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Patent Searching and Data


Title:
ASSEMBLY FOR A VEHICLE ROOF
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2016/173796
Kind Code:
A1
Abstract:
An assembly (1) for a vehicle roof (3), in particular a cover (5), comprises a vehicle component (7) and an RFID transponder (9) which is arranged on or in the vehicle component (7) and which is permanently connected thereto to identify the vehicle component (7).

Inventors:
STROHMAYR, Peter (Kraillinger Str. 5, Stockdorf, 82131, DE)
Application Number:
EP2016/057126
Publication Date:
November 03, 2016
Filing Date:
March 31, 2016
Export Citation:
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Assignee:
WEBASTO SE (Kraillinger Straße 5, Stockdorf, 82131, DE)
International Classes:
G06K19/077; B60J7/00; B62D25/00; G06Q10/08
Domestic Patent References:
WO2008022661A12008-02-28
Foreign References:
DE10224052A12003-12-11
DE19925663A12000-12-07
DE202010001443U12010-05-20
DE102008051691A12009-09-17
DE102013001118A12014-07-24
EP2679463A12014-01-01
DE10048288C12001-12-06
DE102010009760A12011-09-01
DE19959615A12001-06-13
DE102013016092A12015-04-02
DE102014017838A12015-06-25
DE102007058799A12009-06-10
Other References:
MARKUS WEINLAENDER: "RFID optimiert die Prozesse in Fertigung und Logistik", 19 November 2008 (2008-11-19), pages 1 - 1, XP055282552, Retrieved from the Internet [retrieved on 20160622]
SIEMENS (SCHWEIZ): "Einkaufen in der Zukunft", ET - ELEKTROTECHNIK JUNI 2009, 30 June 2009 (2009-06-30), Aarau, XP055282583, Retrieved from the Internet [retrieved on 20160622]
None
Attorney, Agent or Firm:
EPPING HERMANN FISCHER PATENTANWALTSGESELLSCHAFT MBH (Schloßschmidstr. 5, München, 80639, DE)
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Claims:
Anordnung (1) für ein Fahrzeugdach (3), insbesondere Deckel (5) , umfassend

- ein Fahrzeugbauteil (7), und

- einen RFID-Transponder (9), der zur Kennzeichnung des Fahrzeugbauteils (7) an oder in dem Fahrzeugbauteil (7) angeordnet und dauerhaft mit ihm verbunden ist.

Anordnung (1) nach Anspruch 1,

bei der der RFID-Transponder (9) an einer vorgegebenen Position an oder in dem Fahrzeugbauteil (7) angeordnet ist .

Anordnung (1) nach Anspruch 1 oder 2,

bei der der RFID-Transponder (9) in einem montierten Zustand des Fahrzeugdachs (3) verborgen an oder in dem Fahrzeugbauteil (7) angeordnet ist.

Anordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3,

bei der RFID-Transponder (9) in einem montierten Zustand des Fahrzeugdachs (3) mittels Einschäumen an oder in dem Fahrzeugbauteil (7) angeordnet ist.

Anordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4,

bei der RFID-Transponder (9) in einem montierten Zustand des Fahrzeugdachs (3) mittels Verkleben an oder in dem Fahrzeugbauteil (7) angeordnet ist.

Anordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5,

bei der RFID-Transponder (9) in einem montierten Zustand des Fahrzeugdachs (3) mittels Spritzgießen an oder in dem Fahrzeugbauteil (7) angeordnet ist.

7. Anordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6,

bei der RFID-Transponder (9) in einem montierten Zustand des Fahrzeugdachs (3) mittels Einnähen an oder in dem Fahrzeugbauteil (7) angeordnet ist.

8. Anordnung (1) nach Anspruch 7,

bei der das Fahrzeugbauteil (7) ein Rollo oder

Schiebehimmel ist.

9. Anordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8,

bei der RFID-Transponder (9) Teil eines RFID-Etiketts ist .

10. Anordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9,

bei der das Fahrzeugdach (3) ein Schiebehebedach ist.

11. Anordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10,

bei der das Fahrzeugdach (3) ein Cabriofaltdach ist.

Description:
Beschreibung

Anordnung für ein Fahrzeugdach Die vorliegende Erfindung betrifft eine Anordnung für ein Fahrzeugdach, insbesondere einen Deckel, die dazu geeignet ist, auf einfache Weise eine dauerhafte Kennzeichnung von Fahrzeugbauteilen zu ermöglichen. Bei einer Montage eines Fahrzeugdachs werden zum Beispiel einzelne, miteinander zu koppelnde Fahrzeugbauteile mit kennzeichnenden Elementen versehen, um beispielsweise eine eindeutige Zuordnung zu ermöglichen und Informationen zu dem jeweiligen Fahrzeugbauteil festzuhalten. Zum Beispiel werden selbstklebende Etiketten zur Kennzeichnung der

Fahrzeugbauteile verwendet, die in Form von Beschriftungen und/oder eines Barcodes Informationen wie Datum,

Bauteilbezeichnung, Bauteilidentifikationsnummer und

Bauteilindex umfassen. Der Barcode kann mittels eines dazu befähigten Lesegeräts ausgelesen werden.

Beim Auslesen der Informationen wird eine optische Verbindung zwischen dem Barcode und dem Lesegerät benötigt. Zusätzlich muss die Position eines solchen Etiketts für das Lesegerät zugänglich sein und gegebenenfalls ausgeleuchtet werden, um ein Auslesen der Informationen zu ermöglichen. Bauraumbedingt sind geeignete Positionen an dem jeweiligen Fahrzeugbauteil unter Umständen schwierig bereitzustellen. Darüber hinaus wird das kennzeichnende Etikett gegebenenfalls nach Zuordnung des Fahrzeugbauteils an eine übergeordnete Baugruppe wieder abgezogen, da es sonst zum Beispiel einen Sichtbereich beeinträchtigt . Außerdem ist es bei beschrifteten oder gedruckten Etiketten nicht oder nur eingeschränkt möglich, weitere Informationen zum Beispiel nach einem Ausdrucken des Etiketts zu

hinterlegen. Somit ist es auch nicht möglich mittels einer solchen Kennzeichnung des jeweiligen Fahrzeugbauteils wechselnde Informationen, wie zum Beispiel

Prozessinformationen, zu berücksichtigen.

Es ist eine Aufgabe, die der Erfindung zugrunde liegt, eine Anordnung für ein Fahrzeugdach, insbesondere Deckel, zu schaffen, die dazu geeignet ist, auf einfache Weise eine dauerhafte Kennzeichnung eines Fahrzeugbauteils zu

ermöglichen . Die Aufgabe wird durch die Merkmale des unabhängigen

Patentanspruchs gelöst.

Eine erfindungsgemäße Anordnung für ein Fahrzeugdach, insbesondere Deckel, umfasst ein Fahrzeugbauteil und einen RFID-Transponder, der zur Kennzeichnung des Fahrzeugbauteils an oder in dem Fahrzeugbauteil angeordnet und dauerhaft mit ihm verbunden ist.

Auf diese Weise ist eine Anordnung realisierbar, die mittels des RFID-Transponders als elektronisches Kennzeichnungsmedium eine dauerhafte Kennzeichnung des Fahrzeugbauteils auch in nichtsichtbaren oder erschwert zugänglichen Bereichen

ermöglicht. Der RFID-Transponder wird beispielsweise an einer vorgegebenen Position an dem Fahrzeugbauteil angeordnet und ermöglicht eine dauerhafte Identifizierung des

Fahrzeugbauteils und Speicherung von Informationen. In diesem Zusammenhang ist mit dem Begriff „dauerhaft" eine Zeitspanne gemeint, die sich über die Dauer eines Montageprozesses des Fahrzeugdachs oder anderer Baugruppen eines zugehörigen

Kraftfahrzeugs hinaus erstreckt.

Abhängig von der Lebensdauer des RFID-Transponders kann das jeweilige Fahrzeugbauteil beispielsweise über Jahrzehnte mittels der beschriebenen Anordnung gekennzeichnet sein. Der RFID-Transponder kann an jeder Stelle in einem Prozessablauf mit gewünschten Daten, wie zum Beispiel Fahrzeugbauteil

Bezeichnung, Identifikationsnummer, Datum, Uhrzeit, Werker Schicht, Prozessparameter und weiteren Informationen

berührungslos beschrieben werden und ermöglicht außerdem eine verbesserte Rückverfolgbarkeit des jeweiligen Bauteils gegenüber einer Kennzeichnung mittels optisch auszulesenden Etiketten .

Die Funktionsweise eines RFID-Transponders beruht auf

Signalübertragungen mittels elektromagnetischer Wellen und induktiver Kopplung und ermöglicht ein berührungsloses

Identifizieren von Objekten und Abfragen von Informationen auch bei NichtSichtbarkeit des RFID-Transponders. Dadurch, dass keine Sichtverbindung zwischen dem kennzeichnenden RFID- Transponder und einem zugehörigen Lesegerät erforderlich ist, kann der RFID-Transponder auch versteckt an dem jeweiligen Fahrzeugbauteil angeordnet werden, ohne gegebenenfalls einen Durchsichtbereich zu beeinflussen. Im Unterschied zu einer optischen Kennzeichnung kann der RFID-Transponder

beispielsweise auch unter einer Schmutzschicht ausgelesen oder beschrieben werden. Somit ist eine dauerhafte

Kennzeichnung des jeweiligen Fahrzeugbauteils mittels eines RFID-Transponders unempfindlich gegen Verschmutzungen.

Ein weiterer Unterschied zu beschrifteten oder bedruckten Etiketten ist, dass der RFID-Transponder unabhängig vom Lesewinkel, von vorhandenem Licht oder anderen

Umwelteinflüssen durch alle nichtmetallischen Materialien hindurch ausgelesen und beschrieben werden kann. Mit dem Begriff „Beschreiben" ist ein Hinterlegen von Informationen in einem zugehörigen Chip oder Speicher des RFID-Transponders gemeint .

Beispielsweise ist der RFID-Transponder ein passiver RFID- Transponder und benötigt keine eigene Energieversorgung zum Beispiel mittels einer Batterie. Dadurch begründet bietet ein RFID-Transponder eine lange Lebensdauer von beispielsweise bis zu 50 Jahren. Zum Auslesen des RFID-Transponders baut das zugehörige Lesegerät ein elektromagnetisches Feld auf.

Innerhalb dieses elektromagnetischen Feldes wird der RFID- Transponder aktiviert und sendet seine Informationen mittels Modulation des Lesefeldes zurück. Die Informationen werden vom Lesegerät erfasst, decodiert und auf einem Display dargestellt und/oder für weitere Datenverarbeitungen

bereitgestellt .

Somit besteht ein System zur Kennzeichnung eines

Fahrzeugbauteils beispielsweise aus zwei Komponenten, dem Informationsträger, der als RFID-Transponder realisiert ist, und der mobilen oder stationären Leseeinheit oder Lesegerät, das beispielsweise auch durch ein entsprechend eingerichtetes Mobil- oder Smart-Telefon mit entsprechender Software

realisiert sein kann.

Mittels eines separaten Lesegeräts können die im RFID- Transponder hinterlegten Daten und Informationen jederzeit berührungslos ausgelesen, geändert und ergänzt werden.

Darüber hinaus können auch weitere Daten und Informationen auf einfache Weise hinzugefügt werden. Der RFID-Transponder kann dabei auch in einem NichtSichtbereich oder in einem erschwert zugänglichen Bereich an dem jeweiligen

Fahrzeugbauteil angebracht sein. Beispielsweise betrifft dies eine Oberseite eines Rollostoffs, eine Rückseite eines

Schiebehimmelstoffs oder Verdeckstoffinnenseiten, sowie

Dachrahmenelemente, Kinematikelemente, Dachpaneele und

Standheizungselemente .

Die dauerhafte Kennzeichnung von Fahrzeugbauteilen mittels eines RFID-Transponders gemäß der beschriebenen Anordnung ermöglicht außerdem eine schnelle Rückverfolgbarkeit des jeweiligen Fahrzeugbauteils und Zuordnung in einem

Problemfall. So ist zum Beispiel bei Feldreklamationen ein einfaches Auslesen der hinterlegten Daten des jeweiligen Fahrzeugbauteils ohne Öffnen einer zugehörigen

Fahrzeugbaugruppe oder Ausbau von Fahrzeugbauteilen möglich, um benötigte Informationen über das jeweilige Fahrzeugbauteil zu erhalten. Außerdem ist der RFID-Transponder als elektronisches

Kennzeichnungsmedium relativ unempfindlich gegenüber äußeren Beschädigungen, die beispielsweise bei einem optisch

einzulesenden Barcode zu Problemen führen. Solange die

Elektronik des RFID-Transponders funktionsfähig ist, ist ein einfaches und schnelles Auslesen und Eingeben von

Informationen des jeweiligen Fahrzeugbauteils möglich.

Zusätzlich kann der RFID-Transponder auch noch mit visuell lesbarem Text bedruckt werden und kann zum Beispiel mit einem konfektionierten Standardetikett zum Einsatz kommen.

Der RFID-Transponder ist über eine Verwendung als

elektronisches Kennzeichnungsmedium hinaus auch für ein

Messen, zum Beispiel einer Temperatur oder Feuchte, geeignet. In diesem Zusammenhang fungiert der RFID-Transponder als Sensor, mittels dessen Umweltparameter, wie eine Temperatur und/oder Feuchte, erkennbar sind. Somit ermöglicht der RFID- Transponder neben einer dauerhaften Kennzeichnung zusätzlich die Funktion eines Sensors zur Bestimmung oder Überwachung von vorgegebenen Umweltparametern. Daher ist es

gegebenenfalls vorteilhaft, den RFID-Transponder zur

dauerhaften Kennzeichnung an einer Position an oder in dem Fahrzeugbauteil anzuordnen, die auch hinsichtlich einer

Temperatur- und/oder Feuchtemessung nutzbringend ist.

Gemäß einer Weiterbildung ist der RFID-Transponder an einer vorgegebenen Position an oder in dem Fahrzeugbauteil

angeordnet .

Auf diese Weise wird eine Anordnung realisierbar, die zum Beispiel ein vereinfachtes Auslesen und Beschreiben des RFID- Transponders des dauerhaft gekennzeichneten Fahrzeugbauteils ermöglicht. Beispielsweise ist der RFID-Transponder an einer vorgegebenen Kante oder in einer vorgegebenen Ecke des

Fahrzeugbauteils angeordnet, sodass bei einer gewünschten Abfrage der hinterlegten Informationen diese zeitnah

ausgelesen werden können. Der RFID-Transponder kann zum

Beispiel in Bezug auf einen Deckel als Fahrzeugbauteil für das Fahrzeugdach stets an der Ecke angeordnet sein, die dem Fahrersitz des Kraftfahrzeugs am nächsten ist.

Beispielsweise ist die vorgegebene Position des RFID- Transponders auch mittels eines Kennzeichensymbols an dem Fahrzeugbauteil markiert, sodass beispielsweise ein Pfeil oder ein Buchstabe auf die Position des nichtsichtbaren RFID- Transponders hindeutet. Gemäß einer Weiterbildung ist der RFID-Transponder in einem montierten Zustand des Fahrzeugdachs verborgen an oder in dem Fahrzeugbauteil angeordnet. Das Fahrzeugbauteil weist zum Beispiel eine Ausnehmung auf, in der der RFID-Transponder zur dauerhaften Kennzeichnung des Fahrzeugbauteils versteckt angeordnet ist. Auf diese Weise bleibt mittels der beschriebenen Anordnung zur Kennzeichnung des Fahrzeugbauteils beispielsweise ein Durchsichtbereich des Fahrzeugbauteils unbeeinflusst und der RFID-Transponder verursacht keinen störenden optischen Eindruck.

Gemäß einer Weiterbildung ist der RFID-Transponder in einem montierten Zustand des Fahrzeugdachs mittels Einschäumen an oder in dem Fahrzeugbauteil angeordnet.

Der RFID-Transponder ist zum Beispiel an einem Rand eines Glasdeckels eingeschäumt und zwischen dem Glasdeckel und dem Fahrzeugdach angeordnet. Auf diese Weise ist der RFID- Transponder nachhaltig mit dem Glasdeckel und/oder dem

Fahrzeugdach verbunden und ermöglicht dadurch eine dauerhafte Kennzeichnung. Im Rahmen einer Montage wird der RFID- Transponder zum Beispiel an dem zu kennzeichnenden

Fahrzeugbauteil eingeschäumt und ist als nichtsichtbares Kennzeichnungsmedium umgeben von einer Schaumspur.

Der RFID-Transponder kann beispielsweise bereits beim

Einzelteillieferanten, wie zum Beispiel einem Glashersteller, an die gewünschte Position angeordnet und mit Informationen, wie Prozessparameter und Chargennummer, beschrieben werden. So wird unter anderem ein Beitrag für eine verbesserte

Rückverfolgbarkeit geleistet. Gemäß einer Weiterbildung ist der RFID-Transponder in einem montierten Zustand des Fahrzeugdachs mittels Verkleben an oder in dem Fahrzeugbauteil angeordnet. Diese Weiterbildung der Anordnung realisiert eine weitere

Möglichkeit des nachhaltigen Anordnens des RFID-Transponders und der dauerhaften Kennzeichnung des Fahrzeugbauteils.

Beispielsweise wird der RFID-Transponder im Rahmen einer Montage des Fahrzeugdachs mit einem Dachmodul als

Fahrzeugbauteil gekoppelt, welches an einem Rohbau des

Kraftfahrzeugs verklebt wird. Der RFID-Transponder wird dann zum Beispiel an einer vorgegebenen Position zwischen dem Dachmodul und der Klebespur angeordnet. In einem montierten Zustand des Fahrzeugdachs ist der RFID-Transponder von der Klebespur umgeben und somit dauerhaft dem Dachmodul

zugeordnet .

Gemäß einer Weiterbildung ist der RFID-Transponder in einem montierten Zustand des Fahrzeugdachs mittels Spritzgießen an oder in dem Fahrzeugbauteil angeordnet.

Auch diese Weiterbildung der Anordnung ermöglicht eine dauerhafte Kennzeichnung des jeweiligen Fahrzeugbauteils, bei der der RFID-Transponder mittels Spritzgießen dauerhaft mit dem Fahrzeugbauteil verbunden ist. Beispielsweise ist der RFID-Transponder mittels eines Kunststoffes an dem zu

kennzeichnenden Fahrzeugbauteil angeordnet, welcher im Rahmen einer Montage mittels Spritzgießen an vorgegebener Position und gegebenenfalls mit vorgegebener Form ausgebildet wird.

Es ist eine Erkenntnis im Rahmen der Erfindung, dass RFID- Transponder Montageprozessen standhalten, die beispielsweise Temperaturen von -40°C bis zu 500°C umfassen, und so ein Anordnen des RFID-Transponders mittels Verkleben, Eingießen, Einschäumen und Spritzgießen möglich ist. Beispielsweise wird der RFID-Transponder bei der Herstellung des zu

kennzeichnenden Fahrzeugbauteils mit eingegossen und so in das Fahrzeugbauteil eingebettet. Ein solches Eingießen ist zum Beispiel bei Organoblechen und anderen Leichtbauteilen nutzbringend, die beispielsweise Kohlefasern und Harz aufweisen . Gemäß einer weiteren Weiterbildung ist der RFID-Transponder in einem montierten Zustand des Fahrzeugdachs mittels

Einnähen in oder an dem Fahrzeugbauteil angeordnet.

Zum Beispiel ist der RFID-Transponder in einem Stoff eines Schiebehimmels oder eines Rollos eingenäht und realisiert auf einfache Weise eine nichtsichtbare und dauerhafte

Kennzeichnung einer Verdunkelungsvorrichtung. Der RFID- Transponder ist dann beispielsweise von Stoff umgeben und nachhaltig mit dem zu kennzeichnenden Fahrzeugbauteil

verbunden.

Ein Schiebehimmel kann eine Trägerplatte und einen

Schiebehimmelstoff aufweisen, der auf der Trägerplatte angeordnet ist. Der RFID-Transponder kann dann zum Beispiel auf die Trägerplatte verklebt werden, bevor dieser mit

Klebstoff besprüht und anschließend mit dem

Schiebehimmelstoff kaschiert wird. Alternativ oder zusätzlich wird der Schiebehimmelstoff mit der Trägerplatte vernäht und so der RFID-Transponder eingenäht.

Gemäß einer Weiterbildung ist das Fahrzeugbauteil ein Rollo oder Schiebehimmel. Diese Weiterbildung der beschriebenen Anordnung realisiert eine mögliche nutzbringende Verwendung des RFID-Transponders als dauerhaftes Kennzeichnungsmedium. Gemäß einer Weiterbildung ist der RFID-Transponder Teil eines RFID-Etiketts .

Ein RFID-Etikett umfasst zum Beispiel den RFID-Transponder eine selbstklebende Folie oder Papierschicht, die ein

einfaches Anbringen des RFID-Transponders an dem

Fahrzeugbauteil ermöglicht. Darüber hinaus ist zusätzlich zu der elektronischen Kennzeichnung mittels des RFID- Transponders eine optische Kennzeichnung beispielsweise in Form einer Beschriftung möglich, die auf ein selbstklebendes RFID-Etikett aufgedruckt ist.

Gemäß einer Weiterbildung ist das Fahrzeugdach ein

Schiebehebedach, ein Spoilerdach, ein Festdach oder ähnliches Fahrzeugdach .

Gemäß einer Weiterbildung ist das Fahrzeugdach ein

Cabriofaltdach oder ein offenbares Hartschalenverdeck .

Diese Weiterbildungen der beschriebenen Anordnung realisieren vorteilhafte Verwendungen des RFID-Transponders als

dauerhaftes Kennzeichnungsmedium, insbesondere für

Fahrzeugbauteile für ein Schiebedach und Cabriodach.

Darüber hinaus sind mittels des RFID-Transponders auch weitere Fahrzeugbauteile dauerhaft kennzeichenbar, wie beispielsweise eine Standheizung und eine Mechanik des

Kraftfahrzeugs, bei denen eine nichtsichtbare dauerhafte

Kennzeichnung nutzbringend sein kann. Ausführungsbeispiele der Erfindung sind im Folgenden anhand der schematischen Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt die einzige Figur: Figur 1 ein Ausführungsbeispiel einer Anordnung für ein

Fahrzeugdach .

Elemente gleicher Konstruktion und Funktion sind

figurenübergreifend mit den gleichen Bezugszeichen

gekennzeichnet.

Figur 1 zeigt in einer perspektivischen Ansicht ein

Ausführungsbeispiel einer Anordnung 1 für ein Fahrzeugdach 3, welche ein Fahrzeugbauteil 7 und einen RFID-Transponder 9 umfasst. Der RFID-Transponder 9 ist zur Kennzeichnung des Fahrzeugbauteils 7 an oder in dem Fahrzeugbauteil 7

angeordnet und dauerhaft mit ihm verbunden.

In diesem Ausführungsbeispiel ist das Fahrzeugbauteil 7 durch einen Deckel 5, beispielsweise Glasdeckel, repräsentiert, mit dem der RFID-Transponder 9 gekoppelt ist. Der Deckel 5 weist zum Beispiel an einer Unterseite, die einem Fahrzeuginnenraum eines Kraftfahrzeugs zugeordnet ist, am Rand eine Ausnehmung auf, in der der RFID-Transponder 9 angeordnet ist. In Bezug auf einen Glasdeckel ist der RFID-Transponder 9

beispielsweise im Bereich einer Fritte angeordnet, die einen nicht durchsichtbaren Bereich am Rand des Glasdeckels

realisiert. Auf diese Weise wird der Glasdeckel mittels der Anordnung 1 dauerhaft gekennzeichnet, ohne einen

Durchsichtbereich nachteilig zu beeinflussen.

Alternativ oder zusätzlich ist der RFID-Transponder 9

eingeschäumt und/oder verklebt und/oder mittels Spritzgießen an dem Deckel 5 angeordnet und so nachhaltig mit dem

Fahrzeugbauteil 7 verbunden.

Auf diese Weise realisiert die Anordnung 1 mittels des RFID- Transponders 9 als elektronisches Kennzeichnungsmedium eine dauerhafte Kennzeichnung des Fahrzeugbauteils 7 oder des Deckels 5 auch in nichtsichtbaren oder erschwert zugänglichen Bereichen. Der RFID-Transponder 9 ist beispielsweise an einer vorgegebenen Position an dem Deckel 5 angeordnet und

ermöglicht eine kurzfristige Identifizierung des

Fahrzeugbauteils 7 und Auslesen von Informationen, die in dem RFID-Transponder 9 oder einem zugehörigen Chip oder Speicher hinterlegt sind. In Figur 1 ist die vorgegebene Position des RFID-Transponders 9 als eine Ecke des Deckels 5 illustriert, die zum Beispiel einem Fahrersitz des Kraftfahrzeugs am nächsten ist.

Der RFID-Transponder 9 kann mit dazu befähigten Komponenten, wie beispielsweise einem Lesegerät oder einer Leseeinheit, jederzeit mit gewünschten Daten, wie zum Beispiel

Fahrzeugbauteil Bezeichnung, Identifikationsnummer, Datum, Uhrzeit, Werker Schicht, Prozessparameter und weiteren

Informationen berührungslos beschrieben werden. Die dazu notwendigen Signalübertragungen beruhen auf

Aussenden und Empfangen von elektromagnetischen Wellen, insbesondere Radiowellen, und ermöglichen so ein

berührungsloses Identifizieren des Fahrzeugbauteils 7 und Abfragen von Informationen auch bei NichtSichtbarkeit des RFID-Transponders 9. Dadurch, dass keine Sichtverbindung zwischen dem kennzeichnenden RFID-Transponder 9 und einem zugehörigen Lesegerät erforderlich ist, kann der RFID- Transponder 9 auch versteckt an dem jeweiligen

Fahrzeugbauteil 7 angeordnet werden.

Darüber hinaus ist ein elektronisches Auslesen oder

Beschreiben des RFID-Transponders 9 im Wesentlichen

unabhängig von einem Lesewinkel, von vorhandenem Licht oder anderen Umwelteinflüssen und kann durch alle

nichtmetallischen Materialien hindurch erfolgen. Die dauerhafte Kennzeichnung von Fahrzeugbauteilen mittels des RFID-Transponders 9 gemäß der dargestellten Anordnung 1 ermöglicht außerdem eine schnelle Rückverfolgbarkeit , zum Beispiel des Deckels 5, und Zuordnung in einem Problemfall. So ist zum Beispiel auch nach einer langen Betriebsdauer des zugehörigen Kraftfahrzeugs ein Identifizieren des Deckels 5 und Auslesen der hinterlegten Daten auf einfache Weise und ohne Öffnen des Fahrzeugdachs 3 oder Ausbau des Deckels 5 möglich . Das Fahrzeugbauteil 7 ist nicht zwangsläufig auf eine

Komponente für das Fahrzeugdach 3 beschränkt und kann in weiteren Ausgestaltungen der Anordnung 1 alternativ zu dem Deckel 5 auch als eine Komponente eines Dachmoduls, einer Verdunkelungsvorrichtung, einer Standheizung, einer

Schiebehebedach Mechanik und/oder weiterer Komponenten des Kraftfahrzeugs realisiert sein, für die eine dauerhafte und gegebenenfalls nichtsichtbare Kennzeichnung mittels des RFID- Transponders 9 nutzbringend ist. Der RFID-Transponder 9 kann dann zum Beispiel an einer

Oberseite eines Rollostoffs angeordnet, verklebt und/oder eingenäht sein, wobei die Oberseite die Seite des Rollostoffs bezeichnet, die dem Fahrzeugdach 3 zugewandt ist oder dem Fahrzeuginnenraum abgewandt ist. Beispielsweise ist der RFID- Transponder auch an einer Rückseite eines Schiebehimmels angeordnet, wobei die Rückseite des Schiebehimmels zum

Beispiel analog zu der Oberseite des Rollostoffs dem

Fahrzeuginnenraum abgewandt ist. Alternativ kann der RFID- Transponder 9 in einer weiteren Ausgestaltung der Anordnung 1 an einer Innenseite eines Verdeckstoffs angeordnet, verklebt und/oder eingenäht sein. Der RFID-Transponder 9 kann beispielsweise bereits beim

Einzelteillieferanten, wie zum Beispiel einem Glashersteller, an die gewünschte Position angeordnet und mit Informationen, wie Prozessparameter und Chargennummer, beschrieben werden. So wird unter anderem ein Beitrag für eine verbesserte

Rückverfolgbarkeit des jeweiligen Fahrzeugbauteils 7

geleistet, welche sich nutzbringend auf einen zeitnahen

Austausch des jeweiligen Fahrzeugbauteils 7, beispielsweise bei einer Rückrufaktion, auswirkt. Außerdem ermöglicht die Kennzeichnung des Fahrzeugbauteils 7 mittels eines RFID-Transponders 9 auf einfache Weise ein Identifizieren des zugehörigen Kraftfahrzeugs als Ganzes, sodass zum Beispiel ein Abgleichen einer Fahrzeugnummer mit einer entsprechenden Liste nicht mehr notwendig ist. Darüber hinaus können mittels des RFID-Transponders 9 auch

Informationen und Rückschlüsse für eine Montage oder

Fertigung des Fahrzeugdachs 3 oder des Fahrzeugbauteils 7 hinterlegt und entnommen werden, welche beispielsweise

Auskunft über eine Abkühl- oder Verschäumungsdauer bei einer Glasverarbeitung des Glasdeckels geben.

Darüber hinaus ist der RFID-Transponder 9 auch für ein

Messen, zum Beispiel einer Temperatur oder Feuchte, geeignet. In diesem Zusammenhang fungiert der RFID-Transponder 9 als Sensor, mittels dessen Umweltparameter, wie eine Temperatur und/oder Feuchte, erkennbar sind. Somit ermöglicht der RFID- Transponder 9 neben einer dauerhaften Kennzeichnung

zusätzlich die Funktion eines Sensors zur Bestimmung oder Überwachung von vorgegebenen Umweltparametern. Daher ist es vorteilhaft, den RFID-Transponder 9 zur dauerhaften

Kennzeichnung an einer Position an oder in dem

Fahrzeugbauteil 7 anzuordnen, die auch hinsichtlich einer Temperatur- und/oder Feuchtemessung nutzbringend ist. In dem In Figur 1 dargestellten Ausführungsbeispiel der Anordnung 1 ist der RFID-Transponder 9 an einer Ecke des Deckels 5 angeordnet und kann so beispielsweise einen unkontrollierten Wassereintritt in oder durch das Fahrzeugdach 3 überwachen.

Das Fahrzeugdach 3 kann zum Beispiel als festes Dach, als Schiebehebedach oder Cabriofaltdach realisiert sein, sodass der RFID-Transponder 9 als elektronisches

Kennzeichnungsmedium mit einem dem festen Dach, dem

Schiebehebedach oder dem Cabriofaltdach zugehörigen

Fahrzeugbauteil 7 nachhaltig gekoppelt ist und dieses dauerhaft kennzeichnet.