KLAES, Horst (Oststrasse 37, Essen, 45136, DE)
WESTERKAMP, Klaus (Hochstadenstrasse 55, Neuss, 41469, DE)
KLAES, Horst (Oststrasse 37, Essen, 45136, DE)
Ansprüche
1. Befestigungssystem für flexible Siebmatten (2) auf in einer Siebmaschine angeordneten Trägern (1), die die Siebmatten abwechselnd strecken und stauchen, wobei die Siebmatten mit ihren Rändern (2a, 2b) auf der Oberseite eines Trägers (1) an diesem durch Befestigungsteile befestigt sind, die Ausnehmungen in den Siebmattenrändern durchdringen, dadurch gekennzeichnet,
- dass die Befestigungsteile von Zapfen (3) gebildet sind, die an der Oberseite eines Kunststoffprofils (4) angeformt sind,
- dass das Kunststoffprofil (4) an der Oberseite des Trägers parallel zu diesem befestigt ist, und
- dass an den oberen Enden der Zapfen (3) durch eine Rastverbindung (6, 7) eine Halteleiste (5) lösbar befestigt ist, die die Zapfen seitlich übergreift für einen klemmenden Halt der Siebmattenränder (2a, 2b) zwischen dem Kunststoffprofil (4) und den übergreifenden Bereichen der Halteleiste.
2. Befestigungssystem nach Anspruchi .dadurch gekennzeichnet, dass die Siebmattenränder (2a, 2b) im Bereich der Oberseite des Trägers (1) einander überlappen und die Ausnehmungen insbesondere öffnungen (2c) in den Rändern beider Siebmatten (2) miteinander fluchten und von den Zapfen (3) durchdrungen sind.
3. Befestigungssystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Zapfen (3) an ihrer Oberseite mindestens eine Ausnehmung (6) aufweisen, in der ein Vorsprung (7) der Halteleiste (5) rastend eingreift.
4. Befestigungssystem nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung des Zapfens (3) über die Breite oder Länge des Zapfens parallel zur Erstreckung des Kunststoffprofils (4) angeordnet ist.
5. Befestigungssystem nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorsprung (7) der Halteleiste (5) sich über die Länge der Halteleiste an ihrer Unterseite erstreckt.
6. Befestigungssystem nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zapfen (3) einen länglichen oder ovalen Querschnitt aufweisen, dessen Längsachse parallel zur Längsachse des Kunststoffprofils (4) verläuft.
7. Befestigungssystem nach Anspruch 1 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Zapfen (3) mit ihrer Oberseite in Ausnehmungen der Halteleiste (5) rastend einhegen.
8. Befestigungssystem nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kunststoffprofil (4) an der Oberseite des Trägers (1) angeschraubt, angeklemmt, angerastet oder angeklebt ist.
9. Befestigungssystem nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass in der Unterseite des Kunststoffprofils (4) eine Mutter (9) befestigt insbesondere eingegossen ist, in die eine Schraube (8) des Trägers (1) eingeschraubt ist.
10. Befestigungssystem nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Siebmatten (2) im Bereich der Zapfen (3) Ausnehmungen mit dem halben Zapfenquerschnitt aufweisen und im gestoßenen Einbau die Zapfen umschließen und von den seitlich übergreifenden Rändern der Halteleiste (5) geklemmt sind.
11. Befestigungssystem nach Anspruch 1 bis 9, d a d u r c h gekennzeichnet, dass an der Oberseite des Kunststoffprofils (4) zwei parallele Reihen Zapfen (3) verlaufen und jede einzelne Reihe von einer öffnungsreihe im Siebmattenrand (2a, 2b) übergriffen ist, wobei zwei aufeinander folgende Siebmatten (2) im Bereich zwischen den zwei Zapfenreihen aneinander stoßen und von der gemeinsamen Halteleiste (5) mit den zwei im Abstand der Zapfen (3) an dem Kunststoffprofil (4) versehenen Vorsprüngen gehalten insbesondere verrastet ist und über die seitlich vorstehenden Bereiche der Halteleiste gehalten ist. |
Befestigungssystem für flexible Siebmatten
Die Erfindung betrifft ein Befestigungssystem auf in einer Siebmaschine angeordneten Trägern, die die Siebmatten abwechselnd strecken und stauchen, wobei die Siebmatten mit ihren Rändern auf der Oberseite eines Trägers an diesem durch Befestigungsteile befestigt sind, die Ausnehmungen in den Siebmatten rändern durchdringen.
Ein solches Befestigungssystem ist aus der DE 36281902 A1 bekannt. Bei dieser bekannten Konstruktion werden die einander überlappenden Ränder der Siebmatten durch Gewindebolzen an die Träger direkt angeschraubt. Dies erfordert bei der Montage und bei dem Auswechseln von Siebmatten einen erheblichen Arbeitsaufwand.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Befestigungssystem der eingangs genannten Art so zu verbessern, dass bei einfacher Konstruktion und Herstellung der Arbeitsaufwand für Montage und Auswechslung der Siebmatten erheblich verringert wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Befestigungsteile von Zapfen gebildet sind, die an der Oberseite eines Kunststoffprofils angeformt sind, dass das Kunststoffprofil an der Oberseite des Trägers parallel zu diesem befestigt ist, und dass an den oberen Enden der Zapfen durch eine Rastverbindung eine Halteleiste lösbar befestigt ist, die die Zapfen seitlich
übergreift für einen klemmenden Halt der Siebmattenränder zwischen dem Kunststoffprofil und den übergreifenden Bereichen der Halteleiste.
Das an der Oberseite des Trägers befestigte Kunststoffprofil ermöglicht zusammen mit der durch Rastverbindung gehaltenen Halteleiste eine wesentliche Vereinfachung und Beschleunigung der Montage. Schrauben brauchen nicht mehr durch miteinander übereinstimmende fluchtende Ausnehmungen (Bohrungen) gesteckt und mit Schraubenschlüsseln oder Schraubmaschinen festgezogen werden. Das Befestigen der Siebmatten auf den Zapfen ist äußerst einfach, und das Befestigen der Halteleiste erfolgt allein durch ein Andrücken von oben. Das Lösen der gesamten Halteleiste geschieht durch einen einzigen Handgriff.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen ausgeführt.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Figuren dargestellt und werden im Folgenden näher beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 Einen senkrechten Querschnitt durch einen Träger mit an der Oberseite befestigten Siebmatten Fig. 2 Die Konstruktion nach Fig. 1 in einer perspektivischen Darstellung in einem Ausschnitt Fig. 3 Einen senkrechten Querschnitt durch eine alternative Ausführung
In einer Spannwellen-Siebmaschine sind mehrere Querträger 1 in gleichen Abständen nebeneinander parallel und quer zur Richtung des Siebgutes angeordnet, wobei jeder zweite Querträger von einem ersten Bewegungssystem und die dazwischen befindlichen Querträger von einem zweiten Bewegungssystem derart angetrieben werden, dass zwei benachbarte Querträger abwechselnd sich einander nähern und danach sich voneinander entfernen, so dass die an den Oberseiten der Querträger 1 befestigten Siebmatten 2 abwechselnd und im Wechsel gestreckt und gestaucht werden. Dieses Strecken und Stauchen der Siebmatten 2 kann dadurch geschehen, dass
entweder die Querträger 1 parallel zueinander verschoben oder aber geschwenkt werden.
Die Breite der Siebmatten 2 entspricht dem Abstand der Querträger 1 in einer mittleren Stellung, wobei die Ränder 2a und 2b der Siebmatten 2 einander überlappen und im überlappenden Bereich öffnungen 2c aufweisen, durch die von unten Zapfen 3 eingesteckt sind, durch die die Ränder der Siebmatten am Querträger gehalten sind.
Die Zapfen 3 sind an der Oberseite eines insbesondere aus Polyurethan bestehenden Kunststoffprofil 4 angeformt und stehen über das Kunststoffprofil nach oben vor, um durch die öffnungen 2c hindurch zu reichen und oben über den oberen Rand 2b hinaus zu ragen, wie dies u. A. Fig. 2 zeigt. Auf das obere Ende der in einer Reihe längs des Kunststoffprofils 4 in regelmäßigen Abständen angeordneten Zapfen 3 ist eine Halteleiste 5 formschlüssig befestigt insbesondere durch eine Rastverbindung. Hierzu bildet das obere Ende des Zapfen eine zur Längsrichtung des Kunststoffprofils 4 parallele Längsnut als sich nach oben öffnende Ausnehmung 6, die den Zapfen 3 vollständig durchquert und sich nach unten erweitert, um einen entsprechend geformten Längsvorsprung 7 an der Unterseite der Halteleiste 5 einrastend aufzunehmen. In einer nicht dargestellten alternativen Ausführung ist der Vorsprung 7 an der Oberseite des Zapfens 3 und die Ausnehmung 6 an der Unterseite der Leiste 5 angeformt.
In einer nicht dargestellten Ausführung sind die zwei Siebmatten nicht überlappend am Profil 4 befestigt, indem die Mattenränder 2a, 2b in gleicher Höhe nicht überlappend aneinander liegend auf der Oberseite des Profils 4 aufliegen. Hierbei weisen die Stirnseiten der Mattenränder 2a, 2b Ausnehmungen mit dem halben Zapfenquerschnitt auf, die die Zapfen 3 umfassen. Die Halteleiste 5 ist hierbei wiederum rastend durch Vorsprünge 7 und Ausnehmungen 6 an den Zapfen 3 rastend lösbar befestigt wie oben beschrieben.
In einer weiteren nicht dargestellten Ausführung sind die zwei Siebmatten wiederum nicht überlappend am Profil 4 befestigt, indem die Mattenränder 2a, 2b
in gleicher Höhe nicht überlappend aneinander liegend auf der Oberseite des Profils 4 aufliegen. Hierbei weist das Profil 4 an seiner Oberseite zwei parallele Längsreihen von nach oben ragenden Zapfen 3 auf, die durch die öffnungen 2c der Mattenränder 2a, 2b hindurch ragen. Die Halteleiste 5 ist hierbei wiederum rastend durch Vorsprünge 7 und Ausnehmungen 6 an den Zapfen 3 rastend lösbar befestigt, wie oben beschrieben.
Das Kunststoffprofil 4 kann auf unterschiedliche Weise an der Trägeroberseite befestigt sein. In der in Fig. 1 und 2 dargestellten Ausführung ist der Träger 1 von einem senkrechten Bolzen 8 durchquert, der mit seinem oberen Gewinde in einer Mutter 9 eingeschraubt ist, die in die Unterseite des Profils 4 eingegossen ist. Stattdessen kann das Profil 4 aber auch an der Oberseite des Trägers 1 aufgeklebt sein, wie dies Fig. 3 zeigt. Ferner kann die Befestigung zwischen Profil 4 und Träger 1 eine Klemm- oder Formschlussverbindung sein.
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