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Patent Searching and Data


Title:
BAKING DEVICE AND METHOD
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/1998/052418
Kind Code:
A1
Abstract:
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung (1) zur Herstellung von Backwaren (2). Diese weist einen mit einer T�r (5) verschlie�baren Backraum (4) mit einer Heizvorrichtung (7) zum Erw�rmen des Backraumes (4) auf. Weiters ist eine Zufuhrvorrichtung (10, 31) f�r ein Fluid (11) mit einem im Backraum (4) angeordneten Austragelement (12), einem Speicherbeh�lter (22) sowie einer F�rdervorrichtung (20) f�r das Fluid (11) vorgesehen. Im Backraum (4) ist ein Me�wertgeber (8, 9) zumindest zum Erfassen eines Ist-Wertes einer Temperatur im Backraum (4) angeordnet, der mit einer Steuervorrichtung (16) verbunden ist. Diese ist auch mit der Heizvorrichtung (7) der Zufuhrvorrichtung (10, 31) f�r das Fluid (11) und einer Energiequelle (21) verbunden. Im Backraum (4) ist zumindest ein weiterer Me�wertgeber (8, 9) f�r die Ermittlung eines Ist-Wertes der Luftfeuchtigkeit angeordnet und mit der Steuervorrichtung (16), ebenso wie ein Zeitgeber (30), verbunden. Die Steuervorrichtung (16) ist mit den Eingabeorganen (26, 27) f�r einen Soll-Wert der Luftfeuchtigkeit und/oder der Temperatur, gegebenenfalls in Abh�ngigkeit von einer mit dem Zeitgeber (30) festlegbaren Back- bzw. Gardauer, verbunden.

Inventors:
Hofer, Wolfgang (Leonfeldnerstrasse 207, Linz, A-4040, AT)
Application Number:
PCT/AT1998/000127
Publication Date:
November 26, 1998
Filing Date:
May 14, 1998
Export Citation:
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Assignee:
Hofer, Wolfgang (Leonfeldnerstrasse 207, Linz, A-4040, AT)
International Classes:
A21B1/26; A21B1/40; A21B3/04; A21B1/00; A21B3/00; (IPC1-7): A21B3/04; A21B1/40
Attorney, Agent or Firm:
Secklehner, G�nter (Pyhrnstrasse 1, Liezen, A-8940, AT)
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Claims:
Patentansprüche
1. Vorrichtung zur Herstellung von Backwaren, insbesondere zum Garen und/oder Backen von Lebensmittel oder Backwaren mit einem Backraum mit einer Heizvorrichtung für den Backraum, mit einer Zufuhrvorrichtung für ein Fluid mit einem im Backraum angeordneten Austragelement und mit zumindest einem Me wertgeber, zumindest zum Erfassen eines Ist Wertes einer Temperatur im Backraum und mit einer Steuervorrichtung, die mit der Heizvor richtung, dem Me wertgeber sowie der Zufuhrvorrichtung und einer Energiequelle verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, da im Backraum (4) zumindest ein weiterer mit der Steuervor richtung (16) verbundener Me wertgeber (8, 9) für die Ermittlung eines IstWertes der Luftfeuchtigkeit angeordnet ist und die Steuervorrichtung (16) mit einem Eingabeorgan (26, 27) für einen SollWert der Luftfeuchtigkeit und/oder der Temperatur gegebenenfalls in Abhän gigkeit von einer mit einem Zeitgeber (30) festlegbaren Back bzw. Gardauer angeordnet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, da beim Auftreten einer Differenz zwischen dem Soll und IstWert der Luftfeuchtigkeit und/ oder dem Soll und Ist Wert der Temperatur und/oder der jeweiligen Gar bzw. Backzeit die Luftfeuchtigkeit und/oder die Temperatur im Backraum (4) durch Zu oder Abfuhr von Feuchtigkeit und/oder Wärme mit der Zufuhrvorrichtung (10, 31) und/oder auf den SollWert rückführbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, da bei einem Über schreiten der SollTemperatur im Backraum (4) die Zufuhrvorrichtung (10, 31) über die Steuervorrichtung (16) für die Zufuhr von Fluid (11) und/oder Kühlluft zum Backraum (4) beaufschlagt ist.
4. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, da bei einem Überschreiten des SollWertes der Luftfeuchtigkeit im Back raum (4) die Zufuhrvorrichtung (10, 31) zum Entziehen von Feuchtigkeit oder zur Zufuhr von trockener Frischluft beaufschlagt ist.
5. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, da die Steuervorrichtung (16) die Differenz zwischen den Soll und Ist Werten der Luftfeuchtigkeit und/oder Temperatur im Backraum (4) bevorzugt intermittierend ermittelt.
6. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, da die Differenz zwischen dem Soll und IstWert der Temperatur und/oder der Luftfeuchtigkeit nach zumindest einer voreinstellbaren Dauer der Gar und/oder Backzeit und/oder bei voreinstellbaren Werten der Temperatur im Backraum (4) feststellbar ist.
7. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, da die Steuervorrichtung (16) einen bevorzugt programmierbaren Rechner umfa t, der zumindest ein Speicherelement zum Hinterlegen von zumindest einem SollWert für die Luftfeuchtigkeit und/oder die Temperatur und/ oder die Gar bzw. Backzeit aufweist.
8. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, da das Fluid (11) im flüssigen und/oder gas und/oder dampfförmigen Zu stand, insbesondere als Wasserdampf, in den Backraum (4), bevorzugt unter Überdruck, einbringbar und/oder einblasbar ist.
9. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, da die Austragelemente (12) für das Fluid (11) über die dem Backraum (4) zugewandte Oberfläche, insbesondere über die Deckplatte (13) verteilt angeordnet sind.
10. Verfahren zum Garen und/oder Backen von Lebensmitteln oder Backwaren in ei nem Backraum, bei dem die insbesondere zuvor tiefgefrorenen Lebensmittel und/oder Back waren zum Garen bzw. Backen oder Vorgaren bzw. Vorbacken erwärmt und dabei einer voreinstellbaren Luftfeuchtigkeit ausgesetzt werden, insbesondere mit einer Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden An sprüche, dadurch gekennzeichnet, da Soll Werte für die Temperatur und/oder Luftfeuchtigkeit gegebenenfalls in Abhängigkeit von der Gar bzw. Backzeit vordefi niert werden und danach während des Garens und Backens der Lebensmittel oder Backwaren die jeweiligen IstWerte der Luftfeuchtigkeit und/oder der Tem peratur gegebenenfalls in Abhängigkeit von der Gar bzw. Backzeit ermittelt werden.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, da die Luftfeuchtigkeit durch Feuchtigkeitszufuhr oder entzug sowie die Temperatur der Backwaren durch Wärmezu fuhr oder entzug auf den SollWert rückgeführt wird.
Description:
Backvorrichtung und -verfahren Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Herstellung von Backwaren und ein Verfahren zum Garen und/oder Backen von Lebensmitteln oder Backwaren, wie sie in den Oberbegriffen der Ansprüche 1 und 10 beschrieben sind.

Es sind bereits Vorrichtungen zur Herstellung von Backwaren, insbesondere zum Garen und/oder Backen von Lebensmitteln oder Backwaren, sowie auch entsprechende Verfahren be- kannt. So ist es aus der AT 401 707 B bekannt, die Temperaturen und die Luftfeuchtigkeit sowohl bei der Teig zubereitung als auch in der sogenannten Ruhselzeit zu definieren. Gleicher- ma en wird auch die Hauptgare vor ihrem Ende abgebrochen. Dadurch soll eine frühzeitige Hautbildung im Bereich der Backwaren verhindert werden, um bei einem späteren Dampfaus- bruch, der beim Backen von zuvor tiefgefrorenen Backwaren auch zu einem relativ späten Zeitpunkt des Gar- bzw. Backvorgangs auftritt, ein Abplatzen dieser Haut im Bereich der Ober- fläche der Backware zu verhindern. Betreffend die Behandlung der Backware während des Backens wird nur festgestellt, da die Backware nach dem Auflegen auf das Backblech mit Wasser bespritzt und dann unter Verwendung von möglichst viel Dampf (Schwaden) gebacken werden soll, wobei sowohl Hei luftöfen als auch Öfen mit ruhender Luft verwendet werden können. Nachteilig ist hierbei, da die frühe Hautbildung bei Backwaren während des zur end- gültigen Fertigstellung derselben durchgeführten Backvorganges nicht sicher verzögert oder verhindert werden kann.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt darin, eine Vorrichtung der Eingangs genannten Art sowie ein Verfahren zum Garen und/oder Backen von Lebensmitteln oder Backwaren zu schaffen, mit dem der Gar- bzw. Backvorgang universell auf unterschiedliche Einsatzfälle an- gepa t werden kann.

Diese Aufgabe der Erfindung wird durch die Merkmale im Anspruch 1 gelöst. Vorteilhaft ist hierbei, da durch die laufende Überwachung eines Soll- und eines Ist- Wertes der Luftfeuch- tigkeit und/oder der Temperatur im Backraum, ggf. bezogen auf die Gar- bzw. Backtemperatur und/oder der Gar- bzw. Backzeit, ein zu starkes Austrocknen oder eine zu hohe Luftfeuchtig- keit im Bereich der Oberfläche der Backwaren ebenso verhindert werden kann, wie eine unerwünschte oder zu späte Hautbildung im Bereich der Oberfläche von Backwaren. Darüber hinaus kann ein gleichmä iges Gar- und Backergebnis bei den Lebensmitteln bzw. Backwaren erreicht werden.

Dadurch ist es auch einfach möglich, den Austritt von Wasserdampf bzw. anderen Bestandtei-

len aus den Lebensmitteln bzw. den Backwaren besser zu steuern und kann damit sowohl das Gar- bzw. Backergebnis, nämlich das Aussehen der Lebensmittel bzw. der Backware als auch der Haltbarkeit und der Frischezustand, insbesondere die Reschheit, über längere Zeit aufrecht erhalten werden. Ein weiterer Vorteil dieser Lösung liegt darin, da nunmehr der jeweilige Feuchtigkeitsgehalt und die jeweilige Temperatur, der in den Backraum eingebrachten Lebens- mittel bzw. Backwaren ohne einer zusätzlichen Behandlung, z.B. einem weiteren Me vorgang oder dgl. konstant bleibt.

Durch die Weiterbildung nach Anspruch 2 kann der Ist-Wert der Feuchtigkeit und/ oder Tem- peratur zur Gänze bei dem nachfolgenden Gar- bzw. Backvorgang mitberücksichtigt werden und ist es dadurch auch möglich, den Temperaturverlauf und die Zeitdauer des Gar- bzw. Back- vorganges hinsichtlich der erzielbaren Qualität einem Optimum, zwischen dem gewünschten Gar- bzw. Backergebnis und der Gar- bzw. Backzeit, universell anzupassen.

Vorteilhaft ist eine weitere Ausbildung nach Anspruch 3, da dadurch ein feinfühliger Re- gelungsvorgang der Temperatur im Backraum erzielbar ist. Damit kann die Differenz zwischen Soll- und Ist-Wert bzw. die Abweichung vom Soll-Wert der Temperatur und/oder der Luft- feuchtigkeit gering gehalten werden.

Durch die weitere Ausführungsvariante nach Anspruch 4 wird auch eine rasche Anpassung der Feuchtigkeitswerte an unterschiedliche Produktionszustände bzw. eine Anpassung an einen op- timalen Gar- bzw. Backproze ermöglicht.

Vorteilhaft ist aber auch eine Ausbildung nach Anspruch 5, da damit eine sich über den gesam- ten Gar- bzw. Backvorgang hinziehende Überwachung möglich ist. Vor allem ist dadurch eine kontinuierlich fortlaufende Überwachung des gesamten Gar- bzw. Backvorganges erzielbar, wobei je nach der Gar- bzw. Backdauer und in Abhängigkeit von der Empfindlichkeit des zu garenden Lebensmittels bzw. der zu backenden Backware die Zeitdauer zwischen den einzel- nen Ermittlungen des Ist-Wertes der Luftfeuchtigkeit und/oder Temperatur und/oder Zeitdauer und/oder der Ermittlung der Differenz universell an unterschiedliche Einsatzfälle angepa t wer- den kann.

Durch die Weiterbildung nach Anspruch 6 ist es aber auch möglich, die Feststellung der Tem peratur und/oder der Temperatur der Luftfeuchtigkeit und/oder der Luftfeuchtigkeit bzw. der Differenz zwischen diesen und den zugehörigen Soll-Werten in Abhängigkeit von der Zeit- dauer des Gar- bzw. Backvorganges zu ermitteln.

Eine feinfühlige Überwachung, insbesondere aber Regelung des Gar- bzw. Backvorganges, wird durch die Ausgestaltung der Steuervorrichtung nach Anspruch 7 erzielt.

Durch die Auswahlmöglichkeiten beim Einbringen des Fluides nach Anspruch 8 wird mit Vor- teil eine Anpassung an die gewünschte Veränderung der Luftfeuchtigkeit im Backraum ermöglicht.

Durch die Ausgestaltung nach Anspruch 9 wird eine gleichmä ige Luftfeuchtigkeit und/oder Temperatur über das gesamte Volumen des Backraums in einfacher Weise erzielt.

Die Aufgabe der Erfindung wird aber auch durch das Verfahren im Anspruch 10 gelöst. Vor- teilhaft ist bei diesem Verfahren, da durch die laufende Überwachung der Ist-Werte der Luftfeuchtigkeit und der Temperatur im Backraum und durch den ständigen Vergleich und die Differenzbildung mit den Soll-Werten eine universelle Anpassung des Gar- bzw. Backablaufes an ein günstiges Ergebnis des Gar- bzw. Backvorganges möglich ist.

Vorteilhaft sind auch die Ma nahmen nach Anspruch 11, da durch die Überwachung der Diffe- renz der Soll- und Ist-Werte auch die Abweichung des Ist-Wertes vom Soll-Wert auf ein Minimum gehalten werden kann, soda äu ere Bedingungen wie z.B. Leistungsschwankungen in der Energieversorgung in der Heizvorrichtung sowie unterschiedliche Beschickungsmengen des Backraums und selbstverständlich auch Unterschiede in der Feuchtigkeit und/oder Tempe- ratur der zum Garen bzw. Backen eingebrachten Lebensmittel bzw. Backwaren in einfacher Weise vollautomatisch mitberücksichtigt werden, ohne da es weiterer Arbeitsvorgänge bedarf.

Die Erfindung wird im nachfolgenden anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausfüh- rungsbeispieles näher erläutert.

Es zeigt: Fig. 1 eine erfindungsgemä e Vorrichtung zum Herstellen von Backwaren in stark verein- fachter, schematischer Darstellung und Seitenansicht mit der zugehörigen Steuervorrichtung in Art eines Blockschaltbildes.

In Fig. 1 ist eine Vorrichtung 1 zum Herstellen von schematisch angedeuteten Backwaren 2, z.B. Semmeln, Kipferln und dgl., dargestellt. Ein in einem Gehäuse 3 angeordneter Backraum 4 ist über eine Tür 5 von einer Frontseite her zugänglich, wobei die Tür 5 mit einer durchsichti-

gen Glasscheibe 6 zur Überwachung des Gar- bzw. Backvorganges ausgestattet ist.

Dem Backraum 4 ist eine Heizvorrichtung 7 zum Erwärmen des Backraumes 4 zugeordnet.

Diese Heizvorrichtung 7 kann aus beliebigen, aus dem Stand der Technik bekannten, Ausbil- dungen oder Ausstattungen sein und mit den unterschiedlichsten Medien wie Gas, Strom, Öl oder Festbrennstoffen betrieben werden. Selbstverständlich sind als Heizvorrichtungen 7 auch andere Wärmeenergieerzeuger, wie Mikrowellen, Hochfrequenzanlagen usw. verwendbar bzw.

kann die Energiezufuhr auch über Warmluft erfolgen.

Im Inneren des Backraumes 4 ist zumindest ein Me wertgeber 8 zum Feststellen eines Ist-Wer- tes der Temperatur und zumindest ein weiterer Me wertgeber 9 zur Feststellung des Ist-Wertes der Luftfeuchtigkeit im Backraum 4 angeordnet. Des weiteren ist dem Backraum 4 eine Zufuhr- vorrichtung 10 für ein Fluid 11 zur Regulierung der Feuchtigkeit und/oder Temperatur im Backraum 4 zugeordnet. Diese Zufuhrvorrichtung 10 umfa t zumindest ein im Backraum 4 an- geordnetes Austragelement 12 für das Fluid 11.

Selbstverständlich können auch mehrere Austragelemente 12 vorgesehen sein, die über einen Innenraum oder eine innere Oberfläche des Backraumes 4 in beliebiger Anordnung verteilt vor- gesehen sein können.

Unter anderem ist es auch möglich, das Fluid 11, insbesondere dann, wenn es in flüssiger Form eingebracht wird, in Aufnahmebehälter im Inneren des Backraumes 4 einzuleiten, soda es dort durch die im Backraum 4 vorherrschende Wärme in den gas- bzw. dampfförmigen Zustand übergeführt werden kann.

Vorteilhaft kann es sich erweisen, wenn die Austragelemente 12, bei welchen es sich z.B. um Sprühdüsen, Zerstäuber und dgl. handeln kann, über eine Deckplatte 13 des Backraumes 4 gleichmä ig verteilt angeordnet sind, da beim Einströmen des Fluides 11, unabhängig davon, ob im flüssigen, gas- oder dampfförmigen Zustand, durch den Temperaturunterschied des Dampfes gegenüber der Lufttemperatur im Backraum 4 dieser Dampf schwerer ist und daher in Richtung eines Bodens 14 des Backraumes 4 absinkt und somit über nahezu das gesamte Volu- men des Backraumes 4 eine gleichmä ige Verteilung desselben erzielt wird.

Werden in einem Backraum 4 jedoch mehrere Backbleche 15 zur Aufnahme von Backwaren 2 eingesetzt, kann es sich als vorteilhaft erweisen, über den Umfang des Backraumes 4, zumin- dest über dessen Seitenwände und dessen Rückwand, jeweils im Bereich zwischen zwei Backblechen 15 gleichmä ig verteilt Austragelemente 12 für das Fluid 11 anzuordnen, um so

jede Lage der Backwaren 2 mit entsprechender Feuchtigkeit zu versorgen bzw. die Feuchtig- keitszufuhr und Stabilisierung feinfühlig regeln zu können.

Dabei kann es sich auch als vorteilhaft erweisen, in jedem Zwischenraum Me wertgeber 8 und 9 für den Ist-Wert der Temperatur bzw. Luftfeuchtigkeit anzuordnen, soda bei entsprechender Auslegung einer Steuervorrichtung 16 - wie noch später im Detail erläutert werden wird - die Soll-Werte der Temperatur und/oder Luftfeuchtigkeit jeweils unterschiedlich für jedes Back- blech 15 festgelegt werden können.

Diese Steuervorrichtung 16 ist über Leitungen 17, 18, 19 mit einer Fördervorrichtung 20 für das Fluid 11 der Zufuhrvorrichtung 10 der Heizvorrichtung 7 und eine Energiequelle 21 verbunden.

Die Fördervorrichtung 20 kann das Fluid 11 aus einem Speicherbehälter 22 oder aus einem Lei- tungssystem entnehmen oder kann die Zufuhr des Fluides über ein von der Steuervorrichtung 16 beaufschlagtes Ventil vom Leitungssystem direkt aus erfolgen.

Zwischen der Fördervorrichtung 20 und dem Austragelement 12, oder an beliebiger anderer Stelle, ist es ebenso möglich, einen Dampferzeuger 23 anzuordnen, soda das Fluid 11 von ei- nem flüssigen in einen dampfförmigen Zustand verbracht werden kann.

Selbstverständlich ist es aber auch möglich, neben Austragelementen 12 für das Fluid 11 in flüssiger Form auch solche zum Austragen des Fluids 11 in dampfförmigen Zustand anzuord- nen, wobei über die Steuervorrichtung 16 die Fördervorrichtung 20 bzw. - wie durch die weitere Leitung 17 angedeutet - auch der Dampferzeuger 23 beaufschlagt werden können, um wahlweise das Fluid 11 in unterschiedlichen Aggregatzuständen z.B. in Schwaden von Dampf oder Wassernebel oder mikrofeinen Tropfen und/oder an unterschiedlichen Stellen des Back- raums 4 einzubringen.

Über Leitungen 24 sind Me wertgeber 8 für die Temperatur im Backraum 4 sowie Me wert- geber 9 für die Feststellung der Luftfeuchtigkeit im Backraum 4 mit der Steuervorrichtung 16 verbunden.

Wie durch strichlierte Linien ersichtlich gemacht, können auch mehrere solcher Me wertgeber 8, 9 und/oder Me wertgeber 9 angeordnet sein, wobei die Anordnung und Aufteilung dieser Me wertgeber 8, 9 im Rahmen des fachmännischen Könnens des auf diesem Gebiet tätigen Fachmanns erfolgen kann und keineswegs an die gezeigten Ausführungsbeispiele gebunden oder auf diese eingeschränkt ist. Wie schematisch durch strichlierte Linien angedeutet, können

derartige Me wertgeber 8, 9 auch in einem Zwischenraum 25 zwischen zwei Backblechen 15, z.B. über den Umfang oder einen Teilumfang des Backraums 4 verteilt, angeordnet sein.

Weiters kann die Steuervorrichtung 16 mit Eingabeorganen 26, 27 für einen Soll-Wert der Feuchtigkeit bzw. der Temperatur im Backraum 4 versehen sein. Selbstverständlich ist diese Darstellung der Eingabeorgane 26, 27 nur funktionell zu verstehen und können diese Eingabe- organe 26, 27 durch beliebige andere technische Mittel, z.B. Tastaturen bei Verwendung von entsprechenden Softwareelementen oder Rechnern bzw. Personalcomputern, für oder in Ver- bindung mit der Steuervorrichtung 16 gebildet sein.

Die Eingabe dieser Soll-Werte für die Feuchtigkeit und Temperatur kann in Abhängigkeit von der Dauer der Gar- bzw. Backzeit ebenso erfolgen, wie die Definition der Temperatur bei be- stimmten Feuchtigkeitswerten oder umgekehrt bzw. kann die Festlegung der Temperatur aufgrund der abgelaufenen Gar- bzw. Backzeit in Verbindung mit der Feuchtigkeit oder die Verbindung aus der aufgelaufenen Gar- und Backzeit mit der Temperatur anhand des Soll- Wertes der Feuchtigkeit vorgegeben werden.

Mit der Vorrichtung 1 bzw. im Backraum 4 können die beliebigen Gar- und Backvorgänge vor- genommen werden und ist es somit möglich, Teiglinge für Backwaren 2, z.B. unmittelbar nach der Hauptgare oder der sogenannten Ruhselzeit, in den Backraum 4 einzubringen oder entspre- chend tiefgefrorene oder vorgefrorene Backwaren, die als Teigling oder bereits vorgebacken eingefroren worden sind, zu verarbeiten.

Es kann sich z.B. bei der Verwendung von vorgefrorenen oder gefrorenen Teiglingen als vor- teilhaft erweisen, in eine der Backwaren 2 eine schematisch dargestellte Sonde 28 einzuführen, die über eine Leitung 29 ebenfalls mit der Steuervorrichtung 16 verbunden sein kann, um im Inneren der Backware 2 die Temperatur und/oder die Feuchtigkeit fortlaufend zu ermitteln und diese so ermittelten Ist-Werte in die Berechnung der Soll-Werte für die Temperatur und Luft- feuchtigkeit im Backraum 4 zu verwenden.

Das Verfahren zum Garen bzw. Backen von Lebensmitteln bzw. Backwaren 2 kann nun z.B.

wie folgt ablaufen: Die Backwaren 2 werden je nach dem gewünschten Herstellungsvorgang mit oder ohne Vorbe- handlung z.B. unmittelbar nach der Ruhselzeit oder in gefrorenem oder gekühltem Zustand auf ein Backblech 15 aufgelegt. Dieses Backblech 15 wird nach dem Öffnen der Tür 5 in den Back- raum 4 eingebracht, insbesondere auf den entsprechenden Führungsschienen eingeschoben. Je

nach dem durchzuführenden Gar- bzw. Backvorgang kann der Backraum 4, z.B. bereits auf eine gewünschte Temperatur vorgewärmt und die Luft im Innenraum des Backraums 4 auf ei- nen gewünschten Soll-Wert der Luftfeuchtigkeit eingestellt sein. Die Vorwärmung des Backraums 4 bzw. die Vorwahl der entsprechenden Luftfeuchtigkeit im Innenraum des Back- raums 4 kann ebenso über die Steuervorrichtung 16 erfolgen, wobei diese Werte in entsprech- enden Arbeitsprogrammen, die auf unterschiedlichste, aus dem Stand der Technik bekannte Formen, in der Steuervorrichtung 16 hinterlegt, erfolgen können.

Je nach dem eingestellten oder ausgewählten Gar- bzw. Backprogramm wird der Ist-Wert der Temperatur und/oder der Feuchtigkeit im Backraum 4 laufend mit den Me wertgebern 8, 9 überwacht und werden diese Daten entweder kontinuierlich, z.B. in Echtzeit oder intermitterie- rend in gewissen Zeitabständen oder jeweils nach Ablauf einer gewissen Zeitdauer der Garzeit oder beim Erreichen gewisser vorgewählter Temperaturstufen an die Steuervorrichtung 16 wei- tergeleitet. Selbstverständlich können die Zeitpunkte, zu welchem der Ist-Wert der Luft- feuchtigkeit und der Ist-Wert der Temperatur ermittelt werden, gegeneinander versetzt sein.

Zur Überwachung der Backzeit weist die Steuervorrichtung 16 einen Zeitgeber 30 auf. Dieser kann auch zur Definition der Abfrage der Ist-Werte verwendet werden, die zuvor in Abhängig- keit von der Temperatur, der Dauer des Gar- bzw. Backvorganges anhand der mit den Eingabeorganen 26, 27 festgelegten Soll-Werte der Temperatur und Feuchtigkeit, definiert wer- den. Diese Definitionen und Soll-Werte können selbstverständlich auch in entsprechende Computerprogramme integriert sein oder durch Dateneingabe in Speicherfeldern vordefiniert sein und werden - je nach dem Programmablauf - kontinuierlich mit den ständig einlangenden Ist-Werten der Temperatur und Feuchtigkeit verglichen.

Stellt die Steuervorrichtung 16 eine Abweichung des Ist-Wertes der Feuchtigkeit vom Soll- Wert fest, so wird z.B. durch Zufuhr von trockener Luft oder durch Entzug von Feuchtigkeit der Ist-Wert der Feuchtigkeit auf den Soll-Wert abgesenkt, bzw. bei zu niederer Feuchtigkeit im Backraum 4 durch Zufuhr von Fluid 11 in flüssiger, gasförmiger oder dampfförmiger Form der Feuchtigkeitsgehalt soweit erhöht, da der Ist-Wert wieder mit dem Soll-Wert überein- stimmt.

Um hierbei gleichzeitig eine Konstanthaltung der Temperatur, einen Temperaturabstieg oder eine Temperaturreduktion im Backraum 4 zu erreichen, kann das Fluid 11 in den unterschied- lichsten Zuständen, wie z.B. als Flüssigkeit in den unterschiedlichsten Temperaturen, z.B.

gekühlt als Dampf oder als Hei dampf oder überhitzter Dampf, eingeleitet werden, um die Temperatur gleichzeitig mit der Feuchtigkeitszunahme gleichzuhalten, abzusenken oder zu er-

höhen.

Gleichzeitig oder auch unabhängig davon ist es möglich, die Temperatur entsprechend zu über- wachen und bei Abweichungen des Ist-Wertes vom Soll-Wert über die Zufuhrvorrichtung 10, 31 oder über eine eigene Zufuhrvorrichtung 31 entweder kühle, gekühlte oder tiefgekühlte Luft zuzuführen, um die Temperatur abzusenken und z.B. auch Hei dampf oder Na dampf einströ- men zu lassen, um die Temperatur - zusätzlich zu der ohnehin vorhandenen Heizvorrichtung 7 - schlagartig zu erhöhen. Die Temperaturregelung kann über die Zufuhrvorrichtungen 10, 31, aber auch durch Austausch der Luft im Inneren des Backraums 4 oder durch Wärmeaustausch erfolgen. Auch bei einem Regelmechanismus für die Anpassung an den Soll-Wert ist es mög- lich, diesen einheitlich für den gesamten Backraum 4 zu gestalten oder abwechselnd einzeln den Backblechen 15 oder einzelnen Bereichen des Backraums 4 geeignete Organe und Mittel zuzuordnen, die eine bereichsweise Anpassung der Temperatur an die Ist-Werte ermöglicht.

So ist es beispielsweise möglich, für die Anpassung oder Einhaltung des Soll-Wertes der Tem- peratur und/oder der Luftfeuchtigkeit sogenannte Schwadenbildner einzusetzen, die die Verteilung von Dampfschwaden, Hei - oder Na dampf im Backraum 4 bewirken.

Einer der Vorteile des vorliegenden Verfahrens liegt darin, da durch Verwendung dieser Steu- ervorrichtung in der beschriebenen Art ein universeller Einsatz eines Backraumes 4 für unterschiedliche Gar- und Backzwecke und andere Verfahren wie z.B. braten, rösten, dünsten, auftauen und dgl. verwendet werden kann. Durch die Möglichkeit des Vollautomatik-Betriebes bzw. einen "Selbstlernbetrieb" braucht bei der Beschickung des Backraumes 4 nicht mehr auf die Temperatur und/oder die Feuchtigkeit bzw. die Temperatur der Feuchtigkeit und die Menge Rücksicht genommen zu werden. Zum Beispiel können die Ist-Werte der Temperatur und/oder Feuchtigkeit der Lebensmittel bzw. der Backwaren 2 zusätzlich mit einer oder mehreren Son- den 28 festgestellt werden und mu bei der Regelung der Steuervorrichtung 16 auf unterschiedliche Backmengen, Temperaturen und Feuchtigkeiten der Lebensmittel bzw. Back- waren 2 im Backraum 4 keine Rücksicht genommen werden.

Durch diese selbsttätige Regelungsautomatik wird bei dem bevorzugt kontinuierlich fortlaufen- den Ermitteln der Differenz zwischen dem Soll- und Ist-Wert der Temperatur und/oder der Feuchtigkeit des Gar- bzw. Backvorganges beim Zuführen von unterschiedlichen Mengen oder Volumen von Lebensmitteln und/oder Backwaren 2, bevorzugt vor allem auch dann, wenn die- se unterschiedlichen Feuchtigkeiten und/ oder Temperaturen aufweisen, ein optimaler Gar- und/oder Backvorgang von der Steuervorrichtung 16 - anhand der festgestellten Ist-Werte - von Feuchtigkeit und/ oder Temperatur ausgewählt. Damit kann unabhängig von einer Bedienungs-

person ein optimales Back- und Garergebnis, auch bei verschiedenen Betriebszuständen, erzielt werden, ohne da sich manuelle Einstellfehler nachteilig auswirken oder eine Fülle von abge- stuften Programmen benötigt wird, die auf die jeweils unterschiedlich vorstellbaren Mengen und/oder Temperaturen an Backgut und/oder Feuchtigkeit des Backgutes abgestimmt sind. Da- durch verringert sich der Erstellungsaufwand für die Programme und somit auch der Wartungs- aufwand und können Bedienungsfehler ausgeschlossen werden.

Damit können die Gar- bzw. Backprogramme auf eine maximale Auslastung des Backraumes 4 abgestimmt sein und wird beim Behandeln von Mindermengen im Backraum 4 der Programm- ablauf vollautomatisch - hinsichtlich der Temperatur und Feuchtigkeit - optimiert, soda unabhängig von der Beschickungsmenge ein gleichbleibendes Gar- bzw. Backergebnis erzielt wird.

Selbstverständlich ist die beschriebene Vorrichtung bzw. das Verfahren auch für alle anderen Vorgänge wie Braten, Dämpfen, Dünsten und/oder Auftauen von Lebensmitteln oder Backwa- ren 2 verwendbar.

Die beschriebene Vorrichtung und das Verfahren können dahingehend ergänzt werden, da ein Mikrowellenerzeuger 32 in Verbindung mit der Vorrichtung 1 angeordnet wird, der es ermög- licht, den Backraum bzw. die darin befindlichen Lebensmittel oder Backwaren über Mikro- wellen zu erhitzen. Vor allem in Verbindung mit der Behandlung von gefrorenen Lebensmitteln oder Backwaren 2 ist es dadurch möglich, zu Beginn der Behandlung, d.h. der Erwärmung, gleichzeitig und/oder vorauseilend und/oder nach einer gewissen Einwirkzeit der Wärme auf die Lebensmittel oder die Backwaren 2, den Innenbereich der Lebensmittel oder der Backwaren 2 über die Mikrowelle zu erwärmen.

Durch diese Erwärmung des Mittelbereiches kann der dabei entstehende Wasserdampf noch leichter durch die Oberfläche, ohne Abheben der Oberflächenschichten, austreten und wird ein ungehindertes Aufgehen der Mittelbereiche der Lebensmittel und Backwaren 2 ermöglicht, soda das Fertiggaren bzw. Fertigbacken über das gesamte Volumen der Lebensmittel oder Backwaren 2 in etwa gleichmä ig erfolgen kann.

Weiters ist es im Rahmen der Erfindung selbstverständlich auch möglich, das erfindungsge- mä e Verfahren auch mit anderen aus dem Stand der Technik bekannten Verfahren durchzu- führen.

Bezugszeichenaufstellung 1 Vorrichtung 2 Backware 3 Gehäuse 4 Backraum 5 Tür 6 Glasscheibe 7 Heizvorrichtung 8 Me wertgeber 9 Me wertgeber 10 Zufuhrvorrichtung 11 Fluid 12 Austragelement 13 Deckplatte 14 Boden 15 Backblech 16 Steuervorrichtung 17 Leitung 18 Leitung 19 Leitung 20 Fördervorrichtung 21 Energiequelle 22 Speicherbehälter 23 Dampferzeuger 24 Leitung 25 Zwischenraum 26 Eingabeorgan 27 Eingabeorgan 28 Sonde 29 Leitung 30 Zeitgeber 31 Zufuhrvorrichtung 32 Mikrowellenerzeuger