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Title:
BAND CLAMP
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2020/240035
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a band clamp having an insulating coating, for fastening the shielding of a cable, which has a conductor, an insulation surrounding same and an outer shielding. Measures are taken to make the coating robust and durable and to avoid contact corrosion on the shielding and the band clamp.

Inventors:
HEINZE PHILIPP (CH)
Application Number:
EP2020/065103
Publication Date:
December 03, 2020
Filing Date:
May 31, 2020
Export Citation:
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Assignee:
OETIKER SCHWEIZ AG (CH)
International Classes:
H01R9/05; H01R4/48; H01R4/64; H01R11/28; H01R13/03; H01R13/6592; H02G1/14
Domestic Patent References:
WO2018168831A12018-09-20
WO2018168831A12018-09-20
Attorney, Agent or Firm:
STREHL SCHÜBEL-HOPF & PARTNER MBB (DE)
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Claims:
Patentansprüche

1 . Bandklemme zum Befestigen der Abschirmung eines Kabels, das einen Leiter, eine diesen umgebende Isolierung und eine äußere Abschirmung aufweist, an einem Tubus,

wobei die Bandklemme mit einer die Korrosion zwischen der Bandklemme und dem Tubus oder der Abschirmung hemmenden Beschichtung versehen ist.

2. Bandklemme nach Anspruch 1 , wobei die Beschichtung ein Polymer, insbesondere Parylene HT aufweist.

3. Bandklemme nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Beschichtung eine Zn-Schicht umfasst.

4. Bandklemme nach Anspruch 3, wobei die Zn-Schicht thermisch aufdiffundiert oder als Lamellenüberzug aufgebracht ist und vorzugsweise durch eine Zn-Oxidschicht passiviert ist.

5. Bandklemme nach Anspruch 3 oder 4, wobei die Beschichtung einen über der Zinkschicht aufgebrachten Decklack umfasst.

6. Bandklemme nach einem der Ansprüche 3 bis 5, wobei der Decklack eine Polymer- oder Kunstharzschicht umfasst.

7. Bandklemme nach einem der Ansprüche 3 bis 6, wobei der Decklack Aluminium enthält.

8. Bandklemme nach einem der Ansprüche 3 bis 7, wobei der Decklack Keramik enthält.

9. Bandklemme nach einem der Ansprüche 3 bis 8, wobei der Decklack Silikat enthält.

10. Bandklemme nach einem der Ansprüche 3 bis 9, mit einer Silikatschicht zwischen der Zn-Schicht und dem Decklack. 1 1. Bandklemme nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Beschichtung eine maximale Dicke in der Größenordnung von 20 pm aufweist.

12. System mit:

einem Kabel, und

einer Bandklemme nach einem der vorhergehenden Ansprüche zur Befestigung einer Abschirmung des Kabels an einem Tubus.

13. System nach Anspruch 12, wobei die Bandklemme einen Decklack aufweist, der mit dem gleichen Material wie dem der Abschirmung versetzt ist.

14. System nach Anspruch 13, wobei der Decklack mit Aluminium versetzt ist und die Abschirmung aus Aluminium gefertigt ist.

15. Verfahren zum Herstellen einer beschichteten Bandklemme nach einem der Ansprüche 1 bis 1 1 ,

dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtung der Bandklemme zunächst durch Aufbringen einer Zn-Schicht und dann durch Aufbringen einer Kunstharzschicht erzeugt wird, die vorzugsweise mit Al-Pulver stabilisiert ist.

Description:
Bandklemme

[0001] Die Erfindung betrifft eine Bandklemme zum Befestigen der Abschirmung eines Kabels an einem Tubus, beispielsweise bei der Befestigung von stromführenden Kabeln oder Kabelbäumen mittels Steckverbindern an Batterien, Motoren, Generatoren, Karosserieteilen, etwa bei Elektrofahrzeugen.

Stand der Technik

Häufig sind bei derartigen Kabeln mehrere einzeln oder gemeinsam abgeschirmte Leitungen vorhanden, wobei die Befestigung der Abschirmung des Kabels etwa am Tubus (einer Hülse) eines Steckverbinders mittels einer Bandklemme erfolgt.

[0002] Die verwendeten Kabel weisen Leitungen mit einem Leiter häufig aus Aluminium und mit einer Isolierung und auf der Isolierung eine Abschirmung aus einem Geflecht ebenfalls aus Aluminium auf.

[0003] Eine Befestigung eines solchen Kabels mittels einer Bandklemme an einem Stecker ist in WO 2018/168831 A1 offenbart. Der Stecker weist ein Gehäuse mit einem Tubus aus Aluminium auf. Die Leitungen sind durch den Tubus in das Steckergehäuse eingeführt, während das als Abschirmung dienende Geflecht außen über den Tubus gelegt ist. Die Bandklemme umschließt die Abschirmung ringförmig und presst sie auf die Außenumfangfläche des Tubus.

[0004] Werden dazu übliche, aus einem CrNi-Stahl bestehende Bandklemmen verwendet, so besteht die Gefahr von Kontaktkorrosion zwischen der Klemme und der Aluminium-Abschirmung und gegebenenfalls dem Aluminium-Tubus oder -Kabelleiter. Um Kontaktkorrosion zu vermeiden, ist die Bandklemme nach WO 2018/168831 A1 mit einem Isolator beschichtet. Im Isolator eingebettete Zinkflocken sollen zudem als Opferelektrode wirken.

Zusammenfassung der Erfindung

[0005] Typische Bandklemmen wie auch die in WO 2018/168831 A1 offenbarte sind im Wesentlichen ringförmig mit einer auch als Ohr bezeichneten W-förmigen Ausstülpung, die als Spanneinrichtung dient. Zum Spannen der Klemme auf dem zu befestigenden Gut, hier der Abschirmung auf dem Tubus, wird das Ohr mit einem Werkzeug verengt und damit der Durchmesser des von der Klemme gebildeten Rings verringert und die Klemme über der Abschirmung zusammengezogen. Dabei ist das Maß der plastischen Verformung der Klemme sehr hoch. Das Ansetzen des Werkzeugs am Ohr, dessen Verformung und die Reibung der Klemme auf dem zu befestigenden Gut sowie hohe Temperaturen im Betrieb können bei der aus WO 2018/168831 A1 bekannten Klemme zu einer solchen Beschädigung oder Ablösung der Beschichtung der Klemme führen, dass die korrosionsverhindernde Wirkung verlorengeht.

[0006] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die genannte Korrosion zwischen der Abschirmung des stromführenden Kabels und der Bandklemme zu vermeiden.

[0007] Die Lösung dieser Aufgabe gelingt mit der in den Patentansprüchen angegebenen Erfindung.

[0008] Die Erfindung betrifft eine wie zuvor beschrieben aufgebaute Bandklemme, sieht jedoch eine besonders robuste und dauerhafte Beschichtung der Bandklemme vor, die auch bei der Montage und im Betrieb nicht ihre korrosionshemmende Wirkung verliert.

Beschreibung von Ausführungsformen der Erfindung

[0009] Bandklemmen von Ausführungsformen der Erfindung sind aus Festigkeitsgründen aus einem Band aus Stahl, beispielsweise aus CrNi-Stahl gefertigt, das wie unten beschrieben beschichtet wird. In Gebrauch ist das Stahlband zu einem Ring geschlossen und umgibt das zu befestigenden Gut, hier eine Abschirmung auf einem Tubus. Die Abschirmung ist als Geflecht aus einem elektrisch gut leitfähigen Material wie Kupfer oder Aluminium gefertigt. Der Tubus ist eine Hülse als Bestandteil eines Gehäuses eines Steckverbinders bzw. Steckers oder eine andere Hülse, in die die Leitungen des so abgeschirmten Kabels eintreten. Der Querschnitt des Tubus kann oval oder kreisförmig rund sein. Die Bandklemme weist eine Spanneinrichtung wie das oben beschriebene Ohr auf.

[00010] Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung ist die Bandklemme mit einer isolierenden Beschichtung aus einem Polymer versehen. Als Polymermaterial hat sich Parylene, insbesondere Parylene HT als besonders geeignet erwiesen, das vorzugsweise in einer Vakuumkammer aus der Gasphase auf die entfettete Bandklemme aufgedampft wird.

[0001 1 ] Die Polymerbeschichtung hält hohe Betriebstemperaturen aus und gestattet starke plastische Verformungen, auch an der ohrförmigen Spanneinrichtung, ohne sich von der Bandklemme abzulösen.

[00012] Um jedweden Kontakt mit dem CrNi-Stahl der Klemme auszuschließen, ist es zweckmäßig, nicht nur die Innenfläche sondern auch die Seitenkanten und vorzugsweise die gesamte Oberfläche der Bandklemme zu beschichten.

[00013] Die Polymerbeschichtung wird im letzten Verfahrensschritt der Klemmenherstellung auf die fertige Bandklemme aufgebracht. Sie sollte eine Dicke in der Größen- Ordnung von nicht mehr als 20 mih, beispielsweise etwa 10 pm haben. Bei dieser Dicke ist die Gefahr einer Beeinträchtigung der Klemmenfunktion, insbesondere ihrer Elastizität, gering. Die Polymerbeschichtung folgt der Verformung der Klemme ohne abzubröckeln.

[00014] Gemäß einer anderen Ausführungsform der Erfindung werden zur Vermeidung der Korrosion zwischen der Bandklemme und der Kabelabschirmung auf die Oberfläche der Bandklemme eine Zn-Schicht, vorzugsweise mit einer passivierenden Zn-Oxidschicht auf ihrer Oberfläche, und darüber wiederum ein Decklack aus einer Polymerschicht, insbesondere einer Kunstharzschicht aufgetragen. Sie sollte wiederum eine Dicke in der Größenordnung von etwa 5 bis 20 pm, beispielsweise etwa 10 pm haben. Auch hier ist vorzugsweise die gesamte Oberfläche der Bandklemme derart beschichtet.

[00015] Die passivierte Zn-Schicht trägt zum Korrosionsschutz bei und weist eine gewisse Rauigkeit auf ihrer Oberfläche auf, auf der der Decklack besonders gut haftet.

[00016] Die Kunstharzschicht besteht vorzugsweise aus TD Excel 300, das mit Aluminiumpulver stabilisiert ist.

[00017] Aluminiumpulver im Decklack wirkt sich günstig auf die Vermeidung von Kontaktkorrosion gegenüber der ebenfalls aus Aluminium bestehenden Abschirmung aus. Außerdem macht es die Beschichtung widerstandsfähig gegen Beschädigung beim Spannen der Bandklemme.

[00018] Im Einzelnen wird die Bandklemme zum Aufbringen der Beschichtung zunächst entfettet, durch thermische Diffusion (Zn-Thermodiffusion bzw. Sherardisieren) auf ihrer gesamten Oberfläche mit der Zn-Schicht versehen, danach gewaschen, anschließend mit einer Zn-Oxidschicht passiviert und schließlich mit einer obersten Polymer- bzw. Kunstharzschicht versiegelt.

[00019] Alternativ kann die Zn-Schicht statt durch Thermodiffusion auch durch Zn- Lamellenbeschichtung aufgebracht sein und bildet dann einen Zn-Lamellenüberzug. Die Zinkschicht ist als geschlossene Schicht auf der gesamten Oberfläche der Bandklemme aufgebracht.

[00020] Als Decklack eignet sich die genannte Polymer- bzw. Kunstharzschicht, aber auch ein anorganisches System. Als Polymer kann auch das erwähnte Parylene verwendet sein. Über dem Decklack können gegebenenfalls weitere Schichten vorgesehen sein, etwa um der Beschichtung ein gewünschtes Aussehen zu geben.

[00021 ] Das Pulver ist im Decklack eingemischt. Die Teilchen des Pulvers können auch in Form von Flocken vorliegen. [00022] Vorteilhafterweise weist das Pulver im Decklack eine höhere Härte als dessen Hauptbestandteile (Polymer bzw. Kunstharz) auf. Der Decklack kann daher auch mit Keramikpulver bzw. -flocken versetzt sein, gegebenenfalls zusätzlich zu den genannten anderen Pulvern. Dies erhöht seine Abriebfestigkeit und damit die Widerstandsfähigkeit der Beschichtung gegenüber dem Spannwerkzeug und der Reibung bei Verschiebungen über der Abschirmung, wie sie beim Spannen und im Betrieb bei Vibrationen und Temperaturwechseln auftreten können.

[00023] Besonders vorteilhaft ist die Verwendung von Silikaten. Eine dünne Silikatschicht von beispielsweise bis 3 pm Dicke kann auch zwischen der Zn-Schicht und dem (gegebenenfalls mit Pulver, insbesondere Aluminiumpulver versetzten) Decklack angebracht sein.

[00024] Allgemein können im Decklack Pulver oder Flocken aus im Wesentlichen dem gleichen Material wie dem der Abschirmung verwendet werden, beispielsweise also Aluminiumpulver bei einer Abschirmung aus Aluminium oder Kupferpulver bei einer Abschirmung aus Kupfer. Dadurch entsteht keine Kontaktkorrosion zwischen dem Decklack und der Abschirmung und die Oberflächen bleiben korrosionsfrei und von guter optischer Qualität. Etwaige Kontaktkorrosion unter den anderen Bestandteilen wird dabei von der Zn-Schicht unter dem Decklack unterdrückt.

[00025] Alle beschriebenen Beschichtungen widerstehen hohen Temperaturen, sind mit der Bandklemme verformbar und haften gut auf ihr, so dass sie bei der Montage, dem Spannen der Klemme und im Betrieb unbeeinträchtigt bleiben.

[00026] Die Merkmale der Ausführungsbeispiele können vorteilhaft auch miteinander kombiniert werden.