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Patent Searching and Data


Title:
BAKING OVEN FOR PRODUCING THIN-WALLED SHAPED PRODUCTS WITH BAKING MOULDS EACH CONSISTING OF TWO HALF MOULDS WHICH OPEN AND CLOSE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/1998/051157
Kind Code:
A1
Abstract:
Backofen f�r die Herstellung von d�nnwandigen Formk�rpern in auf- und zumachbaren Backformen, die mit ihren Formh�lften die �u�ere Gestalt der in ihnen hergestellten Formk�rper bestimmen. Die Formh�lften werden von zur Bildung von Backformen paarweise �bereinanderstapelbaren Backplatten gebildet, die einen geschlossenen Kreislauf durchlaufen, der zwei gegenl�ufige vertikale Transportstrecken enth�lt, in denen jeweils ein, an einem Ende durch fortlaufendes Hinzuf�gen einer mit Vorprodukt beschickten Backplatte fortlaufend neu gebildeter und am anderen Ende durch Wegnehmen einer Backplatte fortlaufend aufgel�ster Backplattenstapel aus liegend �bereinandergestapelten Backplatten vorgesehen ist. In diesem Stapel wandern die Backplatten und die von diesen gebildeten Backformen schrittweise durch den Backschacht hindurch zur Entnahmestation, w�hrend in den Backformen die Vorprodukte zu den d�nnwandigen Formk�rpern gebacken werden, die in der Entnahmestation beim Aufl�sen der Backformen aus diesen entnommen werden.

Inventors:
Haas, Franz Sen (Gerstlgasse 25, Wien, A-1210, AT)
Haas, Johann (Seitweg 5, Klosterneuburg, A-3400, AT)
Sachsenhofer, Johann (Arnikaweg 124/30, Wien, A-1220, AT)
Application Number:
PCT/AT1998/000122
Publication Date:
November 19, 1998
Filing Date:
May 11, 1998
Export Citation:
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Assignee:
FRANZ HAAS WAFFELMASCHINEN-INDUSTRIE AKTIENGESELLSCHAFT (Pragerstrasse 124, Wien, A-1210, AT)
Haas, Franz Sen (Gerstlgasse 25, Wien, A-1210, AT)
Haas, Johann (Seitweg 5, Klosterneuburg, A-3400, AT)
Sachsenhofer, Johann (Arnikaweg 124/30, Wien, A-1220, AT)
International Classes:
A21B1/42; A21B5/02; A21B1/00; A21B5/00; (IPC1-7): A21B5/02
Attorney, Agent or Firm:
Berger, Erhard (Siebensterngasse 39, Wien, A-1070, AT)
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Claims:
Patentansprüche :
1. Backofen für die Herstellung von dünnwandigen Formkörpern in aufund zumachbaren Backfor men, die mit ihren Formhälften die äußere Gestalt der in ihnen hergestellten Formkörper be stimmen, bei welchem Backofen die Formhälften von zumindest paarweise übereinanderstapelbaren Backplatten gebildet werden, die im Backofen in einem geschlossenen Kreislauf transportiert werden, der eine, einer unteren Beschickungsstation nachgeordnete, durch einen vertikalen Backschacht zu einer oberen Entnahmestation führende, vertikale Transportstrecke enthält, an deren unterem Ende die in der unteren Beschickungsstation mit Vorprodukt beschickten, die unteren Formhälften bildenden Backplatten zusammen mit den die oberen Formhälften bildenden Backplatten in einen aus zumindest paarweise aufeinanderliegenden Backplatten bestehenden, vertikalen Stapel integriert werden, der sich entlang der vertikalen Transportstrecke durch den Backschacht erstreckt und am oberen Ende der Transportstrecke in die einzelnen Backplat ten aufgelöst wird, während die von den paarweise aufeinanderliegenden Backplatten gebildeten Backformen im Stapel schrittweise nach oben und durch den Backschacht wandern und die in den Backformen enthaltenen Vorprodukte zu dünnwandigen Formkörpern gebacken werden, die beim Auflösen des Stapels in der oberen Entnahmestation von den vereinzelten Backplatten abgenom men werden, dadurch qekennzeichnet, daß der von den Backplatten zu durchlaufende geschlossene Kreisiauf eine zweite, einer oberen Beschickungsstation nachgeordnete, durch einen vertikalen Backschacht zu einer unteren Entnahmestation führende, vertikale Transportstrecke enthält, an deren oberem Ende die in der oberen Beschickungsstation mit Vorprodukt beschickten, die unte ren Formhälften bildenden Backplatten zusammen mit den die oberen Formhälften bildenden Back platten in einen aus zumindest paarweise aufeinanderliegenden und durch Verriegelungsvorrich tungen starr miteinander verbundenen Backplatten bestehenden, zweiten vertikalen Stapel inte griert werden, der sich entlang der zweiten vertikalen Transportstrecke durch den Backschacht erstreckt und am unteren Ende der zweiten vertikalen Transportstrecke nach dem Lösen der Verriegelungsvorrichtungen in die einzelnen Backplatten aufgelöst wird, während die von den paarweise aufeinanderliegenden und durch Verriegelungsvorrichtungen starr miteinander verbun denen Backplatten gebildeten Backformen im zweiten Stapel schrittweise nach unten und durch den Backschacht wandern und die in den Backformen enthaltenen Vorprodukte zu dünnwandigen Formkörpern gebacken werden, die beim Auflösen des zweiten Stapels in der unteren Entnahme station von den vereinzelten Backplatten abgenommen werden.
2. Backofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei der zweiten vertikalen Trans portstrecke oberhalb des Backschachtes eine der oberen Beschickungsstation zugeordnete, obere Verriegelungsstation zum Verriegeln der neuerlich mit Vorprodukt beschickten, von paarweise aufeinanderliegenden Backplatte gebildeten Backformen vorgesehen ist.
3. Backofen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß daß oberhalb des Backschach tes eine den oberen Enden beider Transportstrecken zugeordnete Übergabevorrichtung für die von paarweise aufeinanderliegenden Backplatten gebildeten, verriegelten Backformen vorgesehen ist.
4. Backofen nach einem der Ansprüche 13, dadurch gekennzeichnet, daß für jede vertikale Transportstrecke ein eigener Backschacht vorgesehen ist.
5. Backofen nach einem der Ansprüche 14, dadurch gekennzeichnet, daß am unteren Ende der ersten vertikalen Transportstrecke eine, den ersten Stapel bildende erste Stapelvorrichtung und am unteren Ende der zweiten vertikalen Transportstrecke eine, den zweiten Stapel auflösen de zweite Stapelvorrichtung vorgesehen ist.
6. Backofen nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die an den unteren Enden der verti kalen Transportstrecken angeordneten Stapelvorrichtungen jeweils als die der betreffenden Transportstrecke zugeordneten Vertikalförderer ausgebildet sind.
7. Backofen nach einem der Ansprüche 16, dadurch gekennzeichnet, daß am oberen Ende der ersten Transportstrecke eine oberhalb des Backschachtes angeordnete, den ersten Stapel zuge ordnete Vereinzelungsvorrichtung zum Auflösen des ersten Stapels vorgesehen ist.
8. Backofen nach einem der Ansprüche 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Backplatten mit einander gegenseitig zugeordneten oberen bzw. unteren Stapelflächen versehen sind, mit denen sie innerhalb des jeweiligen Stapels aufeinanderliegen.
9. Backofen nach einem der Ansprüche 18, dadurch gekennzeichnet, daß an den Oberseiten der Backplatten jeweils mehrere, als untere Backformhälften ausgebildete Backformteile neben einander angeordnet sind und daß an den Unterseiten der Backplatten jeweils mehrere, als obere Backformhälften ausgebildete Backformteile nebeneinander angeordnet sind.
10. Backofen nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß die den Oberseiten zugeord neten, oberen Stapelflächen der Backplatten jeweils in die Dichtleisten der an den Oberseiten der Backplatten angeordneten, unteren Formhälften integriert sind und daß die den Unterseiten der Backplatten zugeordneten, unteren Stapelflächen jeweils in die Dichtleisten der an den Unterseiten der Backplatten angeordneten oberen Formhälften integriert sind, wobei die Back platten innerhalb des jeweiligen Stapels mit den Dichtleisten ihrer Backformhälften aufeinan derliegen.
11. Backofen nach einem der Ansprüche 110 ; dadurch gekennzeichnet, daß jede Backplatte zum starren Verbinden zweier übereinandergestapelter Backplatten mit seitlichen Eingriffsflä chen für von außen auf zwei übereinandergestapelte Backplatten aufzusetzende Verriegelungsvor richtungen versehen ist.
12. Backofen nach einem der Ansprüche 111, dadurch gekennzeichnet, daß die Backplatten jeweils als an ihren Vorderseiten die oberen bzw. unteren Formhälften tragenden obere bzw. untere Backplatten ausgebildet sind, die an ihren Vorderseiten und an ihren Rückseiten einan der gegenseitig zugeordnete Stapelflächen tragen, mit denen sie im ubereinandergestapelten Zustand aufeinanderliegen, und daß zum starren Verbinden der paarweise mit ihren Vorderseiten übereinandergestapelten Backplatten mit beiden Backplatten starr verbindbare Verriegelungsvor richtung vorgesehen sind.
13. Backofen nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß bei den oberen und unteren Back platten die ihren Vorderseiten zugeordneten Stapelflächen jeweils in die Dichtleisten ihrer Formhälften integriert sind und die mit ihren Vorderseiten paarweise übereinandergestapelten Backplatten mit den Dichtleisten ihrer Formhälften aufeinanderliegen.
14. Backofen nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß die oberen und unteren Backplatten mit seitlichen Eingriffsflächen für auf sie von außen aufzusetzende Verriegelungs vorrichtungen versehen sind.
15. Backofen nach einem der Ansprüche 111, dadurch gekennzeichnet, daß die oberen und unteren Formhälften von beidseitig verwendbaren, von innen beheizbaren Backplatteneinheiten gebildet werden, die mit ihren Oberseiten die unteren Formhälften bilden und mit ihren Unter seiten die oberen Formhälften bilden und in beiden Stapeln lückenlos aufeinanderliegen.
16. Backofen nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die beidseitig verwendbaren Back platteneinheiten innerhalb des, in der nach oben führenden, ersten vertikalen Transport strecke angeordneten, ersten Stapels nur lose aufeinanderliegen und innerhalb des, in der nach unten führenden, zweiten vertikalen Transportstrecke angeordneten, zweiten Stapels paar weise durch Verriegelungsvorrichtungen starr miteinander verbunden sind, wobei innerhalb des ersten Stapels jede einzelne, von zwei aufeinanderliegenden Backplatteneinheiten gebildete Backform entgegen dem in ihr beim Backen entstehenden Innendruck nur durch das Gewicht des jeweils auf ihr lastenden Teiles des ersten Stapels geschlossen gehalten wird, während sie innerhalb des ersten Stapels schrittweise nach oben, durch den vertikalen Backschacht hin durch zur oberen Entnahmestation wandert.
Description:
Titel : Backofen für die Herstellung von dünnwandigen Formkörpern mit jeweils aus zwei Formhälften bestehenden, auf-und zumachbaren Backformen Technisches Gebiet : Die Erfindung bezieht sich auf Backöfen, durch die jeweils aus zwei Formhälften bestehende, auf-und zumachbare Backformen transportiert werden, in die im geöffneten Zustand Vorprodukte eingebracht werden, die in den geschlossenen Backformen in dünnwandige Formkörper umgewandelt werden, die in ihrer Gestalt jeweils dem von den beiden Formhälften einer geschlossenen Back- form begrenzten Formhohiraum entsprechen.

Als Vorprodukte können formlose Massen eingesetzt werden, die sich in den geschlossenen Formen zu dünnwandigen Formkörpern verfestigen, oder formlose Backmassen, die in den geschlos- senen Formen zu dünnwandigen Formkörpern gebacken werden. Als formlose Backmassen können für den menschlichen Genuß bestimmte Teige eingesetzt werden, beispielsweise zuckerfreie oder Zucker enthaltende Waffelteige, die in den Formen, je nach Teigrezeptur, zu knusprigen sprö- den Waffeln oder zu weichen Waffeln gebacken werden, oder andere bei der Herstellung von Süßwaren oder nicht süssen Backwaren verwendete Backteige. Als formlose Backmassen können auch für den menschlichen Genuß ungeeignete, auf Stärkebasis hergestellte Backmassen einge- setzt werden, die in den Formen zu verrottbaren Verpackungstassen oder zu anderen verrottba- ren, Stärke enthaltenden Verpackungsprodukten gebacken werden.

Als Vorprodukte können auch in die herzustellenden dünnwandigen Formkörper zu integrierende, vorgeformte Formkörper eingesetzt werden, die zusammen mit einer formlosen Masse in die For- men eingebracht werden, oder vorgeformte Formkörper, die in den geschlossenen Formen eine neue Gestalt erhalten. Die vorgeformten Formkörper können selbst dünnwandige Formkörper sein, die aus formlosen Massen hergestellt wurden.

Stand der Technik : Bei bekannten langgestreckten Backöfen für die Herstellung von dünnwandigen Formkörpern aus formlosen Massen sind die auf-und zumachbaren Backformen zur Herstellung der Formkörper in 18 bis 140 auf-und zumachbaren Backzangen enthalten, wobei jede Backform mit ihren beiden Formhälften in den beiden Zangenhälften einer Backzange aufgenommen ist. Die Backzangen sind zu einer endlosen Kette zusammengeschlossen, die den Vorkopf und den anschließenden Backraum des jeweiligen Backofens kontinuierlich in einer Richtung durchläuft. Beim Passieren des Vorkopfes werden die Backzangen zum Öffnen ihrer Backformen geöffnet, um zuerst den jeweili- gen dünnwandigen Formkörper aus den geöffneten Backform zu entnehmen und dann eine dosierte Menge der formlosen Masse in die geöffnete Backform einzubringen. Anschließend werden die Backzangen zum Schließen ihrer Backformen wieder geschlossen. Beim anschließenden Durchlaufen des Backraumes werden die Backformen beheizt und die in den geschlossenen Backformen einge- schlossenen, formlosen Massen zu dünnwandigen Formkörpern gebacken, während die Backformen entgegen dem beim Backen in ihnen entstehenden Innendruck durch die geschlossenen Backzangen geschlossen gehalten werden.

Bei diesen Backöfen erstreckt sich die langgestreckte endlose Backzangenkette in zwei über- einanderliegenden Transportebenen durch den jeweiligen langgestreckten, horizontalen Backraum und wird am hinteren Ende des Backraumes und in dem an das vordere Ende des Backraumes nach vorne anschließenden Vorkopf jeweils von der einen Transportebene in die andere Transportebe- ne umgelenkt.

Jede Backzange ist als eine von außen zu betätigende Maschine ausgebildet, mit deren Hilfe die in ihr enthaltene Backform durch den Backofen transportiert, geöffnet und geschlossen und geschlossen gehalten wird. Beim Durchlaufen des Vorkopfes wird die Backform mit Hilfe ihrer Backzange geöffnet, für kurze Zeit offen gehalten und dann wieder geschlossen. Beim Durchlau- fen des Backraumes wird die geschlossene Backform mit Hilfe ihrer Backzange geschlossen gehal- ten. Die endlose Backzangenkette wird durch einen Antriebsmotor angetrieben, der eine kontinu- ierliche Umlaufbewegung der Backzangenkette erzeugt. Von dieser Umlaufbewegung werden bei jeder Backzange stets gleichbleibende Bewegungsabläufe abgeleitet, wenn diese im Vorkopf die diesen Bewegungsabläufen jeweils zugeordneten, im Vorkopf station angeordneten Steuermecha- nismen passiert, die in Verbindung mit der Umlaufbewegung der Backzangenkette jeweils den betreffenden Bewegungsablauf der Backzange bzw. ihrer Einzelteile erzeugen.

Beim Durchlaufen des Vorkopfes passieren die geöffneten Backzangen die Produktentnahmestati- on, in der die gebackenen Formkörper aus den geöffneten Backformen entnommen und über die Ausgabestation des Ofens aus dem Vorkopf ausgegeben werden. Nach der Produktentnahmestation passieren die geöffneten Backzangen die Beschickungsstation, in der die dosierten Mengen der formlosen Masse in die leeren, geöffneten Backformen eingebracht werden. Beim Durchlaufen des langgestreckten, horizontalen Backraumes werden die geschlossenen Backformen in den geschlos- senen Backzangen beheizt. In einem mit Gas beheizten Ofen werden die Backformen von außen durch heiße Gase beheizt, die im Backraum des Ofens erzeugt und gegen die Backzangen geleitet werden. In einem elektrisch beheizten Ofen werden die Backformen durch in die Zangenhälften der Backzangen eingebaute elektrische Heizelemente beheizt, die beim Durchlaufen des Backrau- mes von außen mit elektrischer Energie versorgt werden.

Die dünnwandigen Formkörper werden in aufeinanderfolgenden Backzyklen jeweils in den von den Backzangen durch den Backraum im Kreislauf transportierten Backformen hergestellt. Jeder Backzyklus läuft in der betreffenden Backform auf ihrem Weg von der Beschickungsstation durch den Backraum zur Produktentnahmestation ab. Bei jedem einzelnen Backzyklus wird in der Be- schickungsstation eine formlose Masse in die, vorher mit Hilfe ihrer Backzange geöffnete Backform eingebracht, die Backform mit Hilfe ihrer Backzange geschlossen und geschlossen gehalten bis sie vor dem Erreichen der Produktentnahmestation mit Hilfe ihrer Backzange wie- der geöffnete wird und der dünnwandigen Formkörper aus der offenen Backform entnommen wird.

Wenn die offene Backform von ihrer Backzange neuerlich zur Beschickungsstation transportiert wird, beginnt in dieser Backform der nächste Backzyklus zur Herstellung eines dünnwandigen Formkörpers.

Bei jedem Backzyklus wird die in der geschlossenen Backform eingeschlossene formlose Masse durch den ablaufenden Backprozeß in der von außen durch die Backzange geschlossen gehaltenen Backform verteilt, aufgeschäumt und unter Druck zu einem geschäumten, dünnwandigen Formkörper ausgebacken. Die äußere Gestalt des entstandenen dünnwandigen Formkörpers wird an seiner Oberseite durch die Oberflächengestaltung der Backfläche der oberen Formhälfte der Backform und an seiner Unterseite durch die Oberflächengestaltung der Backfläche der unteren Formhälf- te der Backform bestimmt. Die Wandstärke des entstandenen dünnwandigen Formkörpers wird durch den bei geschlossener Backform vorhandenen, gegenseitigen Abstand dieser beiden, einander zugewandten Backflächen bestimmt. Die Ausbildung des äußeren Randes des entstandenen dünnwan- digen Formkörpers wird durch die seitliche Begrenzung des Formhohiraumes der geschlossenen Backform bestimmt.

Bei geschlossener Backform und geschlossener Backzange liegen die beiden Zangenhälften und die beiden Formhälften einander gegenüber. Die Zangenhälften stützen sich mit einander gegen- seitig zugeordneten Anschlägen aneinander ab. Die an den Vorderseiten der Formhälften angeord- neten Backflächen sind einander zugewandt und liegen einander in einem vorgegebenen Abstand gegenüber. Diese beiden, im wesentlichen horizontal angeordneten Backflächen begrenzen zwi- schen sich den Formhohiraum der geschlossenen Backform, der, je nach dem in der Backform als dünnwandigen Formkörper herzustellenden Produkt, seitlich offen ist oder durch an den Vorder- seiten der Formhälften angebrachte Dichtleisten rund um seitlich begrenzt, aber nicht gas- dicht abgeschlossen ist. In diesem Formhohiraum wird eine dosierte Menge der formlosen Masse unter Druck zu einem dünnwandigen Formkörper gebacken. Die beim Backen im Formhohiraum entste- henden Backgase bringen die formlose Masse zum Schäumen, verteilen sie im Formhohiraum und strömen zwischen den beiden Backflächen seitlich aus dem Formhohiraum der geschlossenen Back- form und damit aus der geschlossenen Backzange in den Backraum des jeweiligen Backofens.

Bei geschlossener Backform und geschlossener Backzange erzeugen die Backgase im Formhohlraum der Backform einen Innendruck, der über die Backflächen auf die Formhälften und von diesen auf die Zangenhälften der Backzange übertragen wird. Diesem Innendruck wirken jeweils die geschlossenen Backzangen entgegen, die während ihres Umlaufes, je nach Backzange und Back- form, jeweils durch das Eigengewicht ihrer Zangenhälften oder durch von außen auf sie einwir- kende stationäre Niederhalter oder durch an ihren Zangenhälften seitlich angebrachte Backzan- genverschlüsse geschlossen gehalten werden und dadurch verhindern, daß ihre mit ihren Anschlä- gen aneinanderliegenden Zangenhälften durch die Backgase auseinanderbewegt werden.

Der durch die Backgase erzeugte Innendruck steigt in der Anfangsphase des Backprozesses durch die sehr heftige Gasentwicklung an und fällt mit dem fortschreitenden Austritt der Backgase aus dem Formhohiraum wieder ab. Das dabei auftretende Druckmaximum des Innendruckes hängt hauptsächlich von der Ausbildung der seitlichen Begrenzung des Formhohlraumes ab und ist daher bei einem seitlich völlig offenen Formhohiraum deutlich kleiner, als bei einem seitlich rundum durch Dichtleisten begrenzen Formhohlraum, den die Backgase nur durch die wenigen Dampfschlitze der Dichtleisten verlassen können.

Bei einer Backzange, deren gelenkig miteinander verbundenen Zangenhälften die Formhälften einer Backform enthalten, die im geschlossenen Zustand einen seitlich offenen Formhohiraum begrenzt, in dem der Innendruck beim Backen nur geringfügig ansteigt, wird die Backform durch das Eigengewicht der jeweils über dem Formhohiraum liegenden Zangenhälfte bzw. durch einen stationären Niederhalter geschlossen gehalten, der ein Auseinanderbewegen der Zangenhälften einer ihn passierenden Backzange verhindert.

Backzangen, deren Zangenhälften die Formhälften von Backformen enthalten, die im geschlosse- nen Zustand jeweils einen seitlich rundum durch Dichtleisten begrenzten Formhohiraum begren- zen, in dem der Innendruck beim Backen stark ansteigt, werden an zwei einander gegenüberlie- genden Seiten der jeweiligen Backzange seitlich geschlossen gehalten. Bei gelenkig miteinan- der verbundenen Zangenhälften ist auf der dem Gelenk der Backzange gegenüberliegenden Seite ein Backzangenverschluß vorgesehen, der bei geschlossener Backzange verriegelt wird. Bei gelenklosen Backzangen, deren Zangenhälften zum Öffnen und Schließen der Backform geradlinig zueinander und auseinander bewegt werden, ist an zwei einander gegenüberliegenden Seiten der Backzange jeweils ein Backzangenverschluß vorgesehen, der bei geschlossener Backzange verrie- gelt wird. Jeder Backzangenverschluß ist ein in die jeweilige Backzange eingebauter, bei geschlossener Backzange von außen zu betätigender Mechanismus, der in seinem verriegelten Zustand die beiden Zangenhälften starr miteinander verbindet. Jeder Backzangenverschluß muß nach dem Schließen der Backzange und vor dem Öffnen der Backzange betätigt werden.

Bei den bekannten Backöfen sind in die Backzangen bzw. in deren Zangenhälften ebene Backplat- ten eingebaut bzw. integriert, die an der Vorderseite jeweils als obere bzw. untere Formhälf- te der Backformen ausgebildet sind und an der Rückseite beheizt werden.

Die bekannten langgestreckten Backöfen mit ihren kontinuierlich umlaufenden Backzangenketten sind in Konstruktion, Aufbau und Funktionsweise, von der Beschickungsstation über die einzel- nen Backformen und die sie enthaltenden umlaufenden Backzangen bis zu den stationären Steuer- mechanismen zum Erzeugen der Bewegungen der einzelnen Teile der umlaufenden Backzangen und zur Ausgabestation für die dünnwandigen Formkörper, jeweils speziell darauf abgestellt, aus- schließlich dünnwandige Formkörper mit nur einer einzigen vorgegebene Gestalt aus formlosen Massen herzustellen, die nach einem bestimmten Rezept zubereitet sind.

Solche Backöfen werden für die industrielle Herstellung von eßbaren Waffeln eingesetzt, die in den umlaufenden Backformen der Backzangen aus flüssigen Waffelteigen gebacken werden, die hauptsächlich aus. Weizenmehl und Wasser bestehen. Je nach Backofen und Waffelteig können die erzeugten Waffeln ihrer Konsistenz nach knusprige, spröde und leicht zerbrechliche Waffeln sein, die einen Feuchtigkeitsgehalt von maximal 1%-4% aufweisen, oder ihrer Konsistenz nach weiche elastische Waffeln sein mit einem Feuchtigkeitsgehalt von 8% oder mehr.

Solche Backöfen werden auch für die industrielle Herstellung von flachen verrottbaren Ver- packungstassen eingesetzt, die in den umlaufenden Backformen der Backzangen aus gießfähigen, auf Stärkebasis hergestellten, formlosen Massen gebackenen werden und eine elastische Konsi- stenz mit einem Feuchtigkeitsgehalt von 6% bis 22% aufweisen.

Die bekannten langgestreckten Backöfen mit ihren 18 bis 140 Backzangen enthaltenden, endlo- sen Backzangenketten sind mechanisch sehr aufwendig gestaltete Backmaschinen. Die Backformen sind in den, aus mehreren Bauteilen zusammengesetzten Backzangen aufgenommen, die mit ihren seitlichen Laufrädern in beiden Transportebenen des Backofens auf seitlichen Laufschienen durch den jeweiligen Backraum laufen. Im Vorkopf sind entlang der Umlaufbahn der Backzangen station angeordnete Steuerkurven und Steuermechanismen vorgesehen, die an den vorbeilaufen- den Backzangen die Bewegungen der Zangenhälften zum Öffnen und Schließen der Backformen und die Bewegungen der Verschlußorgane der Backzangenverschlüsse zum Verriegeln und Entriegeln der geschlossenen Backzangen erzeugen. Mechanisch aufwendig ist auch die endiose Backzangen- kette, für die eine sich am Ofengestell abstützende, pneumatische oder hydraulische Ketten- spannvorrichtung erforderlich ist und die zusätzlich zu den Backzangen noch aus zwei seitli- chen Transportketten besteht, die die Backzangen untereinander verbinden und über an beiden Enden des Backofens angeordnete Kettenumlenkungen umlaufen.

Bei den bekannten langgestreckten Backöfen für die Herstellung von dünnwandigen Formkörpern zeigt sich die durch die Anzahl ihrer Backzangen bzw. Backformen bestimmte unterschiedliche Kapazität zur Herstellung von dünnwandigen Formkörpern hauptsächlich in der unterschiedlichen Länge der Backöfen bzw. ihrer Backräume. Wenn ein bestehender langgestreckter Waffelbackofen durch einen neuen langgestreckten Backofen mit höherer Kapazität ersetzt werden soll, so ist am Aufstellungsort des Backofens eine längere Stellfläche für den neuen Backofen erforder- lich. Bei begrenzten Platzverhältnissen wird die am Aufstellungsort maximal zur Verfügung stehende Länge der Stetifiäche sehr rasch zum limitierenden Faktor für jede weitere Kapazi- tätssteigerung des langgestreckten Backofens und der an ihn angeschlossenen Produktionsanlage zur weiteren Behandlung und Verarbeitung der dünnwandigen Formkörper bis hin zu den am Ende der jeweiligen Produktionsanlage angeordneten Verpackungsmaschine für das aus den dünnwandi- gen Formkörpern hergestellte Endprodukt.

Aus der DE-PS 714 019 ist eine Waffelbackmaschine bekannt, bei der über seitliche Laufrollen in den Seitenwänden des Maschinengestelles geführte Waffelformkästen vorgesehen sind, die an ihren Ober-bzw. Unterseiten Vertiefungen mit einem der unteren bzw. oberen Seite der herzu- stellenden Waffel entsprechenden Muster aufweisen und jeweils über ihre Unterseite nach unten vorstehende, seitliche Hakenfallen und diesen zugeordnete, ihrer Oberseite benachbarte Verrie- gelungsstifte tragen. Diese Formkästen werden in einer unteren Transportebene an der Obersei- te mit Backmasse beschickt und am unteren Ende eines, sich durch einen vertikalen Backschacht nach oben zu einer oberen Entnahmestation für die gebackenen Waffeln erstreckenden, sich auf ortsfesten Klinken abstützenden Formkastenstapels fortlaufend zu Backformen zusammengesetzt, die jeweils aus zwei aufeinanderliegenden durch die an den Verriegelungsstiften des unteren Formkastens festgezogenen Hakenfallen des oberen Formkastens starr miteinander verbundenen Formkästen bestehen. Am unteren Ende des Backschachtes wird jeweils ein an der Oberseite mit Backmasse beschickter Formkasten durch einem Winkelhebel eines Schubstangengetriebes von unten in den Backschacht gedrückt und mit dem unterster Formkasten des Formkastenstapels zu einer Backform zusammengesetzt. Dabei wird der gesamte Formkastenstapel von den ortsfesten Klinken abgehoben und um eine Formkastenhöhe angehoben, wobei die Hakenfallen des untersten Formkastens des Stapels an den Verriegelungsstiften des neu hinzugekommenen Formkastens fest- gezogen werden und dann der gesamte Stapel mit seinem neuen untersten Formkasten wieder auf die ortsfesten Klinken abgesetzt wird. Mit jedem Anfügen eines Formkastens am unteren Ende des Stapels wandern die Backformen im Stapel schrittweise nach oben durch den Backschacht, während in den von ihnen gebildeten Backformen die Waffeln gebacken werden. Durch das Anheben des Stapels werden bei der obersten Backform des Stapels die Hakenfallen des obersten Form- kastens von den Verriegelungsstiften des darunterliegenden Formkastens weggeschwenkt und der oberste Formkasten an die beiden, in den Seitenwänden des Maschinengestelles umlaufenden, endlosen Gliederketten eines Endlosförderers angekuppelt, der diesen Formkasten unter Auflö- sung der obersten Backform vom Formkastenstapel abhebt und durch eine obere Transportebene und eine hintere vertikale Transportstrecke in die untere Transportebene und zurück zum unte- ren Ende des Backschachtes transportiert, wo dieser Formkasten von den Gliederketten des Endlosförderers wieder abgekuppelt wird. Beim Abheben des obersten Formkasten vom Stapel bleibt die gebackene Waffel auf der Oberseite des darunterliegenden Formkastens liegen und wird in der oberen Entnahmestation durch einen Abstreifer von diesem Formkasten entfernt.

Diese Waffelbackmaschine besitzt ein kurzen Backschacht mit einem niedrigen Formkastenstapel, der aus wenigen, relativ dünnwandigen Formkästen besteht, die untereinander über Hakenfallen und Verriegelungsstifte starr miteinander verbunden sind, um den beim Backen der Waffeln in den von den Formkästen gebildeten Backformen auftretenden hohen Innendrücken stand halten zu können.

Aus der DE-PS 714 019 ist weiters eine geschlossene Backformen entlang einer vertikalen Transportstrecke durch einen vertikalen Backschacht transportierende Waffelbackmaschine be- kannt, bei der die Backformen von über seitliche Laufrollen in den Seitenwänden des Maschi- nengestelles geführten Backformoberteilen, die über ihre Unterseite nach unten vorstehende, seitliche Hakenfallen tragen, und von auf die Backformoberteile aufsetzbaren und die den Hakenfallen zugeordneten Verriegelungsstifte tragenden Backformunterteilen gebildet werden.

Am oberen Ende des Backschachtes werden die Backformoberteile an die beiden, in den Seiten- wänden des Maschinengestelles umlaufenden, endlosen Gliederketten eines Endlosförderers ange- kuppelt, der die Backformoberteile und die auf deren Oberseiten aufliegenden Backformunter- teile durch eine obere Transportebene und durch eine hintere vertikale Transportstrecke in eine untere Transportebene und durch diese zum unteren Ende des Backschachtes transportiert, wo die die Backformunterteile tragenden Backformoberteile von den Gliederketten des Endlos- förderers wieder abgekuppelt werden. Am unteren Ende des Backschachtes wird fortlaufend je- weils ein beim Passieren der unteren Transportebene mit Backmasse beschickter Backformunter- teil mit dem ihm vorangehenden Backformoberteil zu einer Backform zusammengesetzt und der Backformoberteil durch Festziehen seiner Hakenfallen an den Verriegelungsstiften des Backform- unterteiles mit diesem starr verbunden. Die so entstandenen, geschlossenen und verriegelten Backformen werden mit Hilfe eines vertikalen Schubstangengetriebes durch die von ortsfesten Klinken gebildeten, mit Abstand übereinanderliegenden Stapelebenen des Backschachtes schritt- weise von einer Stapelebene zur nächsten nach oben durch den Backschacht transportiert, wäh- rend in ihnen die Waffeln gebacken werden. Am oberen Ende des Backschachtes werden die Back- formen nach dem Wegschwenken der Hakenfallen von den Verriegelungsstiften wieder in Backform- oberteile und Backformunterteile aufgelöst. Dabei wird der Backformoberteil der in der vor- letzten Stapelebene angeordneten, obersten Backform des Stapels an die endlosen Gliederketten des Endlosförderers angekuppelt, der diesen Backformoberteil von dem unter ihm liegenden Backformunterteil abhebt und den über ihm, in der letzten Stapelebene angeordneten, eine gebackene Waffel tragenden Backformunterteil nach oben mitnimmt und zu der in der oberen Transportebene angeordneten Entnahmestation transportiert, wo die Waffel von diesem Backform- unterteil abgenommen wird. Der auf der vorletzten Stapelebene verbleibende, eine gebackene Waffel tragende Backformunterteil wird beim nächsten Anheben des Stapels durch das Schubstan- gengetriebe in die letzte Stapelebene angehoben.

Zusammenfassung der Erfindung : Aufgabe der Erfindung ist es, einen kompakten Backofen für die Herstellung von dünnwandigen Formkörpern in jeweils aus zwei Formhälften bestehenden, auf-und zumachbaren Backformen anzugeben.

Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung einen Backofen für die Herstellung von dünn- wandigen Formkörpern in auf-und zumachbaren Backformen vor, die mit ihren Formhälften die äußere Gestalt der in ihnen hergestellten Formkörper bestimmen. Bei diesem Backofen werden die Formhälften von zumindest paarweise übereinanderstapelbaren Backplatten gebildet, die im Backofen in einem geschlossenen Kreislauf transportiert werden, der eine, einer unteren Be- schickungsstation nachgeordnete, durch einen vertikalen Backschacht zu einer oberen Entnahme- station führende, vertikale Transportstrecke enthält, an deren unterem Ende die in der unte- ren Beschickungsstation mit Vorprodukt beschickten, die unteren Formhälften bildenden Back- platten zusammen mit den die oberen Formhälften bildenden Backplatten in einen aus zumindest paarweise aufeinanderliegenden Backplatten bestehenden, vertikalen Stapel integriert werden, der sich entlang der vertikalen Transportstrecke durch den Backschacht erstreckt und am obe- ren Ende der Transportstrecke in die einzelnen Backplatten aufgelöst wird, während die von den paarweise aufeinanderliegenden Backplatten gebildeten Backformen im Stapel schrittweise nach oben und durch den Backschacht wandern und die in den Backformen enthaltenen Vorprodukte zu dünnwandigen Formkörpern gebacken werden, die beim Auflösen des Stapels in der oberen Entnahmestation von den vereinzelten Backplatten abgenommen werden. Dieser Backofen ist erfin- dungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß der von den Backplatten zu durchlaufende geschlossene Kreislauf eine zweite, einer oberen Beschickungsstation nachgeordnete, durch einen vertikalen Backschacht zu einer unteren Entnahmestation führende, vertikale Transportstrecke enthält, an deren oberem Ende die in der oberen Beschickungsstation mit Vorprodukt beschickten, die unte- ren Formhälften bildenden Backplatten zusammen mit den die oberen Formhälften bildenden Back- platten in einen aus zumindest paarweise aufeinanderliegenden und durch Verriegelungsvorrich- tungen starr miteinander verbundenen Backplatten bestehenden, zweiten vertikalen Stapel inte- griert werden, der sich entlang der zweiten vertikalen Transportstrecke durch den Backschacht erstreckt und am unteren Ende der zweiten vertikalen Transportstrecke nach dem Lösen der Verriegelungsvorrichtungen in die einzelnen Backplatten aufgelöst wird, während die von den paarweise aufeinanderliegenden und durch Verriegelungsvorrichtungen starr miteinander verbun- denen Backplatten gebildeten Backformen im zweiten Stapel schrittweise nach unten und durch den Backschacht wandern und die in den Backformen enthaltenen Vorprodukte zu dünnwandigen Formkörpern gebacken werden, die beim Auflösen des zweiten Stapels in der unteren Entnahme- station von den vereinzelten Backplatten abgenommen werden.

Diese Ausbildung erlaubt eine deutliche Vergrößerung der Herstellungskapazität des Back- ofens, die weitgehend unabhängig von der Größe der benötigten Stellfläche für den jeweiligen Backofenturm gestaltet werden kann, weil jede Vergrößerung der Herstellungskapazität nur zu einer Erhöhung der Bauhöhe des Backofenturmes führt. Dies ist besonders bei beengten Platzver- hältnissen von Vorteil.

Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung kann vorgesehen sein, daß bei der zweiten vertika- len Transportstrecke oberhalb des Backschachtes eine der oberen Beschickungsstation zugeordne- te, obere Verriegelungsstation zum Verriegeln der neuerlich mit Vorprodukt beschickten, von paarweise aufeinanderliegenden Backplatte gebildeten Backformen vorgesehen ist.

Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung kann vorgesehen sein, daß oberhalb des Backschach- tes eine den oberen Enden beider Transportstrecken zugeordnete Übergabevorrichtung für die von paarweise aufeinanderliegenden Backplatten gebildeten, verriegelten Backformen vorgesehen ist.

Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung kann für jede vertikale Transportstrecke ein eigener Backschacht vorgesehen sein.

Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung kann vorgesehen sein, daß am unteren Ende der ersten vertikalen Transportstrecke eine, den ersten Stapel bildende erste Stapelvorrichtung und am unteren Ende der zweiten vertikalen Transportstrecke eine, den zweiten Stapel auflö- sende zweite Stapelvorrichtung vorgesehen ist.

Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung kann vorgesehen sein, daß die an den unteren Enden der vertikalen Transportstrecken angeordneten Stapelvorrichtungen jeweils als die der betreffenden Transportstrecke zugeordneten Vertikalförderer ausgebildet sind.

Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung kann vorgesehen sein, daß am oberen Ende der ersten Transportstrecke eine oberhalb des Backschachtes angeordnete, den ersten Stapel zuge- ordnete Vereinzelungsvorrichtung zum Auflösen des ersten Stapels vorgesehen ist.

Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung kann vorgesehen sein, daß die Backplatten mit einander gegenseitig zugeordneten oberen bzw. unteren Stapelflächen versehen sind, mit denen sie innerhalb des jeweiligen Stapels aufeinanderliegen.

Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung kann vorgesehen sein, daß an den Oberseiten der Backplatten jeweils mehrere, als untere Backformhälften ausgebildete Backformteile nebeneinan- der angeordnet sind und daß an den Unterseiten der Backplatten jeweils mehrere, als obere Backformhälften ausgebildete Backformteile nebeneinander angeordnet sind.

Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung kann vorgesehen sein, daß die den Oberseiten zugeordneten, oberen Stapelflächen der Backplatten jeweils in die Dichtleisten der an den Oberseiten der Backplatten angeordneten, unteren Formhälften integriert sind und daß die den Unterseiten der Backplatten zugeordneten, unteren Stapetflächen jeweils in die Dichtleisten der an den Unterseiten, der Backplatten angeordneten oberen Formhälften integriert sind, wobei die Backpiatten innerhalb des jeweiligen Stapels mit den Dichtleisten ihrer Backformhälften aufeinanderliegen.

Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung kann vorgesehen sein, daß jede Backplatte zum starren Verbinden zweier übereinandergestapelter Backplatten mit seitlichen Eingriffsflächen für von außen auf zwei übereinandergestapelte Backplatten aufzusetzende Verriegelungsvorrich- tungen versehen ist.

Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung kann vorgesehen sein, daß die Backplatten jeweils als an ihren Vorderseiten die oberen bzw. unteren Formhälften tragenden obere bzw. untere Backplatten ausgebildet sind, die an ihren Vorderseiten und an ihren Rückseiten einander gegenseitig zugeordnete Stapelflächen tragen, mit denen sie im übereinandergestapelten Zu- stand aufeinanderliegen, und daß zum starren Verbinden der paarweise mit ihren Vorderseiten übereinandergestapelten Backplatten mit beiden Backplatten starr verbindbare Verriegelungsvor- richtung vorgesehen sind.

Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung kann vorgesehen sein, daß bei den oberen und unteren Backplatten die ihren Vorderseiten zugeordneten Stapelflächen jeweils in die Dicht- leisten ihrer Formhälften integriert sind und die mit ihren Vorderseiten paarweise übereinan- dergestapelten Backplatten mit den Dichtleisten ihrer Formhälften aufeinanderliegen.

Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung kann vorgesehen sein, daß die oberen und unteren Backplatten mit seitlichen Eingriffsflächen für auf sie von außen aufzusetzende Verriegelungs- vorrichtungen versehen sind.

Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung kann vorgesehen sein, daß die oberen und unteren Formhälften von beidseitig verwendbaren, von innen beheizbaren Backplatteneinheiten gebildet werden, die mit ihren Oberseiten die unteren Formhälften bilden und mit ihren Unterseiten die oberen Formhälften bilden und in beiden Stapeln lückenlos aufeinanderliegen, Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung kann vorgesehen sein, daß die beidseitig verwend- baren Backplatteneinheiten innerhalb des, in der nach oben führenden, ersten vertikalen Trans- portstrecke angeordneten, ersten Stapels nur lose aufeinanderliegen und innerhalb des, in der nach unten führenden, zweiten vertikalen Transportstrecke angeordneten, zweiten Stapels paar- weise durch Verriegelungsvorrichtungen starr miteinander verbunden sind, wobei innerhalb des ersten Stapels jede einzelne, von zwei aufeinanderliegenden Backplatteneinheiten gebildete Backform entgegen dem in ihr beim Backen entstehenden Innendruck nur durch das Gewicht des jeweils auf ihr lastenden Teiles des ersten Stapels geschlossen gehalten wird, während sie innerhalb des ersten Stapels schrittweise nach oben, durch den vertikalen Backschacht hin- durch zur oberen Entnahmestation wandert.

Die erfindungsgemäße Ausbildung erlaubt eine deutliche Verringerung der Anzahl der ständig zu bewegenden Teile des Backofens durch den Ersatz der sich entlang des Backschachtes oder durch diesen erstreckenden Transportvorrichtung durch den sich ständig erneuernden Backformen- stapel, der außerhalb des Backschachtes fortlaufend neu gebildet bzw. aufgelöst wird. Der sich ständig erneuernde Backformenstapel erfordert auch deutlich weniger Wartung als eine sich entlang dem Backschacht oder durch diesen erstreckende Transportvorrichtung für die geschlossenen Backformen oder als eine den gesamten Backofen durchlaufende endlose Transport- vorrichtung mit allen ihren beweglichen Teilen und den jeweils erforderlichen Umlenkungen ihrer endlosen Transportketten und dergleichen.

Bei der erfindungsgemäßen Ausbildung sind alle beweglichen Teile der den Transport der ge- schlossenen Backformen durch den jeweiligen Backschacht bewerkstelligenden Vorrichtungen außerhalb des Backschachtes angeordnet und daher weder der Atmosphäre des Backschachtes mit ihrem hohen Anteil an Wasserdampf noch den hohen Temperaturen des Backschachtes im Bereich von 170 bis 240 Grad Celsius ausgesetzt.

Die beidseitig verwendbaren, stapelbaren Backplatteneinheiten mit den an ihrer Oberseite bzw. Unterseite angeordneten Backflächen erlauben eine verwindungssteife und biegesteife Gestaltung des die Backflächen an ihren Rückseiten abstützenden Plattenkörpers, wobei die in den Plattenkörper eingelassenen Heizkanäle den Plattenkörper zusätzlich versteifen. Die einan- der gegenseitig zugeordneten Stapelflächen erlauben eine genaue gegenseitige Ausrichtung der beiden Formhäiften einer von zwei aufeinanderliegenden Backplatteneinheit gebildeten Backform beim Schließen der Backform bzw. Aufeinanderlegen der beiden Backplatteneinheiten.

Die stapelbaren Backplatteneinheiten können einstückig ausgebildet sein, wobei die an ihren Oberseiten und Unterseiten angeordneten Backfiächen und Stapelflächen in den jeweiligen Plat- tenkörper integriert sind.

Die stapelbaren Backplatteneinheiten können jeweils aus einem von einer oberen Backplatte gebildeten Oberteil und einem von einer unteren Backplatte gebildeten Unterteil bestehen. Die oberen Backplatten bilden mit den an ihren Vorderseiten ausgebildeten unteren Backformhälften die Oberseiten der Backplatteneinheiten und mit den an ihren Rückseiten ausgebildeten Verstei- fungsrippen den oberen Teil der Begrenzungswände der Heizkanäle der Backplatteneinheit. Die unteren Backplatten bilden mit den an ihren Vorderseiten ausgebildeten oberen Backformhälften die Unterseiten der Backplatteneinheiten und mit den an ihren Rückseiten ausgebildeten Ver- steifungsrippen den unteren Teil der Begrenzungswände der Heizkanäle der Backplatteneinheit.

Diese oberen und unteren Backplatten liegen an ihren Rückseiten mit den Stirnseiten ihrer Versteifungsrippen aufeinander und sind paarweise fix miteinander zur jeweiligen Backplatten- einheiten verbunden.

Diese beidseitig verwendbaren, stapelbaren Backplatteneinheiten, die einstückig ausgebildet sein können oder jeweils aus einem quaderförmigen Plattenkörper mit an der Ober-und Untersei- te aufgesetzten Backplatten bestehen können oder jeweils aus zwei mit ihren Rückseiten anein- anderliegenden Backplatten zusammengesetzt sein können, werden zur Bildung von Backformen übereinandergestapelt und dabei mit ihren einander gegenseitig zugeordneten Stapelflächen von oben oder von unten aneinandergelegt. Dabei wird jeweils eine an der Unterseite der oberen Backplatteneinheit ausgebildete, obere Formhälfte mit einer an der Oberseite der unteren Backplatteneinheit ausgebildeten, unteren Formhälfte einer Backform zusammengesetzt und diese Backform gleichzeitig geschlossen. Die von zwei aufeinanderliegenden Backplatteneinheiten nach oben und unten begrenzte geschlossene Backform kann einen einzigen Formhohiraum zum Herstellen von dünnwandigen Formkörpern enthalten. Diese Backform kann auch mehrere gleich große Formhohiräume zum gleichzeitigen Herstellen mehrerer dünnwandiger Formkörper in einer einzigen Backform enthalten. Diese Backform kann auch mehrere verschieden gestaltete Formhohl- räume zum gleichzeitigen Herstellen mehrerer verschiedener dünnwandiger Formkörper in einer einzigen Backform enthalten.

Diese beidseitig verwendbaren, stapelbaren Backplatteneinheiten können zum starren Verbinden zweier übereinandergestapelter Backplatteneinheiten mit der von diesen eingeschlossenen Back- form zugeordneten Verriegelungsvorrichtungen versehen sein, deren Oberteile an der oberen Backplatteneinheit und deren Unterteile an der unteren Backplatteneinheit angebracht sind und die Verriegelungsorgane umfassen, die zum starren Verbinden der beiden Backplatteneinheiten auf den Oberteil und den Unterteil der betreffenden Verriegelungsvorrichtung aufzusetzen sind und zum Lösen der betreffenden Verriegelungsvorrichtung von deren Oberteil und Unterteil wieder abgezogen werden müssen. Jede einzelne Backplatteneinheit trägt die Unterteile jener Verriegelungsvorrichtungen, die der von ihr nach unten begrenzten Backform zugeordnet sind, und die Oberteile jener Verriegelungsvorrichtungen, die der von ihr nach oben begrenzten Backform zugeordnet sind.

Die beidseitig verwendbaren, stapelbaren Backplatteneinheiten können zum starren Verbinden zweier übereinandergestapelter Backplatteneinheiten mit der von diesen eingeschlossenen Back- form zugeordneten Verriegelungsvorrichtungen versehen sein, die aus gegenseitig miteinander in Eingriff zu bringenden Oberteilen und Unterteilen bestehen, wobei jede einzelne Backplat- teneinheit die Unterteile jener Verriegelungsvorrichtungen trägt, die der von ihr nach unten begrenzten Backform zugeordnet sind, und die Oberteile jener Verriegelungsvorrichtungen, die der von ihr nach oben begrenzten Backform zugeordnet sind.

Zum starren Verbinden zweier übereinandergestapelter Backplatteneinheiten können diese mit den aus der WO 96/14750 bekannten selbsthemmenden Klemmvorrichtungen zum Aneinanderpressen der Backformteile der geschlossenen Backform ausgerüstet sein. Diese Klemmvorrichtungen drük- ken bei ihrem Festklemmen die beiden, die geschlossene Backform zwischen sich einschließenden Backplatteneinheiten mit einer vorgegebenen Vorspannkraft gegeneinander und halten diese Vorspannkraft durch den selbsthemmenden Reibungseingriff ihres jeweiligen Klemmelementes bis zum gewaltsamen Lösen der Klemmvorrichtung aufrecht.

Eine selbsthemmende Klemmvorrichtung kann einen an der einen Backplatteneinheit schwenkbar gelagerten Klemmhebel mit einem seiner Schwenkachse zugewandten Klemmabschnitt und eine an der anderen Backplatteneinheit angeordnete Klemmfläche umfassen. Zum Festziehen der Klemmvor- richtung wird der Klemmhebel mit seinem Klemmabschnitt mit der Klemmfläche in einen kraft- schlüssigen und selbsthemmenden Reibungseingriff gebracht und in diesem Reibungseingriff an der Klemmfläche entlang bewegt, bis das Bewegungsspiel des Klemmhebels beseitigt und die gewünschte Vorspannkraft durch die elastische Dehnung des Klemmhebels auf die beiden aufeinan- derliegenden Backplatteneinheiten aufgebracht ist.

Eine selbsthemmende Klemmvorrichtung kann ein als im wesentlichen C-förmige Klammer ausgebil- detes Klemmelement, das mit einander zugewandten Klemmabschnitten an seinen Enden versehen ist, und zwei diesen Klemmabschnitten zugeordnete und von einander abgewandte Klemmflächen an den beiden Backplatteneinheiten umfassen. Zum Festziehen der Klemmvorrichtung wird die Klam- mer mit ihren beiden Klemmabschnitten auf die ihnen zugeordneten Klemmflächen der beiden Backplatteneinheiten von außen aufgeschoben, mit diesen in einen kraftschlüssigen und selbst- hemmenden Reibungseingriff gebracht und in diesem Reibungseingriff an beiden Klemmflächen entlang bewegt, bis das zum Aufschieben erforderliche Bewegungsspiel der Klammer beseitigt und die gewünschte Vorspannkraft durch die elastische Dehnung der Klammer auf die beiden aufeinanderliegenden Backplatteneinheiten aufgebracht ist.

Zwei übereinandergestapelte Backplatteneinheiten können an zwei entgegengesetzten Stirnsei- ten jeweils durch zwei entlang der jeweiligen Stirnseite im Abstand voneinander angeordnete selbsthemmende Klemmvorrichtungen starr miteinander verbunden werden, die jeweils einen, an der einen Backplatteneinheit um eine horizontale Schwenkachse schwenkbar gelagerten Klemmhe- bel und eine diesem zugeordnete, an der anderen Backplatteneinheit angeordnete Klemmfläche umfassen, an der jeweils der Klemmhebel der betreffenden Klemmvorrichtung mit seinem Klemm- abschnitt im kraftschlüssigen und selbsthemmenden Reibungseingriff entlang geschwenkt werden kann, bis das Bewegungsspiel des Klemmhebels beseitigt und die gewünschte Vorspannkraft durch die elastische Dehnung des jeweiligen Klemmhebels auf die beiden aufeinanderliegenden Back- platteneinheiten aufgebracht ist. + Die beidseitig verwendbaren, stapelbaren Backplatteneinheiten werden in einem geschlossenen Kreislauf durch den jeweiligen Backofen transportiert und passieren den jeweiligen vertikalen Backschacht des Backofens in einem vertikalen Stapel, der aus liegend gestapelten Backplatten- einheiten besteht und an einem Ende fortlaufend um eine Backplatteneinheit ergänzt und am anderen Ende fortlaufend um eine Backplatteneinheit verringert wird. Die beidseitig verwend- baren, stapelbaren Backplatteneinheiten erlauben es, den Bildungsvorgang des betreffenden Stapels mit dem Schließvorgang der Backformen zu kombinieren und den Auflösevorgang des be- treffenden Stapels mit dem Öffnungsvorgang der Backformen zu kombinieren, sodaß für das Schließen der Backformen nach dem Beschicken mit Vorprodukt und für das Öffnen der Backformen vor dem Entnehmen der gebackenen Formkörper keinerlei zusätzliche Mechanismen oder Betäti- gungsvorrichtungen für die Backplatteneinheiten erforderlich sind. Die den jeweiligen Stapel erzeugende Stapelvorrichtung des Backofens stapelt die Backplatteneinheiten von oben bzw. von unten übereinander und schließt dabei gleichzeitig die Backformen. Die den jeweiligen Stapel auflösende Vereinzelungsvorrichtung des Backofens nimmt die Backplatteneinheiten vom betref- fenden Stapel nach oben bzw. unten ab und öffnet dabei gleichzeitig die Backformen bzw. Iöst diese in ihre Backformhälften auf.

Bei erfindungsgemäßen Backöfen, bei denen die beidseitig verwendbaren, stapelbaren Backplat- teneinheiten bei ihrer Integration in den betreffenden Stapel und dem damit verbundenen Schließen der Backformen jeweils mit der in diesen Stapel bereits vorangehend integrierten Backplatteneinheit durch Verriegelungsvorrichtungen oder durch selbsthemmende Klemmvorrich- tungen starr verbunden werden, können die Verriegelungsvorrichtungen bzw. die selbsthemmenden Klemmvorrichtungen selbsttätig ausgebildet sein, sodaß sie die beiden Backplatteneinheiten während des Stapelvorganges selbsttätig starr miteinander verbinden und erst vor den Verein- zeln der Backplatteneinheiten aktiv durch-eine Betätigungsvorrichtung gelost werden müssen.

Diese Betätigungsvorrichtung kann in die jeweilige Vereinzelungsvorrichtung integriert sein, die beim Erfassen der letzten Backplatteneinheit des jeweiligen Stapels die Verriegelungsvor- richtungen bzw. die selbsthemmenden Klemmvorrichtungen lost, bevor sie die letzten Backplat- teneinheit vom Stapel nach oben bzw. unten abnimmt. Bei von außen zu betätigenden Verriege- lungsvorrichtungen kann die Vorrichtung zum Verriegeln der Verriegelungsvorrichtungen in die den Stapel erzeugende Stapelvorrichtung integriert sein. Bei von außen zu betätigenden selbst- hemmenden Klemmvorrichtungen kann die Betätigungsvorrichtung, die die jeweilige selbsthemmen- de Klemmvorrichtung bis zum Aufbringen der gewünschten, die beiden benachbarten Backplatten- einheiten gegeneinander drückenden Vorspannkraft festzieht, in die den Stapel erzeugende Stapelvorrichtung integriert sein.

Bei einem Stapel, der aus beidseitig verwendbaren, stapelbaren Backplatteneinheiten besteht an seinem unteren Ende fortlaufend neu gebildet und an seinem oberen Ende fortlaufend wieder aufgelöst wird, werden die Backplatteneinheiten am unteren Ende des Stapels von unten überein- andergestapelt und am oberen Ende nach oben vereinzelt. In der dem unteren Ende des Stapels zugeordneten Beschickungsstation wird eine neue Backplatteneinheit an ihrer Oberseite mit Vorprodukt beschickt, bevor sie im nächsten Stapelvorgang in den mit seinem gesamten Gewicht auf seiner untersten Backplatteneinheit ruhenden Stapel integriert wird. Die neue Backplatten- einheit wird unter den Stapel befördert und von unten gegen die unterste Backplatteneinheit des Stapels angedrückt, bis sie als neue unterste Backpiatteneinheit des Stapels dessen gesam- tes Gewicht trägt. In diesem Stapelvorgang wird der Stapel an seinem unteren Ende um eine Backplatteneinheit ergänzt und gleichzeitig die an der Unterseite seiner untersten Backpiat- teneinheit ausgebildete obere Formhälfte mit der mit Vorprodukt beschickten unteren Formhälf- te an der Oberseite der neuen Backplatteneinheit zu einer neuen geschlossenen Backform zusam- mengesetzt. Diese Backform ist in dem von den übereinander gestapelten Backplatteneinheiten gebildeten Backformenstapel die unterste Backform. Der Formhohiraum dieser Backform wird entgegen dem beim Backen entstehenden Innendruck durch das Gewicht des gesamten Stapels ge- schlossen gehalten. Diese Backform wandert zusammen mit den beiden ihren Formhohlraum begren- zenden Backplatteneinheiten mit jedem weiteren Stapelvorgang im Stapel um eine Etage nach oben und wird in jeder Etage durch das Gewicht des über dieser Etage liegenden Teiles des Stapels geschlossen gehalten. Am oberen Ende des Stapels wird der Formhohlraum dieser Back- form nur mehr durch das Gewicht der ihn nach oben begrenzenden Backplatteneinheit geschlossen gehalten und mit dem Abheben dieser Backplatteneinheit beim Auflösen des Stapels ebenfalls aufgelöst. Der in diesem Formhohlraum hergestellte dünnwandige Formkörper bleibt auf der an der Oberseite der obersten Backplatteneinheit des Stapels ausgebildeten unteren Formhälfte liegen und kann von dieser direkt abgenommen werden.

Bei einem Stapel, der aus stapelbaren, beidseitig verwendbaren und paarweise durch Verriege- lungsvorrichtungen bzw. selbsthemmende Klemmvorrichtungen starr miteinander verbindbaren Backplatteneinheiten besteht und an seinem oberen Ende fortlaufend neu gebildet und an seinem unteren Ende fortlaufend wieder aufgelöst wird, werden die Backplatteneinheiten am oberen Ende des Stapels von oben übereinandergestapelt und am unteren Ende nach unten vereinzelt. In der dem oberen Ende des Stapels zugeordneten Beschickungsstation wird die Oberseite des Sta- pels mit Vorprodukt beschickt, bevor eine neue Backplatteneinheit auf den Stapel aufgesetzt und durch Verriegeln der Verriegelungsvorrichtungen bzw. Festziehen der selbsthemmenden Klemm- vorrichtungen mit der obersten Backplatteneinheit des Stapels starr verbunden wird. In diesem Stapelvorgang wird der Stapel an seinem oberen Ende um eine Backplatteneinheit ergänzt.

Gleichzeitig wird die mit Vorprodukt beschickte untere Backformhälfte an der Oberseite der obersten Backplatteneinheit des Stapels mit der oberen Backformhälfte an der Unterseite der neuen Backplatteneinheit zu einer neuen geschlossenen Backform zusammengesetzt und die Back- formhälften dieser Backform werden durch die Verriegelungsvorrichtungen bzw. selbsthemmenden Klemmvorrichtungen starr miteinander verbunden. Diese neugebildete Backform ist in dem von den übereinander gestapelten Backplatteneinheiten gebildeten Backformenstapel die oberste Backform, die entgegen dem beim Backen in ihr entstehenden Innendruck durch die verriegelten Verriegelungsvorrichtungen bzw. durch die festgezogenen selbsthemmenden Klemmvorrichtungen geschlossen gehalten wird. Diese Backform wandert mit den beiden sie begrenzenden Backpiatten- einheiten mit jedem weiteren Stapelvorgang im Stapel um eine Etage nach unten. Beim Erreichen des unteren Endes des Stapels bildet diese Backform die unterste Backform des Stapels und die sie nach unten begrenzende Backplatteneinheit die unterste Backplatteneinheit des Stapels, die mit einer seitlichen Haltevorrichtung im Eingriff steht und das Gewicht des gesamten Stapels trägt. Am unteren Ende des Stapels wird diese Backform durch das Gewicht des gesamten Stapels geschlossen gehalten und mit dem Vereinzeln der untersten Backplatteneinheit beim Auflösen des Stapels ebenfalls aufgelöst. Die dieser Backform zugeordneten verriegelten Ver- riegelungsvorrichtungen bzw. festgezogenen selbsthemmenden Klemmvorrichtungen werden späte- stens vor dem Vereinzeln der untersten Backplatteneinheit des Stapels gelöst. Zum Auflösen des Stapels wird der gesamte Stapel angehoben, die seitliche Haltevorrichtung von der die unterste Backform nach unten begrenzenden Backplatteneinheit des Stapels gelöst, der Stapel um eine Etage abgesenkt, die seitliche Haltevorrichtung mit der die unterste Backform nach oben begrenzenden Backplatteneinheit des Stapels in Eingriff gebracht und der Stapel auf der seitlichen Haltevorrichtung abgesetzt. Die so vereinzelte unterste Backplatteneinheit des Stapels wird samt dem auf ihr liegenden dünnwandigen Formkörper vom unteren Ende des Stapels weg nach unten abgesenkt und dabei gleichzeitig die von ihr nach unten begrenzte Backform aufgelöst. Der in dieser Backform hergestellte dünnwandige Formkörper bleibt auf der Obersei- te der abgesenkten Backplatteneinheit liegen und kann von dieser direkt abgenommen werden.

Bei einem Stapel, der aus stapelbaren, beidseitig verwendbaren und paarweise durch Verriege- lungsvorrichtungen bzw. selbsthemmende Klemmvorrichtungen starr miteinander verbindbaren Backplatteneinheiten besteht und an seinem unteren Ende fortlaufend neu gebildet und an sei- nem oberen Ende fortlaufend wieder aufgelöst wird, können die Backplatteneinheiten am unteren Ende des Stapels von unten übereinandergestapelt. werden, ohne aufeinanderliegende Backplatten- einheiten mit Hilfe der Verriegelungsvorrichtungen bzw. der selbsthemmenden Klemmvorrichtun- gen starr miteinander zu verbinden.

Zum starren Verbinden zweier mit ihren Vorderseiten übereinandergestapelten Backplatten jeder Backform können die aus der WO 96/14750 bekannten selbsthemmenden Klemmvorrichtungen zum Aneinanderpressen der Backformteile der geschlossenen Backform vorgesehen sein. Diese Klemmvorrichtungen drücken bei ihrem Festklemmen die beiden übereinandergestapelten Backplat- ten mit einer vorgegebenen Vorspannkraft gegeneinander und halten diese Vorspannkraft durch den selbsthemmenden Reibungseingriff ihres jeweiligen Klemmelementes bis zum gewaltsamen Lösen der Klemmvorrichtung aufrecht.

Eine selbsthemmende Klemmvorrichtung kann einen an der einen Backplatte schwenkbar gelager- ten Klemmhebel mit einem seiner Schwenkachse zugewandten Klemmabschnitt und eine an der ande- ren Backplatte angeordnete Klemmfläche umfassen. Zum Festziehen der Klemmvorrichtung wird der Klemmhebel mit seinem Klemmabschnitt mit der Klemmfiäche in einen kraftschlüssigen und selbst- hemmenden Reibungseingriff gebracht und in diesem Reibungseingriff an der Klemmfläche entlang bewegt, bis das Bewegungsspiel des Klemmhebels beseitigt und die gewünschte Vorspannkraft durch die elastische Dehnung des Klemmhebels auf die beiden aufeinanderliegenden Backplatten aufgebracht ist.

Eine selbsthemmende Klemmvorrichtung kann ein als im wesentlichen C-förmige Klammer ausgebil- detes Klemmelement, das mit einander zugewandten Klemmabschnitten an seinen Enden versehen ist, und zwei diesen Klemmabschnitten zugeordnete und von einander abgewandte Klemmflächen an den beiden Backplatten umfassen. Zum Festziehen der Klemmvorrichtung wird die Klammer mit ihren beiden Klemmabschnitten auf die diesen zugeordneten Klemmflächen der beiden Backplatten von außen aufgeschoben, mit diesen Klemmflächen in einen kraftschlüssigen und selbsthemmenden Reibungseingriff gebracht und in diesem Reibungseingriff an beiden Klemmflächen entlang be- wegt, bis das zum Aufschieben erforderliche Bewegungsspiel der Klammer beseitigt und die gewünschte Vorspannkraft durch die elastische Dehnung der Klammer auf die beiden aufeinander- liegenden Backplatten aufgebracht ist.

Zwei übereinandergestapelte Backplatten können an zwei entgegengesetzten Stirnseiten jeweils durch zwei entlang der jeweiligen Stirnseite im Abstand voneinander angeordnete selbsthemmen- de Klemmvorrichtungen starr miteinander verbunden werden, die jeweils einen, an der einen Backplatte schwenkbar gelagerten Klemmhebel und eine diesem zugeordnete, an der anderen Back- platteneinheit angeordnete Klemmfläche umfassen, an der jeweils der Klemmhebel der betreffen- den Klemmvorrichtung mit seinem Klemmabschnitt im kraftschlüssigen und selbsthemmenden Rei- bungseingriff entlang geschwenkt werden kann, bis das Bewegungsspiel des Klemmhebels besei- tigt und die gewünschte Vorspannkraft durch die elastische Dehnung des jeweiligen Klemmhebels auf die beiden aufeinanderliegenden Backplatten aufgebracht ist. + Bei erfindungsgemäßen Backöfen, die mit beidseitig stapelbaren Backplatten ausgerüstet sind, werden die aus diesen Backplatten gebildeten auf-und zumachbaren Backformen in einem ge- schlossenen Kreislauf durch den jeweiligen Backofen transportiert. Diese Backformen bestehen jeweils aus einer oberen und einer unteren Backplatte und aus den diese beiden Backplatten starr miteinander verbindenden und an den beiden Backplatten angebrachten oder auf die beiden Backplatten von außen aufgesetzten Verriegelungsvorrichtungen bzw. selbsthemmenden Klemmvor- richtungen.

Bei jeder einzelnen Backform wird nach dem Beschicken ihrer unteren Backplatte mit Vorpro- dukt ihre obere Backplatte auf ihre untere Backplatte aufgesetzt und die beiden Backplatten mit Hilfe der jeweiligen Verriegelungsvorrichtung bzw. selbsthemmende Klemmvorrichtung zu einem starren Körper starr miteinander verbunden. Dieser starre Körper wird als geschlossene Backformeinheit durch den vertikalen Backschacht des Backofens transportiert und nach dem Passieren des vertikalen Backschachtes wieder in die beiden stapelbaren Backplatten aufge- löst, um von der unteren Backplatte der geöffneten Backform den gebackenen Formkörper abneh- men zu können.

Bei einem vertikalen Backschacht, der von einer vertikalen Transportstrecke für die geschlos- senen Backformen durchsetzt wird, welche einen, an einem Ende fortlaufend neu gebildeten und am anderen Ende fortlaufend aufgelösten, vertikalen Stapel enthält, werden die als starre Körper ausgebildeten, geschlossenen Backformeinheiten an dem einen Ende dieses Stapels von der diesen Stapel erzeugenden Stapelvorrichtung des Backofens in diesen Stapel integriert und am anderen Ende dieses Stapels von der diesen Stapel auflösenden Vereinzelungsvorrichtung des Backofens aus diesem Stapel entfernt.

Innerhalb des Stapels liegen die Backformeinheiten mit den auf den Rückseiten ihrer Backplat- ten angeordneten und daher an ihrer Oberseite bzw. Unterseite liegenden Stapelflächen lose und nur durch ihr Eigengewicht aufeinander. Der vertikale Stapel besteht einerseits aus den mit ihren Oberseiten bzw. Unterseiten abwechselnd lose aufeinanderliegenden, geschlossenen Backformeinheiten und anderseits aus den im Stapel übereinander angeordneten, stapelbaren Backplatten, die paarweise mit den Stapelfiachen ihrer Vorderseiten bzw. Rückseiten aufeinan- derliegen. Die stapelbaren Backplatten sind innerhalb des Stapels an ihren aufeinanderliegen- den Vorderseiten, innerhalb der jeweiligen geschlossenen Backformeinheit, starr miteinander verbunden und liegen mit ihren Rückseiten paarweise lose aufeinander.

Die als starre Körper ausgebildeten, geschlossenen Backformeinheiten wandern innerhalb des Stapels schrittweise von der Stapelvorrichtung zur Vereinzelungsvorrichtung und passieren dabei den vertikalen Backschacht, während in ihnen die Vorprodukte zu Formkörpern gebacken werden und sie selbst mit ihren, ihre beiden Backplatten zu einem starren Körper verbindenden Verriegelungsvorrichtungenbzw. selbsthemmendenKlemmvorrichtungendemwährenddesBackprozes- ses in ihnen jeweils entstehenden Innendruck entgegenwirken.

Die Backformen können mit beim Schließen der Backformen durch die dafür vorgesehene Betäti- gungsvorrichtung des Backofens selbsttätig die beiden Backplatten starr miteinander verbinden- den Verriegelungsvorrichtungen bzw. selbsthemmenden Klemmvorrichtungen versehen sein, die beim Auflösen der geschlossenen Backformeinheiten durch die dafür vorgesehene Betätigungsvor- richtung des Backofens aktiv gelöst werden, bevor die beiden Backplatten auseinander bewegt werden.

Die Backformen können mit beim Schließen der Backformen durch die dafür vorgesehene Betäti- gungsvorrichtung des Backofens von außen aktiv zu betätigenden, die beiden Backplatten starr miteinander verbindenden Verriegelungsvorrichtungen bzw. selbsthemmenden Klemmvorrichtungen versehen sein, die beim Auflösen der geschlossenen Backformeinheiten durch die dafür vorgese- hene Betätigungsvorrichtung des Backofens von außen aktiv gelöst werden, bevor die beiden Backplatten auseinander bewegt werden.

Nachstehend wird die Erfindung an einigen Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnungen näher erlautert.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen : In den Zeichnungen zeigen : Fig. 1 schematisch einen Backofen mit einer vorderen vertikalen Transportstrecke zur Herstel- lung von dünnwandigen Formkörpern im Schnitt, Fig. 2 schematisch einen Backofen mit zwei gegenläufigen, vertikalen Transportstrecken zur Herstellung von dünnwandigen Formkörpern im Schnitt, Fig. 3 schematisch einen Abschnitt einer, einen vertikalen Backschacht durchsetzten, vertika- len Transportstrecke zur Herstellung von dünnwandigen Formkörpern, Fig. 4 einen Teil einer stapelbaren Backplatteneinheiten zur Herstellung von dünnwandigen Formkörpern im Querschnitt, Fig. 5 den Teil der stapelbaren Backplatteneinheiten der Fig. 4 im Längsschnitt, Fig. 6 eine Draufsicht auf den Teil der stapelbaren Backplatteneinheiten der Fig. 4, Fig. 6a einen Abschnitt einer Dichtleiste der stapelbaren Backplatteneinheiten der Fig. 4 von der Seite, Fig. 7 einen Abschnitt eines, aus liegend übereinandergestapelten Backplatteneinheiten gebil- deten, vertikalen Stapels, bei dem die Backplatteneinheiten innerhalb des Stapels lose aufein- anderliegen und nur durch das Gewicht zusammengehalten werden, Fig. 8 einen Abschnitt eines, aus liegend übereinandergestapelten Backplatteneinheiten gebil- deten, vertikalen Stapels, bei dem die Backplatteneinheiten innerhalb des Stapels paarweise durch jeweils an den Backplatteneinheiten angebrachte Verriegelungsvorrichtungen starr mitein- ander verbunden sind, Fig. 9 einen Abschnitt eines, aus liegend übereinandergestapelten Backplatteneinheiten gebil- deten, vertikalen Stapels, bei dem die Backplatteneinheiten innerhalb des Stapels jeweils durch von außen auf jeweils zwei benachbarte Backplatteneinheiten aufgesetzte selbsthemmende Klemmvorrichtungen starr miteinander verbunden sind, Fig. 10 eine zwei übereinandergestapelte Backplatteneinheiten starr miteinander verbindende und an diesen angebrachte Verriegelungsvorrichtung im Querschnitt, Fig. 11 einen Längsschnitt durch die Verriegelungsvorrichtung der Fig. 10, Fig. 12 eine, am unteren Ende einer vertikalen Transportstrecke zur Herstellung von dünnwan- digen Formkörpern angeordnete Haltevorrichtung für einen, aus stapelbaren Backplatteneinhei- ten gebildeten vertikalen Stapel von oben, Fig. 13 die Haltevorrichtung der Fig. 12 von der Seite, Fig. 14 einen Schnitt durch einen Backofen mit zwei gegenläufigen Transportstrecken zur Herstellung von dünnwandigen Formkörpern, die von ständig erneuerten Stapeln aus lose überein- anderliegenden, geschlossenen Backformeinheiten gebildet werden, Fig. 15 einen Querschnitt durch eine geschlossene Backformeinheit, bei der die beiden, mit ihren Vorderseiten aufeinanderliegenden, stapelbaren Backplatten an einander entgegengesetz- ten Seiten jeweils durch eine an den beiden Backplatten angebrachte Verriegelungsvorrichtung starr miteinander verbunden sind, Fig. 16 einen Querschnitt durch eine geschlossene Backformeinheit, bei der die beiden, mit ihren Vorderseiten aufeinanderliegenden, stapelbaren Backplatten an einander entgegengesetz- ten Seiten jeweils durch eine von außen auf beide Backplatten aufgesetzte selbsthemmende Klemmvorrichtungen starr miteinander verbunden sind, Fig. 17 einen Abschnitt eines vertikalen Stapels, der aus liegend übereinandergestapelten, geschlossenen Backformeinheiten besteht, deren stapelbare Backplatten durch ihre seitlichen Verriegelungsvorrichtungen starr miteinander verbunden sind, Fig. 18 eine seitliche Verriegelungsvorrichtung einer geschlossenen Backformeinheit im Quer- schnitt, und Fig. 19 einen Längsschnitt durch die Verriegelungsvorrichtung der Fig. 18.

Beschreibunq von Ausführungsbeispielen : Fig. 1 zeigt einen mit Gas zu beheizenden Backofen 1 für die Herstellung von dünnwandigen Formkörpern, die beispielsweise als rechteckige ebene Blätter ausgebildet sind, die an ihren Ober-und Unterseiten jeweils ein von erhabenen Rippen gebildetes Waffelmuster tragen. Diese dünnwandigen Formkörper werden aus einer formlosen Masse in auf-und zumachbaren Backformen hergestellt, die jeweils aus zwei Formhälften bestehen, die die äußere Gestalt und die Wand- stärke der dünnwandigen Formkörper bestimmen.

Zur Bildung der auf-und zumachbaren Backformen sind beidseitig verwendbare, stapelbare Backplatteneinheiten 2 (Fig. 4-6a) vorgesehen, deren quaderförmige Plattenkörper von innen über Heizkanäle 3 beheizbar sind und an zwei einander gegenüberliegenden Stirnseiten 2a mit seitlichen Halteöffnungen 4 versehen sind und an den Oberseiten 2b und Unterseiten 2c mit Backflächen 5,6 und diesen zugeordneten Stapelflächen 7,8 tragen. Die Oberseiten 2b der Backplatteneinheiten 2 sind jeweils als untere Formhälften der Backformen und die Unterseiten 2c der Backplatteneinheiten 2 sind jeweils als o, bere Formhälften der Backformen ausgebildet.

Zwei übereinandergestapelte Backplatteneinheiten 2 liegen mit ihren einander zugewandten Stapelflächen 7,8 aufeinander und bilden zusammen eine geschlossene Backform für die jeweils herzustellenden dünnwandigen Formkörper. Diese Backform besteht aus der, an der Unterseite 2c der oberen Backplatteneinheit 2 angeordneten, oberen Backformhälfte und aus der, auf der Oberseite 2d der unteren Backplatteneinheit 2 angeordneten, unteren Backformhälfte.

Die beidseitig verwendbaren, stapelbaren Backplatteneinheiten 2 sind mit den in sie jeweils integrierten Backformhälften jeweils auf die Herstellung eines bestimmten dünnwandigen Form- körpers abgestellt.

Backplatteneinheiten 2 für die Herstellung von rechteckigen ebenen Blättern weisen jeweils einen im wesentlichen rechteckigen Plattenkörper auf. An der Oberseite 2b und an der Unter- seite 2c des Plattenkörpers ist jeweils eine von seitlichen Dichtleisten 9,10 begrenzte, im wesentlichen ebene, rechteckige Backfläche 5,6 ausgebildet. Die Stapelflächen 7,8 der Back- platteneinheit 2 sind in diese Dichtleisten 9,10 integriert, die jeweils über die von ihnen begrenzte Backfläche 5,6 vorstehen und zusammen mit dieser die obere Backformhälfte 5,9 bzw. untere Backformhälfte 6,10 der Backplatteneinheit 2 bilden. Bei der unteren Backform- hälfte 5,9 ist in zwei gegenüberliegenden Dichtleisten 9b jeweils zumindest ein die Dicht- leiste 9b durchsetzender Dampfkanal 11 ausgebildet. Zwei übereinandergestapelte Backplatten- einheiten 2 liegen mit den Dichtleisten 9 und 10 ihrer einander zugewandten Backformhälften 5,9 bzw. 6,10 aufeinander und bilden eine geschlossene Backform, die bis auf die seitlichen Dampfkanäle 11, durch die die beim Backen in der Backform entstehenden Gase bei geschlossener Backform entweichen können, vollständig geschlossen ist.

Backplatteneinheiten für die Herstellung von runden, dreieckigen, fünfeckigen, oder fächer- förmigen, ebenen Blättern können jeweils einen im wesentlichen rechteckigen Plattenkörper mit an seiner Oberseite und Unterseite angeordneten, runden, dreieckigen, fünfeckigen, oder fä- cherförmigen Backflächen aufweisen, die jeweils von seitlichen Dichtleisten begrenzt sind, in die die Stapelflächen der betreffenden Backplatteneinheit integriert sind. Diese Backplatten- einheiten können aber auch jeweils einen der Form der herzustellenden Blätter entsprechenden, quaderförmigen Plattenkörper mit rundem, dreieckigem, fünfeckigem ; oder fächerförmigem Grund- riß besitzen.

Backplatteneinheiten für die Herstellung von dünnwandigen Formkörpern, die als rechteckige, seichte nach oben offene Tasse ausgebildet sind, weisen einen, im wesentlichen rechteckigen Plattenkörper auf, der an seiner Oberseite eine, mit einer der Gestalt der Tasse entsprechen- den Vertiefung versehene, obere Backfläche und an seiner Unterseite eine, mit einer der Ge- stalt der Tasse entsprechenden Erhebung versehene, untere Backfläche trägt. Beide Backflächen sind von seitlichen Dichtleisten begrenzt, die dem Umriß der Tasse entsprechen und die Stapel- ftächen der Backplatteneinheit enthalten.

Backplatteneinheiten für die Herstellung von dünnwandigen Formkörpern, die als ebene Blätter ohne genau definierte Ränder ausgebildet sind, weisen jeweils einen quaderförmigen Plattenkör- per auf, an dessen Oberseite und Unterseite der jeweiligen Umrißform der herzustellenden ebenen Blätter entsprechende ebene Backflächen und außerhalb dieser die Wandstärke der Form- körper bestimmende Abstandshalter angeordnet sind, in die die oberen bzw. unteren Stapelflä- chen der Backplatteneinheit integriert sind.

In dem in Fig. 1 dargestellten Backofen 1 werden die beidseitig verwendbaren, stapelbaren Backplatteneinheiten2innerhalbderäußerenwärmeisolierenden Verkleidung12desBackofens1 in einem in sich geschlossenen Kreislauf durch den Backofen 1 transportiert. Dieser Kreislauf umfaßt eine vordere, vertikal nach oben führende Transportstrecke 13, an deren Anfang die Backplatteneinheiten 2 zur Bildung von geschlossenen Backformen übereinandergestapelt werden und an deren Ende die Backplatteneinheiten 2 zur Auflösung der Backformen wieder vereinzelt werden. Die vordere vertikale Transportstrecke 13 führt von einer unteren Beschickungsstation 14 durch einen als vertikaler Backschacht 15 ausgebildeten Backraum zu einer oberen Entnahme- station 16. Von der Entnahmestation 16 werden die Backplatteneinheiten 2 an eine, in Fig. 1 nich näher dargestellte hintere, vertikal nach unten führende Transportstrecke übergeben und in dieser im miteinander verriegelten Zustand abgesenkt, bevor sie der vorderen, vertikal nach oben führende Transportstrecke 13 neuerlich zugeführt werden.

Die geschlossenen Backformen und die sie bildenden Backplatteneinheiten 2 werden in der vorderen vertikalen Transportstrecke 13 durch den sich fortlaufend erneuernden Stapel 18, der aus den lose aufeinanderliegenden und nur durch das Gewicht zusammengehaltenen Backplattenein- heiten 2 besteht, durch den Backschacht 15 hindurch nach oben transportiert.

Der Backschacht 15 wird innerhalb des Backofens 1 durch eine wärmeisolierende Hülle 19 nach außen begrenzt. Innerhalb des Backschachtes 15 sind entlang dem Stapel 18 Gasbrenner 20 verti- kal übereinander angeordnet. Die von diesen erzeugten Heizgase strömen durch die Heizkanäle 4 der Backplatteneinheiten 2 hindurch durch den Stapel 18 und beheizen so die im Stapel 18 enthaltenen geschlossenen Backformen mit den in ihnen eingeschlossenen Vorprodukten.

Der Stapel 18 wird unterhalb des Backschachtes 15 durch eine Stapelvorrichtung 21 aus den einzelnen von einem unteren Horizontalförderer 22 zugeführten Backplatteneinheiten 2 fortlau- fend neu gebildet. Die Stapelvorrichtung 21 besteht aus einer dem unteren Ende des Stapels 18 zugeordneten Haltevorrichtung 23 und einer unter dem Stapel angeordneten Hubvorrichtung 24.

Die Haltevorrichtung 23 (Fig. 12,13) steht mit der untersten Backplatteneinheit 2 des Sta- pels 18 im Eingriff, auf der das Gewicht des gesamten Stapels 18 ruht. Die Haltevorrichtung 23 umfaßt zwei Schlitten 25,26, die in einer horizontalen Ebene einander gegenüberliegen.

Diese Schlitten 25,26 sind im Gestell des Backofens 1 vertikal abgestützt und tragen an ihren einander zugewandten Stirnseiten horizontale Haltebolzen 27,28, die in die seitlichen Halteöffnungen 4 der untersten Backplatteneinheit 2 des Stapels 18 ragen und das Gewicht des gesamten Stapels 18 tragen. Während eines Stapelvorganges werden die beiden Schlitten 25,26 zuerst zum Freigeben des Stapels 18 auseinandergezogen und dabei mit ihren Haltebolzen 27,28 aus der untersten Backplatteneinheit 2 des Stapels 18 herausgezogen und dann zum Festhalten des Stapels 18 wieder zusammengeschoben und dabei mit ihren Haltebolzen 27,28 in die Halte- öffnungen 4 der neuen untersten Backplatteneinheit 2 des Stapels 18 hineingeschoben.

Die zu stapelnden Backplatteneinheiten 2 werden vom unteren Horizontalförderer 22 durch eine Beschickungsstation 14 transportiert, die der vertikalen Transportstrecke 13 und dem unteren Ende des Stapels 18 vorgelagert ist. Diese Beschickungsstation 14 kann beispielsweise als Aufgießstation ausgebildet sein, in der jeweils eine dosierte Menge eines als formlose Masse ausgebildeten Vorproduktes auf die Oberseite 2b der jeweiligen Backplatteneinheit 2 aufgegos- sen wird. Die an der Oberseite 2b mit Vorprodukt beschickte Backplatteneinheit 2 wird vom unteren Horizontalförderer 22 unter den Stapel 18 transportiert und dort von einem vertikal verfahrbaren Stempel 29 der Hubvorrichtung 24 vom unteren Horizontalförderer 22 abgehoben.

Dieser Stempel 29 drückt die neu in den Stapel 18 zu integrierende Backplatteneinheit 2 von unten gegen die unterste Backplatteneinheit 2 des Stapels 18, übernimmt dessen gesamtes Ge- wicht und integriert damit diese Backplatteneinheit 2 als neue untersten Backplatteneinheit 2 in den Stapel 18. Nach dem Freigeben der bisherigen untersten Backplatteneinheit 2 des Sta- pels 18 durch die Haltevorrichtung 23 hebt der Stempel 29 der Hubvorrichtung 24 den gesamten Stapel 18 um die Höhe einer Backplatteneinheit 2 an. Anschließend wird die Haltevorrichtung 23 mit der neuen untersten Backplatteneinheit 2 des Stapels 18 in Eingriff gebracht und der Stapel 18 von der Hubvorrichtung 24 auf der Haltevorrichtung 23 abgesetzt.

Der Stapel 18 wird oberhalb des Backschachtes 15 durch eine Vereinzelungsvorrichtung 30 fortlaufend in einzelne Backplatteneinheiten 2 aufgelöst, welche einen von einem oberen Hori- zontalförderer 31 getragenen Greifkopf 32 umfaßt, der jeweils die oberste Backplatteneinheit 2 des Stapels 18 elektromagnetisch oder mechanisch ergreift, vom Stapel 18 abhebt und an die hintere, vertikal nach unten führende Transportstrecke weitergibt. Wenn der Greifkopf 32 die oberste Backplatteneinheit 2 vom Stapel 18 abhebt, wird die von dieser Backplatteneinheit 2 bisher nach oben begrenzte oberste Backform des Stapels 18 aufgelöst. Der in dieser Backform gebackene Formkörper bleibt auf der Oberseite der diese Backform bisher nach unten begrenzen- den Backplatteneinheit 2 liegen. Letztere ist nunmehr die oberste Backplatteneinheit 2 des Stapels 18, deren Oberseite die Oberseite des Stapels 18 bildet.

Die im Stapel 18 gebackenen Formkörper werden in der Entnahmestation 16 jeweils von der Oberseite des Stapels 18 beispielsweise mittels eines (nicht dargestellten) Saugkopfes abge- nommen und einer dem oberen Ende des Stapels 18 benachbarten Ausgabestation 34 zugeführt, in der sie aus dem Backofen 1 ausgegeben werden.

In dem vom Stapel 18 durchsetzten Backschacht 15 (Fig. 1) können die Gasbrenner 20 an zwei gegenüberliegenden Seiten des Stapels 18 abwechselnd gegeneinander versetzt vertikal überein- ander angeordnet sein. Die auf einer Seite des Stapels 18 in die Heizkanäle 4 der Backplatten- einheiten 2 einströmenden Heizgase treten nach dem Durchströmen der Backplatteneinheiten 2 auf der gegenüberliegenden Seite des Stapels 18 in den Backschacht 15 aus. Die Heizgase ver- lassen den Backschacht 15 zusammen mit den aus den geschlossenen Backformen des Stapels 18 ausströmenden Backgasen durch zwei obere Abzugsöffnungen 35,36. Die Gasbrenner 20 und die ihnen zugeordnete Abzugsöffnung 35 bzw. 36 des Backschachtes 15 sind auf verschiedenen Seiten des Stapels 18 angeordnet.

Gemäß einem alternativen Ausführungsbeispiel (Fig. 3) kann der Backschacht 37 durch eine horizontale Trennwand 38 in zwei übereinander angeordnete Teilschächte 39,40 unterteilt sein, in denen die Gasbrenner 41,42 und die ihnen zugeordnete Abzugsöffnung 43,44 jeweils auf der gleichen Seite des Stapels 18 vertikal übereinander angeordnet sind. Jeder Teil- schacht 39,40 enthält eine untere Heizzone 39a bzw. 40a, in der die Gasbrenner 41 bzw. 42 angeordnet sind, und eine obere Heizzone 39b bzw. 40b, in der eine Abzugsöffnung 43 bzw. 44 des Backschachtes 39 bzw. 40 angeordnet ist. Die Gasbrenner 41 bzw. 42 und die Abzugsöffnung 43 bzw. 44 werden jeweils durch einen horizontalen Zwischenboden 45 bzw. 46 voneinander ge- trennt, in dem eine mittige Durchtrittsöffnung 45a bzw. 46a für den Durchtritt des Stapels 18 und eine seitliche Bodenöffnung 45b bzw. 46b für den Durchtritt der Heizgase und Backgase von der unteren Heizzone 39a bzw. 40a in die obere Heizzone 39b bzw. 40b ausgebildet ist.

Der unterhalb des Backschachtes 15 angeordnete, untere Horizontalförderer 22 erstreckt sich über das untere Ende des Stapels 18 hinaus bis zu einer dem Stapel 18 benachbarten, in Fig. 1 rechts dargestellten Seitenwand 12a des Backofens 1 benachbarten Ausgabestation 47 für die stapelbaren Backplatteneinheiten 2, der eine (nicht dargestellte) Wartungstüre in der Seiten- wand 12a des Backofens 1 zugeordnet ist.

Über die Ausgabestation 47 für die stapelbaren Backplatteneinheiten 2 kann eine Backplatten- einheit 2, die von der vertikal nach unten führenden Transportstrecke an den unteren Horizon- talförderer 22 übergeben wurde, vom unteren Horizontalförderer 22 am unteren Ende des Stapels 18 vorbei zur Ausgabestation 47 befördert und dort aus dem Backofen 1 ausgegeben werden. Nach der Reinigung bzw. Wartung der Backplatteneinheit 2 kann diese über die Ausgabestation 47 wieder in den Backofen 1 eingegeben und vom unteren Horizontalförderer 22 der Stapelvorrich- tung 21 zugeführt werden, ohne den Backofen 1 oder Teile des Backofens 1 demontieren oder zerlegen zu müssen.

Die Ausgabestation 47 für die stapelbaren Backplatteneinheiten 2 erlaubt es, die Backplatten- einheiten 2 des Backofens 1 einzeln über die Ausgabestation 47 gegen andere Backplatteneinhei- ten 2 auszutauschen und dadurch den Backofen 1 auf die Herstellung eines anderen dünnwandigen Formkörpers umzurüsten. So können beispielsweise für die Herstellung von ebenen Blättern vorgesehene, stapelbare Backplatteneinheiten 2 gegen für die Herstellung von seichten Tassen vorgesehene, stapelbare Backplatteneinheiten 2 ausgetauscht werden.

Fig. 2 zeigt einen mit Gas zu beheizenden Backofen 48 mit zwei gegenläufigen, vertikalen Transportstrecken 49,50 zur Herstellung von dünnwandigen Formkörpern, die in auf-und zumach- baren Backformen hergestellt werden, die jeweils aus zwei Formhälften bestehen, die die äuße- re Gestalt und die Wandstärke der dünnwandigen Formkörper bestimmen.

Zur Bildung der auf-und zumachbaren Backformen (Fig. 8) sind auf ihren oberen bzw. unteren Stapelflächen 51 bzw. 52 stapelbare und seitlich paarweise starr miteinander verbindbare Backplatteneinheiten 53 vorgesehen, die von innen über Heizkanäle beheizt werden und an ihren Oberseiten 53a jeweils als untere Backformhälften und an ihren Unterseiten 53b jeweils als obere Backformhälften ausgebildet sind. Diese Backplatteneinheiten 53 entsprechen im wesentli- chen den im Zusammenhang mit dem Backofen 1 der Fig. 1 beschriebenen Backplatteneinheiten 2 und sind zusätzlich an zwei einander gegenüberliegenden Stirnseiten 53c bzw. 53d mit verrie- gelbaren und wieder lösbaren Verriegelungsvorrichtungen 54 zum starren Verbinden zweier mit ihren Stapelflächen 51,52 aufeinanderliegender Backplatteneinheiten 53 versehen.

Die stapelbaren und paarweise starr miteinander verbindbaren Backptatteneinheiten 53 werden in dem in Fig. 2 dargestellten 48 Backofen innerhalb der äußeren wärmeisolierenden Verklei- dung 55 des Backofens 48 in einem in sich geschlossenen Kreislauf durch den Backofen 48 trans- portiert. Dieser Kreislauf umfaßt eine erste vertikal nach oben führende Transportstrecke 49, an deren unterem Anfang die Backplatteneinheiten 53 zur Bildung von geschlossenen Backformen übereinandergestapelt werden und an deren oberem Ende die Backplatteneinheiten 53 zur Auflö- sung der Backformen wieder vereinzelt werden. Diese erste vertikale Transportstrecke 49 für die geschlossenen Backformen führt von einer unteren Beschickungsstation 56 durch einen verti- kalen Backschacht 57 zu einer oberen Entnahmestation 58. Von der oberen Entnahmestation 58 werden die vereinzelten Backplatteneinheiten 53 an eine zur ersten Transportstrecke 49 gegen- läufige, vertikal nach unten führende zweite Transportstrecke 50 übergeben, an deren oberem Anfang die Backplatteneinheiten 53 zur Bildung von geschlossenen Backformen neuerlich überein- andergestapelt werden und an deren unterem Ende die Backplatteneinheiten 53 zur Auflösung der Backformen wieder vereinzelt werden. Diese zweite vertikale Transportstrecke 50 für die ge- schlossenen Backformen führt von einer oberen Beschickungsstation 59 durch den vertikalen Backschacht 57 zu einer unteren Entnahmestation 60. Von der unteren Entnahmestation 60 werden die vereinzelten Backplatteneinheiten 53 zurück zur ersten vertikal nach oben führenden Trans- portstrecke 49 transportiert.

Die beiden gegenläufigen vertikalen Transportstrecken 49,50 und ihre sich fortlaufend erneu- ernden, jeweils aus aufeinanderliegenden Backplatteneinheiten 53 bestehenden Stapel 61,62 sind im Backofen 48 nebeneinander angeordnet und durchsetzen jeweils den vertikalen Back- schacht 57. In Fig. 2 ist die vertikal nach oben führende, erste Transportstrecke 49 mit dem ersten Stapel 61 des Backofens rechts dargestellt und die vertikal nach unten führende, zwei- te Transportstrecke 50 mit dem zweiten Stapel 62 des Backofens links dargestellt.

In den beiden Transportstrecken 49,50 werden die geschlossenen Backformen und die sie bil- denden Backplatteneinheiten 53 durch den jeweiligen, sich fortlaufend erneuernden Stapel 61 bzw. 62 in entgegengesetzter Richtung durch den Backschacht 57 transportiert. Der Backschacht 57 wird innerhalb des Backofens 48 durch eine wärmeisolierende Hülle 63 nach außen begrenzt. innerhalb des Backschachtes 57 sind entlang der beiden Stapel 61,62 Gasbrenner 64 vertikal übereinander angeordnet. Die Gasbrenner 64 sind bei jedem Stapel 61 bzw. 62 abwechselnd an gegenüberliegenden Seiten des Stapels 61,62 angeordnet. Die von diesen erzeugten Heizgase strömen durch die Heizkanäle 54 der Backplatteneinheiten 53 hindurch durch den jeweiligen Stapel 61 bzw. 62 und beheizen so die im jeweiligen Stapel 61 bzw. 62 enthaltenen geschlosse- nen Backformen mit den in ihnen eingeschlossenen Vorprodukten. An der Rückwand des Backschach- tes 57 sind eine mittlere Abzugsöffnung 65 und zwei seitliche Abzugsöffnungen 66,67 vorgese- hen, durch die die aus den Heizkanälen 54 der Backplatteneinheiten 53 austretenden Heizgase und die aus den zwischen den Backplatteneinheiten 53 liegenden, geschlossenen Backformen austretenden Backgase dem Backschacht 57 verlassen. Die mittlere Abzugsöffnung 65 ist zwi- schen den beiden Stapeln 61,62 angeordnet und zwischen einer Seitenwand 63a bzw. 63b des Backschachtes 57 und dem dieser benachbarten Stapel 61 bzw. 62 ist jeweils eine seitliche Abzugsöffnung 66 bzw. 67 angeordnet.

Der erste Stapel 61 wird unterhalb des Backschachtes 57 durch eine untere Stapelvorrichtung 68 aus den einzelnen von einem unteren Horizontalförderer 69 zugeführten Backplatteneinheiten 53 fortlaufend neu gebildet und oberhalb des Backschachtes 57 durch eine obere Vereinzelungs- vorrichtung 70 fortlaufend wieder in einzelne Backplatteneinheiten 53 aufgelöst. Die untere Stapelvorrichtung 68 entspricht der Stapelvorrichtung 24 des Backofens 1 der Fig. 1 und sieht, so wie diese, eine dem unteren Ende des ersten Stapels 61 zugeordneten Haltevorrich- tung 71 zum Halten des ersten Stapels 61 und eine unter dem ersten Stapel 61 angeordnete Hubvorrichtung 72 zum Anheben der in den ersten Stapel 61 von unten zu integrierenden Back- platteneinheit 53 und zum Anheben des gesamten ersten Stapels 61 vor. Die obere Vereinzelungs- vorrichtung 70 sieht einen von einem oberen Horizontalförderer 73 des Backofens 48 getragenen Greifkopf 74 vor, der jeweils die oberste Backplatteneinheit 53 des ersten Stapels 61 von diesem abhebt und zum oberen Anfang der vertikal nach unten führenden zweiten Transport- strecke 50 transportiert.

In der ersten Transportstrecke 49 werden aus den in der unteren Beschickungsstation 56 des Backofens 48 jeweils auf die Oberseite 53a der stapelbaren Backplatteneinheiten 53 aufgebrach- ten Vorprodukten in den den ersten Stapel 61 durchlaufenden Backformen jeweils Formkörper gebacken, die in der oberen Entnahmestation 58 des Backofens 48 von der Oberseite des ersten Stapels 61 beispielsweise mittels eines (nicht dargestellten) Saugkopfes jeweils abgenommen werden und einer dem oberen Ende des ersten Stapels 61 benachbarten oberen Ausgabestation 75 zugeführt werden, in der die im ersten Stapel 61 gebackenen Formkörper aus dem Backofen 48 ausgegeben werden.

Der zweite Stapel 62 wird oberhalb des Backschachtes 57 durch eine obere Stapelvorrichtung 76 aus den beim ersten Stapel 61 vereinzelten Backplatteneinheiten 53 fortlaufend neu gebil- det und unterhalb des Backschachtes 57 durch eine untere Vereinzelungsvorrichtung 77 fortlau- fend wieder in einzelne Backplatteneinheiten 53 aufgelöst. Am oberen Ende des zweiten Stapels 62 wird die Oberseite seiner obersten Backplatteneinheit 53 von der oberen Beschickungssta- tion 59 der zweiten Transportstrecke 50 mit Vorprodukt beschickt. Anschließend wird eine vom ersten Stapel 61 abgenommene Backplatteneinheit 53 vom Greifkopf 74 des oberen Horizontalför- derers 73 als neue Backplatteneinheit 53 von oben auf die oberste Backplatteneinheit 53 des zweiten Stapels 62 aufsetzt und mit dieser durch Verriegeln der den beiden aufeinanderliegen- den Backplatteneinheiten 53 gemeinsamen seitlichen Verriegelungsvorrichtungen 54 (Fig. 8- 11) starr verbunden. Die benachbarte Backplatteneinheiten 53 starr miteinander verbindenden Verriegelungsvorrichtungen 54 werden gelöst, bevor die betreffenden Backplatteneinheiten 53 das untere Ende des zweiten Stapels 62 erreicht haben und dort durch die untere Vereinzelungs- vorrichtung 77 vereinzelt und auf dem unteren Horizontalförderer 69 abgelegt werden, der die einzelnen Backplatteneinheiten 53 der unteren Beschickungsstation 56 der ersten Transport- strecke 49 zuführt. Die untere Vereinzelungsvorrichtung 77 sieht eine dem unteren Ende des zweiten Stapels 62 zugeordnete Haltevorrichtung 78 zum Halten des zweiten Stapels 62 und eine unter dem zweiten Stapel 62 angeordnete Hubvorrichtung 79 zum Absenken des gesamten zweiten Stapels 62 und zum Absenken der vom zweiten Stapel 62 nach unten vereinzelten Backplattenein- heit 53 vor.

In der zweiten Transportstrecke 50 werden aus den in der oberen Beschickungsstation 59 des Backofens 48 jeweils auf die Oberseite 52a der stapelbaren Backplatteneinheiten 53 aufgebrach- ten Vorprodukten in den den zweiten Stapel 62 durchlaufenden Backformen jeweils Formkörper gebacken, die in der unteren Entnahmestation 60 des Backofens 48 von der Oberseite 53a der auf dem unteren Horizontalförderer 69 jeweils abgelegten Backplatteneinheit 53 beispielsweise mittels eines (nicht dargestellten) Saugkopfes abgenommen werden und einer dem unteren Ende des zweiten Stapels 62 benachbarten unteren Ausgabestation 80 zugeführt werden, in der die im zweiten Stapel 62 gebackenen Formkörper aus dem Backofen 48 ausgegeben werden.

Der obere Horizontalförderer 73 des Backofens 48 ist mit seinem Greifkopf 74 sowohl ein Teil der oberen Vereinzelungsvorrichtung 70 der ersten Transportstrecke 49 als auch Teil der obe- ren Stapelvorrichtung 76 der zweiten Transportstrecke 50.

Der unterhalb des Backschachtes 57 angeordnete, untere Horizontalförderer 69 erstreckt sich seitlich über die unteren Enden der beiden Stapel 61,62 hinaus bis zu der dem jeweiligen Stapel 61 bzw. 62 benachbarten Seitenwand 55a bzw. 55b des Backofens 48. Beim zweiten Stapel 62 erstreckt sich der untere Horizontalförderer 69 bis zur Ausgabestation 80 für die im zwei- ten Stapel 62 gebackenen Formkörper. Beim ersten Stapel 61 erstreckt sich der untere Horizon- talförderer 69 bis zu einer Ausgabestation 81 für die stapelbaren Backplatteneinheiten 53, der eine (nicht dargestellte) Wartungstüre in der Seitenwand 55a des Backofens 48 zugeordnet ist.

Die Ausgabestation 81 für die stapelbaren Backplatteneinheiten 53 ermöglicht es, eine Back- platteneinheit 53, die am unteren Ende des zweiten Stapels 62 von der unteren Vereinzelungs- vorrichtung 77 auf dem unteren Horizontalförderer 69 abgesetzt wurde, mittels des unteren Horizontalförderers 69 an den unteren Enden beider Stapel 61,62 vorbei zur Ausgabestation 81 zu transportieren und über diese aus dem Backofen 48 auszugeben. Nach der Reinigung oder Wartung der Backplatteneinheit 53 kann diese über die Ausgabestation 81 für die stapelbaren Backplatteneinheiten 53 wieder in den Backofen 48 eingegeben werden und vom unteren Horizon- talförderer 69 der unteren Stapelvorrichtung 68 des ersten Stapels 61 zugeführt werden. Die Ausgabestation 81 für die stapelbaren Backplatteneinheiten 53 erlaubt es, die Backplattenein- heiten 53 des Backofens einzeln gegen andere Backplatteneinheiten 53 auszutauschen und da- durch den Backofen 48 auf die Herstellung eines anderen dünnwandigen Formkörpers umzurüsten, ohne den Backofen 48 oder Teile des Backofens 48 demontieren oder zerlegen zu müssen. So können beispielsweise stapelbare Backplatteneinheiten 53 für die Herstellung von ebenen Blät- tern gegen solche für die Herstellung von seichten Tassen oder niedrigen Bechern ausgetauscht werden.

Die stapelbaren Backplatteneinheiten 53 des Backofens 48 der Fig. 2 tragen an zwei einander entgegengesetzten Stirnseiten 53c bzw. 53d (Fig. 8,10,11) jeweils seitlich vorstehende Verriegelungsabschnitte 53e bzw. 53f, die bei übereinandergestapelten Backplatteneinheiten 53 auf einander gegenseitig ausgerichtet übereinanderliegen. Jeder Verriegelungsabschnitt 53e bzw. 53f einer Backplatteneinheit 53 trägt an seiner Oberseite den Unterteil einer Verriege- lungsvorrichtung 54 zum Verriegeln der von der Oberseite 53a der Backplatteneinheit 53 be- grenzten Backform und an seiner Unterseite den Oberteil einer Verriegelungsvorrichtung 54 zum Verriegeln der von der Unterseite 53b der Backplatteneinheit 53 begrenzten Backform. Der Oberteil sieht eine von der Unterseite des jeweiligen Verriegelungsabschnittes 53e bzw. 53f vertikal nach unten vorstehende, rechteckige Öse 54a mit horizontalem Loch 54b vor. Der Unter- teil sieht an der Oberseite des jeweiligen Verriegelungsabschnittes 53e bzw. 53f einen, nach oben offenen vertikalen Aufnahmeschlitz 54c für die Öse 54a vor und im inneren des Verriege- lungsabschnittes 53e bzw. 53f einen quer zur Öse 54a verlaufenden seitlich offenen Arbeits- schlitz 54d, in dem ein horizontal verschiebbarer Bolzen 54e mit keilförmiger Spitze 54f aufgenommen ist. Beim Übereinanderstapeln zweier Backplatteneinheiten 53 wird bei jeder Ver- riegelungsvorrichtung 54 die am Verriegelungsabschnitt 53e bzw. 53f der oberen Backplatten- einheit 53 angebrachte Öse 54a in den am Verriegelungsabschnitt 53e bzw. 53f der unteren Backplatteneinheit 53 ausgebildeten Aufnahmeschlitz 54c eingeschoben. Zum starren Verbinden der beiden Backplatteneinheiten 53 muß dann nur mehr der Bolzen 54e mit seiner keilförmigen Spitze 54f durch eine äußere (nicht dargestellte) Betätigungsvorrichtung in die Öse 54a ein- geschoben werden, bis die obere Backplatteneinheit 53 an der unteren Backplatteneinheit 53 festgezogen ist. (Fig. 8,10 und 11) Die stapelbaren Backplatteneinheiten 53 können an den beiden einander entgegengesetzten Stirnseiten auch jeweils mit ihrer Oberseite 53a zugeordneten oberen Verriegelungsabschnitten 81 und ihrer Unterseite 53b zugeordneten unteren Verriegelungsabschnitten 82 versehen sein.

Die oberen Verriegelungsabschnitte 81 sind an ihren Unterseiten mit unteren Eingriffsflächen 81a für eine selbsthemmende Klemmvorrichtung versehen und die unteren Verriegelungsabschnitte 82 sind an ihren Oberseiten mit oberen Eingriffsflächen 82a für eine selbsthemmende Klemmvor- richtung versehen. Beim Übereinanderstapeln zweier Backplatteneinheiten 53 liegen die unteren Verriegelungsabschnitte 82 der oberen Backplatteneinheit 53 über den oberen Verriegelungsab- schnitten 81 der unteren Backplatteneinheit 53. Zum starren Verbinden der beiden Backplatten- einheiten 53 werden als im wesentlichen C-förmige Klammern 83 ausgebildete, selbsthemmende Klemmvorrichtungen auf die übereinander angeordneten Verriegelungsabschnitte 81,82 der bei- den Backplatteneinheiten 53 aufgeschoben. Jede Klammer 83 wird mit den an ihren Enden 84,85 ausgebildeten, einander zugewandten Klemmabschnitten 84a, 85a von außen gleichzeitig auf die obere Eingriffsfläche 82a des unteren Verriegelungsabschnittes 82 der oberen Backplattenein- heit 53 und auf die untere Eingriffsfläche 81 a des oberen Verriegelungsabschnittes 81 der unteren Backplatteneinheit 53 aufgeschoben. Die einander zugewandten Klemmabschnitte 84a, 85a der Klammer 83 und die beiden von einander abgewandten Eingriffsflächen 81 a, 82a der einander zugeordneten Verriegelungsabschnitte 81,82 der aufeinanderliegenden Backplatteneinheiten 53 bilden miteinander einen kraftschlüssigen und selbsthemmenden Reibungseingriff. Die Klammer 83 wird mit ihren Klemmabschnitten 84a bzw. 85a in diesem kraftschlüssigen und selbsthemmen- den Reibungseingriff an beiden Eingriffsflächen 82a bzw. 81 a der Verriegelungsabschnitte 82 und 81 entlang bewegt, bis zuerst das zum Aufschieben der Klammer 83 erforderliche Bewegungs- spiel beseitigt ist und dann eine gewünschte Vorspannkraft durch die elastische Dehnung der Klammer 83 auf die beiden aufeinanderliegenden Backplatteneinheiten 53 aufgebracht ist. (Fig.

9) In dem Backofen 48 der Fig. 2 werden die dünnwandigen Formkörper in auf-und zumachbaren Backformen hergestellt, die von stapelbaren Backplatteneinheiten 53 gebildet werden, die an Ober-und Unterseiten als Backformhälften ausgebildet sind und durch Verriegelungsvorrichtun- gen 54 oder Klemmvorrichtungen 83 paarweise starr miteinander verbundenen werden können.

Diese Backplatteneinheiten 53 durchlaufen in zwei gegenläufigen, vertikalen Transportstrecken 49,50 jeweils einen sich fortlaufend erneuernden Stapel 61,62, in dem die von den Backplat- teneinheiten 53 jeweils paarweise gebildeten geschlossenen Backformen durch den vertikalen Backschacht 57 transportiert werden, während die Backplatteneinheiten 53 am Anfang des Sta- pels 61 bzw. 62 übereinandergestapelt und am Ende des Stapel 61 bzw. 62 wieder vereinzelt werden. Jeder Stapel 61 bzw. 62 wird an seinem unteren Ende durch eine Haltevorrichtung 71 bzw. 78 gehalten und durch eine unter ihm angeordnete Hubvorrichtung 72 bzw. 79 angehoben und wieder abgesenkt, während an seinem unteren Ende eine neue Backplatteneinheit 53 angefügt bzw. die unterste Backplatteneinheit 53 entfernt wird. Am obere Ende des jeweiligen Stapels 61 bzw. 62 kann das Anfügen einer neuen Backplatteneinheit 53 bzw. das Entfernen der obersten Backplatteneinheit 53 jeweils bei angehobenem oder bei abgesenktem Stapel 61 bzw. 62 vorgenom- men werden. Die Hubbewegung und die Absenkbewegung des jeweiligen Stapels 61 bzw. 62 kann an seinem oberen Ende auch zum Anfügen einer neuen Backplatteneinheit 53 bzw. zum Entfernen der obersten Backplatteneinheit 53 verwendet werden.' Der, die im Backofen 48 vertikal nach oben führende Transportstrecke 49 bildende, erste Stapel 61 besteht aus aufeinanderliegenden Backplatteneinheiten 53, die an seinem unteren Ende durch aufeinanderfolgende Stapelvorgänge der unteren Stapelvorrichtung 68 nacheinander in den ersten Stapel 61 integriert und nach dem Durchwandern des ersten Stapels 61 und des Backschachtes 57 am oberen Ende des ersten Stapels 61 durch die obere Vereinzelungsvorrich- tung 70 nacheinander vom ersten Stapel 61 wieder abgenommen werden.

Bei jedem Stapelvorgang wird eine, auf ihrer Oberseite 53a mit Vorprodukt bereits beschick- te, neue Backplatteneinheit 53 von unten in den ersten Stapel 61 integriert. Die neue Back- platteneinheit 53 wird vom unteren Horizontalförderer 69 unter das untere Ende des ersten Stapels 61 transportiert und durch den Stempel 72a der unterhalb angeordneten Hubvorrichtung 72 vom unteren Horizontalförderer 69 abgehoben, zum unteren Ende des ersten Stapels 61 hin angehoben und mit der Oberseite 53a gegen die Unterseite des ersten Stapels 61 gedrückt.

Anschließend wird die neue Backplatteneinheit 53 samt dem auf ihr lastenden ersten Stapel 61 durch den Stempel 72a der Hubvorrichtung 72 weiter angehoben und der erste Stapel 61 mit seiner bisherigen untersten Backplatteneinheit 53 von den horizontalen Haltebolzen der ihm zugeordneten Haltevorrichtung 71 abgehoben. Die Haltebolzen werden durch das horizontale Auseinanderfahren der sie tragenden Schlitten aus der bisherigen untersten Backplatteneinheit 53 des ersten Stapels 61 herausgezogen. Der erste Stapel 61 wird vom Stempel 72a der Hubvor- richtung 72 weiter angehoben bis die seitlichen Halteöffnungen der neuen und nunmehr unter- sten Backplatteneinheit 53 des ersten Stapels 61 auf die horizontalen Haltebolzen der Halte- vorrichtung 71 ausgerichtet sind. Jetzt werden die beiden Schlitten der Haltevorrichtung 71 zusammengeschoben und die Haltebolzen in die Halteöffnungen der neuen untersten Backplatten- einheit 53 des ersten Stapels 61 hineingeschoben. Anschließend wird der Stempel 72a der Hub- vorrichtung 72 bis in seine untere Ausgangsposition abgesenkt, wobei er zuerst den ersten Stapel 61 auf den Haltebolzen der Haltevorrichtung 71 absetzt, bevor er alleine unter die Transportebene des unteren Horizontalförderers 69 abgesenkt wird. Anschließend transportiert der untere Horizontalförderer 69 die nächste auf ihrer Oberseite 53a mit Vorprodukt bereits beschickte Backplatteneinheit 53 unter das unteren Ende des ersten Stapels 61 und der nächste Stapelvorgang beginnt.

Bei jedem Stapelvorgang wird die auf der Oberseite 53a der zu integrierenden Backplattenein- heit 53 ausgebildete und bereits mit Vorprodukt beschickte, untere Formhälfte mit ihren nach oben weisenden Dichtleisten von unten auf die nach unten weisenden Dichtleisten der auf der Unterseite 53b der untersten Backplatteneinheit 53 des ersten Stapels 61 ausgebildeten oberen Formhälfte aufgesetzt und die beiden Formhälften werden zu einer geschlossenen Backform zusam- mengesetzt.

Mit jedem Stapelvorgang wird am unteren Ende des ersten Stapels 61 aus zwei Formhälften eine neue geschlossene Backform gebildet, deren Formhohiraum nach oben und unten durch die einan- der zugewandten Backflächen der beiden untersten Backplatteneinheiten 53 des ersten Stapels 61 und seitlich durch die aufeinanderliegenden Dichtleisten dieser beiden Backplatteneinhei- ten begrenzt ist. Dieser Formhohiraum ist bis auf die in den einander horizontal gegenüberlie- genden Dichtleisten ausgebildeten Dampfschlitze voliständig geschlossen. Die mit dem Stapel- vorgang beim Schließen der Backform in deren Formhohiraum eingeschlossene, formlose Masse wird zu einem als ebenes Blatt ausgebildeten dünnwandigen Formkörper gebacken, während der Formhohiraum zusammen mit den beiden ihn begrenzenden Backplatteneinheiten 53 im ersten Sta- pel 61 schrittweise nach oben durch den Backschacht 57 wandert. Während dieses Backprozesses wird die formlose Masse durch die in ihr entstehenden Backgase aufgeschäumt und im Formhohl- raum verteilt, bevor die Backgase den Formhohiraum durch die Dampfschlitze verlassen und aus der geschlossenen Backform in den Backschacht 57 strömen. Dem beim Backprozeß im Formhohlraum entstehenden Innendruck, der in der Anfangphase des Backprozesses rasch ansteigt und nach kurzer Zeit wieder rasch abfällt, wirkt das Gewicht des jeweils über dem Formhohlraum liegen- den Teiles des ersten Stapels 61 entgegen. Der Formhohiraum wandert im ersten Stapel 61 mit jedem weiteren Stapelvorgang um eine Etage nach oben und der über ihm liegende Teil des ersten Stapels 61 wird mit jeder an seinem oberen Ende vereinzelten Backplatteneinheit 53 kleiner und leichter. Während des gesamten Backprozesses ist der im Formhohiraum entstehende Innendruck stets deutlich kleiner, als der auf dem Formhohiraum von oben lastende Druck des Gewichtes des über ihm liegenden Teiles des ersten Stapels 61. Dies wird durch das hohe Ge- wicht des Stapels 61 erreicht, das durch das Gewicht der einzelnen Backplatteneinheiten 53 und die Anzahl der übereinandergestapelten Backplatteneinheiten 53 bestimmt wird.

Am oberen Ende des ersten Stapels 61 wird der Formhohlraum nur mehr durch das Gewicht der ihn nach oben begrenzenden Backplatteneinheit 53 geschlossen gehalten und mit dem Abheben dieser Backplatteneinheit 53 beim Auflösen des ersten Stapels 61 ebenfails aufgelöst. Zum Vereinzeln der Backplatteneinheiten 53 am oberen Ende des ersten Stapels 61 wird der Greifer 74 des oberen Horizontalförderers 73 über das obere Ende des ersten Stapels 61 gefahren und abgewartet bis der erste Stapel 61 im Zuge eines Stapelvorganges von der unter ihm angeordne- ten Hubvorrichtung 72 bis in seine oberste Position angehoben ist. Dann erfaßt der Greifer 74 die oberste Backplatteneinheit 53 des ersten Stapels 61 und hä ! t sie fest, während der erste Stapel 61 durch die Hubvorrichtung 72 wieder abgesenkt wird und die bisher zweitoberste und nunmehr oberste Backplatteneinheit 53 von. der vom Greifer 74 gehaltenen Backplatteneinheit 53 nach unten entfernt wird. Dadurch wird die vorher von den beiden obersten Backplatteneinhei- ten 53 des ersten Stapels 61 gebildete Backform aufgelöst, wobei der gebackene Formkörper auf der Oberseite der nunmehr obersten Backplatteneinheit 53 des ersten Stapels 61 liegen bleibt und von dort abgenommen wird, während der Greifer 74 die abgenommene Backplatteneinheit 53 zum oberen Ende des zweiten Stapels 62 transportiert. Der Greifer 74 des oberen Horizontal- förderers 73 wird wieder über das obere Ende des ersten Stapels 61 gefahren, bevor dieser im Zuge seines nächsten Stapelvorganges von seiner Hubvorrichtung 72 neuerlich bis in seine oberste Position angehoben wird und bei ihm der nächste Vereinzelungsvorgang beginnt.

Bei einer beschränkten Bauhöhe für den Backofen kann die für den jeweiligen Stapel zur Verfü- gung stehende Höhe zu klein sein, um in der vertikal nach oben führenden Transportstrecke stets das Gewicht des auf einer Backform lastenden Teiles des Stapels jeweils größer zu hal- ten, als den auf die Formhälften der Backform während des Backprozesses wirkenden Innendruck.

Um bei einem solchen Backofen mit verkürzter Stapelhöhe das Eigengewicht der stapelbaren Backplatteneinheiten niedrig halten zu können, ist dem unteren Ende des verkürzten Stapels eine Betätigungsvorrichtung zugeordnet, die bei jedem Stapelvorgang die der neuen Backplatten- einheit und der untersten Backplatteneinheit des Stapels gemeinsamen Verriegelungsvorrichtun- gen bzw. Klemmvorrichtungen verriegelt bzw. festzieht.

Bei einem verkürzten Stapel läuft der Stapelvorgang etwas anders ab, als bei einem Stapel mit ausreichender Höhe. Die auf ihrer Oberseite mit Vorprodukt beschickte, neue Backplatten- einheit wird vom unteren Horizontalförderer unter das untere Ende des verkürzten Stapels transportiert. Die unter dem verkürzten Stapel angeordnete Hubvorrichtung hebt mit ihrem Hubstempel die neue Backplatteneinheit vom unteren Horizontalförderer ab und drückt sie von unten gegen die Unterseite des Stapels, der an seiner untersten Backplatteneinheit durch die ihm zugeordnete Haltevorrichtung festgehalten wird. Sobald die neue Backplatteneinheit mit ihrer Oberseite an der Unterseite der untersten Backplatteneinheit des Stapels anliegt, wer- den die den beiden Backplatteneinheiten gemeinsamen Verriegelungsvorrichtungen bzw. Klemmvor- richtungen durch die Betätigungsvorrichtung verriegelt bzw. festgezogen und dadurch die neue Backplatteneinheit in den Stapel als dessen neue unterste Backplatteneinheit integriert.

Anschließend wird die Haltevorrichtung des Stapels von seiner bisherigen untersten Backplat- teneinheit gelöst, der Stapel durch die Hubvorrichtung mit seiner neuen untersten Backplatten- einheit bis zur Haltevorrichtung angehoben und die Haltevorrichtung mit der neuen untersten Backplatteneinheit des Stapels in Eingriff gebracht und dieser bis zum nächsten Stapelvorgang festgehalten.

Der, die im Backofen 48 vertikal nach unten führende Transportstrecke 50 bildende zweite Stapel 62 besteht aus aufeinanderliegenden Backplatteneinheiten 53, die an seinem oberen Ende durch aufeinanderfolgende Stapelvorgänge der oberen Stapelvorrichtung 76 nacheinander in den zweiten Stapel 62 integriert und nach dem Durchwandern des zweiten Stapels 62 und des Back- schachtes 57 am unteren Ende des zweiten Stapels 62 durch die untere Vereinzelungsvorrichtung 77 nacheinander vom zweiten Stapel 62 wieder entfernt werden.

Bei jedem Stapelvorgang wird eine, vom ersten Stapel 61 abgenommene Backplatteneinheit 53 als neue Backplatteneinheit 53 in den zweiten Stapel 62 von oben integriert. Der Greifer 74 des oberen Horizontalförderers 73 setzt die neue Backplatteneinheit 53 mit ihrer Unterseite 53b auf die mit Vorprodukt beschickte Oberseite 53a der obersten Backplatteneinheit 53 des zweiten Stapels 62 auf. Dabei wird die auf der Unterseite 53b der zu integrierenden Backplat- teneinheit 53 ausgebildete oberen Formhälfte mit ihren nach unten weisenden Dichtleisten von oben auf die nach oben weisenden Dichtleisten der auf der Oberseite 53a der obersten Backplat- teneinheit 53 des zweiten Stapels 62 ausgebildeten und bereits mit Vorprodukt beschickten, unteren Formhälfte aufgesetzt. Sobald die beiden Backplatteneinheiten 53 mit ihren einander zugewandten Dichtleisten bzw. Stapelflächen 51,52 aufeinanderliegen werden die den beiden Backplatteneinheiten 53 gemeinsamen Verriegelungsvorrichtungen 54 bzw. Klemmvorrichtungen 83 verriegelt bzw. festgezogen. Dadurch werden die beiden eine geschlossene Backform bildenden Backplatteneinheiten 53 starr miteinander verbunden und die neue Backplatteneinheit 53 in den zweiten Stapel 62 integriert.

Die durch den Stapelvorgang entstandene geschlossene Backform, besitzt einen Formhohlraum, der bis auf die in den einander horizontal gegenüberliegenden Dichtleisten ausgebildeten Dampfschlitze vollständig geschlossen ist und durch die verriegelten Verriegelungsvorrichtun- gen 54 bzw. durch die festgezogenen Klemmvorrichtungen 83 entgegen dem während des Backprozes- ses in ihm entstehenden Innendruck geschlossen gehalten wird. Diese Backform wandert zusammen mit den beiden sie bildenden Backplatteneinheiten 53 und den diese starr miteinander verbin- denden Verriegelungsvorrichtungen 54 bzw. Klemmvorrichtungen 83 mit jedem weiteren Stapelvor- gang im zweiten Stapel 62 jeweils um eine Etage nach unten und damit schrittweise durch den Backschacht 57. Beim Passieren des Backschachtes 57 wird die mit dem Stapelvorgang beim Schließen der Backform in deren Formhohiraum eingeschlossene, formlose Masse zu einem als ebenes Blatt ausgebildeten, dünnwandigen Formkörper gebacken. Während dieses Backprozesses wird die formlose Masse durch die in ihr entstehenden Backgase aufgeschäumt und im Formhohl- raum verteilt, bevor die Backgase den Formhohiraum durch die Dampfschlitze verlassen und aus der geschlossenen Backform in den Backschacht 57 strömen. Bevor die Backform die unterste Position im zweiten Stapel 62 erreicht und die beiden ihren Formhohiraum begrenzenden Back- platteneinheiten 53 die vorletzte und letzte Backplatteneinheit des zweiten Stapels 61 bil- den, werden die Verriegelungsvorrichtungen 54 bzw. Klemmvorrichtungen 83 gelöst. Beim Auflö- sen des zweiten Stapels 62 durch die untere Vereinzelungsvorrichtung 77 wird die letzte Back- platteneinheit 53 des zweiten Stapels 62 von seiner vorletzten Backplatteneinheit 53 gelöst und unter Auflösung der Backform von der vorletzten Backplatteneinheit 53 weg nach unten abgesenkt. Der in dieser Backform hergestellte dünnwandige Formkörper bleibt auf der Obersei- te 53a der abgesenkten Backplatteneinheit 53 liegen.

Beim Auflösen des zweiten Stapels 62 wird. dieser vom Stempel 79a der unter ihm angeordneten Hubvorrichtung 79 an der Unterseite seiner letzten Backplatteneinheit 53 erfaßt und von den seitlichen Haltebolzen der ihm zugeordneten Haltevorrichtung 78 abgehoben. Die Haltebolzen werden durch das horizontale Auseinanderfahren der sie tragenden Schlitten aus der letzten Backplatteneinheit 53 des zweiten Stapels 62 herausgezogen. Anschließend wird der zweite Stapel 62 durch die Hubvorrichtung 79 abgesenkt bis die seitlichen Halteöffnungen seiner vorletzten Backplatteneinheit 53 auf die horizontalen Haltebolzen der Haltevorrichtung 78 ausgerichtet sind. Jetzt werden die beiden Schlitten der Haltevorrichtung 78 zusammengescho- ben und die Haltebolzen in die Halteöffnungen der vorletzten Backplatteneinheit 53 des zwei- ten Stapels 62 hineingeschoben. Anschließend wird der Stempel 79a der Hubvorrichtung 79 bis in seine untere Ausgangsposition abgesenkt. Dabei wird zuerst der zweite Stapel 62 mit seiner vorletzten Backplatteneinheit 53 auf den Haltebolzen der Haltevorrichtung 78 abgesetzt und dann seine bisher letzte Backplatteneinheit 53 von seiner vorletzten Backplatteneinheit 53 getrennt und die abgetrennte, vormals letzte Backplatteneinheit 53 durch den Stempel 79a der Hubvorrichtung 79 weiter abgesenkt und samt dem auf ihrer Oberseite 53a liegenden gebackenen Formkörper auf dem unteren Horizontalförderer 69 absetzt. Der gebackene Formkörper wird in der unteren Entnahmestation 60 des Backofens 48 von dieser Backplatteneinheit 53 abgenommen und über die untere Ausgabestation 80 aus dem Backofen 48 ausgegeben. Die von zweiten Stapel 62 entfernte Backplatteneinheit 53 wird vom unteren Horizontalförderer 69 zuerst zur unteren Beschickungsstation 56 des Backofens 48, in der sie neuerlich mit Vorprodukt beschickt wird, und dann zum unteren Ende des ersten Stapels 61 transportiert.

Fig. 14 zeigt einen Backofen 86 mit zwei gegenläufigen, vertikalen Transportstrecken 87,88 zur Herstellung von dünnwandigen Formkörpern, die von sich ständig erneuernden Stapeln aus lose übereinanderliegenden, geschlossenen Backformeinheiten 89 gebildet werden.

Zur Bildung der auf-und zumachbaren Backformen sind jeweils nur einseitig verwendbare, stapelbare Backplatten 90,91 vorgesehen, die an ihren Vorderseiten 90a bzw. 91 a jeweils als obere bzw. untere Formhälften ausgebildet sind und an ihren Rückseiten 90b bzw. 91 b mit Ver- steifungsrippen 92,93 versehen sind, zwischen denen Heizkanäle 94,95 ausgebildet sind.

Bei Backplatten für bei mit Gas beheizte Backöfen werden diese Heizkanäle im Backschacht von heißen Heizgasen durchströmt. Bei Backplatten für elektrisch beheizte Backöfen sind elektri- sche Heizelemente in den Heizkanälen angeordnet.

Die Backplatten 90,91 besitzen an ihren Vorderseiten 90a, 91 a und an ihren Rückseiten 90b, 91 b einander jeweils gegenseitig zugeordnete Stapelflächen 96a, 96b, 97a, 97b, mit denen sie Vorderseite 90a an Vorderseite 91 a und Rückseite 90b an Rückseite 91b übereinandergestapelt werden können. Die stapelbaren Backplatten 90,91 werden zur Bildung einer geschlossenen Back- form paarweise mit ihren Vorderseite 90a, 91 a aufeinander gelegt und jeweils an einander entge- gengesetzten Stirnseiten der Backform durch an ihnen angebrachte Verriegelungsvorrichtungen 98 oder durch von außen auf sie aufgesetzte selbsthemmende Klemmvorrichtungen 99 zu einer geschlossenen Backformeinheit starr miteinander verbunden, die als starrer Körper durch die jeweilige vertikale Transportstrecke 87,88 transportiert wird.

Die aus den jeweils nur einseitig verwendbaren, stapelbaren Backplatten 90,91 gebildeten Backformen sind jeweils auf die Herstellung eines bestimmten dünnwandigen Formkörpers abge- stellt. Jede Backform besteht aus einer oberen Backplatte 90, deren Vorderseite 90a als obere Formhälfte der Backform ausgebildet ist, und aus einer unteren Backplatte 91, deren Vordersei- te 91 a als untere Formhälfte der Backform ausgebildet ist.

Backformen für die Herstellung von rechteckigen ebenen Blättern werden aus stapelbaren Back- platten gebildet, die einen im wesentlichen rechteckigen Plattenkörper besitzen, an dessen Vorderseite eine im wesentlichen ebene, rechteckige Backfläche ausgebildet ist, die von seit- lichen Dichtleisten begrenzt wird, in die die Stapelflächen der Vorderseite der Backplatte integriert sind. Zwei mit ihren Vorderseiten aufeinanderliegende Backplatten liegen mit den Dichtleisten ihrer einander zugewandten Backformhälften aufeinander und bilden eine geschlos- sene Backform, die bis auf die in einer der Dichtleisten angeordneten Dampfkanäle vollständig geschlossen ist.

Backformen für die Herstellung von runden, dreieckigen, fünfeckigen, oder fächerförmigen, ebenen Blättern können aus stapelbaren Backplatten gebildet werden, die einen im wesentlichen rechteckigen Plattenkörper besitzen, der an seiner Vorderseite eine runde, dreieckige, fünf- eckige, oder fächerförmige Backfläche trägt, die von seitlichen Dichtleisten begrenzt ist, in die die Stapelflächen der Vorderseite integriert sind.

Backformen für die Herstellung von runden, dreieckigen, fünfeckigen, oder fächerförmigen, ebenen Blättern können aus stapelbaren Backplatten gebildet werden, die jeweils einen, der Form der herzustellenden Blätter entsprechenden, quaderförmigen Plattenkörper mit rundem, dreieckigem, fünfeckigem, oder fächerförmigem Grundriß besitzen.

Backformen für die Herstellung von dünnwandigen Formkörpern, die als rechteckige, seichte, nach oben offene Tassen ausgebildet sind, werden aus stapelbaren Backplatten mit im wesentli- chen rechteckigem Plattenkörper gebildet. Die oberen Backplatten besitzen an ihren Vordersei- ten jeweils eine Backfläche, die mit der der Gestalt der Tasse entsprechenden Erhebung verse- hen ist und von seitlichen Dichtleisten begrenzt wird, die dem Umriß der Tasse entsprechen und die Stapelflächen der Vorderseite der oberen Backplatten enthalten. Die unteren Backplat- ten besitzen an ihren Vorderseiten jeweils eine Backfläche, die mit der der Gestalt der Tasse entsprechenden Vertiefung versehen ist und von seitlichen Dichtleisten begrenzt wird, die dem Umriß der Tasse entsprechen und die Stapelflächen der Vorderseite der unteren Backplatten enthalten.

Backformen für die Herstellung von dünnwandigen Formkörpern, die als ebene Blätter ohne genau definierte Ränder ausgebildet sind, werden von stapelbaren Backplatten gebildet, die einen quaderförmigen Plattenkörper besitzen, der an seiner Vorderseite eine, der jeweiligen Umrißform der herzustellenden ebenen Blätter entsprechende, ebene Backfläche besitzt und außerhalb dieser die Wandstärke der Formkörper bestimmende Abstandshalter trägt, in die Sta- pelflächen der Vorderseite integriert sind.

Fig. 15 zeigt eine stapelbare, aus zwei stapelbaren Backplatten 90,91 gebildete, geschlosse- ne Backformeinheit 89 mit seitlich starr miteinander verbundenen Backplatten 90,91. Die Backplatten 90,91 sind an zwei zueinander entgegengesetzten Stirnseiten der Backformeinheit jeweils mit im Abstand voneinander angeordneten Verriegelungsvorrichtungen 98 versehen, deren Oberteile an einem Verriegelungsabschnitt 90c der oberen Backplatte 90 und deren Unterteile an einem Verriegelungsabschnitt 91 c der unteren Backplatte 91 ausgebildet sind. Bei jeder Verriegelungsvorrichtung ist der Oberteil als eine mit einem horizontalen Loch 98a versehene rechteckige Öse 98b ausgebildet, die von der Unterseite des Verriegelungsabschnittes 90c der oberen Backplatte 90 vertikal nach unten vorsteht. Der Unterteil umfaßt einen, nach oben offenen, vertikalen Aufnahmeschlitz 98c für die Öse 98b, der an der Oberseite des Verriege- lungsabschnittes 91 c der unteren Backplatte 91 ausgebildet ist, und einen im Inneren des Verriegelungsabschnittes 91 c quer zur Öse 98b verlaufenden seitlich offenen Arbeitsschlitz 98d, in dem ein horizontal verschiebbarer Bolzen 98e mit keilförmiger Spitze 98f aufgenommen ist. Beim Übereinanderstapeln der beiden Backplatten 90,91 wird jeweils die Öse 98b der oberen Backplatte 90 in den Aufnahmeschlitz 98c der unteren Backplatte 91 eingeschoben. Zum starren Verbinden der beiden Backplatten 90,91 wird jeweils der Bolzen 98e der Verriegelungs- vorrichtung 98 mit seiner keilförmigen Spitze 98f durch eine äußere (nicht dargestellte) Betätigungsvorrichtung in die Öse 98a eingeschoben, bis die obere Backplatte 90 an der unte- ren Backplatte 91 festgezogen ist und beide Backplatten 90,91 eine geschlossene Backformein- heit 89 bilden, die als starrer Körper transportiert und übereinandergestapelt werden kann.

Fig. 16 zeigt eine weitere Ausführungsform einer geschlossenen Backformeinheit 100, die als starrer Körper transportiert und übereinandergestapelt werden kann. Die Backformeinheit 100 wird von zwei stapelbaren Backplatten 101,102 gebildet, die im wesentlichen den Backpiatten 90 und 91 der Fig. 15 entsprechen. Die stapelbaren Backplatten 101,102 sind an entgegenge- setzten Stirnseiten der Backformeinheit 100 durch selbsthemmende Klemmvorrichtungen 99 starr miteinander verbunden sind. Die Klemmvorrichtungen 99 bestehen jeweils aus zwei an der oberen bzw. unteren Backplatte 101,102 angebrachten Klemmabschnitten 103,104 und einer im wesentli- chen C-förmigen Klammer 105, die mit ihren beiden jeweils als Klemmabschnitt ausgebildeten Enden 106,107 in einem kraftschlüssigen und selbsthemmenden Reibungseingriff auf die beiden Klemmabschnitte 103,104 der Backplatten 101,102 aufgeschoben werden kann. Der Klemmab- schnitt 103 der oberen Backplatte 101 trägt an seiner Oberseite eine obere Klemmfläche 103a und der Klemmabschnitt 104 der unteren Backplatte 102 trägt an seiner Unterseite eine untere Klemmfläche 104a. Die Klammer 105 trägt an ihren beiden Enden 106,107 einander zugewandte Klemmflächen 106a, 107a. Beim Übereinanderstapeln der beiden Backplatten 101,102 liegen die Verriegelungsabschnitte 103 der oberen Backplatte 101 über den Verriegelungsabschnitten 104 der unteren Backplatte 102. Zum starren Verbinden der beiden Backplatten 101,102 wird die Klammer 105 mit ihren einander zugewandte Klemmflächen 106a, 107a auf die von einander abge- wandten Klemmflächen 103a, 104a der Verriegelungsabschnitte 103,104 der beiden Backplatten 101,102 aufgesetzt und diese Klemmflächen in einen kraftschlüssigen und selbsthemmenden Rei- bungseingriff gebracht. Die Klammer 105 wird mit ihren Klemmflächen 106a, 107a an den Klemm- flächen 103a, 104a der beiden Backplatten 101,102 entlang bewegt, bis zuerst das zum Auf- schieben der Klammer 105 erforderliche Bewegungsspiel beseitigt ist und dann eine gewünschte Vorspannkraft durch die elastische Dehnung der Klammer 105 auf die beiden aufeinanderliegen- den Backplatten 101,102 aufgebracht ist und die beiden Backplatten 101,102 eine geschlosse- ne Backformeinheit 100 bilden, die als starrer Körper transportiert und übereinandergestapelt werden kann.

In dem Backofen der Fig. 14 werden die dünnwandigen Formkörper in den aus stapelbaren Back- platten 90,91 bzw. 101,102 gebildeten Backformeinheiten hergestellt, die einen in sich geschlossenen Kreislauf durchlaufen. Dieser Kreislauf besteht aus zwei im Abstand nebeneinan- der angeordneten, gegenläufigen, vertikalen Transportstrecken 87,88 für die geschlossenen Backformeinheiten 98,100 und zwei übereinander angeordneten, gegenläufigen, die vertikalen Transportstrecken 87, 88 jeweils miteinander verbindenden, horizontalen Transportstrecken 108,109, in denen die Backformeinheiten jeweils von einer vertikalen Transportstrecke zur anderen transportiert werden und dabei in aufeinanderfolgend zu durchlaufenden Arbeitsstati- onen geöffnet, entleert, neuerlich beschickt und wieder geschlossen werden.

In der vertikal nach oben führenden Transportstrecke 87 durchlaufen die geschlossenen Back- formeinheiten 98,100 einen ersten Stapel, der aus lose aufeinanderliegenden geschlossenen Backformeinheiten 98,100 besteht, die an seinem unteren Ende durch aufeinanderfolgende Sta- petvorgänge einer unteren Stapelvorrichtung nacheinander in den ersten Stapel integriert und nach dem Durchwandern des ersten Stapels und des Backschachtes am oberen Ende des ersten Stapels durch eine obere Vereinzelungsvorrichtung nacheinander vom ersten Stapel wieder abge- nommen werden.

In der vertikal nach unten führenden Transportstrecke 88 durchlaufen die geschlossenen Back- formeinheiten 98,100 einen zweiten Stapel, der ebenfalls aus lose aufeinanderliegenden ge- schlossenen Backformeinheiten besteht, die an seinem oberen Ende durch aufeinanderfolgende Stapelvorgänge einer oberen Stapelvorrichtung nacheinander in den zweiten Stapel integriert und nach dem Durchwandern des zweiten Stapels und des Backschachtes am unteren Ende des zwei- ten Stapels durch eine untere Vereinzelungsvorrichtung nacheinander vom zweiten Stapel wieder entfernt werden.