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Patent Searching and Data


Title:
ATOMIZER UNIT COMPRISING A REPLACEABLE MOUTHPIECE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/010734
Kind Code:
A1
Abstract:
Disclosed is an atomizer unit with a replaceable mouthpiece, comprising: the atomizer unit (1) inside which an aerosol generator (101), retained by a sealing ring (102) and a retention structure (103), is located and on which a connection or attachment point (12) for a replaceable mouthpiece (2) is formed on a discharge side of the aerosol generator (101); the replaceable mouthpiece (2) that is shaped in such a way that it can be plugged onto the attachment point (12) of the atomizer unit (1); and at least one air duct (24) on one side of the mouthpiece (2); one end of said at least one air duct (24) extends into an aerosol chamber (120) which is delimited by the aerosol generator (101) at the front end and by the connection piece (12) and the mouthpiece (2) along the periphery.

Inventors:
KERN, Stefan (Kreuzfeldring 17, Elsenfeld, 63820, DE)
Application Number:
DE2017/100582
Publication Date:
January 18, 2018
Filing Date:
July 13, 2017
Export Citation:
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Assignee:
NEBU-TEC MED. PRODUKTE EIKE KERN GMBH (Kreuzfeldring 17, Elsenfeld, 63820, DE)
International Classes:
A61M11/00; A61M15/00
Foreign References:
US20160121057A12016-05-05
US20140230811A12014-08-21
EP3000499A12016-03-30
JPH05337183A1993-12-21
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
PÖHNER, Wilfried (Kaiserstraße 33, Würzburg, 97070, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1 . Verneblereinheit mit wechselbarem Mundstück umfassend:

- die Verneblereinheit (1 ), welche in ihrem Innern einen durch Dichtring (102) und Haltestruktur (103) gehaltenen Aerosolerzeuger (101 ) einschließt und an welcher auf einer Ausgangsseite des Aerosolerzeugers (101 ) eine Anschluss- oder Aufsatzmöglichkeit (12) für ein wechselbares Mundstück (2) angeformt ist

- das wechselbare Mundstück (2), welches auf die Aufsatzmöglichkeit (12) der Verneblereinheit aufsteckbar ist angeformt ist,

dadurch gekennzeichnet, dass

an einer Seite des Mundstücks (2) mindestens ein Luftkanal (24) vorhanden ist, dessen eines Ende in einer stirnseitig durch den Aerosolerzeuger (101 ) und umfänglich durch Anschlussstück (12) sowie Mundstück (2) begrenzten Aerosolkammer (120) mündet.

2. Verneblereinheit nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass mehr als ein Luftkanal (24) vorhanden ist.

3. Verneblereinheit nach einem der Ansprüche 1 oder 2,

dadurch gekennzeichnet, dass genau drei Luftkanäle (24) vorhanden sind, von denen insbesondere zwei an einer Seite und einer an einer Unterseite des Mundstücks (2) angeformt sind. Verneblereinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Querschnitt des Mundstücks (2) im Wesentlichen zylinderförmig ist.

Verneblereinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Mundstück (2) aus Kunststoff gefertigt ist.

Verneblereinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein anderes Ende mindestens eines der Luftkanäle (24) nach Außen offen ist.

Verneblereinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein anderes Ende mindestens eines der Luftkanäle (24) weitestgehend luftdicht an ein an der Verneblereinheit (1 ) vorhandenen Flow-Kanal(104) anschließt.

Verneblereinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Aerosolkammer (120) in einem zu der Verneblereinheit (1 ) gehörigen Teil keine Öffnungen nach außen aufweist.

Verneblereinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in der Verneblereinheit (1 ) Lufteinlassöffnungen vorhanden sind.

10. Verneblereinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verneblereinheit über ein durch einer Kappe (13) verschlossenes Medikamentenreservoir (1 1 ) verfügt.

Description:
Verneblereinheit mit wechselbarem Mundstück

Vorliegende Erfindung beschäftigt sich mit einer Verneblereinheit mit wechselbarem Mundstück umfassend: die Verneblereinheit, welche in ihrem Innern einen durch Dichtring und Haltestruktur gehaltenen Aerosolerzeuger einschließt und an welcher auf einer Ausgangsseite des Aerosolerzeugers eine Anschluss- oder Aufsatzmöglichkeit für ein wechselbares Mundstück angeformt ist, das wechselbare Mund- stück, welches auf die Aufsatzmöglichkeit der Verneblereinheit aufsteckbar ist angeformt ist.

Zur Behandlung von Erkrankungen der Atemwege bietet sich häufig eine Inhalationstherapie an, bei der eine Medikamentenlösung durch einen Vernebier zu einem Aerosol aus feinen, mikrometerdurchmessenden Tröpfchen zerstäubt wird. Der Vorteil einer Verabreichung in dieser Form ist, dass das Medikament direkt an seinen Einsatzort gebracht wird, was zum einen schneller und auch effizienter ist als ein Transport durch die Blutbahn.

Für eine Inhalationstherapie eingesetzte Vernebier umfassen üblicherweise ein Verneblereinheit mit Mundstück, ein Medikamentenreservoir und eine Steuereinheit, welche mit der Verneblereinheit verbunden wird und die den in der Verneblereinheit vorhandenen Aero- solerzeuger steuert. Der Aerosolerzeuger ist bei modernen Verneblern aus einer metallenen Meshmembran und einem Schwingungserzeuger, sowie eventuell einem mechanischen Kopplungsteil in Form einer Trägerplatte aufgebaut. Die Meshmembran ist ein dünnes Metallblech, welches in einem mittleren Bereich feine, das heißt mik- rometergroße, trichterförmige Poren aufweist, wobei der größere

Querschnitt des Trichters zum Reservoir hin weist. Der Schwin- gungserzeuger ist in der Regel ein kreisringförmiger Piezokristall, welcher mit der Meshmembran, eventuell mittels einer dazwischen geschalten Trägerplatte, mechanisch gekoppelt ist und dabei den perforierten Bereich umgibt. Elektrische Anregung und dadurch be- wirkte Verformung des Piezokristalls bewirkt eine Verbiegung des perforierten Bereichs der Meshmembran, welche in einem durch das elektrische Anregungssignal vorgegebenen Takt schwingt, wodurch eine auf einer Zuführungsseite anliegende Medikamentenflüssigkeit in die feinen Poren gedrückt und auf der Ausgangsseite in Form ei- nes Aerosols aus mikrometerfeinen Tröpfen abgegeben wird.

Damit ein Anwender diese Verneblereinheit auch verwenden kann, muss ein Mundstück angeformt oder aufgesetzt sein, dessen vorderes Ende so gestaltet ist, dass es mit den Lippen einfach umschließbar ist, sodass ein luftdichter oder weitestgehend luftdichter Ab- schluss herstellbar ist. Somit wird es dem Anwender ermöglicht, beim Einatmen Luft durch das ausgangsseitig des Aerosolerzeugers innerhalb der Verneblereinheit und dem Mundstück vorhandenen Volumen einzusaugen, welches sich mit dem dort erzeugten Aerosol vermischt und idealer Weise bis in die Bronchien oder die Lunge gelangt. Damit der Abtransport funktionieren kann, müssen in dem ausgangsseitig des Aerosolerzeugers vorhandenen Volumen Lufteinlasslöcher vorhanden sein. Diese sind üblicherweise bei dem Stand der Technik verfügbaren Verneblern in der Verneblereinheit selber vorhanden.

Der Nachteil hierbei ist, dass dadurch einerseits die Reinigung erschwert wird, und andererseits die eingezogene Luftmenge bzw. der zum Einsaugen der vorgegebenen Luftmenge nötige Druck nicht leicht einstellbar ist. Letzteres ist für den Inhalationskomfort eines

Anwenders wichtig. Diese Nachteile versucht vorliegende Erfindung zu überwinden und stellt sich die Aufgabe eine Verneblereinheit mit wechselbarem Mundstück zu kreieren, welche eine einfache Reinigung erlaubt und eine einfache Anpassung des Luftflusses an einen vom Anwender gewünschten oder bei einer Therapie angebrachten Grad gestattet.

Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Verneblereinheit mit wechselbarem Mundstück nach Anspruch 1 . Das erste wesentliche Merkmal ist hierbei, dass das Mundstück wechselbar ausgeführt ist, das heißt es ist mit einem Ende so geformt ist, dass es auf eine Anschlussmöglichkeit an der Verneblereinheit angeschlossen oder aufgesetzt werden kann. Dies ist im einfachsten Fall so gelöst, dass an der erfindungsgemäßen Verneblereinheit aerosolerzeugerausgangsseitig ein zylinderförmiger Stutzen vorhanden ist, auf welchem ein komplementär geformter, hinterer Teil des erfindungsgemäßen Mundstücks aufsteckbar ist. Zylinderform ist deshalb vorgeschlagen, weil sie sich am einfachsten und günstigsten herstellen lässt, jedoch ist jede andere Form des Querschnitts ebenfalls denkbar, so zum Bei- spiel oval und/oder rechteckig und/oder vieleckig mit oder ohne abgerundeten Ecken.

Das wesentliche, kennzeichnende Merkmal des wechselbaren Mundstücks der erfindungsgemäßen Verneblereinheit sind jedoch die Lufteinlasskanäle, welche an ihm angeformt sind. Diese befinden sich bevorzugt an einer Seite des Mundstücks wobei eine, die vordere Öffnung des oder der Kanäle in ein durch das Mundstückanschlussstück der Verneblereinheit sowie dem Mundstück selber gebildeten, ausgangsseitig des Aerosolerzeuger gelegenen Volumen mündet. Das rückwertige, andere Ende der Luftkanäle ist nach außen offen, sodass dadurch Luft eingesaugt werden kann. Sind meh- rere Kanäle vorhanden, so kann das hintere Ende eines dieser Kanäle auch an einen Sensor oder an einen zu einem Sensor führenden, an der Außenseite der Verneblereinheit vorhandenen Flow-Kanal angeschlossen sein.

Der Vorteil der Wechselbarkeit besteht darin, dass für jeden Anwender ein passendes Mundstück bereit gehalten werden kann, welches sowohl in der Form des durch die Lippen ergriffenen Teils, sowie auch in der Größe, d.h. der lichten Weite, der Luftkanäle an die Bedürfnisse des Anwenders angepasst ist. Ein weiterer, wichtiger Vorteil ist die vereinfachte Reinigung des erfindungsgemäßen Aerosolerzeugers, dadurch, dass das abnehmbare Mundstück der aeroso- lerzeugerausgangsseitige Teil der Verneblereinheit leichter zugänglich wird und das Mundstück selbst, da es keine empfindlichen Teile enthält, einfach abgewaschen beziehungsweise sterilisiert werden kann. Dadurch, dass die Lufteinlasskanäle im Mundstück selber vorhanden sind, wird auch erreicht, dass bei einem eventuellen Ausatmen durch Mundstück und Vernebier weniger Kondensat bis zum Aerosolerzeuger gelangt und diesen kontaminiert. Auch dies trägt zu einer erhöhten Hygiene der erfindungsgemäßen Verneblereinheit mit wechselbarem Mundstück bei.

Die Menge der eingesaugten Luft lässt sich dadurch vorteilhalt leichter einstellen, dass Mundstücke mit verschieden großen Luftkanälen eingesetzt werden. Wenn mehr Luft eingesaugt werden soll, zum

Beispiel um das Aerosol stärker zu verdünnen und einen Hustenreiz eines Anwenders nicht aufkommen zu lassen, so lässt sich einfach ein Mundstück mit größeren Öffnungen aufsetzen. Bei Verneblereinheiten, welche eine Öffnung in der Einheit selber aufweisen, ist eine Änderung der eingesaugten Luftmenge nicht so einfach möglich. Ist wenigstens einer der Luftkanäle der erfindungsgemäßen Verneblereinheit mit Mundstück so gestaltet, dass er mit seinem hinteren Ende bündig mit einem Ende eines zu einem Drucksensor führenden, an der Verneblereinheit vorhandenen Flow-Kanals abschließt. Dadurch wird der effektive Abnahmepunkt der Druckmessung in den mundstückwärtigen Teil der Aerosolkammer verlegt ist, kann ein deutlicheres Signal gemessen und der Atemverlauf des Anwenders bei der Inhalation genauer Überwacht werden.

Soll so ein bündiger Abschluss hergestellt werden, so empfiehl vorliegende Erfindung, dass entweder der Querschnitt des Anschlussstücks sowie des hinteren Teils des Mundstücks keine Symmetrie aufweist, das heißt nicht zylinderförmig ist, oder im Wesentlichen zylinderförmig ist aber im Mundstück oder im Anschlussstück der Verneblereinheit eine Nut sowie in dem jeweils anderen Teil eine dazu komplementäre Kerbe vorhanden ist, sodass das Zusammenstecken immer nur einer bestimmten Ausrichtung erfolgen kann und ein ungewolltes Verdrehen, der Art, dass der zum Flow-Kanal führende Luftkanal des Mundstücks nicht mit diesem fluchtet ausgeschlossen ist.

Vorteilhafte Weiterbildungen vorliegender Erfindung, welche einzeln oder in Kombination realisierbar sind, sofern sie sich nicht gegenseitig offensichtlich ausschließen, sollen im Folgenden beschrieben werden.

In einer einfachsten Ausführung besitzt das Mundstück der erfindungsgemäßen Verneblereinheit einen einzigen Luftkanal mit den oben beschriebenen Eigenschaften. Vorteilhafter Weise können je- doch weitere Luftkanäle vorhanden sein. Insbesondere empfiehlt es sich, drei oder mehr Luftkanäle vorzusehen, weil dadurch selbst dann, wenn einer dieser Luftkanäle zum Anschluss an einen Druckoder Durchflussmesssensor verwendet wird, noch zwei zum Lufteinsaugen offene Kanäle vorhanden sind. Diese sollten idealerweise so angeordnet sein, dass eine gute Durchmischung der eingesaugten Luft mit dem erzeugten Aerosol gewährleistet ist und ein möglichst vollständiger Abtransport stattfindet. Zum einen aus medizinischen Gründen, da möglichst viel des Medikaments seinen Zielort erreichen soll, und zum anderen ist auch ein hygienischer Vorteil gegeben, da durch den vollständigen Abtransport des Aerosols verhindert wird, dass sich Medikamentenflüssigkeit in der Aerosolkammer ausgangs- seitig des Aerosolerzeugers als Kondensat niederschlägt und zu einem erhöhten Reinigungsbedarf führt.

Das an der Verneblereinheit angeformte Aufsatzstück für das Mund- stück kann entweder zylinderförmig sein oder auch einen ovalen, elliptischen oder vieleckigen Querschnitt aufweisen. Wird aus Gründen der einfachen Herstellung eine Zylinderform bevorzugt, so schlägt vorliegende Erfindung vor, dass bei Verwendung eines Luftkanals an einen zu einem Druck- oder Durchflusssensor führenden Flow-Kanal der Verneblereinheit anschließenden Luftkanals vermeiden des Aufsetzens mit falscher Orientierung entweder im Anschlussstück oder am Mundstück eine Kerbe und in dem jeweils anderen Teil eine komplementäre Nut angeformt sind. In einer bevorzugten Ausführungsform schlägt vorliegende Erfindung vor, dass das Mundstück der erfindungsgemäßen Verneblereinheit mehr als einen und insbesondere genau drei Luftkanäle besitzt. Zwei sollen hierbei in symmetrischer Position an je einer Seite des Mundstücks und einer an einer Unterseite gelegen sein. Diese Zahl an Luftkanälen ist deshalb empfehlenswert, weil selbst bei Verwendung eines Kanals, z.B. des auf der Unterseite befindlichen, als Zuleitung für einen Flow-Kanal der Verneblereinheit, noch zwei weitere vorhanden sind, die bei symmetrischer Positionierung eine gute Durchmischung der eingesaugten Luft mit dem in der Aerosolkammer produzierten Aerosol und einen weitgehenden Abtransport des verdünnten Aerosols gewährleisten.

Als bevorzugtes Material des wechselbaren Mundstücks vorliegender Erfindung empfiehlt sich aufgrund seiner günstigen Herstellung und des niedrigen Gewichts sowie der allgemeinen chemischen Beständigkeit, welche eine Reinigung und Sterilisierung des Mundstücks erleichtert, Kunststoff.

Der Luftkanal des Mundstücks vorliegender Erfindung ist bevorzugt mit einem hinteren Ende nach außen offen, kann aber auch bündig abschließend an eine Eingangsöffnung eines am Drucksensor oder Durchflusssensor führenden Flow-Kanals, der beispielsweise an der Unterseite des Gehäuses der erfindungsgemäßen Verneblereinheit angeformt ist, angeschlossen sein. In ersterem Fall erfüllt der Luftkanal seinen bestimmungsgemäßen Hauptzweck, nämlich das Einsaugen von Luft aus dem Außenraum in den aerosolerzeugerausgangs- seitigen Innenraum der Verneblereinheit zu ermöglichen und einen Abtransport des erzeugten Aerosols zu gewährleisten. Besonders bevorzugt sind hierbei die Luftkanäle des Mundstücks so gestaltet, dass ihre Innenseite jeweils von der Außenseite des Anschlussstücks der Verneblereinheit gebildet ist. Somit ist im abgenommenen Zustand des Mundstücks jeder Teil des Mundstücks für eine Reinigung leicht zugänglich. Die nur an beiden Enden offenen Luftführungskanäle„entstehen" dann erst beim Aufstecken des Mundstücks auf die erfindungsgemäße Verneblereinheit. In der erfindungsgemäßen Verneblereinheit selbst können entweder zusätzlich Öffnungen vorhanden sein, die eine stärkere Lufteinsau- gung ermöglichen, oder die Aerosolkammer ist so gestaltet, dass sie nur an der zum Mundstück führenden Seite offen ist, sodass der Luf- teinlass ausschließlich durch die Luftkanäle des Mundstücks möglich ist.

Die erfindungsgemäße Verneblereinheit besitzt in einer besonders bevorzugten Ausführungsform über ein mittels einer Kappe fest und flüssigkeitsdicht verschließbares Medikamentenreservoir, in das die zu Inhalierende Medikamentenflüssigkeit einfüllbar ist.

Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den folgenden, anhand der Figuren näher erläuterten bevorzugten Ausführungsbeispielen. Diese sollen die Erfindung nur illustrieren und in keiner Weise einschränken.

Es zeigen im Einzelnen:

Fig. 1 : Perspektivische Ansicht einer Ausführungsform des wechselbaren Mundstücks

Fig. 2: Längsschnitt durch eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Verneblereinheit mit aufgesetztem, wechselbarem Mundstück

Fig. 1 zeigt in perspektivischer Ansicht ein wechselbares Mundstück 2 vorliegender Erfindung. Wie zu sehen ist, ist das Mundstück 2 im Wesentlichen in zwei Abschnitte 21 , 22 gegliedert. Der Vordere 21 weist einen ovalen Querschnitt auf und ist so geformt und dimensio- niert, sodass ein Anwender ihn einfach mit den Lippen ergreifen und luftdicht umschließen kann. Dieser vordere Teil 21 geht kontinuierlich in den hinteren Teil 22 über, welcher zum Aufstecken auf das Anschlussstück 12 der Verneblereinheit 1 dient. Dieser hintere Teil 22 weist im Wesentlichen einen Kreisförmigen Querschnitt auf, an dem circa 120 Grad zueinander versetzt Ausbuchtungen 24 mit halbkreisförmigem Querschnitt aufgesetzt sind. Diese sind im nicht aufgesteckten Zustand vollkommen offen und daher für eine Reinigung leicht zugänglich. Wird das Mundstück 2 jedoch auf das zylinderför- mige Anschlussstück 12 der Verneblereinheit 1 aufgeschoben oder - gesteckt so sind durch die Außenseite des Anschlussstücks 12 und die Auswölbungen 24 Lufteinlasskanäle 24 gebildet. Somit ist es möglich, die Verneblereinheit 1 derart zu gestalten, dass die aeroso- lerzeugerausgangseitig vorhandene Aerosolkammer 120 nur an der zum Mundstück führenden Stirnseite offen und ansonsten vollständig geschlossen ist, das heißt keine anderen Lufteinlassöffnungen vorhanden sind.

Fig. 2 zeigt einen Längsschnitt durch eine erfindungsgemäße Ver- neblereinheit 1 mit aufgesetztem Mundstück mit Luftkanälen. Das

Anschlussstück 12 auf welches das Mundstück 2 aufgesetzt ist, hat einen zum Innendurchmesser des Mundstücks komplementär kreisförmigen Querschnitt. An der Unterseite der Verneblereinheit ist ein Flow-Kanal 104 angebracht, welcher am hinteren Ende mit einem Stutzen endet, welcher an eine Steuereinheit (hier nicht gezeigt) anschließbar ist. Sein vorderes Ende schließt im aufgesetzten Zustand des Mundstücks 2 bündig mit einem der Luftkanäle 24 des Mundstücks 2 ab, wodurch ein verlustfreies Messen der eingesaugten Luftmenge und damit des Atemverlaufs ermöglicht ist. Das gemes- sene Signal ist bei der hier vorgeschlagenen Ausgestaltung weiterhin dadurch vorteilhaft verstärkt, dass die Ausgangsöffnung des an den Flow-Kanal 104 angeschlossenen Luftkanals 24 in dem im Mundstück gelegenen Teil der Aerosolkammer 120 gelegen ist. Dieser vorverlegte Druckabnahmepunkt erfährt eine größere Druckvariation im Verlauf eines Atemzyklus, da der Luftstrom dort schneller und somit der dynamische Anteil des Gesamtdruckes dort großer ist, bzw. stärker variiert.

Figur 3 zeigt in drei Teilfiguren eine Fünfseitenansicht des wechselbaren Mundstücks 2 der erfindungsgemäßen Verneblereinheit 1 . Teilfigur A ist ein Seitenansicht, die deutlich die Untergliederung des

Mundstücks in vorderen, zum Ergreifen mit den Lippen gestalteten, Teil 21 und den zum Aufstecken auf das Anschlussstück 12 der Verneblereinheit 1 passend geformten, hinteren Teil 22. Letzterer geht, wie hier zu sehen ist, mittels ober- wie unterseitig ausgeformter Ab- schrägungen kontinuierlich in den vorderen Teil über. Ein solcher kontinuierlicher Übergang ist für die Ausbildung einer gleichmäßigen, laminaren Strömung im Inneren des Mundstücks und somit für einen möglichst vollständigen Abtransport des Aerosol-Nebels empfehlenswert. Der untere der Luftkanäle 24 ist an seinem zur Verneb- lereinheit 1 weisenden Ende so geformt, das er bündig an einen an dieser vorhandenen Flow-Kanal 104 anschließt, so das ein Messabnahmepunkt für einen in einer Steuereinheit befindlichen Druck- oder Durchflusssensor geschaffen wird.

Teilfigur B zeigt das Mundstück in Drauf- (linke Teilabbildung) sowie Untersicht (rechte Teilabbildung). Von den Ausbuchtungen 24, welche im auf das Aufsatzstück 12 aufgesteckten Zustand die Luftkanäle 24 bilden, sind zwei an der Seite und eines mittig an der Unterseite angeformt. Der vordere Teil 21 ist mundgerecht verbreitert. Da das Mundstück wechselbar ist, brauchen weniger Kompromisse einge- gangen zu werden, was die genaue Ausgestaltung und Größe dieses Teils 21 angeht, da im Prinzip für jeden Anwender ein passendes Mundstück hergestellt werden kann.

Teilfigur C zeigt Vorder- sowie Rückansicht (linke bzw. rechte Teilabbildung) des wechselbaren Mundstücks vorliegender Erfindung. Deutlich zu sehen ist, das die Ausbuchtungen 24 an ihrer Innenseite im hier dargestellten (von der Verneblereinheit 1 ) abgenommenen Zustand offen sind, so dass sie sehr leicht gereinigt werden können. Erst beim Aufstecken auf das Anschlussstück 12 wird diese Innenseite durch die Außenseite des, in dieser bevorzugten Ausführungs- form im Wesentlichen zylinderförmigen, Anschlussstücks 12 verschlossen und drei, jeweils nur an vorderem und hinterem Ende offene Luftkanäle 24 gebildet.

Bezugszeichenliste

1 Verneblereinheit

1 1 Medikamentenreservoir

12 Anschlussstück

120 Aerosolkammer

13 Kappe

101 Aerosolerzeuger

102 Dichtring

103 Haltestruktur

104 Flow-Kanal

2 Mundstück

21 vorderer Teil

22 Hinterer Teil

24 Luftkanal, Ausbuchtung