dass die Haltezungen in die jeweiligen Halteausnehmungen in dem Randbereich des Radiallagerteils eingreifen, und erst dann die jeweilige Schweißnaht zwischen je zwei Segmenten angebracht wird, wodurch dann das so gebildete Axiallagerteil verliersicher jedoch zumindest in axialer Richtung geringfügig

spielbehaftet am Radiallagerteil gehalten ist, und zwar ohne dass die Haltezungen oder der Randbereich des

Radiallagerteils materialumformend bearbeitet worden sind. Hierbei erweist es sich als vorteilhaft wenn die Halteausnehmungen bei dem Radiallagerteil nicht randoffen sondern als geschlossene Einsteck- oder Durchstecköffnungen ausgebildet sind.

Es kann auf die erfindungsgemäße Weise eine verliersichere, jedoch zumindest axial spielbehaftete Anordnung des

Axiallagerteils am Radiallagerteil realisiert werden, und zwar ohne dass materialumformende, insbesondere

verstemmende Maßnahmen am Radiallagerteil oder am

Axiallagerteil vorgesehen werden. Die Maßhaltigkeit der so gebildeten Bundlagerschale kann daher unproblematischer erhalten werden. Ein weiterer wesentlicher Vorteil der erfindungsgemäßen Bundlagerschale ist darin zu sehen, dass für die Herstellung des Axiallagerteils ein geringerer Verschnitt bei dem Flachmaterial auftritt, verglichen mit der Herausformung von über 180° erstreckten

Axiallagerteilen aus dem Flachmaterial.

Eine erfindungsgemäße Bundlagerschale kann auf nur einer Seite oder auf beiden Seiten ein Axiallagerteil aufweisen. Demzufolge kann eine zwei erfindungsgemäße Bundlagerschalen aufweisende Lagerstelle zwei, drei oder vier

Axiallagerteile aufweisen.

Es kann sich in Weiterbildung der Erfindung auch als vorteilhaft erweisen, wenn die mehreren Segmente nicht alle aus denselben Materialien oder demselben Materialaufbau gebildet sind. Es wäre beispielsweise denkbar, dass ein mittleres am Scheitel der Bundlagerschale vorgesehenes Segment einen anderen Materialaufbau aufweist als daran angrenzende benachbarte Segmente. Hierdurch kann

unterschiedlichen Belastungsgegebenheiten in Abhängigkeit von der Position des Axiallagerteils Rechnung getragen werden .

So kann es sich als vorteilhaft erweisen, wenn mindestens ein Segment aus einem Metall/Kunststoffverbundwerkstoff gebildet ist, während andere Segmente aus Metall oder einem Metallverbundwerkstoff bestehen. Insbesondere kann es sich als vorteilhaft erweisen, wenn der

Metall/KunststoffVerbundwerkstoff eine metallische

Stützschicht, insbesondere aus Stahl, eine darauf

aufgebrachte dreidimensional poröse Trägerschicht für ein darin einimprägniertes Gleitmaterial auf Polymerbasis, sowie dieses Gleitmaterial, vorzugsweise mit tribologisch wirksamen Füllstoffen aufweist.

Weiter erweist es sich als vorteilhaft, wenn alle Segmente eine vorzugsweise im Wesentlichen nach radial innen

erstreckte Haltezunge aufweisen.

Weiter erweist es sich als vorteilhaft, wenn zur Bildung eines jeweiligen Axiallagerteils drei Segmente vorgesehen sind, die vorzugsweise jeweils eine Umfangslänge von 55° -

65°, insbesondere von etwa 60° aufweisen oder dass zwei Segmente eine kürzere Umfangslänge aufweisen als ein zwischen Ihnen liegendes Segment.

Es kann sich auch als vorteilhaft erweisen, wenn Segmente mit unterschiedlicher Umfangslänge vorgesehen sind. Es lassen sich dann, insbesondere in Verbindung mit einer unterschiedlichen Materialwahl spezifischen Bedingungen besser entsprechende Bundlagerschalen herstellen.

Weiter erweist es sich als vorteilhaft, wenn das jeweilige Segment in radialer Richtung außen im Übergang zu einem benachbarten Segment einen Freischnitt aufweist. Durch diese Ausbildung lassen sich die Segmente unter hoher

Materialausnutzung eng aneinander anschließend aus dem Flachmaterial herausformen.

Bei sämtlichen erfindungsgemäß ausgebildeten

Bundlagerschalen können Schmiermittel zuführende oder aufnehmende Taschen, Öffnungen oder Nuten ausgebildet sein. Gegenstand der Erfindung ist auch ein Verfahren zum

Herstellen einer gebauten halbschalenförmigen

Bundlagerschale mit den Merkmalen der Ansprüche 8 und 9. Es wird hierbei eine Bundlagerschale erhalten, bei der das jeweilige Axiallagerteil verliersicher am Radiallagerteil gehalten ist, wobei hierfür keine Stoffschlüssige und damit starre Verbindung zwischen dem Axiallagerteil und dem

Radiallagerteil vorgesehen wird.

Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den beigefügten Patentansprüchen und aus der zeichnerischen Darstellung und nachfolgenden

Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform der

Erfindung .

In der Zeichnung zeigt :

Figur 1 eine perspektivische Ansicht einer

erfindungsgemäßen gebauten halbschalenförmigen

Bundlagerschale ;

Figur 2 eine explosionsartige Darstellung der

Bundlagerschale aus Figur 1 ;

Figur 3 eine perspektivische Ansicht eines Radiallagerteils der Bundlagerschale nach Figur 1 ;

Figur 4 eine perspektivische Ansicht eines Segments zur Bildung eines Axiallagerteils der Bundlagerschale nach Figur 1 ; und

Figur 5 in schematischer Darstellung eine beispielhafte Einteilung eines Stanzbilds eines Flachmaterials zur

Herausformung der an jeweiligen Axiallagerteil bildenden Segmente .

Eine insgesamt mit dem Bezugszeichen 2 bezeichnete

erfindungsgemäße gebaute halbschalenförmige

Bundlagerschale, insbesondere für eine

Kurbelwellenlagerstelle bei einem Verbrennungsmotor, umfasst einen halbschalenförmigen, also ungefähr 180° umfassenden Radiallagerteil 4 sowie im beispielhaft

dargestellten Fall im Bereich beider axialer Stirnseiten 6 des Radiallagerteils jeweils ein befestigtes Axiallagerteil 8, das häufig auch als AnlaufScheibe bezeichnet wird.

Figur 3 zeigt eine perspektivische Ansicht des

Radiallagerteils 4. In Figur 1 ist ferner eine axiale

Richtung 10, eine dazu konzentrische Umfangsrichtung 12 und eine radiale Richtung 14 der Bundlagerschale 2 dargestellt.

Man erkennt aus Figur 3, dass in beispielhaft beiden in der Umfangsrichtung 12 erstreckten Randbereichen 16 des

Radiallagerteils 4 Halteausnehmungen 18 zur Befestigung des jeweiligen Axiallagerteils 8 vorgesehen sind.

Erfindungsgemäß ist das Axiallagerteil 8 nicht einstückig in der Umfangsrichtung 12 durchgehend ausgebildet, sondern es ist von im dargestellten Fall beispielhaft drei

Segmenten 20 gebildet, die zunächst voneinander getrennt hergestellt und erhalten werden und dann in ihrer

intendierten Montagestellung im Bereich der axialen

Stirnseite 6 des Radiallagerteils 4 angeordnet werden. Erst danach werden sie Stoffschlüssig durch eine

Schweißverbindung miteinander verbunden. In Figur 1 ist eine jeweilige vormalige Trennfuge 22 zwischen den

Segmenten 20 angedeutet. Entlang dieser Trennfuge 22 ist im fertigen Zustand dann die Schweißnaht 24 ausgeführt, wodurch die Segmente 20 aneinandergefügt und gleichzeitig der so gebildete Axiallagerteil 8 unverlierbar, jedoch zumindest in axialer Richtung 10 geringfügig spielbehaftet an dem Radiallagerteil 4 angeordnet ist. Im beispielhaft und bevorzugt dargestellten Fall sind die jeweiligen

Segmente 20 durch einen jeweiligen in radialer Richtung 14 erstreckten Rand 26 oder eine Flanke begrenzt. Mit diesem Rand 26 oder mit dieser Flanke liegen dann das mittlere Segment 20 und die hieran angrenzenden Segmente 20 eine Trennfuge 22 oder Stoßfuge bildend aneinander an und werden durch Anbringen der Schweißnaht 24 unlösbar aneinander gefügt .

Man erkennt am besten aus Figur 4, dass das dort

dargestellte Segment 20 eine nach innen, also im

Wesentlichen in der radialen Richtung 14 nach innen, vorstehende Haltezunge 28 aufweist. Die jeweilige

Haltezunge 28 ist komplementär zu der schon erwähnten

Halteausnehmung 18 des Radiallagerteils 4 ausgebildet, derart, dass ein jeweiliges Segment 20 im Bereich der axialen Stirnseite 6 des Radiallagerteils 4 angeordnet und in seine intendierte Montageposition gebracht werden kann, in welcher die jeweilige Haltezunge 28 in die zugeordnete Halteausnehmung 18 des Radiallagerteils 4 eingreift. In diesem Zustand liegen dann die Segmente 20 in

Umfangsrichtung 12 mit ihren Rändern 26 im Wesentlichen wenigstens nahezu auf Stoß aneinander an, so dass sie durch Anbringen der jeweiligen Schweißnaht 24 unlösbar

miteinander verbunden werden können. In der Folge ist dann auch das gesamte durch die beispielhaft drei Segmente 20 gebildete Axiallagerteil 8 zumindest in axialer Richtung 10 spielbehaftet, jedoch unlösbar am Radiallagerteil 4

gehalten, und zwar ohne dass materialverformende Massnahmen zur Erzielung einer Verliersicherung ausgeführt werden mussten. Die Spielbehaftung kommt dadurch zustande, dass die Halteausnehmungen 18 geringfügig größer dimensioniert sind als die darin eingreifenden Haltezungen 28. Dennoch ist nach dem Fügen der Segmente 20 aneinander ein

Hintergriff bezüglich aller Richtungen und damit eine verliersichere Anordnung erreicht. Eine Stoffschlüssige Verbindung zwischen Axiallagerteil 8 und Radiallagerteil 4 ist nicht vorhanden, wodurch auch die spielbehaftete

Anordnung verhindert würde .

Des Weiteren erkennt man Schmiernuten 30, die sich in radialer Richtung 14 erstrecken und durch eine

spanabhebende Bearbeitung ausgehend von einer Gleitfläche 32 des Axiallagerteils 8 bzw. eines Segments 20 hiervon ausgebildet ist.

Schließlich ist in Figur 5 ein Flachmaterial 36,

insbesondere ein metallischer Werkstoff oder

Metallverbundwerkstoff 36 schematisch dargestellt, wobei auch eine Maschinenrichtung 38 für die Zuführung bzw. einen getakteten Vorschub des Flachmaterials 36 angedeutet ist. Weiter angedeutet ist ein Stanzmuster für die jeweiligen Segmente 20 zur Herstellung des Axiallagerteils 8. Die Segmente 20 sind im beispielhaft und bevorzugt

dargestellten Fall orthogonal zur Maschinenrichtung 38 zu drei Stücken nebeneinander vorgesehen. Diese jeweils drei Segmente sind zur Maschinenrichtung 38 symmetrisch

zueinander angeordnet, derart, dass ein jeweiliger

Scheitelpunkt 40 eines jeweiligen Segments auf derselben Linie 42 orthogonal zur Maschinenrichtung 38 liegt. Es zeigt sich, dass durch die erfindungsgemäße Mehrteiligkeit des Axiallagerteils eine sehr wirtschaftliche Herstellung des Axiallagerteils 8 möglich ist, da der Schnittabfall erheblich reduziert werden kann. Ausgehend von dem in Figur 5 schematisch dargestellten Muster wird im Übergang

zwischen zwei aneinander angrenzenden und noch aneinander angebundenen Segmenten 20 Trennschnitte 44 ausgeführt werden, die zu der in Figur 3 dargestellten

Freischnittkontur 46 im Übergang eines radial äußeren

Umfangsrands 48 zu dem nach radial innen verlaufenden Rand 26 führt. Ferner dargestellt ist, dass die Segmente 20 hier beispielhaft in der Maschinenrichtung 38 aneinander

angebunden bleiben bis sie durch Vereinzelungsschnitte 50 voneinander getrennt werden.