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Title:
BALANCE IN PARTICULAR A CONTROL BALANCE AND METHOD FOR OPERATING THE SAME
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2010/094501
Kind Code:
A1
Abstract:
Balance, in particular, control balance with a first operating mode, in which a user authorised to use the balance is permitted to use the balance according to an operating settings for the balance previously provided after input of information identifying the user and with a second operating mode in which the allocation of users and operating settings may be changed by an authorised person, wherein the authorisation to carry out changes may be exercised remotely and method for operating such a balance.

Inventors:
PREUβNER, Jan, Axel (Holnsen 52, Lildesheim, 31134, DE)
Application Number:
EP2010/001066
Publication Date:
August 26, 2010
Filing Date:
February 19, 2010
Export Citation:
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Assignee:
METTLER-TOLEDO GARVENS GMBH (Kampstr. 7, Giesen, 31180, DE)
PREUβNER, Jan, Axel (Holnsen 52, Lildesheim, 31134, DE)
International Classes:
G01G23/00; G01G23/00
Attorney, Agent or Firm:
KRAUS, Jürgen (Rosental 7 / II. Aufgang, München, 80331, DE)
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Claims:
A n s p r ü c h e

1 Waage (10), insbesondere Kontrollwaage, mit einer ersten Betriebsart, in der einem zur Benutzung der Waage berechtigten Benutzer (B) nach Eingabe einer den Benutzer identifizierenden Information (B!) automatisch die Nutzung der Waage gemäß e^er durch eine vorgegebene Zuordnung (Z) festgelegten Bedienungsemstellung (BE) der Waage freigebbar ist, und mit einer zweiten Betriebsart, in der die Zuordnung von Benutzern und Bedienungseinstellungen durch eine dazu berechtigte Person anderbar ist,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Anderungsberechtigung von der Ferne (2) ausubbar ist

2 Waage nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass Benutzer, denen dieselbe Bedienungsemstellung zugeordnet ist, in einem Bedienerprofil zusammenfassbar sind

3 Waage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die vorgegebene Bedienungsemstellung dem Benutzer den Zugriff auf eine vorbestimmte Waagenfunktion gewahrt oder verweigert

4 Waage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anderungsberechtigung von einem insbesondere als zentrales EDV-System betreibbaren System ausubbar ist.

5 Waage nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass von dem System verwaltete Systemnutzer in auf dem System definierten Nutzergruppen zusammenfassbar sind

6 Waage nach Anspruch 5 unter Ruckbeziehung auf einen der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuordnung eine Abbildung von einer oder mehreren Nutzergruppen auf ein Bedienerprofil vorsieht, wobei diese Abbildung insbesondere waa- genseitig festlegbar ist

7 Waage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuordnung eine Authentifizierungsstufe aufweist, in der ein Sicherheitsmerkmal der Identifikationsinformation überprüft wird

8. Waage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine waageneigene Steuervorrichtung dazu ausgelegt ist, wenigstens einen Teil der eingegebenen Identifikationsinformation an das zur Ausübung der Änderungsberechtigung aus der Ferne betreibbare System zu senden, und so, dass die in der Authentifizierungsstufe vorgesehene Überprüfung vorzugsweise über dieses System erfolgt.

9. Waage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen Anschluss für und/oder eine verdrahtete und/oder drahtlose Verbindung zu dem zur Ausübung der Änderungsberechtigung aus der Ferne betreibbaren System.

10. Waage nach einem der Ansprüche 2 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuordnung eine Authorisierungsstufe aufweist, in der überprüft wird, ob ein insbesondere authentifizierter Benutzer Mitglieder einer Nutzergruppe ist und/oder ihm ein Bedienerprofil zugewiesen ist.

11. Waage nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die in der Authorisierungsstufe vorgenommene Prüfung auf Nutzergruppen beschränkt ist und/oder die Abbildung nur Nutzergruppen umfaßt, für deren Mitglieder eine Berechtigung zur Benutzung/Bedienung der Waage vorgesehen ist, wobei die Abbildung vorzugsweise waagenseitig abgelegt ist.

12. Waage nach Anspruch 11 , dadurch gekennzeichnet, dass die waageneigene Steuervorrichtung dazu ausgelegt ist, dem zur Ausübung der Änderungsberechtigung aus der Ferne betreibbaren System gegenüber die Nutzergruppen zu identifizieren, auf die die Authorisierungsüberprüfung beschränkt ist.

13. Waage nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass für einen für mehrere Nutzergruppen/Bedienerprofile authorisierten Benutzer eine Bedienungseinstellung gemäß einer festlegbaren Hierarchieordnung auswählbar ist.

14. Waage nach einem der Ansprüche 6 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die waageneigene Steuervorrichtung dazu ausgelegt ist, über die Abbildung der den Benutzer enthaltenden Nutzergruppe(n) eine unmittelbare Zuordnung eines Benutzers zu einem Bedienerprofil zu ermitteln.

15. Waagenanordnung mit einer Waage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, und mit einem insbesondere unabhängig von der Steuervorrichtung der Waage betreibbaren waagenfernen System, über das die Änderungsberechtigung aus der Ferne ausübbar ist.

16. Verfahren zum Betreiben einer Waage, insbesondere einer Kontrollwaage, insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 14, bei dem ein zur Benutzung der Waage berechtigter Benutzer der Waage eine ihn identifizierende Information eingibt und dem Benutzer in einer ersten Betriebsart der Waage gemäß einer durch eine vorgegebene Zuordnung festgelegten Bedienungseinstellung der Waage die Nutzung der Waage freigegeben wird, wobei die Zuordnung von Benutzem und Bedienungseinstellungen in einer zweiten Betriebsart der Waage von einer dazu berechtigten Person änderbar ist,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Änderungsberechtigung von der Ferne ausübbar ist.

17. Verfahren zum Betreiben einer Waage, insbesondere einer Kontrollwaage, insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 14, wobei in einer ersten Betriebsart der Waage einem zur Benutzung der Waage berechtigten Benutzer nach Eingabe einer den Benutzer identifizierenden Information automatisch die Nutzung der Waage gemäß einer durch eine vorgegebene Zuordnung festgelegten Bedienungseinstellung der Waage freigegeben werden kann, bei dem in einer zweiten Betriebsart der Waage die Zuordnung von Benutzern und Bedienungseinstellungen von einer dazu berechtigten Person verändert wird,

dadurch gekennzeichnet, dass die Änderung von der Ferne ausgeübt wird.

18. Computerprogrammprodukt mit einem Computerprogramm, das Softwaremittel zur Durchführung eines Verfahrens nach Anspruch 16 und/oder 17 aufweist, wenn das Computerprogramm in einem Automatisierungssystem durchgeführt wird.

Description:
Waage, insbesondere Kontrollwaage und Verfahren zum Betreiben derselben

Die Erfindung betrifft eine Waage, insbesondere Kontrollwaage, mit einer ersten Betriebsart, in der einem zur Benutzung der Waage berechtigten Benutzer nach Eingabe einer den Benutzer identifizierenden Information automatisch die Nutzung der Waage gemäß einer durch eine vorgegebene Zuordnung festgelegten Bedienungseinstellung der Waage freigebbar ist, und mit einer zweiten Betriebsart, in der die Zuordnung von Benutzern und Bedienungseinstellungen durch eine dazu berechtigte Person änderbar ist.

Derartige Waagen sind bekannt, beispielsweise in Form der von der Anmelderin seit 2004 vertriebenen Kontrollwaagen der Garvens X-Serie. Diese Kontrollwaagen messen Gewichte von Produkten während ihres Transportes über eine Wägezelle hinweg und überprüfen, ob das erhaltene Produktgewicht bestimmten Sollerfordernissen entspricht.

Entsprechend aufwendig ist die waageneigene Steuerung gestaltet, über die etwa die zum Betrieb der Kontrollwaage erforderlichen Parameter festgelegt werden können, Betriebs- und Testläufe der Waage programmiert werden können, Algorithmen zur Bestimmung des Gewichtswerts aus mehreren Einzelmesswerten programmiert und ausge- führt werden können, Ergebnisse von Betriebsläufen der Waage abgespeichert werden können, usw.

Angesichts dieser vielfältigen Nutzungs- oder Funktionsanwendungen haben mehrere Personen grundsätzlich Zugang zu der Waage und benötigen eine Zugangsberechtigung jedenfalls zu den für sie relevanten Funktionsbereichen der Waage. Für andere Funktionsbereiche der Waage ist dagegen eine Zugangsberechtigung nicht erforderlich. Vielmehr kann sie sich als schädlich herausstellen, wenn beispielsweise unauthorisiert ein Parameter der Waage verändert wird oder irrtümlich anderweitige Veränderungen am Steuersystem und/oder deren Daten besorgt werden.

Aus diesem Grund sind bei den o. g. bekannten Waagen unterschiedliche Einstellungen oder Bedienungseinstellungen der Waage vorgegeben, über die die Zugriffsrechte auf die verschiedenen Waagenfunktionen oder Waagenbereiche geregelt werden.

Die bekannten Kontrollwaagen sind dabei so konfiguriert, dass über die Waagensteuerung jedem potentiellen Benutzer der Waage ein Zugang (Account) an der Waage gelegt ist, so dass er sich bei der Waage z. B. unter Eingabe seines Namens und eines Passworts anmelden kann. Des weiteren enthält die Steuervorrichtung eine Zuordnung, die jedem Benutzer oder Account eine bestimmte Bedienungseinstellung zuordnet, gemäß der dem Benutzer (nur) die für ihn relevanten Zugriffrechte gewährt werden (erste Betriebsart). Diese Zuordnung zu der entsprechenden Bedienereinstellung ist von der waageneigenen Steuerung in einer zweckmäßigen Struktur vollständig geregelt.

So erhält nicht jeder potentielle Benutzer seine persönliche Bedienereinstellung, sondern die Bedienungseinstellungen sind mit sogenannten Bediener- oder Benutzerprofilen, im folgenden auch einfach Profilen verknüpft, und ein Benutzer ist einem dieser Profile zugeordnet. Diese Struktur unter Verwendung von Bedienerprofilen ermöglicht eine einfache und variable Verwaltung der Accounts in der zweiten Betriebsart der Waage. Soll nämlich eine Änderung erfolgen, z.B. ein weiterer Benutzer Zugang zur Waage erhalten, ist es lediglich erforderlich, dass an der Waagensteuerung ein neuer Account angelegt wird und dieser einem bereits vorhandenen Profil zugewiesen wird. Die aufwendigere Erzeugung einer neuen Bedienungseinstellung ist in der Regel nicht erforderlich. Genauso einfach verhält es sich, wenn einem bisher berechtigten Benutzer der Zugang zur Waage verweigert werden soll. Es braucht dann nur der Account innerhalb der Waagensteuerung ge- löscht werden. Bei geändertem Verantwortungsbereich eines Benutzers ist lediglich seine Einordnung in ein anderes Profil zu besorgen. Die Bedienungseinstellungen der Waage selbst bleiben davon unberührt. Vom Prinzip her ist diese Struktur aus Benutzern, Bedienerprofilen und erteilten Zugriffsrechten (Bedienungseinstellungen) vergleichbar mit der Zugriffsverwaltung von Windowssystemfin über Active-Directory Systeme und Access Control Lists (ACL).

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Waage insbesondere im Hinblick auf eine weitere Vereinfachung der oben erläuterten Regelung der Waagenzugriffsrechte zu verbessern.

In vorrichtungstechnischer Hinsicht wird diese Aufgabe durch eine Weiterbildung der eingangs erläuterten Waage gelöst, die im wesentlichen dadurch gekennzeichnet ist, dass die Änderungsberechtigung von der Ferne ausübbar ist.

Dabei beruht die Erfindung auf der Erkenntnis, dass die für eine Kontrollwaage vorgesehene Verwaltung der Zugriffsrechte auf die Waage insbesondere dann noch nicht vollständig zufriedenstellend ist, wenn mehrere dieser Waagen in einem Betrieb zum Einsatz kommen. Da nämlich die in der ersten Betriebsart zur Bereitstellung der Bedienungseinstellung erforderlichen Zuordnungsinformationen bei den bekannten Waagen allein durch die jeweilige Steuervorrichtung der einzelnen Waage selbst vorgegeben ist, können Änderungen der Zuordnung auch nur an dem jeweiligen Steuersystem der Waage selbst vorgenommen werden. Es kann zu Mehrfachänderungen und einem entsprechend erhöhten Verwaltungsaufwand kommen.

Gemäß der Erfindung ist die Änderungsberechtigung dagegen aus der Ferne ausübbar. Wenigstens ein Teil der benötigten Zuordnungsinformation kann z.B. von einem externen System vorgegeben werden, das unabhängig von der waageneigenen Steuervorrichtung betreibbar ist. Mit anderen Worten ist die Waage somit zur Kopplung an ein externes System ausgelegt, das als zentrale Verwaltung der Zugangsrechte für die Waage herangezogen werden kann.

Die Gestaltung eines solchen ggf. bereits bestehenden externen Systems selbst kann vom Betreiber der insbesondere mehreren Waagen eingerichtet werden. Es ergibt sich eine Vereinfachung der Verwaltung dahingehend, dass eine etwa über eine Änderung der Zuordnungsinformation aus der Ferne bewirkbare Änderung der Zuordnung nur einmal vorgenommen werden muß und dennoch durch den Zugriff der Steuervorrichtung der Waage auf diese Zuordnungsinformation eine entsprechende Änderung der Zugπffsrechte- regeiung auf der Waage bewirkt wird.

Für den Fall, dass ein solches externes System hinsichtlich der Datensicherheit einen höheren Sicherheitsstandard als die Steuervorrichtung der Waage aufweist, kann darüber hinaus eine erhöhte Sicherheit hinsichtlich authorisierter Zugriffe auf die Waage sichergestellt werden, was insbesondere für Betreiber von Wagen oder Kontrollwaagen von Vorteil ist, die anspruchsvollen Sicherheitsregeln unterworfen sind.

Besonders vorteilhaft sind Benutzer, denen dieselbe Bedienungseinstellung zugeordnet ist, in einem Bedienerprofil zusammenfassbar. Die Erfindung kann somit die oben bereits erläutert lokale Organisation der Zugangsrechte ebenfalls umsetzen. Zweckmäßig ist dabei jedes Bedienerprofil mit mindestens einer, vorzugsweise genau einer der vorgegebenen Bedienungseinstellungen verknüpft.

Bevorzugt gewährt oder verweigert die vorgegebene Bedienungseinstellung dem Benutzer den Zugriff auf eine vorbestimmte Waagenfυnktion. Damit können die oben angesprochenen Gefahrenquellen unauthorisierter Änderungen an der Waage wenigstens verringert werden.

Besonders bevorzugt erfolgt die von der Ferne vornehmbare Änderungsberechtigung durch ein insbesondere als zentrales EDV-System betreibbares System. Somit kann eine zentrale Zugriffsverwaltung unter Ausnutzung vorhandener Resourcen geschehen.

Zweckmäßig sind von dem System verwaltete Systemnutzer in auf dem System definierten Nutzergruppen zusammenfassbar. Man kann sich also zunutze machen, dass das externe System ggf. bereits über eine vorhandene Struktur verfügt, gemäß der potentielle Benutzer der Waage in definierte Nutzergruppen (user groups) organisiert sind. Derartige, auf zentralen Zugangsverwaltungen von PC-Systemen vieler Unternehmen bereits vorhandene Strukturen können somit auch von der erfindungsgemäß ausgelegten Waage genutzt werden. Auch diese externen Strukturen können an das von Windows Systemen bekannte Active-Directory System angelehnt oder daraus gebildet sein. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sieht die Zuordnung eine Abbildung von einer oder mehreren dieser Nutzergruppen auf ein Bedienerprofil vor, wobei diese Abbildung insbesondere waagenseitig festlegbar ist. Diese Abbildung kann schematisch durch eine Tabelle realisiert werden, in der mehreren auf dem externen System ausgesuchten Nutzergruppen Bedienerprofile der Waage gegenübergestellt werden. Bei der Abbildung handelt es sich insbesondere um eine echte Abbildung zwischen unterschiedlichen Gruppen und nicht um die mathematisch betrachtet identische Abbildung.

Hinsichtlich der zu berücksichtigenden Sicherheitsaspekte kann vorgesehen werden, dass die Zuordnung einer Authentifizierungsstufe aufweist, in der ein Sicherheitsmerkmal der Identifikationsinformation überprüft wird. Als Sicherheitsmerkmale können dabei Merkmale wie ein geschütztes Passwort, biometrische Daten wie Spracherkennung oder z. B. auf einem Chip gespeicherte Informationen alternativ oder kumulativ herangezogen werden. Die Erfindung ist diesbezüglich keinerlei Einschränkungen unterworfen. Als für die meisten Zwecke ausreichend hat sich aber die Verwendung eines Passworts bewährt, das nur dem Benutzer bekannt sein sollte und das in verschlüsselter Form im Authentifizie- rungsbereich hinterlegt ist.

Bevorzugt ist eine der Waage eigene Steuervorrichtung dazu ausgelegt, wenigstens einen Teil der eingegebenen Identifikationsinformation an das zur Ausübung der Änderungsberechtigung aus der Ferne betreibbare System zu senden, und so, dass die in der Authentifizierungsstufe vorgesehene Überprüfung vorzugsweise über dieses System erfolgt. Auf diese Weise können wiederum bereits vorhandene Resourcen optimal ausgenutzt werden. Darüber hinaus werden die Nutzer der Waage entlastet, da sie sich zur Nutzung der Waage einerseits und des auch unabhängig von der Waage betreibbaren externen Systems andererseits mit nur einem Passwort auskommen. Zum Zugriff auf die Zuordnungsinformation kann die Waage einen Anschluss für und/oder eine verdrahtete und/oder drahtlose Verbindung zu dem externen System aufweisen. So kann der Zugriff einfach realisiert werden und insbesondere die Authentifizierung äußerst zeitnah zum Erhalt der Identifikationsinformation erfolgen.

Besonders bevorzugt weist die Zuordnung eine Authorisierungsstufe auf, in der überprüft wird, ob ein insbesondere authentifizierter Benutzer Mitglied einer Nutzergruppe ist und/oder ihm ein Bedienerprofil zugewiesen ist. Somit kann der Zugang zu der Waage auch verweigert werden, wenn sich ein Benutzer erfolgreich authentifiziert hat. In diesem Zusammenhang ist besonders bevorzugt vorgesehen, dass die in der Authorisierungsstufe vorgenommene Prüfung auf Nutzergruppen beschränkt ist und/oder die Abbildung nur Nutzergruppen umfaßt, für deren Mitglieder eine Berechtigung der Benutzung/Bedienung der Waage vorgesehen ibt, wobei die Abbildung vorzugsweise waagenseitig abgelegt ist.

Somit kann insbesondere waagenseitig sichergestellt werden, welchen Nutzergruppen des externen Systems Zugang zur Waage gewährt wird. Die Zugangsberechtigung zum externen System wird für die Mitglieder aller Nutzergruppen des externen Systems dadurch nicht beeinträchtigt.

In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist die Steuervorrichtung dazu ausgelegt, dem externen System gegenüber diejenigen Nutzergruppen zu identifizieren, auf die die Authorisierungsüberprüfung beschränkt ist. Auf diese Weise sind zur Bereitstellung der Bedienungseinstellung weniger Prüfschritte erforderlich und die entsprechende Bereitstellzeit kann verringert werden.

Es ist durchaus möglich, dass ein Benutzer für mehrere Nutzergruppen/Bedienerprofile authorisiert ist. in diesem Fall kann zur Auswahl der zuzuordnenden Bedienungseinstellung eine festlegbare Hierarchieanordnung herangezogen werden, beispielsweise nach dem gleichen Prinzip, wie sie bei bekannten Active-Directory Systemen ebenfalls verwendet wird.

Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist es auch nicht erforderlich, dass für jeden Benutzer bereits eine unmittelbare Zuordnung zu einem Benutzerprofil registriert ist. So kann diese unmittelbare Zuordnung z. B. bei der erstmaligen Anmeldung des Benutzers an der Waage anhand der Abbildungsregel der diesen Benutzer enthaltenden Nutzergruppe ermittelt werden, und schematisch gesehen insbesondere in Form einer Tabelle abgelegt werden.

Wie oben bereits erwähnt kann das externe System durch eine zentrale elektronische Datenverarbeitungsanlage insbesondere des Waagenbetreibers gebildet oder darin eingegliedert sein. In diesem Fall kann die Erfindung auch für Käufer der entsprechend ausgestalteten Waagen optimal mit dessen bereits vorhandenen Strukturen kombiniert werden. In diesem Zusammenhang sieht die Erfindung auch eine Waagenanordnung mit einer Waage vor, die gemäß einem oder mehrerer der oben erläuterten Gesichtspunkte ausgelegt ist und die weiter ein insbesondere unabhängig von der Steuervorrichtung der Waage betreibbares waagenfernes System aufweist, über das die Änderungsberechtigung ausübbar ist.

Die Vorteile dieser Waagenanordnung gegenüber einer herkömmlichen Nebeneinanderanordnung einer bekannten Waage und eines weiteren Systems ergeben sich aus den obigen Erläuterungen zur erfindungsgemäßen Waage.

In verfahrenstechnischer Hinsicht ist die Erfindung, insoweit der Anmeldevorgang eines Benutzers an einer erfindungsgemäßen Waage betroffen ist, durch ein Verfahren zum Betreiben einer Waage unter Schutz gestellt, bei dem ein zur Benutzung der Waage berechtigter Benutzer der Waage eine ihn identifizierende Information eingibt und dem Benutzer in einer ersten Betriebsart der Waage gemäß einer durch eine vorgegebene Zuordnung festgelegten Bedienungseinstellung der Waage die Nutzung der Waage freigegeben wird, wobei die Zuordnung von Benutzern und Bedienungseinstellungen in einer zweiten Betriebsart der Waage von einer dazu berechtigten Person änderbar ist, wobei das Verfahren im wesentlichen dadurch gekennzeichnet ist, dass die Änderungsberechtigung von der Ferne ausübbar ist.

Die Vorteile dieses Verfahrens ergeben sich ebenfalls aus den obigen Ausführungen zur erfindungsgemäßen Waage selbst.

Hinsichtlich der (erstmaligen) Einrichtung der Zuordnung oder deren Änderung sieht die Erfindung ein Verfahren zum Betreiben einer Waage vor, wobei in einer ersten Betriebsart der Waage einem zur Benutzung der Waage berechtigten Benutzer nach Eingabe einer den Benutzer identifizierenden Information automatisch die Nutzung der Waage gemäß einer durch eine vorgegebene Zuordnung festgelegten Bedienungseinstellung der Waage freigegeben werden kann, bei dem in einer zweiten Betriebsart der Waage die Zuordnung von Benutzern und Bedienungseinstellungen von einer dazu berechtigten Person verändert wird, wobei das Verfahren im wesentlichen dadurch gekennzeichnet ist, dass die Änderung von der Ferne vorgenommen wird. Auch hier ergeben sich die Vorteile der Erfindung aus den bisherigen Erläuterungen. Für beide Aspekte des Verfahrens, sowohl die Anmeldung des Benutzers an der Waage, als auch die Einrichtung der Zuordnung können die folgenden Verfahrensschritte weiter vorteilhaft sein, wobei wiederum auf die obigen Erläuterungen verwiesen wird:

Benutzer, denen dieselbe Bedienungseinstellung zugeordnet ist, werden in einem Bedienerprofil zusammengefasst.

Aufgrund der vorgegebenen Bedienungseinstellung kann dem Benutzer der Zugriff auf eine bestimmte Waagenfunktion gewährt oder verweigert werden.

Die von der Ferne vorgenommene Änderung erfolgt durch ein insbesondere als zentrales EDV-System betreibbares System.

Von dem System verwaltete Systemnutzer sind/werden in auf dem System definierten Nutzergruppen zusammengefasst.

Über die Zuordnung kann eine Abbildung einer oder mehrerer Nutzergruppen auf ein Bedienerprofil vorgesehen werden, wobei diese Abbildung insbesondere von der Waagensteuerung festgelegt werden kann.

Ein Sicherheitsmerkmal der Identifikationsinformation wird authentifiziert.

Wenigstens ein Teil der Identifikationsinformation wird von der Waagensteuerung an das externe System gesandt, und die Authentifizierung kann vorzugsweise über das externe System erfolgen.

Die Änderungsberechtigung wird über eine verdrahtete Verbindung und/oder drahtlos ausgeübt.

Bei der Authorisierung wird überprüft, ob ein insbesondere authentifizierter Benutzer Mitglieder einer Benutzergruppe ist und/oder ihm ein Bedienerprofil zugewiesen ist. Die Authorisierungsprüfung wird auf Nutzergruppen beschränkt für, deren Mitglieder eine Berechtigung zur Benutzung/Bedienung der Waage vorgesehen ist; insbesondere erfolgt die Abbildung waagenseitig.

Die Waageπsieueruπg identifiziert gegenüber dem externen System die Nut∑er- gruppen, auf die die Authorisierungsüberprüfung beschränkt ist.

Für einen für mehrere Nutzergruppen/Bedienerprofile authorisierten Benutzer wird gemäß einer festlegbaren Hierarchieordnung eine Bedienungseinstellung ausgewählt.

Die Waagensteuerung ermittelt eine unmittelbare Zuordnung eines Benutzers zu einem oder mehreren Benutzerprofilen über die Abbildung der den Benutzer enthaltenden Nutzergruppe(n).

Sämtliche dieser Verfahrensaspekte sind ebenfalls in Form eines Computerprogrammprodukts unter Schutz gestellt.

Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung uhter Bezug auf die beiliegenden Figuren, von denen

Fig. 1 schematisch darstellt, wie sich ein Benutzer an einer bekannten Kontrollwaage anmeldet,

Fig. 2 schematisch darstellt, wie sich ein Benutzer an einer erfindungsgemäßen Kontrollwaage anmeldet,

Fig. 3 ein Flußdiagramm ist, das einen Anmeldevorgang eines Benutzers an einer Kontrollwaage gemäß dem Verfahren der Erfindung zeigt.

Die Steuervorrichtung 1 ' einer aus dem Stand der Technik bekannten Kontrollwaage 10' sorgt mittels einer Zuordnung Z' dafür, dass ein Waagenbenutzer Regeln zur Benutzung bestimmter Bereiche und/oder Funktionen der Kontrollwaage 10' unterworfen wird. Diese Regeln sind in Form von Einstellungen BE' der Waage vorgegeben, und auf bestimmte Bedienerprofile abgestimmt, die z. B in einer Datenbank der Steuervorrichtung 1 ' abgelegt sind, wie schematisch in Form der nachfolgenden Tabelle 1 in der Spalte Profilname ersichtlich.

So sind z. B. mit dem unter Profilindex 2 zu findenden Profilnamen „Bediener" derartige Einstellungen der Kontrollwaage 10' verbunden, die einem diesem Profil zugeordneten Waagenbenutzer alle für den regulären Betrieb der Kontrollwaage erforderlichen Zugriff- rechte bereitstellen, wie z.B. die Einstellung von Parametern ' wie etwa der Fördergeschwindigkeit des Transportbands der Kontrollwaage 10', das Umschalten zwischen Betriebsmodi und Testmodi der Kontrollwaage 10'.

Daneben sperren die mit diesem Profil verbundenen Einstellungen der Kontrollwaage 10' beispielsweise die Veränderung von Parametern, die festlegen, ab welcher Abweichung von einem Sollgewicht ein von der Kontrollwaage 10' gewogenes Produkt einem Ausschlußkriterium unterliegt. Letztere Zugriffsmöglichkeit ist z. B. dem unter Profilindex 4 geführten Bedienerprofil der „Qualitätssicherung" vorbehalten.

Diese Art der mit bestimmten Profilen verbundenen Einstellungen ist im übrigen aus der Zugriffsrechteregelung allgemeiner Computersysteme bekannt, bei denen einem Normalnutzer (User) des Computers die Verwendung von Anwendungen freisteht, er aber keinerlei Änderungen der Systemsteuerung selbst vornehmen kann, die allein dem Systemadministrator (SuperUser) zustehen. Als weiteres Profil kann z. B. noch ein Schutzmodus vorgesehen sein, in dem überhaupt keine relevanten Änderungen von Steuereinstellungen zugelassen sind und auch der Funktionsbetrieb der Waage gesperrt wird, oder etwa das Profil „Leiter" dem z. B. erhöhte Zugriffsrechte zugestanden werden.

Um einem Waagenbenutzer B 1 die ihm zuzuordnenden Bedienungseinstellungen BE' bereitzustellen, muß sich der Benutzer B' zunächst an der Steuervorrichtung 1 ' anmelden, indem er sich beispielsweise durch Eingabe seines Benutzernamens und seines geheimen Passworts bei der Steuervorrichtung 1' identifiziert, wonach die Steuervorrichtung 1' eine auf der Steuervorrichtung 1 ' vorprogrammierte zweistufige Zuordnung Z' heranzieht, um die entsprechenden Einstellungen vorzunehmen.

Zunächst wird der Benutzer B' unter Zuhilfenahme der in der nachfolgenden Tabelle 2 ausgeführten Gegenüberstellungen authentifiziert.

Tabelle 2

Dazu wird in bekannter Weise geprüft, ob die eingegebene Kombination aus Benutzername und Passwort mit der hinterlegten Kombination aus Benutzername und (verschlüsselt abgelegtem) Passwort übereinstimmt. Nach Überwindung dieser Authentifizie- rungsstufe folgt in einer Authorisierungsstufe die Einordnung des Benutzers in ein Bedienerprofil. Dies geschieht über den Verweis des in Tabelle 2 aufgeführten Profilindex zum entsprechenden Profilindex aus Tabelle 1.

Die in den Tabellen 1 und 2 aufgeführten weiteren Tabellenspalten haben im Falle einer eindeutigen Zuordnung Z' keine weitere Bedeutung. Die darin abgespeicherten weite- ren Informationen können dann herangezogen werden, wenn ein Benutzer in mehrere Profile eingeordnet ist. In diesem Fall kommen Algorithmen zur Anwendung, über die in einer aus dem Stand der Technik der Zugangsrechteregelung bekannten Weise ein Profil ausgewählt wird.

Die Einträge in den Tabellen 1 und 2 sind über die Steuervorrichtung 1 ' selbst zugänglich. So kann ein (entsprechend authorisierter) Benutzer der Waage beispielweise neue Benutzer in Tabelle 2 hinzufügen und mit einem Profilindex verknüpfen, den Profilindex eines Benutzers ändern oder einen Benutzer vollständig aus der Tabelle löschen. Des weiteren ist in Fig. 1 zur besseren Gegenüberstellung mit der im nachfolgenden beschriebenen Fig. 2 noch ein externes System 2' eingezeichnet, bei dem es sich beispielsweise um das Computernetz einschließlich der zentralen Datenverwaltung des Betreibers der Kontrollwaage 10' handeln kann, dessen Mitarbeiter B' an seinem Arbeitsplatz ebenfalls einen Zugang zu dem System 2' hat.

Nunmehr wird unter Bezugnahme auf die Figuren 2 und 3 eine erfindungsgemäße Kontrollwaage sowie ein erfindungsgemäßer Anmeldevorgang an einer solchen Kontrollwaage erläutert. In Fig. 2 sind dabei gleiche Elemente wie in Fig. 1 mit den alphanumerisch gleichen, aber ungestrichenen Bezugszeichen versehen.

Zunächst ist aus dem Vergleich von Fig. 2 und Fig. 1 ersichtlich, dass die Steuervorrichtung 1 der Kontrollwaage 10 im Ergebnis das gleiche zu leisten vermag wie die Steuervorrichtung 1 ' der Kontrollwaage 10', nämlich einem Benutzer B nach Erhalt einer Identifikationsinformation Bl eine Bedienungseinstellung BE der Kontrollwaage 10 bereitzustellen. Der wesentliche Unterschied zu einer bekannten Kontrollwaage 10' liegt aber darin, dass für die Zuordnung Z auch eine Zuordnungsinformation Zl verwendet werden kann, die nicht ausschließlich von der waageneigenen Steuervorrichtung 1 vorgegeben ist, sondern aus der Ferne, etwa von extern vorgegeben werden kann, etwa von dem oben bereits angesprochenen PC System 2 einschließlich dessen zentraler Zugangsverwaltung, wie sie von vielen Unternehmen gepflegt wird.

Die Zuordnungsinformation Zl kann z.B. eine Teilzuordnung Z sein; sie kann aber auch die zur Zuordnung Z benötigte Informationen vollständig enthalten. Zum einen kann somit ein zur Änderung der Zuordnung Berechtigter aus der Ferne Einfluss auf die Zu- gangsrechte der Steuerung der Waage nehmen, also die zweite Betriebsart sozusagen fernsteuern.

Zum anderen können die von der berechtigten Person vorgenommenen Änderungen gleichzeitig für mehrere Waagen vorn Typ ύer Kontrollwaage 10 wirksam werden, die in gleicher weise an das PC-System 2 angekoppelt sind.

Desweiteren kann in einer bevorzugten Ausführungsform ausgenutzt werden, dass auf einem PC-System 2 erstmals bereits eine Zuordnung zwischen Einzelpersonen und Gruppen besteht:

Ähnlich wie die im Zusammenhang mit der Kontrollwaage 10' in Fig. 1 beschriebenen Tabellen 1 und 2 und dem Verweis von Tabelle 2 (Benutzer) in Tabelle 1 (Profile) sind bei der zentralen Zugangsverwaltung Nutzergruppen und Benutzer abstrahiert in Datenbanken gespeichert. So sind in der nachfolgend aufgeführten Tabelle 3 Nutzergruppen aufgelistet, für die wiederum Zugangsrechte und Einstellungen auf dem PC System 2 geregelt sind, sowie in der nachfolgend abgebildeten Tabelle 4 Nutzer mit ihren verschlüsselt gespeicherten Passwörtem aufgelistet.

Tabelle 3

Tabelle 4

Die Nutzer werden im System 2 in eine oder mehrere Nutzergruppen der Tabelle 3 eingeordnet. Dies geschieht beispielsweise über einen Indexverweis wie bei den oben erläuterten Tabellen 1 und 2. Letztere Einordnung ist oben in den Tabellen 3 und 4 nicht gezeigt, und es wird auch nicht näher darauf eingegangen, da sie zum einen plattformabhängig ist und ihre Einzelheiten zum anderen für die Erfindung von untergeordneter Bedeutung ist.

Die in dem externen System 2 bereits vorhandene Struktur aus Nutzern und Nutzergruppen wird ausgenutzt, um die Zugangsverwaltung der Kontrollwaage 10 zu vereinfachen.

Dazu wird eine Abbildung (Mapping) verwendet, die schematisch in der nachfolgenden Tabelle 5 dargestellt ist und z.B. in der Steuervorrichtung 1 abgelegt ist.

Tabelle 5

Diese Abbildung bildet somit ausgewählte Nutzergruppen, die auf dem externen System 2 definiert sind, auf die an der Kontrollwaage 10 vorgesehenen Profile ab. Es wird somit in der Zuordnung Z ein weiterer Zuordnungsschritt eingeführt, der zwar die Zuordnungskette auf Benutzer→Nutzergruppe→Bedienungsprofil→BE verlängert, aber eine Vereinfachung der Zugangsv'erwa'itung, insbesondere hinsichtlich, einer Pflege der in der obigen Tabelle 2 aufgeführten Informationen ermöglicht.

So kann die Authentifizierungsstufe von der Steuervorrichtung 1 der Kontrollwaage 10 auf das externe System 2 verlagert werden, an der die Nutzerdaten und deren Zuordnung zu den in Tabelle 3 enthaltenen Gruppen ohnehin gepflegt werden. Insbesondere können auch erhöhte Sicherheitsstandards eingeführt werden, in dem nur Benutzer, die in der zentralen Benutzerverwaltung Mitglied einer der in der Abbildung (Mappingtabelle 5) aufgeführten Gruppen sind, zur Waagenbenutzung authorisiert werden.

Im Vergleich zu der in Fig. 1 beschriebenen Kontrollwaage 10' mit Steuervorrichtung 1' wird somit eine zweckmäßige Unterteilung von Steuervorrichtungsaufgaben vorgenommen. So bleibt die Programmierung der waagenspezifischen Zugangsrechte in Form der vorgegebenen Bedienungseinstellungen der Waage im Verantwortungsbereich der Steuervorrichtung 1 , während die Verwaltung der einzelnen Benutzer, die keinen unmittelbaren Einfluss auf die Waageneinstellungen haben, nach Extern abgegeben werden.

Ein weiterer Vorteil der in Tabelle 5 gezeigten Abbildung ist darin zu sehen, dass für einen bisher nicht an der Waage registrierten Benutzer automatisch das passende Profil bestimmt werden kann. Geht man nämlich davon aus, dass Benutzer mit vergleichbarem Tätigkeits- und/oder Verarbeitungsbereich extern den gleichen Nutzergruppen (Tabelle 3) zugeordnet werden, kann über die Mappingtabelle 5 das entsprechende Profil ermittelt werden und aufgrund dieser Informationen eine Aktualisierung einer waagenseitig abgelegten unmittelbaren Zuordnung Benutzer→Profil vorgenommen werden.

Zu der schematisch abstrakten Darstellung des erfindungsgemäßen Prinzips in Fig. 2 ist noch anzumerken, dass nicht ausgeschlossen ist, dass die Zuordnungsinformation Zl zusätzlich auch über die waageneigene Steuerung 1 bestimmt werden kann (gestrichelte Verbindung 1Zl). U

Hinsichtlich des physikalischen Ortes sind mehrere Möglichkeiten denkbar, wo ein Teil oder die vollständige Authentifizierungsstufe und/oder Authorisierungsstufe anzusetzen ist. Dies ist in Fig. 2 durch die gestrichelten Pfeile 1Z und 2Z zum Ausdruck gebracht.

Für eine konkrete Realisierungen des Änrneldungsverfahreris ist jedenfalls vorgesehen, dass die Waagensteuerung 1 und das externe System 2 über eine Verbindung 12 miteinander verbunden sind, die in bekannter Weise verdrahtet, aber auch drahtlos ausgelegt sein kann. Da über die Leitung 12 ggf. auch Passwörter übertragen werden, ist für eine ausreichende Sicherheit der Datenübertragung zu sorgen.

Ein mit der Erfindung erreichter Vorteil wird nochmal anhand eines Beispielfalls erläutert, in dem ein neuer Mitarbeiter einer Waagenbetreiberfirma an einer Mehrzahl von Kontrollwaagen registriert werden soll. Herkömmlich musste dazu an jeder Waage eine entsprechende Eintragung in den obigen Tabellen 2 der Waagen vorgenommen werden. Gemäß der Erfindung kann eine zur Vornahme dieser Handlungen berechtigte Person einfach auf dem zentralen PC-System 2 den neuen Mitarbeiter in der im System 2 hinterlegten Tabelle 4 eintragen. Damit wird er automatisch innerhalb des Systems einer der Gruppen aus Tabelle 3, z.B. der Gruppe 1 zugeordnet. Aufgrund des Informationsaustausches zwischen der Waagensteuerung 1 einer jeden Waage und dem PC-System 2 erhält das Steuersystem 1 letztendlich als zusätzliche Zuordnungsinformation Zl die Information, dass der neue Mitarbeiter, der sich z.B. gerade an der Steuervorrichtung 1 anmeldet, Mitglied der Gruppe 1 (GROUP1) ist. Da die Steuervorrichtung 1 darüber hinaus Zugriff auf die Mapping-Tabelle 5 hat, kann dem neuen Mitarbeiter das der Gruppe 1 zugeordnete Profil "Bediener" zugeordnet werden, und es kann dem neuen Benutzer somit automatisch die Nutzung der Waage gemäß der Bedienungseinstellung freigegeben werden, die mit dem Profil "Bediener" verbunden ist. Gleiches passiert bei jeder Kontrollwaage 10, an der sich der neue Benutzer anmeldet. Es wird Verwaltungsaufwand gespart. In ähnlicher Weise kann aus der Ferne eine Änderung der Zuordnung hinsichtlich eines bereits registrierten Benutzers erfolgen, oder auch eine Löschung jeglicher Zugangsberechtigung eines beispielsweise ausscheidenden Mitarbeiters.

im folgenden wird anhand des Ablaufdiagramms aus Fig. 3 noch ein Beispiel für eine bevorzugte Realisierung eines Anmeldevorgangs erläutert. Der Anmeldevorgang beginnt damit, dass in Schritt A an der Kontrollwaage 10 eine Benutzeridentifikationsinformation in Form eines Tupels aus Benutzername und Passwort eingegeben wird.

In Schritt B kontaktiert die Steuervorrichtung 1 der Waage 10 das externe System/die zentrale Benutzerverwaltung 2 über die Verbindung 12 und übergibt der zentrale Benutzerverwaltung 2 das Tupel aus Benutzername und Passwort (Bl) zur Authentifizierung. Der Authentifizierungsschritt erfolgt dann physikalisch im Bereich der zentralen Benutzerverwaltung 2, die der Steuervorrichtung 1 der Kontrollwaage 10 über die Leitung 12 Rückmeldung erstattet, ob das Tupel Benutzername/Passwort (Bl) erfolgreich authentifiziert wurde.

Bei fehlender Authentifizierung schreitet der Ablauf zu Schritt K vor, es werden keine Aktionen durchgeführt und der Anmeldevorgang ist erfolglos beendet. Bei erfolgreicher Authentifizierung stellt die Steuervorrichtung 1 die in der Mappingtabelle 5 vorhandenen Gruppennamen der zentralen Benutzerverwaltung 2 über die Leitung 12 zur Überprüfung zu. Für jede Gruppe wird in Schritt E an die Steuervorrichtung 1 der Kontrollwaage 10 zurückgemeldet, ob der Benutzer ein Mitglieder der gerade überprüften Gruppe ist.

Dieses Ergebnis wird in Schritt F gespeichert, wonach der Ablauf wieder zu Schritt D zurückkehrt, solange noch weitere Gruppen aus der Mappingtabelle 5 zu überprüfen sind. Ist dies nicht mehr der Fall, schreitet der Ablauf zu Schritt G vor, in dem die in Schritt F erhaltenen Ergebnisse bewertet werden.

Ist der Benutzer in keiner der überprüften Gruppen eingeordnet, schreitet der Ablauf wiederum zu Schritt K vor und der Anmeldevorgang wird erfolglos ohne weitere Aktionen beendet. Ist dagegen der Benutzer Mitglied in einer überprüften Gruppe, wird in Schritt H aus der Mappingtabelle 5 das dieser Gruppe zugehörige Profil bestimmt und der Anmeldevorgang ist erfolgreich.

Der Ablauf schreitet zu Schritt I vor, in der die Steuervorrichtung 1 die Kontrollwaage 10 auf die mit dem in Schritt H ermittelten Profil verbundene Bedienungseinstellung einstellt, zusätzlich kann der Benutzer in der lokalen Tabelle 2 der Kontrollwaage 10 samt seiner Einordnung in das ihm zuzuordnende Profil abgespeichert werden. Daraufhin endet der Anmeldevorgang (J). Sollte in Schritt G die Mitgliedschaft eines Benutzers in mehreren der überprüften Gruppen festgestellt werden, und nach der Bestimmung des zugehörigen Profils/der zugehörigen Profile in Schritt H die Einordnung des Benutzers in mehrere Profile festgestellt werden, wird durch einen vorgegebenen Algorithmus die „höchstwertige" Gruppe/Profil basierend suf dεn der Tabelle 1 entnommenen weiteren Prcfilangabεn bestimmt, wie bereits oben unter Bezugnahme auf Fig. 1 erläutert wurde.

Die Erfindung ist nicht auf die in der Figurenbeschreibung erläuterten Ausführungsformen eingeschränkt. Vielmehr können die in der Beschreibung und in den anhängigen Ansprüchen angegebenen Merkmale sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination für die Verwirklichung der Erfindung in ihren verschiedenen Ausführungsformen wesentlich sein.