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Title:
ASSEMBLY WITH AT LEAST TWO REDUNDANT ANALOG INPUT UNITS FOR A MEASUREMENT CURRENT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2017/167732
Kind Code:
A1
Abstract:
At least two redundant analog input units (1, 2) for a measurement current (I) have analog inputs (3, 4) which are connected in parallel and on which voltage measuring devices (8, 19) directly lie in order to convert the respective applied voltage into a digital measurement value (16, 30). The analog input units (1, 2) are connected together via a communication connection (29) and determine one analog input unit (e.g. 1) which switches its analog input (3) to the low-resistance state in order to measure and convert the measurement current (I) into a digital measurement value (16) while the analog input (4) in each remaining analog input unit (2) is switched to a high-resistance state. The current-measuring analog input unit (1) outputs its generated measurement value (16) and transmit same to the at least one other analog input unit (2), which outputs said measurement value instead of its own measurement value (30), via the communication connection (29). In order to detect errors, in particular in order to detect wire breakage, each analog input unit (1, 2) compares its generated measurement value (16, 30) with a threshold and outputs an error message if a measurement value is detected which falls below the threshold. If the analog input (e.g. 3) of the analog input unit is in the low-resistance state, the at least one other analog input unit (2) is additionally caused to assume the current-measuring function and switch the analog input (4) of the analog input unit to the low-resistance state.

Inventors:
MAIER, Willi (Burgerwald 19, Oppenau, 77728, DE)
ROTTMANN, Norbert (Jakob-Becker-Str. 45, Landau, 76829, DE)
Application Number:
EP2017/057284
Publication Date:
October 05, 2017
Filing Date:
March 28, 2017
Export Citation:
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Assignee:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Werner-von-Siemens-Straße 1, München, 80333, DE)
International Classes:
G01R1/20; G01R19/00; G01R19/165
Domestic Patent References:
WO2015128336A12015-09-03
WO2003039904A22003-05-15
WO2015128336A12015-09-03
WO2003039904A22003-05-15
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Claims:
Patentansprüche

1. Anordnung mit mindestens zwei redundanten Analogeingabe¬ einheiten (1, 2) für einen Messstrom (I), welche

- parallel geschaltete Analogeingänge (3, 4) für den Mess¬ strom (I) aufweisen und jeweils

- einen Strommesswiderstand (15, 24),

- eine Spannungsmesseinrichtung (8, 19) mit einem hochohmi- gen Spannungsmesseingang (11, 20) zur Umsetzung einer an dem Spannungsmesseingang (11, 20) anliegenden Spannung in einen digitalen Messwert (16),

- einen Digitalausgang (18, 28) zur Ausgabe des digitalen Messwerts (16) sowie

- eine steuerbare Umschalteinrichtung (12, 23) zur Umschal- tung des Analogeingangs (3, 4) zwischen einem hochohmigen

Zustand und einem niederohmigen Zustand enthalten, wobei in dem niederohmigen Zustand der Strommesswiderstand (15, 24) zugleich an dem Analogeingang (3, 4) und dem hochohmigen Spannungsmesseingang (11, 20) liegt, wobei

- die Analogeingabeeinheiten (1, 2) über eine Kommunikationsverbindung (29) miteinander verbunden und dazu ausgebildet sind, eine der Analogeingabeeinheiten (z. B. 1) festzulegen, die zur Messung und Umsetzung des Messstroms (I) in einen digitalen Messwert (16) ihren Analogeingang (3) in den niederohmigen Zustand schaltet, während in je¬ der übrigen Analogeingabeeinheit (2) der Analogeingang (4) in den hochohmigen Zustand geschaltet ist,

dadurch gekennzeichnet, dass

- bei jeder Analogeingabeeinheit (1, 2) der hochohmige Span- nungsmesseingang (11, 20) der Spannungsmesseinrichtung (8,

19) unmittelbar mit dem Analogeingang (3, 4) verbunden ist und

- jede der mindestens zwei Analogeingabeeinheiten (1, 2) dazu ausgebildet ist, sowohl im hochohmigen als auch im nie- derohmigen Zustand ihres Analogeingangs (3, 4) den von ihr aktuell erzeugten digitalen Messwert (16, 30) mit einem Schwellenwert zu vergleichen, eine Fehlermeldung auszuge¬ ben, wenn der digitale Messwert (16, 30) den Schwellenwert unterschreitet, und, falls ihr Analogeingang (z. B. 3) in dem niederohmigen Zustand ist, eine andere der Analogeingabeeinheiten (z. B. 2) zu veranlassen, ihren Analogeingang (4) zur Messung und Umsetzung des Messstroms (I) in einen digitalen Messwert in den niederohmigen Zustand zu schalten .

2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jede Analogeingabeeinheit (z. B. 1) ferner dazu ausgebildet ist, im niederohmigen Zustand ihres Analogeingangs (3) diesen in den hochohmigen Zustand umzuschalten, wenn der digitale Messwert (16, 30) den Schwellenwert unterschreitet.

3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass jede Analogeingabeeinheit (z. B. 2) weiterhin dazu aus¬ gebildet ist, im hochohmigen Zustand ihres Analogeingangs (4) anstelle des selbst erzeugten Messwerts (30) den von der Ana¬ logeingabeeinheit (1) mit dem niederohmigen Analogeingang (3) erzeugten und von dieser über die Kommunikationsverbindung (29) erhaltenen digitalen Messwert (16) auszugeben.

4. Anordnung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Umschalteinrichtung (12, 23) eine Reihenschal¬ tung aus dem Strommesswiderstand (15, 24) und einem steuerba- ren Schalter (14, 26) umfasst, wobei die Reihenschaltung parallel zu einem hochohmigen Widerstand (13, 25) an dem Ana¬ logeingang (3, 4) und dem Spannungsmesseingang (11, 20) liegt (Fig. 2) . 5. Anordnung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Umschalteinrichtung (12, 23) eine Parallel¬ schaltung aus einem hochohmigen Widerstand (13, 25) und einem steuerbaren Schalter (14, 26) umfasst, die in Reihe mit dem Strommesswiderstand (15, 24) an dem Analogeingang (3, 4) und dem Spannungsmesseingang (11, 20) liegt (Fig. 1) .

6. Anordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die redundanten Analogeingabeeinheiten (1, 2) über separate Leitungen (5, 6) an einem den Messstrom (I) liefernden Messstromgeber (7) angeschlossen sind

(Fig. 1) . 7. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die redundanten Analogeingabeeinheiten (1, 2) an ihren Analogeingängen (3, 4) parallel geschaltet über eine Leitung (32) an einem den Messstrom (I) liefernden Messstromgeber (7) angeschlossen sind.

Description:
Beschreibung

Anordnung mit mindestens zwei redundanten Analogeingabeeinheiten für einen Messstrom

Die Erfindung betrifft eine Anordnung mit mindestens zwei re ¬ dundanten Analogeingabeeinheiten für einen Messstrom, welche

- parallel geschaltete Analogeingänge für den Messstrom auf ¬ weisen und jeweils

- einen Strommesswiderstand,

- eine Spannungsmesseinrichtung mit einem hochohmigen Spannungsmesseingang zur Umsetzung einer an dem Spannungsmesseingang anliegenden Spannung in einen digitalen Messwert,

- einen Digitalausgang zur Ausgabe des digitalen Messwerts sowie

- eine steuerbare Umschalteinrichtung zur Umschaltung des Analogeingangs zwischen einem hochohmigen Zustand und ei ¬ nem niederohmigen Zustand enthalten, wobei in dem

niederohmigen Zustand der Strommesswiderstand zugleich an dem Analogeingang und dem hochohmigen Spannungsmesseingang liegt, wobei

- die Analogeingabeeinheiten über eine Kommunikationsverbindung miteinander verbunden und dazu ausgebildet sind, eine der Analogeingabeeinheiten festzulegen, die zur Messung und Umsetzung des Messstroms in einen digitalen Messwert ihren Analogeingang in den niederohmigen Zustand schaltet, während in jeder übrigen Analogeingabeeinheit der Analog ¬ eingang in den hochohmigen Zustand geschaltet ist. Eine derartige aus der WO 2015/128336 AI bekannte Anordnung weist zwei redundante Eingabeeinheiten auf, die jeweils wahl ¬ weise als Analogeingabeeinheit für einem Messstrom oder als Binäreingabeeinheit für eine Spannung betrieben werden. Zur Umschaltung zwischen diesen beiden Betriebszuständen enthält jeder Eingabeeinheit eine Umschalteinrichtung, bei der eine Parallelschaltung aus einem hochohmigen Widerstand und einem steuerbaren Schalter in Reihe mit dem niederohmigen Strommesswiderstand an dem Eingang der Eingabeeinheit liegt. Der Spannungsmesseingang der Spannungsmesseinrichtung liegt an dem Strommesswiderstand.

Im redundanten Betrieb als Binäreingabeeinheiten ist bei bei- den Eingabeeinheiten jeweils der steuerbare Schalter geöffnet, so dass der hochohmige Widerstand und der niederohmige Strommesswiderstand einen Spannungsteiler bilden und die Spannungsmesseinrichtung einen High- oder Low-Pegel der an dem Eingang der jeweiligen Binäreingabeeinheit anliegenden Spannung misst.

Im redundanten Betrieb als Analogeingabeeinheiten für einen Messstrom ist zumindest bei einer der beiden Eingabeeinheiten der steuerbare Schalter geschlossen, so dass der hochohmige Widerstand unwirksam ist. Sind in beiden Eingabeeinheiten die steuerbaren Schalter geschlossen, so teilt sich der Messstrom je zur Hälfte auf die beiden niederohmigen Strommesswiderstände auf, so dass die nachgeordneten Spannungsmesseinrichtungen jeweils den halben Messstrom als Spannungsabfall über ihrem niederohmigen Strommesswiderstand messen. Die jeweilige Eingabeeinheit nimmt dann eine rechnerische Korrektur um den Faktor 2 vor, bevor sie den digitalen Messwert des Messstroms ausgibt. Ist der steuerbare Schalter in nur einer der beiden Eingabeeinheiten geschlossen, so teilt sich der Messstrom in einem anderen Verhältnis auf den Strommesswiderstand in der Eingabeeinheit mit dem geschlossenen Schalter und auf die Reihenschaltung der Widerstände in der anderen Eingabeeinheit auf, so dass die nachgeordneten Spannungsmesseinrichtungen die entsprechenden Anteile des Messstroms als Spannungsab- fälle über ihren niederohmigen Strommesswiderständen messen. Auch hier nimmt z. B. die Eingabeeinheit mit dem geschlosse ¬ nen Schalter eine rechnerische Korrektur um das Verhältnis der Aufteilung des Messstroms auf die redundanten Eingabeeinheiten vor, bevor sie den digitalen Messwert ausgibt. Eine gewünschte Aufteilung des Messstroms im Verhältnis von 97% zu 3% erhält man mit einem Widerstandsverhältnis von 1 zu 31,33 zwischen dem Strommesswiderstand und dem hochohmigen Widerstand. Jedoch wird die Präzision der Aufteilung des Mess- Stroms über das angegebene Widerstandsverhältnis und damit die Präzision der rechnerischen Messwertkorrektur durch die unvermeidbaren und unbekannten Leitungswiderstände zwischen den beiden Analogeingabeeinheiten eingeschränkt.

Zwischen den beiden redundanten Eingabeeinheiten der bekannten Anordnung besteht eine Kommunikationsverbindung. Über diese erkennen sie, ob jeweils ein Redundanzpartner vorhanden ist; sie legen fest, welche von ihnen als Master die Messauf- gäbe ausführt, und teilen bei einem bei Ausfall des Masters die entsprechende Funktion der jeweils anderen Eingabeeinheit zu .

Aus der WO 03/039904 A2 offenbart einen Halbleiterschalter zum Schalten einer, z. B., induktiven Last. Bei dem Halbleiterschalter handelt es sich um einen Sense-FET, der über einen Messwiderstand einen zu dem Laststrom proportionalen Teilstrom erfasst. Zur Erhöhung der Betriebssicherheit wird der Teilstrom zusätzlich (redundant) gemessen, indem der von ihm an dem Messwiderstand hervorgerufene Spannungsabfall mit ¬ tels eines Signalverstärkers erfasst und in einen digitalen Messwert umgesetzt wird. Dieser kann in Bezug auf einen vor ¬ gegebenen oberen und/oder unteren Schwellwert ausgewertet werden, indem bei Über- oder Unterschreitung des Schwellwerts ein logisches High- oder logisches Low-Signal erzeugt wird. Zusätzlich zu der redundanten Strommessung können zur weiteren Erhöhung der Betriebssicherheit auch zwei oder mehr Sen- se-FETs verwendet werden, um dieselbe Last zu schalten. Die Sense-FETs mit der redundanten Strommessung können auch in unterschiedlichen Stromkreisen (Treiberstromkreis und Freilaufstromkreis) der induktiven Last angeordnet sein. Eine Um- schaltung eines Analogeingangs zwischen einem hochohmigen Zustand und einem niederohmigen Zustand ist nicht vorgesehen. Ausgehend von der aus der WO 2015/128336 AI bekannten Anord ¬ nung liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine redundan ¬ te Analogeingabe für einen Messstrom zu ermöglichen, die ohne rechnerische Korrektur der ermittelten Messwerte auskommt. Gemäß der Erfindung wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass bei der Anordnung der eingangs angegebenen Art

- bei jeder Analogeingabeeinheit der hochohmige Spannungs ¬ messeingang der Spannungsmesseinrichtung unmittelbar mit dem Analogeingang verbunden ist und

- jede der mindestens zwei Analogeingabeeinheiten dazu aus ¬ gebildet ist, sowohl im hochohmigen als auch im nieder- ohmigen Zustand ihres Analogeingangs den von ihr aktuell erzeugten digitalen Messwert mit einem Schwellenwert zu vergleichen, eine Fehlermeldung auszugeben, wenn der digitalen Messwert den Schwellenwert unterschreitet, und, falls ihr Analogeingang in dem niederohmigen Zustand ist, eine andere der Analogeingabeeinheiten zu veranlassen, ihren Analogeingang zur Messung und Umsetzung des Messstroms in einen digitalen Messwert in den niederohmigen Zustand zu schalten.

Da bei jeder Analogeingabeeinheit der Spannungsmesseingang der Spannungsmesseinrichtung unmittelbar an dem Analogeingang liegt, messen alle redundanten Analogeingabeeinheiten praktisch dieselbe Spannung, nämlich den Spannungsabfall an dem Strommesswiderstand der einen Analogeingabeeinheit, deren Analogeingang in den niederohmigen Zustand geschaltet ist. Es erfolgt im Unterschied zu der aus der eingangs genannten WO 2015/128336 AI bekannten Anordnung keine Spannungsteilung, so dass das Widerstandsverhältnis zwischen dem hochohmigen Widerstand und dem Strommesswiderstand keine Rolle spielt und daher nicht nur höher gewählt werden kann, sondern in der Praxis mit einem Faktor größer 1000 auch wesentlich höher ge- wählt wird, und somit keine oder lediglich eine im Rahmen der Messgenauigkeit vernachlässigbare Teilung des Messstroms auf die redundanten Analogeingabeeinheit stattfindet.

Da, wie oben erläutert, alle redundanten Analogeingabeeinhei- ten zumindest annähernd denselben Spannungsabfall erfassen, können sie sich selbst überwachen, indem jede Analogeingabe ¬ einheit unabhängig davon, ob ihr Analogeingang jeweils in den niederohmigen oder in den hochohmigen Zustand geschaltet ist, die an ihrem Analogeingang anliegende Spannung in einen digitalen Messwert umsetzt und diesen mit einem Schwellenwert vergleicht. So sinkt im Falle einer Spannungs- oder Stromun ¬ terbrechung am Analogeingang einer Analogeingabeeinheit die von dem Spannungsmesseingang der Spannungsmesseinrichtung er- fasste Spannung unter den Schwellenwert bis auf den Wert Null. Ursache einer solchen Unterbrechung kann ein Fehler sein, z. B. ein Leitungsbruch, aber auch dass die strommessende Analogeingabeeinheit beispielsweise zur Kalibrierung oder infolge eines Baugruppentausches aus einem Rack entfernt wird. Dies wird nun automatisch detektiert und führt dazu, dass die betroffene Analogeingabeeinheit anstelle eines Mess ¬ werts eine Fehlermeldung ausgibt. Dabei kann es sich um einen Wert handeln, der außerhalb des gültigen Messbereichs liegt, oder eine Information, z. B. ein Bit, die den Messwert als fehlerhaft kennzeichnet handeln. Wenn es sich bei der betrof ¬ fenen Analogeingabeeinheit um die jeweils strommessende Ana ¬ logeingabeeinheit handelt, deren Analogeingang in den nieder- ohmigen Zustand geschaltet ist, gibt diese ein Detektionssig- nal auf die Kommunikationsverbindung, um eine oder die andere redundante Analogeingabeeinheit dazu zu veranlassen, ihren Analogeingang in den niederohmigen Zustand zu schalten und die Strommessfunktion zu übernehmen. Die bisher strommessende Analogeingabeeinheit schaltet außerdem vorzugsweise ihren Analogeingang in den hochohmigen Zustand.

Im Idealfall messen alle redundanten Analogeingabeeinheiten denselben Spannungsabfall, so dass grundsätzlich jede Analog ¬ eingabeeinheit die von ihr erfasste Spannung in einen digita- len Messwert für den Messstrom umzusetzen und über ihren Digitalausgang ausgeben kann. Da jedoch in der Praxis nur die Strommesswiderstände als Präzisionswiderstände ausgebildet sind und zwischen den Analogeingängen der verschiedenen Analogeingabeeinheiten ggf. nicht vernachlässigbare Leitungswi- derstände vorhanden sein können, kann bei sehr hohen Anforderungen an die Messauflösung in Verbindung mit ebenfalls sehr hoher Messgenauigkeit nicht mehr ohne Weiteres davon ausge ¬ gangen werden, dass die von der oder den Analogeingabeeinhei- ten mit den hochohmig geschalteten Analogeingängen erzeugten Messwerte den genannten Anforderungen genügen. Für diesen Fall sind die Analogeingabeeinheiten vorzugsweise dazu ausge ¬ bildet, im hochohmigen Zustand ihres Analogeingangs anstelle des selbst erzeugten Messwerts den von der strommessenden

Analogeingabeeinheit mit dem niederohmigen Analogeingang erzeugten digitalen Messwert über die Kommunikationsverbindung entgegenzunehmen und auszugeben. Der Umstand, dass sich die Analogeingabeeinheiten selbst überwachen, ist insbesondere dann von Vorteil, wenn aus Gründen der Redundanz bei der Übertragung des Messstroms die redundanten Analogeingabeeinheiten über separate Leitungen an einem den Messstrom liefernden Messstromgeber (z. B. 4-20 mA Messumformer) angeschlossen sind. Dann wird jede der separaten Leitungen auf Drahtbruch überwacht.

Wie oben bereits erläutert, besteht ein wesentliches Merkmal der Erfindung darin, dass bei jeder Analogeingabeeinheit der Spannungsmesseingang der Spannungsmesseinrichtung unmittelbar an dem Analogeingang liegt. Dies kann dadurch realisiert werden, dass die Umschalteinrichtung eine Reihenschaltung aus dem Strommesswiderstand und einem steuerbaren Schalter um- fasst, die parallel mit einem hochohmigen Widerstand an dem Analogeingang und dem Spannungsmesseingang liegt. Alternativ umfasst die Umschalteinrichtung eine Parallelschaltung aus einem hochohmigen Widerstand und einem steuerbaren Schalter, die in Reihe mit dem Strommesswiderstand an dem Analogeingang und dem Spannungsmesseingang liegt.

Zur weiteren Erläuterung der Erfindung wird im Folgenden auf die Figuren der Zeichnung Bezug genommen; im Einzelnen zeigen jeweils in schematischer Darstellung: Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen

Anordnung und Fig. 2 ein zweites Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Anordnung .

Gleiche Bezugszeichen haben in den verschiedenen Figuren die gleiche Bedeutung.

Fig. 1 zeigt zwei redundant arbeitende Analogeingabeeinheiten

I, 2, die mit ihren Analogeingängen 3, 4 über separate Leitungen 5, 6 parallel an einem Messstromgeber 7 angeschlossen sind. Bei dem Messstromgeber 7 handelt es sich beispielsweise um einen Messumformer, der ein zu einer erfassten Messgröße proportionalen Messstrom I zwischen 4 und 20 mA erzeugt.

Die Analogeingabeeinheit 1 enthält eine Spannungsmesseinrich- tung 8 bestehend aus einem Differenzverstärker 9 und einem nachgeordneten Analog-/Digital-Umsetzer 10, die mit ihrem Spannungsmesseingang 11 unmittelbar an dem Analogeingang 3 liegt; d. h. der Analogeingang 3 ist der Spannungsmesseingang

II. Der Analogeingang 3 ist mittels einer steuerbaren Um- schalteinrichtung 12 zwischen einem hochohmigen Zustand und einem niederohmigen Zustand umschaltbar. Die Umschalteinrichtung 12 besteht aus einer Parallelschaltung aus einem hochohmigen Widerstand 13 und einem steuerbaren Schalter 14, die in Reihe mit einem niederohmigen Strommesswiderstand 15 an dem Analogeingang 3 bzw. dem Spannungsmesseingang 11 liegt. Der

Strommesswiderstand 15 ist als Präzisionswiderstand ausgebil ¬ det und hat einen Widerstandswert von beispielsweise 250 Ω. Der hochohmige Widerstand 13 hat einen Widerstandswert von beispielsweise 1 ΜΩ. Bei geschlossenem Schalter 14, also im niederohmigen Zustand des Analogeingangs 3, erfasst die Span ¬ nungsmesseinrichtung 8 den von dem Messstrom I über dem

Strommesswiderstand 15 erzeugten Spannungsabfall und setzt diesen in einen digitalen Messwert 16 für die erfasste Mess ¬ größe um. Dieser wird von einer Steuereinrichtung (CPU) 17 über einen Digitalausgang 18 als Schnittstelle zu einer hier nicht gezeigten übergeordneten Steuerung ausgegeben. Die Steuereinrichtung 17 steuert auch die Umschalteinrichtung 12. Die zweite Analogeingabeeinheit 2 ist baugleich mit der Ana ¬ logeingabeeinheit 1 und enthält eine Spannungsmesseinrichtung 19, deren hochohmiger Spannungsmesseingang 20 mit dem Analogeingang 4 zusammenfällt und die aus einem Differenzverstärker 21 und einem nachgeordneten Analog-/Digital-Umsetzer 22 besteht. An dem Analogeingang 4 bzw. dem Spannungsmesseingang 20 liegt eine Umschalteinrichtung 23 mit einem niederohmigen Strommesswiderstand 24 in Reihe mit einer Parallelschaltung aus einem hochohmigen Widerstand 25 und einem steuerbaren Schalter 26. Dieser wird von einer Steuereinrichtung 27 gesteuert, die auch einen digitalen Messwert über einen Digitalausgang 28 ausgibt.

Die Steuereinrichtungen 17, 27 der beiden redundanten Analog- eingabeeinheiten 1, 2 kommunizieren über eine Kommunikationsverbindung 29, z. B. RS-485, miteinander und sorgen dafür, dass immer nur bei einer der beiden Analogeingabeeinheiten 1, 2, hier z. B. der Analogeingabeeinheit 1, der Analogeingang 3 in den niederohmigen Zustand geschaltet ist. Bei der anderen und ggf. jeder weiteren redundanten Analogeingabeeinheit 2 ist der Schalter 26 geöffnet und dementsprechend der Analog ¬ eingang 4 in den hochohmigen Zustand geschaltet. Während die Analogeingabeeinheit 1 den Messstrom I misst und in den digi ¬ talen Messwert 16 umsetzt und ausgibt, überwacht die Analog- eingabeeinheit 2 lediglich die Spannung an ihrem Analogeingang 4, wozu die Spannung ebenfalls in einen digitalen Messwert 30 umgesetzt wird. Aufgrund seines sehr hohen Wider ¬ standswerts beeinträchtigt der Widerstand 25 die Strommessung in der Analogeingabeeinheit 1 nicht oder nur in einem ver- nachlässigbar geringen Maße. Die von der Spannungsmesseinrichtung 19 der Analogeingabeeinheit 2 gemessene Spannung entspricht dem Spannungsabfall über dem Strommesswiderstand 15 in der Analogeingabeeinheit 1 zuzüglich dem von dem Mess ¬ strom I hervorgerufenen Spannungsabfall über der Leitung 5. Da der zuletzt genannte Spannungsabfall in Bezug auf die Messgenauigkeit nicht vernachlässigbar ist, übernimmt die Analogeingabeeinheit 2 den von der strommessenden Analogeingabeeinheit 1 erzeugten und über die Kommunikationsverbindung 29 mitgeteilten digitalen Messwert 16 und gibt diesen anstelle des eigenen Messwerts 30 redundant über ihren Digitalaus ¬ gang 28 aus. In beiden Analogeingabeeinheiten 1, 2 vergleicht die jeweilige Steuereinrichtung 17, 27 den erzeugten digitalen Messwert 16, 30 mit einem vorgegebenen Schwellenwert. Bei einer Unterbrechung der Leitung 6 fällt die Spannung an dem Analogeingang 4 bzw. dem Spannungsmesseingang 20 auf den Wert Null, so dass der digitale Messwert 30 den vorgegebenen Schwellenwert unterschreitet. In diesem Fall wird anstelle des von der strommessenden Analogeingabeeinheit 1 über die Kommunikati ¬ onsverbindung 29 empfangenen Messwerts 16 eine Fehlermeldung ausgegeben oder der ausgegebene Messwert 16 wird als fehler- haft gekennzeichnet.

Wird umgekehrt bei der strommessenden Analogeingabeeinheit 1 ein Drahtbruch erkannt, dann wird ebenfalls über den Digital ¬ ausgang 18 eine Fehlermeldung ausgegeben. Durch Öffnen des Schalters 14 wird der Analogeingang 3 in den hochohmigen Zustand geschaltet und die redundante Analogeingabeeinheit 2 durch Ausgabe eines Detektions-/Befehlssignals 31 über die Kommunikationsverbindung 29 dazu veranlasst, ihren Analogeingang 4 niederohmig zu schalten, die Strommessfunktion zu übernehmen und die erzeugten Messwerte 30 über die Kommunika ¬ tionsverbindung 29 an die Analogeingabeeinheit 1 zu übertra ¬ gen .

Das in Fig. 2 gezeigte Ausführungsbeispiel unterscheidet sich von dem nach Fig. 1 dadurch, dass zum einen die beiden Analogeingabeeinheiten 1, 2 an ihren Analogeingängen 3, 4 unmittelbar parallel geschaltet und über eine Leitung 32 an dem Messstromgeber 7 angeschlossen sind, und zum anderen die Umschalteinrichtungen 12, 23 jeweils eine Reihenschaltung aus dem Strommesswiderstand 15, 24 und dem steuerbaren Schalter 14, 26 umfasst, die zusammen mit dem hochohmigen Widerstand 13, 25 jeweils parallel an dem Analogeingang 3, 4 und dem Spannungsmesseingang 11, 20 liegt. Beide Abwandlungen sind unabhängig voneinander und können jeweils auch alleine realisiert werden.