| Patentansprüche :
1. Aufsatz für Wände, insbesondere Lärmschutzwände, da- durch gekennzeichnet, daß er eine Anordnung von auf ihrer Um- fangsflache stehenden, mit der Wand (6a, 6b, 6c, 6b) formschlüssig und/oder kraftschlüssig verbundenen Scheiben (1, 2) aufweist, die in der Richtung des Wandverlaufs aneinanderlie- gen. 2. Aufsatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, die Scheiben (1, 2) alternierend zumindest zwei verschiedene Flächengrößen aufweisen.
3. Aufsatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheiben (1, 2) im wesentlichen kreisförmig oder ellip- tisch sind.
4. Aufsatz nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheiben (1, 2) exzentrisch auf einer Basis (4) angeordnet sind, die auf eine Wand (6a, 6b, 6c, 6b) aufsetzbar ist. 5. Aufsatz nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheiben (1, 2) aus porösem Kunststoff, Fasergemenge, Beton oder Glasschaum bestehen.
6. Aufsatz nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß er einen die Scheiben (1, 2) tragenden Kern (3) aufweist.
7. Aufsatz nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Kern (3) Ankerleisten (8) aufweist-
8. Aufsatz nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Ankerleisten (8) mit dem Kern (3) ausschließlich nach un- ten geöffnete Winkel bilden.
9. Aufsatz nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Kern (3) und die Ankerleisten (8) so geformt sind, daß sie im wesentlichen lineare Schienen bilden, auf welche die Scheiben (1, 2) aufschiebbar sind. 10. Aufsatz nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Basis (4) mit dem oberen Sims einer Wand (6a, 6b, 6c, 6b) formschlüssig verbunden ist.
11. Aufsatz nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß er durch Nieten und/oder Bolzen und/oder Schrauben mit der Wand (6a, 6b, 6c, 6b) verbindbar ist.
12. Aufsatz nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß er mit der Wand (6a, 6b, 6c, 6b) durch einen Schnappverschluß (5d) verbindbar ist.
13. Wand, die einen Aufsatz gemäß einem der Ansprüche 1 bis 12 aufweist. |
Aufsatz für Wände, insbesondere Lärmschutzwände
Die Erfindung betrifft einen schallbeeinflussenden Aufsatz für Wände, insbesondere Lärmschutzwände. Die obere Kante von Wänden, insbesondere von Lärmschutzwänden hat eine besondere Bedeutung hinsichtlich des Schirmverhaltens der Wand. Eine geeignete Ausbildung dieser Kante kann den Beugungswinkel des störenden Schalls an der Wand verändern und so dazu führen, daß der Lärm erst in größeren Höhen in die zu schützenden Bereiche vordringt. Die obere Kante kann weiters bei geeigneter Ausbildung schalldämmend wirken.
Die EP 1 082 496 Bl offenbart einen solchen Aufsatz, dessen Nachteil es ist, zum Teil in den Bewegungsbereich der lärmerzeugenden Verkehrsmittel hineinzuragen und der im we- sentlichen durch seine Ausführungsform als liegende Matte nur bewirkt, die Tiefe der Lärmschutzwand zu vergrößern. Weiters wirkt der bekannte Aufsatz im wesentlichen nur schalllenkend.
Die Erfindung zielt darauf ab, einen Aufsatz zu schaffen, welcher gleichzeitig schalllenkend und schallmindernd wirkt, nicht in den Bewegungsbereich der lärmerzeugenden Verkehrsmittel hineinragt, selbststehend und wirtschaftlich in der Herstellung und der Montage auf Wänden ist. Der erfindungsgemäße Aufsatz erreicht dies dadurch, daß er aus einer Anordnung von auf ihrer Umfangsflache stehenden und mit der Wand formschlüs- sig und/oder kraftschlüssig verbundenen Scheiben besteht, die in der Richtung des Wandverlaufs aneinander anliegen. Die Scheiben können alternierend zumindest zwei verschiedene Flächengrößen aufweisen.
Mit der Erfindung wird erreicht, daß, die oberen Kanten von Lärmschutzwänden oder von gewöhnlichen Wänden hinsichtlich der Defraktion von Geräuschen verändert werden, so daß ihr Schirmverhalten verbessert wird.
Eine bevorzugte Ausführungsform des Aufsatzes zeichnet sich dadurch aus, daß die Scheiben im wesentlichen kreisförmig oder elliptisch sind.
Nach einem weiteren Erfindungsmerkmal sind die Scheiben exzentrisch auf einer Basis angeordnet sind, die auf eine Lärmschutzwand aufsetzbar ist. Eine vorteilhafte Ausführungsform besteht darin, daß die Scheiben aus porösem Kunststoff, Fasergemenge, Beton oder Glasschaum bestehen.
Eine weitere bevorzugte Ausführungsform des Aufsatzes zeichnet sich dadurch aus, daß er einen die Scheiben tragenden Kern aufweist.
Eine andere vorteilhafte Ausführungsform besteht darin, daß der Kern Ankerleisten aufweist. Die Ankerleisten bilden zweckmäßig mit dem Kern ausschließlich nach unten geöffnete Winkel, um dadurch Wasserstau im Ansatz zu verhindern und gleichzeitig die Scheiben gegen Bewegung durch Wind oder Gewalteinwirkung ohne weitere Befestigungsmittel zu schützen.
Nach einem weiteren Erfindungsmerkmal sind Kern und Ankerleisten so geformt, daß sie im wesentlichen lineare Schienen bilden, auf welche die Scheiben aufschiebbar sind.
Die Erfindung wird nachstehend anhand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen: Fig. 1 eine geschnittene Schrägansicht eines montierten Aufsatzes, Fig. 2a einen schematischen Schnitt durch einen auf einer Lärmschutzwand montierten Aufsatz, Fig. 2b einen schematischen Schnitt durch einen auf einer einfachen Wand montierten Aufsatz, Fig. 2c einen schematischen Schnitt durch einen auf einer Glaswand montierten Aufsatz und Fig. 2d einen schematischen Schnitt durch einen auf einer Lärmschutzwand montierten Aufsatz.
Gemäß Fig. 1 wird der Aufsatz aus einem Stapel von aneinander anliegenden Scheiben 1, 2 gebildet, der seiner Längsachse nach mittels eines Kernes 3, der den Stapel stabilisiert, und mittels einer Basis 4b mit der Oberkante einer Wand 6b fest verbunden ist. Es sind große Scheiben 1 und kleine Scheiben 2 vorgesehen, die in einem wiederkehrenden Muster angeordnet sind. Das Muster der Fig. 1 besteht aus drei Scheiben, zwei kleine Scheiben 2 von einer großen Scheibe 1 gefolgt sind. Der Aufsatz kann weitere Scheibengrößen aufweisen. Die Scheiben bestehen aus einem gegen UV-Strahlung, Temperaturschwankungen, Wind und Nässe beständigen festen Material, wie porösem Kunststoff, sogenannten akustischen Schäumen, insbesondere Glasschaum, zement- oder magnesiumgebundene Fasern, wie z.B. Holzfasern, Betone oder Heraklith, doch ist die Er- findung nicht auf diese Materialien beschränkt. Der Kern 3 ist beim gezeigten Beispiel ein stranggepreßtes Profil oder ein aus Metallschienen zusammengesetzter Körper, der so ausgebildet ist, daß die Scheiben 1, 2 auf ihn aufgeschoben werden können. Der Kern 3 kann auch aus Beton bestehen. Die Scheiben 1, 2 sind im wesentlichen kreisförmig oder elliptisch, können jedoch auch andere Form haben z.B. frei geformt sein. Ihr Durchmesser ist größer als das Maß der Wandstärke. Die Scheiben 1, 2 stehen formschlüssig auf der Basis 4b und ragen nur an einer Seite über die Flucht der Wand 6b. Sie können auch gemäß Fig. 2a an beiden Seiten über die Wand ragen. In ihrem Innenbereich weisen sie eine Ausnehmung auf, die es erlaubt, sie formschlüssig auf den Kern 3 zu schieben. Der Kern 3 ist mit der Basis 4b fest verbunden, die ihrerseits an Befestigungsstellen 5b mit der Wand 6b verbunden werden kann. Die Beständigkeit der Verbindung wird gegebenenfalls durch die Unterlage von galvanisch, elektrostatisch oder thermisch isolierenden Dichtstreifen 7 erhöht. Diese Dichtstreifen 7 bestehen aus einem weicheren Material als die Basis 4b.
In der Schnittansicht der Fig. 2a ist zu erkennen, daß der Kern 3 zu Stabilisationszwecken Ankerleisten 8 aufweist, die innerhalb der Scheiben 1, 2 verlaufen und so Witterungseinflüssen nicht direkt ausgesetzt sind. Zudem bilden sie zusam- men mit dem Kern 3 nur nach unten geöffnete Winkel, so daß kein Reservoir für Tau- oder Kondensationswasser entsteht.
Die Ankerleisten 8 stehen nicht nur gerade vom Kern 3 ab, sondern können selbst noch Knicke aufweisen, um die Keilwirkung zu erhöhen. Die Form und Neigung der Ankerleisten 8 des Kerns 3 ist insgesamt so ausgebildet, daß die Scheiben 1, 2 ohne weitere Haltehilfe oder Kleber in ihrer Position gehalten werden und dabei weder von Wind noch durch Gewalteinwirkung herausgelöst werden können.
Auch gemäß Fig. 2b liegen die Ankerleisten 8 vollständig innerhalb der Scheiben 1, 2. In dieser Ausführungsform ragen die Scheiben 1, 2 nur an einer Seite über die Flucht der Wand βb. Gemäß Fig. 2c ist die Basis 4c so ausgebildet, daß sie auf eine sehr dünne Wand wie z.B. einer Glaswand 6c aufgesteckt und anschließend an Befestigungsstellen 5c fixiert werden kann .
Fig. 2d zeigt eine Wand 6d, die aus waagerecht aufeinan- dergesteckten Elementen aufgebaut ist. Die Basis 4d weist dieselbe Steckform auf, so daß der Aufsatz nach dem Aufbauen der Wand 6d in demselben Arbeitsschritt montiert werden kann. Dies erfordert Befestigungsstellen 5d, die einen Schnappverschluß bilden und ohne Schrauben, Nieten oder analoge Befestigungsmittel auskommen.
Es versteht sich, daß die geschilderten Ausführungsbeispiele im Rahmen des Erfindungsgedankens verschiedentlich ab- wandelbar sind, z.B. hinsichtlich der Befestigungsmittel, der Form und des wiederholten Musters der Scheiben, der Form der Basis und der Anzahl und Form der Ankerleisten.
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