| Ansprüche
1. Schutzhelm für Skifahrer, Snowboarder oder andere Alpinsportler, gekennzeichnet durch ein Leitsystem mit einem Mundstück und einem Atemluft-Ansaugbereich und einem Atemgas-Abblasbereich, der von dem Ansaugbereich beabstandet am Helm angeordnet ist.
2. Helm nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Leitungssystem in den Helm integriert ist.
3. Helm nach einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet durch mindestens ein Ventil in dem Leitungssystem, das die Atemgase im Wesentlichen nur von dem Ansaugbereich zum Mundstück und/oder vom Mundstück zum Abblasbereich durchlässt.
4. Helm nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Hohlraum zwischen den Helmschalen als Atemhöhle fungiert.
5. Helm nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass über die Außenschale verteilte öffnungen, ein Eindingen von Luft in den Hohlraum ermöglichen.
6. Helm nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Ansaugbereich im Gesichtsbereich des Helms angeordnet ist.
7. Helm nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Ansaugbereich im Kinnbügel des Helms angeordnet ist.
8. Helm nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Abblasbereich im Nackenbereich des Helms angeordnet ist und darüber hinaus, daran eine mögliche Verlängerung anschließbar ist.
9. Helm nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Leitungssystem einen Schlauch aufweist, der das Leitungssystem vom Helm wegführend verlängert, so dass der Abblasbereich weiter vom Ansaugbereich entfernt ist.
10. Helm nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlauch einen flachen Querschnitt aufweist, um sich zwischen einer Skibekleidung und dem Körper des Benutzers verlegen zu lassen.
11. Helm nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlauch einen starren Querschnitt aufweist, um sich zwischen einer Skibekleidung und dem Körper des Benutzers nicht oder zumindest schwer zusammendrücken zu lassen. |
Die Erfindung bezieht sich auf einen Helm
Helme dienen bekanntlich dem Schutz des menschlichen Kopfes und sind daher an dessen ergonomische Maße gebunden Die äußere Form eines Helms ist ästhetische Gestaltung, welcher funktionale Ansprüche zugrunde hegen
Em Helm schützt in erster Linie die schutzbedurftigen Zonen des Kopfes Die Maße eines Helms definieren dessen Passform auf dem menschlichen Kopf Um einen Schutz auch in Situationen zu gewährleisten, in denen sich der Benutzer, wahrend er den Helm auf dem Kopf tragt, bewegt, definiert ein arretierbarer Trageriemen die schutzende Position des Helms auf dem Kopf
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen, für den alpinen Einsatz genutzten Ski- und/oder Snowboardhelm zu schaffen, dessen Verwendungsbereich erweitert ist
Diese Aufgabe wird durch die in Anspruch 1 formulierten Merkmale gelost Die Ausgestaltung ist in den Unteranspruchen angegeben
Erfindungsgemaß können Helme sich in ihren Maßen und ästhetischen Ausformungen unterscheiden, wobei die jeweils aktuelle, wie gültige DIN-Norm den Rahmen der Maße vorgibt um die anatomisch definierten Schutzzonen zu sichern So gibt es nicht einen Archetypen, sondern viele verschiedene Modelle In Abhängigkeit der Schutzzonen, ist es möglich, einen Helm mit Zusatzfunktionen zu versehen Eine solche Zusatzfunktion ist die Trennung von Sauerstoffeinatmung (02) und Kohlendioxydabatmung (CO2) des Benutzers, wahrend des Tragens des Helms Diese Zusatzfunktion ermöglicht es dem jeweiligen Benutzer, in diesem Fall einem Lawinenverunfallten, unter einer Schneelawine langer zu überleben Zwar ist Schnee in jeglicher Dichte in dem Maße durchlassig, dass ein Lawinenverunfallter mit ausreichend 02 versorgt wird, doch ist die bisher häufigste Todesursache unter einer Lawine der Erstickungstod des Verunfallten Er begründet sich in der Tatsache, dass der Verunfallte nicht an einem Mangel an 02 zu Tode kommt, sondern wiederholt die eigene, ausgeatmete C02-haltιge Ausatemluft erneut einatmet Es kommt folglich zu einer Kontamination des Verunfallten und möglicherweise zu dessen Tod durch Erstickung
Die Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass es erfindungsgemaß möglich ist, über ein mit dem Helm verbundenes Mundstuck, welches sich unter einer Lawine im Mund des Verunfallten befindet, die 02-haltιge Luft aus dem Schnee zu atmen und zudem die C02-haltιge Ausatemluft so abzutransportieren, dass sie nicht erneut eingeatmet wird und in der Folge eine potentielle Todesursache darstellt
Eine bevorzugte Ausformung der Erfindung wird im Folgenden anhand der beigefugten Zeichnungen beschrieben Figuren 1 und 2 zeigen einen erfindungsgemäßen Helm, wobei der Benutzer auf den Figuren 1 und 2 nicht mit dargestellt ist
Der Trager des Helms kann bei Bedarf, das heißt, bei Gefahrdung durch eine Lawine, einen Ausloseknopf 8 mittels Druck betätigen Dadurch entfaltet sich ein, sich unmittelbar vor dem Mund des Benutzers befindlicher zusammengefalteter, gummiartiger Schlauch 6 in der Art, dass dieser Schlauch im entfalteten Zustand, lediglich durch ein öffnen des Mundes vom jeweiligen Benutzer, erreichbar ist Kommt es zu einer Ganzverschuttung der Person durch die Lawine, das heißt, auch zu einer Verschattung des Kopfes, tragt der Verunfallte nun den schlauchartigen Teil 6, vom Kiefermuskel zusätzlich gehalten (Beißstuck einem Schnorchelahnlich), im Mund Der Helm weist als Sauerstoffansaugbereich über den gesamten Helm verteilte öffnungen 1 auf, welche zum Schutz vor Verstopfung durch Schnee mit einer Art durchlassiger Gitterstruktur versehen sind Der, sich zwischen Außenschale 4 und Innenschale 3a befindende Hohlraum 2, dient dabei als eine Art kunstlicher Atemhohle Diese Atemhohle ist als Zwischenzone sehr vorteilhaft, um den mechanischen Widerstand beim Ansaugen der 02-haltιgen Luft soweit zu verringern, dass der Verunfallte nicht an der überwindung zu hoher Widerstände von unmittelbar die Atemwege verdichtendem Schnee innerhalb wenige Minuten erschöpft, folglich physisch nicht langer in der Lage ist, den vorhandenen Sauerstoff anzusaugen Häufige Todesursache von Lawinenopfern ist demzufolge die Erstickung, entstehend durch einen Sauerstoffmangel sowie eine wiederholte Einatmung der eigenen CO2-haltιgen Abluft Saugt der Verunfallte nun am Schlauch 6, filtert er, bedingt durch den Hohlraum 2, weitestgehend widerstandfrei die 02-haltιge Luft aus dem unmittelbaren Umfeldschnee der Lawine Atmet der Verunfallte nun unter der Lawine, werden die Luftwege über zwei Steuerventile 5a und 5b gerichtet Das einseitig luftdurchlässige Steuerventil 5a gewährleistet dabei ein Einatmen der 02-haltιgen Luft über den Mundschlauch 6 und verhindert gleichzeitig ein Zurückfließen der CO2-haltιgen Ausatemluft in diese Richtung Das ebenfalls einseitig gerichtete Steuerventil 5b gewährleistet, dass die CO2-haltιge Abluft lediglich das Ventil 5b durchdringt, ebenfalls nicht zurückfließen kann, und folglich den Helm, in gewünschter Richtung durch den Hohlraum 7, verlasst Im zentralen Nackenbereich wird die CO2-haltιge Abluft über die Auslassoffnung 9 in den Umfeldschnee ausgestoßen An der öffnung, das heißt, dem Atemgas-Auslassbereich 9, ist zusatzlich eine schlauchartig ausgeformte Verlängerung denkbar, welche den Abstand von Atemluft-Ansaugbereich zu Atemgas-Abblasbereich vergrößert, um die Wahrscheinlichkeit einer erneuten Einatmung der CO2-haltιgen Abgasluft zu minimieren Diese Verlängerung ist über wie unter der Skibekleidung denkbar und hat ebenfalls an ihrem Ende eine öffnung, aus welcher die CO2-haltιge Abluft austritt
Fig 1 zeigt die perspektivische Ansicht eines erfindungsgemaßen Helms, dessen Verschalung teilweise in der Weise offen gelegt ist, dass dessen Funktionsweise über den Schichttaufbau und alle weiteren Elemente, erkennbar ist
Fig 2 zeigt die Ruckansicht eines erfindungsgemaßen Helms, an den die schlauchartige Verlängerung 9 angeschlossen ist
Next Patent: LIGHT BOX
