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Title:
AUTO-HETERODYNE RECEIVER
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2012/146609
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a novel receiver circuit. The receiver circuit has a local oscillator (10), a quadrature modulator (20), a first mixer (31), and a second mixer (32). According to the invention, a first input of the quadrature modulator (20) is connected to a second signal input of the receiver circuit, and a second input of the quadrature modulator (20) is connected to the local oscillator (10). In addition, a first input of the first mixer (31) is connected to a first signal input of the receiver circuit, a second input of the first mixer (31) is connected to an output of the quadrature modulator (20), and an output of the first mixer (31) is connected to a first signal output of the receiver circuit. A first input of the second mixer (32) is connected to the second signal input, a second input of the second mixer (32) is connected to the output of the quadrature modulator (20), and an output of the second mixer (32) is connected to a second signal output of the receiver circuit.

Inventors:
KUEHN SILVIO (DE)
GESCHE ROLAND (DE)
Application Number:
EP2012/057537
Publication Date:
November 01, 2012
Filing Date:
April 25, 2012
Export Citation:
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Assignee:
FORSCHUNGSVERBUND BERLIN EV (DE)
KUEHN SILVIO (DE)
GESCHE ROLAND (DE)
International Classes:
H04B1/26
Foreign References:
US20050156780A12005-07-21
US20050225481A12005-10-13
EP1388739A12004-02-11
US20100207820A12010-08-19
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
GULDE HENGELHAUPT ZIEBIG & SCHNEIDER (DE)
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Claims:
Patentansprüche:

1 . Ein Empfängerschaltkreis mit einem ersten Signaleingang für ein erstes Eingangssignal, einem zweiten Signaleingang für ein zweites Eingangssignal, einem ersten Signalausgang für ein erstes Ausgangssignal und einem zweiten Signalausgang für ein zweites

Ausgangssignal, gekennzeichnet durch einen Lokaloszillator (10), einen

Quadraturmodulator (20), einen ersten Mischer (31 ) und einen zweiten Mischer (32), wobei ein erster Eingang des Quadraturmodulators (20) mit dem ersten Signaleingang und ein zweiter Eingang des Quadraturmodulators (20) mit dem Lokaloszillator (10) verbunden sind, wobei ein erster Eingang des ersten Mischers (31 ) mit dem ersten Signaleingang, ein zweiter Eingang des ersten Mischers (31 ) mit einem Ausgang des Quadraturmodulators (20) und ein Ausgang des ersten Mischers (31 ) mit dem ersten Signalausgang verbunden sind, und wobei ein erster Eingang des zweiten Mischers (32) mit dem zweiten

Signaleingang, ein zweiter Eingang des zweiten Mischers (32) mit dem Ausgang des Quadraturmodulators (20) und ein Ausgang des zweiten Mischers (32) mit dem zweiten Signalausgang verbunden sind.

2. Der Empfängerschaltkreis von Anspruch 1 , mit einem mit dem ersten Signalausgang

verbundenen ersten Analog-Digital-Umsetzer und einem mit dem zweiten Signalausgang verbundenen zweiten Analog-Digital-Umsetzer.

3. Der Empfängerschaltkreis von einem der Ansprüche 1 oder 2, bei dem der Lokaloszillator (10) ausgebildet ist, eine Schwingung mit einer Frequenz von weniger als 50 kHz, vorzugsweise von weniger als 25 kHz, zu erzeugen.

4. Der Empfängerschaltkreis von einem der vorhergehenden Ansprüche, mit einem

Regelkreis, beispielsweise einer Phase-Iocked Loop oder einer Automatischen

Frequenzregelung, wobei der Regelkreis ausgebildet ist, die Frequenz des Lokaloszillators (10) einzustellen.

5. Der Empfängerschaltkreis von einem der vorhergehenden Ansprüche, mit einer

Amplitudennormalisierungseinheit (40), welche entweder zwischen den ersten

Signaleingang und den Quadraturmodulator (20) oder zwischen den Quadraturmodulator (20) und die zweiten Eingänge des ersten und des zweiten Mischers (31 , 32) geschaltet und ausgebildet ist, ein Eingangssignal mit einer unbekannten Eingangsamplitude als Ausgangssignal mit einer vorbestimmten Ausgangsamplitude auszugeben.

6. Der Empfängerschaltkreis von einem der vorhergehenden Ansprüche, mit einem den ersten und zweiten Signaleingängen vorgeschalteten Messaufnehmer, der ausgebildet ist, einen jeweiligen Signalanteil von an einem ersten Eingang und einem zweiten Eingang des Messaufnehmers anliegenden Signalen auszukoppeln und an den ersten und den zweiten Signaleingang des Empfängerschaltkreises auszugeben.

7. Der Empfängerschaltkreis des vorhergehenden Anspruchs, bei dem der Messaufnehmer ein Richtkoppler und dazu ausgebildet ist, eine vorlaufende Welle auf einen ausgewählten Signaleingang des ersten oder des zweiten Signaleinganges des Empfängerschaltkreises und eine rücklaufende Welle auf einen verbleibenden Signaleingang des ersten oder des zweiten Signaleinganges des Empfängerschaltkreises zu geben.

8. Der Empfängerschaltkreis von einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem einem

ausgewählten Signaleingang des ersten oder des zweiten Signaleinganges des

Empfängerschaltkreises ein Stromwandler vorgeschaltet ist, welcher ausgebildet ist, einen Strom in eine Spannung zu wandeln.

9. Der Empfängerschaltkreis von einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem wenigstens einer von erstem und zweitem Mischer (31 , 32) ausgangsseitig ein Tiefpassfilter aufweist.

10. Eine Messvorrichtung zum Messen einer Phasenverschiebung zwischen einem ersten HF- Signal und einem zweiten HF-Signal, gekennzeichnet durch einen Empfängerschaltkreis nach einem der vorhergehenden Ansprüche und einer mit dem ersten und dem zweiten Signalausgang des Empfängerschaltkreises verbundenen Phasenmesseinheit, welche ausgebildet ist, eine Phasenverschiebung zwischen einem ersten NF-Signal auf dem ersten Signalausgang und einem zweiten NF-Signal auf dem zweiten Signalausgang zu bestimmen.

Description:
Auto-Heterodynempfänger

Technisches Gebiet

Die Erfindung betrifft einen Empfängerschaltkreis und eine Messvorrichtung zum Messen von Hochfrequenzsignalen mit einem solchen Empfängerschaltkreis.

Stand der Technik

Bei hochfrequenten Signalen ist es grundsätzlich schwierig, Phasenverschiebungen exakt zu messen, da hierfür eine sehr hohe zeitliche Auflösung der sehr geringen Periodendauer der hochfrequenten Signale notwendig wäre. In vielen Anwendungen ist es jedoch notwendig, die vorliegende Phasenverschiebung exakt zu messen. Dies ist beispielsweise bei der

Plasmaerzeugung für plasmabasierte Prozesse wie dem Plasmaätzen oder der Bearbeitung von Oberflächen wichtig, wo die an die Plasmalast abgegebene HF- oder Mikrowellenleistung zur Kontrolle der Prozessparameter gemessen werden soll. Eine solche Plasmalast kann jedoch sehr reaktiv sein, so dass der Phasenwinkel zwischen Strom und Spannung nahe 90° betragen kann. Die Blindleistung ist dann sehr groß im Verhältnis zur Wirkleistung. Um die Wirkleistung jedoch korrekt berechnen zu können, muss der Phasenwinkel sehr genau gemessen werden, da schon geringste Messfehler sich überproportional auf die Bestimmung der Wirkleistung auswirken.

Eine direkte Phasenmessung mit einem Monodynempfänger ist für eine solche Aufgabe nicht genau genug, weshalb beispielsweise Heterodynempfänger oder Sampler für die Messung verwendet werden. Bei einem solchen Heterodynempfänger werden die Messsignale auf eine Zwischenfrequenz herabgemischt, wo sie weiterverarbeitet und beispielsweise digitalisiert und numerisch ausgewertet werden können.

Dabei ist jedoch problematisch, dass die Stabilität einer solchen Umsetzung begrenzt ist. Die Umsetzung wird zudem immer schwieriger, je größer das Verhältnis von Ursprungs- und

Zwischenfrequenz wird. Deshalb erlauben Ansätze gemäß dem Stand der Technik bei dem für die Erfindung vorgesehenen Hochfrequenzbereich keine besonders niedrigen Zwischenfrequenzen. Niedrige Zwischenfrequenzen insbesondere von unter 25 kHz ermöglichen jedoch vorteilhaft die direkte Analog-Digital-Umsetzung bei der Zwischenfrequenz mit preiswerter Hardware aus dem Audio-Bereich. Deswegen besteht ein Bedarf an neuen Empfängerstrukturen, die eine genaue Bestimmung eines Phasenwinkels erlauben. Außer der Messung von Phasenwinkeln kann unabhängig hiervon auch ein Bedarf an einer Messung der Amplituden beziehungsweise von Verhältnissen von Amplituden von hochfrequenten Signalen bestehen. Zusammenfassung der Erfindung

Ein erster Aspekt der Erfindung führt daher einen neuartigen Empfängerschaltkreis ein. Der Empfängerschaltkreis besitzt einen ersten Signaleingang für ein erstes Eingangssignal, einen zweiten Signaleingang für ein zweites Eingangssignal, einen ersten Signalausgang für ein erstes Ausgangssignal und einen zweiten Signalausgang für ein zweites Ausgangssignal.

Erfindungsgemäß verfügt der Empfängerschaltkreis außerdem über einen Lokaloszillator, einen Quadraturmodulator, einen ersten Mischer und einen zweiten Mischer. Dabei sind ein erster Eingang des Quadraturmodulators mit dem ersten Signaleingang und ein zweiter Eingang des Quadraturmodulators mit dem Lokaloszillator verbunden. Außerdem sind ein erster Eingang des ersten Mischers mit dem ersten Signaleingang, ein zweiter Eingang des ersten Mischers mit einem Ausgang des Quadraturmodulators und ein Ausgang des ersten Mischers mit dem ersten

Signalausgang verbunden. Ein erster Eingang des zweiten Mischers ist mit dem zweiten

Signaleingang, ein zweiter Eingang des zweiten Mischers mit dem Ausgang des

Quadraturmodulators und ein Ausgang des zweiten Mischers mit dem zweiten Signalausgang verbunden.

Die Empfängerstruktur der Erfindung stellt einen Auto-Heterodynempfänger dar, bei dem eines der Eingangssignale mit dem Signal des Lokaloszillators auf einen Quadraturmodulator gegeben und das vom Quadraturmodulator erzeugte Ausgangssignal schließlich mit den beiden

Eingangssignalen gemischt wird. Das Ausgangssignal des Quadraturmodulators enthält dabei hauptsächlich Spektralanteile, deren Frequenzen abhängig vom Drehsinn des komplexen

Lokaloszillators durch entweder Summen- oder Differenzbildung der Signalfrequenz und der Frequenz des Lokaloszillators bestimmt werden. Dieses Ausgangssignal wird jedoch anschließend wieder mit den Eingangssignalen der Anordnung gemischt, wodurch eine weitere Summen- und Differenzbildung mit der Signalfrequenz entsteht. Dabei hebt sich im niederfrequentesten

Mischprodukt die Signalfrequenz der Eingangssignale der Empfängeranordnung heraus. Die beiden Ausgangssignale der Empfängeranordnung weisen daher bei idealer Mischung nur noch die Zwischenfrequenz auf. Dabei bleibt jedoch der Phasenbezug der beiden Eingangssignale in den Ausgangssignalen erhalten, so dass der Phasenwinkel nun einfach mit der gewünschten Genauigkeit bei der Zwischenfrequenz bestimmt werden kann. Außerdem vorteilhaft ist, dass die Phasenmessung unabhängig von der tatsächlichen und eventuell schwankenden Frequenz der Messsignale wird.

Der Empfängerschaltkreis der Erfindung kann jedoch nicht nur zur Messung der relativen

Phasenlage zweier Signale beziehungsweise bei der Messung einer Wirkleistung verwendet werden, sondern auch für nachrichtentechnische Verwendungen. So kann beispielsweise eine Überlagerung eines amplitudenmodulierten Signals und eines phasen- oder frequenzmodulierten Signals umgekehrt werden. Da die Frequenz eines Eingangssignals nicht mehr am Ausgang des jeweils nachgeschalteten Mischers erscheint, können Fluktuationen der Frequenz eliminiert werden. Dies bedeutet jedoch gleichzeitig, dass das Ausgangssignal des Mischers nur noch Amplitudenvariationen aufweist. Eine in der Amplitude des Eingangssignals kodierte Information kann so von einer in Frequenz oder Phase des Eingangssignals kodierten Information getrennt werden. Auch ist es mit dem Empfängerschaltkreis der Erfindung möglich, eine Amplitude eines Eingangssignals zu bestimmen, indem die Ausgangssignale gemessen und aus diesen durch Rückrechnen auf die Eingangssignale geschlossen wird.

Besonders bevorzugt weist der Empfängerschaltkreis von Anspruch 1 eine mit dem ersten

Signalausgang verbundenen ersten Analog-Digital-Umsetzer und einen mit dem zweiten

Signalausgang verbundenen zweiten Analog-Digital-Umsetzer auf. Dadurch wird die Auswertung der Phasenmessung vorteilhaft in die digitale Domäne verschoben und kann beispielsweise einfach durch einen Digitalen Signalprozessor (DSP) vorgenommen werden.

Der Lokaloszillator ist vorzugsweise ausgebildet, eine Schwingung mit einer Frequenz von weniger als 50 kHz, besonders bevorzugt von weniger als 25 kHz, zu erzeugen. Bei diesen Frequenzen kann kostengünstige Hardware eingesetzt werden. Auch wird es aufgrund der relativ niedrigen Frequenzen möglich, eine Verminderung der Messgenauigkeit aufgrund einer mangelhaften Analog-Digital-Umsetzung durch Oversampling zu vermeiden.

Der Empfängerschaltkreis kann in bestimmten Ausführungsformen über einen Regelkreis, beispielsweise eine Phase-Iocked Loop (PLL) oder eine Automatische Frequenzregelung (AFC), verfügen, welcher ausgebildet ist, die Frequenz des Lokaloszillators einzustellen. Obgleich der Empfängerschaltkreis Schwankungen der Frequenzen der Eingangssignale automatisch ausgleicht, erscheinen Schwankungen der Frequenz des Lokaloszillators vollständig in den Ausgangssignalen des Empfängerschaltkreises. Zwar kann eine Verfälschung des

Messergebnisses verhindert werden, wenn die Schwankungen ausreichend gering sind, doch ist eine Regelung der Frequenz des Lokaloszillators insbesondere bei Anwendungen von Vorteil, bei denen die Frequenz des Lokaloszillators so hoch ist, dass weniger aufwendige Methoden der Frequenzsynthese wie beispielsweise Direct Digital Synthesis (DDS) ausscheiden. Ein solcher Anwendungsfall kann das direkte Heruntermischen eines Sendesignals, beispielsweise in einem Mobilfunknetz oder einem drahtlosen Datennetz, von einem Frequenzband in ein anderes sein. Hierbei ist vorteilhaft, dass die Umsetzung von dem Ursprungsfrequenzband in das

Zielfrequenzband nahezu ohne Latenz möglich ist, wie sie bei einem gewöhnlichen Empfangen der gesendeten Daten und anschließendem Modulieren auf ein neues Trägersignal aufträte.

Grundsätzlich kann jedoch jede beliebige stabile Referenztaktquelle verwendet werden, wie beispielsweise eine Schwingung eines Quarzoszillators, eine von einem Quarzoszillator abgeleitete Schwingung oder aber auch eine von einem Digital-Analog-Umsetzer, wie er beispielsweise in einer PC-Soundkarte verwendet wird, erzeugte Schwingung.

Hat das Ausgangssignal des Quadraturmodulators eine vorherbestimmte Amplitude, lässt sich anhand der Amplituden der Ausgangssignale des ersten und des zweiten Mischers auch auf die Amplituden der Eingangssignale des Empfängerschaltkreises rückschließen, so dass eine in den Eingangssignalen enthaltene Amplitudeninformation nicht verloren geht. Hierfür kann eine

Amplitudennormalisierungseinheit vorgesehen sein, welche zwischen den Ausgang des

Quadraturmodulators und die zweiten Eingänge von erstem und zweitem Mischer geschaltet sein kann. Alternativ kann die Amplitudennormalisierungseinheit auch zwischen den ersten

Signaleingang und den ersten Eingang des Quadraturmodulators geschaltet sein, wenn die Amplitude des Signals des Lokaloszillators bekannt oder wenigstens konstant ist, was

üblicherweise der Fall ist. Die Amplitudennormalisierungseinheit ist dabei ausgebildet, ein

Ausgangssignal mit einer vorbestimmten Amplitude auszugeben, was beispielsweise durch spezielle Verstärkerbausteine oder Limiter erreicht werden kann. Bevorzugt wird die

Amplitudennormalisierungseinheit als Regelkreis aufgebaut, der eine mittlere Amplitude oder Leistung entweder des Ausgangs- oder des Eingangssignals der Amplitudennormalisierungseinheit bestimmt und einen Verstärkungsfaktor eines zwischen Eingang und Ausgang der

Amplitudennormalisierungseinheit geschalteten Verstärkers so anpasst, dass der Verstärker im Mittel ein Ausgangssignal der gewünschten vorbestimmten Amplitude erzeugt. Derartige Verfahren sind als Automatic Gain Control (AGC) bekannt.

Der Empfängerschaltkreis kann über einen den ersten und zweiten Signaleingängen

vorgeschalteten Messaufnehmer verfügen, der ausgebildet ist, einen jeweiligen Signalanteil von an einem ersten Eingang und einem zweiten Eingang des Messaufnehmers anliegenden Signalen auszukoppeln und an den ersten und den zweiten Signaleingang des Empfängerschaltkreises auszugeben. Beispiele für einen solchen Messaufnehmer können ein Richtkoppler oder eine Messbrücke sein.

Der Richtkoppler ist dabei ausgebildet, eine vorlaufende Welle auf einen ausgewählten

Signaleingang des ersten oder des zweiten Signaleinganges des Empfängerschaltkreises und eine rücklaufende Welle auf einen verbleibenden Signaleingang des ersten oder des zweiten

Signaleinganges des Empfängerschaltkreises zu geben. Dadurch können der Phasenwinkel und die absoluten Amplituden der Eingangssignale und somit die Wirkleistung bei einer

plasmabezogenen oder sonstigen im HF- oder Mikrowellenbereich angesiedelten Anwendung bestimmt werden. Alternativ können die Eingänge des Empfängerschaltkreises beispielsweise auch mit einer durch einen Spannungsteiler passend geteilten Spannung beaufschlagt werden.

Einem ausgewählten Signaleingang des ersten oder des zweiten Signaleinganges des Empfängerschaltkreises kann ein Stromwandler vorgeschaltet sein, welcher ausgebildet ist, einen Strom in eine Spannung zu wandeln. Der Empfängerschaltkreis ist vorzugsweise für ein Arbeiten mit Spannungssignalen ausgelegt, weshalb ein bei einer Messung der Wirkleistung

auszuwertender Strom in eine Spannung gewandelt werden sollte. In einer solchen

Schaltungsanordnung bietet sich vorteilhaft der Einsatz eines Spannungsteilers an dem

verbleibenden Signaleingang des Empfängerschaltkreises an, da als zweites Eingangssignal bei der Wirkleistungsmessung ein Spannungssignal ausgewertet werden muss.

Vorzugsweise weist wenigstens einer von erstem und zweitem Mischer ausgangsseitig ein Tiefpassfilter auf. Das Tiefpassfilter besitzt hierbei die Aufgabe, höherfrequente Mischprodukte zu eliminieren. Dementsprechend ist es vorteilhaft, eine Grenzfrequenz des oder der Tiefpassfilter von größer oder gleich der Frequenz des Lokaloszillators (Zwischenfrequenz) anzusetzen.

Ein zweiter Aspekt der Erfindung führt eine Messvorrichtung zum Messen einer

Phasenverschiebung zwischen einem ersten HF-Signal und einem zweiten HF-Signal ein.

Erfindungsgemäß wird dabei ein Empfängerschaltkreis gemäß dem ersten Erfindungsaspekt und eine mit dem ersten und dem zweiten Signalausgang des Empfängerschaltkreises verbundene Phasenmesseinheit vorgesehen. Die Phasenmesseinheit ist dabei ausgebildet, eine

Phasenverschiebung zwischen einem ersten NF-Signal auf dem ersten Signalausgang und einem zweiten NF-Signal auf dem zweiten Signalausgang zu bestimmen.

Die Phasenmesseinheit kann nach einem beliebigen im Stand der Technik bekannten Prinzip aufgebaut sein. Erfindungswesentlich ist, dass der Empfängerschaltkreis des ersten

Erfindungsaspektes zwei hochfrequente Eingangssignale, beispielsweise aus dem

Mikrowellenbereich, unter Beibehaltung der Phasenbeziehung der beiden Eingangssignale auf eine niedrigere Frequenz (eine NF-Frequenz) umsetzen kann, wobei gleichlaufende

Schwankungen der Frequenzen der Eingangssignale unterdrückt werden. Dadurch werden die schaltungstechnischen Anforderungen an die Phasenmesseinheit drastisch reduziert.

Ausführungsbeispiele der Erfindung

Die Erfindung wird im Folgenden anhand zweier Abbildungen von Ausführungsbeispielen vertiefend erläutert.

Fig. 1 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Empfängerschaltkreises als Blockdiagramm. An zwei Signaleingängen des Empfängerschaltkreises liegen Eingangssignale U 0 und Ui mit einer Frequenz von f H F an. Bei den beiden Eingangssignalen kann es sich um zwei Spannungssignale handeln, von denen eines aus einem Strom abgeleitet ist, der mit dem anderen Spannungssignal in Wirkzusammenhang steht. Durch Messung des Phasenwinkels zwischen den beiden Eingangssignalen kann dann ein Verhältnis von Wirkleistung zu Blindleistung bestimmt werden.

Ein beliebiges der beiden Eingangssignale wird an einen Eingang eines Quadraturmodulators 20 gegeben. Vorteilhafterweise wird das ausgewählte Eingangssignal dabei durch eine

Amplitudennormalisierungseinheit 40 geleitet, welche ausgebildet ist, das ausgewählte

Eingangssignal auf eine vorbestimmte Amplitude zu verstärken oder zu dämpfen. Auf den zweiten Eingang des Quadraturmodulators 20 wird ein von einem Lokaloszillator 10, welcher in beliebiger Weise aufgebaut sein kann und lediglich geeignet zu sein braucht, eine Referenzschwingung mit einer Zwischenfrequenz zu erzeugen, erzeugtes Schwingungssignal geschaltet. Das

Ausgangssignal des Quadraturmodulators 20 enthält dann bekanntermaßen insbesondere Frequenzanteile mit einer Frequenz von entweder f H F + fzF oder f H F - fzF, wobei das Vorzeichen der Verknüpfung vom Drehsinn des in der komplexen Ebene betrachteten Lokaloszillators abhängt. Das vom Quadraturmodulator 20 erzeugte Signal wird nun mehr in zwei Mischern 31 und 32 mit einem jeweiligen der beiden Eingangssignale U 0 und Ui gemischt. Dabei entstehen verschiedene Modulationsprodukte, von denen aufgrund der erneuten Summen- und Differenzbildung mit der Frequenz f H F der Eingangssignale U 0 und Ui die niedrigsten, U 0 ' und Ui', eine Frequenz von f Z F aufweisen, so dass sich die hohe Frequenz f H F der Eingangssignale weghebt. Dabei bleibt jedoch das Phasenverhältnis von U 0 ' und U-Γ erhalten und kann nun mehr mit deutlich einfacheren Schaltungsmitteln ausgewertet werden. Der Vorteil der Amplitudennormalisierungseinheit 40 besteht darin, dass auch das vom Quadraturmodulator 20 auf die entsprechenden Eingänge der Mischer 31 und 32 gegebene Signal eine bekannte und insbesondere konstante Amplitude aufweist, so dass aus den Amplituden der Ausgangssignale der Gesamtanordnung auf die

Amplituden der Eingangssignale in einfacher Weise rückgeschlossen werden kann.

Die Wege von den Signaleingängen zu den Signalausgängen können als Kanäle bezeichnet werden, wobei der Kanal, dessen Eingangssignal U 0 auch als Eingangssignal des

Quadraturmodulators 20 fungiert, als Referenzkanal angesehen werden kann. Generell kann die Erfindung mit einer beliebigen Mehrzahl von Kanälen aufgebaut werden, wobei jedoch

üblicherweise nur ein Referenzkanal vorgesehen wird.

Der Empfängerschaltkreis der Erfindung ist aus Standardkomponenten aufgebaut, welche einfach für die für den geplanten Anwendungszweck vorauszusetzenden Frequenzen realisiert werden können. Die Messung der Wirkleistung bei einer hochfrequenten Anregung beispielsweise eines Plasmas kann somit kostengünstig und genau durchgeführt werden.

Fig. 2 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Empfängerschaltkreises als Blockdiagramm. Das zweite Ausführungsbeispiel unterscheidet sich von dem von Fig. 1 durch die alternative Platzierung der Amplitudennormalisierungseinheit 40, welche im zweiten Ausführungsbeispiel zwischen den Ausgang des Quadraturmodulators 20 und die entsprechenden Eingänge der Mischer 31 und 32 geschaltet ist. Amplitudenschwankungen, die in der Mischung durch den Quadraturmodulator von Phasen- oder Amplitudenfehlern des komplexen

Lokaloszillatorsignals herrühren oder durch eine Nichtidealität des Quadraturmodulators selbst entstehen können, können hierbei mit einer hinreichend schnellen Amplitudenregelung

ausgeglichen werden. Dadurch steigt die Genauigkeit des resultierenden Ausgangssignals.