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Patent Searching and Data


Title:
AVALANCHE SHOVEL AND TENT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/034270
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an avalanche shovel (10) with a shaft (12), wherein a grip portion (16) is formed and/or is arranged at one shaft end (14), and with an avalanche probe (24), which can be arranged in the shaft (12) of the avalanche shovel (10). The grip portion (16) has a grip region (18) for gripping and/or holding the avalanche shovel (10) and/or a grip region (18) of this kind is formed on the grip portion (16). The invention is characterised in that the grip portion (16) has an insertion and/or removal opening (22) for removal and/or for insertion of the avalanche shovel (24) from/into the shaft (12) along an insertion axis (26). The invention further relates to a tent (60) having an avalanche shovel as a tent pole.

Inventors:
WERZ, Matthias (Kreuzberg 18, Engstingen, 72829, DE)
REITER, Andreas (Burgholzstrasse 4, Grafing, 85567, DE)
Application Number:
EP2017/083704
Publication Date:
February 21, 2019
Filing Date:
December 20, 2017
Export Citation:
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Assignee:
WERZ INNOVATIONS GMBH (Theodor-Heuss-Straße 9, St. Johann, 72813, DE)
International Classes:
A63B29/02; A01B1/02; B25G1/08; E01H5/02; E04H15/02
Foreign References:
US20080179904A12008-07-31
FR402726A1909-10-15
US6003915A1999-12-21
US8387188B22013-03-05
DE19908329A12000-08-31
US9339093B12016-05-17
DE202007001047U12007-03-29
CH663542A51987-12-31
Attorney, Agent or Firm:
KOHLER SCHMID MÖBUS PATENTANWÄLTE PARTNERSCHAFTSGESELLSCHAFT MBB (Kaiserstraße 85, Reutlingen, 72764, DE)
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Claims:
P a t e n t a n s r ü c h e :

1. Lawinenschaufel (10) mit einem Schaft (12), wobei an einem

Schaftende (14) ein Griffabschnitt (16) ausgebildet und/oder angeordnet ist, und mit einer im Schaft (12) der Lawinenschaufel (10) anordenbaren Lawinensonde (24), wobei der Griffabschnitt (16) einen Griffbereich (18) zum Greifen und/oder Halten der

Lawinenschaufel (10) aufweist und/oder ein solcher Griffbereich (18) am Griffabschnitt (16) ausgebildet ist,

dadurch gekennzeichnet,

dass der Griffabschnitt (16) eine Einführ- und/oder

Entnahmeöffnung (22) zur Entnahme aus und/oder zur Einführung der Lawinensonde (24) in den Schaft (12) entlang einer

Einführachse (26) aufweist.

2. Lawinenschaufel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Griffbereich (18) außerhalb der Einführachse (26) angeordnet und/oder ausgebildet ist.

3. Lawinenschaufel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass der Griffabschnitt (16), insbesondere der Griffbereich (18), D-förmig oder T-förmig ausgebildet ist.

4. Lawinenschaufel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass an einem Ende des Schafts (12), insbesondere im Bereich der Einführ- und/oder Entnahmeöffnung (22), ein Deckel (44) angeordnet und/oder ausgebildet ist.

5. Lawinenschaufel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Griffabschnitt (16) der

Lawinenschaufel (10) wenigstens eine Aufnahme (78, 82), für die montierte Lawinensonde (24) und/oder für einen Skistock (62) und/oder einen Eispickel oder dergleichen, aufweist und/oder dass eine solche Aufnahme (78, 82) am Griff abschnitt (16), ausgebildet ist.

6. Lawinenschaufel nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass an der Aufnahme ein Verbindungselement angeordnet oder anordenbar ist, mit dem sich mehrere stockförmige Gegenstände wie eine Lawinensonde und ein Ski stock am Griffabschnitt der

Lawinenschaufel miteinander verbinden und befestigen lassen.

7. Lawinenschaufel nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Lawinensonde (24) schwenkbar an der Aufnahme oder dem Griff abschnitt befestigbar ist.

8. Lawinenschaufei nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch

gekennzeichnet, dass an der Aufnahme oder dem Griffabschnitt ein hakenförmiges Element aufklipsbar ist, an dem eine an einem Zelt befestigte Lasche längenverstellbar befestigbar ist.

9. Lawinenschaufei nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass der Schaft (12) längenveränderbar ist.

10. Lawinenschaufel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaft (12) teieskopierbar und in unterschiedlichen Längenpositionen arretierbar ist.

11. Lawinenschaufel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass der Schaft (12) eine als

Rastmechanismus ausgebildete Fixiervorrichtung (38) zur

Einstellung unterschiedlicher Längen des Schafts (12) aufweist.

12. Lawinenschaufel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass die Fixiervorrichtung (38) von einer Außenseite des Schafts (12) betätig bar ist.

13. Lawinenschaufel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass die Lawinensonde (24) mehrteilig, vorzugsweise mindestens 6-teilig, ausgebildet ist.

14. Lawinenschaufei nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass die Lawinenschaufei (10) wenigstens einen, vorzugsweise wenigstens drei, Schneeanker (28), aufweist.

15. Lawinenschaufei nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass der Schneeanker (28) am oder im Schaft (12) angeordnet ist.

16. Lawinenschaufei nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass der Schneeanker (28) mit einer Manschette (30) fixiert ist.

17. Zelt (60), vorzugsweise winterfestes Biwakzelt, mit einer Zeltplane (48) und wenigstens einer Zeltstange, dadurch gekennzeichnet, dass die Zeltstange aus einer Lawinenschaufel (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gebildet ist oder eine solche

Lawinenschaufel (10) umfasst.

18. Zelt nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine weitere Zeltstange aus der Lawinensonde (24) der

Lawinenschaufel (10) gebildet ist oder diese umfasst.

19. Zelt nach einem der Ansprüche 17 oder 18, dadurch

gekennzeichnet, dass wenigstens eine weitere Zeltstange aus einem Skistock (62) gebildet ist oder einen solchen umfasst.

20. Zelt nach einem der Ansprüche 16 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Zeltplane (48) wenigstens eine Gestängeaufnahme, beispielsweise eine Tasche (66, 68, 70), insbesondere zur Aufnahme einer Lawinensonde (24) und/oder eines Skistocks (62), aufweist.

21. Zelt nach einem der Ansprüche 16 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass das Zelt wenigstens eine längenverstellbare Lasche (64, 72, 74) aufweist.

22. Zelt nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Lasche an einem hakenförmigen Element längenverstellbar befestigt ist und das hakenförmige Element an einer Aufnahme eines Griffabschnitts oder an einem Griff abschnitt einer Lawinenschaufel (10) aufklipsbar ist.

Description:
Lawinenschaufel und Zelt

Die Erfindung betrifft eine Lawinenschaufel mit einem Schaft, wobei an einem Schaftende ein Griffabschnitt ausgebildet und/oder angeordnet ist, und mit einer im Schaft der Lawinenschaufel anordenbaren Lawinensonde, wobei der Griffabschnitt einen Griffbereich zum Greifen und/oder Halten der Lawinenschaufel aufweist und/oder ein solcher Griffbereich am

Griff abschnitt ausgebildet ist. Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Zelt mit einer erfindungsgemäßen Lawinenschaufel als Zeltstange.

Aus der Gebrauchsmusterschrift DE 20 2007 001 047 Ul ist eine

Schneeschaufel mit Stabsonde bekannt. Die Stabsonde lässt sich im

Schaft der dort beschriebenen Schneeschaufel anordnen. Der Schaft ist mehrteilig ausgebildet. Zur Entnahme der Sonde muss der Schaufelschaft auseinander gebaut werden.

Ein hohler Schaufelstiel mit integrierter Lawinenverschüttetensuchstange ist aus der CH 663542A5 bekannt. Dieser Schaufelstiel ist einteilig ausgebildet und kann daher nicht zu Transportzwecken

zusammengeschoben oder beim Arbeiten in der Länge angepasst werden. Allgemein ist es zu empfehlen, eine Notfallausrüstung im alpinen, insbesondere schneebedeckten, Gelände mitzuführen. Eine solche

Notfallausrüstung umfasst typischerweise unter anderem eine

Lawinenschaufel und ein Lawinenverschütteten-Suchgerät (LVS) und eine Lawinensonde. Ein Biwaksack der bei Notfällen wie starken Stürmen oder einer Übernachtung in alpinem Gelände zum Einsatz kommt, ergänzt diese Standardausrüstung.

Ein LVS ermöglicht die Lokalisierung einer verschütteten Person durch ein elektromagnetisches Signal. Wenn die Suchdistanz mittels LVS nicht mehr verringert werden kann, beginnt die Punktortung mittels Lawinensonde, die durch die Schneemassen gesteckt wird. Kann das Opfer sondiert werden, beginnt die Bergung mit Lawinenschaufeln.

Die auf dem Markt erhältlichen Lawinenschaufeln unterscheiden sich neben Konstruktion und Materialverwendung in der Teleskopierbarkeit. Höherwertige Schaufeln bieten einen Verlängerungsmechanismus, der es dem Nutzer erlaubt, die Schaufel zu verlängern und damit eine bessere Hebelwirkung und einen gesteigerten Komfort beim Schaufeln zu

erreichen.

Bisherige Lawinenschaufeln mit Teleskopmechanismen weisen eine

Federkonstruktion auf. Dieser Federmechanismus befindet sich im Inneren des Schaufelschafts. An beiden Enden dieser Feder befinden sich Nippel. Durch Bohrungen im Schaufelschaft ragen diese Nippel aus dem Schaft. Durch Drücken dieser Nippel wird der Federmechanismus im Inneren der Schaufel zusammengedrückt und die Schaufel kann verlängert werden. Eine Lawinensonde besteht aus mehreren Teilstücken und ist durch

Ausrichten der Teile und Straffen eines Seils, welches Innerhalb dieser Teile durch diese hindurchgeführt ist, montierbar. Zur Fixierung wird mittels einer Mechanik das Seil geklemmt, was zur Folge hat, dass die Sonde nicht in sich zusammenfallen kann.

Biwaksäcke für Tourengeher und Freerider werden als Notfali-Equipment von verschiedenen Herstellern angeboten und unterscheiden sich in erster Linie durch verwendete Stoffe. Der dünne Stoff in Form eines Schlafsacks oder einer Rettungsdecke ist dabei in einem kleinen Beutel untergebracht und dient im Notfall dazu, die Körpertemperatur aufrechtzuerhalten.

Manche Modelle haben innen eine Aluminiumbeschichtung und reflektieren den Großteil der eigenen Körperwärme. Biwaks eignen sich aufgrund ihrer geringen Packmaße bestens für lange Touren, da sie nicht viel Platz im Rucksack einnehmen, haben jedoch den Nachteil, dass der Nutzer unmittelbar den Witterungseinflüssen ausgesetzt ist und aufgrund der geringen Größe keinen Schutz für die Ausrüstung bieten. Da Tourengeher und Freerider sehr stark auf das Gewicht des zu tragenden Equipments achten, sind Biwaksäcke weit verbreitet.

Im Gegensatz zu einem Biwaksack hat ein winterfestes Zelt den großen Vorteil, dass es mehr Schutz vor Kälte und Witterung bietet. Vor allem im Kopfbereich kann es im Biwaksack schnell zu Unterkühlungen kommen. Des Weiteren bietet ein Zelt Platz für Equipment wie einen Rucksack, in dem Kleidung verstaut sein kann. In einem Biwaksack kann ein Rucksack nicht untergebracht werden und ist damit den Witterungsbedingungen ausgesetzt. Des Weiteren kann man in einem Zelt seine nasse Kleidung wechseln und kann in einer Notsituation auch evtl. Wasser kochen. Für ein komfortables Aipin-Erlebnis ist es wünschenswert, dass eine solche Notfallausrüstung platzsparend und mit geringem Gewicht transportiert werden kann. Im Falle einer Notsituation, beispielsweise im Falle eines Lawinenabgangs, sollten ferner die Bestandteile der Notfallausrüstung möglichst schnell und sicher handhabbar sein.

Dabei kommt insbesondere der Lawinenschaufel aufgrund ihrer Größe und ihres Gewichts eine besondere Bedeutung zu.

Aufgabe der Erfindung ist es daher eine Lawinenschaufel, mit verbesserter Funktionalität anzubieten, sodass eine Notfallausrüstung, die mit einer solchen Schaufel ausgestattet ist, kompakter und leichter gestaltet werden kann und die Elemente der Notfallausrüstung rasch griffbereit sind.

Gelöst wird die Aufgabe durch eine Lawinenschaufel mit einem Schaft, wobei an einem Schaftende ein Griffabschnitt ausgebildet und/oder angeordnet ist, und mit einer im Schaft der Lawinenschaufel

anordenbaren Lawinensonde, wobei der Griff abschnitt einen Griffbereich zum Greifen und/oder Halten der Lawinenschaufel aufweist und/oder ein solcher Griffbereich am Griff abschnitt ausgebildet ist, wobei der

Griff abschnitt eine Einführ- und/oder Entnahmeöffnung zur Entnahme aus und/oder zur Einführung der Lawinensonde in den Schaft entlang einer Einführachse aufweist.

Somit kann die Lawinensonde durch die Einführ- und/oder

Entnahmeöffnung in die Lawinenschaufel eingeführt und entnommen werden. Eine Demontage der Lawinenschaufel, insbesondere des

Griffabschnitts, ist dazu nicht erforderlich. Die Lawinensonde kann somit schnell zum Einsatz gebracht werden. Auch bei entnommener

Lawinensonde kann die Lawinenschaufel vollumfänglich einsetzbar bleiben.

Der Schaft kann zumindest abschnittsweise hohl ausgebildet sein, so dass eine Anordnung der Lawinensonde im Schaft möglich ist.

Die im Schaft angeordnete Lawinensonde kann dabei vorzugsweise bis an das mit dem Griffabschnitt versehene Ende des Schafts heranreichen, um sie einfach entnehmen zu können.

Die Entnahme aus bzw. Einführung der Lawinensonde in den Schaft kann erleichtert werden, wenn der Griffbereich außerhalb der Einführachse angeordnet und/oder ausgebildet Ist.

Dazu kann der Griff abschnitt, insbesondere der Griffbereich, gegen die Einführachse geneigt angeordnet und/oder ausgebildet sein.

Es kann vorgesehen sein, dass der Griffabschnitt, insbesondere der Griffbereich, D- oder T-förmig ausgebildet ist.

Dazu kann der Griffbereich einen Basisabschnitt sowie eine Grifffläche aufweisen. Der Basisabschnitt kann insbesondere dem geradlinigen Abschnitt eines D-förmig ausgebildeten Griffbereichs entsprechen. Im Falle eines T-förmig ausgebildeten Griffbereichs kann der Basisabschnitt durch eine Mittellinie des Griffbereichs ausgebildet sein. Die Einführ- und/oder Entnahmeöffnung kann dann im bzw. am Basisabschnitt angeordnet bzw. ausgebildet sein. Somit kann die Lawinensonde durch den Basisabschnitt hindurch entnommen bzw. in die Lawinenschaufel eingeführt werden. Die Grifffiäche kann sich vorzugsweise außerhalb der Einführachse befinden

An einem Ende des Schafts, insbesondere im Bereich der Einführ- und/oder Entnahmeöffnung, kann ein Deckel angeordnet sein. Der Deckel kann eine Klemmstelle für das Seil aufweisen. Somit kann die

Lawinensonde zusammen mit dem Deckel aus dem Schaft der Schaufel entnommen werden und anschließend eine aus mehreren Teilen

bestehende Sonde durch Straffen des durch die Sondenteile

hindurchgeführten Seils und Fixieren des Seils am Deckel montiert werden.

Der Deckel bildet somit einen Abschluss des Schaufelschafts. Ein

Transport und/oder eine Entnahme der Lawinensonde kann somit vereinfacht werden. Auch erleichtert der Deckel eine Entnahme der Lawinensonde aus der Lawinenschaufel, ohne die Lawinenschaufel, insbesondere den Schaft, zerlegen zu müssen.

Auch kann vorgesehen sein, dass der Griffabschnitt der Lawinenschaufel wenigstens eine Aufnahme für die montierte Lawinensonde und/oder für einen Skistock und/oder einen Eispickel oder dergleichen aufweist und/oder dass eine solche Aufnahme am Griffabschnitt, ausgebildet ist.

Dazu kann die Aufnahme beispielsweise als Tasche ausgebildet sein. Die Aufnahme kann aus einem textilen Material gebildet sein und/oder ein solches umfassen. Auch kann ein separates Verbindungselement, beispielsweise ein Klemmteil, vorgesehen sein, das wenigstens eine solche Aufnahme, insbesondere Ausnehmung, aufweist. Die Aufnahme kann auch eine vorzugsweise röhrenförmige Ausnehmung aufweisen oder als solche ausgebildet sein.

Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Lawinenschaufel, insbesondere der Griff abschnitt, mehrere solcher Aufnahmen aufweist. Dann können eine oder mehrere Lawinensonden und/oder ein oder mehrere Skistöcke an der Lawinenschaufel angeordnet, insbesondere fixiert, werden.

Wie weiter unten noch näher erläutert wird, können mit Hilfe der

Aufnahme die Lawinensonde sowie ggf. Skistöcke oder dergleichen zum Aufspannen eines Zeltes am Griff der Lawinenschaufel befestigt werden, sodass die Lawinenschaufel als Zeltstange dienen kann.

Da Skistöcke unterschiedliche Längen aufweisen können, ist es dabei vorteilhaft, wenn die Lawinensonde schwenkbar an der Aufnahme oder dem Griffabschnitt befestig bar ist.

Weiter kann an der Aufnahme oder dem Griffabschnitt ein hakenförmiges Element aufklipsbar sein, an dem eine an einem Zelt befestigte Lasche längenverstellbar befestig bar ist. Das hakenförmige Element kann sich auf der Aufnahme oder dem Griff abschnitt drehen, sodass eine

Winkelanpassung der Zeltlasche bei unterschiedlich langen Skistöcken möglich ist. Gleichzeitig kann das Zelt über die an dem hakenförmigen Element in der Länge verstellbar zu befestigende Lasche auch bei unterschiedlichen Stocklängen sicher gespannt werden.

Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Schaft längenveränderbar ist. Dann kann beispielsweise die Lawinenschaufel in kurzem Zustand transportiert werden und zum Zwecke der Suche und/oder Bergung eines Lawinenverschütteten verlängert werden. Somit kann mit der Lawinenschaufel effizienter gearbeitet werden.

Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Schaft teleskopierbar und in unterschiedlichen Längenpositionen arretierbar ist. Somit kann besonders einfach die Länge der Lawinenschaufel eingestellt werden. Ein

Teleskopmechanismus ermöglicht eine einfache Längenverstellung des zumindest teilweise hohlen Schafts der Lawinenschaufel zur Erzielung einer verbesserten Hebelwirkung bei der Arbeit mit der Lawinenschaufel und somit einer verbesserten Arbeitsleistung. Da der Schnee einer Lawine oftmals eine besonders hohe Dichte aufweist und somit große Massen zu bewegen sind, wird somit die Rettung Verschütteter wesentlich erleichtert.

Denkbar ist insbesondere, dass der Schaft eine als Rastmechanismus ausgebildete Fixiervorrichtung zur Einstellung unterschiedlicher Längen des Schafts aufweist.

Ein solcher Rastmechanismus erlaubt es auf besonders einfache Weise, den Schaft längenveränderbar, insbesondere teleskopierbar, auszubilden, wobei Raum im Inneren des Schafts zur Aufnahme der Lawinensonde freigehalten werden kann. Der Schaft kann ein separates Fixierteil aufweisen, an dem die Fixiervorrichtung angeordnet ist. Insbesondere ist auch denkbar, dass am Schaft mehrere Fixiervorrichtungen, insbesondere mit einem Rastmechanismus ausgebildete Fixiervorrichtungen, angeordnet sind. Es kann vorgesehen sein, dass die Fixiervorrichtung von einer

Außenseite des Schafts betätigbar ist. Somit kann selbst unter widrigen Witterungsbedingungen die Fixiervorrichtung beispielsweise auch mit Handschuhen bedient werden. Denkbar ist auch, dass die Lawinensonde mehrteilig, vorzugsweise mindestens 6-teilig, beispielsweise 7teilig, ausgebildet ist. Somit kann die Lawinensonde im Schaft verstaut werden, selbst wenn der Schaft auf eine geringe, insbesondere seine kürzeste, Länge eingestellt ist.

Einzelne Lawinensondenteile können mittels eines Seiles miteinander verbunden sein. Insbesondere kann das Seil durch die Lawinensondenteile hindurchgeführt sein. Ein Seilende lässt sich dabei an einem ausziehbaren Innenrohr des letzten Sondensegments befestigen. Durch Herausziehen des Innenrohrs kann das Seil gespannt und damit die Sonde in die Form einer langen Stange gebracht werden.

Vorzugsweise kann das Innenrohr in dieser Position am letzten

Sondensegment verrastet werden. Wird das Seil nicht komplett gespannt, kann die Sonde zwischen zwei ihrer Segmente abgewinkelt werden.

Hierfür ist eine zweite Rastposition vorgesehen, welche die Sonde in einer weniger stark gespannten Position fixiert und welche das Abknicken erlaubt. Die Sonde lässt sich dann zum Spannen eines Zeltdachs

einsetzen. Die Abknickstelle zwischen den beiden Segmenten lässt sich durch ein von außen aufklipsbares Winkelelement stabilisieren. Zur Abstützung der Sonde am Boden kann ein Sockeleiement vorgesehen werden, in das die Spitze des letzten Sondensegments eingesteckt werden kann.

Denkbar ist auch, dass die Lawinenschaufel wenigstens einen,

vorzugsweise wenigstens drei, Schneeanker aufweist. Der Schneeanker kann auch zur Fixierung eines Zeltes, beispielsweise eines Biwakzeltes, ausgebildet sein. Der Schneeanker braucht somit zum Transport nicht separat verpackt zu werden und kann im Notfall mit einem Handgriff entnommen werden. Zur Gewichtseinsparung kann der Schneeanker Ausnehmungen aufweisen. Der Schneeanker kann als T-Anker ausgebildet sein, so dass eine sturmsichere Befestigung des Zeltes erleichtert wird.

Insbesondere zum Transport kann der Schneeanker am oder im Schaft angeordnet sein. Dazu kann die Form des Schneeankers an die Kontur des Schafts angepasst sein.

Zur Befestigung des Schneeankers am Schaft kann vorgesehen sein, dass der Schneeanker mit einer Manschette am Schaft fixiert ist. Die

Manschette kann beispielsweise eine Gummimanschette sein. Mittels der Manschette können die Schneeanker beispielsweise ringförmig um den Schaft herum angeordnet und an diesem fixiert sein.

Die Erfindung betrifft auch ein Zelt, vorzugsweise ein winterfestes

Biwakzelt, mit einer Zeitplane und wenigstens einer Zeltstange, wobei die Zeltstange aus einer erfindungsgemäßen Lawinenschaufel gebildet ist oder eine solche Lawinenschaufel umfasst.

Somit ist es bei besonders geringem Gewicht und/oder besonders geringem Packmaß möglich, alle erforderlichen Ausrüstungsgegenstände einer Notfallausrüstung mitzuführen und für eine etwaige Notfallsituation kurzfristig bereitzuhalten. Ein separates Zeltgestänge braucht nicht mitgeführt zu werden. Auch Heringe oder andere Anker für das Zelt können direkt an der Schaufel integriert sein.

Es kann dabei mit Hilfe der Schaufel eine freitragende Struktur aufgebaut werden, die bei Bedarf auch ohne weitere Fixierung und/oder Abspannung der Zeltplane, beispielsweise durch Heringe, standfähig ist. Die Zeltplane kann aus einem textilen Material gebildet sein. Sie kann beispielsweise eine Aluminiumbeschichtung, insbesondere zur

Verbesserung der Isolation und/oder zur Reflektion von Wärme,

insbesondere Körperwärme aufweisen. Die Zeltplane kann zum Transport in einem Beutel verpackbar sein.

Durch Verwendung der Lawinenschaufel als Zeltstange kann das Zelt besonders stabil aufgebaut werden. Es kann somit beispielsweise selbst starken Schneestürmen standhalten. Dazu kann insbesondere die

Zeltstange aus dem Schaft der Lawinenschaufel gebildet sein.

Auch kann vorgesehen sein, dass wenigstens eine weitere Zeltstange aus der Lawinensonde der Lawinenschaufel gebildet ist oder diese umfasst. Da die Lawinensonde ohnehin in der Lawinenschaufel mitgeführt wird, kann somit die Anzahl zum Aufbau des Zeltes zusätzlich benötigter Teile reduziert werden.

Denkbar ist auch, dass wenigstens eine weitere Zeltstange aus einem Skistock gebildet ist oder einen solchen umfasst. Auch ein Skistock wird oftmals mitgeführt, sodass auch durch diese Maßnahme Gewicht und Platz eingespart werden können. Es versteht sich, dass im Sinne der Erfindung gleichermaßen anstelle oder zusätzlich zu einem Skistock auch andere stockförmig gebildete Gegenstände zur Ausbildung einer Zeltstange eingesetzt werden können. Insbesondere können Gegenstände eingesetzt werden, die typischerweise bei einer Bergtour oder dergleichen mitgeführt werden, wie beispielsweise Wanderstöcke, Gehstöcke, Eispickel oder dergleichen. Die Lawinensonde oder der Skistock oder dergleichen kann dabei an der vorzugsweise am Griffabschnitt der Lawinenschaufel vorgesehenen

Aufnahme befestigt werden. An der Aufnahme kann auch ein

Verbindungselement vorgesehen werden, mit dem sich mehrere

stockförmige Gegenstände wie die Lawinensonde und ein Skistock am Griff abschnitt der Lawinenschaufel miteinander verbinden und befestigen lassen.

Das Verbindungselement kann dabei so ausgestaltet sein, dass

Längenunterschiede zwischen einem Skistock und der Lawinensonde nicht ausgeglichen werden müssen.

Somit kann der Aufbau des Zeltes sehr schnell und besonders einfach erfolgen. Es können unterschiedliche Arten von Skistöcken und/oder Lawinensonden verbunden und/oder zum Zeltaufbau verwendet werden. Ist das Verbindungselement am Griff abschnitt ausgebildet, so kann die Tragstruktur aufgebaut werden, ohne dass separate Verbindungsmittel mitgeführt werden brauchen.

Zur Fixierung wenigstens einer Zeltstange und/oder zum Aufspannen der Zeltplane kann die Zeltplane wenigstens eine Gestängeaufnahme, insbesondere zur Aufnahme der Lawinensonde und/oder des Skistocks, aufweisen. Die Gestä ngea uf n a h me kann als Tasche ausgebildet oder auch aus einem Bandmaterial gebildet sein. Auch eine Ausbildung als Haken, die in die Sonde eingeklipst werden, ist möglich. Somit bedarf es keiner zusätzlichen Bauteile, um die Zeltplane beispielsweise an der Zeltstange zu fixieren und/oder die Zeltplane aufzuspannen. Dadurch kann der Aufbau des Zeltes beschleunigt werden. Auch kann somit das Risiko gesenkt werden, dass beispielsweise in einer Notfallsituation, das Zelt nicht oder nur mangelhaft aufgebaut werden kann, well ein oder mehrere benötigte Bauteile abhandengekommen sind.

Besonders vorteilhaft ist es, wenn im Zelt wenigstens zwei Zeltstangen zueinander gekreuzt angeordnet sind oder anordenbar sind. Dazu kann das Verbindungselement oder der Griffbereich zwei zueinander in einem Winkel, insbesondere in einem senkrechten Winkel, ausgerichtete

Aufnahmen aufweisen.

Wenn das Zelt wenigstens eine längenverstellbare Lasche aufweist, können auch unterschiedliche Skistöcke, Lawinensonden oder dergleichen, insbesondere mit unterschiedlicher Länge, als Zeltstangen verwendet werden. Mit Hilfe der Lasche kann die Spitze der Zeltplane an den

gekreuzten und durch das Verbindungselement miteinander verbundenen Zeltstangen unabhängig von deren Länge stets so aufgehängt werden, dass das Biwakzelt sein maximales Innenvolumen erhält.

Dabei ist es von Vorteil, wenn die Lasche an einem hakenförmigen

Element längenverstellbar befestigt oder befestig bar ist und das

hakenförmige Element an einer Aufnahme eines Griffabschnitts oder an einem Griffabschnitt einer Lawinenschaufel aufklipsbar ist. Das

hakenförmige Element kann auf der Aufnahme bzw. dem Griff abschnitt rotieren und somit unterschiedliche Winkelstellungen der Schaufel bei Bildung eines Dreibeins mit unterschiedlich langen Skistöcken ausgleichen. Das Zelt kann somit in jedem Fall über die Lasche optimal gespannt werden.

Alternativ dazu kann, insbesondere im Bereich des höchsten Punktes der Zeltplane, ein Band an der Zeltplane angenäht sein. An diesem Band kann die Lawinensonde mit einem Gegenlager oder einer eingenähten oder gestanzten Verstärkung gegen Herausrutschen gesichert werden. Der höchste Punkt des Dreibeins aus Stöcken und Schaufel kann somit über dem höchsten Punkt des Zeltes liegen, insbesondere selbst wenn die Höhe des Dreibeins durch unterschiedliche Längen des Skistocks und/oder der Lawinensonde variiert. Längenunterschiede können zusätzlich durch die - teleskopierbare - Lawinenschaufel ausgeglichen werden. Das eingenähte Band kann am Ende mit einer Schnalle versehen sein, welche zum einen eine Längenverstellung des Bandes ermöglicht und zum anderen an der Lawinenschaufel befestigt werden kann. Die Befestigung kann über einen Haken realisiert sein. Der Haken kann in eine vorzugsweise textile Lasche eingehängt werden. Alternativ oder ergänzend ist es denkbar, ein formschlüssiges Einhängen und/oder eine Rastvorrichtung vorzusehen. Durch Längenverstellung dieser Schnalle kann ein etwaig verbleibender Höhenunterschied zwischen Dreibein und Zelt eingestellt werden.

Gleichzeitig kann die notwendige Spannung des Zeltes erzeugt werden. Somit kann die Sturm- und Witterungsfestigkeit des Zeltes weiter gesteigert werden.

Weiter ist es denkbar, dass der Griff abschnitt und/oder das

Verbindungselement Laschen zur Aufnahme und vorzugsweise zur

Fixierung wenigstens eines Skistocks oder der Lawinensonde oder eines Teils der Lawinensonde aufweisen. Die Aufnahmen können beispielsweise als Sacklöcher gebildet sein. Alternativ oder ergänzend kann die

Lawinensonde, insbesondere ein Ende der Lawinensonde, einen gestuften Durchmesser aufweisen, so dass das Ende in einer beispielsweise als ringförmiges Loch ausgebildeten Aufnahme aufnehmbar ist. Für den Transport des Zeltes ist es ferner denkbar, die Zeitplane, vorzugsweise in gefaltetem oder gerolltem Zustand, auf und/oder an der Lawinenschaufel anzuordnen. Beispielsweise kann die Zeltplane mittels einer Lasche, einer Tasche und/oder eines Fixierungsbandes auf einer Schaufelfläche der Lawinenschaufel befestigt sein. Das Zelt kann somit noch platzsparender in einer Notfallausrüstung verstaut werden.

Insgesamt wird somit eine Lawinenschaufel mit einem besonders großen Einsatzbereich zur Verfügung gestellt. Insbesondere stehen mit der Lawinenschaufel die zusätzlichen Funktionen einer Lawinensonde, einer Zeltstange neben den typischen Funktionen einer Lawinenschaufel, insbesondere des Grabens nach Lawinenopfern, zur Verfügung. Dabei kann aufgrund des besonders geringen Platzbedarfs und Gewichts die Funktionalität der Lawinenschaufel noch weiter verbessert werden. Es versteht sich, dass auch alternative Ausführungsformen der Erfindung denkbar sind, in denen auf eine der Funktionen, beispielsweise auf die Funktion als Zeltstange, verzichtet wird. Dies kann beispielsweise dadurch erfolgen, dass auf das Mitführen eines Zeltes in einer Notfallausrüstung verzichtet wird.

Durch die Anordnung mehrerer Elemente einer Notfallausrüstung in oder an der Lawinenschaufel können in einem Notfall die entsprechenden Elemente der Notfaliausrüstung mit nur wenigen Handgriffen einsatzbereit gemacht werden. Bei der bisherigen separaten Verstauung dieser

Elemente in einem Rucksack wird dazu sehr viel mehr Zeit benötigt. Die Rucksäcke von Tourengehern, Freeridern und anderen im alpinen Raum befindlichen Personen sind typischerweise so stark befüllt, dass das Auffinden der Elemente der Notfallausrüstung umfangreiche Zeit beanspruchen kann, die gerade in einer Notfallsituation nicht zur

Verfügung steht.

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden detaillierten Beschreibung eines Ausführungsbeispiels der Erfindung anhand der Figuren der Zeichnung, die erfindungswesentliche Einzelheiten zeigen, sowie aus den Ansprüchen.

Die einzelnen Merkmale können je einzeln für sich oder zu mehreren in beliebigen Kombinationen bei Varianten der Erfindung verwirklicht sein. In der schematischen Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt, welche in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert werden.

Es zeigen:

Fig. 1 - Fig. 3 Front-, Seiten- und Querschnittsansichten einer

Lawinenschaufei;

Fig. 4 Einzelansichten von Bestandteilen der Lawinenschaufel der Fig. 1 - 3;

Fig. 5 eine Schaufelfläche mit daran befestigter Zeltplane;

Fig. 6 - Fig. 8 verschiedene Ausführungsformen eines Griffabschnitts einer Lawinenschaufel als Ansichten auf eine

Lawinenschaufel von oben;

Fig. 9 eine Detailansicht eines Deckels und einem an diesem fixierten Seil;

Flg. 10 eine Ansicht von oben auf den Deckel der Fig. 9; Fig. 11 eine Detailansicht auf eine alternative Ausführung

eines Deckels und einem an diesem fixierten Seil;

Fig. 12 eine Ansicht von oben auf den Deckel der Fig. 11;

Fig. 13 - Fig. 14 Längs- und Querschnittsansichten einer

Fixiervorrichtung;

Fig. 15 - Fig. 16 Quer- und Längsschnittansichten einer alternativ

ausgebildeten Fixiervorrichtung;

Fig. 17 - Fig. 19 Ansichten von oben, von der Seite sowie eine

Schnittansicht eines mittels einer Lawinenschaufel aufgespannten Zeltes;

Fig. 20 eine Detailansicht des Zeltes der Fig. 17 - 19;

Fig. 21 - Fig. 22 eine Lawinenschaufel mit zwei daran angeordneten

Skistöcken sowie eine Detailansicht eines hierfür verwendeten ersten Verbindungselements und

Fig. 23 - Fig. 24 zwei über ein zweites Verbindungselement

verbundene Skistöcke sowie eine Detailansicht des zweiten Verbindungselements;

Fig. 25 eine perspektivische Ansicht eines zweiten Zeltes, das durch eine Lawinenschaufel aufgespannt ist;

Fig. 26 eine Detailansicht des Zeltes und der Lawinenschaufel aus Fig. 25.

Zum besseren Verständnis der Erfindung werden im Folgenden in allen Figuren einheitliche Bezugszeichen für sich entsprechende Elemente verwendet. Fig. 1, Fig. 2 und Fig. 3 zeigen eine Lawinenschaufel 10 von vorne (Fig. 1), von der Seite (Fig. 2) sowie im Querschnitt (Fig. 3).

Die Lawinenschaufel 10 weist einen Schaft 12 auf. An dessen einem

Schaftende 14 ist ein Griff abschnitt 16 ausgebildet. Der Griffabschnitt 16 weist einen Griffbereich 18 sowie einen Basisabschnitt 20 auf. In diesem Ausführungsbeispiel ist der Griffabschnitt 16, insbesondere dessen

Griffbereich 18, D-förmig ausgebildet. Im Bereich des Bastsabschnitts 20 weist der Griffabschnitt 16 eine Einführ- und/oder Entnahmeöffnung 22 auf.

Durch diese Einführ- und/oder Entnahmeöffnung 22 kann eine

Lawinensonde 24 (siehe insbesondere Fig. 3) in den Schaft 12 eingeführt bzw. entnommen werden.

Die Einführ- bzw. Entnahmerichtung der Lawinensonde, die in diesem Ausführungsbeispiel mit einer Längsachse des Schafts 12 zusammenfällt, ist als Einführachse 26 markiert.

Insbesondere anhand der Fig. 2 und Fig. 3 ist zu erkennen, dass der Griffbereich 18 außerhalb der Einführachse 26 angeordnet ist. Dazu ist der Griffabschnitt 16 gegenüber der Einführachse 26 unter einem

vordefinierten Winkel, hier insbesondere im Bereich von 20 bis 60 Grad, vorzugsweise circa 40 Grad, geneigt. Somit kann die Lawinensonde 24 der Lawinenschaufel 10 entnommen werden, ohne den Griffabschnitt 16 zu demontieren.

Mittels einer Manschette 30, insbesondere einer Gummimanschette, sind am Schaft 12 des Weiteren drei Schneeanker 28 angeordnet. Anderenends des Schafts 12 ist eine Schaufelfläche 32 lösbar fixiert.

Somit kann sie separat, beispielsweise in einem Rucksack oder

dergleichen, insbesondere zu Transportzwecken, verstaut werden.

In einer alternativen Ausführungsform der erfindungsgemäßen

Lawinenschaufel kann die Schaufelfläche 32 in wenigstens zwei

Relativpositionen zum Schaft 12 an Letzterem fixiert werden. So kann die Schaufelfläche 32 in der in Fig. 1 dargestellten Lage sowie in einer dazu um 90 Grad entlang der Längsachse des Schafts 12 verdrehten Lage am Schaft 12 angeordnet sein.

Fig. 4 zeigt die Einzelteile der Lawinenschaufel 10 der Fig. 1 - Fig. 3 in Einzeldarstellung. Zu erkennen ist wiederum der Schaft 12, der

Griff abschnitt 16 mit seinem Griffbereich 18 und dem Basisabschnitt 20, die Lawinensonde 24, die drei Schneeanker 28, die zugehörige Manschette 30 sowie die Schaufelfläche 32.

Zu erkennen ist insbesondere, dass der Schaft 12 aus einem ersten

Schaftteil 34 und einem zweiten Schaftteil 36 besteht. Die Schaftteile 34, 36 weisen einen Durchmesser auf, der jeweils derart gewählt ist, dass die beiden Schaftteile 34, 36 ineinander schiebbar sind.

Des Weiteren weisen die Schaftteile 34, 36 Fixiervorrichtungen 38 mit Fixierausnehmungen 40 auf. Wie weiter unten noch näher erläutert wird, dienen die Fixiervorrichtung 38 mit den Fixierausnehmungen 40 dazu, den Schaft 12 längenveränderbar auszubilden. Insbesondere kann der Schaft 12 in einen zusammengeschobenen, verkürzten Zustand gebracht werden, in dem die Lawinenschaufel 10 besonders platzsparend transportiert werden kann. Insbesondere zur Arbeit mit der Lawinenschaufel 10 kann der Schaft 12 mittels seiner Schaftteiie 34, 36 auseinandergezogen und somit verlängert werden. Um ein sicheres Arbeiten zu ermöglichen, sorgt die Fixiervorrichtung 38 mit zumindest einer Fixierausnehmung 40 für eine Verrastung und somit für eine Fixierung der Schaftteile 34, 36 zueinander.

Weiter ist zu erkennen, dass die Lawinensonde 24 mehrteilig ausgebildet ist. Insbesondere weist sie in diesem Ausführungsbeispiel sieben

Lawinensondenteile 25 auf. Die siebenteilige Sonde bildet das

dichgepackteste Packmaß von runden Profilen in einem runden oder sechseckigen Außenprofil. Von diesen Lawinensondenteilen 25 sind in der Darstellung der Fig. 4 drei zu erkennen.

Die Lawinensondenteile 25 sind durch ein Seil 42 miteinander verbunden. Das Seil 42 ist durch einen Deckel 44 geführt. Es ist mittels einer

Klemmstelle 46 des Deckels 44 lösbar am Deckel 44 fixiert. Die Fixierung des Seils 42 dient dabei insbesondere beim Transport der Lawinenschaufel 10 zur Fixierung der Lawinensondenteile 25 innerhalb des Schafts 12.

Fig. 5 zeigt eine gefaltete Zeltplane 48, die mittels Spannbändern 50 an der Schaufelfläche 32 fixiert ist. Dabei zeigt die Fig. 5 einen Zustand, bei dem die Schaufelfläche 32 von der restlichen Lawinenschaufel 10 (Fig. 1 - 4) zu Transportzwecken abgetrennt ist.

Wie noch näher erläutert werden wird, dient die Zeltplane 48 zur

Ausbildung eines Biwakzeltes.

In Fig. 5 ist zu erkennen, dass die - zusammengefaltete - Zeltplane in die Wölbung der Schaufelfläche 32 eingepasst ist. Somit kann die Zeltplane 48 besonders platzsparend transportiert werden. Fig. 6, Fig. 7 und Fig. 8 zeigen unterschiedliche Ausführungsformen des Griffabschnitts 16 als Ansichten von oben auf jeweils eine Lawinenschaufel 10, das heißt mit Blickrichtung entlang der jeweiligen Längsachse bzw. Einführachse 26 des Schafts.

In der Ausführungsform der Fig. 6 ist ein Griffabschnitt 16 zu erkennen, der entsprechend der Lawinenschaufel 10 (Fig. 1 - 5) D-förmig

ausgebildet ist.

Fig. 7 zeigt einen T-förmig ausgebildeten Griffbereich 18 des

Griffabschnitts 16. Bei diesem ist insbesondere eine Querstrebe

ausgebildet, die an einer Mittellinie 17 mittig fixiert ist, und die zusammen mit der Mittellinie 17 ein T bildet.

Fig. 8 zeigt eine weitere Ausführungsform, bei der der Griffbereich 18 des Griffabschnitts 16 seitlich, insbesondere einseitig ausgebildet ist. Im weitesten Sinne bildet somit der Griffbereich 18 in dieser Ausführungsform zusammen mit dem übrigen Griffabschnitt 16 eine L-Form.

Allen Ausführungsformen des Griffabschnitts 16 gemäß Fig. 6 - Fig. 8 ist gemeinsam, dass der Griffbereich 18 des Griffabschnitts 16 jeweils außerhalb der Einführachse 26 angeordnet ist. Somit wird ein

ungehinderter Zugriff auf die Einführ- und/oder Entnahmeöffnung 22 und somit auf eine im Schaft 12 etwaig befindliche Lawinensonde ermöglicht. Auch ist anzumerken, dass bei allen Ausführungsformen - unabhängig davon, ob die Einführ- und/oder Entnahmeöffnung 22 mit einem Deckel verschlossen ist oder nicht - der Griffbe reich 18 stabil am Schaft 12 fixiert ist. Somit ist die Gefahr eines Abbrechens des Griffabschnitts 16 und insbesondere des Griffbereichs 18 während eines Arbeitens mit der

Lawinenschaufel 10 deutlich minimiert.

Fig. 9 zeigt eine Detailansicht auf den Deckel 44 mit einem

Lawinensondenteil 25. Fig. 10 zeigt den Deckel 44 in einer Ansicht von oben.

Den Fig. 9 und 10 ist zu entnehmen, dass das Seil 42 durch das

Lawinensondenteil 25 hindurch reicht und mittels der Klemmstelle 46 am Deckel 44 festgeklemmt ist. Dazu ist die Klemmstelle 46 mit zwei Stegen ausgebildet, um die das Seil 42 mäanderförmig geschlungen ist. Das Lawinensondenteil 25 ist - genauso wie die anderen, in Fig. 9 nicht dargestellten Lawinensondenteile 25 - innen hohl ausgebildet. Das Seil 42 reicht durch alle Lawinensondenteile 25 hindurch und ist mit seinem anderen Ende an einem letzten Lawinensondenteil 25 (in Fig. 9 nicht dargestellt) fixiert. Somit kann das Seil 42 gespannt werden und dadurch die Lawinensondenteile 25 aneinander festgelegt werden. Durch

Verklemmen mittels der Klemmstelle 46 kann die Spannung des Seils 42 dauerhaft aufrechterhalten bleiben.

Um den Deckel 44 einfacher auf den Schaft 12 (Fig. 1) aufsetzen zu können, weist der Deckel 44 noch Deckelausnehmungen 52 auf.

Zur Fixierung der Lawinensonde 24 im ausgezogenen Zustand wird das Seil 42 an einer Klappe 45, welche beispielsweise mittels eines Scharniers im Deckel 44 gelagert ist, geklemmt. Der Seilzug, welcher über die

Umlenkung im Deckel 44 Reibung erzeugt, hält den Deckel 44 bzw. die Klappe 45 geschlossen. Durch Aufklappen des Deckels bzw. der Klappe 45 wird die Klemmung frei gegeben und die Lawinensonde 24 kann

zusammengefaltet werden. Fig. 11 zeigt eine alternative Ausführung des Deckels 44 mit einem daran fixierten Seil 42. Fig. 12 zeigt den Deckel 44 der Fig. 11 in einer Ansicht von oben.

Den Fig. 11 und 12 ist zu entnehmen, dass bei dieser Ausführungsform das Seil 42 eine Verdickung 47 aufweist. Die Verdickung 47 ist

beispielsweise kugeiförmig ausgebildet. Der Deckel 44 weist ferner eine Seilfixierung 43 auf. Die Seilfixierung 43 ist dazu als den Deckel 44 durchgreifende Ausnehmung ausgebildet. Ihr Querschnitt weist einen kreisförmigen Bereich mit einem größeren und einen kreisförmigen

Bereich mit einem kleineren Radius auf. Die Seilfixierung 43 ist somit schlüssellochartig geformt. Im bzw. am kreisförmigen Bereich mit kleinerem Radius ist eine Vertiefung im Deckel 44 ausgebildet.

Zur Fixierung der Lawinensonde 25 wird bei dieser Ausführungsform das Seil 42 zunächst durch die Seilfixierung 43 durch den kreisförmigen

Bereich mit größerem Radius durchgeführt. Anschließend wird es in den kreisförmigen Bereich mit kleinerem Radius verschoben. Durch die dort ausgebildete Vertiefung kann das Seil 42 gespannt und ver rastet werden. Dazu ist das Seil 42 zumindest in geringem Maße flexibel, insbesondere elastisch dehnbar, ausgebildet.

Fig. 13 zeigt eine Längsschnittansicht einer Fixiervorrichtung 38. Fig. 14 zeigt die Fixiervorrichtung 38 der Fig. 13 als Querschnittsansicht.

Zu erkennen ist ferner das Schaftteil 34. Wie im Folgenden näher erläutert wird, ist der Schaft 12 (Fig. 1) längenveränderbar, insbesondere teleskopierbar. Mittels der Fixiervorrichtung 38 ist er In unterschiedlichen

Längenpositionen fixierbar.

Die Fixiervorrichtung 38 weist einen Rastmechanismus auf bzw. bildet einen solchen aus. Dazu weist sie eine Klammer 39 auf. Die Klammer 39 ist als Metallspange ausgebildet. Sie umfasst das Schaftteil 34

außenseitig. Die Klammer 39 ist im Querschnitt ferner nichtkreisförmig, insbesondere im Wesentlichen oval, ausgebildet.

Das Schaftteil 34 weist eine Fixierausnehmung 40 auf, in die die Klammer 39 mittels einer Erhebung 37 eingreift. Die Erhebung 37 weist dabei eine Erhebungshöhe auf, so dass sie in eine Fixierausnehmung eines weiteren Schaftteils (nicht dargestellt in den Fig. 13 und 14), das in das Schaftteil 34 eingeschoben wird, eingreifen und damit das weitere Schaftteil am Schaftteil 34 festlegen kann.

Die Klammer 39 ist mit einem Fixierungselement, insbesondere einer Niete 41, am Schaftteil 34 festgelegt.

Durch Zusammendrücken der Klammer 39 entlang ihres längeren

Durchmessers kann somit die Erhebung 37 von dem Schaftteil 34 abgehoben werden. Durch Loslassen greift die Erhebung 37 erneut in das Schaftteil 34 und gegebenenfalls in das weitere Schaftteil ein, so dass das Schaftteil 34 mit dem weiteren Schaftteil ver rastet werden kann. Da die Klammer 39 an der Schaftaußenseite angeordnet ist, kann sie selbst mit Handschuhen betätigt, insbesondere zusammengedrückt, werden. Um die Verrastung zu erleichtern, ist wie, insbesondere anhand der Fig. 14 zu erkennen, das Schaftteil 34 im Querschnitt nichtkreisförmig, insbesondere oval, geformt.

Fig. 15 zeigt eine Querschnittsansicht zweier, alternativ zur

Fixiervorrichtung 38 der Fig. 13 und 14 ausgebildeten Fixiervorrichtung 38. Fig. 16 zeigt die Fixiervorrichtungen 38 der Fig. 15 im Längsschnitt.

Zu erkennen ist ein ferner das Schaftteil 34, in das ein weiteres Schaftteil 36 eingeschoben ist. Im in den Fig. 15 und 16 dargestellten Zustand sind die beiden Schaftteile 34, 36 bereits miteinander verrastet.

Die Fixiervorrichtungen 38 weisen Kippelemente 54 auf, die jeweils an einem Lager 55 gelagert sind. Einenends weisen die Kippelemente 54 Bolzen 56 auf. Anderenends werden die Kippelemente durch jeweils ein Federelement 58 vom Schaft 12 abgedrückt.

Die Bolzen 56 können durch die Fixierausnehmungen 40 des Schaftteils 34 durchgreifen und somit das erste und das zweite Schaftteil 34, 36 aneinander festlegen bzw. verrasten.

Zu erkennen ist, dass die Fixiervorrichtungen 38 durch Druck auf das federseitige Ende des Kippelements 54 betätigt werden können. Somit können die Fixiervorrichtungen 38 auf der Schaftaußenseite auch bei diesem Ausführungsbeispiel selbst mit Handschuhen betätigt werden.

Durch Betätigung der Fixiervorrichtung 38 gibt der jeweilige Bolzen 56 die Fixierausnehmung 40 wenigstens teilweise frei, sodass die Schaftteile 34, 36 relativ zueinander verlagert werden können. Mit anderen Worten bilden die Fixiervorrichtungen 38 jeweils einen Rastmechanismus.

Zu erkennen ist des Weiteren, dass die Fixiervorrichtung 38 lediglich geringfügig in den Innenbereich des Schafts 12 hineinragen. Der größte Teil des Innenraums des - hohlen - Schafts 12 bleibt somit zur Aufnahme der Lawinensonde 24 frei.

Es versteht sich, dass entlang des Schafts 12 mehrere

Fixierungsausnehmungen 40 vorgesehen sein können, sodass die Länge des Schafts 12 zumindest auf mehrere vorgegebene Längen einstellbar ist. Der Schaft 12 ist somit teleskopierbar.

Fig. 17, Fig. 18 und Fig. 19 zeigen ein mit der Lawinenschaufel 10 aufgebautes Zelt 60. Fig. 18 zeigt dabei das Zelt 60 in einer Ansicht von oben, wohingegen die Fig. 17 und Fig. 19 jeweils eine Schnitt- bzw.

Seitansicht des Zeltes 60 zeigen.

Die Zeltplane 48 wird mittels der Lawinenschaufel 10, zweier Skistöcke 62 und der Lawinensonde 24 aufgespannt. Die Skistöcke 62 sowie die

Lawinensonde 24 sind in Laschen 64 oder Klammern der Zeltplane 48 aufgenommen. Ferner sind die Schneeanker 28 zu erkennen, die in entsprechende Ausnehmungen der Laschen 64 zur Verankerung des Zeltes 60 im Boden bzw. Schnee eingebracht werden können.

Die Lawinenschaufel 10 wird dabei wie folgt zum Aufbau des Zeltes 60 bzw. als Zeltstange verwendet: Zunächst wird die Zeltplane 48 entpackt, auf den Boden gelegt und mit wenigstens einem der Schneeanker 28 fixiert.

Die Zeltplane 48 weist mehrere Taschen 66 auf, durch die die

Lawinensonde 24 gesteckt wird. Nun werden die Skistöcke 62 mit ihrer Griffseite voraus in Taschen 68 der Laschen 64 gesteckt.

Die Lawinenschaufel 10 wird mit Ihrer Schaufelfläche 32 In eine weitere Tasche 70 (siehe insbesondere Fig. 21) gesteckt.

Wie im Weiteren noch näher dargestellt werden wird, werden die tellerseitigen Enden der Skistöcke 62 mit dem Griffabschnitt 16 der Lawinenschaufel 10 verbunden.

Zuvor kann - insbesondere je nach Größe der Zeltplane 48 - der Schaft 12 teleskopiert bzw. dessen Länge eingestellt werden.

Abschließend wird das Zelt 60 mit Hilfe einer Lasche 72 aufgerichtet und am Griff abschnitt 16 befestigt. Alternativ zu den Laschen kann die

Befestigung zwischen Zelt und Sonde auch in Form von Klammern ausgeführt werden, welche nach dem Aufrichten in die Sonde eingehängt werden. Mittels einer weiteren Lasche 74 wird das Zelt 60 gespannt. Durch Veränderung der Länge der Laschen 72, 74, insbesondere der Lasche 74, kann das Zelt dabei auf unterschiedliche Längen der Skistöcke 62 bzw. auf unterschiedliche Arten von Skistöcken 62 adaptiert werden.

Fig. 20 zeigt dazu eine Detailansicht gemäß des Ausschnitts XV der Fig. 17. Zu erkennen ist insbesondere, dass am Griffabschnitt 16 der Lawinenschaufel 10 das tellerseitige Ende des Skistocks 62, insbesondere mit Hilfe der Laschen 12, 74, fixiert ist.

Die Skistöcke 62 sind mittels Verbindungselementen fixiert, die in den folgenden Figuren näher erläutert werden.

Ein erstes Verbindungselement 76 ist in den Fig. 21 und Fig. 22

dargestellt. Das erste Verbindungselement 76 ist in den Griff abschnitt 16 einsetzbar bzw. in dem in Fig. 21 dargestellten Zustand in den

Griffabschnitt 16 der Lawinenschaufel 10 eingesetzt, insbesondere eingeklemmt.

In einer alternativen Ausführungsform ist vorgesehen, dass ein derartiges erstes Verbindungselement 76 am Griff abschnitt 16 und/oder am Schaft 12 ausgebildet ist.

Wie insbesondere der Fig. 22 entnehmbar ist, weist das erste

Verbindungselement 76 zwei Aufnahmen 78 auf. In diesem

Ausführungsbeispiel sind die Aufnahmen 78 jeweils halbschalenförmig ausgebildet. Sie sind zueinander in einem, insbesondere senkrechten, Winkel ausgerichtet. Die Innendurchmesser der Aufnahmen 78 sind an die Durchmesser der Schäfte der Skistöcke 62 (siehe insbesondere Fig. 21) angepasst. Somit können die Skistöcke 62 zum Aufbau des Zeltes in die Aufnahmen 78 des ersten Verbindungselements eingelegt und gegen den Griff abschnitt 16 der Lawinenschaufel 10 verklemmt werden. Durch die winklige Ausrichtung der Aufnahmen 78 werden die Skistöcke 62 und die Lawinenschaufel 10 dreibein-förmig ausgerichtet. Ein zweites Verbindungselement 80 ist in Fig. 23 und Fig. 24 dargestellt. Es weist ebenfalls zwei Aufnahmen 82 zur Aufnahme der Skistöcke 62 (siehe insbesondere Fig. 25) auf.

Das zweite Verbindungselement 80 weist einen Klemmspalt 84 auf, der mittels einer Klemmschraube 86 zur Verklemmung der in die Aufnahme 82 aufgenommenen Skistöcke 62 dient.

Auch bei diesem zweiten Verbindungselement 80 weisen die Aufnahmen 82 unterschiedliche Ausrichtungen auf. Somit werden die Skistöcke 62 entsprechend der Darstellung der Fig. 23 durch Festziehen der

Klemmschraube 86 (Fig. 24) zueinander in einer vordefinierten Richtung ausgerichtet.

Fig. 25 zeigt ein zweites Zelt 60\ das ebenso wie das Zelt 60 aus den Fig. 17 bis 19 mittels zweier Skistöcke 62, einer Lawinenschaufel 10' und einer Lawinensonde 24 aufgespannt ist. Da die Skistöcke 62 unterschiedliche Längen aufweisen können, bildet die Lawinenschaufel 10' mit den Stöcken 62 unterschiedliche Winkel aus. Es ist daher notwendig, einen

Winkelausgleich für die Zeltbefestigung vorzusehen, wenn das Zelt 60' optimal gespannt werden soll.

Wie Fig. 26 verdeutlicht, ist der Winkelausgleich in einem Griffbereich 16' der Lawinenschaufel 10' realisiert. Der Griffbereich 16' weist einen

Griff abschnitt 28 auf, in dem zwei Durchtrittsöffnungen 90 für die Spitzen der Skistöcke 62 vorgesehen sind. Diese Durchtrittsöffnungen 90 können auch mit einer Verengung zur klemmenden Aufnahme der Skistockspitzen ausgestaltet sein. Die Zeltplane 48' ist mit einer Lasche 91 versehen, die längenverstellbar an einem hakenförmigen Element 92 befestigt ist. Das hakenförmige Element 92 kann auf den Griffabschnitt 28" aufgeklipst werden und ist danach auf dessen Oberfläche rotierbar. Hierdurch kann ein Winkelausgleich zwischen der Lasche 91 und der Schaufel 10' bei Verwendung unterschiedlich langer Skistöcke 62 erfolgen. Die

Lawinensonde 24 ist in einer Bohrung eines zylindrischen Elements 93 gelagert, das im Inneren des Griffabschnitts 28 * rotierbar ist. Somit kann auch der Winkel zwischen der Lawinensonde 24 und der Schaufel 10 s unterschiedlichen Längen von Skistöcken 62, beispielsweise in einem Winkelbereich von ± 15°, angepasst werden. Damit kann gewährleistet werden, dass die Lawinensonde 24, an der die Oberkante der Zeltplane 48' befestigt ist, stets horizontal ausgerichtet ist und somit das Zelt 60 * sein optimales Innenraumvolumen erhält.