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Title:
ASSEMBLY COMPRISING A ROTOR AND TWO BEARINGS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/141812
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an assembly (ARR) comprising a rotor (ROT) which extends along an axis (X), comprising a first bearing (BA1), which is formed as a plain bearing, and comprising a second bearing (BA2), which is formed as a plain bearing, wherein the bearing face pairs (BP1, BP2) each comprise a rotor bearing face (BJ S) and a stator bearing face (BSF). To improve previous assemblies, according to the invention, the bearing face pairs (BP1, BP2) of the first bearing (BA1) and of the second bearing (BA2) are each formed conically.

Inventors:
KEFERSTEIN, Lutz (Martin-Luther-Straße 100, Dorsten, 46284, DE)
Application Number:
EP2019/051256
Publication Date:
July 25, 2019
Filing Date:
January 18, 2019
Export Citation:
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Assignee:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Werner-von-Siemens-Straße 1, München, 80333, DE)
International Classes:
F16C17/10; F16C32/06; F16J15/34
Domestic Patent References:
WO2014105377A12014-07-03
WO2014062373A12014-04-24
WO2017076584A12017-05-11
WO2007110368A12007-10-04
WO2007110378A12007-10-04
WO2007090775A12007-08-16
WO2012097915A12012-07-26
WO2016149203A12016-09-22
WO2014037150A12014-03-13
WO2014023581A12014-02-13
WO2012136497A12012-10-11
Foreign References:
US3476451A1969-11-04
US3391965A1968-07-09
US3249390A1966-05-03
DE3641621A11988-06-16
US4330159A1982-05-18
US20150063731A12015-03-05
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Claims:
Patentansprüche

1. Anordnung (ARR) mit einem Rotor (ROT), der sich entlang einer Achse (X) erstreckt, umfassend ein erstes La ger (BAI), das als Gleitlager ausgebildet ist und umfas send ein zweites Lager (BA2), das als Gleitlager ausge bildet ist, wobei die Lagerflächenpaare (BPI, BP2) der beiden Lager (BAI, BA2) aus jeweils einer Rotorlagerflä che (BJS) und einer Statorlagerfläche (BSF) bestehen, dadurch gekennzeichnet, dass

die Lagerflächenpaare (BPI, BP2) des ersten Lagers (BAI) und des zweiten Lagers (BA2) jeweils konisch ausgebildet sind .

2. Anordnung (ARR) nach Anspruch 1,

wobei zumindest die Statorlagerfläche (BSF) oder die Ro torlagerfläche (BJS) eines Lagers (BAI, BA2)

Zuströmöffnungen (INO) zu einem Lagerspalt (BGP) zwi schen der Rotorlagerfläche (BJS) und der

Statorlagerfläche (BSF) aufweist,

wobei das Lager (BAI, BA2) mit der Zuströmöffnung (INO) verbundene Lagerfluidversorgung (FLS) aufweist, die der art ausgeführt und mit der Zuströmöffnung (INO) in Ver bindung steht, dass diese ein Lagerfluid (FLB) in den jeweiligen Lagerspalt (BGP) zwischen Rotorfläche (BJS) und Statorfläche (BSF) fördert.

3. Anordnung (ARR) nach Anspruch 2,

wobei zumindest die Statorlagerfläche (BSF) oder die Ro torlagerfläche (BJS) eines Lagers (BAI, BA2) im Bereich der mindestens einen Zuströmöffnung (INO) als poröser Körper (PBO) ausgebildet ist, derart, dass die Porosität des porösen Körpers (PBO) die mindestens eine

Zuströmöffnung (INO) ausbildet.

4. Anordnung (ARR) nach Anspruch 1, 2 oder 3,

wobei die Statorlagerfläche (BSF) mindestens eines der beiden Lager (BAI, BA2) in axialer Richtung beweglich ausgebildet ist.

5. Anordnung (ARR) nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche,

wobei zumindest die Statorlagerfläche (BSF) oder die Ro torlagerfläche (BJS) oder beide Lagerflächen in Umfangs richtung ungeteilt mindestens eines Lagers (BAI, BA2) ausgebildet sind.

6. Anordnung (ARR) nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4 ,

wobei mindestens eine Statorlagerfläche (BSF) und/oder Rotorlagerfläche (BJS) mindestens eines Lagers (BAI,

BA2) in Umfangsrichtung geteilt, oder in mehrere Segmen te segmentiert ausgebildet ist.

7. Anordnung (ARR) nach mindestens den Ansprüchen 2 und 5, wobei die Anordnung ausgebildet ist, ein Prozessfluid zu verdichten oder zu entspannen und die Lagerfluidversor gung (FLS) für einen Lagerfluidversorgungsdruck (FLP) oberhalb eines höchsten Betriebsdrucks (OPP) des

Prozessfluids (PFL) ausgelegt ist,

so dass das erste Lager (BAI) und/oder das zweite La ger (BA2) als Gleitlager und als Wellendichtung vorgese hen sind.

8. Anordnung (ARR) nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 7 ,

wobei ein Träger der Statorlagerfläche (BSF) mindestens eines der beiden Lager (BAI, BA2) einen Schwingungsdämp fer aufweist, der von dem Rotor (ROT) auf das La ger (BAI, BA2) übertragene Schwingungen dämpft.

9. Anordnung (ARR) nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 8 ,

wobei die konische Form der Lagerflächenpaare (BPI, BP2) jeweils mittels eines Konuswinkels ( , ß) charakteri siert ist und die Konuswinkel ( , ß) der beiden Lager flächenpaare (BPI, BP2) ungleich sind.

10. Anordnung (ARR) nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 9,

wobei das erste Lager (BAI) und das zweite Lager (BA2) eine Lagerfluidversorgung (FLS) aufweisen, wobei die La gerfluidversorgung (FLS) derart ausgebildet ist, dass der Druck der Lagerfluidversorgung (FLS) für beide La ger (BAI, BA2) steuerbar ist, insbesondere der Druck für das erste Lager (BAI) und das zweite Lager (BA2) vonei nander unabhängig steuerbar sind.

Description:
Beschreibung

Anordnung mit einem Rotor und zwei Lagern

Die Erfindung betrifft eine Anordnung mit einem Rotor, der sich entlang einer Achse erstreckt, umfassend ein erstes La ger, das als Gleitlager ausgebildet ist und umfassend ein zweites Lager, das als Gleitlager ausgebildet ist, wobei die Lagerflächenpaare der beiden Lager aus jeweils einer Rotorla gerfläche und einer Statorlagerfläche bestehen.

Anordnungen mit einem Rotor der eingangs definierten Art fin den sich insbesondere bei Turbomaschinen, beispielsweise Ver dichtern, insbesondere Radialverdichtern oder Expandern. Der artige Turbomaschinen sind bereits bekannt aus der

W02017076584-A1. Entsprechende Turboverdichter sind bereits bekannt aus W02007110368-A1, W02007110378-A1 und

W02007090775-A1. Gleitlager der eingangs erwähnten Art sind bereits bekannt aus der W02012097915-A1. Insbesondere aero- statische Gaslager, die nach der Begrifflichkeit dieses Doku mentes auch den Gleitlagern zugerechnet werden, sind bereits bekannt aus der WO2016149203-A1 .

Im Weiteren beschäftigt sich die Erfindung auch mit Wellen dichtungen, insbesondere Gasdichtungen, die auch bekannt sind aus W02014037150-Al , WO2014023581-A1, und WO2012136497-A1.

Unter einer Anordnung versteht die Erfindung zunächst die aufgelisteten Bauteile, wobei der Anordnung auch weitere Bau teile zugerechnet werden können, so dass eine Anordnung auch beispielsweise eine Turbomaschine, ein Turboverdichter, ins besondere ein Radialturboverdichter mit den aufgelisteten Bauteilen der Anspruchsfassung sein kann. Die Achse des Ro tors entspricht der Rotationsachse, um die der Rotor drehbar gelagert ist. Begriffe, wie axial, radial, Umfangsrichtung, tangential beziehen sich - wenn nicht anders in dem Zusammen hang angegeben - stets auf die Achse bzw. Rotationsachse des Rotors. Den Begriff Gleitlager verwendet die Erfindung in Ab- grenzung zu dem Begriff Wälzlager. Es ist hierbei ein im Be trieb kontaktlos arbeitendes Lager gemeint, das im Regelbe trieb einen Gleitfilm aufweist, der aus einem Lagerfluid be steht, auf das in der Folge öfter Bezug genommen wird. Das Lagerfluid kann hierbei sowohl gasförmig als auch flüssig ausgebildet sein und sorgt für einen zwischen einer Rotorla gerfläche und einer Statorlagerfläche im Wesentlichen kon taktfreien Betrieb des Lagers. Die Statorlagerfläche ist hierbei im Wesentlichen im Betrieb ortsfest ausgebildet, so dass sich die Rotorlagerfläche gegenüber der

Statorlagerfläche rotierend bewegt. Die ortsfeste Ausbildung der Statorlagerfläche bedeutet jedoch nicht, dass die

Statorlagerfläche vollkommen unbeweglich ist. Der Begriff Statorlagerfläche ist vielmehr gewählt, um eine Abgrenzung zu der Drehbewegung des Rotors bzw. der Rotorlagerfläche auszu drücken. Eine gewisse radiale Bewegung im Rahmen der Übertra gung von Schwingungen des Rotors auf die Statorlagerfläche ist ebenso möglich, wie ein axialer Bewegungsfreiheitsgrad mindestens eines der beiden Lager, so dass axiale, insbeson dere thermisch bedingte, Längenänderungen des Rotors möglich sind .

Bei der Lagerung von Rotoren, insbesondere von Turbomaschi- nen, ist es üblich, die Radiallagerfunktion von der Axialla gerfunktion zu trennen. Zum Zwecke der statisch bestimmten Lagerung eines Rotors ist es daher notwendig, zwei Radialla ger und mindestens eine Axiallagerung vorzusehen, die die Be weglichkeit in die beiden Axialrichtungen einschränkt. Eine Kombination aus einem Radiallager und dem derart gestalteten axialen Fixpunkt bezeichnet die Mechanik auch häufig als Festlager und das davon axial entfernte andere Radiallager wird auch häufig als Loslager bezeichnet. Grundsätzlich ist es nicht notwendig, dass der axiale Fixpunkt mit einem Radi allager zusammenfällt oder diesem besonders nahe ist. Eine Zusammenfassung der Einschränkung der Beweglichkeit in beide Axialrichtungen in einem einzigen Axiallager hat unter ande rem den Vorteil, dass thermisch bedingte Veränderungen in Axialrichtung dieses Axiallagers aufgrund der nur geringen axialen Abmessung kaum eine Rolle spielen und daher das Axi allager nahezu spielfrei gestaltet werden kann. Dementspre chend erhält man eine recht eindeutige Axialposition des Ro tors bei der herkömmlichen Gestaltung der Lagerung.

In dem Zusammenhang ist es bereits bekannt, ölgeschmierte Gleitlager, magnetische Lagerungen oder Gaslager vorzusehen. Insbesondere Gleit- und Gaslager können aerostatisch arbeiten oder auch hydrodynamisch. Hierbei ist es auch bekannt, ent sprechende Mischformen vorzusehen, die sowohl aerostatische bzw. hydrostatische Lagerfunktionen aufweisen (beispielsweise Anhebeöl bei - insbesondere „schweren" - Turbomaschinenläu- fern) und hydrodynamische Gleitfilmausbildungen vorsehen (Be trieb eines - insbesondere „schweren" - Turbomaschinenläufers bei Nenndrehzahl, der ein ölgeschmiertes Gleitlager auf weist) .

Die Erfindung hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Lagerung von derartigen Rotoren zu vereinfachen, insbesondere durch Reduktion der Bauelemente.

Zur Lösung der erfindungsgemäßen Aufgabe wird eine Anordnung der eingangs definierten Art mit den zusätzlichen Merkmalen des kennzeichnenden Teils des unabhängigen Anspruchs 1 vorge schlagen. Die jeweils rückbezogenen Unteransprüche beinhalten vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung.

Die vorgeschlagenen schrägen bzw. konischen Lagerflächen an dem Rotor und an dem gegenüberliegenden stehenden Lagerbau teil sind in der Lage, sowohl radiale als auch axiale Kräfte von dem Rotor auf den Stator zu übertragen - zumindest pro Lager in eine Axialrichtung. Dementsprechend ist es nach der Erfindung möglich, mittels zweier schräger bzw. konischer La gerflächenpaare einen Rotor statisch bestimmt zu lagern.

Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass zumindest die Statorlagerfläche oder die Rotorlagerfläche ei nes Lagers Zuströmöffnungen zu einem Lagerspalt zwischen der Rotorlagerfläche und der Statorlagerfläche aufweist. Hierbei ist die Zuströmöffnung mit einer Lagerfluidversorgung verbun den, derart, dass die Lagerfluidversorgung ein Lagerfluid fördert. Dementsprechend kann sichergestellt werden, dass die Rotorfläche und die Statorfläche sich nicht während einer Re lativbewegung zwischen Rotor und Stator berühren und damit das Lager kontaktfrei arbeiten kann.

Vorteilhaft kann die Zuströmung des Lagerfluids drehzahlunab hängig erfolgen, so dass ein verschleißfreier Betrieb der er findungsgemäßen Anordnung nicht abhängig ist von einer Min- destdrehzahl , die erst die Ausbildung eines hydrodynamischen Schmierfilms ermöglicht. Bereits unter statischen Betriebsbe dingungen ohne eine Drehung des Rotors ermöglicht eine derar tige Ausbildung die Erzeugung eines Lagerspalts zwischen den rotierenden und stehenden Bauelementen.

Nach einer anderen Weiterbildung ist besonders vorteilhaft die Statorlagerfläche oder die Rotorlagerfläche zumindest ei nes Lagers im Bereich der zumindest einen Zuströmöffnung als poröser Körper ausgebildet. Dementsprechend kann die

Zuströmöffnung selbst Teil der Porosität dieses porösen Kör pers sein, wobei die offene Porosität dieses Körpers durch lässig ist für die Versorgung mit dem Lagerfluid. Eine derar tige Ausbildung ist besonders gut geeignet für die Anwendung eines Lagerfluids mit niedriger Viskosität, insbesondere für gasförmige Lagerfluide. Besonders zweckmäßig kann Luft, ins besondere gefilterte Luft, als Lagerfluid eingesetzt werden, weil hierzu beispielsweise Umgebungsluft verwendet werden kann, die in einem offenen Kreislauf quasi unbegrenzt zur Verfügung steht und nicht zwingend einer weiteren Aufberei tung bedarf, insbesondere nicht gekühlt werden muss.

Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die Statorlagerfläche mindestens eines der beiden Lager in axialer Richtung beweglich ausgebildet ist. Auf diese Weise kann eine axiale Ausdehnung des Rotors zwischen den beiden Lagern stattfinden, ohne die Funktionsfähigkeit der konischen Lagerflächenpaare zu beeinträchtigen. Besonders zweckmäßig ist das in axialer Richtung bewegliche Lager derart ausgebil det, dass mit einer Axialkraft für eine definierte Axiallage des Rotors gesorgt wird. Beispielsweise kann die axialbeweg liche Statorlagerfläche mittels Gasdrucks, einem sonstigen Fluiddruck oder mittels eines elastischen Feststoffs derart in Axialrichtung gegen die korrespondierende Rotorlagerfläche gedrückt werden, so dass die Lagerflächenpaarung des anderen Lagers stets mit einer zumindest minimalen axialen Andruck kraft arbeitet.

Eine andere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass zumindest die Statorlagerfläche und/oder die Rotor lagerfläche in Umfangsrichtung ungeteilt oder als zumindest fugenfrei zusammengefügte Ausführung der Lagerflächen mindes tens für ein Lager ausgebildet ist. Ein Vorteil der in Um fangsrichtung ungeteilten Ausbildung kann darin liegen, dass ein hydrodynamischer Effekt verringert oder vermieden werden kann und dementsprechend eine ausschließlich hydrostatische bzw. aerostatische Lagerung erfolgt.

Eine alternative vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass mindestens eine Statorlagerfläche und/oder Rotorlagerfläche mindestens eines Lagers in Umfangsrichtung geteilt oder in mehrere Segmente segmentiert ausgebildet ist. Einerseits bietet diese Möglichkeit eine in der Regel verein fachte Montage, weil der Rotor nicht axial in das Lager ein gefädelt werden muss und andererseits können auf diese Weise auch hydrodynamische Effekte (beispielsweise mittels Kippseg menten) konstruktiv unterstützt werden.

Sollte die Anordnung dazu vorgesehen sein, ein Prozessfluid zu verdichten oder zu entspannen und ist vorteilhaft eine in Umfangsrichtung ungeteilte oder zumindest fugenfrei zusammen gefügte Ausbildung der Lagerflächen von Rotor und Stator vor gesehen, ist es sinnvoll, wenn die Lagerfluidversorgung für einen Lagerfluidversorgungsdruck oberhalb eines höchstens Be triebsdrucks des Prozessfluids ausgelegt ist, so dass das erste Lager und/oder das zweite Lager als Gleitlager und zu- sätzlich als Wellendichtung vorgesehen sind. Auf diese Weise gelingt es der Erfindung, nicht nur die Lagerkonfiguration zu vereinfachen, sondern zusätzlich die Funktion der Wellendich tung in dieser vereinfachten Konfiguration zu integrieren.

Eine andere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass ein Träger der Statorlagerfläche mindestens eines der beiden Lager einen Schwingungsdämpfer aufweist, der von dem Rotor auf das Lager übertragene Schwingungen dämpft.

Ein bekanntes Problem insbesondere aerostatischer Gleitlager, die mit der entsprechenden Zuführöffnung oder einem porösen Körper arbeiten, liegt in der Starrheit der Anordnung bzw. dem nur geringen Dämpfungsvermögen. Ölgeschmierte Gleitlager haben in der Regel ein besseres Dämpfungsvermögen, weil diese Gleitlager aufgrund des dickeren Schmierfilms größere Bewe gungsamplituden ermöglichen bzw. nicht ebenso starr den Rotor lagern und aufgrund der höheren Viskosität des Schmierfilms eine stärkere Dämpfung zur Verfügung stellen. Ein derartiges Dämpfungssystem in Verbindung mit der Erfindung kann bei spielsweise als Quetschöldämpfer oder als Elastomerdämpfer oder als sonstiger Dämpfer bereits bekannter Bauweise ausge bildet sein. Besonders zweckmäßig ist hier eine elastische insbesondere radiale Lagerung der Lager mit einer Dämpfung. Eine derartige Konfiguration wird auch im Zusammenhang mit dieser Beschreibung als elastische Dämpfung bezeichnet.

Eine andere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die konische Form der Lagerflächenpaare jeweils mittels eines Konuswinkels charakterisiert ist und die

Konuswinkel der beiden Lagerflächenpaare ungleich sind. Dem entsprechend kann der Konuswinkel auf die zu erwartende axia le und radiale Flächenlast angepasst werden, so dass die Be lastung des Gleitfilms zwischen der Statorlagerfläche und der Rotorlagerfläche mittels des entsprechenden Konuswinkels auf die beiden Lager individuell gestaltet werden kann. Dement sprechend ist es denkbar, dass der zum Zwecke der Lagerung vorgesehene Druck des Lagerfluids beispielsweise während des Nennbetriebs auf beiden Seiten identisch gestaltet werden kann. Auf diese Weise können sich durch den Betrieb an dem Rotor ausbildende Schubeffekte aus Druckdifferenzen bei spielsweise an Radialverdichtungsstufen des Rotors mittels der beiden Lager in Axialrichtung für gewisse Betriebsberei che aufgenommen werden, ohne besonders aufwendig den entspre chenden Lagerfluiddruck für das jeweils individuelle Lager regeln zu müssen.

Zum Zwecke der Regelung kann es auch vorgesehen sein, dass eine Messung des Lagerspalts und/oder eine Messung der Lager temperatur erfolgt und auf Basis einer derartigen Messung ei ne zentrale Regelungseinheit der Anordnung den Druck des Lagerfluids für das individuelle Lager regelt. Die zentrale Regelungseinheit sollte hierfür entsprechend ausgebildet sein und beispielsweise mittels eines Regelventils für jedes ein zelne Lager in der Zuleitung für das Lagerfluid in Verbindung stehen und auf diese Weise den Lagerfluiddruck regeln.

Im Falle, dass ein Lager der beiden Lager oder beide Lager axial beweglich ausgebildet sind, ist es möglich, dass die Axialposition oder eine Axialkraft auf das Lager von einer Regelung der Anordnung gesteuert wird, indem beispielsweise das Lagerfluid oder ein anderes Fluid druckgesteuert den Trä ger der entsprechenden Statorlagerfläche mit einer Druckkraft in die entsprechende Axialrichtung beaufschlagt.

Im Folgenden ist die Erfindung anhand eines speziellen Aus führungsbeispiels unter Bezugnahme auf eine Zeichnung näher beschrieben. Es zeigt:

Figur 1 eine erfindungsgemäße Anordnung dargestellt in ei nem schematischen Längsschnitt

Die Figur 1 zeigt eine erfindungsgemäße Anordnung ARR mit ei nem Rotor ROT, der sich entlang einer Achse X erstreckt. Die Achse X ist hierbei gleichzeitig die Rotationsachse des Ro tors ROT. Die Abbildung zeigt keine sonstigen Funktionen des Rotors ROT, wie beispielsweise eine Kupplung zum An- oder Ab trieb oder sonstige Bauteile einer Strömungsmaschine, wie Laufschaufeln oder Impeller. Weitere erfindungsgemäße Be standteile der Anordnung ARR sind ein erstes Lager BAI und ein zweites Lager BA2, die jeweils als Gleitlager ausgebildet sind. Die beiden Lager BAI, BA2 weisen Lagerflächenpaare BPI, BP2 auf, jeweils umfassend eine Statorlagerfläche BSF und ei ne Rotorlagerfläche BJS. Wie aus der Figur 1 ersichtlich, sind die Lagerflächenpaare BPI, BP2 bzw. die jeweiligen Ro torlagerflächen BJS und Statorlagerflächen BSF konisch bzw. als Konus ausgebildet. Das erste Lager BAI hat hierbei einen Konuswinkel und das zweite Lager BA2 einen Konuswinkel ß, die - wie hier - einen unterschiedlichen Betrag aufweisen können. Die beiden Statorlagerflächen BSF weisen

Zuströmöffnungen INO zu einem Lagerspalt BGP auf. Alternativ können die Rotorlagerflächen BJS eine derartige

Zuströmöffnung INO aufweisen, wobei dies zunächst mit einem größeren konstruktiven Aufwand verbunden ist. Die

Zuströmöffnung INO ist in der Statorlagerfläche BSF als porö ser Körper PBO ausgebildet, wobei der poröse Körper PBO selbst mit einer Oberfläche die Statorlagerfläche BSF ausbil det. Der poröse Körper PBO ist - unter Zwischenanordnung ei ner Dichtung PSL - jeweils in einem Träger CAR angeordnet und dort zumindest formschlüssig befestigt. Alternativ kann die Befestigung des porösen Körpers PBO auch Stoffschlüssig oder kraftschlüssig ausgebildet sein oder als eine Kombination dieser Möglichkeiten.

Die offene Porosität des porösen Körpers PBO ist hierbei gleichzeitig Zuströmöffnung INO für ein Lagerfluid FLB, das von einer mit der Zuströmöffnung INO verbundenen Lagerfluid versorgung FLS unter einem Lagerfluidversorgungsdruck bereit gestellt wird. Das Lagerfluid FLB entstammt aus einer Druck quelle mit dem Druck PS und wird für jedes Lager BAI, BA2 mittels eines individuell zugeordneten Regelventils CV auf einen individuellen Lagerdruck PSI, PS2 geregelt. Zu diesem Zweck ist eine zentrale Steuerung CTR vorgesehen. Diese zent rale Steuerung CTR empfängt Messsignale von Sensoren SEN an den Lagern BAI, BA2 und regelt in Abhängigkeit dieser Messun gen den jeweiligen individuellen Lagerdruck PSI, PS2 des Lagerfluids FLB mittels der individuell zugeordneten Regel ventile CV. Die Sensoren SEN ermöglichen hierbei mittels Druck, Temperatur oder Kraftmessung oder einer Kombination dieser Messungen Rückschlüsse auf den axialen Schub des Ro tors ROT auf die Lager BAI, BA2 und auf die resultierende La gerkraft und bevorzugt auch auf das Schwingungsaufkommen an den Lagern. Die Regelung CTR ist derart ausgebildet, dass in Abhängigkeit von den Messungen der Sensoren SEN der Druck PSI, PS2 des Lagerfluids FLB für das erste Lager BAI und für das zweite Lager BA2 individuell geregelt wird. Das erste La ger BAI ist in Axialrichtung beweglich ausgebildet, indem der Träger CAR zu dem Stator STA und der Anordnung ARR eine axia le Beweglichkeit aufweist. Das zweite Lager BA2 liegt zumin dest einseitig in der Bewegungsfreiheit eingeschränkt fest an dem Stator STA an.

Besonders bevorzugt und in Figur 1 so umgesetzt ist die

Statorlagerfläche BSF und die Rotorlagerfläche BJS in Um fangsrichtung ungeteilt ausgebildet. Der Versorgungsdruck des Lagerfluids FLB ist auf beiden Seiten bzw. in beiden Lagern BAI, BA2 jeweils so geregelt, dass ein dort vorherrschender maximaler Betriebsdruck eines Prozessfluids PFL geringer ist als der dortige Lagerfluiddruck. Dementsprechend strömt aus dem porösen Körper PBO des jeweiligen Lagers BAI, BA2 auch ein Teil des Lagerfluids FLB in Richtung des Maschineninne ren, wo das Prozessfluid PFL sich befindet, auf diese Weise kann das Prozessfluid PFL nicht durch das jeweilige Lager BAI, BA2 entweichen, so dass das Lager BAI, BA2 nicht nur als Lager, sondern auch als Wellendichtung wirkt. Soll eine der artige Wellendichtungsfunktion nicht mit dem Lager kombiniert werden, ist es auch denkbar, dass die Statorlagerfläche BFS und/oder die Rotorlagerfläche BJS in Umfangsrichtung mit Fu gen versehen ist oder in Umfangsrichtung geteilt ist oder in mehrere Segmente segmentiert ausgebildet ist. Gegenüber dem Stator STA sind die Träger CAR der beiden Lager BAI, BA2 im Rahmen einer geringen radialen Beweglichkeit elastisch gelagert und gedämpft. Dies ist einerseits mittels eines schematisch dargestellten elastischen Dämpfers ELD für beide Lager BAI, BA2 in der Figur 1 dargestellt. Alternativ oder zusätzlich kann auch die Zuführung des Lagerfluids FLB mittels der Lagerfluidversorgung FLS selbst als elastischer Dämpfer mit entsprechenden Dichtungen SEL und einem Spalt GPA zwischen dem Träger CAR und dem Stator STA ausgebildet sein.

Linksseitig des axial beweglich gestalteten Trägers CAR des ersten Lagers BAI ist in der Figur 1 eine Schubregelung THS für eine Axialkraft mittels des Trägers CAR über die erste Lagerflächenpaarung BPI auf dem Rotor ROT vorgesehen. Ein entsprechender Axialschub ist einstellbar über einen Druck PS3, wobei mittels eines Schubregelungsventils CVS Lagerfluid FLB in eine Kammer gefördert wird, die einseitig von dem Trä ger CAR des ersten Lagers BAI derart begrenzt wird, dass der Druck PS3 axial als Flächenkraft auf den Träger CAR des ers ten Lagers BAI wirkt. Dieser sich dadurch ergebende Schub ist mittels des Schubregelventils CVS auch von der zentralen Re gelung CTR regelbar. Die Kammer, in die das Lagerfluid FLB gefördert wird, damit sich der Schub auf den Träger CAR ergibt weist einen bevorzugt mittels eines Schubreduktions ventils CVX regelbaren Auslass TXL auf, so dass sich der Druck auch mittels des Schubregelventils CVS und Schubreduk tionsventils CVX mittels der Regelung CTR einstellen lässt. Hierbei ist es auch denkbar, das Lagerfluid nach dem Auslass aus der Kammer für die Lagerfluidversorgung der La

ger BAI2, BA2 zu benutzen. Die Auswirkungen dieses Axialschu bes auf den Träger CAR können mittels der Sensoren SEN in den Lagern BAI, BA2 ermittelt werden.