Mai, Harald (Heinheimer Strasse 74 Darmstadt, D-64289, DE)
Wacker, Siegfried (Gambrinusstrasse 18 Pfungstadt, D-64319, DE)
Mai, Harald (Heinheimer Strasse 74 Darmstadt, D-64289, DE)
| 1. | Backzange für einen Backofen für Waffeln oder biologisch abbaubare Formverpackungen mit einem zu öffnenden Zangenge stell, das zwei relativ zueinander bewegliche Gestellteile aufweist, die jeweils mindestens eine Backplatte tragen, dadurch gekennzeichnet, daß eines der beiden Gestellteile (4) mit der zugeordneten Backplatte (9) bzw. den zugeordneten Backplatten (9) begrenzt höhenbeweglich verbunden ist und daß zwischen dem Gestellteil (4) und der Backplatte (9) eine federnde Andrückeinrichtung (12,17,20,22) angeordnet ist, die die Backplatte (9) im geschlossenen Zustand der Backzange gegen eine Anschlagfläche (8a) der gegenüberliegenden Backplatte (8) drückt. |
| 2. | Backzange nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Federkraft der Andrückeinrichtung (12,17,20,22) einstell bar ist. |
| 3. | Backzange nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Andrückeinrichtung mindestens eine zwischen dem Gestellteil (4) und der Backplatte (9) wirkende Druckfeder (12,17,20) aufweist. |
| 4. | Backzange nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckfeder eine Schraubendruckfeder (12,20) ist. |
| 5. | Backzange nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckfeder aus einem Paket von Tellerfedern (17) besteht. |
| 6. | Backzange nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Druckfeder (12) über eine Druckverteilungsbrücke (15) an mindestens zwei im Abstand zueinander angeordneten Stützstellen an der Rückseite der Backplatte (9) abstützt. |
| 7. | Backzange nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Andrückeinrichtung einen Kraftumsetzungshebel (21) aufweist, der die Federkraft übersetzt oder untersetzt. |
| 8. | Backzange nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Andrückeinrichtung mindestens eine liegend im Gestellteil (4) angeordnete Druckfeder (20) aufweist, die sich über einen UmlenkKipphebel (21) an der Rückseite der Backplatte (9) abstützt. |
| 9. | Backzange nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Andrückeinrichtung mindestens eine im Gestellteil (4) liegende Torsionsstabfeder (22) aufweist, die an ihrem einen Ende (22 a) am Gestellteil (4) festgelegt ist und an ihrem anderen, drehbar gelagerten Ende (22 b) mit einem auf die Rückseite der Backplatte (9) drückenden Andrückhebel (25) verbunden ist. |
| 10. | Backzange nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Gestellteil (4) mehrere Backplatten (9) nebeneinander angeordnet sind, die jeweils gesondert höhenbeweglich und jeweils mit einer gesonderten Andrückeinrichtung versehen sind. |
| 11. | Backzange nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur höhenbeweglichen Führung der Backplatte (9) mindestens zwei in der Backplatte (9) verankerte Kopfbolzen (10) mit Spiel in Führungsbohrungen (11) des Gestellteils (4) aufgenommen sind. |
Zur Herstellung von Waffeln und ähnlichen flachen Backerzeug- nissen werden Waffelbacköfen verwendet, in denen eine endlose Kette von Backzangen umläuft. Jede Backzange weist ein beispielsweise aufklappbares Zangengestell auf, zwischen dessen beiden Gestellteilen mindestens zwei Backplatten aufgenommen sind. Die einander zugekehrten Plattenvordersei- ten gegenüberliegender Backplatten sind in der für die Gestaltung der Waffel gewünschten Weise profiliert. Im geschlossenen Zustand der Backzange umschließen die Backplatten umschließen einen Backhohlraum, der in seiner Gestalt und seinem Volumen der zu formenden Waffel ent- spricht. Hierbei können in den Backplatten Kanäle vorgesehen sein, die beim Schließen der Backzange und/oder beim Backvorgang den Austritt von überschüssigem Backmaterial und/oder Dampf ermöglichen.
Üblicherweise sind die Backplatten fest mit den sie tragenden Gestellteilen der Backzange verbunden, wobei eine der Backplatten justierbar ist. Die Justierung erfolgt jedoch häufig statisch unbestimmt. Wenn die Backzange durch eine im Waffelbackofen in einer Schließstation vorgesehene Schließeinrichtung geschlossen und ihre beiden beweglich, üblicherweise gelenkig verbundenen Gestellteile miteinander verriegelt werden, werden die einander gegenüberliegenden Backplatten zwangsläufig in eine vorgegebene Schließstellung gebracht.
Unvermeidbar temperaturbedingte Verformungen der Backzange und/oder der Backplatten führen jedoch dazu, daß zwischen den einander zugekehrten Plattenvorderseiten der Backplatten im geschlossenen Zustand ein unterschiedlich großer Backhohlraum verbleibt oder daß die Backzange für den Schließvorgang mit verhältnismäßig hoher Schließkraft verformt werden muß.
Werden die Backplatten beim Schließvorgang nicht ausreichend gegeneinander gedrückt, so ist die Wanddicke der Waffel gegenüber dem vorgegebenen Maß vergrößert. Das somit erhöhte Hohlraumvolumen kann dazu führen, daß der Backhohlraum unvollständig mit Backgut gefüllt wird oder daß der Backvorgang nicht ausreichend durchgeführt wird. Wird dagegen der Backhohlraum nach dem Füllen zu stark eingeengt, so wird Backmaterial herausgedrängt, das aber beim anschließenden Backvorgang fehlt, so daß die Waffel od. dgl. unvollstandig geformt wird.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Backzange der eingangs genannten Gattung so auszubilden, daß unabhängig von etwaigen Verformungen der Backzange und/oder ein gleichmäßi- ges Schließen des Backhohlraums unter Einhaltung eines vorgegebenen Hohlraumvolumens gewährleistet ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß eines der beiden Gestellteile mit der zugeordneten Backplatte bzw. den zugeordneten Backplatten begrenzt höhenbeweglich verbunden ist und daß zwischen dem Gestellteil und der Backplatte eine federnde Andrückeinrichtung angeordnet ist, die die Backplatte im geschlossenen Zustand der Backzange gegen eine Anschlagfläche der gegenüberliegenden Backplatte drückt.
Der Schließdruck, mit dem die einander gegenüberliegenden Backplatten gegeneinander gedrückt werden, wird hierbei über die federnde Andrückeinrichtung aufgebracht ; er ist somit weitgehend unabhängig von etwaigen Verformungen der Backzange. Dadurch ist sichergestellt, daß die einander gegenüberliegenden Backplatten stets soweit gegeneinander gedrückt werden, daß der Backhohlraum mit dem vorgegebenen Hohlraumvolumen geschlossen ist.
Zu Beginn des Backvorgangs steht daher die genau dosierte Füllmenge an Backmaterial zur Verfügung, so daß der Backhohlraum beim Backen vollständig gefüllt wird. In dieser Lage werden die Backplatten mit einer durch die Federkraft der Andrückeinrichtung vorgegebenen Kraft gehalten. Durch die Anlage an der Anschlagfläche wird erreicht, daß sich die Backplatten selbst nicht berühren, so daß ein Verschleiß vermieden wird.
Da die Schließkraft über die federnde Andrückeinrichtung auf die Backplatten ausgeübt wird, können nicht nur Verformungen der Backzange, die insbesondere unter Temperatureinfluß eintreten, ausgeglichen werden ; für die Herstellung der Backzange können auch wesentlich größere Toleranzen zugelassen werden ; ein aufwendiges Justieren entfällt.
Vorzugsweise ist die Federkraft der Andrückeinrichtung einstellbar. Damit kann eine Anpassung an unterschiedliche Anforderungen bei unterschiedlichen Backplatten bzw. unterschiedlichen Backvorgängen erfolgen. Außerdem ist eine Nachjustierung möglich, wenn eine verhältnismäßig starke Verformung der Backzange eingetreten ist.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, daß die Andrückeinrichtung mindestens eine zwischen dem Gestellteil und der Backplatte wirkedende Druckfeder aufweist, bspw. eine Schraubendruckfeder oder ein Paket von Tellerfedern. Durch die Wahl der geeigneten Druckfedern läßt sich einerseits eine Anpassung an den zur Verfügung stehenden Raum erreichen ; andererseits kann auf solche Federn zurückgegriffen werden, die in der erforderli- chen temperaturbeständigen Ausführungsform zur Verfügung stehen.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand weiterer Unteransprüche.
Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung näher erläutert, die in der Zeichnung dargestellt sind.
Es zeigt : Fig. 1 eine Backzange für einen Backofen für Waffeln oder biologisch abbaubare Formverpackungen, teilweise im Schnitt, Fig. 2 einen Schnitt längs der Linie II-II in Fig. 1, Fig. 3 eine vergrößerte Schnittdarstellung der Einzelheit III in Fig. 1, Fig. 4 in einer Darstellung entsprechend der Fig. 2 eine abgewandelte Ausführungsform, Fig. 5 einen vergrößerten Teilschnitt längs der Linie V-V in Fig. 4, Fig. 6,7 und 8 weitere abgewandelte Ausführungsformen, jeweils in einem Schnitt entsprechend der Fig. 2, und Fig. 9 einen vergrößerten Teilschnitt längs der Linie IX-IX in Fig. 8.
Die in Fig. 1 dargestellte Backzange für einen Backofen für zr Waffeln oder biologisch abbaubare Formverpackungen, nachfolgend vereinfacht als Waffelbackofen bezeichnet, weist ein beispielsweise aufklappbares Zangengestell 1 auf, das im wesentlichen aus zwei in einem Gelenk 2 miteinander verbundenen Gestellteilen 3 und 4 besteht, die mittels einer dem Gelenk 2 gegenüberliegenden Verriegelungseinrichtung 5 miteinander in dem in Fig. 1 gezeigten geschlossenen Zustand verriegelt werden können.
Das untere, mittels Laufrollen 6 im Waffelbackofen geführte Gestellteil 3 ist mittels Schrauben 7 mit einer Backplatte 8 fest verbunden. Das hochklappbare Gestellteil 4 trägt eine Backplatte 9, die gegenüber dem Gestellteil 4 in begrenztem Maße höhenbeweglich geführt ist. Zu diesem Zweck sind in der Backplatte 9 mehrere, bspw. zwei Kopfbolzen 10 verankert, die mit Spiel in Führungsbohrungen 11 des Gestellteils 4 aufgenommen sind. Die Höhenbeweglichkeit der Backplatte 9 relativ zum Gestellteil 4 wird durch den Anschlag der Köpfe der Kopfbolzen 10 an der Rückseite des Gestellteils 4 begrenzt.
Das rahmenförmige obere Gestellteil 4 weist eine zentrale Brücke 4a auf, an der sich eine mittig angeordnete Schrauben- druckfeder 12 über ein Druckstück 13 und einen verstellbaren Schraubenbolzen 14 abstützt (Fig. 3).
Mit ihrem anderen Ende stützt sich die Schraubendruckfeder 12 über eine Druckverteilungsbrücke 15 an zwei im Abstand zueinander angeordneten Stützstellen an der Rückseite der Backplatte 9 ab.
Wird die Backzange geschlossen, so werden die beiden Backplatten 8 und 9 mit der durch die Schraubendruckfeder 12 vorgegebenen Kraft gegeneinander gedrückt, bis die eine Backplatte 9 an einer Anschlagfläche 8a anliegt, die durch an der anderen Backplatte 8 angeschraubte Anschlagplättchen 8b gebildet wird. Die zwischen den Backplatten 8 und 9 gebildeten Backhohlräume 16 sind somit nach dem Einbringen des Backmaterials mit einem vorgegebenen, gleichbleibenden Hohlraumvolumen geschlossen.
Hiervon unterscheidet sich das in den Fig. 4 und 5 darge- stellte Ausführungsbeispiel im wesentlichen nur dadurch, daß mehrere Schraubendruckfedern 12 vorgesehen sind, die nahe dem Umfang des oberen Gestellteils 4 angeordnet sind.
Wie in Fig. 5 gezeigt, können in dem Gestellteil 4 auch mehrere Backplatten 9 nebeneinander angeordnet sein, die jeweils gesondert höhenbeweglich und jeweils mit einer gesonderten Andrückeinrichtung versehen sind.
Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 6 sind als federnde Andrückeinrichtung mehrere Pakete von Tellerfedern 17 vorgesehen, die sich einerseits an der Rückseite der oberen Backplatte 9 und andererseits über ein Druckverteilungsstück 18 an der Brücke 4 a des oberen Gestellteils 4 abstützen. Die aufzubringende Federkraft kann in konstruktiv sehr einfacher und platzsparender Weise durch die Auswahl und/oder Anordnung der Tellerfedern 17 festgelegt werden.
Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 7 weist die federnde Andrückeinrichtung mehrere liegend im oberen Gestellteil 4 in Bohrungen 19 angeordnete Schraubendruckfedern 20 auf, die sich jeweils über einen am oberen Gestellteil 4 gelagerten Umlenk-Kipphebel 21 an der Rückseite der Backplatte 9 abstützen. Damit erfolgt eine Umlenkung der horizontalen Kraftwirkung der Schraubendruckfedern 20 in eine vertikale Anpreßkraft auf die Backplatte 9. Außerdem kann durch die Wahl der Hebelverhältnisse am Umlenk-Kipphebel 21 oder einem anderen Krafumsetzungshebel eine jeweils gewünschte Kraftübersetzung oder Kraftuntersetzung der Federkraft vorgegeben werden.
Beim Ausführungsbeispiel nach den Fig. 8 und 9 weist die federnde Andrückeinrichtung mehrere im oberen Gestellteil 4 liegende Torsionsstabfedern 22 auf. Jede Torsionsstabfeder 22 ist an ihrem einen Ende 22 a am Gestellteil 4 mittels eines Querstiftes 23 festgelegt. An ihrem anderen Ende 22 b ist die Torsionsstabfeder 22 in einer Bohrung 24 der Brücke 4 a des Gestellteils 4 drehbar gelagert und mit einem Andrückhebel 25 mittels eines Querstifts 26 drehfest verbunden (Fig. 9). Der Andrückhebel 25 drückt mit seinem freien Ende auf die Rückseite der Backplatte 9. Die Ausführung der federnden Andrückeinrichtung als Torsionsstabfedern 22 ermöglicht eine verhältnismäßig flache Bauweise.
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