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Title:
AXIAL SECURING OF A PLANETARY GEARING BEARING ARRANGEMENT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2015/090785
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a planetary gear set, in particular for a wind turbine, comprising at least one planetary gear (102), at least one planetary shaft (108), and at least one planetary carrier (110). The planetary gear (102) is rotatably mounted on the planetary shaft (108) by means of at least one first bearing (104) and at least one second bearing (106), wherein the first bearing (104) can support the planetary gear (102) at least to prevent a displacement in a first axial direction (124), and wherein the second bearing (106) can support the planetary gear (102) at least to prevent a displacement in a second axial direction (126) running in an opposite direction to the first direction (124). The planetary gear set comprises: at least one means (128) for supporting an inner ring of the first bearing (104) on the planetary carrier (110) to prevent a displacement of the inner ring in the first direction (124); at least one means (130) of supporting an inner ring of the second bearing (106) on the planetary shaft (108) to prevent a displacement of the inner ring in the second direction (126); and at least one means (202, 204) of supporting the planetary shaft (108) on the planetary carrier (110) to prevent a displacement of the planetary shaft (108) in the first direction (124). According to the invention, the means (202, 204) for supporting the planetary shaft (108) on the planetary carrier (110) is arranged in such a way that the first bearing (104) and the second bearing (106) cannot be in a load path between the planetary shaft (108) and the planetary carrier (110).

Inventors:
LEIMANN DIRK (BE)
Application Number:
EP2014/074823
Publication Date:
June 25, 2015
Filing Date:
November 18, 2014
Export Citation:
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Assignee:
ZAHNRADFABRIK FRIEDRICHSHAFEN (DE)
ZF WIND POWER ANTWERPEN NV (BE)
International Classes:
F16H57/08
Domestic Patent References:
WO2002079658A12002-10-10
Foreign References:
JPS6224157U1987-02-14
JPH0462949U1992-05-28
US20120003096A12012-01-05
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Claims:
Patentansprüche

1 . Planetengetriebe

mit mindestens einem Planetenrad (102), mit

mindestens einem Planetenschaft (108) und mit

mindestens einem Planetenträger (1 10); wobei

das Planetenrad (102) mittels mindestens eines ersten Lagers (104) und mindestens eines zweiten Lagers (106) drehbar auf dem Planetenschaft (108) gelagert ist, wobei das erste Lager (104) das Planetenrad (102) mindestens gegenüber einer Verschiebung in eine erste, axiale Richtung (124) abstützen kann, und wobei

das zweite Lager (106) das Planetenrad (102) mindestens gegenüber einer Verschiebung in eine zweite axiale, entgegengesetzt zu der ersten Richtung (124) verlaufende Richtung (126) abstützen kann; mit

mindestens einem Mittel (128) zum Abstützen eines Innenrings des ersten Lagers (104) an dem Planetenträger (1 10) gegenüber einer Verschiebung des Innenrings in die erste Richtung (124), mit

mindestens einem Mittel (130) zum Abstützen eines Innenrings des zweiten Lagers (106) an dem Planetenschaft (108) gegenüber einer Verschiebung des Innenrings in die zweite Richtung (126), und mit

mindestens einem Mittel (202, 204) zum Abstützen des Planetenschafts (108) an dem Planetenträger (1 10) gegenüber einer Verschiebung des Planetenschafts (108) in die erste Richtung (124);

dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (202, 204) zum Abstützen des Planetenschafts (108) an dem Planetenträger (1 10) so angeordnet ist, dass das erste Lager (104) und das zweite Lager (106) sich nicht in einem Lastpfad zwischen dem Planetenschaft (108) und dem Planetenträger (1 10) befinden können.

2. Planetengetriebe nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Planetenträger (1 10) eine Öffnung (1 1 6) aufweist, durch die der Planetenschaft (108) in den Planetenträger (1 10) eingeführt werden kann.

3. Planetengetriebe nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Einführen des Planetenschafts (108) in den Planetenträger (1 10) in die erste Richtung (124) erfolgt.

4. Planetengetriebe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Abstandhalter (204) als Mittel zum Abstützen des Planetenschafts (108) an dem Planetenträger (1 10) dient.

5. Planetengetriebe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Planetenschaft (108) aus mindestens einem ersten Stück (206) und einem zweiten Stück (208) besteht, wobei

das erste Stück (206) und das zweite Stück (208) lösbar miteinander verbunden sind, wobei

das erste Lager (104) und das zweite Lager (106) auf dem ersten Stück (206) angebracht sind, und wobei

mindestens ein Teil des zweiten Stücks (208) als Mittel (204) zum Abstützen des Planetenschafts (108) an dem Planetenträger (1 10) ausgebildet ist.

6. Planetengetriebe nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Planetenträger (1 10) und der Planetenschaft (108) so ausgebildet sind, dass sich das zweite Stück (208) von dem ersten Stück (206) lösen lässt, während sich das erste Stück (206) in dem Planetenträger (1 10) befindet.

7. Getriebe für eine Windkraftanlage mit einem Planetengetriebe nach einem der vorhergehenden Ansprüche.

Description:
Axiale Fixierung einer Planetenlaqerunq

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Planetengetriebe, das insbesondere als Planetenstufe im Getriebe einer Windkraftanlage verwendet werden kann.

Fig. 1 zeigt eine, aus dem Stand der Technik bekannte Lagerung eines Planetenrads 102 in einem Planetengetriebe der eingangs erwähnten Art. Das Planetenrad 102 ist mittels eines ersten Lagers 104 und eines zweiten Lagers 106 drehbar auf einem Planetenschaft bzw. Planetenbolzen 108 gelagert. Der Planetenschaft 108 ist in einem Planetenträger 1 10 fixiert.

In axialer Richtung sind die Innenringe des ersten Lagers 104 und des zweiten Lagers 106 zwischen dem Planetenträger 1 10 und dem Planetenschaft 108 eingespannt. Da es sich aber bei dem ersten Lager 104 und bei dem zweiten Lager 106 um Zylinderrollenlager handelt, ist in axialer Richtung ein gewisses Lagerspiel 1 12 erforderlich. Um dies zu gewährleisten, befindet sich zwischen den Innenringen des ersten Lagers 104 und des zweiten Lagers 106 ein Abstandhalter 1 14.

Die Verwendung eines Abstandhalters 1 14 verursacht nicht nur zusätzliche Kosten, sondern auch Probleme bei der Montage. Die Montage des Getriebes erfolgt üblicherweise, indem zunächst das erste Lager 104 und das zweite Lager 106 von jeweils einer anderen Seite in das Planetenrad 102 eingelassen werden. Nach der Positionierung des Planetenrads 102 mit dem ersten Lager 104 und dem zweiten Lager 106 in dem Planetenträger 1 10 wird der Planetenschaft 108 durch eine Öffnung 1 1 6 in den Planetenträger 1 10 eingeführt. Wird ein Abstandhalter 1 14 verwendet, muss auch dieser vor der Einführung des Planetenschafts 108 positioniert werden. Allerdings erfolgt weder durch das Planetenrad 102, noch durch das erste Lager 104 oder das zweite Lager 106 eine Führung des Abstandhalters 1 14 in radialer Richtung. Dies macht zusätzliche Maßnahmen zur Positionierung des Abstandhalters 1 14 erforderlich.

Weiterhin ist es nicht möglich, das Lagerspiel 1 12 zu korrigieren, nachdem der Planetenschaft 108 in dem Planetenträger 1 10 eingeführt wurde. Hierzu müsste der Ab- standhalter 1 14 ausgebaut und durch einen Abstandhalter 1 14 mit unterschiedlicher Breite ersetzt werden.

Aus der Druckschrift US 2012/0003096 A1 ist die Lagerung eines Planetenrads mittels zweier Lager ohne die Verwendung eines Abstandhalters zwischen den Innenringen der beiden Lager bekannt. Der Planetenschaft ist zylinderförmig ausgebildet. Daher erfolgt keine Führung der beiden Lager durch den Planetenschaft in axialer Richtung. Stattdessen weist der Planetenträger zwei in Umfangsrichtung orthogonal zur Drehachse verlaufende Flächen auf. An diesen Flächen kann sich jeweils ein Innenring der beiden Lager gegenüber einer Verschiebung in axialer Richtung abstützen. Das Lagerspiel wird also durch die beiden Flächen definiert.

Bei der beschriebenen Lösung muss der Planetenträger so gefertigt werden, dass der Abstand der beiden Flächen, an denen sich die Innenringe abstützen können, innerhalb enger, durch das zu erzielende Lagerspiel vorgegebener Toleranzgrenzen befindet. Dies würde in der Praxis erhebliche Probleme bereiten. Weiterhin ist die Steifigkeit des Planetenträgers gegenüber der Belastung einer der beiden seitlichen Hälften in axialer Richtung nur sehr ungenügend. Auch lässt sich das Getriebe in der, in der Druckschrift US 2012/0003096 A1 dargestellten Form nicht montieren, da der Planetenträger augenscheinlich einstückig ausgeführt ist. Ein zweistückig ausgeführter Planetenträger würde aber das oben beschriebene Toleranzproblem weiter verschärfen.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Planetengetriebe anzugeben, dass die eingangs beschriebenen Nachteile des Stands der Technik nicht aufweist.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Planetengetriebe mit den Merkmalen von Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen angegeben.

Das Planetengetriebe weist ein Planetenrad auf, das mittels mindestens eines ersten Lagers und mindestens eines zweiten Lagers drehbar auf einen Planetenschaft ge- lagert ist. Vorzugsweise ist das Planetenrad um genau eine Drehachse drehbar gelagert.

Ein Mittel zum Abstützen eines ersten Elements in einem zweiten Element gegenüber einer Verschiebung in eine Richtung bezeichnet im Folgenden ein Mittel zum formschlüssigen fixieren des ersten Elements an dem zweiten Element gegenüber einer Verschiebung in die genannte Richtung. Das Abstützen eines ersten Elements an einem zweiten Element gegenüber einer Verschiebung des ersten Elements in eine Richtung bedeutet entsprechend eine Fixierung des ersten Elements an dem zweiten Element, so dass eine translatorische Bewegung des ersten Elements in die genannte Richtung verhindert wird.

Das erste Lager ist so ausgebildet, dass es das Planetenrad mindestens gegenüber einer Verschiebung in eine erste axiale Richtung, etwa in Richtung des Rotors einer Windkraftanlage, abstützen kann. Mit Verschiebung ist eine translatorische Bewegung gemeint. Eine Verschiebung in eine axiale Richtung bedeutet demnach eine translatorische Bewegung parallel zu der Drehachse des Planetenrads.

Das erste Lager stützt das Planetenrad je nach Ausführungsform an dem Planetenträger und/oder an den Planetenschaft ab. Dies bedeutet Folgendes: Wirkt eine Kraft auf das Planetenrad, die eine Verschiebung in die axiale Richtung bewegen würde, kontert das erste Lager diese Kraft, so dass die axiale Position des Planetenrads unverändert bleibt. Die Abstützung des Planetenrads erfolgt also situativ in Abhängigkeit auf den, auf das Planetenrad wirkenden axialen Kräften.

Analog kann das zweite Lager das Planetenrad mindestens gegenüber einer Verschiebung in eine zweite axiale, entgegengesetzt zu der ersten Richtung verlaufende Richtung, etwa in Richtung des Generators einer Windkraftanlage, abstützen. Die erste Richtung und die zweite Richtung sind dabei so orientiert, dass sie voneinander wegweisen. Entsprechend bewirkt eine Verschiebung des Innenrings des ersten Lagers in die erste Richtung und/oder des Innenrings des zweiten Lagers in die zweite Richtung, dass sich der Abstand der beiden Innenringe vergrößert. Vom zweiten La- ger aus betrachtet, befindet sich das erste Lager in der ersten Richtung; vom ersten Lager aus betrachtet, befindet sich das zweite Lager in der zweiten Richtung.

Mittel zum Abstützten der Innenringe der beiden Lager dienen dazu, das erste Lager und das zweite Lager und damit auch das Planetenrad in axialer Richtung zu positionieren. Mindestens ein Mittel dient dazu, den Innenring des ersten Lagers an dem Planetenträger gegenüber einer Verschiebung des Innenrings in die erste Richtung abzustützen. Als Mittel zum Abstützen des Innenrings des ersten Lagers, weist der Planetenträger vorzugsweise einen orthogonal zur Drehachse des Planetenrads in Umfangsrichtung verlaufende Fläche auf. Diese Fläche beschreibt einen orthogonal zur Drehachse verlaufenden Kreisring. Steht der Innenring des ersten Lagers in Kontakt mit dieser Fläche, wird er an einer Verschiebung in die erste Richtung gehindert. Der Kontakt erfolgt entweder direkt oder über einem Element, das sich zwischen dem Innenring des ersten Lagers und der Fläche befindet, beispielsweise ein ringförmiger Abstandhalter.

Analog weist das Planetengetriebe mindestens ein Mittel zum Abstützen eines Innenrings des zweiten Lagers an dem Planetenschaft gegenüber einer Verschiebung des Innenrings in die zweite Richtung auf. Dieses Mittel verhindert eine Verschiebung des Innenrings des zweiten Lagers in die zweite Richtung.

Als Mittel zur Abstützung des Innenrings des zweiten Lagers, weist der Planetenschaft vorzugsweise einen Absatz auf, d. h. eine orthogonal zu der Drehachse des Planetenrads in Umfangsrichtung verlaufende Fläche auf, die einen orthogonal zu der Drehachse des Planetenrads verlaufenden Kreisring beschreibt. Diese Fläche ist so ausgebildet, dass ein Kontakt mit dem Innenring des zweiten Lagers möglich ist. Dieser Kontakt erfolgt entweder direkt oder über ein weiteres Element, das etwa als ein ringförmiger Abstandhalter ausgebildet sein kann.

Weil das erste Lager das Planetenrad gegenüber einer Verschiebung in die erste Richtung abstützen kann und das zweite Lager das Planetenrad gegenüber einer Verschiebung in die zweite Richtung abstützen kann, wird durch die Mittel zum Abstützen des Innenrings des ersten Lagers und die Mittel zum Abstützen des Innerings des zweiten Lagers, das Lagerspiel der beiden Lager definiert. Da der Innenring des ersten Lagers an dem Planetenträger abgestützt wird und der Innenring des zweiten Lagers an dem Planetenschaft, ist es erforderlich, die Position des Planetenschafts relativ zu dem Planetenträger in Abhängigkeit von dem gewünschten Lagerspiel festzulegen. Hierzu wird der Planetenschaft an dem Planetenträger gegenüber einer Verschiebung in die erste Richtung abgestützt.

Als Mittel zum Abstützen weisen vorzugsweise sowohl der Planetenschaft, als auch der Planetenträger jeweils eine orthogonal zur Drehachse des Planetenrads in Um- fangsrichtung verlaufende Fläche auf. Die beiden Flächen sind so ausgerichtet, dass ein formschlüssiger Kontakt möglich ist. Vorzugsweise stehen die Flächen sich gegenüber. Der Kontakt der beiden Flächen erfolgt entweder direkt oder über ein weiteres Element, bei dem es sich vorzugsweise um einen ringförmigen Abstandhalter handelt. Erfindungsgemäß handelt es sich bei dem weiteren Element nicht um das erste Lager und/oder das zweite Lager, insbesondere nicht im den Innenring des ersten Lagers und/oder den Innenring des zweiten Lagers. Das erste Lager und/oder das zweite Lager bzw. der Innenring des ersten Lagers und/oder der Innenring des zweiten Lagers sind erfindungsgemäß nicht als Mittel zum Abstützen des Planetenschafts an dem Planetenträger ausgebildet. Stattdessen ist das mindestens eine Mittel zum Abstützen des Planetenschafts an dem Planetenträger so angeordnet, dass das erste Lager und das zweite Lager sich nicht in einem Lastpfad zwischen dem Planetenschaft und dem Planetenträger befinden können, insbesondere nicht in einem Lastpfad der Abstützung des Planetenschafts an dem Planetenträger. Dies bedeutet, dass kein Kraftfluss, der durch die Abstützung des Planetenschafts an dem Planetenträger entstehen kann, durch das erste Lager, insbesondere den Innenring des ersten Lagers und/oder das zweite Lager, insbesondere den Innenring des ersten Lagers, verläuft. Ein Kraftfluss, der durch die Abstützung des Planetenschafts an dem Planetenträger entstehen kann, muss zwischen dem Planetenschaft und dem Planetenträger um das erste Lager und um das zweite Lager herum verlaufen. Das erste Lager und das zweite Lager leiten keine Kräfte zwischen dem Planetenschaft und dem Planetenträger, insbesondere keine Kräfte, die durch die Abstützung des Planetenschafts an dem Planetenträger entstehen können. Erreicht werden kann dies etwa, indem kein Mittel zum Abstützen des Planetenschafts an dem Planetenträger zwischen dem ersten Lager und dem zweiten Lager angeordnet wird, bzw. so angeordnet wird, dass ein Lastpfad zwischen dem ersten Lager, insbesondere dem Innenring des ersten Lagers, und dem zweiten Lager, insbesondere dem Innenring des zweiten Lagers, über ein Mittel zum Abstützen des Planetenschafts an dem Planetenträger verläuft. Insbesondere verläuft in axialer Richtung kein Lastpfad zwischen dem ersten Lager und dem zweiten Lager über ein Mittel zum Abstützen des Planetenschafts an dem Planetenträger. Stattessen ist das Mittel zum Abstützen des Planetenschafts an dem Planetenträger außerhalb des Zwischenraumes zwischen dem ersten Lager und dem zweiten Lager, insbesondere außerhalb des Zwischenraums zwischen dem Innenring des ersten Lagers und dem Innenring des zweiten Lagers, angeordnet.

In einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung weist der Planetenträger eine Öffnung auf, durch die der Planetenschaft in den Planetenträger eingeführt werden kann. Dies dient der Montage des Planetengetriebes. Die Öffnung ist vorzugsweise durchgehend und hat eine kreisförmige Grundform. Der Öffnung gegenüberliegend weist der Planetenträger eine Vertiefung mit ebenfalls kreisförmiger Grundform auf, in die der Planetenschaft eingeführt werden kann.

Das Einführen in den Planetenträger (1 10) erfolgt etwa in die erste Richtung, d.h. durch Verschieben des Planetenschafts in die erste Richtung.

Vorzugsweise weist das Planetengetriebe Mittel zum Fixieren des Planetenschafts mindestens gegenüber einer axialen Verschiebung in die zweite Richtung auf. Bei diesen Mitteln kann es sich insbesondere um die genannte Öffnung und die genannte Vertiefung handeln. Vorzugsweise bilden dabei der Planetenträger und der Planetenschaft an der Öffnung und/oder an der Vertiefung einen Pressverband, insbesondere einen Schrumpfverband, bei dem der Planetenträger erhitzt und auf den Planetenschaft aufgeschrumpft wird.

Der Press- bzw. Schrumpfverband fixiert den Planetenschaft auch gegenüber einer Verschiebung in die erste Richtung. Vor diesem Hintergrund erfüllen die Mittel zum Abstützen des Planetenschafts an den Planetenträger gegenüber einer Verschiebung des Planetenschafts in die erste Richtung den Zweck, den Planetenschaft nach dem Einführen in den Planetenträger solange in einer korrekten Position zu halten, bis der Press- bzw. Schrumpfverband hergestellt ist.

Besonders vorteilhaft hinsichtlich der Montage ist eine Ausführungsform des Planetengetriebes mit einem mindestens zweistückigen Planetenschaft. Dabei ist ein erstes Stück lösbar mit einem zweiten Stück verbunden, beispielsweise verschraubt. Das erste Lager und das zweite Lager sind auf dem ersten Stück angebracht, d.h. der Innenring des ersten Lagers und der Innenring des zweiten Lagers sind auf dem ersten Stück fixiert. Mindestens ein Teil des zweiten Stücks ist als Mittel zum Abstützen des Planetenschafts an dem Planetenträger ausgebildet. Hierdurch ist es möglich, dass sich das zweite Stück von dem ersten Stück lösen lässt, während sich das erste Stück im Planetenträger befindet.

Zur Montage wird der Planetenschaft, wie oben bereits beschrieben, in den Planetenträger eingeführt. Sollte sich nun ein unzulässiges Lagerspiel einstellen, kann das zweite Stück gelöst werden, um einen geeigneten Abstandhalter einzusetzen.

Bevorzugte Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung werden nachfolgend, Bezug nehmend auf die beigefügten Figuren, näher beschrieben. Dabei bezeichnen identische Bezugszeichen gleiche oder funktionsähnliche Komponenten, so dass insbesondere die Beschreibung einer Komponente in einer Figur für die Bestimmung der Funktionalität der mit dem identischen Bezugszeichen bezeichneten Komponente in einer anderen Figur herangezogen werden kann und umgekehrt.

Es zeigen:

Fig. 1 Eine aus dem Stand der Technik bekannte, axiale Fixierung einer Planetenlagerung;

Fig. 2 Eine erfindungsgemäße Planetenlagerung mit einer Abstützung des Planetenschafts an den Planetenträger auf Generatorseite; Fig. 3 Eine erfindungsgemäße Planetenlagerung mit einer Abstützung des Planetenschafts an den Planetenträger am Boden der generatorseitigen Ausnehmung; und

Fig. 4 Eine erfindungsgemäße Planetenlagerung mit einer Abstützung des Planetenschafts an den Planetenträger am Rand der rotorseitigen Ausnehmung.

Die Figuren 1 bis 4 zeigen einen Planetenschaft 108, der generatorseitig in einer Öffnung 1 16 und rotorseitig in einer Bohrung 1 18 fixiert ist. Ein Planetenrad 102 ist mittels eines ersten Lagers 104 und eines zweiten Lagers 106 drehbar auf dem Planetenschaft 108 gelagert. Zwei Sicherungsringe 120 oder alternativ eine Stufe 122 in dem Planetenrad 102 (in den Fig. 1 bis 4 sind jeweils beide Alternativen dargestellt) verhindern eine Verschiebung des Planetenrads 102 gegenüber dem ersten Lager in eine erste Richtung 124 und eine Verschiebung des Planetenrads 102 gegenüber dem zweiten Lager 106 in eine zweite Richtung 126.

Eine Verschiebung des ersten Lagers 104 gegenüber dem Planetenträger 1 10 und/oder dem Planetenschaft 108 in die erste Richtung 124 wird verhindert, durch einen direkten Kontakt des Innenrings des ersten Lagers 104 mit dem Planetenträger 1 10. Dabei verläuft die Kontaktfläche 128 orthogonal zu der Drehachse des Planetenrads 102. Analog verhindert ein Absatz 130 in dem Planetenschaft 108 durch einen direkten Kontakt zu dem Innenring des zweiten Lagers 106 eine Verschiebung des zweiten Lagers 106 in die zweite Richtung 126. Der ringförmig ausgestaltete Abstandhalter 1 14 verläuft zwischen den Innenringen des ersten Lagers 104 und des zweiten Lagers 106.

In den Ausführungsformen der Figuren 2 bis 4 befindet sich zwischen dem ersten Lager 104 und dem zweiten Lager 106 kein Abstandhalter 1 14. Stattdessen verändert jeweils ein Wirkflächenpaar 202 eine Verschiebung des Planetenschafts 108 gegenüber dem Planententräger 1 10 in die erste Richtung 124. Das Wirkflächenpaar 202 besteht jeweils aus einer Fläche des Planetenträgers 1 10 und einer Fläche des Planetenschafts 108, die zueinander im direkten Kontakt oder alternativ über einen Abstandhalter 204 in Kontakt stehen (beide Alternativen sind in den Fig. 2 bis 4 jeweils dargestellt). Die zu dem Wirkflächenpaar 202 gehörige Fläche des Planetenträgers 1 10 zeigt in die zweite Richtung 126, die zu dem Wirkflächenpaar 202 gehörige Fläche des Planetenschafts 108 in die erste Richtung 124.

Bei einem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 befinden sich das Wirkflächenpaar 202 und der Abstandhalter 204 (unten dargestellt) generatorseitig außerhalb des Planetenträgers. Dies ermöglicht eine zweistückige Ausführung des Planetenschafts 108 mit einem ersten Stück 206 und einem zweiten Stück 208. Während sich das erste Stück 206 in dem Planetenträger 1 10 befindet, kann das zweite Stück 208 entfernt werden, um den Abstandhalter 1 14 entsprechend dem gewünschten Lagerspiel 1 12 anzupassen.

Alternativ können, wie in Fig. 3 gezeigt, das Wirkflächenpaar 202 und der Abstandhalter 204 (unten dargestellt) innerhalb einer generatorseitigen Bohrung 1 18 in dem Planetenträger 1 10 angeordnet sein. Dabei weist der Boden der Bohrung 1 18 eine radial verlaufende Fläche auf, die - direkt oder über den Abstandhalter 204 - in Kontakt mit der Grundfläche des Planetenschafts 108 tritt und so den Planetenschaft gegenüber einer radialen Verschiebung in die erste Richtung 124 abstützt.

Wie in Fig. 4 dargestellt, kann das Wirkflächenpaar 202 darüber hinaus durch einen weiteren Absatz in dem Planetenschaft 108 und einer in radialer Richtung verlaufenden Fläche des Planetenträgers 1 10 gebildet werden. Diese Fläche stützt nicht nur - direkt oder über den Abstandhalter 204 (unten dargestellt) - den Planetenschaft 108, sondern auch den Innenring des ersten Lagers 104 gegenüber einer axialen Verschiebung in die erste Richtung 124 ab. Bezuqszeichen

102 Planetenrad

104 erstes Lager

106 zweites Lager

108 Planetenschaft

1 10 Planetenträger

1 12 Lagerspiel

1 14 Abstandhalter

1 1 6 Öffnung

1 18 Bohrung

120 Sicherungsringe

122 Stufe

124 erste Richtung

126 zweite Richtung

128 Kontaktfläche

130 Absatz

202 Wirkflächenpaar

204 Abstandhalter

206 erstes Stück

208 zweites Stück