| JP3762490 | BAG MAKING PACKAGING MACHINE |
| WO/2003/068603 | A VACUUM OPENING-SEALING MACHINE FOR RUBBER-BAG |
| WO/2000/064751 | PACKAGING MACHINE |
BAUR, Walter (Herzbergstrasse 37-39, Gründau, 63584, DE)
KAMMLER, Roman (Philosophenstrasse 27A, Worms, 67547, DE)
BAUR, Walter (Herzbergstrasse 37-39, Gründau, 63584, DE)
| Patentansprüche
1. Beutelmaschine für Verpackungszwecke mit einer von einer Vorratsrolle (2) mittels eines Abzuges (3) abgezogenen Folienbahn
(4), einer Formschulter (5) zum Umformen der Folienbahn (4), einer Längssiegeleinrichtung (8), wahlweise mit mindestens einer Längssiegelbacke (5 1 ) zum Verschweißen der Längsränder der Folienbahn (4) und zum Erzeugen einer Längsnaht (9), einer Quer- Siegeleinrichtung ( 10) mit zwei gegeneinander bewegbaren Siegelbacken (1 1 , 12) zum Erzeugen von Quernähten (13) an der umgeformten Folienbahn (4), einer Trenneinrichtung ( 14) zum Abtrennen der erzeugten Beutel (15, 52) von der Folienbahn (4), einer Mechanik (16) zum Halten der Backen (1 1 , 12, 51), sowie einem Antrieb (17) zum Antreiben einer Backe (1 1 , 12, 51 ) bzw. zweier gegeneinander bewegbarer Backen (1 1 , 12, 5 1 ), wobei dieser Antrieb (17) einen Linearmotor (18, 19) aufweist, welcher aus einem Primärteil (24, 26) und einem Sekundärteil (25, 27) besteht, dadurch gekennzeichnet, dass das Sekundärteil (25, 27) aus einer Reihe aneinander angeordneter, separater Sekundärteilsegmente
(40) besteht, wobei die Sekundärteilsegmente (40) jeweils mittels einer Befestigung (41) mit einer Halterung (53) des Sekundärteils (25, 27) verbunden sind.
2. Beutelmaschine nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Beutelmaschine als vertikale Schlauchbeutelmaschine (1) ausgeführt ist.
3. Beutelmaschine nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Beutelmaschine als horizontale Beutelmaschine (50) ausgeführt ist.
4. Beutelmaschine nach Anspruch 1 , Anspruch 2 oder Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung (53) aus einem Leichtmetall, insbesondere Aluminium oder Magnesium besteht.
5. Beutelmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch ge- kennzeichnet, dass jedes Sekundärteilsegment (40) über ein Bodenteil oder ein Gehäuse (42) mit der Halterung (53) verbunden ist.
6. Beutelmaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenteile bzw. die Gehäuse (42) bei Raumtemperatur dicht oder unter Bildung eines Spaltes (43) aneinander anliegen, und dass das Material der Bodenteile bzw. der Gehäuse (42) einen geringeren Längenausdehnungskoeffizienten als das Material der Halterung (53) aufweist.
7. Beutelmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass als Material der Bodenteile bzw. der Gehäuse (42) Stahl und als
Material des Kreuzes (23) Aluminium vorgesehen ist.
8. Beutelmaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenteile bzw. die Gehäuse (42) bei Raumtemperatur jeweils unter Bildung eines Spaltes (43) aneinander anliegen. |
Beutelmaschine für Verpackungszwecke
Die Erfindung betrifft den Verpackungsmaschinenbau und dort eine Beutelmaschine für Verpackungszwecke, insbesondere eine vertikale Schlauchbeutelmaschine und eine horizontale Beutelmaschine.
Aus der DE 195 35 510 Al ist eine vertikale Schlauchbeutelmaschine mit einer von einer Vorratsrolle mittels eines Abzuges abgezogenen Folienbahn bekannt. Dabei dient eine Formschulter zum Umformen der Folienbahn. Eine Längssiegeleinrichtung ist zum Verschweißen der Längsränder der Folienbahn und zum Erzeugen einer Längsnaht des Folienschlauches vorgesehen. Eine Quersiegeleinrichtung mit zwei gegeneinander bewegbaren Siegelbacken dient zum Erzeugen von Quernähten an der umgeformten Folienbahn und eine Trenneinrichtung zum Abtrennen der erzeugten Beutel von der Folienbahn. Eine Mechanik ist zum Halten der Siegelbacken und ein Antrieb zum Bewegen der Quersiegeleinrichtung vorgesehen, um die Siegelbacken relativ zueinander zu bewegen.
Des Weiteren sind horizontale Beutelmaschinen mit entsprechenden Aggregaten hinlänglich bekannt.
BESTäT8GUNGSKGRE
Um die Quersiegeleinrichtung einerseits sehr schnell zu öffnen und zu schließen und andererseits zusätzlich die Quersiegeleinrichtung hoch und runter zu bewegen, um eine schnelle Querverschweißung eines kontinuierlich weiterbewegten Folienschlauches zu ermöglichen, weist bei der bekannten vertikalen Schlauchbeutelmaschine der Antrieb zwei Linearmotoren auf, von denen der erste Linearmotor für eine Bewegung der Quersiegeleinrichtung in einer ersten Richtung (der Vertikalen) vorgesehen ist, und der zweite Linearmotor zum Ausüben einer Bewegung in einer zweiten Richtung (der Horizontalen) dient, um eine Siegelbacke in dieser Richtung zu bewegen, bzw. beide Siegelbacken über ein Getriebe zu einer entgegengesetzten Bewegung zu veranlassen. Dabei sind die Linearmotoren miteinander über eine Verbindung verbunden, und j eder Linearmotor besteht aus einem Primärteil und einem Sekundärteil. Getriebe zum Erzeugen einer gegenläufigen Siegelbackenbewegung sind in großer Vielfalt bekannt.
Die bekannte Beutelmaschine mit Linearmotor hat den Nachteil, dass sich bei Betrieb des Motors das Sekundärteil, welches Magnete aufweist, erwärmt und ausdehnt. Dies führt dazu, dass sich die Halterung, die das Sekundärteil hält, und mit der das Sekundärteil fest verbunden ist, krümmt. Dies wiederum führt zu einer Schwergängigkeit und damit verbunden zu einer relativ geringen Lebensdauer des Antriebs.
Es liegt die Aufgabe zugrunde, diesen Nachteil bei einer Beutelmaschine gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 zu beseitigen.
Gelöst ist die Aufgabe gemäß dem kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1. Danach besteht das Sekundärteil aus einer Reihe aneinander angeordneter, separater Sekundärteilsegmente, wobei die Sekundärteilsegmente jeweils mittels einer Befestigung mit einer Halterung des Sekundärteils verbunden sind.
Die vorgeschlagene Neuerung hat den Vorteil, dass es bei unterschied- lieh sich ausdehnenden Bauteilen als Folge einer Erwärmung des mit
Magneten ausgestatteten Sekundärteils nicht zu einem Verziehen bzw. Deformieren der Halterung kommt. Da das Sekundärteil wärmer als die es tragende Halterung wird, hat das Sekundärteil eine größere Wärmeausdehnung als die Halterung, sofern die Materialien des Sekundärteils und der Halterung gleich sind oder das Sekundärteil einen größeren Längenausdehnungskoeffizienten als die Halterung aufweist. Allein durch ein loses Aneinandersetzen der Sekundärteilsegmente wird diesen erlaubt, nach einer Wärmeausdehnung gegeneinander zu drücken, um die Summe aller Spalte zwischen ihnen, die allein aus Montagegründen vorkommen, zu verschießen, und derart insgesamt eine größere Längenausdehnung auszugleichen. Es kommt folglich zu keiner Krümmung der Halterung, die sich zudem im Regelfall weniger stark ausdehnt, da sie nicht so warm wie die Sekundärteilsegmente wird.
Ein weiterer Vorteil der vorgeschlagenen Neuerung ist, dass die Wärme- entwicklung des Sekundärteils zugelassen wird. Ein technischer Aufwand, die Wärme abzuführen, wird vermieden. Trotzdem wird eine lange Lebensdauer der Bauteile, deren Führung von einer ortsgenauen Halterung abhängt, erreicht, da diese nicht verzogen ist, und somit keine Schwergängigkeit der bewegten Bauelemente vorkommt. Zudem werden die Schweißnähte reproduzierbar und gleichmäßig erstellt.
Unter dem Begriff Sekundärteilsegment ist eine Mehrzahl an Magneten in einer Einheit oder jeweils ein einzelner Magnet zu verstehen. Aus Montagegründen ist es von Vorteil, nicht die Magnete einzeln mit der Halterung zu verbinden, sondern j eweils eine Gruppe von Magneten mit der Halterung zu verschrauben oder zu verkleben. Eine Verschraubung mittels einer einzigen Schraube für eine Gruppe, welche seitlich begrenzt ist, zwei Schrauben nebeneinander oder eine einzige schmale Klebespur quer zur Längserstreckung des Sekundärteils ist von Vorteil. Dies erlaubt eine freie Ausdehnung des Sekundärteilsegments ohne dass die Halterung dadurch gekrümmt wird. Das Primärteil weist stromdurchflossene Spulen
auf. Seine Erwärmung ist besonders stark. Es kann sich jedoch frei ausdehnen, da es auf einer Führung sitzt und dort beweglich ist.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der vorgeschlagenen Beutelmaschine sind in den Ansprüchen 2 bis 8 beschrieben.
Gleichmäßige Schweißnähte werden relativ schnell erzeugt, wenn die Beutelmaschine als vertikale Schlauchbeutelmaschine (Anspruch 2) oder als horizontale Beutelmaschine (Anspruch 3) ausgeführt ist.
Für eine Halterung, die bewegt wird, sind insbesondere leichte und stabile Materialien wie Aluminium oder Magnesium (Anspruch 4) von Vorteil.
Aus Montagegründen ist es sinnvoll, dass jedes Sekundärteilsegment über ein eigenes Bodenteil oder ein eigenes Gehäuse mit der Halterung verbunden ist (Anspruch 5). Dann sind das Material des Bodenteils bzw. des Gehäuses und ein dazwischen vorkommender Spalt für die erwähnten Längenausdehnungen relevant. Als Befestigung ist eine herkömmliche Verschraubung mit den üblichen Ungenauigkeiten bei vier Schrauben in den vier Ecken der Sekundärteilsegmente ausreichend. Liegen gemäß Anspruch 6 die Bodenteile bzw. die Gehäuse bei Raumtemperatur dicht oder unter Bildung eines Spaltes aneinander an, und weist das Material der Bodenteile bzw. der Gehäuse einen geringeren, insbesondere deutlich geringeren Längenausdehnungskoeffizienten als das Material der Halterung auf, so verzieht sich die Halterung ebenfalls nicht bei Erwärmung des Sekundärteils und Erwärmung durch Wärmeleitung hin zur Halterung. Unter deutlich geringer ist zu verstehen, dass sich die Halterung bei einer durch einen Betrieb des Sekundärteils erfolgten Erwärmung um eine deutlich größere Längendifferenz ausdehnt als das Sekundärteil. Ist als Material der Bodenteile bzw. der Gehäuse Stahl und als Material der Halterung Aluminium vorgesehen (Anspruch 7), so ist zum einen erreicht, dass die Halterung relativ leicht ist und deshalb ohne großen Energieaufwand bewegbar ist, und zum anderen, dass sie sich mit einem
größeren Längenausdehnungskoeffizienten ausdehnt, als die Sekundärteile. Eine Krümmung der Halterung kommt derart nicht vor. Zwischen den Sekundärteilen muss dabei im Regelfall kein Spalt vorgesehen werden.
Schließlich kann die Längenausdehnung bei Erwärmung gänzlich nicht beachtet werden, wenn gemäß Anspruch 8 die Bodenteile bzw. die
Gehäuse bei Raumtemperatur j eweils unter Bildung eines Spaltes aneinander anliegen. Bei denen im Maschinenbau üblichen Werkstoffen wie Stahl, Aluminium und Magnesium sind in der Regel Spalte mit ca. 10 Mikrometer Breite ausreichend.
Im Folgenden wird die vorgeschlagene Beutelmaschine an Hand von
Ausführungsbeispiele darstellenden Figuren näher beschrieben. Es zeigt:
Figur 1 in einer Seitenansicht eine vertikale Schlauchbeutelmaschine, deren Quersiegeleinrichtung mittels eines Antriebes in vertikaler Richtung bewegt und zudem geöffnet und ge- schlössen wird;
Figur 2 in einer Seitenansicht ein Kreuz als Halterung für einen
Antrieb mit zwei Linearmotoren zum Bewegen der Siegelbacken der Quersiegeleinrichtung der Beutelmaschine der Figur 1 ;
Figur 3 in einer um 90 Grad zur Ansicht der Figur 2 versetzten
Ansicht die Vorderseite des Kreuzes der Figur 2, an dessen vertikal ausgerichtetem Balken zwei Schienen ausgebildet sind, zwischen denen sich ein aus mehreren separaten Sekundärteilsegmenten zusammengesetztes Sekundärteil eines ersten Linearmotors erstreckt, wobei ein ortsfestes Primärteil dieses Linearmotors auf den Schienen sitzt, um das Kreuz in vertikaler Richtung zu versetzen;
Figur 4 in einer Schnittdarstellung das entlang A-A der Figur 3 geschnittene Kreuz der Figur 3 ;
Figur 5 in einer Seitenansicht die Rückseite des Kreuzes der Figur 3 , wobei am horizontal ausgerichteten Balken ein ebenfalls aus separaten Sekundärteilsegmenten zusammengesetztes Sekundärteil eines zweiten Linearmotors befestigt ist, um ein Pri- märteil entlang horizontal ausgerichteter Schienen zu bewegen, und zusätzlich mit der Quersiegeleinrichtung der vertikalen Schlauchbeutelmaschine der Figur 1 , deren Siegelbacken durch eine Horizontalbewegung des Primärteils aufeinander zu bewegt oder voneinander getrennt werden;
Figur 6 in einer Schnittdarstellung das Sekundärteil für die Betätigung der Quersiegeleinrichtung der Figur 5 bei einer niedrigen Betriebstemperatur des Sekundärteils;
Figur 7 in einer Schnittdarstellung das Sekundärteil der Figur 6, jedoch bei einer höheren Betriebstemperatur;
Figur 8 in einer Schnittdarstellung und in einer Vergrößerung einen
Ausschnitt aus dem Gegenstand der Figur 7;
Figur 9 in einer Seitenansicht in einem zweiten Ausführungsbeispiel einen Antrieb mit einem vertikal bewegbaren Rahmen zum Antreiben einer Quersiegeleinrichtung einer vertikalen Schlauchbeutelmaschine, mit zwei Linearmotoren, deren Sekundärteile jeweils an einer Halterung festgeklebte Sekundärteilsegmente aufweisen, sowie
Figur 10 in einer Seitenansicht in einem weiteren Ausführungsbeispiel eine horizontale Beutelmaschine, deren gegeneinander bewegbare Quersiegelbacken und Längssiegelbacken jeweils mittels eines Linearmotors mit separaten Sekundärteilsegmenten angetrieben werden.
Bei einer vertikalen Schlauchbeutelmaschine 1 mit einer von einer Vorratsrolle 2 mittels eines Abzuges 3 abgezogenen, um eine Umlenkrol-
Ie 38 umgelenkten Folienbahn 4, dient eine Formschulter 5 zum Umformen der Folienbahn 4 zu einem Folienschlauch 6 und ein Formatrohr 7 zum Aufnehmen und Befüllen des Folienschlauches 6 (Figur 1 ). Eine Längssiegeleinrichtung 8 ist zum Verschweißen der Längsränder der Folienbahn 4 und zum Erzeugen einer Längsnaht 9 des Folienschlauches 6 vorgesehen. Eine Quersiegeleinrichtung 10 mit zwei gegeneinander bewegbaren Siegelbacken 1 1 , 12 dient zum Erzeugen von Quernähten 13 am Folienschlauch 6 und eine Trenneinrichtung 14 zum Abtrennen der erzeugten Schlauchbeutel 15 vom Folienschlauch 6. Eine mit einer Befestigung 39 verbundene Mechanik 16 hält die Siegelbacken 1 1 , 12 (Figuren 2 bis 8). Mittels eines Antriebs 17 wird die Quersiegeleinrichtung 10 geöffnet und geschlossen sowie auf- und abbewegt, um jeweils zwei Quernähte 13 gleichzeitig und mitlaufend mit dem kontinuierlich nach unten bewegten Folienschlauch 6 zu erzeugen. Während dieses Schweißvorganges sind die Siegelbacken 1 1 , 12 geschlossen. Nachfolgend werden sie von einander getrennt und die Quersiegeleinrichtung 10 wird nach oben gefahren um dort im Abstand einer Beutellänge erneut eine Verschweißung von Quernähten 13 im zusammengedrückten Folienschlauch 6 zu starten.
Ein Antrieb 17 zum Bewegen der Quersigeleinrichtung 10 weist zwei Linearmotoren 18, 19 auf. Der erste Linearmotor 18 ist für eine Bewegung der Quersiegeleinrichtung 10 in der Vertikalen 20 vorgesehen. Der zweite Linearmotor 19 dient zum Ausüben einer Bewegung in der Horizontalen 21 , um die Siegelbacken 1 1 , 12 in dieser Richtung gegenläufig zu bewegen. Dabei werden beide Siegelbacken 1 1 , 12 über ein an sich bekanntes, herkömmliches Getriebe 22 zu einer entgegengesetzten Bewegung veranlasst, wenn ein Primärteil 26 des zweiten Linearmotors 19 hin- und herbewegt wird. Die Linearmotoren 18, 19 sind miteinander über ein als Halterung 53 dienendes Kreuz 23 verbunden. Jeder Linear- motor 18, 19 besteht aus einem Primärteil 24, 26 und einem Sekundärteil 25, 27. Die beiden Balken 28, 29 des Kreuzes 23 sind quer zueinander angeordnet. Auf den beiden gegenüberliegenden Seiten der Halterung 53
δ
ist jeweils ein Sekundärteil 25, 27 eines Linearmotors 18, 19 an einem unterschiedlichen Balken 28, 29 befestigt. Auf den gegenüber liegenden Seiten ist zudem jeweils eine Führung 30, 31 parallel zu einem Balken 28, 29 vorgesehen. Ein Primärteil 24 des ersten Linearmotors 18 ist an einer ortsfesten Halterung 32 befestigt. Das Sekundärteil 25 dieses Linearmotors 18 ist auf der einen Seite des Kreuzes 23 befestigt. Ein Sekundärteil 27 des anderen Linearmotors 19 ist auf der anderen Seite des Kreuzes 23 befestigt. Das Primärteil 26 des zweiten Linearmotors 19 ist relativ zu diesem Sekundärteil 27 bewegbar und mit der Quersiegel- einrichtung 10 verbunden, um diese zu öffnen und zu schließen. An den Primärteilen 24, 26, die nicht am Kreuz 23 befestigt sind, sind j eweils vier Wägen 33 zum Bewegen der Primärteile 24, 26 längs der Führungen 30, 31 vorgesehen.
Die Sekundärteile 25 , 27 sind mit dem Kreuz 23 verbunden, um dieses zu stabilisieren. Das Kreuz 23 und die Führungen 30, 31 sind aus einem einzigen Stück Aluminium hergestellt, wobei jede Führung 30, 31 aus zwei parallel zueinander verlaufenden Schienen 34, 35 besteht. Das Kreuz 23 weist auf den gegenüberliegenden Seiten jeweils eine Materialaussparung 36 mit einem diese begrenzenden Rand 37 auf. Die Sekundär- teile 25, 27 erstrecken sich über die Balken 28, 29 und sind jeweils zwischen zwei Schienen in eine Materialaussparung 36 eingeklebt.
Während das Primärteil 24 des ersten Linearmotors 18 das Kreuz 23 und mit diesem die Quersiegeleinrichtung 10 hoch und runter bewegt, öffnet und schließt der zweite Linearmotor 19 durch eine Hin- und Herbewe- gung seines Primärteils 26 relativ zu seinem Sekundärteil 27 und damit zum Kreuz die Quersiegeleinrichtung 10. Die Sekundärteile 25, 27 werden im Gegensatz zu den Primärteilen 24, 26 kaum erwärmt, so dass das Kreuz 23 keine die Genauigkeit der Bewegung der Siegelbacken 11 , 12 betreffende Längenausdehnung als Folge einer zu starken Erwärmung erfährt.
Die beiden Sekundärteile 25, 27 der als Kreuz 23 ausgeführten Halterung 53 bestehen aus einer Reihe aneinander angeordneter, separater Sekundärteilsegmente 40. Die Sekundärteilsegmente 40 sind jeweils mittels drei als Schrauben ausgeführte Befestigung 41 mit dem Kreuz 23 ver- bunden. Jedes Sekundärteilsegment 40 ist über ein Bodenteil eines Gehäuses 42 mit dem Kreuz 23 verbunden. Die Bodenteile, und damit auch die Gehäuse 42, liegen bei Raumtemperatur, d. h. bei noch nicht betriebenen Linearmotoren 18, 19 dicht aneinander an (Figur 6). Das Material der Gehäuse 42 mitsamt jeweiligem Bodenteil ist Stahl. Dieser hat einen geringeren Längenausdehnungskoeffizienten als das Material des Kreuzes 23, das Aluminium ist. Somit dehnt sich bis zum Erreichen einer j eweiligen Betriebstemperatur der Linearmotoren 18, 19 durch Wärmeabgabe der Magnete 44 das Kreuz 23 unter Bildung von Spalten 43 stärker aus als die Sekundärteile 25, 27 (Figuren 7 und 8). Dies hat zur Folge, dass sich die mit den Sekundärteilen 25 , 27 bestückte Halterung 53 nicht verzieht, so dass die Führungen 30, 31 exakt ausgerichtet bleiben. Dadurch werden auch die Siegelbacken 1 1 , 12 exakt bewegt und jeweils gleichartige Quernähte 13 in Folge eines gleichartigen Schweißdruckes am Folienschlauch 6 erzeugt.
Beim Ausführungsbeispiel der Figur 9 werden zum Bewegen einer Quersiegeleinrichtung 10 einer vertikalen Schlauchbeutelmaschine ebenfalls zwei Linearmotoren 18, 19 eingesetzt. Ebenfalls besteht jeweils das Sekundärteil 25, 27 der Linearmotoren 18, 19 aus einer Reihe aneinander angeordneter, separater Sekundärteilsegmente 40, wobei die Sekundärteilsegmente 40 j eweils mittels einer als mittigen Klebstoffspur ausgeführte Befestigung 41 mit einer Halterung 53 des Sekundärteils 25, 27 verbunden sind. Jede Klebstoffspur verläuft quer zur Erstreckung eines Sekundärteilsegmentes 40 und ist nur ca. 10 mm breit, um dem Sekundärteilsegment 40 eine geringere Ausdehnung als die aus Magnesi- um ausgeführte Halterung 53 zu ermöglichen. Jede Klebstoffspur erfüllt die Funktion der im ersten Ausführungsbeispiel dargestellten Schrauben als Befestigung 41 an der Halterung 53. Wie im vorherigen Ausführungs-
beispiel enthält j edes Sekundärteilsegment 40 mehrere Magnete und ist von einem Gehäuse 42 umgeben, damit die Sekundärteilsegmente 40 in einfacher Weise zu Sekundärteilen 25, 27 zusammengesetzt werden können. Die Funktion der Spalte 43 ist analog zum ersten Ausführungs- beispiel, ebenso die Funktion der Führungen 30, 31 für die Primärteile 24, 26.
Während der für die Horizontalbewegung vorgesehene Linearmotor 19 auf einem Rahmen 45 sitzt, der mittels Aussparungen 55 entlang von Führungen 54 hoch und runter bewegbar ist, dient der für die Vertikal- bewegung vorgesehene Linearmotor 18 dazu, mittels seines Primärteils 24 und einer an diesem befestigte Platte 46 den Rahmen 45 in Richtung der Vertikalen 20 zu bewegen.
Beim Ausführungsbeispiel der Figur 10 ist die Beutelmaschine als ansonsten herkömmliche horizontale Beutelmaschine 50 ausgeführt. Bei dieser wird eine Folienbahn 4 mit einer mittigen Umfaltung 48 versehen und mittels eines Abzugs 3 in einer horizontalen Folientransportrichtung 47 bewegt. Die Siegelbacken 1 1 , 12 werden mittels eines ortsfesten Linearmotors 19 wie bei den vorherigen Ausführungsbeispielen betätigt, um Quernähte 13 zu erzeugen. Für die beiden gegeneinander bewegbaren Längssiegelbacken 51 zum kopfseitigen Verschweißen (Längsnaht 9) der mittels eines Füllstutzens 49 befüllten, und mittels einer Trenneinrichtung 14 von der Folienbahn 4 abgetrennten Beutel 52 gilt das Gleiche. Die Längssiegelbacken 51 werden ebenfalls mittels eines Linearmotors 19 ortsfest verschweißt, wobei ein ebenfalls aus separaten Sekundärteil- Segmenten 40 zusammengesetztes Sekundärteil 27 dazu dient, einen leichtgängigen, ortsgenauen Betrieb des Primärteils 26 des Linearmotors 19 entlang einer Halterung 53 des Sekundärteils 27 zu erreichen.
