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Title:
BANDAGE FOR PROTECTING WOOD POLES INSTALLED IN THE GROUND
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2010/009756
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a bandage for protecting poles installed in the ground, comprising a carrier film, means for attaching the bandage applied to the pole, and an active substance acting on the pole. In order to particularly improve regular maintenance, that is, pole and pile care, for poles or pilings made of wood or similar material, and to provide a bandage for this purpose requiring reduced, manageable cost of materials relative to the described known systems, and allowing easy application to the pole base to be exposed by digging only in the air-soil region, according to the invention, the first attachment means is applied at least in segments to the carrier film and the active substance or a mixture of active substances is applied to the attachment means in regions.

Inventors:
SEDDIG, Norbert (Oststrasse 12 a, Lohmar, 53797, DE)
Application Number:
EP2008/059577
Publication Date:
January 28, 2010
Filing Date:
July 22, 2008
Export Citation:
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Assignee:
WOLMAN GmbH (Dr.-Wolman-Str. 31-33, Sinzheim, 76547, DE)
SEDDIG, Norbert (Oststrasse 12 a, Lohmar, 53797, DE)
International Classes:
E04H12/22; B27K3/14; E04H12/22; B27K3/02
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Claims:
Patentansprüche

1. Bandage zum Schutz von in der Erde verbauten Masten aus Holz oder holzähnlichem Material, umfassend eine Trägerfolie, Mittel zum Befestigen der an den Mast angelegten Bandage sowie auf den Mast einwirkenden Wirkstoff, dadurch gekennzeichnet, dass erste Befestigungsmittel mindestens abschnittsweise auf einer Seite der Trägerfolie angebracht sind und das der insektizide und/oder fungizide und/oder algizi- de und/oder bakterizide Wirkstoff oder eine Mischung derartiger Wirkstoffe zumindest bereichsweise auf das Befestigungsmittel aufgetragen sind.

2. Bandage nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Befestigungsmittel und der/die Wirkstoffe/e in einem mittleren Bereich, bezogen auf die Höhe der Trägerfolie, und parallel zur Längserstreckung der Trägerfolie angeordnet ist/sind und die beiden äußeren Lateralbereiche der Trägerfolie ausschließlich Mittel zum Be- festigen der Bandage am Mast tragen.

3. Bandage nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Breite von 100 bis 600 mm und vorzugsweise von 200 bis 500 mm aufweist.

4. Bandage nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass sie das erste Befestigungsmittel als mindestens zwei unabhängig voneinander auf der Trägerfolie angeordnete Längsbänder aufweist.

5. Bandage nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der/die Wirkstoff/e vorwiegend Feststoffe und bevorzugt Feststoffe in Pulverform sind.

6. Bandage nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der/die Wirkstoff/e Metallstäube sind, die insbesondere Kupfer, Zink, Chrom, Arsen oder deren Legierungen, Salze oder Derivate enthalten, und/oder nichtmetallische Ver- bindungen , insbesondere Bor, Fluor und deren Derivate, sowie Mischungen der vorgenannten Vertreter.

7. Bandage nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der/die Wirkstoff/e in Form sie speichernder und abgebender Granulate ausgebildet sind.

8. Bandage nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der/die Wirkstoff/e als sie speichernde und abgebende Gelkörper ausgebildet sind.

9. Bandage nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der/die Wirkstoff/e als Metallhaltige Folie ausgebildet sind.

10. Bandage nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Befestigungsmittel und/oder der/die Wirkstoff/e mit Additiven versetzt sind.

1 1. Bandage nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Additive als Festkörper vorliegen und vorwiegend als Partikel und/oder Fasern ausgebildet sind.

12. Bandage nach einem der Ansprüche 1 bis 1 1 , dadurch gekennzeichnet, dass sie als abrollbares Endlosband ausgebildet ist.

13. Bandage nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Befestigungsmittel auf der Wirkstoffseite mit einem entfernbaren Trennmittel abgedeckt ist.

14. Bandage nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Befestigungsmittel als wesentlichen Bestandteil Bitumen und/oder Butylkau- tschuk enthält.

15. Bandage nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Befestigungsmittel als Klebstoffschicht ausgebildet ist.

16. Bandage nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerfolie faserverstärkt ist.

17. Bandage nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerfolie mindestens einer Richtung und vorzugsweise in Längsrichtung elastisch ausgebildet ist.

18. Bandage nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein zweites Befestigungsmittel vorgesehen ist.

19. Bandage nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass es sich beim zweiten Befestigungsmittel um Klammern, Klebfolien, Klettstreifen, Schrumpffolien, Schweißfolien und/oder Klebstoffe handelt.

20. Verwendung der Bandage nach einem der Ansprüche 1 bis 19 an Holzmasten in Form eines Rund- oder Kantholzes und vorzugsweise an Leitungsmasten, Obst- oder Rebpfählen, Palisaden, Hopfenstangen und Bauhölzern und insbesondere in deren Übergangsbereich von Erde zu Luft.

Description:
Bandage zum Schutz von in der Erde verbauten Holzmasten

Beschreibung

Die Erfindung betrifft eine Bandage zum Schutz von in der Erde verbauten Holzmasten, umfassend eine Trägerfolie, Mittel zum Befestigen der an den Mast angelegten Bandage sowie auf den Mast einwirkenden Wirkstoff.

Mit solchen Bandagen werden in die Erde eingegrabene Holzmasten, insbesondere Telegraphenmasten oder sonstiges in das Erdreich eingesetztes Pfahlwerk versehen, um einen Schutz, aber auch eine Pflege der Erd-Luft-Zone zu schaffen. Die Bandagen müssen in aller Regel periodisch, normalerweise alle acht Jahre erneuert werden, weil in diesem Zeitraum der Wirkstoff nahezu aufgebraucht und dementsprechend eine Kontrolle des Mastfußes erforderlich sowie vorgeschrieben ist.

Bei einer bekannten Bandage der eingangs beschriebenen Art, der sogenannten WoI- manit ® -Bandage, sind die auf den Mast einwirkenden Wirkstoffe wie Insektizide, Fungizide, Algizide, Bakterizide etc. in einem mit ihnen getränkten Schaumstoffpolster enthalten. Die dieses Polster am Mastfuß fixierende Bandage besteht aus einer selbstkle- benden Folie und weist eine zusätzliche Dichtfolie im Wesentlichen für den aus der Erde ragenden Teil der Bandage auf. Zusätzlich wird eine Bitumendichtung aufgestrichen, die das Eindringen des Wassers von oben her verhindern soll. Die Herstellung des mit den Wirkstoffen getränkten Polsters kann problematisch sein, denn das Tränken erfolgt mit flüssigen Holzschutzmitteln, die Chrom-, Kupfer-, Bor-, Arsen- und an- dere Metallverbindungen enthalten. Beim Trocknen können Verluste auftreten und Umwelt-, insbesondere Grundwasserbelastungen können nicht ausgeschlossen werden. Auch führt die Mehrteiligkeit der Bandage zu einem erhöhten Materialaufwand wie auch einer relativ hohen Arbeitsleistung beim Anbringen.

Eine einfachere bekannte Form einer solchen Bandage stellt das "Postsaver" ® -System dar, bei dem eine einfache PE-FoNe eine Klebstoffschicht aus Bitumen trägt. Dieses versiegelt die Oberfläche des bereits imprägnierten Holzmastes im Erd-Luft-Bereich. Es kann aber nicht in vollem Umfang als Holzschutz-Wirkstoff angesehen werden, da seine Schutzwirkung eher auf dem Versiegeln der Holzoberfläche durch das den Fi- xierstoff bildende Bitumen beruht. Es sind keine speziellen Wirkungsmöglichkeiten vorgesehen, die gezielt auf besondere negative Einflüsse am Mastfuß wie durch Insekten, Pilzbefall oder dergleichen gerichtet wären. Auch wird als bevorzugte Art der Verwendung dieses Produktes ein Ausbringen in Form von Kappen beschrieben. Das aber beschränkt diese Verwendung im Wesentlichen auf eine werkseitige Ausrüstung von Masten oder Pfählen und schließt das spätere Pflegen in situ aus, will man nicht den zu behandelnden Gegenstand ganz ausgraben. Schließlich ist in jüngerer Zeit ein Mastschutz-System unter der Bezeichnung Perma- dur ® vorgeschlagen worden, bei dem eine dünne, etwa 0,1 bis 0,3 mm starke Metallfolie mit Hilfe eines 1 ,5 bis 3 mm starken Schlauches aus Schrumpffolie am Mastfuß fixiert wird. Bei der Metallfolie handelt es sich um Kupfer und dessen Legierungen, ins- besondere Messing, die eine biozide Aktivität durch langsame Abgabe von in das Holz diffundierenden Metallionen entwickeln, während im speziellen Fall von Messing dessen Zinkgehalt als zusätzlicher Wirkstoff auftritt und die Adaption von das Holz zerstörenden Pilzen verhindert. Die Schrumpffolie wird weiter durch eine darüber angebrachte PE-FoNe geschützt, die etwa doppelt so breit wie die Metallfolie ist. Bei diesem Sys- tem ist zu beachten, dass sowohl die Metallfolie als auch der Schrumpffolienschlauch nur werkseitig angebracht werden können und die Metallfolie selbst sehr teuer und aufwändig ist. Besonders dann, wenn dermaßen geschützte Masten oder Pfähle im Bereich von neugierigem Weidevieh aufgestellt sind, ist die Lebensdauer beschränkt, und es versteht sich von selbst, dass eine Pflege in situ nicht durchgeführt werden kann, sondern der alte Mast durch einen werkseitig ausgerüsteten Neuen ersetzt werden muss.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, bei Masten oder Pfahlwerk aus Holz oder ähnlichem Material insbesondere die regelmäßige Wartung, also die Mast- und Pfahl- pflege, zu verbessern und zu diesem Zweck eine Bandage zur Verfügung zu stellen, die gegenüber den beschriebenen bekannten Systemen einen reduzierten, überschaubaren Materialaufwand erfordert und ein leichtes Anlegen an den nur im Erd-Luft- Bereich freizugrabenden Mastfuß ermöglicht.

Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, dass ein erstes Befestigungsmittel mindestens abschnittsweise auf einer Seite der Trägerfolie aufgebracht ist, und dass der insektizide und/oder fungizide und/oder algizide und/oder bakterizide Wirkstoff oder eine Mischung derartiger Wirkstoffe zumindest bereichsweise auf das Befestigungsmittel aufgetragen sind. Der Aufbau dieser Bandage ist besonders einfach und wirksam, da die ersten Befestigungsmittel, beispielsweise Klebstoff, bereichsweise zum Fixieren des Wirkstoffs oder der Kombination von Wirkstoffen eingesetzt sind. Klebstoff ist - wie nachstehend näher erläutert wird - ein bevorzugtes erstes Befestigungsmittel im Rahmen der Erfindung.

Bevorzugt können die Wirkstoffe auf einem mittleren Streifen, also im mittleren Bereich der Bandage, bezogen auf die Höhe der Trägerfolie, und parallel zur Längserstreckung der Trägerfolie angeordnet werden, während die äußeren Lateralbereiche der Trägerfolie, also die Längsbereiche, die kein erstes Befestigungsmittel aufweisen, ausschließlich dem Fixieren der Bandage am Mast dienen. Mit einer solchen Bandage wird es möglich, eine absolut feste Fixierung in den kritischen Randbereichen der Bandage zu gewährleisten und zudem jeweils die dem möglicherweise speziellen Einsatzzweck des Mastes oder pfahlförmigen Gegenstandes sowie den Gegebenheiten des Umfeldes entsprechenden Wirkstoffmittel in ausreichender Dosierung dort anzubringen, wo sie erforderlich sind, um das Holz gegen jegliche äußeren Einflüsse, insbesondere Schädlinge welcher Art auch immer, zu schützen.

Bandagen mit den erfindungsgemäß aufgebrachten Wirkstoffen sind zweckmäßig 100 mm bis 600 mm, bevorzugt 200 mm bis 500 mm breit. Auf diese Weise sind sie einfach durch eine Person handhabbar und decken gleichzeitig mit einer oder mehreren Wicklungen um den zu erhaltenden Mast eine zum Schutz des Mastes ausreichende Um- fangsfläche ab.

Eine ebenfalls vorteilhafte Ausführung der erfindungsgemäßen Bandage besteht in mindestens zwei unabhängig voneinander und in Längsrichtung der Bandage verlaufenden Bändern des ersten Befestigungsmittels. Durch diese Bänder, die bevorzugt parallel auf der Bandage angebracht sind, aber unabhängig voneinander auch mäand- rierend verlaufen können, kann die Bandage sicher am Mast fixiert werden.

Herstellungstechnisch und zum Zwecke der Verbesserung der Lagerfähigkeit ist es günstig, wenn die Wirkstoffe vorwiegend, also zu mindestens 50 Gew.-%, Feststoffe sind. Der Anteil der Feststoffe sollte 50 bis 100 Gew.-%, insbesondere 60 bis 95 Gew.- % und besonders bevorzugt 70 bis 90 Gew.-% betragen. Bevorzugt werden pulverför- mige Wirkstoffe eingesetzt, wobei sich ein Korngrößenspektrum zwischen 0,05 und 3.000 μm, vorzugsweise zwischen 0,5 und 2.000 μm und insbesondere > 50 % zwischen 0,5 und 3.000 μm als geeignet erwiesen haben. Die Wirkstoffe können vorteilhaft Metallstäube sein. Besonders geeignet sind Metallstäube, die Kupfer, Zink, Chrom, und/oder Arsen enthalten. Gleichfalls können Verbindungen eingesetzt werden, die derartige Metalle enthalten, bspw. Legierungen, Salze oder metallorganische Verbindungen. Ebenfalls besonders geeignet sind nichtmetallische Verbindungen auf Basis von Bor- bzw. Fluorverbindungen. Auch Mischungen der vorgenannten Substanzen können eingesetzt werden. Dadurch können deren positive Eigenschaften hinsichtlich des Schutzes von Holz besonders gegen Pilze genutzt werden. Besonders geeignete pulverförmige Wirkstoffe weisen einen Durchmesser von 0,1 mm bis 3 mm, bevorzugt von 0,2 mm bis 1 mm auf. Dieser aber auch die anderen genannten Durchmesser tragen dazu bei, die langfristige Abgabe von Wirkstoffen zu gewährleisten.

Bei optionaler Ausgestaltung der Wirkstoffe als Granulate, Gelkörper oder Folien, die den Wirkstoff oder die Mischung von Wirkstoffen speichern, um sie dann über einen langen Zeitraum an das anliegende Holz abzugeben, ergibt sich der Vorteil, dass eine sparsame, langsame Abgabe der Wirkstoffe über einen langen Zeitraum hinweg möglich ist und beim Herstellen und Verarbeiten der Bandage kein Hantieren mit Flüssig- keiten erforderlich wird, die das Grundwasser belasten könnten. Gleiches gilt, wenn nach einer bevorzugten Ausführungsform die Wirkstoffe mit anderen Additiven gemischt werden, insbesondere mit solchen Additiven, die die gleichmäßige Abgabe von Wirkstoff an das Holz über lange Zeiträume gewährleisten. Bevorzugt werden als Additive Festkörper eingesetzt. Typische Festkörper die hier in Frage kommen, sind inerte Pulver, Granulate oder Fasern, in die die zusätzlichen Wirkstoffe vor dem Auftragen auf das erste Befestigungsmittel eingebracht werden.

Der Wirkstoff oder die Mischung aus mindestens zwei Wirkstoffen sollten in einer Auftragsmenge von max. 60 Gew.-%, bezogen auf die Menge an erstem Befestigungsmit- tel und relevanter Bandagenfläche, und vorzugsweise zwischen 5 und 50 Gew.-% auf dem ersten Befestigungsmittel aufgebracht sein. Besonders wirkungsvoll ist eine Aufwandmenge von 50 bis 300 g/m 2 , insbesondere von 100 bis 250 g/m 2 und Mengen von 100, 125, 175, 210, 225 und 250 g/m 2 .

Das als bevorzugt anzusehende Ausbilden der Bandage als abrollbares Endlosband bedeutet, dass nur ein Produkt verarbeitet zu werden braucht und sich damit weniger Fehler beim Montieren der Bandage ergeben.

Das erste Befestigungsmittel ist bevorzugt als Klebstoffschicht vorgesehen, die in ei- nem fortlaufenden Vorgang kontinuierlich und damit herstellungstechnisch kostengünstig bandförmig auf die Trägerfolie appliziert werden kann. Als preiswertes Mittel kann die Klebstoffschicht als wesentlichen Bestandteil Bitumen oder Butylkautschuk, aber auch eine Mischung daraus, enthalten. Vor dem Gebrauch kann das erste Befestigungsmittel, bspw. in Form eines Klebstoffstreifens oder -bandes, mindestens ab- schnittsweise mit einem entfernbaren Trennmittel, bspw. mit einer Trennfolie, abgedeckt sein. Das Trennmittel, z. B. silikonisiertes Papier, kann dann unmittelbar vor dem Einsatz der Bandage abgezogen werden. Alternativ und insbesondere im Falle einer als Rollband ausgeführten Bandage kann auch die Außenfläche, also die nicht mit dem ersten Befestigungsmittel ausgestattete Seite der Bandage als Trennmittel ausgestal- tet, z. B. silikonisiert sein. Für beide Ausführungsformen ist gewährleistet, dass sich die Bandage dann gut abrollen und aufkleben lässt. Liegen die Wirkstoffe als Folie, bspw. als Metallfolie, vor, dann kann sich der Einsatz einer Trennfolie erübrigen, da die Metallfolie deren Funktion übernehmen kann.

Das Trennmittel ermöglicht insgesamt ein unkompliziertes Auf- und Abwickeln der Bandage. Damit ist ein kompaktes Verpacken, Lagern und Transportieren der erfindungsgemäßen Bandage auf besonders einfache und geschützte Weise möglich.

Um einen besseren Widerstand gegen Verbiss und/oder Verrottung zu erzeugen, kann die Trägerfolie faserverstärkt, bevorzugt mit einem Gewebegerüst oder Fasernetz ausgestattet sein. Weiter kann, um eine bessere Anpassung an den Mast- oder Pfahlfuß vorzusehen, die Folie elastisch beschaffen sein. Dabei kann sich die Elastizität in nur eine oder auch in zwei Ausdehnungsrichtungen erstrecken und ggf. durch Erwärmen eine schnelle Formanpassung erreicht werden. Es ist günstig für die Verarbeitung der Bandage, wenn sie in Umfangsrichtung des zu bandagierenden Mastes elastisch ist, bspw. um an einen sich verjüngenden Mast angepasst werden zu können.

Insbesondere bei stark konischen Masten kann die Bandage nach dem Anbringen am Mast zusätzlich fixiert und ggf. abgedichtet werden, indem z. B. an der oberen Längskante der Bandage ein zweites Mittel zum Befestigen, z. B. ein Kleb- oder Dichtstoff wie Bitumen, ein Klettstreifen oder ein Klebstreifen, ggf. aber auch eine Schrumpffolie oder Schweißfolie eingesetzt wird. Auch mechanische Mittel zum Befestigen, insbesondere Klammern oder Nägel können als zweite Mittel zum Befestigen eingesetzt werden.

Insgesamt wird mit der erfindungsgemäßen Bandage ein kostengünstig und leicht zu handhabender Gegenstand für den Schutz und die Pflege von Holzmasten, Pfahlwerk und Ähnlichem im Grenzbereich zwischen Erde und Luft zur Verfügung gestellt. Typische Verwendungen der Bandage sind der Einsatz zum Schutz von Rund- oder Kanthölzern, Leitungsmasten, Obst- oder Rebpfählen, Palisaden, Hopfenstangen oder im Erdreich verbautem Bauholz. Der Erfindungsgegenstand kann - gerade beim Einsatz im Erd-Luft-Bereich - jeweils in gewünschter Weise und entsprechend den Anforderungen unterschiedlicher Anwendungsfälle, wie Termitenbefall, stark mit Pilzen belasteten Böden, bereits kontaminierten Böden und vor allem in Böden mit ausgeprägten Nasszonen flexibel angepasste Wirkstoffzusammenstellungen aufweisen. Er ermöglicht also eine hohe Anpassungsfähigkeit an die jeweiligen Kundenwünsche. Der Kosten-Nutzeneffekt wird erhöht durch die einfach Verarbeitung einer einzigen Trägerfolie, die infolge ihrer leichten Wickelbarkeit nur in verhältnismäßig schmalen, etwa 30 bis 40 cm ausmachenden Breiten verfügbar zu sein braucht.

Als sehr vorteilhaft hat sich das Aufstreuen des Wirkstoffes auf das erste Befesti- gungsmittel, bspw. den Klebstoff erwiesen, da dadurch die Schutzwirkung unmittelbar der anliegenden Holzfläche zu Gute kommt. Wäre der Wirkstoff in das Befestigungsmittel eingemischt, wäre zum einen eine erhöhte Aufwandmenge an Wirkstoff erforderlich und zum anderen könnte nur ein Bruchteil der eingesetzten Wirkstoffmenge die gewünschte Schutzwirkung entfalten, was vorrangig unter wirtschaftlichen Gesichts- punkten nachteilig ist.

Die nachstehenden Beispiele verdeutlichen die Vorteile der genannten Erfindung: Beispiel 1

Eine 35 cm breite, faserverstärkte Polyethylenfolie wurde auf einer Seite vollflächig mit einer Schicht Butylkautschuk beschichtet. In einem mittig ausgerichteten Streifen von 25 cm Breite war ein Granulat in einer Korngröße von 0,5 bis 1 ,5 mm aus Kupferparti- kein und Zinkpartikeln im Verhältnis 50 : 50 in einer Menge von 200 g/m 2 aufgebracht. Die Bandage wurde dann in ca. 1 m lange Einzelbandagen aufgeteilt und aufgewickelt und zum späteren Gebrauch verpackt. Alternativ wurden längere Bandagen-Abschnitte aufgerollt und verpackt. Die längeren Bandagen-Abschnitte wurden als Mehrfachnutzen erst vor Ort abgemessen und als Einzelbandage verarbeitet.

Beispiel 2

Auf eine faserverstärkte Kunststofffolie von 45 cm Breite wurde einseitig in einer Breite von 35 cm Bitumen aufgetragen. 70 % der bituminierten Fläche werden mit einem Gemisch aus einem Teil Kupfergranulat mit einem Durchmesser von 1 mm und einem Teil Faserpartikel mit einem Durchmesser von 2,5 mm mit einer Menge von 150 g/m 2 bestreut. Bei den Faserpartikeln handelt es sich um mit Fungiziden imprägnierte Zellulosefasern. Die Partikel haften an sich auf dem Bitumen ohne weitere Maßnahmen. Um jedoch auch zu gewährleisten, dass die verhältnismäßig leichten Faserpartikel sicher haften, wurde die beschichtete Bandage noch einmal mit einer Walze unter leichtem Druck abgerollt. Dadurch haften auch leichte Partikel sicher auf der Klebstoffoberfläche.

Die so beschichtete Bandage wurde durch silikonisiertes Papier abgedeckt und in Einzelbandagen zerteilt oder wie im Beispiel 1 beschrieben als Mehrfachnutzen belassen und aufgerollt und gebrauchsfertig verpackt.

Die Bandage nach Beispiel 2 wurde an den überstehenden Enden bei der Montage zusätzlich mit Schrumpffolie umwickelt, erwärmt und dadurch am oberen und unteren Ende abgedichtet. Da die zum Schrumpfen erforderliche Wärmeeinwirkung das Bitu- men in unerwünschter Weise verflüssigen würde, ist hier der Randbereich der Bandage für das zweite Befestigungsmittel nicht mit Klebstoff versehen worden.

Die erfindungsgemäßen Bandagen wurden beim Einsetzen des Holzmastes in das Erdreich auf diesen aufgerollt; das silikonisierte Trennpapier wurde jeweils abschnitts- weise in dem Maße entfernt, dass die beschichtete Folie sicher und einfach von einer Person am Mast ausgerichtet und fixiert werden kann. Die Folie kann bedienungsfreundlich und fehlerfrei so um den Mast gezogen werden, dass wirksamer Schutz geboten wird. In den meisten Fällen genügt das auf der Folie einseitig aufgebrachte erste Befestigungsmittel zum Fixieren der Bandage. Bei breiteren Bandagen oder bei erhöh- ten mechanischen Anforderungen können dann weitere Befestigungsmittel wie

Schrumpffolie, Heftklammern, Sicherungen nach Art eines Klettverschlusses oder andere Hilfsmittel zusätzlich eingesetzt werden, bspw. um Viehbiss oder Frass zu verhin- dem oder um anderen mechanischen Beeinträchtigungen zu begegnen. Es wird als besonders vorteilhaft angesehen, dass der Aufbau der erfindungsgemäßen Bandage es ermöglicht, die Bandage zunächst am Mast zu fixieren und auszurichten und dann ggf. weitere Befestigungsmittel zu platzieren und anzuwenden. Dadurch ist die Montage und Verarbeitung der erfindungsgemäßen Bandage von nur einer Person ohne Aufwand und fehlerfrei möglich.