Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
ASSEMBLY FOR INFLUENCING AN EXHAUST GAS FLOW
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/060935
Kind Code:
A1
Abstract:
In order to influence the flow of an exhaust gas of a gas turbine within a channel (1) that preferably leads to a waste heat boiler, an assembly is used, which consists of flow gratings that partially block the cross-section of the channel (1) and are provided with passages, said flow grating being arranged transversely in the channel (1) at the end facing the gas turbine.

Inventors:
KRAMER, Walter, A. (De Savornin Lohmanlaan 31A-2, NB Rotterdam, NL-3038, NL)
STIJGER, Wim (Stakman Bossestraat 32, GK Noordwijk, NL-2203, NL)
GUNNEWIJK, Raymond, Johannes, Josephus (Lokhorst 30, PN Alphen aan der Rijn, NL-2402, NL)
HENSCH, Uwe (Vor den Kreuzbirken 15, Marienheide, 51709, DE)
Application Number:
EP2010/007014
Publication Date:
May 26, 2011
Filing Date:
November 18, 2010
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
NEM POWER-SYSTEMS (Niederlassung Deutschland der NEM B.V. Niederlande, Sibylla-Merian-Straße 3, Recklinghausen, 45665, DE)
KRAMER, Walter, A. (De Savornin Lohmanlaan 31A-2, NB Rotterdam, NL-3038, NL)
STIJGER, Wim (Stakman Bossestraat 32, GK Noordwijk, NL-2203, NL)
GUNNEWIJK, Raymond, Johannes, Josephus (Lokhorst 30, PN Alphen aan der Rijn, NL-2402, NL)
HENSCH, Uwe (Vor den Kreuzbirken 15, Marienheide, 51709, DE)
International Classes:
F22B1/18; F01D25/30; F22B37/24; F28F9/02
Attorney, Agent or Firm:
RADÜNZ, Ingo (Schumannstrasse 100, Düsseldorf, 40237, DE)
Download PDF:
Claims:
Patentansprüche

1. Anordnung zur Beeinflussung der Strömung eines Abgases einer Gasturbine innerhalb eines vorzugsweise zu einem Abhitzekessel führenden Kanals (1) , dadurch

gekennzeichnet, dass quer in dem Kanal (1) an dem der Gasturbine zugewandten Ende ein den Querschnitt des

Kanals (1) teilweise versperrendes und mit Durchtritten versehenes Strömungsgitter (14) angeordnet ist.

2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Strömungsgitter (14) in dem Bereich des Kanals (1) angeordnet ist, in dem stark überhöhte Geschwindigkeiten auftreten .

3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Strömungsgitter (14) aus einzelnen mit Abstand voneinander angeordneten Rohren (15) besteht.

4. Anordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohre (15) innen ohne Kühlmedium beaufschlagt sind.

5. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Strömungsgitter (14) aus einzelnen mit Abstand voneinander angeordneten Stäben besteht.

6. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch

gekennzeichnet, dass das Strömungsgitter (14) aus einer Reihe von mit Abstand nebeneinander angeordneten Rohren (15) oder Stäben besteht.

Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Strömungsgitter (14) aus mehreren in Längsrichtung des Kanals (1) hintereinander angeordneten Reihen aus Rohren (15) oder Stäben besteht.

8. Anordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohre (15) oder Stäbe des Strömungsgitters (14) in den Reihen versetzt zueinander angeordnet sind.

9. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch

gekennzeichnet, dass die Rohre (15) oder Stäbe des

Strömungsgitters (14) vertikal angeordnet sind.

10. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch

gekennzeichnet, dass die Rohre (15) oder Stäbe des

Strömungsgitters (14) horizontal angeordnet sind.

11. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch

gekennzeichnet, dass die Rohre (15) oder Stäbe des

Strömungsgitters (14) vertikal und horizontal angeordnet sind .

12. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch

gekennzeichnet, dass die Rohre (15) oder Stäbe des

Strömungsgitters (14) winklig oder kreisförmig bzw. oval angeordnet sind.

13. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch

gekennzeichnet, dass das Strömungsgitter (14) an der Innenhülle des Kanals (1) abgestützt ist.

14. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch

gekennzeichnet, dass das Strömungsgitter (14) mit einer Tragkonstruktion (16) verbunden ist, die mit Tragrohren (17) oder Tragstäben versehen ist, und dass die Tragrohre (17) oder Tragstäbe aus dem Kanal (1) herausgeführt und auf der Wand des Kanals (1) drehbeweglich gelagert sind.

15. Anordnung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragrohre (17) oder Tragstäbe schwingungsgedämpft gelagert sind.

16. Anordnung nach Anspruch 14 oder 15, dadurch

gekennzeichnet, dass die Tragrohre (17) oder Tragstäbe außerhalb des Kanals (1) auf einem' Fundament (19) abgestützt sind.

17. Anordnung nach Anspruch 14 oder 15, dadurch

gekennzeichnet, dass die Tragrohre (17) oder Tragstäbe auf einem den Kanal (1) umgebenden Gerüst (22) abgestützt sind .

18. Anordnung nach Anspruch 16 oder 17, dadurch

gekennzeichnet, dass die Tragrohre (17) oder Tragstäbe auf dem Fundament (19) oder dem Gerüst (22)

wärmebeweglich abgestützt sind.

19. Anordnung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass eines der Tragrohre (17) auf der Wand des Kanals (1) drehbeweglich gelagert ist und dass die Tragkonstruktion

(16) auf der anderen Seite drehbeweglich mit einer zusätzlichen Stütze verbunden ist.

20. Anordnung nach einem der Ansprüche 14 bis 19, dadurch

gekennzeichnet, dass die Tragrohre (17) über

Kompensatoren (24) gegenüber dem Kanal (1) abgedichtet sind. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Kanal (1) Einbauten vorgesehen sind und dass das Strömungsgitter (14) stromaufwärts der Einbauten angeordnet ist.

Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass an den Kanal (1) ein Bypass (5) angeschlossen ist und dass die Einbauten aus dem Bypas (5) und einer Umlenkklappe (6) bestehen, die je nach ihrer Stellung den Kanal (1) oder den Bypass (5) ganz oder teilweise versperrt.

Description:
Beschreibung

Anordnung zur Beeinflussung einer Abgasströmung Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Beeinflussung der Strömung eines Abgases einer Gasturbine mit den Merkmalen des Oberbegriffes des Anspruches 1.

Der .Abgasstrom einer Gasturbine wird typischerweise nicht als über den gesamten Kanalquerschnitt gleichmäßig verteilte

Strömung mit einer einheitlichen Geschwindigkeit des Abgases dem Abgassystem zugeführt. Je nach Hersteller und Typ der Gasturbine oder auch je nach Lastfall liegt eine

unterschiedliche Geschwindigkeitsverteilung vor. Die

ungleichmäßig verteilte Strömung kann zu mechanischen

Belastungen der in der Abgasstrecke angeordneten Anlagenteile führen. Diese Anlagenteile müssten aufwendig, z. B.

hinsichtlich der Wanddicke ausgelegt werden, wenn nicht andere Maßnahmen zur Verfügung gestellt werden können.

Aus der EP 1 146 285 Bl ist ein mit dem Abgas einer

Gasturbine beaufschlagter Abhitzekessel bekannt, bei dem zwischen dem Abhitzekessel und der Gasturbine ein Diverter mit einer schwenkbaren Klappe angeordnet ist. Um bei dieser Anordnung eine vergleichmäßigende Verteilung der lokalen

Gassträhnen über den Anströmquerschnitt des Abhitzekessels zu erreichen, ist stromab der schwenkbaren Klappe eine

Leiteinrichtung angeordnet. Die Leitbleche dieser

Leiteinrichtung sind zwischen einer Umlenkstellung während . des Anfahrens des Abhitzekessels und einer die Gasströmung nicht beeinflussenden Stellung verschwenkbar.

Der ' Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Anordnung zu schaffen, um den Abhitzekessel einer Gasturbinenanlage und/oder gegebenenfalls in dem Abgas führenden Kanal

angeordnete Einbauten vor Beschädigungen durch

BESTÄTIGUNGSKOPIE Strömungskräfte aus Strömungen mit lokal erhöhten Geschwindigkeiten zu schützen.

Die Aufgabe wird bei einer gattungsgemäßen Anordnung

erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des

Anspruches 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind

Gegenstand der Unteransprüche.

Das erfindungsgemäße Strömungsgitter ist teilweise

gasundurchlässig und so ausgebildet, dass die Strömung gezielt verändert wird. Die Abgassträhnen mit erhöhter

Geschwindigkeit werden abgebremst und die

Strömungsgeschwindigkeit wird über den Kanalquerschnitt vergleichmäßigt. Das Strömungsgitter wird so in dem Kanal des Abgassystems eingebaut, dass die

Geschwindigkeitsvergleichmäßigung in ausreichendem Maße erfolgt, noch bevor der Gasstrom auf die nachfolgenden

Anlagenteile trifft.

Mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der

Zeichnung dargestellt und werden im Folgenden näher

erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 schematisch eine Anordnung zur Beeinflussung der

Gasströmung in einer Gasturbinenanlage mit Bypass, Fig. 2 die Anordnung zur Beeinflussung der Gasströmung in einem direkt mit dem Abhitzekessel verbundenen Kanal, Fig. 3 die Anordnung zur Beeinflussung der Gasströmung in einem Abgassystem ohne Abhitzekessel,

Fig. 4 den Schnitt II-II nach den Fig. 1 bis 3,

Fig. 5 in Seitenansicht den unteren Teil einer

Tragkonstruktion für ein Strömungsgitter,

Fig. 6 ein Detail der Tragkonstruktion mit einer unteren

Abstützung,

Fig. 7 ein Detail der Tragkonstruktion mit einer oberen

Abstützung, Fig. 8 den Schnitt II - II in einer anderen Ausführungsform, Fig. 9 die Draufsicht auf Fig. 8,

Fig. 10 ein weiteres Ausführungsbeispiel gemäß einem

gedachten Schnitt II - II und

Fig. 11 eine Seitenansicht der Fig. 10.

Gemäß Fig. 1 wird von einer nicht gezeigten Gasturbine Abgas A über einen Kanal 1 einem Gehäuse 2 eines Diverters 3 zugeführt. Auf der vom Kanal 1 abgewandten Seite ist der Diverter 3 mit einem Kanal 4 verbunden, der das Abgas A einem Abhitzekessel zuführt, dessen Eintritt durch die Linie 13 angedeutet ist. Von dem Gehäuse 2 zweigt ein zu einem nicht gezeigten Bypasskamin führender Bypasskanal 5 ab. Im Gehäuse 2 des Diverters 3 ist eine Klappe 6 um eine Achse 7 derart schwenkbar gelagert, dass sie entweder den Kanal 4 oder den Bypasskanal 5 unter Einhaltung verschiedener

Zwischenstellungen absperren kann. In. der in Fig. 1 gezeigten Stellung tritt ein Teil AI des von der Gasturbine

herangeführten Abgases A in den Bypasskanal 5 ein, während ein anderer Teil A2 die freie Kante 6a der Klappe 6 umströmt und dem Abhitzekessel zuströmt.

In der Strömung A2 kommt es bei Umströmung der freien Kante 6a der Klappe 6 zur Bildung lokaler Strähnen, die unter

Umständen von dem durch die Gasturbine aufgeprägten Drall unterstützt wird. Die Strähnenbildung in der Strömung A2 führt zu einer ungleichmäßigen Wärmebeaufschlagung des

Querschnitts des Kanals 4 und damit des Abhitzekessels. In dem Einströmende des Kanals 4 ist eine Leiteinrichtung 8 angeordnet. Diese Leiteinrichtung 8 weist in einer vertikalen Querschnittsebene angeordnete Leitbleche 9 auf, die

verstellbar sein können. Zur mittigen Lagerung der Leitbleche 9 kann in den Kanal 4 noch ein Träger 10 angeordnet sein. Wie aus der Fig. 1 ersichtlich ist, können die Schwenkwinkel der einzelnen Leitbleche 9 unabhängig voneinander eingestellt werden, um die erforderliche Umlenkung an die gegebene

Strähnenkonfiguration besser anpassen zu können.

Die Gasströmung A2 wird z. B. beim Anfahren des

Abhitzekessels gleichmäßiger über den Querschnitt des Kanals 4 verteilt. Nach Ende des Anfahrvorgangs sperrt die Klappe 6 den Bypasskanal 5 ab, und die Leitbleche 9 nehmen eine Lage ein, in der die von der Gasturbine herangeführte Gasströmung A ohne Ablenkung in der Leiteinrichtung 8 dem Abhitzekessel zuströmt. In dieser Stellung erzeugt die Leiteinrichtung keinen nennenswerten Druckverlust.

In dem Bypasskanal 5 ist eine der Leiteinrichtung 8

vergleichbare Leiteinrichtung 11 mit Leitblechen 12

angeordnet, die z. B. die Anströmung eines im Bypasskanal 5 oder dem nachgeordneten Bypasskamin angeordneten

Schalldämpfers verbessern kann. Die Leitbleche 12 können verstellbar sein. Die bisher beschriebenen Maßnahmen vermindern eine

ungleichmäßige Strömungsverteilung in dem Kanal 4 stromab der Klappe 6, die sich aus deren Schrägstellung ergibt. Das die Gasturbine verlassende Abgas tritt aber bereits in den Kanal 1 mit einer über den Kanalquerschnitt ungleichmäßigen

Strömungsverteilung ein. Je nach Gasturbinentyp können dabei z. B. im zentralen Bereich des Kanals 1 Strahlen mit stark überhöhter Geschwindigkeit auftreten.

Ein im Folgenden näher beschriebenes Strömungsgitter 14 dient dazu, die Strömung innerhalb des an die Gasturbine

angeschlossenen Kanals 1 zu vergleichmäßigen und die stark überhöhten Geschwindigkeiten herabzusetzen. Das

Strömungsgitter kann in Verbindung mit den Leiteinrichtungen 8 und/oder 11 angeordnet sein, es kann aber auch ohne die Leiteinrichtungen eingesetzt werden. Das Strömungsgitter 14, das in den Fig. 1 bis 3 nur schematisch angedeutet ist, ist quer in dem Kanal 1 an dem der Gasturbine zugewandten Ende und weit genug vor dem

Abhitzekessel oder den Einbauten - wie z. B. der Klappe 6 - angeordnet. Das Strömungsgitter 14 ist vorzugsweise in dem Bereich des Kanals 1 angeordnet, wo die höchsten

Gasgeschwindigkeiten zu erwarten sind.

Das Strömungsgitter 14 ist ein plattenähnliches, teilweise gasundurchlässiges Gebilde, das den Kanalquerschnitt

teilweise versperrt und mit Durchtritten für das Abgas versehen ist. Das Strömungsgitter 14 kann gemäß Fig. 4 aus mehreren mit Abstand voneinander angeordneten Rohren 15 bestehen, zwischen denen Spalten für den Durchtritt des Abgases gebildet sind. Die Rohre 15 sind durch quer zu ihnen verlaufende Elemente, die ebenfalls Rohre 15 sein können, miteinander verbunden. Innerhalb des Strömungsgitters 14 kann eine Reihe von Rohren 15 vorhanden sein. Anstelle einer Reihe von Rohren 15 können auch mehrere in Strömungsrichtung des Abgases hintereinander liegende Reihen von Rohren 15 zum Einsatz kommen. Dabei können die Rohre 15 einer Reihe

versetzt zu den Rohren 15 der folgenden Reihe angeordnet sein . Die Rohre 15 können aus einem hitzebeständigen Material bestehen und einen rein mechanischen Einbau darstellen. Die Rohre 15 können aber auch als innengekühlte Elemente

ausgeführt sein. Die Rohre 15 des Strömungsgitters 14 sind in einer

Tragkonstruktion 16 gehalten. Die Tragkonstruktion 16 kann auf der Innen- oder Außenhülle des Kanals 1 abgestützt sein, so dass die von der Strömung des Abgases hervorgerufenen Kräfte aufgefangen werden können. Ebenso werden die aufgrund der Betriebstemperaturen auftretenden Ausdehnungen des

Materials durch die Tragkonstruktion 16 kompensiert. Gemäß den Fig. 5, 6 und 7 besteht die Tragkonstruktion 16 vorzugsweise aus vertikalen Tragrohren 17 oder Tragstäben, die durch die Wand des Kanals 1 hindurchgeführt sind. Die Tragrohre 17 sind auf der Kanalunterseite über

Tragrohrverlängerungen 18 auf dem Betonfundament 19 in Lagern 20, 21 abgestützt (Fig. 5. 6). Dabei handelt es sich um eine Schweißkonstruktion, die eigensteif ohne Spalte ausgeführt ist. Das in Fig. 5 auf der rechten Seite gezeigte Lager 20 ist als Festlager, und das Lager 21 auf der linken Seite ist als Loslager ausgebildet. Gemäß Fig. 7 erfolgt die Abstützung der Tragrohre 17 auf der Kanaloberseite über einen darüber liegenden Stahlbau 22.

Die Innenwand des Kanals 1 ist ebenso wie der

Durchtrittsbereich der Tragrohre 17 mit einer Isolierung 23 versehen. Die Abdichtung der Tragrohre 17 gegenüber den heißen Abgasen innerhalb des Kanals 1 erfolgt über

Kompensatoren 24 auf der Außenseite des Kanals 1. Bei dieser Ausführung sind die Abstützungen von außen inspizierbar und können während des Anlagenbetriebes angepasst werden.

Anstelle der in den Fig. 5 bis 7 beispielhaft gezeigten

Tragkonstruktion sind auch andere Ausführungsformen im Sinne der Erfindung möglich.

Bei der Ausführungsvariante gemäß den Fig. 8 und 9 handelt es sich bei dem Strömungsgitter 14 um eine Schweißkonstruktion aus Materialien, die vergleichbare

Wärmeausdehnungskoeffizienten aufweisen. Ein vertikales

Tragrohr 17 oder Tragstab der Tragkonstruktion 16 ist auf der einen Seite oben und unten an der Innen- oder Außenhülle des Kanals 1, drehbar gelagert, befestigt. Auf der anderen Seite des Strömungsgitters 14 ist die Tragkonstruktion 16 über Laschen 25 an einer zusätzlichen, drehbar an der Hülle des Kanals 1 gelagerten Stütze 26 drehbeweglich befestigt. Die Stütze 26 ist derart positioniert, dass die thermische

Differenzdehnung AL zwischen dem Strömungsgitter 14 und dem Kanal 1 eine Drehung der Stütze 26 erzeugt. Die Stütze 26 kann oben oder unten außerhalb der Kanalhülle über ein

Dämpfersystem 27 mit der Wand des Kanals 1 verbunden werden. Derartige Dämpfersysteme können auch an den Tragrohren 17 angebracht werden.

Anstelle von Rohren 15 können für das Strömungsgitter 14 Stäbe oder ähnlich langgestreckte Elemente verwendet werden. Gemäß Fig. 4 sind die Rohre 15 vertikal angeordnet. Ebenso ist es möglich, die Rohre 15 oder Stäbe horizontal, winklig, kreisförmig oder oval zueinander auszurichten. Wesentlich ist, dass ein teilweise gasundurchlässiges und mit

Durchtritten versehenes Strömungsgitter 14 entsteht. Das beschriebene Strömungsgitter 14 dient zum Schutz der im Kanal 1 angeordneten Einbauten, wie die in Fig. 1 gezeigte Klappe 6 des Diverters 3 und eines ggf. in Kanal 1

angeordneten, hier nicht gezeigten Abgasschalldämpfers, die das Abgas der Gasturbine wahlweise dem Abhitzekessel oder einem den Abhitzekessel umfahrenden bzw. parallel dazu angeordneten Bypasskanal 5 zuführen. Fehlt ein solcher

Bypass, so lässt sich das Strömungsgitter 14 vorteilhaft in den Kanal 1 vor dem Eintritt in den Abhitzekessel einbauen (Fig. 2). In diesem Fall werden die Einbauten des

Abhitzekessels durch die Vergleichmäßigung der

Strömungsverteilung - bewirkt durch das Strömungsgitter 14 - geschützt. Schließlich lässt sich das Strömungsgitter 14 auch in einem mit einer Gasturbine verbundenen Abgassystem

einsetzen, das weder direkt noch über einen Diverter 3 mit einem Abhitzekessel verbunden ist (Fig. 3) . In dem Kanal 1 eines solchen Abgassystems können auch zusätzlich Leitbleche 12 eingebaut sein. Auch in diesem Fall wird die

Strömungsgeschwindigkeit des Turbinenabgases vergleichmäßigt, um die in dem Abgassystem vorhandenen Einbauten - z. B.

Abgasschalldämpfer - zu schützen. Wie zuvor erläutert, wird das Strömungsgitter durch ein

Turbinenabgas oder sonstige Abgase einer permanenten

mechanischen Belastung ausgesetzt. Die Belastung kann aus dem der Strömungsgeschwindigkeit relsultierenden Staudruck der Abgasströmung oder einer sonstigen Strömung abgeleitet werden. Weiterhin wird üblicherweise durch die Abgasströmung oder sonstige Strömung aufgrund von zyklischen

Druckfluktuationen eine Schwingungsinduzierung auf Bauteile innerhalb des Kanals ausgeübt. Dabei besitzt die

Schwingungsinduzierung in Abhängigkeit des Lastzustandes der Anlage eine sehr unterschiedliche Ausprägung. Insofern ist es wünschenswert, dass eine Anordnung zur Beeinflussung einer Abgasströmung oder sonstigen Strömung über keine zusätzliche Kühlung zur betriebssicheren Funktion verfügen muss.

Schließlich kann eine zusätzlich erforderliche Kühlung als eine Fehlerquelle angesehen werden, die zum Betriebsausfall der gesamten Anlage führen könnte oder die Wirksamkeit einer nachgeschalteten Abwärmenutzung herabsetzen würde. Aufgrund einer vorgesehenen Kühlung der Anordnung müsste gleichzeitig Wärme ausgekoppelt werden, die sich dann prozesstechnisch nicht mehr zweckmäßig nutzen lässt.

Hinsichtlich der erläuterten Anforderungen besitzt ein weiteres Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 10 eine Anordnung zur Beeinflussung einer Abgasströmung oder sonstigen Strömung dahingehend besondere Merkmale, als dass die Ausführungsform des Strömungsgitters 28 in Verbindung mit der

Tragkonstruktion 29 so ausgebildet ist, dass ohne eine zusätzliche Kühlung das Strömungsgitter zu verwenden ist. Dabei werden zur Verbesserung der Wirkungsweise der Anordnung die in hohem Maße vorhandenen dynamischen Belastungen unter Verwendung von zusätzlichen Einrichtungen bei der

Tragkonstruktion 29, wie Schwingungsdämpfer 30 und

Konstanthänger 31, abgefangen.

In Fig. 10 ist das in dem Kanal 1 angeordnete Strömungsgitter 28 als eine eigensteife Schweißkonstruktion ausgeführt. Das Strömungsgitter 28 weist keinerlei Schiebestellen oder eine anderweitige Kompensation von thermischer Ausdehnung der im Inneren des Kanals 1 angeordneten und mit heißem Turbinengas oder anderen Abgasen umströmten Teile auf. Quer zu den Rohren 15 des Strömungsgitters 28 verlaufende, die Rohre haltende Verbindungselemente 28a und 28b werden durch flexible

rauchgasdichte Durchführungen 34 am Kanal 1 nach außen zu den jeweils auf einer Seite des Kanals 1 angeordneten

Tragkonstruktionen 29 herausgeführt.

Das Strömungsgitter 28 ist mit mindestens einem oberen

Verbindungselement 28a auf einer Seite des Kanals 1 an einem in der Tragkonstruktion 29 angeordneten Lager 32 in alle Richtungen unverschieblich fixiert. Auf der

gegenüberliegenden Seite des Kanals 1 ist das mindestens eine obere Verbindungselement 28a in einem in der Tragkonstruktion angeordneten Lager 33 gehalten, das gegen thermische

Ausdehnungen in horizontaler Richtung durch Verschiebung des mindestens einen oberen Verbindungselementes kompensiert. Die Lagerung des mindestens einen unteren Verbindungselementes 28b des Strömungsgitters 28 ist in einem in der

Tragkonstruktion angeordneten Lager 35 auf der einen Seite des Kanals 1 und in einem in der Tragkonstruktion

angeordneten Lager 36 auf der gegenüberliegenden Seite des Kanals bewerkstelligt. Die Lager 35 und 36 nehmen dabei eine thermische Ausdehnung in vertikaler Richtung durch Drehen einer in der Tragkonstruktion angeordneten Schwinge 38 um einen Drehpunkt 37 auf und kompensieren damit die thermische Ausdehnung in vertikaler Richtung. Dabei verfügt das Lager 36 zusätzlich über eine Möglichkeit der Verschiebung zur

Kompensation von thermischen Ausdehnungen in horizontaler Richtung. Die zu kompensierenden thermischen Ausdehnungen am Strömungsgitter 28 und in deren Folge die auftretenden

Verschiebungen sind durch Pfeile angedeutet.

Die Lagerung des Strömungsgitters 28 in einer außerhalb des Kanals 1 angeordneten Tragkonstruktion 29 ermöglicht die Verwendung von Schwingungsdämpfern 30 sowie die Verwendung von zusätzlichen Konstanthängern 31 zur Unterstützung der Tragkonstruktion 29, was eine Ausführung ohne zusätzliche Kühlung des Strömungsgitters erlaubt .

Fig. 11 zeigt eine Seitenansicht der Ausführung nach Fig. 10, wobei die Lager 32, 33 für das obere Verbindungselement und die Lager 35, 36 für das untere Verbindungselement und die Konstanthänger 31 deutlich zu erkennen sind. Weiterhin ist die Schwinge 38 am Lager 36 des unteren Verbindungselementes deutlich zu erkennen, die um den Drehpunkt 37 dreht, was durch den dargestellten Pfeil in zwei Richtungen angedeutet ist .