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Patent Searching and Data


Title:
ASSEMBLY FOR MONITORING THE STATE OF SURGE ARRESTERS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/011631
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an assembly for monitoring the state of surge arresters which are connected, by means of releasable and/or non-releasable electrical contacts and connections, in the path to be protected or ahead of a device to be protected. According to the invention, the voltage drop at the electrical contacts and connections is monitored and for this purpose a monitoring unit is connected in parallel with the contacts and connections. As the voltage drop increases at the contacts and connections, the magnitude of the current increase in the parallel path is evaluated by means of the monitoring unit, and if a limit value is exceeded a display apparatus or remote signaling unit can be activated.

Inventors:
ZÄUNER EDMUND (DE)
LUDEWIG SASCHA (DE)
Application Number:
EP2018/066888
Publication Date:
January 17, 2019
Filing Date:
June 25, 2018
Export Citation:
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Assignee:
DEHN & SOEHNE (DE)
International Classes:
H02H9/04; H01C7/12
Foreign References:
EP3166193A12017-05-10
DE3908236A11990-09-20
DE10001667C12001-10-25
EP2011128B12016-03-30
Attorney, Agent or Firm:
VOLKMAR KRUSPIG (DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Anordnung zum Monitoring des Zustandes von Überspannungsableitern (2), welche über lösbare und/oder nicht lösbare elektrische Kontakte und Verbindungen (Sl; 52; 5; 6) im zu schützenden Pfad oder vor einem zu schützenden Gerät verschalten sind,

dadurch gekennzeichnet, dass

der Spannungsabfall an den elektrischen Kontakten und Verbindungen (Sl; 5) überwacht und hierfür eine Überwachungseinheit (7; 8) den Kontakten und Verbindungen parallel geschalten ist, wobei mit steigendem

Spannungsabfall an den Kontakten und Verbindungen das Maß des

Stromanstieges im Parallelpfad mittels der Überwachungseinheit (7; 8) bewertet und bei Überschreiten eines Grenzwertes eine Anzeigeeinrichtung (10) oder Fehlermeldeeinheit (9) aktivierbar ist.

2. Anordnung nach Anspruch 1,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Überwachungseinheit (7) einen Stromsensor und eine Bewertungselektronik aufweist,

3. Anordnung nach Anspruch 1,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Überwachungseinheit als Schlagbolzen- oder Kennmeldersicherung (8) ausgeführt ist und mit der Anzeigeeinrichtung oder Fehlermeldeeinheit (9; 10) in Verbindung steht.

4. Anordnung nach einem der vorangegangenen Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

der jeweilige Überspannungsabieiter ein Basisteil (11) mit elektrischen Anschlussklemmen (AI; A2) und ein, vom Basisteil ( 11) aufnehmbares Steckteil (13) aufweist, wobei zwischen Basis- und Steckteil lösbare elektrische Kontakte (12) vorgesehen sind, im Steckteii (13) mindestens eine Abieiteinrichtung (2) mit thermischer Abtrennvorrichtung (3) ausgebildet ist, weiterhin im Sockelteil ( 11) die Überwachungseinheit (8) befindlich und mit einer der Außenanschlussklemmen (AI) einerseits sowie mit dem Anschluss der Abtrennvorrichtung (3) an der Abieiteinrichtung (2) verbunden ist, derart, dass bei steigenden Kontaktübergangswiderständen zwischen Basis- und Steckteil (11; 13) und/oder an den internen

Verbindungen im Steckteil (13) der Strom im Parallelpfad und damit der durch die Überwachungseinheit (8) fließende Strom ansteigt, wodurch die Anzeigeeinrichtung (10) oder Fehlermeldeeinheit (9) aktiviert wird.

5. Anordnung nach Anspruch 4,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Anzeigeeinrichtung (10) oder die Fernmeldeeinheit (9) im Basisteil (11) befindlich ist.

6. Anordnung nach Anspruch 4 oder 5,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Überwachungseinheit als parallel geschalteter Sicherungspfad (8) mit mechanischer Anzeige oder Fernmeldeeinrichtung (10; 9) ausgebildet ist.

Description:
Anordnung zum Monitoring des Zustandes von Überspannungsableitern

Beschreibung

Die Erfindung geht aus von einer Anordnung zum Monitoring des Zustandes von Überspannungsableitern, welche über lösbare oder nicht lösbare

elektrische Kontakte und Verbindungen im zu schützenden Pfad oder vor einem zu schützenden Gerät verschalten sind gemäß Oberbegriff des Anspruches 1.

Aus der EP 2 011 128 Bl ist ein Verfahren zur Dimensionierung einer

Abtrennvorrichtung für Überspannungsabieiter vorbeka nnt.

Um ein Überspannungsschutzbauteil zu überwachen, besteht diesbezüglich die Möglichkeit, Abtrennvorrichtungen auszubilden, welche bei einem unter thermischem Einfluss sich verflüssigenden Lot eine Schaltbewegung auslösen.

Durch Optimierung eingesetzter Schaltzungen für die Abtrennvorrichtungen und der wirkenden Vorspannkräfte kann das notwendige Schaltvermögen sichergestellt und eine ausreichende Schaltgeschwindigkeit erreicht werden.

Üblicherweise befinden sich Abtrennmittel bzw. Abtrennvorrichtungen zusammen mit dem zu überwachenden Überspannungselement in einem aufsteckba ren Oberteil eines zweiteiligen Gehäuses. Das Unterteil kontaktiert über entsprechende Gegenkontakte das Oberteil und weist zudem Anschlussmittel für die äußeren Kontakte, insbesondere Schraubklemmen oder dergleichen auf. Das aktive Element stellt ein Überspannungsbegrenzendes oder Überspannungsschaltendes Bauteil dar, das von der Abtrennvorrichtung auf Überschreitung einer bestimmten Erwärmungstemperatur überwacht wird . Die Überschreitung vorgegebener Temperaturwerte wird als Defektzustand des aktiven Bauteiles, zum Beispiel einer Funkenstrecke oder eines Varistors gewertet, was dessen Trennung von der Energiezufuhr über die Abtrennvorrichtung erfordert. Mit bekannten Abtrennvorrichtungen besteht demnach die Möglichkeit, Rückschlüsse auf die Restlebensdauer bzw. eingetretene Belastungen der verwendeten Funkenstrecken oder Varistoren als eingesetzte Abieiteinrichtungen zu ziehen.

Bei einer Überlastung, die letztendlich zum Auslösen bekannter thermischer Abtrennvorrichtungen führt, liegt ein durch die Abtrennvorrichtung

erkennbarer und nachvollziehbarer Störungsfall vor, so dass letztendlich die überlastete Komponente nach ihrem Abschalten ausgetauscht werden muss.

Die bekannten Lösungen des Standes der Technik weisen jedoch den

entscheidenden Nachteil auf, dass ein Verschleiß oder eine Alterung an internen Verbindungen innerhalb des Steckteiles oder zwischen einem Basis- und dem Steckteil nicht erkennbar ist.

So können nicht lösbare Verbindungen, zum Beispiel Lot- oder Schweißverbindungen aber auch kraftschlüssige Verbindungen, Alterungen unterliegen, so dass im Laufe eines Produktzyklus sich Übergangswiderstände erhöhen bzw. durch Änderung interkristalliner Zustände Löt- oder Schweißverbindungen nicht mehr die geforderte Kontaktsicherheit ergeben.

Bei lösbaren Verbindungen, insbesondere Steckkontaktsystemen, wie sie vielfach zwischen einem Basisteil und einem Steckteil von Überspannungs- ableitern Verwendung finden, besteht weiterhin die Gefahr, dass die

Kontaktkraft des jeweiligen Stecksystems nachlässt. Ursache hierfür können kleine Blitz- oder Stoßströme sein, die zu einem Kontaktabbrand führen.

Darüber hinaus führen auch Umwelteinflüsse wie Temperatur, Feuchte oder dergleichen zu einer Kontaktkorrosion mit einer Verschlechterung der

Kontaktübergangswiderstände.

Der sich quasi schleichend ergebende veränderte Zustand an den

Verbindungen oder Kontakten führt zu einem erhöhten Spannungsabfall und reduziert die Schutzwirkung der jeweiligen Abieiteinrichtung. Dies deshalb, da der jeweilige Schutzpegel sich dann aus der Summe des Spannungsabfalis am Überspannungsschutzbauteil und den Spannungsabfall an internen

Verbindungen, Kontakten und Leitungen darstellt.

Aus dem Vorgenannten ist es daher Aufgabe der Erfindung, eine

weiterentwickelte Anordnung zum Monitoring des Zustandes von Überspannungsableitern anzugeben, wobei die Überspannungsabieiter über lösbare oder nicht lösbare elektrische Kontakte und Verbindungen im zu schützenden Pfad oder vor dem zu schützenden Gerät bestimmungsgemäß verschalten sind. Die zu schaffende Anordnung soll insbesondere ein Langzeit- Monitoring ermöglichen, um auch bei einem an sich voll funktionsfähigem Abieiter mögliche Risiken rechtzeitig zu erkennen, die beispielsweise in einem sich lösenden Kontakt oder einem sich ausbildenden Kontaktübergangswiderstand zwischen Basis und Steckteil und den dortigen Steckkontakten bestehen .

Die Anordnung zum Monitoring soll weiterhin den sich möglicherweise verschlechternden Zustand im Laufe eines Produktlebens signalisieren, und zwar im Sinne einer Warnung dahingehend, dass eine Vollfunktionsfähigkeit des jeweiligen Überspannungsabieiters im tatsächlichen Störungsfall nicht mehr gegeben ist.

Die Lösung der Aufgabe der Erfindung erfolgt durch eine Anordnung gemäß der Merkmalskombination nach Patentanspruch 1, wobei die Unteransprüche mindestens zweckmäßige Ausgestaltungen und Weiterbildungen darstellen .

Die Anordnung geht demnach von Überspannungsableitern aus, welche über lösbare und/oder nicht lösbare elektrische Kontakte und Verbindungen im zu schützenden Pfad oder vor einem zu schützenden Gerät verschalten sind. Bei den elektrischen Kontakten kann es sich um bekannte Steckkontakte handeln. Die Verbindungen können sowohl als Klemmkontaktierungen aber auch als sonstige stoffschlüssige oder kraftschlüssige Verbindungen ausgeführt sein.

Erfindungsgemäß wird der Spannungsabfall an den elektrischen Kontakten und Verbindungen überwacht. Hierfür kommt eine Überwachungseinheit zum Einsatz, die den Kontakten und Verbindungen parallel geschalten ist, das heißt einen entsprechenden Parallelpfad bildet.

Mit steigendem Spannungsabfall an den Kontakten und/oder Verbindungen wird das Maß des Stromanstieges im Parallelpfad mittels der Überwachungseinheit bewertet und bei Überschreiten eines Grenzwertes eine Anzeigeeinrichtung oder eine Fehiermeldeeinheit aktiviert. Die Überwachungseinheit kann einen Stromsensor aufweisen, welcher mit einer Bewertungselektronik in Verbindung steht. Diesbezüglich kann ein

Mikroprozessor zum Einsatz kommen, um eine komplexe Bewertung des

Zustandes des Überspannungsabieiters über einen längeren Zeitraum

vorzunehmen, diese Zustandsanalyse abzuspeichern und aber auch an eine externe Zentraleinheit weiterzugeben. Bei einer derartigen Überwachungseinheit besteht die Möglichkeit, einen sich selbst überwachenden Abieiter im Sinne eines„Smart-SPD n auszubilden.

In einer einfachen und besonders praktikablen Weiterbildung der Erfindung ist die Überwachungseinheit als Schlagbolzen- oder Ken nmeldersicherung ausgeführt. Der Schlagbolzen bzw. der Kennmelder ist mit einer Anzeigeeinrichtung oder einer Fehlermeldeeinheit in Verbindung stehend. Die

Kennmeldersicherung selbst kann über den ausgelösten Kennmelder

unmittelbar als Anzeigeeinheit Verwendung finden.

Durch die im Parallelzweig eingesetzte Kennmeldersicherung wird beim

Ansteigen des Übergangswiderstandes im eigentlichen Ableiterpfad der Strom im Parallelpfad erhöht. Erreicht der Strom einen bezogen auf die Kennmeldersicherung vorgebbaren Grenzwert, löst die Sicherung aus und gibt den

Kennmelder respektive die Anzeigeeinheit frei, so dass der kritische Zustand signalisiert ist.

Trotz dieser quasi ausgelösten Sicherung bleibt jedoch der Abieiter mit dem zu schützenden Netz oder Gerät verbunden, so dass eine, wenn auch eingeschränkte Schutzmögiichkeit erhalten ist.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der Überspannungsabieiter als Basisteil mit elektrischen Außenanschlussklemmen und ein oder mehreren, vom Basisteil aufnehmbaren Steckteilen realisiert, wobei zwischen Basis- und Steckteil oder Steckteilen lösbare elektrische Kontakte vorgesehen sind .

Im Steckteil ist dann jeweils mindestens eine Abieiteinrichtung, zum Beispiel ausgebildet als Varistor oder Funkenstrecke, mit thermischer Abtrenneinrichtung vorhanden. Weiterhin ist im Sockelteil die eigentliche Überwachungseinheit befindlich. Diese ist mit einer der Außenanschlussklemmen einerseits sowie mit dem Anschluss der Abtrennvorrichtung an der Ableiteinrichtung verbunden, derart, dass bei steigenden Kontaktübergangswiderständen zwischen Basis- und Steckteil und/oder an den internen Verbindungen im Steckteil der Strom im Parallelpfad und damit der durch die Überwachungseinheit fließende Strom ansteigt, wodurch die Anzeigeeinrichtung oder die Fehiermeldeeinheit aktiviert wird.

Bei einer Weiterbildung dieses Erfindungsgedankens befindet sich die

Überwachungseinheit, die Anzeigeeinrichtung und/oder die Fehiermeldeeinheit bevorzugt im Basisteil,

Diesbezüglich kann die Überwachungseinheit als parallel geschalteter

Sicherungspfad mit mechanischer Anzeige- oder Fernmeldeeinrichtung ausgebildet werden.

Die Erfindung soll nachstehend anhand eines Ausführungsbeispieies sowie unter Zuhilfenahme von Figuren näher erläutert werden.

Hierbei zeigen:

Fig. 1 eine prinzipielle Darstellung des elektrischen Schaltbildes

eines Überspannungsabieiters mit einem Basisteil, welches die entsprechenden Außenanschlussklemmen aufnimmt und

Steckkontakte besitzt, wobei das Steckteil Gegenkontakte aufweist und über innere Verbindungen zur thermischen Abtrennvorrichtung sowie zum eigentlichen Abieiter, zum Beispiel ausgebildet als Metalloxid-Varistor, verfügt;

Fig. 2 mehrere beispielhafte elektrische Ersatzschaltbilder mit

dargestellter Überwachungseinheit, welche einen Parallelpfad zu den Kontakten und/oder Verbindungen bildet, wobei in

Ausgestaltung als Variante V2 und Variante V3 im Parallelpfad die Überwachungseinheit als Schlagbolzensicherung mit Fernsignalisierung oder als Schlagbolzensicherung mit mechanischer Anzeige technisch umgesetzt ist; Fig. 3 eine Prinzipdarstellung eines Basisteils und eines Steckteiles eines Überspannungsabieiters mit Verschleißanzeige, ausgeführt als Fernmelde- oder Fernsignalisierungseinrichtung FM; und

Fig. 4 eine Prinzipdarstellung ähnlich derjenigen nach Fig. 3, wobei die

Anzeigeeinrichtung als beispielsweise mechanische Anzeige im Basisteil untergebracht ist.

Anhand der Fig. 1 soll deutlich gemacht werden, welche relevanten

elektrischen Kontakte und/oder Verbindungen bei Überspannungsabi eitern vorliegen, die aus einem Basisteil oder Sockelteil nebst Steckteil verfügen. Die jeweiligen Außenanschlussklemmen AI und A2 führen im Basisteil zu einem Steckkontakt Sl und S2.

Über den Steckkontakt Sl und S2 wird die Verbindung zum Steckteil realisiert, wobei im Steckteil mindestens ein Überspannungsbegrenzendes Bauteil 2 befindlich ist, das über eine thermische Abtrennvorrichtung 3 verfügt.

Das Überspannungsbegrenzende Bauteil 2 und die thermische Abtrennvorrichtung 3 sind mit den Steckkontakten an den beispielhaften Punkten 5 und 6 verbunden.

Diese Verbindungspunkte können zum Beispiel Löt- oder Schweißverbindungen sein, die ebenso Alterungen unterliegen, wie die eigentlichen Steckkontakte Sl und 82.

Der Verschleiß oder die Alterung an diesen internen Verbindungen ist durch die existierenden Überwachungssysteme, insbesondere die thermische

Abtrennvorrichtung 3, nicht ausreichend erfasst. An dieser Stelle setzt die erfindungsgemäße Lösung an, die als Ersatzschaltbild in der Figur 2 in den Varianten VI bis V3 illustriert ist.

Konkret wird eine Überwachungseinheit 7 der thermischen Abtrennvorrichtung bzw. den Verbindungen, Leitungen und Steckkontakten bzw. Anschlussklemmen parallel geschalten. Die zu überwachenden Komponenten wurden einerseits als Ohmscher Widerstand R und andererseits als Induktivität L in Fig. 2 beziffert. Die Überwachungseinheit kann als komplexe elektronische Baugruppe ausgeführt werden, aber auch eine preiswerte Schlagboizensicherung 8 umfassen, welche eine Fernsignalisierung 9 ermöglicht (Variante V2).

Gemäß der Variante V3 kommt wiederum als Überwachungseinheit eine Schlagboizensicherung 8 zum Einsatz, die mit einer mechanischen Anzeige 10 in Verbindung steht.

Es wird also bei den letztgenannten Varianten die Schlagboizensicherung 8 parallel zu den entsprechenden Kontakten und Verbindungen geschalten, wobei der Spannungsabfall über die Kontakte und Verbindungen oder

Leitungen einen Stromfluss durch die Sicherung bewirkt. Bei Überschreitung eines entsprechenden Spannungsabfalls über den Kontaktelementen, wird der Strom durch die Sicherung so groß, dass sie auslöst. Der integrierte Schlagbolzen kann dann die mechanische Anzeige 10 oder eine

Fernsignalisierung 9 ansteuern bzw. auslösen.

Mit dem vorgestellten Prinzip können die Belastungen eines Überspannungsabieiters, die der Stoßstrom über die internen Verbindungen oder Leitungen als Spannungsabfall verursacht, erfasst und dargestellt werden. Gleiches gilt für die Alterung und den Zustand der Kontakte, insbesondere der

Steckkontakte, die im Beispiel mit Sl und S2 bezeichnet wurden.

Bei einem praktisch realisierten Überspannungsabieiter gemäß den Figuren 3 und 4 nimmt ein Basisteil 11, welches beispielsweise Hutschienen-montierbar ist, die Außenanschlussklemmen AI und A2 auf. Diese sind als symbolhaft dargestellte Schraubklemmen realisierbar.

Im Boden einer beispielsweise U-förmigen Aussparung des Basisteiles 11 sind Steckkontakte 12 untergebracht, die das Steckteil 13 kontaktieren.

Im Steckteil 13 ist mindestens eine Ableitereinrichtung 2, zum Beispiel ausgebildet als MOV, mit zugehöriger Abtrennvorrichtung 3 vorhanden.

Die als Schlagboizensicherung 8 ausführbare Überspannungseinheit ist nun einerseits mit der Anschlussklemme AI in Verbindung stehend. Andererseits führt die Schlagbolzensicherung 8 auf die Verbindung zwischen Abtrennvorrichtung 3 und einem der Anschlüsse des Überspan nungsbegrenzenden Bauelementes 2, Im Falle steigender Übergangswiderstände, an den Kontakten 12 beispielsweise alterungs- bzw. korrosionsbedingt, steigt der über die Schlagbolzensicherung 8 fließende Strom mit der Folge des Auslösens der Fernsignalisierung 9,

Das Beispiel nach Fig . 4 geht von einer vergleichbaren elektrischen

Verschaltung wie zur Fig . 3 dargelegt, aus.

Bei der Variante gemäß Fig . 4 ist im Basisteil 11, vorzugsweise an einer im Betriebsfall bei Montage- oder Wartungsarbeiten sichtbaren Oberseite eine Anzeige 10 angeordnet. Diese kann als mechanische Anzeige, betätigt vom Schlagbolzen der Sicherung 8 ausgeführt, aber auch in anderer Weise, zum Beispiel elektrisch betätigt realisiert werden .

Gemäß den Darlegungen zum Ausführungsbeispiel schafft die erfindungsgemäße Lösung quasi eine Verschleißanzeige, die den Spannungsabfall an internen Kontakten, Verbindungen und Leitungen eines Überspannungsabieiters erfasst. Die Auswertung dieser Spannungsabfälle kann über eine elektronische Auswerteeinheit auf der Basis einer Diagnostik des

Überspannungsabieiters erfolgen, aber auch unter Rückgriff auf einfache parallel geschaltete Sicherungspfade mit Kennmelder und entsprechender Anzeige oder Fernsignalisierung umgesetzt werden.