Wacker, Siegfried (Gambrinusstrasse 18, Pfungstadt, 64319, DE)
Plicht, Hans-jürgen (Goethesstr. 19, Langen, 63225, DE)
Mai, Harald (Pankratiusstr. 17, Darmstadt, 64289, DE)
Wacker, Siegfried (Gambrinusstrasse 18, Pfungstadt, 64319, DE)
Plicht, Hans-jürgen (Goethesstr. 19, Langen, 63225, DE)
| 1. | Backzange für einen eine umlaufende Backzangenkette aufweisenden Waffelbackofen, wobei jede Backzange aus zwei in einem Zangenscharnier aufklappbar miteinander verbundenen Zangenteilen besteht und in jedem Zangenteil eine Backplatte an einer scharnierseitigen Zangenpratze und an einer verschlussseitigen Zangenpratze einstellbar angeschraubt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die scharnierseitige Zangenpratze (2) und die verschlussseitige Zangenpratze (5) durch mindestens einen Verbindungssteg (7, 1') biegesteif miteinander verbunden sind und dass die Backplatte (1) über längenverstellbare Gewindespindeln (10) mit der scharnierseitigen Zangenpratze (2) und der verschlussseitigen Zangenpratze (5) verbunden ist. |
| 2. | Backzange nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Verbindungssteg (7, 1' ) einstückig mit den beiden Zangenpratzen (2, 5) ausgeführt ist. |
| 3. | Backzange nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Zangenpratzen (2, 5) durch einen einzigen, mittig über der Backplatte (1) angeordneten Verbindungssteg (7) miteinander verbunden sind. |
| 4. | Backzange nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungssteg (7) in seinem mittleren Bereich über mindestens eine einstellbare Druckschraube (19) mit der Rückseite der Backplatte (1) verbunden ist. |
| 5. | Backzange nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Zangenpratzen (2, 5) durch zwei jeweils nahe dem Backplattenrand verlaufende Verbindungsstege (7') miteinander verbunden sind. |
| 6. | Backzange nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den beiden Verbindungsstegen (7') mindestens ein gesonderter Druckbalken (27) an der Rückseite der Backplatte (1) angeordnet ist, der an seinen beiden Enden an der Rückseite der Backplatte (1) abgestützt ist und seinem mittleren Bereich über mindestens eine Zugschraube (29) mit der Backplatte (1) verbunden ist. |
Die Erfindung betrifft eine Backzange für einen eine umlaufende Backzangenkette aufweisenden Waffelbackofen, wobei jede Backzange aus zwei in einem Zangenscharnier aufklappbar miteinander verbundenen Zangenteilen besteht und in jedem Zangenteil eine Backplatte an einer scharnierseitigen Zangenpratze und an einer verschlussseitigen Zangenpratze einstellbar angeschraubt ist.
Während bei sog. Gestellbackzangen das die Backplatte tragende Gestell einen Rahmen bildet, der auf der einen Seite mit dem Scharnier und auf der anderen Seite mit dem Verschlussmechanismus verbunden ist, bildet bei der genannten Gattung von sog. gestelllosen Backzangen die Backplatte selbst einen tragenden, auf Biegung beanspruchten Teil des Zangenoberteils und des Zangenunterteils der Backzange.
Um eine Dickenjustage des Backgutes zu gewährleisten, müssen die Backplatten gegenüber den das Scharnier und die Verschlusseinrichtung der Backzange bildenden Teilen verstellbar sein. Bei Gestellbackzangen sind hierfür die Schraubverbindungen zwischen der Backplatte und dem Zangengestell als längsverstellbare Verstellgewindespindeln ausgeführt, die zwar eine einfache und genaue Verstellung von der Zangenaußenseite her ermöglichen. Diese Verstellgewindespindeln sind aber nicht dazu ausgelegt und geeignet, ein Biegemoment zu übertragen. Die Übertragung des Biegemoments zwischen der
Scharnierseite und der Verschlussseite des Zangenteils erfolgt hierbei ausschließlich über das rahmenartig geschlossene Zangengestell. Nachteilig ist dabei, dass die sich von der Scharnierseite zur Verschlussseite erstreckenden beiden Rahmenschenkel des Zangengestells die Einwirkung der Heizbrenner auf die Backplattenrückseiten beeinträchtigen. Da die Verstellgewindespindeln an den sich von der Scharnierseite zur Verschlussseite erstreckenden Rahmenschenkeln des Zangengestells angeordnet sind, liegen sie im Bereich von erheblich auf Biegung beanspruchten Gestellteilen. Dies führt einerseits zu Verformungen an den Verbindungsstellen zur Backplatte; andererseits müssen die Rahmenschenkel im Bereich der Verstellgewindespindeln verhältnismäßig breit ausgeführt sein, so dass an dieser Stelle die Einwirkung der Heizflammen auf die Backplattenrückseite besonders beeinträchtigt ist.
Diese Nachteile bestehen bei den sog. Gestelllosen Backzangen nicht, weil dort keine- den Zugang der Heizflammen zur Backplattenrückseite beeinträchtigende Rahmenteile vorhanden sind. An den Verbindungsstellen der Zangenpratzen mit der Backplatte muss aber ein erhebliches Biegemoment übertragen werden. Deshalb können die in einfacher Weise von der Zangenaußenseite einstellbaren Verstellgewindespindeln nicht eingesetzt werden. Stattdessen wird eine direkte Verschraubung gewählt, wobei die Einstellmöglichkeit dadurch gegeben ist, dass unterschiedlich dicke Zwischenlagebleche zwischen der Zangenpratze und der Backplatte eingelegt werden. Eine Verstellung ist hierbei nur verhältnismäßig
umständlich möglich, nämlich durch Austausch der Zwischenlagebleche .
Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Backzange der eingangs genannten Gattung so auszubilden, dass sie die Nachteile der beschriebenen Gestellbackzangen und gestelllosen Backzangen vermeidet und insbesondere einen guten Zugang der Heizflammen zu den Backplattenrückseiten gewährleistet, dabei aber eine einfache Einstellmöglichkeit der Backplatte ermöglicht.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die scharnierseitige Zangenpratze und die verschlussseitige Zangenpratze durch mindestens einen Verbindungssteg biegungssteif miteinander verbunden und dass die Backplatte über längenverstellbare Gewindespindeln mit der scharnierseitigen Zangenpratze und der verschlussseitigen Zangenpratze verbunden ist.
Da das von jedem der beiden Zangenteile einer Backzange zu übertragene Biegemoment durch den mindestens einen Verbindungssteg übertragen wird, ist die Backplatte selbst von der Übertragung des Biegemoments entlastet; deshalb kann die Verbindung von der Backzange zu den beiden Zangenpratzen durch die mit geringem Aufwand von der Zangenaußenseite her, verstellbaren bekannten Gewindespindeln erfolgen, da diese Verbindung keiner Biegebelastung ausgesetzt ist.
Die Verbindung der Backplatte zu den beiden Zangenpratzen erfolgt - im Gegensatz zu Gestellbackzangen - nicht an einer im wesentlichen Umfang auf Biegung beanspruchten
Stelle, sondern an den beiden Zangenpratzen in unmittelbarer Nähe zum Scharnier bzw. zum Verschluss der
Backzange. Deshalb tritt im Wechsel zwischen den hohen
Schließkräften der Backzange und dem belastungsfreien geöffneten Zustand keine wesentliche Verformung im
Verbindungsbereich der Backplatte zu den Zangenpratzen auf.
Da der mindestens eine Verbindungssteg nur dazu dient, ein Biegemoment zwischen den beiden Zangenpratzen zu übertragen, kann dieser Verbindungssteg mit verhältnismäßig schmalem Querschnitt ausgeführt werden, so dass die auf die Backplattenrückseite gerichteten Heizflammen nur wenig beeinträchtigt werden und keine wesentliche „Schattenwirkung" beim Beheizen der Backplatten auftritt.
Vorzugsweise ist der mindestens eine Verbindungssteg einstückig mit den beiden Zangenpratzen ausgeführt. Dies ermöglicht eine besonders schmale Gestaltung des Verbindungsstegs .
Gemäß einer ersten bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass die beiden Zangenpratzen durch einen einzigen, mittig über der Backplatte angeordneten
Verbindungssteg miteinander verbunden sind. Damit lässt sich eine besonders geringe Beeinträchtigung des Zugangs der Heizflammen zu den Backplatten und gleichzeitig eine wesentliche Gewichtsverminderung der Backzangen erreichen.
Hierbei kann der Verbindungssteg in seinem mittleren Bereich über mindestens eine einstellbare Druckschraube mit der Rückseite der Backplatte verbunden sein. Damit wird in sehr einfacher Weise und ohne die Notwendigkeit eines zusätzlichen Bauteils die Möglichkeit geschaffen, einem Verzug der Backplatte entgegenzuwirken.
Stattdessen ist es auch möglich, die Backzange so auszuführen, dass die beiden Zangenpratzen durch zwei jeweils nahe dem Backplattenrand verlaufenden
Verbindungsstegen miteinander verbunden sind. Dabei bleibt der für die Beheizung besonders wichtige mittlere Bereich der Rückseite der Backplatte völlig unbeeinträchtigt .
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen des Erfindungsgedankens sind Gegenstand weiterer Unteransprüche .
Die Erfindung wird nachfolgend an Ausführungsbeispielen näher erläutert, die in der Zeichnung dargestellt sind. Es zeigt:
Fig. 1 in räumlicher Darstellungsweise das obere Zangenteil einer Backzange,
Fig. 2 eine Draufsicht auf das Zangenteil gemäß Fig. 1,
Fig. 3 einen Schnitt längs der Linie III-III in Fig. 2,
Fig. 4 einen Te.ilschnitt längs der Linie IV-IV in Fig. 2 und
Fig. 5 eine abgewandelte Ausführungsform eines Zangenteils in einer Darstellung entsprechend der Fig. 1.
Da in den Fig. 1-4 dargestellte Zangenteil bildet das Oberteil einer Backzange aus einer umlaufenden Backzangenkette und eines Waffelbackofens. Jedes Zangenteil weist eine Backplatte 1 auf. Zwei Backplatten 1 jeder Backzange, die aus zwei Zangenteilen besteht, umschließen im geschlossenen Zustand der Backzange einen Backhohlraum, in den beim Umlauf der Backzangenkette Teig eingegeben und zu dem gewünschten Backerzeugnis verbacken wird, das nach dem Öffnen der Backzange entnommen wird.
Die Backplatte 1 jedes Zangenteils ist auf der einen Seite mit einer scharnierseitigen Zangenpratze 2 verbunden, deren Angeformte Scharnieraugen 3 mit den entsprechenden Scharnieraugen des zugeordneten Zangenteils um eine Scharnierachse 4 aufklappbar miteinander verbunden sind. Auf der anderen Seite ist die Backplatte 1 mit einer verschlussseitigen Zangenpratze 5 verbunden, die nach außen ragende Verschlussteile 6 aufweist, die mit Verschlussteilen des jeweils zugeordneten anderen Zangenteils einen Verschluss der Backzange bildet.
Die beiden Zangenpratzen 3, 5 sind durch einen einstückig damit ausgeführten Verbindungssteg 7 miteinander verbunden, der eine biegesteife Verbindung der beiden Zangenpratzen 2, .5 bildet.
Jeweils zwei in Richtung zur Backplatte 1 vorspringende Verbindungsaugen 8 bzw. 9 der verschlussseitigen Zangenpratze 5 bzw. der scharnierseitigen Zangenpratze 2 tragen jeweils eine längenverstellbare Gewindespindel 10, die an der Rückseite der Backplatte 1 angeschlossen ist. Einzelheiten dieser längenverstellbaren Gewindespindel 10 sind in Fig. 4 zu erkennen. Eine von der Oberseite des Zangenteils her zugängliche Schraube 11 ist mit ihrem Gewindeschaft 12 in eine Gewindebohrung 13 der Backplatte 1 eingeschraubt und dort durch eine Gewindebüchse 14 gekontert, die mit dem Gewindeschaft 12 in Eingriff steht und gegen eine Stirnfläche 15 der Backplatte 1 verschraubt ist. .
Die Gewindebüchse 14 trägt ein Außengewinde 16, auf das eine Gegenmutter 17 aufgeschraubt ist, die gegen eine ünterflache 18 des Anschlussauges 9 geschraubt ist. Auf diese Weise wird eine zug- und druckfest, längenverstellbare Schraubverbindung zwischen dem Anschlussauge 9 (und in entsprechender Weise dem
Anschlussauge 8) und der Backplatte 1 hergestellt. Die Backplatte 1 kann somit gegenüber der sie tragenden Zangenpratze 2 bzw. 5 in senkrechter Richtung zur Ebene der Backplatte 1 an ihren vier Eckpunkten eingestellt und in der eingestellten Stellung gesichert werden.
.Der Verbindungssteg 7 ist in seinem in Längsrichtung gesehen mittleren Bereich über mindestens eine (beim dargestellten Ausführungsbeispiel zwei) einstellbare Druckschrauben 19 mit der Rückseite der Backplatte 1 verbunden. Einzelheiten dieser Verbindung sind in Fig. 3 dargestellt. Eine Druckschraube 20 mit einem von oben
zugänglichen Schraubenkopf 21 ist in eine Gewindebohrung 22 des Verbindungsstegs 7 eingeschraubt und drückt gegen eine Widerlagerfläche 23 im mittleren Bereich der Backplatte 1. Eine Kontermutter 24 ist von oben gegen den Verbindungssteg 7 geschraubt und sichert die
Druckschraube 20 in der jeweils eingestellten Stellung. In Fig. 3 ist zu erkennen, dass die Kontermutter 24 für einen dort nur teilweise dargestellten Ringschlüssel 25 zugänglich ist. Die Druckeinstellung der Druckschraube 19 kann daher im montierten Zustand der Backzange vorgenommen und a.uch nachträglich verändert werden, um einen unvermeidbaren Verzug der ' Backplatte 1 infolge der Temperatureinwirkungen im Waffelbackofen auszugleichen.
Im Betrieb der Backzange werden die durch die
Schließkräfte ausgeübten Biegebeanspruchungen zwischen den beiden Zangenpratzen 2,5 durch den einzelnen, mittig angeordneten Verbindungssteg 7 übertragen. Die durch die Gewindespindeln 10 gebildeten Verbindungsstellen zwischen den Zangenpratzen 2, 5 und der Backplatte sind dabei von jeder Biegebeanspruchung entlastet und können ausschließlich dazu eingesetzt werden, den Abstand zwischen den einander zugeordneten Backplatten 1 so einzustellen, dass sich optimale Abdichtungsverhältnisse zwischen den beiden Backplatten 1 im geschlossenen Zustand der Backzange ergeben.
Die Rückseite jeder Backzange 1 ist mit
Wärmeübertragungsrippen 26 versehen, die beim Durchlauf der Backzange durch die Heizstation des Waffelbackofens von Gasbrennern erhitzt werden. Der verhältnismäßig schmal ausgeführte' Verbindungssteg 7 beeinträchtigt das
Beheizen der Backplatten 1 nicht oder nur sehr geringfügig.
Das in Fig. 5 in einer Darstellung entsprechend der Fig. 1 gezeigt, abgewandelte Ausführungsbeispiel eines Zangenteils unterscheidet sich von dem
Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1-4 im wesentlichen nur dadurch, dass. die beiden Zangenpratzen 2, 5 durch zwei jeweils nahe dem vorderen und hinteren Backplattenrand verlaufende Verbindungsstege 1' einstückig miteinander verbunden sind. Die die Gewindespindeln 10 für die Verbindung der Zangenpratzen 2, 5 mit der Backplatte 1 tragenden Anschlussaugen 8' , 9' gehen hierbei von den Zangenpratzen 2, 5 und den äußeren Enden der Verbindungsstege 1' aus. Der Aufbau und die
Funktionsweise der längenverstellbaren Gewindespindeln 10 entspricht der in Fig. 4 erläuterten Ausführung.
Zwischen den beiden Verbindungsstegen 1' ist an der Rückseite der Backplatte 1 ein gesonderter Druckbalken 27 angeordnet, der an seinen beiden Enden 28 an der Rückseite der Backplatte 1 abgestützt ist und in seinem mittleren Bereich über mindestens eine (beim dargestellten Ausführungsbeispiel zwei) Zugschrauben 29 mit der ■ Backplatte 1 verschraubt ist. Es können auch mehrere Druckbalken 27 vorgesehen sein.
Sowohl die beiden Verbindungsstege 1' als auch der Druckbalken 27 sind verhältnismäßig schmal ausgeführt und beeinträchtigen deshalb den Zutritt der Heizflammen in der Hei'zstation in der Rückseite der Backplatte 1 nicht.
