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Patent Searching and Data


Title:
BANDING STACKS OF BANKNOTES
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2004/000653
Kind Code:
A2
Abstract:
Disclosed is a system for banding stacks of banknotes, comprising one or several banknote processing devices (10, 20) that are provided with a plurality of compartments (11 to 14, 21 to 24) for stacking processed banknotes and a banding machine (2) which is jointly assigned to said stacking compartments. The inventive system also comprises a communication device (1) via which specific information regarding the stack of banknotes that is to be banded next is transmitted to the banding machine (2). The stack of banknotes is banded in the banding machine (2) according to the specific information once said stack of banknotes has been transferred. Meanwhile, the other stacking compartments are secured against erroneous access, particularly mechanically locked.

Inventors:
Hildebrandt, Thomas (Ludwigstrasse 30, Kirchheim, 85551, DE)
Application Number:
PCT/EP2003/006623
Publication Date:
December 31, 2003
Filing Date:
June 24, 2003
Export Citation:
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Assignee:
GIESECKE & DEVRIENT GMBH (Prinzregentenstrasse 159, München, 81677, DE)
Hildebrandt, Thomas (Ludwigstrasse 30, Kirchheim, 85551, DE)
International Classes:
B65B27/08; B65B57/12; G07D11/00; B65B61/02; B65B27/08; B65B57/00; G07D11/00; B65B61/00; (IPC1-7): B65B27/08
Attorney, Agent or Firm:
Klunker, Schmitt-nilson Hirsch (Winzererstrasse 106, München, 80797, DE)
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Claims:
Patentansprüche
1. System zum Banderolieren von Banknotenstapeln, umfassend eine oder mehrere Banknotenbearbeitungsvorrichtungen (10,20) mit einer Mehr zahl von Staplerfächern (1114, 2124) zum Abstapeln von bearbeiteten Banknoten und mindestens einen der Mehrzahl von Staplerfächern zu geordneten Banderolierer (2) zum individuellen Banderolieren von in den Staplerfächern abgestapelten Banknotenstapeln, dadurch gekenn zeichnet, dass der Banderolierer (2) über eine Kommunikationseinrich tung (1) mit der bzw. den Banknotenbearbeitungsvorrichtungen (10,20) verbunden ist, welche so eingerichtet ist, dass, wenn in einem Stapler fach ein Banknotenstapel zur Banderolierung vorliegt, für diesen Bank notenstapel eine spezifische Information übermittelt wird, um diesen Banknotenstapel nach seiner Überführung in den Banderolierer abhän gig von der spezifischen Information mit einer individuellen Banderole zu banderolieren.
2. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Banderolie rer (2) einen Drucker umfasst, mit dem die Banderole individualisierbar ist.
3. System nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Ban derolierer (2) eine Einrichtung aufweist, mittels welcher abhängig von der spezifischen Information eine Banderole aus einer Gruppe unter schiedlicher Banderolen auswählbar ist.
4. System nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch eine Sicherheitseinrichtung, um den Zugriff auf das Staplerfach, in dem der Banknotenstapel zur Banderolierung vorliegt, sicherzustellen.
5. System nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherheit seinrichtung eine Signalvorrichtung umfasst zum Anzeigen, in welchem Staplerfach der zur Banderolierung anstehende Banknotenstapel vor liegt.
6. System nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherheitseinrichtung ein Sperrsystem zum Sperren des Zugriffs auf die Mehrzahl von Staplerfächern umfasst, außer den Zugriff auf das Stapler fach, in dem der zur Banderolierung anstehende Banknotenstapel vor liegt.
7. System nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherheitseinrichtung so eingerichtet ist, dass sie frühestens aus ih rem Sicherungszustand zurückversetzt wird, wenn der in dem Stapler fach zur Banderolierung vorliegende Banknotenstapel in den Bandero lierer überführt worden ist.
8. System nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass es für den Fall, dass in einem anderen Staplerfach ein weiterer Bankno tenstapel fertig abgestapelt vorliegt und für diesen weiteren Banknoten stapel eine weitere spezifische Information übermittelt wird, so einge richtet ist, dass diese weitere spezifische Information in einem Zwischen speicher gespeichert wird und dieser weitere Banknotenstapel zu einem späteren Zeitpunkt abhängig von der gespeicherten spezifischen Infor mation individuell banderolierbar ist.
9. Banderolierer (2) zur Verwendung in einem System nach einem der An sprüche 1 bis 8, umfassend eine Einrichtung zum Empfangen eines Kommunikationssignals, eine Einrichtung zum Auswerten des Kommu nikationssignals auf eine Information, die spezifisch ist für einen be stimmten Banknotenstapel, und eine Einrichtung zum individuellen Banderolieren eines Banknotenstapels mit einer Banderole abhängig von der ausgewerteten spezifischen Information.
10. Banderolierer nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Ein richtung zum individuellen Banderolieren einen Drucker zum individu ellen Bedrucken der Banderole umfasst.
11. Banderolierer nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zum individuellen Banderolieren eine Einrichtung zum Auswählen einer Banderole aus einer Gruppe unterschiedlicher Bande rolen abhängig von der spezifischen Information umfasst.
12. Banderolierer nach einem der Ansprüche 9 bis 11, gekennzeichnet durch eine Sperrsignaleinrichtung zum Senden eines Sperrsignals an eine Sper reinrichtung einer Banknotenbearbeitungsvorrichtung (10,20).
13. Banknotenbearbeitungsvorrichtung zur Verwendung in dem System nach einem der Ansprüche 1 bis 8, umfassend ein oder mehrere Stapler fächer (11 bis 14,21 bis 24) zum Abstapeln von bearbeiteten Banknoten und eine Einrichtung zum Senden eines Informationssignals, welches, wenn in einem Staplerfach ein Banknotenstapel zur Banderolierung vor liegt, eine für diesen Banknotenstapel spezifische Information an eine von der Banknotenbearbeitungsvorrichtung getrennte Empfangseinrich tung aussendet.
14. Banknotenbearbeitungsvorrichtung nach Anspruch 13, gekennzeichnet durch eine Sicherheitseinrichtung, um den Zugriff auf das Staplerfach sicherzustellen, in welchem der Banknotenstapel zur Banderolierung vorliegt.
15. Banknotenbearbeitungsvorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekenn zeichnet, dass die Sicherheitseinrichtung eine Signalvorrichtung umfasst zum Anzeigen, in welchem Staplerfach der zur Banderolierung anste hende Banknotenstapel vorliegt.
16. Banknotenbearbeitungsvorrichtung nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherheitseinrichtung ein Sperrsystem zum Sperren des Zugriffs auf die Mehrzahl von Staplerfächern umfasst, außer den Zugriff auf das Staplerfach, in dem der zur Banderolierung anste hende Banknotenstapel vorliegt.
17. Verfahren zum Banderolieren von Banknotenstapeln von ein oder meh reren Banknotenbearbeitungsvorrichtungen (10,20) mit einer Mehrzahl von Staplerfächern (1114,2124) zum Abstapeln von bearbeiteten Bank noten mittels mindestens einem zugeordneten Bandorolierer (2), umfas send die folgenden Schritte : Übermitteln einer spezifischen Information, die für einen in einem der Staplerfächer zur Banderolierung vorliegenden Banknotenstapel spezi fisch ist, von der bzw. den Banknotenbearbeitungsvorrichtungen mittels einer Kornmunikationseinrichtung, Überführen des in dem Staplerfach zur Banderolierung vorliegenden Banknotenstapels in den Banderolierer, und Banderolieren des in den Banderolierer überführten Banknotenstapels mit einer von der spezifischen Information abhängigen individuellen Banderole.
18. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Bande role individuell bedruckt wird.
19. Verfahren nach Anspruch 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Banderole abhängig von der spezifischen Information aus einer Gruppe unterschiedlicher Banderolen ausgewählt wird.
20. Verfahren nach einem der Ansprüche 17 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass mittels einer Sicherheitseinrichtung der Zugriff auf das Staplerfach, in dem der zur Banderolierung anstehende Banknotenstapel vorliegt, si chergestellt wird.
21. Verfahren nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass mittels einer Signalvorrichtung angezeigt wird, in welchem Staplerfach der zur Ban derolierung anstehende Banknotenstapel vorliegt.
22. Verfahren nach Anspruch 20 oder 21, dadurch gekennzeichnet, dass der Zugriff auf die Mehrzahl von Staplerfächer gesperrt wird, außer der Zu griff auf das Staplerfach, in dem der zur Banderolierung anstehende Banknotenstapel vorliegt.
Description:
Banderolieren von Banknotenstapeln Die Erfindung betrifft ein System und ein Verfahren zum Banderolieren von Banknotenstapeln sowie einen Banderolierer und eine Banknotenbearbei- tungsvorrichtung, die zur Verwendung in dem System angepasst sind.

In Banknotenbearbeitungsvorrichtungen zum Testen, Zählen und/oder Sor- tieren von Banknoten werden die einzelnen Banknoten nach ihrer Bearbei- tung in Abhängigkeit von vorgegebenen Sortierkriterien jeweils in eines von meist mehreren Ablagefächern, den so genannten"Staplerfächern", abgesta- pelt. Wenn ein Stapel eine vorgegebene Anzahl von beispielsweise 50 Bank- noten erreicht hat, wird der Banknotenstapel aus dem Staplerfach in einen Banderolierer überführt und banderoliert, d. h. mittels einer Banderole zu- sammengefaßt. Das Banderolieren erfolgt entweder von Hand, indem eine Bedienperson den zu banderolierenden Banknotenstapel dem jeweiligen.

Staplerfach entnimmt und in einen separaten Banderolierer, der in der Nähe der Banknotenbearbeitungsvorrichtungen steht, einlegt. Oder aber die Ban- derolierung erfolgt vollautomatisch, wobei in diesem Falle jedes Staplerfach mit einem eigenen Banderolierer ausgestattet ist.

Beim Banderolieren von Hand kann es vorkommen, dass die Bedienperson einen zu banderolierenden Banknotenstapel aus einem Staplerfach ent- nimmt, in welchem beispielsweise 50 D-Banknoten abgestapelt werden, und diesen Banknotenstapel irrtümlich mit einer Banderole für 100 Cl- Banknoten banderoliert.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es nun, ein System und ein Verfah- ren vorzuschlagen, mit welchen sichergestellt ist, dass bei der Verwendung eines gemeinsamen Banderolierers für eine Mehrzahl von Staplerfächern ein Irrtum bei der Banderolierung zuverlässig vermieden wird.

Eine weitergehende Aufgabe besteht darin, einen Banderolierer und eine Banknotenbearbeitungsvorrichtung vorzuschlagen, die zur Verwendung in einem solchen System geeignet sind.

Diese Aufgaben werden durch ein System zum Banderolieren von Bankno- tenstapeln sowie einen Banderolierer und eine Banknotenbearbeitungsvor- richtung mit den Merkmalen der unabhängigen Ansprüche gelöst. In davon abhängigen Ansprüchen sind vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestal- tungen der Erfindung angegeben.

Demnach sind ein oder mehrere Banknotenbearbeitungsvorrichtungen in- formationstechnisch mit einem separaten Banderolierer verbunden, der übli- cherweise von der bzw. den Banknotenbearbeitungsvorrichtungen entfernt angeordnet ist. Wenn nun in einem Staplerfach einer der Banknotenbearbei- tungsvorrichtungen ein fertig abgestapelter, zu banderolierender Bankno- tenstapel vorliegt, wird von der Banknotenbearbeitungsvorrichtung eine Information übermittelt, die für den zu banderolierenden Banknotenstapel spezifisch ist. Diese Informationsübermittlung kann entweder unmittelbar an den Banderolierer oder über eine zwischengeschaltete Datenverarbei- tungseinrichtung erfolgen. Abhängig von dieser spezifischen Information wird der betreffende Banknotenstapel nach seiner Überführung in den Ban- derolierer mit einer individuellen Banderole korrekt banderoliert.

Die banknotenstapelspezifische Information kann sehr einfach bis sehr kom- plex sein, je nachdem, welche weiteren Informationen in dem Banderolierer oder der zwischengeschalteten Datenverarbeitungseinrichtung bereits vor- liegen. So kann die banknotenspezifische Information lediglich eine Angabe über das Staplerfach enthalten, in welchem der zu banderolierende Bankno- tenstapel vorliegt. Wenn dazu in dem Banderolierer oder der zwischenge-

schalteten Datenverarbeitungseinrichtung weitere Informationen beispiels- weise über die in dem Staplerfach abgestapelte Banknotendenomination und die Anzahl eines darin fertig abgestapelten Banknotenstapels vorliegen, kann der Banknotenstapel nach seiner Überführung in den Banderolierer mit einer entsprechenden Banderole korrekt banderoliert werden. Prinzipiell ist es für die vorliegende Erfindung aber unbedeutend, ob die Angabe der De- nomination und der Banknotenanzahl des Banknotenstapels in der Bankno- tenbearbeitungsvorrichtung, in der zwischengeschalteten Datenverarbei- tungseinrichtung oder im Banderolierer generiert werden.

Die Informationsübertragung kann drahtgebunden oder vorzugsweise drahtlos erfolgen, wobei ein drahtlos kommunizierender Banderolierer we- sentlich flexibler einsetzbar ist.

Ein fertig abgestapelter, zu banderolierender Banknotenstapel liegt in der Regel dann vor, wenn eine vorgegebene Anzahl von Banknoten in einem Staplerfach abgestapelt ist. Andererseits kann eine Bedienperson auch indi- viduell entscheiden, ob sie einen in einem Staplerfach befindlichen Bankno- tenstapel unabhängig von der darin enthaltenen Banknotenanzahl bandero- lieren möchte. In diesem Falle zeigt die Bedienperson dem System durch ein entsprechendes Signal an, welcher Banknotenstapel als nächstes banderoliert werden soll. Im einfachsten Fall wird dieses Signal automatisch bei der Ent- nahme des Banknotenstapels aus dem betreffenden Staplerfach generiert.

Daraufhin übermittelt die Banknotenbearbeitungsvorrichtung die für diesen Banknotenstapel spezifischen Informationen zur Banderolierung an den Banderolierer, insbesondere also auch die Anzahl der in dem entnommenen Banknotenstapel enthaltenen Banknoten.

Abhängig von den übermittelten banknotenstapelspezifischen Informatio- nen wird der in den Banderolierer überführte Banknotenstapel anschließend mit einer individuellen Banderole banderoliert. Gemäß einer ersten Alterna- tive wird in dem Banderolierer eine entsprechende Banderole aus einer Gruppe unterschiedlicher Banderolen zur Verfügung gestellt. So können in dem Banderolierer fertig vorbereitete Banderolen für unterschiedliche Bank- notendenominationen und-mengen bevorratet sein, aus denen die geeignete Banderole abhängig von der banknotenstapelspezifischen Information aus- gewählt wird.

Gemäß einer zweiten Alternative, gegebenenfalls auch zusätzlich zur Mög- lichkeit der Auswahl einer Banderole aus einer Gruppe unterschiedlicher Banderolen, kann der Banderolierer mit einem Drucker ausgestattet sein, mit welchem entweder eine Blankobanderole oder eine zumindest teilweise vor- beschriftete Banderole mit banknotenspezifischen Daten individualisiert wird. Bei diesen Daten kann es sich insbesondere um Anzahl, Denomination und Gesamtwert des banderolierten Banknotenstapels handeln, soweit die Banderole insoweit noch nicht spezifiziert ist, und kann weitere Informatio- nen umfassen, wie beispielsweise das Datum, die Uhrzeit, die Bediener-ID, die Banknotenbearbeitungsvorrichtungsnummer, das Geldinstitut und der- gleichen.

Obwohl die Erfindung besonders vorteilhaft bei Systemen mit Banderolen- bedruckung sinnvoll anwendbar ist, ist an sich auch denkbar, daß die Zu- ordnung von Informationen nicht nur durch das individuelle Bedrucken der Transaktions-Informationen auf die Banderole selbst erfolgt. So können die Banderolen beispielsweise auch eine von den tatsächlich zu banderolieren- den Banknoten unabhängige Kennzeichnung, wie z. B. eine vorgegebene Se- riennummer in Form eines Barcodes aufweisen und die mittels der Kommu-

nikationseinrichtung von den Bearbeitungsvorrichtungen übertragenen In- formationen in einem EDV-basierten Steuerungsprogramm der jeweiligen Barcode-Seriennummer eindeutig zur Identifikation zugeordnet werden.

Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist eine Sicherheits- einrichtung vorgesehen, mit der erreicht werden soll, dass die Bedienperson den zu banderolierenden Banknotenstapel tatsächlich dem richtigen Stapler- fach entnimmt und an den Banderolierer überführt. Dadurch wird die Zu- verlässigkeit der korrekten Banderolierung zusätzlich erhöht.

Gemäß einer ersten Alternative wird der Bedienperson über eine entspre- chende Signalvorrichtung eindeutig angezeigt, in welchem Staplerfach der fertig abgestapelte Banknotenstapel vorliegt. Diese Signalvorrichtung kann ein einfaches Display beispielsweise am Banderolierer oder gegebenenfalls an den einzelnen Banknotenbearbeitungsvorrichtungen sein, auf welchem das betreffende Staplerfach bezeichnet ist. Vorzugsweise leuchtet aber ein Signal, beispielsweise eine grüne Leuchte, an dem betreffenden Staplerfach auf. Gleichzeitig können an allen anderen Staplerfächern beispielsweise rote Leuchten der Bedienperson anzeigen, dass die darin abgestapelten Bankno- ten momentan nicht zur Banderolierung anstehen.

Gemäß einer zweiten Alternative, die mit der vorgenannten Alternative kombinierbar ist, umfasst die Sicherheitseinrichtung ein Sperrsystem, wel- ches den Zugriff auf die Staplerfächer sperrt, außer den Zugriff auf das Staplerfach, in welchem der zu banderolierende Banknotenstapel vorliegt.

Die Sicherheitseinrichtung bleibt wenigstens so lange aktiviert, bis ausge- schlossen ist, dass dem Banderolierer ein anderer als der momentan zu ban- derolierende Banknotenstapel zugeführt wird. D. h., die Sicherheitseinrich-

tung wird aus ihrem Sicherungszustand frühestens dann in den ungesicher- ten Zustand zurückversetzt, wenn der in dem Staplerfach zur Banderolie- rung vorliegende Banknotenstapel in den Banderolierer überführt worden ist.

Wenn gleichzeitig oder in naher zeitlicher Aufeinanderfolge von unter- schiedlichen Ablagefächern die Mitteilung erfolgt, dass ein zur Banderolie- rung bereiter Banknotenstapel vorliegt, so wird die Banderolierung dieser Banknotenstapel zeitlich koordiniert durchgeführt. Die Koordinierung wird vom Banderolierer oder der zwischengeschalteten Datenverarbeitungsein- richtung übernommen. Insbesondere wird mittels der vorbeschriebenen Sicherheitseinrichtung sichergestellt, dass die Bedienperson immer nur auf den jeweils zu banderolierenden Banknotenstapel zugreift.

Zwar ist die Erfindung besonders vorteilhaft bei Handbanderolierern an- wendbar, bei denen Bedienfehler durch falsch zugeordnete Banderolen häu- figer auftreten können. Allerdings ist die Erfindung auch im automatisierten Betrieb anwendbar, indem die Überführung der zu banderolierenden Bank- notenstapel von den Staplerfächern zum Banderolierer nicht manuell durch eine Bedienperson, sondern automatisiert erfolgt.

Nachfolgend wird die Erfindung beispielhaft anhand der begleitenden Zeichnungen beschrieben. Darin zeigen : Figur 1 ein System zum Banderolieren von Banknotenstapeln mit zwei Banknotenbearbeitungsvorrichtungen und einem Banderolierer und Figur 2 ein Funktionsschema für das System.

Figur 1 zeigt ein System zum Banderolieren von Banknotenstapeln mit zwei Banknotenbearbeitungsvorrichtungen 10,20 mit jeweils vier Ablagefächern 12-14 und 21-24 zum Abstapeln von Banknoten nach ihrer Bearbeitung. Die Banknotenbearbeitungsvorrichtungen 10,20 sind über eine bidirektionale Kommunikationseinrichtung 1 mit einem Banderolierer 2 informationstech- nisch verbunden. D. h., Informationen werden über die Kommunikationsein- richtung 1 von den Banknotenbearbeitungsvorrichtungen 10,20 an den Ban- derolierer 2 übermittelt, und der Banderolierer 2 kann seinerseits Informa- tionen an die Banknotenbearbeitungsvorrichtungen übermitteln.

Die Kommunikationseinrichtung 1 ist schematisch dargestellt und kann fest verdrahtet oder drahtlos ausgeführt sein. Sie kann eine separate Datenverar- beitungseinrichtung im Sinne einer Schaltzentrale umfassen. Die Datenver- arbeitung kann aber auch in einer entsprechenden Einrichtung im Bandero- lierer 2 selbst erfolgen.

Der Banderolierer 2 besitzt eine Einrichtung zum Empfangen des Kommuni- kationssignals, eine Einrichtung zum Auswerten des Kommunikations- signals auf Informationen, die spezifisch sind für einen bestimmten Bankno- tenstapel, und zwei Einrichtungen, die es ermöglichen, einen in dem Bande- rolierer 2 eingelegten Banknotenstapel abhängig von den über die Kommu- nikationseinrichtung 1 übermittelten spezifischen Informationen individuell zu banderolieren. Dabei handelt es sich einerseits um einen Drucker zum Bedrucken der Banderole und andererseits um eine Einrichtung zum Aus- wählen und Bereitstellen einer speziellen Banderole aus einer Gruppe von unterschiedlichen Banderolen. Auf die letztgenannte Einrichtung kann auch verzichtet werden, wenn mit dem Drucker Blankobanderolen in jeder ge- wünschten Weise bedruckbar sind. Die vorgenannten Einrichtungen sind in den begleitenden Zeichnungen nicht dargestellt.

Nachfolgend wird die Funktionsweise des in Figur 1 dargestellten Systems anhand des in Figur 2 wiedergegebenen Funktionsschemas beispielhaft er- läutert.

Angenommen, ein Banknotenstapel liegt in einem der Staplerfächer 21 bis 24 der Banknotenbearbeitungsvorrichtung fertig abgestapelt zur Banderolie- rung bereit, entweder weil eine vorgegebene Anzahl von Banknoten erreicht ist oder weil eine Bedienperson den betreffenden Banknotenstapel zur Ban- derolierung über eine nicht dargestellte Benutzereingabe freigegeben hat, so sendet die betreffende Banknotenbearbeitungsvorrichtung 20 automatisch Informationen, die für den zu banderolierenden Banknotenstapel spezifisch sind, über die Kommunikationseinrichtung 1 an den Banderolierer 2. Diese Information kann auf die Angabe des betreffenden Staplerfachs beschränkt sein, wenn daraus für den Banderolierer 2 eindeutig ableitbar ist, wie die zugehörige Banderole zu individualisieren ist. Die Informationen können aber auch alle für die Individualisierung der Banderole notwendigen Infor- mationen umfassen, wie beispielsweise die Denomination und die Anzahl der Banknoten des zu banderolierenden Banknotenstapels und gegebenen- falls weitere Informationen wie beispielsweise Ort und Zeitpunkt der Bank- notenbearbeitung.

Wenn der Banderolierer 2"bereit"ist, werden alle Staplerfächer bis auf das- jenige, in welchem der zu banderolierende Banknotenstapel vorliegt, gesi- chert. Dies hat den Zweck zu verhindern, dass dem Banderolierer 2 ein Banknotenstapel aus einem Staplerfach zugeführt wird, obwohl am Bande- rolierer spezifische Informationen zur Banderolierung eines anderen Bank- notenstapels vorliegen. Daher ist der Banderolierer erst dann"bereit", wenn

der zuvor zu banderolierende Banknotenstapel in den Banderolierer einge- legt wurde.

Das"Sichern"der übrigen Staplerfächer gegen unbeabsichtigte Entnahme eines darin enthaltenen aber nicht zur Banderolierung vorgesehenen Bank- notenstapels erfolgt, wie eingangs erwähnt, durch ein eindeutiges Signal, wie beispielsweise eine grüne Lampe auf dem korrekten Staplerfach und gegebenenfalls roten Lampen auf den nicht für den Zugriff bestimmten Staplerfächern, und/oder durch eine aktive Zugriffssperre, beispielsweise eine mechanische Sperre, derjenigen Staplerfächer, auf die ein Zugriff nicht erfolgen soll. Die mechanische Sperre kann z. B. auch eine Klappe sein, wel- ches ein zugehöriges Staplerfach im gesperrten Zustand so abdeckt, daß eine manuelle Entnahme von Banknoten aus diesem Fach nicht, bzw. nicht ohne weitere Maßnahmen möglich ist.

Das Signal wird vom Banderolierer oder der zwischengeschalteten Daten- verarbeitungseinrichtung gesendet, kann aber auch von der Banknotenbear- beitungsvorrichtung gesendet werden, in der der Banknotenstapel zur Ban- derolierung vorliegt.

Sobald der Zugriff auf die Staplerfächer in der vorbeschriebenen Weise ge- sichert ist, erhält die Bedienperson ein Signal, dass sie den in dem betreffen- den Staplerfach bereitliegenden Banknotenstapel zum Banderolierer über- führen kann. Im Falle, dass die Staplerfächer gegen fehlerhaften Zugriff le- diglich durch ein Signal gesichert sind, welches auf das korrekte Staplerfach eindeutig hinweist, kann dieses Sicherungssignal gleichzeitig als Signal für die Bedienperson zum Überführen des Stapels in den Banderolierer dienen.

Nachdem der Stapel in den Banderolierer überführt wurde, wird der Stapel abhängig von der übermittelten spezifisichen Information individuell bande- roliert und ausgegeben.

Gleichzeitig wird die Staplerfachzugriffsicherung aufgehoben, bis ein weite- rer Banknotenstapel in einem Staplerfach einer der beiden Banknotenbear- beitungsvorrichtungen 10,20 zur Banderolierung bereitliegt. Andererseits kann der Zugriff auf die Staplerfächer im Normalfall grundsätzlich gegen Zugriff gesichert sein, insbesondere also durch eine aktive mechanische Sperre, und diese Zugriffsicherung wird immer nur für das Staplerfach auf- gehoben, in dem gerade ein zur Banderolierung vorgesehener Stapel bereit- liegt.

Der rechte Teil des in Figur 2 dargestellten Funktionsschemas betrifft den Fall, dass der Banderolierer in dem Moment, wenn er von einer Banknoten- bearbeitungsvorrichtung die Information erhält, dass ein Banknotenstapel in einem Staplerfach zur Banderolierung bereitliegt, nicht"bereit"ist, weil der Banderolierer noch auf die Überführung eines zuvor gemeldeten, zu bande- rolierenden Banknotenstapels wartet. In diesem Falle werden die von der Banknotenbearbeitungsvorrichtung übermittelten spezifischen Informatio- nen in einem Register zwischengespeichert, welches Bestandteil des Bande- rolierers oder einer zwischengeschalteten Datenverarbeitungseinrichtung ist.

Erst wenn der zuvor gemeldet zu banderolierende Banknotenstapel in den Banderolierer überführt wurde, werden die zwischengespeicherten spezifi- schen Informationen, soweit welche im Register vorliegen, nacheinander in derselben Weise abgearbeitet, wie voranstehend beschrieben.