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Patent Searching and Data


Title:
AWNING
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/036744
Kind Code:
A1
Abstract:
Awning (100) with an awning cloth (1), with an awning roller (2) having a longitudinal extent (LR) and onto which the awning cloth (1) can be rolled up, with awning arms (3, 3') having a longitudinal extent (LA), and with awning legs (4, 4'), in which awning the awning arms (3, 3') and the awning legs (4, 4') can be stowed in the interior of the awning roller (2), wherein the awning arms (3, 3') have a flattened cross section, with a longer dimension (L) and a shorter dimension (K), wherein fastening means (5) for fastening the awning arms (3, 3') to the awning roller (2) are provided, and the fastening means (5) comprise a pivot joint (6) by means of which the awning arms (3, 3') can be pivoted relative to the awning roller (2) about a pivot axis (S), and the fastening means (5) comprise an arm rotary joint (7) by means of which the awning arms (3, 3') can be rotated about an axis of rotation (AD) parallel to their longitudinal extent (LA).

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Inventors:
POZZI, John-David (Gustav-Gull-Platz 4, 8004 Zürich, 8004, CH)
POZZI, Charles Philip (Via Pilo Rosolino 19/B, Mailand, 20129, IT)
Application Number:
EP2017/068906
Publication Date:
March 01, 2018
Filing Date:
July 26, 2017
Export Citation:
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Assignee:
FIAMMA S.P.A. (Via San Rocco 56, Cardano al Campo, 21010, IT)
International Classes:
E04F10/06; E04H15/08
Foreign References:
DE202010008210U12010-10-21
DE202014104014U12014-10-16
DE19726712A11998-12-24
DE202014104014U12014-10-16
Attorney, Agent or Firm:
KLUIN, Jörg-Eden (KLUIN Patent, PatentanwaltBenrather Schloßallee 111, Düsseldorf, 40597, DE)
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Claims:
Patentansprüche:

1 . Markise (100) mit einem Markisentuch (1 ),

einer eine Längserstreckung (LR) aufweisenden Markisenrolle (2), auf die das Markisentuch (1 ) aufrollbar ist,

mit eine Längserstreckung (LA) aufweisenden Markisenarmen (3, 3')

und mit Markisenbeinen (4, 4'),

bei der die Markisenarme (3, 3') und die Markisenbeine (4, 4') im Inneren der Markisenrolle (2) verstaubar sind,

wobei die Markisenarme (3, 3') einen abgeflachten Querschnitt aufweisen, mit einer längeren Abmessung (L) und einer kürzeren Abmessung (K),

wobei Befestigungsmittel (5) zur Befestigung der Markisenarme (3, 3') an der Markisenrolle (2) vorgesehen sind, und die Befestigungsmittel (5) ein Schwenk- gelenk (6) umfassen, mittels dessen die Markisenarme (3, 3') um eine Schwenkachse (S) relativ zur Markisenrolle (2) verschwenkbar sind

und die Befestigungsmittel (5) ein Arm-Drehgelenk (7) umfassen, mittels dessen die Markisenarme (3, 3') um eine Drehachse (AD) parallel zu ihrer Längserstreckung (LA) drehbar sind.

2. Markise nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Arm- Drehgelenk (7) die Drehbarkeit der Markisenarme (3, 3') um die Drehachse (AD) parallel zu ihrer Längserstreckung (LA) unabhängig von einem Verschwenken des Schwenkgelenks (6) zulässt.

3. Markise nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Arm- Drehgelenk (7) einen rotationssymmetrischen Vorsprung (10) umfasst, der in einer hierzu komplementären Ausnehmung (1 1 ) drehbar angeordnet ist. 4. Markise nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Arm- Drehgelenk (7) ein Sicherungsmittel (14) umfasst, das den Verbleib des Vorsprungs (10) in der Ausnehmung (1 1 ) sichert.

5. Markise nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Arm-Drehgelenk (7) eine Drehbegrenzung (12) und eine Dreharretierung (13) aufweist. 6. Markise nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Dreharretierung (13) Mittel (15) zur Erhöhung von Drehreibung umfassen.

7. Markise nach Anspruch 6, wobei das Arm-Drehgelenk (7) einen rotationssymmetrischen Vorsprung (10) umfasst, der in einer hierzu komplementären Aus- nehmung (1 1 ) drehbar angeordnet ist und das Arm-Drehgelenk (7) ein Sicherungsmittel (14) umfasst, das den Verbleib des Vorsprungs (10) in der Ausnehmung (1 1 ) sichert, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (15) zur Erhöhung von Drehreibung ein Federelement (16) umfassen, welches auf das Sicherungsmittel (14) wirkt.

8. Markise nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsmittel (5) ein Rollen-Drehgelenk (8) aufweisen, welches eine Verdrehung der Markisenarme (3, 3') um eine Drehachse (RD) parallel zur Längserstreckung (LR) der Markisenrolle (2) zulässt.

9. Markise nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsmittel (5) eine Drehbarkeit der Markisenarme (3, 3') um drei voneinander unabhängige Achsen (S, AD, RD) zulassen. 10. Markise nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsmittel (5) ein Element (9) umfassen, das nach Art eines im inneren der Markisenrolle (2) hin und her beweglichen Kolbens angeordnet ist.

Description:
Markise

Die Erfindung betrifft eine Markise mit einem Markisentuch und einer Markisenrolle, auf die das Markisentuch aufrollbar ist, mit Markisenarmen und mit Markisenbeinen, die im inneren der Markisenrolle verstaubar sind. Derartige Markisen sind bereits bekannt. Beispielsweise zeigt die DE 20 2014 104 014 U1 eine derartige Markise. Die Erfindung hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine derartige Markise zu schaffen, bei der die Stabilität verbessert ist. Diese Aufgabe wird durch die in Anspruch 1 wiedergegebene Markise gelöst.

Die erfindungsgemäße Markise weist ein Markisentuch auf. Die Markise weist zu- dem eine, eine Längserstreckung aufweisende Markisenrolle auf, auf die das Markisentuch aufrollbar ist. Es sind jeweils eine Längserstreckung aufweisende Markisenarme und Markisenbeine vorgesehen. Die Markisenarme und die Markisenbeine sind im inneren der Markisenrolle verstaubar. Die Markisenarme weisen einen abgeflachten Querschnitt auf, mit einer längeren Abmessung und einer kürzeren Abmessung. Die längere Abmessung steht bevorzugt senkrecht zur kürzeren Abmessung. Bei der längeren Abmessung handelt es sich bevorzugt um die längste Abmessung des Querschnitts. Es sind Befestigungsmittel vorgesehen, zur Befestigung der Markisenarme an der Markisenrolle. Die Befestigungsmittel umfassen ein Schwenkgelenk, mittels dessen die Markisenarme relativ zur Markisenrolle verschwenkbar sind, bevorzugt um eine senkrecht zur Längserstreckung der Markisenarme verlaufende Schwenkachse. Die Befestigungsmittel umfassen zudem ein Arm-Drehgelenk, mittels dessen die Markisenarme um eine Drehachse parallel zu ihrer Längserstreckung drehbar sind. Hierdurch ist eine Voraussetzung dafür geschaffen, dass die Markisenarme in der Markisenrolle so neben den Markisenbeinen angeordnet sein können, dass sie den in der Markisenrolle zur Verfügung stehenden Raum bestmöglich nutzen können, komfortabel aus der Markisenrolle heraus und in diese hinein verlagerbar sein können und im aufgebauten Zustand in ihrer gegen vertikale Durchbiegung idealen Rotationslage angeordnet sein können. Eine möglichst geringe vertikale Durchbiegung kann die Druckbelastbarkeit der Markisenarme in Richtung ihrer Längserstreckung positiv beeinflussen. Auf diese Weise kann eine höhere Spannung in dem Markisentuch erzielbar sein. Die Schwenkachse des Schwenkgelenks verläuft bevorzugt stets senkrecht zur Längserstreckung der Markisenarme und weiter bevorzugt stets senkrecht zur Längserstreckung der Markisenrolle.

Zur bestmöglichen Nutzung des in der Markisenrolle zur Verfügung stehenden Raums können die Markisenarme beispielsweise so ausgeformt und so neben einem Markisenbein in der Markisenrolle angeordnet sein, dass ihr Querschnitt zusammen mit dem Querschnitt des Beins etwa dem Querschnitt des Hohlraums der Markisenrolle entspricht. Der abgeflachte Querschnitt bewirkt vorzugsweise ein Flächenträgheitsmoment - bevorzugt ein axiales Flächenträgheitsmoment - welches von der Rotationslage der Markisenarme abhängt, bevorzugt derart, dass bei genau einer Rotationslage das größte axiale Flächenträgheitsmoment erzielt wird und bei einer um 90° hierzu verdrehten Rotationslage der Markisenarme ein kleineres axiales Flächenträg- heitsmoment. Anders ausgedrückt weisen die Markisenarme, wenn sie mit ihrer Längserstreckung horizontal ausgerichtet sind, je nach Rotationslage um ihre Längserstreckung eine unterschiedliche Höhe auf, so dass ihr Widerstand gegen vertikale Durchbiegung von dieser Rotationslage abhängt. Die Markisenrolle ist bevorzugt hohl, besonders bevorzugt rohrförmig. Die Markisenrolle weist vorzugsweise zumindest in etwa eine hohlzylindrische Form auf, bevorzugt mit kreisringförmiger Grundfläche. Die Markisenrolle kann Aluminium umfassen. Gleiches gilt bevorzugt für die Markisenarme und/oder Markisenbeine.

Bevorzugt sind die Markisenarme im Verstauzustand der Markise mit ihrer Längserstreckung parallel zur Längserstreckung der Markisenrolle in dieser angeordnet. Bevorzugt verläuft im aufgebauten Zustand der Markise die Längserstreckung der Markisenarme zumindest in etwa senkrecht zur Längserstreckung der Markisenrolle.

Das Schwenkgelenk umfasst bevorzugt zwei schwenkbar miteinander verbundene Schwenkgelenk-Teile. Eines dieser Schwenkgelenk-Teile umfasst bevorzugt eine Gabel, die besonders bevorzugt das dem jeweiligen Markisenarm zugewandte Schwenkgelenk-Teil bildet. Das andere Schwenkgelenk-Teil umfasst bevorzugt einen Vorsprung, der vorzugsweise auch als Lasche bezeichnet werden kann und der weiter bevorzugt eine Bohrung aufweist. Der Vorsprung ist bevorzugt in der Gabel angeordnet und bildet weiter bevorzugt das der Markisenrolle zugewandte Schwenkgelenk-Teil. Das Schwenkgelenk umfasst weiter bevorzugt einen Schwenkgelenkbolzen, der besonders bevorzugt die Schwenkachse definiert und vorzugsweise die Gabel mit dem Vorsprung verbindet.

Die Markisenarme und/oder Markisenbeine sind bevorzugt verliersicher an der Markisenrolle angeordnet vorzugsweise auch nachdem sie zum Zwecke des Auf- baus der Markise aus der Markisenrolle herausgeholt werden. Die Markisenarme und/oder Markisenbeine sind bevorzugt untrennbar an der Markisenrolle angeordnet. Die Markisenarme und/oder Markisenbeine sind bevorzugt teleskopisch ausgebildet. Die Markise ist bevorzugt in einen Verstauzustand bringbar, in dem sie platzsparend verstaubar ist. In dem Verstauzustand sind die Arme und Beine bevorzugt in der Markisenrolle angeordnet. Vorzugsweise ist jeweils ein Markisenarm neben einem Markisenbein in der Markisenrolle verstaubar. Um den Platz in der Markisenrolle bestmöglich zu nutzen ist dabei der Markisenarm so in der Markisenrolle verstaubar, dass eine gedankliche Verlängerung der kürzeren Abmessung seiner Querschnittsfläche durch das Markisenbein hindurch verläuft. Die Querschnittsfläche des Markisenarms kann etwa halbkreisflächenförmig sein. Bevorzugt ist sie etwa halbkreisflächenförmig, mit einer gegenüber der Geraden, die die Halbkreis- form von der gedachten Vollkreisform abtrennt, liegenden Abplattung.

Auch das Markisenbein weist bevorzugt einen flachen Querschnitt auf, mit einer längeren Abmessung und einer hierzu senkrecht stehenden kürzeren Abmessung. Die Querschnittsfläche der Markisenbeine kann ähnlich oder identisch zu der Querschnittsfläche der Markisenarme ausgebildet sein.

Es können Befestigungsmittel zur Befestigung der Markisenbeine an der Markisenrolle vorgesehen sein, die wie die Befestigungsmittel der Markisenarme ausgeführt sein können. Bevorzugt sind im Verstauzustand der Markise die Befesti- gungsmittel der Markisenarme und/oder der Markisenbeine in der Markisenrolle angeordnet.

Die Markisenarme und die Markisenbeine sind bevorzugt so in der Markisenrolle verstaubar, dass die Schwenkachsen ihrer Schwenkgelenke parallel zueinander verlaufen. Hierdurch können sie bevorzugt komfortabel nach einem Herausholen aus der Markisenrolle gleichsinnig - etwa nach unten - verschwenkt werden, ohne sich gegenseitig zu behindern.

Bevorzugt wird mit dem Begriff „parallel zueinander verlaufen" im Rahmen dieser Druckschrift sowohl eine Deckungsgleichheit, als auch ein beabstandetes parallel zueinander Verlaufen bezeichnet.

Die Markisenarme und/oder Markisenbeine sind bevorzugt so in der Markisenrolle verstaubar, dass die kürzeren Abmessungen ihrer Querschnitte parallel zur Schwenkachse ihrer Schwenkgelenke verlaufen.

Vorzugsweise lässt das Arm-Drehgelenk die Drehbarkeit der Markisenarme um die Drehachse parallel zu ihrer Längserstreckung unabhängig von einem Verschwenken des Schwenkgelenks zu. Das Arm-Drehgelenk erlaubt also Vorzugs- weise auch dann eine Drehung der Markisenarme um die Drehachse parallel zu ihrer Längserstreckung, wenn ein Verschwenken des Markisenarms relativ zur Markisenrolle - etwa derart, dass die Längserstreckung der Markisenarme zumindest in etwa senkrecht zur Längserstreckung der Markisenrolle verläuft - erfolgt ist.

Bevorzugt erlaubt das Arm-Drehgelenk eine Drehung des Arms relativ zu seinem Schwenkgelenk. Bevorzugt umfasst das Arm-Drehgelenk einen rotationssymmetrischen Vorsprung, der weiter bevorzugt in einer hierzu komplementären Ausneh- mung drehbar angeordnet ist. Das Arm-Drehgelenk umfasst vorzugsweise zwei drehbar miteinander verbundene Drehgelenk-Teile. Eines dieser Drehgelenk-Teile umfasst bevorzugt einen rotationssymmetrischen Vorsprung, der weiter bevorzugt das der Markisenrolle zugewandte Drehgelenk-Teil bildet. Das andere Drehgelenk-Teil umfasst vorzugsweise eine - vorzugsweise hierzu komplementäre - Ausnehmung. Der Vorsprung ist bevorzugt drehbar in der Ausnehmung angeordnet. Der Vorsprung definiert bevorzugt die Drehachse des Arm-Drehgelenks. Die Ausnehmung bildet bevorzugt das dem jeweiligen Markisenarm zugewandte Drehgelenks-Teil. Das Arm-Drehgelenk umfasst bevorzugt ein Sicherungsmittel, das weiter bevorzugt den Verbleib des Vorsprungs in der Ausnehmung sichert. Das Sicherungsmittel kann auch als Verbindungsmittel zwischen Vorsprung und Ausnehmung bezeichnet werden. Das Sicherungsmittel umfasst vorzugsweise eine Schraube.

Das Arm-Drehgelenk weist vorzugsweise eine Drehbegrenzung auf. Die Drehbe- grenzung begrenzt bevorzugt die Drehbarkeit der beiden drehbar miteinander verbundenen Drehgelenk-Teile. Die Drehbegrenzung begrenzt bevorzugt die Drehbarkeit der beiden drehbar miteinander verbundenen Drehgelenk-Teile auf einen Winkelbereich, der zwischen 70° und 1 10° betragen kann. Die Drehbegrenzung begrenzt bevorzugt die Drehbarkeit der beiden drehbar miteinander verbundenen Drehgelenk-Teile auf einen Winkelbereich von etwa 90°. Die Drehbegrenzung umfasst vorzugsweise eine an einem der beiden drehbar miteinander verbundenen Drehgelenk-Teil angeordnete Anschlagsfläche und eine an dem anderen Drehgelenk-Teil angeordnete Gegenanschlagsfläche. Bevorzugt bewirkt die Drehbegrenzung eine Begrenzung in beide Drehrichtungen. Es sind also vorzugsweise zwei Anschlagsflächen und zwei voneinander beabstandete Gegenanschlagsflächen vorgesehen.

Das Arm-Drehgelenk weist bevorzugt eine Dreharretierung auf. Diese verhindert bevorzugt ein ungewolltes Drehen. Bevorzugt umfasst die Dreharretierung Mittel zur Erhöhung und vorzugsweise Aufrechterhaltung von vorzugsweise bei einer Drehung in dem Arm-Drehgelenk auftretenden Drehreibung. Mit Vorteil verhindert die Dreharretierung eine Drehung in dem Arm-Drehgelenk nicht, sondern erhöht vorzugsweise lediglich die hierbei zu überwindende Reibung.

Bevorzugt umfassen die Mittel zur Erhöhung und vorzugsweise Aufrechterhaltung von Drehreibung ein Federelement. Das Federelement gewährleistet bevorzugt die Beibehaltung eines wählbaren Anpressdrucks zwischen den beiden drehbar miteinander verbundenen Drehgelenk-Teilen des Arm-Drehgelenks auch nach zahlreicher Betätigung des Arm-Drehgelenks. Die Mittel zur Erhöhung und bevorzugt Aufrechterhaltung von Drehreibung umfassen vorzugsweise ein Federelement, welches bevorzugt auf das Sicherungsmittel wirkt. Zwischen dem Federelement und dem Sicherungsmittel kann eine Beilagscheibe vorgesehen sein. Vorzugsweise weisen die Befestigungsmittel ein Drehgelenk auf, welches eine Verdrehung der Markisenarme um eine Drehachse parallel zur Längserstreckung der Markisenrolle zulässt und im Rahmen dieser Druckschrift bevorzugt als Rollen-Drehgelenk bezeichnet wird. Vorzugsweise sind beide schwenkbar miteinander verbundenen Teile des Schwenkgelenks jeweils mittels eines Drehgelenks relativ zu angrenzenden Teilen drehbar. Vorzugsweise sind beide schwenkbar miteinander verbundenen Teile des Schwenkgelenks Teile eines jeweils an das Schwenkgelenk angrenzenden Drehgelenks.

Bevorzugt ist das der Markisenrolle zugewandte Teil des Schwenkgelenks zudem ein Teil des Rollen-Drehgelenks. Vorzugsweise ist das dem Markisenarm zugewandte Teil des Schwenkgelenks zudem ein Teil des Arm-Drehgelenks. Vorzugsweise lassen die Befestigungsmittel eine Drehbarkeit der Markisenarnne um drei voneinander unabhängige Achsen zu, bevorzugt relativ zur Markisenrolle.

Die Befestigung der Markisenarme an der Markisenrolle lässt bevorzugt eine Dre- hung der Markisenarme relativ zur Markisenrolle um alle drei rotatorischen Freiheitsgrade zu.

Vorzugsweise umfassen die Befestigungsmittel ein Element, das nach Art eines im inneren der Markisenrolle hin und her beweglichen Kolbens angeordnet ist. Das Schwenkgelenk, das Arm-Drehgelenk und bevorzugt auch das Rollen-Drehgelenk befestigen die Markisenarme bevorzugt an diesem Element. Das nach Art eines im inneren der Markisenrolle hin und her beweglichen Kolbens ausgeführte Element ist vorzugsweise rotationsfest zur Markisenrolle in dieser angeordnet. Vorzugsweise ist die Markisenrolle an der in Abwickelrichtung des Markisentuchs vorderen Kante des Markisentuchs angeordnet.

Grundsätzlich ist denkbar, dass die Markise Gelenkarme aufweist, die beispielsweise etwa auf halber Länge ein Schwenkgelenk aufweisen. Bevorzugt sind die Arme der Markise jedoch nicht als derartige Gelenkarme ausgeführt. Bevorzugt sind die Markisenarme und die Markisenbeine teleskopisch ausgeführt.

Die Markise ist bevorzugt manuell zu öffnen. Hiermit ist im Rahmen dieser Druckschrift insbesondere gemeint, dass sie nicht durch Kurbeln oder motorisch, son- dem durch per Hand abrollen des Markisentuchs von der Markisenrolle zu öffnen ist. Dies geschieht bevorzugt durch Drehen der Markisenrolle, während diese in der Hand gehalten wird.

An jedem Ende der Markisenrolle kann genau ein Endstück angeordnet sein. Die- ses Endstück kann den Spalt zwischen den Markisenarmen und Markisenbeinen und der Markisenrolle verschließen oder verkleinern und daher das Eindringen von Verunreinigungen in die Markisenrolle erschweren, sowie eine Gleitlagerung der Markisenarme und Beine während des Hinein- oder Herausverlagerns aus der Markisenrolle bewirken. Bevorzugt weist jedes Endstück eine Öffnung auf, durch die die Arme und Beine insbesondere während des Aufbauens oder Abbauens der Markise hin und her schiebbar sind. Die Öffnung ist bevorzugt oval, besonders bevorzugt elliptisch. In einer Ausführungsform ist die Markise eine Taschenmarkise. Sie weist also kein Gehäuse auf, sondern kann in einer Tasche, die bevorzugt an einem Campingmobil anbringbar ist, verstaut werden. Grundsätzlich ist auch denkbar, dass die Markise eine Kassettenmarkise ist und also ein Gehäuse, etwa aus Aluminium, aufweist, in dem sie verstaubar ist.

Die Erfindung soll nun anhand eines in den Zeichnungen gezeigten Ausführungs- beispiels näher erläutert werden. Es zeigen:

Fig. 1 eine perspektivische Darstellung eines Wohnwagens mit geöffneter

Markise;

Fig. 2 eine Darstellung wie in Fig. 1 , jedoch in größerem Maßstab und mit noch nicht vollständig aus der Markisenrolle herausgezogenen Armen und Beinen;

Fig. 3 eine Detaildarstellung aus

Fig. 4 eine perspektivische Darstellung eines Endes der Markisenrolle, eines Markisenbeins und eines Markisenarms, wobei das Markisentuch größtenteils weggelassen ist und noch nicht vollständig von der Markisenrolle abgewickelt ist,

Fig. 4a eine Darstellung der Querschnittsfläche eines Markisenarms;

Fig. 4b eine schematische Darstellung der Anordnung eines Markisenarms neben einem Markisenbein in der Markisenrolle;

Fig. 5 ein Detail aus Fig. 4 in größerem Maßstab;

Fig. 6 eine Darstellung wie in Fig. 5, jedoch mit um das Arm-Drehgelenk verdrehtem Markisenarm; Fig. 7 eine Explosionsdarstellung des Arm-Drehgelenks;

Fig. 8 eine Darstellung wie in Fig. 7, aus einem anderen Blickwinkel.

Das in den Zeichnungen gezeigte, als Ganzes mit 100 bezeichnete Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Markise ist eine Taschenmarkise. Wie etwa Fig. 1 zeigt, ist die Markise in einer Markisentasche 20 verstaubar. Zum Öffnen und Schließen weist die Markisentasche 20 einen Reißverschluss auf. Die Markise ist in den gezeigten Ausführungsbeispielen an einem Wohnwagen 19 angeordnet.

Wie etwa Fig . 1 zeigt, weist die Markise 1 00 zwei Arme 3, 3' und zwei Beine 4, 4' auf. Die Arme 3, 3' und Beine 4, 4' sind teleskopisch vorgesehen. Die Markise weist ein Markisentuch 1 auf. In Abwickelrichtung R an der vorderen Kante des Markisentuchs 1 ist eine Markisenrolle 3 angeordnet (siehe Fig. 1 ).

Wie etwa die Figuren 2 und 3 erkennen lassen, können jeweils genau ein Arm 3 und ein Bein 4 in einer Hälfte der hohlen Markisenrolle 2 verstaut werden. Es können also beide Markisenarme und beide Markisenbeine in der Markisenrolle ver- staut werden. Die Markise ist aus diesen Gründen sehr platzsparend zusammenlegbar.

Die Markisenarme 3, 3' und Markisenbeine 4, 4' sind mittels Befestigungsmitteln 5 an der Markisenrolle 2 unlösbar befestigt.

An jedem Ende der Markisenrolle 2 ist ein Endstück 21 angeordnet, das eine Gleitlagerung der Markisenarme 3, 3 ' und Markisenbeine 4, 4 ' während des Hinein- oder Herausverlagerns aus der Markisenrolle 2 bewirken. Jedes Endstück 21 weist eine Öffnung auf, durch die die Arme und Beine insbesondere während des Aufbauens oder Abbauens der Markise hin und her schiebbar sind. Die Öffnung ist elliptisch.

Etwa Fig . 4a zeigt, dass die Markisenarme 3, 3' einen abgeflachten Querschnitt aufweisen, mit einer längeren Abmessung L und eine hierzu senkrecht stehenden kürzeren Abmessung K. Die Querschnittsfläche A ist im gezeigten Ausführungsbeispiel etwa halbkreisflächenförmig, mit einer Abplattung 18 gegenüber der die angenäherte Halbkreisflächenform von einer gedachten angenäherten Vollkreis- flächenform abgrenzenden Geraden 17. Ein Vergleich der Figuren 2 und 3 mit den Figuren 1 und 4 lässt erkennen, dass die Markisenarme 3, 3' im Verstauzustand mit ihrer Längserstreckung LA parallel zur Längserstreckung LR der Markisenrolle 2 in dieser angeordnet sind, während im aufgebauten Zustand die Längserstreckung LA der Markisenarme 3, 3' zumindest in etwa senkrecht zur Längserstreckung LR der Markisenrolle 2 verläuft.

Fig. 4b zeigt schematisch die Anordnung eines Markisenarms 3 neben einem Markisenbein 4 in der Markisenrolle 2. Die Querschnitt des Markisenarms und Markisenbeins sind in dieser Darstellung der Einfachheit halber halbkreisförmig, ohne Abplattung, dargestellt. Auch das Endstück ist der Einfachheit halber nicht berücksichtigt.

Die Befestigungsmittel 5 umfassen ein Schwenkgelenk 6, mittels dessen die Markisenarme 3, 3' um eine senkrecht zu ihrer Längserstreckung LA verlaufende Schwenkachse S relativ zur Markisenrolle 2 verschwenkbar sind (siehe etwa Figu- ren 4 und 5). Zudem umfassen die Befestigungsmittel 5 ein Drehgelenk 7, mittels dessen die Markisenarme 3, 3' um eine Drehachse AD drehbar relativ zu dem Schwenkgelenk 6 sind, wobei diese Drehachse parallel zu der Längserstreckung LA der Markisenarme verläuft. Das Arm-Drehgelenk 7 lässt dabei die Drehbarkeit der Markisenarme 3, 3' um die Drehachse AD, die parallel zur Längserstreckung LA der Arme 3, 3' verläuft, unabhängig von einem Verschwenken des Schwenkgelenks 6 zu.

Fig. 6 zeigt einen Markisenarm 3' in einer mittels des Arm-Drehgelenks 7 um die parallel zur seiner Längserstreckung LA verlaufenden Drehachse AD im Sinne des Pfeils P verdrehten Drehstellung. In der in Fig. 5 gezeigten Drehstellung kann der Markisenarm 3' zusammen mit dem Markisenbein 4' platzsparend in der Markisenrolle 2 verstaut werden. In der in Fig. 6 gezeigten Drehstellung ist seine Durchbiegung aufgrund der nun zumindest in etwa vertikal verlaufenden größeren Abmessung L seiner Querschnittsfläche A verringert. Das Arm-Drehgelenk 7 umfasst einen rotationssymmetrischen Vorsprung 10, der in einer hierzu komplementären Ausnehmung 1 1 angeordnet ist (siehe etwa Figuren 7 und 8).

Das Arm-Drehgelenk umfasst zudem ein Sicherungsmittel 14, das den Verbleib des Vorsprungs 10 in der Ausnehmung 1 1 sichert.

Zur Realisierung einer Drehbegrenzung 12, die die Drehbarkeit des Markisenarms 3, 3' im gezeigten Ausführungsbeispiel um 90° begrenzt, ist an einer der beiden drehbar miteinander verbundenen Drehgelenk-Teile 7a ein Vorsprung mit zwei voneinander beabstandeten Anschlagsflächen 12a vorgesehen und an dem anderen Drehgelenks-Teil 7b sind von einer Ausnehmung gebildete Gegenanschlagsflächen 12a, von denen in den Zeichnungen (Fig. 7) lediglich eine erkennbar ist, vorgesehen.

Zur Realisierung einer Dreharretierung 13 sind Mittel 15 zur Erhöhung und Aufrechterhaltung von Drehreibung vorgesehen. Diese Mittel 15 umfassen ein Federelement 16, welches auf das Sicherungsmittel 14 wirkt, welches als Schraube ausgebildet ist. Zwischen dem Federelement 16 und dem Sicherungsmittel 14 ist eine Beilagscheibe 22 vorgesehen. Durch das Federelement 16 ist zwischen den beiden drehbar miteinander verbundenen Arm-Drehgelenks-Teilen 7a, 7b stets ein gleichbleibender Anpressdruck vorhanden, der eine wählbare Reibung bewirkt, die ein ungewolltes Zurückdrehen des Markisenarms 3' von der in Fig. 6 gezeigten vertikalen Position in die in Fig. 5 gezeigte horizontale Position verhindert.

Etwa die Figuren 5 und 6 zeigen auch, dass die Befestigungsmittel 5 ein Rollen- Drehgelenk 8 aufweisen, welches eine Verdrehung der Markisenarme 3, 3' um eine Drehachse RD parallel zu der Längserstreckung LR der Markisenrolle zu- lässt. Zudem ist erkennbar, dass die beiden schwenkbar miteinander verbundenen Teile 6a, 6b des Schwenkgelenks 6 jeweils ein Teil der beiden an das Schwenkgelenk 6 angrenzenden Drehgelenke (nämlich Arm-Drehgelenk 7 und Rollen- Drehgelenk 8) bilden. Die Befestigungsmittel 5 erlauben daher eine Drehbarkeit der Markisenarme 3, 3' um drei voneinander unabhängige Achsen S, AD, RD, relativ zur Markisenrolle 2. Das Element 9 der Befestigungsmittel 5, welches nach Art eines im inneren der Markisenrolle hin und her beweglichen Kolbens angeordnet ist, ist etwa in den Fi- guren 5 und 6 zu erkennen. Es kann rotationsfest zur Markisenrolle 2 ausgeführt sein.

Bezugszeichenliste:

100 Markise

1 Markisentuch

2 Markisenrolle

3, 3' Markisenarme

4, 4' Markisenbeine

5 Befestigungsmittel

6 Schwenkgelenk

6a, 6b schwenkbar miteinander verbundene Schwenkgelenks-Teile

7 Arm-Drehgelenk

7a, 7b drehbar miteinander verbundene Arm-Drehgelenks-Teile 8 Rollen-Drehgelenk

8a, 8b drehbar miteinander verbundene Rollen-Drehgelenks-Teile

9 Element

10 rotationssymmetrischer Vorsprung

1 1 Ausnehmung

12 Drehbegrenzung

12a Anschlagsfläche

12b Gegenanschlagsfläche

13 Dreharretierung

14 Sicherungsmittel

15 Mittel zur Erhöhung der Drehreibung

16 Federelement

17 Gerade

18 Abplattung

19 Wohnwagen

20 Tasche

21 Endstück

22 Beilagscheibe

A Querschnittsfläche der Markisenarme κ kürzere Abmessung des Querschnitts der Markisenarme

L längere Abmessung des Querschnitts der Markisenarme

P Pfeil

R Abwickelrichtung

S Schwenkachse

AD Drehachse des Arm-Drehgelenks

RD Drehachse des Rollen-Drehgelenks

LR Längserstreckung der Rolle

LA Längserstreckung des Markisenarms