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Title:
BATTERY MOLD FOR THE VERTICAL PRODUCTION OF FLAT PREFABRICATED CONCRETE PARTS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2008/128916
Kind Code:
A1
Abstract:
The present invention relates to a battery mold for the vertical production of flat prefabricated concrete parts, comprising two outer pieces of formwork (2) that are arranged opposite each other, wherein at least one thereof can be moved, and one inner formwork (3) arranged between the outer pieces of formwork (2). The inner formwork (3) comprises at least two side supports (10), delimiting the concrete part to be produced on the side. A bottom support (6) of the inner formwork (3) is fixed in the position thereof and delimits the concrete part to be produced toward the bottom. The bottom support (6) is used as the lower reference point for the production of the prefabricated concrete part. The battery mold (1) comprises a top support (17a, 17b) extending horizontally. The vertical position of said top support can be changed and said support delimits the concrete part to be produced toward the top.

Inventors:
REYMANN, Andreas (Platanenweg 3, Hockenheim, 68766, DE)
Application Number:
EP2008/054484
Publication Date:
October 30, 2008
Filing Date:
April 14, 2008
Export Citation:
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Assignee:
RATEC MASCHINENENTWICKLUNGS- UND VERWALTUNGS-GMBH (Karlsruher Strasse 32, Hockenheim, 68766, DE)
REYMANN, Andreas (Platanenweg 3, Hockenheim, 68766, DE)
International Classes:
B28B7/24
Attorney, Agent or Firm:
PETIRSCH, Markus et al. (Moltkestr. 45, Karlsruhe, 76133, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Batterieschalung zur vertikalen Fertigung von flächigen Betonfertigteilen umfassend

- zwei gegenüber angeordnete Außenschalungen (2, 2a, 2b), von denen wenigstens eine bewegbar ist, - eine Innenschalung (3), die zwischen den Außenschalungen (2, 2a, 2b) angeordnet ist und wenigstens zwei Seitenabsteller (10, 10a, 10b) aufweist, die das zu fertigende Betonteil seitlich begrenzen, dadurch gekennzeichnet, dass

- die Innenschalung (3) einen Bodenabsteller (6) hat, der in seiner Lage fixiert ist und das zu fertigende Betonfertigteil nach unten begrenzt, wobei der Bodenabsteller (6) als unterer vertikaler Referenzpunkt für die Fertigung des Betonteils dient, und

- die Batterieschalung (1 ) einen sich horizontal erstreckenden Höhenab- steller (17a, 17b) aufweist, der in seiner Position vertikal veränderbar ist und der das zu fertigende Betonfertigteil nach oben begrenzt.

2. Batterieschalung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Hö- henabsteller (17a) an der Außenschalung (2, 2a, 2b) angeordnet ist.

3. Batterieschalung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Höhenabsteller (17a, 17b) maschinell bewegbar ist, bevorzugt automatisch oder semi-automatisch bewegbar ist.

4. Batterieschalung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Hö- henabsteller (17a, 17b) hydraulisch bewegbar ist.

5. Batterieschalung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Höhenabsteller (17a, 17b) manuell in seiner Position veränderbar ist.

6. Batterieschalung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Hö- henabsteller (17a, 17b) mittels Magneten in seiner Position fixiert ist.

7. Batterieschalung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenschalung (2, 2a, 2b) translatorisch bewegt wird, bevorzugt die translatorische Bewegung mittels eines hydraulischen Antriebs bewirkt wird.

8. Batterieschalung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenschalung (2, 2a, 2b) im Bodenbereich o- berhalb des Bodenabstellers (6) der Innenschalung (3) wenigstens einen Einlass (21 ) zur Betonzuführung aufweist, durch den fließfähiger Beton in die Batterieschalung (1 ) zugeführt wird.

9. Batterieschalung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Einlasse (21 ) entlang der Außenschalung (2, 2a, 2b) verteilt angeordnet sind.

10. Batterieschalung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenschalung (2, 2a, 2b) eine Schalungstafel (14) einschließt, die durch horizontale und vertikale Verstärkungsrippen (13) verstärkt ist und die senkrecht zur Flächennormalen biegeweich ist.

11. Batterieschalung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Außenschalungen (2, 2a, 2b) während der Fertigung des Betonfertigteils miteinander derart verspannt sind, dass die Schalungstafel (14) der Außenschalung (2, 2a, 2b) senkrecht zur Flächennormalen biegesteif ist.

12. Verfahren zur vertikalen Fertigung von flächigen Betonfertigteilen, insbesondere mittels einer Batterieschalung (1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch die folgenden Schritte:

- Bereitstellen einer Batterieschalung (1 ) mit zwei gegenüber angeordneten Außenschalungen (2, 2a, 2b) und einer Innenschalung (3) mit einem Bodenabsteller (6) und wenigstens zwei Seitenabstellern (10, 10a, 10b);

- Anordnen der Seitenabsteller (10, 10a, 10b) an der Innenschalung (3); - Anordnen der Innenschalung (3) zwischen den Außenschalungen (2, 2a,

2b);

- Positionieren eines Höhenabstellers (17a, 17b) in die gewünschte vertikale Position relativ zu dem Bodenabsteller (6) der Innenschalung (3) derart, dass der vertikale Abstand zwischen dem Bodenabsteller (6) und dem Höhenabsteller (17a, 17b) der Höhe des zu fertigenden Betonfertigteils entspricht;

- Bewegen der Außenschalungen (2, 2a, 2b) auf die Innenschalung (3) zu, bis sie an der Innenschalung (3) anliegen;

- Fixieren der Außenschalungen (2, 2a, 2b) in ihrer Position, bevorzugt durch gegenseitiges Verspannen derart, dass die Außenschalungen (2,

2a, 2b) biegesteif sind;

- Anschließen eines Befüllsystems an Einlasse (21 ) der Außenschalungen (2, 2a, 2b), die im Bodenbereich oberhalb des Bodenabstellers (6) der Innenschalung (3) angeordnet sind; - Befüllen der Batterieschalung (1 ) von unten, bevorzugt durch

Druckbefüllung, bis die Batterieschalung (1 ) vollständig befüllt ist.

13. Verfahren nach Anspruch 12, gekennzeichnet durch die folgenden Schritte:

- Lösen der Fixierung, bevorzugt der Verspannung, der Außenscha- lung (2, 2a, 2b), wodurch die Außenschalung (2, 2a, 2b) biegeweich wird;

- Lösen der Außenschalung (2, 2a, 2b) von dem Betonfertigteil;

- Bewegen der Außenschalung (2, 2a, 2b) nach außen;

- Entfernen der Innenschalung (3) mit dem Betonfertigteil; - Ausschalen und/oder Weiterbearbeiten des Betonfertigteils.

Description:

Batterieschalung zur vertikalen Fertigung von flächigen Betonfertigteilen

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Batterieschalung zur vertikalen Fertigung von flächigen Betonfertigteilen umfassend zwei gegenüber angeordnete Außenschalungen, von denen wenigstens eine bewegbar ist, und eine Innenschalung, die zwischen den Außenschalungen angeordnet wird.

Um Betonfertigteile, insbesondere Betonwände, in Einbaulage herzustellen, ist es bekannt, so genannte Batterieschalungen einzusetzen. Batterieschalungen ermöglichen eine Platz sparende Fertigung von Betonwänden. Darüber hinaus ist es eine der wenigen Möglichkeiten, Betonfertigteile zu produzieren, deren beide gegenüberliegende Flächen Sichtbetonqualität aufweisen.

Bei den bekannten Batterieschalungen wird in einer vorgegebenen Außenschalung mit einer Höhe, die der maximalen Höhe der zu fertigenden Betonfertigteile entspricht, eine Innenschalung mit zwei Schalungsbereichen, die durch eine Schalungstafel getrennt sind, angeordnet. Die Außenschalungen können in der Regel jeweils um eine Achse derart verschwenkt werden, dass die Innenscha- lung mit den fertig produzierten Betonfertigteilen entnommen werden kann.

Nachteilig bei derartigen Batterieschalungen ist, dass das zu fertigende Betonfertigteil von der Oberkante der Batterieschalung aus aufgebaut wird. Der flüssige Beton wird von oben in die Batterieschalung zwischen der Innenschalung

und der Außenschalung eingefüllt. Wird selbstverdichtender Beton (SVB) verwendet, so wird dieser langsam eingefüllt und verdichtet von selbst. Normalbeton wird lagenweise eingefüllt und verdichtet. Die letzte Lage, die bis zum oberen Rand der Batterieschalung reicht, wird mit einem mechanischen Abzieher abgezogen, sodass eine obere Stirnseite entsteht.

Werden Betonfertigteile hergestellt, deren Höhe nicht der Höhe der Batterieschalung entspricht, so muss die Höhe des zu fertigenden Betonteils von der Oberkante der Außenschalung abgemessen und an der entsprechenden Stelle ein variabler Bodenabsteller montiert werden. Hierzu müssen Gerüstkonstruktionen zwischen die Innenschalung und die Außenschalung eingebracht werden, sodass der Bodenabsteller auf die entsprechende Position gebracht und dort fixiert wird. Alternativ kann der Bodenabsteller an der Außen- oder Innenschalung mit einem Magneten befestigt werden. Zum Füllen der so verkleinerten Schalung wird der Beton wiederum bis oben eingefüllt. Bei einer Batterieschalung mit einer Höhe von 3 m oder 4 m und bei Herstellung eines Betonfertigteils mit einer Höhe von beispielsweise 1 m muss nach wie vor in der maximalen Höhe der Batterieschalung gearbeitet werden. An der Batterieschalung wird außen ein Gerüst montiert, auf dem Montagearbeiter das Füllen des Betons überwachen bzw. den Abschluss der oberen Stirnseite manuell herstellen. Der Aufbau von unterschiedlich hohen Bodenabstellern sowie der Aufbau von Gerüsten außerhalb der Batterieschalung sind aufwändig. Das Arbeiten in der entsprechenden Höhe von 3 m oder 4 m birgt große Gefahren.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es deshalb, eine Batterieschalung vorzuschlagen, mit der auch flächige Betonfertigteile auf einfache Weise hergestellt werden können, deren Höhe nicht der Höhe der Batterieschalung entspricht.

Die vorliegende Aufgabe wird mit der Batterieschalung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Die Aufgabe wird auch durch ein Verfahren mit den Merkmalen gemäß Anspruch 12 gelöst. Die bezogenen Unteransprüche betreffen vorteilhafte, nicht selbstverständliche Weiterbildungen der Erfindung.

Die erfindungsgemäße Batterieschalung zur vertikalen Fertigung von flächigen Betonfertigteilen umfasst zwei gegenüber angeordnete Außenschalungen, von denen wenigstens eine bewegbar ist. Bevorzugt sind beide Außenschalungen bewegbar, sodass der zwischen ihnen gelegene Zwischenraum verkleinert und vergrößert werden kann. Eine Innenschalung, die Teil der Batterieschalung ist, kann zwischen den Außenschalungen angeordnet werden. Insbesondere wird sie zwischen die Außenschalungen geschoben. Die Innenschalung hat wenigstens zwei Seitenabsteller, die das Maß für das zu fertigende Betonfertigteil darstellen. Sie begrenzen folglich das fertige Betonteil an den Seiten. Die Innen- schalung weist wenigstens einen Bodenabsteller auf, der in seiner Lage, insbesondere in seiner vertikalen Lage, fixiert ist. Der Bodenabsteller begrenzt das zu fertigende Betonteil nach unten. Er gilt als unterer vertikaler Referenzpunkt bei der Herstellung eines Betonfertigteils. Die Batterieschalung weist zudem einen sich horizontal erstreckenden Höhenabsteller auf, der in seiner Position vertikal veränderbar ist und dessen Abstand vom Bodenabsteller die Höhe des zu fertigenden Betonfertigteils bestimmt.

Vorteilhaft bei der erfindungsgemäßen Batterieschalung ist, dass der Bodenabsteller in seiner Lage fixiert ist. Er gilt als Referenzpunkt für die Fertigung. Le- diglich der Höhenabsteller wird in seiner Höhe verstellt. Damit wird das Betonfertigteil stets von unten aufgebaut. Ein Arbeiten am oberen Rand der Außenschalung, wie bei Schalungen des Stands der Technik notwendig, entfällt. Damit wird bei der Herstellung von Betonfertigteilen mit geringer Höhe in Bodennähe gearbeitet. Es ist nicht notwendig, an der Batterieschalung Gerüste anzu- bringen, um auch bei nur wenig hohen Betonfertigteilen am oberen Referenzpunkt, also an der Oberkante der Batterieschalung, zu arbeiten.

Bevorzugt ist dazu in der Außenschalung oberhalb des Bodenabstellers der Innenschalung, also im Bodenbereich, wenigstens ein Einlass zur Betonzufüh- rung vorgesehen. Durch den Einlass kann fließfähiger Beton in die Batterieschalung eingeführt werden. Vorzugsweise wird der Beton in die Batterieschalung eingepumpt. Ein derartiges Verfahren ist in der EP 06 023 710 ausführlich beschrieben. Der Inhalt der EP-Anmeldung wird durch Referenzierung zum Inhalt der vorliegenden Anmeldung gemacht.

Vorzugsweise ist an jeder der Außenschalungen wenigstens ein Einlass vorgesehen. Besonders bevorzugt sind mehrere Einlasse entlang der Außenschalung verteilt angeordnet. Es ist auch möglich, mehrere Einlasse in unterschiedlichen Höhen anzuordnen. Dies ist in der Regel jedoch nicht notwendig. Sind mehrere Einlasse nebeneinander angeordnet, so können innerhalb der Batterieschalung auch mehrere unterschiedliche Teile hergestellt werden, insbesondere dann, wenn zwischen den Einlassen ein Seitenabsteller in der Batterieschalung vorgesehen ist und wenn der Höhenabsteller durch mehrere unterteilte kurze Hö- henabsteller ersetzt wird. Lediglich die Dicke der Einzelteile muss stets gleich sein.

In einer besonderen Ausführungsform ist der Höhenabsteller an der Außenschalung angeordnet. Dies hat den Vorteil, dass er mit einer einfachen Kon- struktion fixiert und bewegt werden kann. Vorzugsweise wird der Höhenabsteller maschinell bewegt. Dabei ist neben einer automatischen Bewegung auch eine semi-automatische Bewegung vorstellbar. Beispielsweise kann im Vorhinein eingestellt werden, auf weiche Höhe der Höhenabsteller zu bewegen ist. Ein Eingriff oder eine Justierung von Hand durch das Bedienpersonal während des Herstellungsvorgangs eines Betonfertigteils ist dann nicht notwendig. Der Vorgang bzw. die Einstellung des Höhenabstellers kann programmgesteuert und automatisch erfolgen.

Die maschinelle Einstellung des Höhenabstellers kann motorisch durch ein Ge- triebe oder durch mit Stellmotoren betriebene Spindeln oder ähnliches realisiert sein. Besonders bevorzugt ist eine hydraulische Verstellung des Höhenabstellers in die gewünschte Position.

Neben der maschinellen, bevorzugt automatisierten, Einstellung des Höhenab- stellers kann dieser auch in einer ebenfalls bevorzugten Ausführungsform manuell in seiner Position verändert werden. Besonders bevorzugt wird er dabei von Hand bewegt und in seiner Position mittels Magneten fixiert. Dazu ist es notwendig, dass die Außenschalung aus Stahl besteht, was in der Regel gege-

ben ist. Alternativ kann der Höhenabsteller an der Innenschalung angeordnet werden, da diese ebenfalls aus Metall ist.

In einer bevorzugten Ausführungsform sind die Außenschalungen translatorisch bewegbar. Wenigstens eine der Außenschalungen wird jeweils bewegt. Bevorzugt werden beide Außenschalungen parallel zueinander bewegt. Damit ist es möglich, beliebig breite Betonfertigteile herzustellen, da stets ein über die Höhe gleicher Abstand zwischen der Außenschalung und der Innenschalung gegeben ist. Besonders bevorzugt wird die translatorische Bewegung mittels eines hyd- raulischen Antriebs bewirkt. Dabei können mehrere Hydraulikarme eingesetzt werden, um eine exakte und parallele Verschiebung der Außenschalung sicherzustellen. Die Anzahl der verwendeten Hydraulikarme ist dabei abhängig von den Dimensionen der Außenschalung, insbesondere der Länge.

Mit einer derartigen Batterieschalung, bei der die Außenschalung translatorisch bewegt wird, kann anstelle der Innenschalung auch zwischen die beiden Außenschalungen eine Bodenschalung angeordnet werden und oberhalb der Bodenschalung ein Verdrängungskörper oder Schrumpfkern positioniert werden. Hierdurch lassen sich mit der erfindungsgemäßen Batterieschalung dann auch einstückige Raummodule mit zwei Wänden und einem Bodenteil herstellen, die eine monolithische Struktur aufweisen.

In einer bevorzugten Ausführungsform weist die Außenschalung eine Schalungstafel auf, die durch horizontale und vertikale Verstärkungsrippen verstärkt ist. Die Schalungstafel kann damit relativ dünn sein und dennoch die entsprechenden Kräfte aufbringen, die notwendig sind, um dem Förderdruck beim Einpumpen von Beton in die Batterieschalung standzuhalten. In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Schalungstafel jedoch senkrecht zu ihrer Flächennormalen biegeweich. Die Schalungstafel ist also über ihre gesamte Ausmessung um einige Millimeter oder Zentimeter in Richtung der Flächennormalen auslenkbar. Dies hat insbesondere beim Ausschalen Vorteile. Das fertige Betonteil wird sich beim Ausschalen von der biegeweichen Außenschalung lösen und an der Innenschalung durch die aufgetretenen Adhäsionskräfte verbleiben. Die Betonfertigteile können an der Innenschalung fixiert bzw. angeklammert wer-

den, um für den weiteren Transport innerhalb des Herstellungsprozesses bzw. für die Weiterverarbeitung in ihrer Position gehalten zu werden.

Besonders bevorzugt werden die beiden Außenschalungen während der Ferti- gung des Betonfertigteils miteinander derart verspannt, dass die ansonsten biegeweiche Schalungstafel der Außenschalung im verspannten Zustand senkrecht zur Flächennormalen biegesteif ist. Dies ist notwendig, damit Betonfertigteile in einer gleichmäßigen Dicke hergestellt werden können. Das Verspannen der beiden Außenschalungen gegeneinander kann beispielsweise durch Hyd- raulikstempel bewirkt werden, die die beiden Außenschalungen zueinander ziehen.

Bei der vertikalen Fertigung von flächigen Betonfertigteilen wird erfindungsgemäß eine Batterieschalung verwendet, die zwei gegenüberliegende Außen- Schalungen und eine Innenschalung aufweist. Die Innenschalung hat einen feststehenden Bodenabsteller und wenigstens zwei Seitenabsteller. Die Seiten- absteller, die Seitenschalungsteile darstellen, werden an der gewünschten seitlichen Position an der Innenschalung angeordnet. Die Position der einzelnen Seitenabsteller bzw. ihr Abstand relativ zueinander ist abhängig von dem her- zustellenden Betonteil. Die Seitenabsteller sind derart angeordnet, dass sie mit dem Bodenabsteller bündig abschließen, insbesondere senkrecht zum Bodenabsteller angeordnet sind, um rechtwinklige Betonfertigteile herzustellen. Eine andere Anordnung der Seitenabsteller ist jedoch auch denkbar.

Die derart vorbereitete Innenschalung mit den positionierten Seitenabstellern wird zwischen den beiden Außenschalungen angeordnet. Die Außenschalungen sind von der Innenschalung beabstandet. Im nächsten Schritt wird ein sich vertikal erstreckender Höhenabsteller in der gewünschten vertikalen Position relativ zu dem Bodenabsteller der Innenschalung angeordnet. Der vertikale Ab- stand zwischen dem Bodenabsteller der Innenschalung und dem Höhenabsteller entspricht der Höhe des zu fertigenden Betonteils. Bevorzugt ist der Höhen- absteller an der Außenschalung angeordnet und kann hier in die gewünschte Position bewegt werden.

Im nächsten Schritt werden die Außenschalungen derart auf die Innenschalung zu bewegt, dass sie die Innenschalung an den Seitenabstellern berühren. Die Tiefe der Seitenabsteller entspricht der Tiefe der Höhenabsteller. Damit entsteht ein geschlossener Hohlraum, der von der Innenschalung, der Außenschalung, dem Bodenabsteller, den beiden Seitenabstellern sowie dem Höhenabsteller begrenzt wird. Der Hohlraum hat Ausmaße und Form des herzustellenden Betonfertigteils.

Die Außenschalungen werden nun in ihrer Position fixiert. Dazu werden sie be- vorzugt gegeneinander derart verspannt, dass sie biegesteif sind. Die Außenschalungen selber geben also nicht mehr nach, sodass Betonfertigteile hergestellt werden können, die die gewünschte Kontur aufweisen.

In einem weitern Schritt wird ein Befüllsystem an Einlasse der Außenschalung angeschlossen. Die Einlasse sind im Bodenbereich der Außenschalung derart angeordnet, dass sie sich oberhalb des Bodenabstellers der Innenschalung befinden. Anordnung und Größe der Einlasse sind von der Kontur des herzustellenden Betonfertigteils abhängig. In der Regel genügt ein einziger Einlass pro herzustellendes Betonfertigteil. An den Einlass wird bevorzugt ein Füllan- Schluss angeordnet, wie er beispielsweise in der DE 10 2006 053 552 ausführlich beschrieben ist, verwendet.

Die Batterieschalung wird nun von unten befüllt, bis sie vollständig gefüllt ist. Bevorzugt wird die Befüllung durch eine Druckbefüllung realisiert. Ein derartiges Vorgehen ist in der EP 06 023 710 beschrieben. In einer bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens werden Seitenabsteller verwendet, die Führungsöffnungen aufweisen. Die Außenschalung hat zu den Führungsöffnungen korrespondierende Führungsbolzen, die beim Zusammenschieben der Außenschalung an die Innenschalung in die Führungsöffnungen hineinra- gen. Dadurch wird zum einen die Position der Seitenabsteller nochmals fixiert. Zum anderen wird der Seitenabsteller zusätzlich stabilisiert, insbesondere gegen den von dem eingefüllten Beton ausgeübten Querdruck.

In einer weiteren Ausgestaltung des Verfahrens werden nach der Befüllung der Batterieschalung und dem Aushärten des Betons Fixierungen gelöst, mit denen die beiden Außenschalungen verspannt sind. Die Außenschalung, insbesondere ihre Schalungstafel, wird biegeweich. Die Außenschalung kann sich um eini- ge Millimeter in Richtung ihrer Flächennormalen bewegen. Im nächsten Schritt wird die Außenschalung von dem Betonfertigteil gelöst. Durch das biegeweiche Verhalten der Außenschalung wird das Ablösen von dem Betonfertigteil unterstützt. Hierdurch wird sichergestellt, dass sich das Betonfertigteil nur von der Außenschalung löst, nicht aber von der Innenschalung. Anschließend werden die Außenschalungen nach außen bewegt, sodass die Außenschalung vollständig von dem Betonfertigteil entfernt wird. Alternativ und/oder zusätzlich kann der Höhenabsteller schon vor dem weiteren Wegbewegen der Außenschalung nach oben bewegt werden. Hierdurch wird sichergestellt, dass die obere Stirnseite des Betonfertigteils beim Auslösen nicht beschädigt wird. Der Auslösevorgang wird vereinfacht.

In einem weiteren Schritt wird die Innenschalung zwischen den beiden Außenschalungen hinaus bewegt. Das Betonfertigteil ist auf der Innenschalung positioniert. Vorzugsweise wird das Betonfertigteil an der Innenschalung teilweise befestigt, beispielsweise durch Klammern, die nach dem Prinzip einer Schraubzwinge funktionieren. Das Betonfertigteil kann nun auf der Innenschalung innerhalb der Montagehalle bewegt werden, ohne dass eine Gefahr besteht, dass das Betonfertigteil von der Innenschalung fällt und kippt.

In einem weiteren Schritt wird dann das Betonfertigteil ausgeschalt und/oder in einem Weiterverarbeitungsschritt nachbearbeitet.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand einer in den Figuren dargestellten bevorzugten Ausführungsform näher erläutert. Die darin dargestellten Besonder- heiten können einzeln oder in Kombination verwendet werden, um bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung zu schaffen. Die beschriebene Ausführungsform stellt keine Einschränkung der Allgemeinheit des in den Ansprüchen definierten Gegenstands dar. Es zeigen:

Figur 1 eine perspektivische Darstellung einer Batterieschalung;

Figur 2 eine Seitenansicht der Batterieschalung aus Figur 1.

Figur 1 zeigt eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Batterieschalung 1 , die zwei Außenschalungen 2 und eine Innenschalung 3 umfasst. Die zweite Außenschalung 2 ist in Figur 1 aufgrund der Perspektive nicht dargestellt; in Figur 2 sind jedoch beide Außenschalungen 2 deutlich erkennbar.

Die Außenschalung 2 ist auf einer als Podest 4 ausgebildeten Unterkonstruktion gelagert und kann translatorisch in eine Raumrichtung bewegt werden. Die Innenschalung 3 wird senkrecht zur Außenschalung 2 bewegt und auf einem Rollensystem 5 gelagert. So kann sie auf einfache Weise zwischen die beiden Außenschalungen geschoben werden.

Die Innenschalung 3 umfasst einen Bodenabsteller 6, der horizontal ausgerichtet ist. Eine Innentafel 7 erstreckt sich in vertikaler Richtung und bildet mit dem Bodenabsteller 6 einen rechten Winkel. Die Innenschalung 3 ist spiegelsymmetrisch aufgebaut, wobei die Innentafel 7 die Spiegelungsachse bildet. Auf beiden Seiten der Innentafel 7 kann jeweils ein Betonfertigteil positioniert und hergestellt werden. Somit bilden die beiden Oberseiten der Innentafel 7 die Schalungsbegrenzung für das Betonfertigteil.

Auf der hier dargestellten Vorderseite 8 der Innentafel ist im Außenbereich 9 ein Seitenabsteller 10 angeordnet, der sich vertikal erstreckt. Der Seitenabsteller 10 weist Führungsöffnungen 1 1 auf, die in einem äquidistanten Abstand angeordnet sind. Sie können jedoch auch in unterschiedlichen Abständen voneinander positioniert sein. In die Führungsöffnungen 11 hinein erstrecken sich nicht dargestellte Führungsbolzen, sodass bei zusammengebauter Batterieschalung 1 die Außenschalung 2 mit ihren Führungsbolzen in die Führungsöffnungen 1 1 eingreift und so den Seitenabsteller 10 stabilisiert.

Der Seitenabsteller 10 ist drehbar gelagert um eine Rotationsachse 12, die sich ebenfalls vertikal erstreckt. Hierdurch wird ein besonders einfaches öffnen des

Seitenabstellers 10 ermöglicht, sodass die Ausschalung des hergestellten Betonfertigteils vereinfacht wird.

Die Außenschalung 2 weist an ihrer Außenseite Verstärkungsrippen 13 auf, die sich horizontal und vertikal erstrecken. Die Außenschalung 2 weist eine Schalungstafel 14 auf, die zur Innenschalung 3 gerichtet ist. An der Schalungstafel 14 sind die Verstärkungsrippen 13 befestigt. Die Schalungstafel 14 selbst ist biegeweich, d.h. sie kann über ihre Gesamtlänge um einige Millimeter in Richtung auf die Innenschalung zu verformt werden.

Aus Figur 2 ist deutlich zu erkennen, dass der Bodenabsteller 6 der Innenschalung 3 in seiner Höhe fixiert ist. Er lässt sich nicht verändern. Damit stellt der Bodenabsteller 6 den Referenzpunkt zum Aufbau und zur Bestimmung der Höhe eines zu fertigenden Betonfertigteils dar. Jedes herzustellende Betonteil wird an dem Bodenabsteller 6 ausgerichtet.

Figur 2 zeigt eine Besonderheit mit einer nicht vollkommen symmetrischen Innenschalung 3. Der linke Schalungsraum 15 weist eine größere Breite auf als der rechte Schalungsraum 16. Dies wird durch die beiden unterschiedlich brei- ten Seitenabsteller 10a, 10b realisiert. Dementsprechend müssen auch die beiden Höhenabsteller 17a, 17b eine unterschiedliche Breite aufweisen. Ihre Breite ist an die Breite der Seitenabsteller 10a, 10b angepasst. Auf diese Weise lassen sich in einem Fertigungsvorgang zwei unterschiedlich breite Betonfertigteile herstellen. Dies macht das Fertigungsverfahren besonders wirtschaftlich. Die Position der Innenschalung 3 in X-Richtung ist durch das Rollensystem 5 festgelegt. Entsprechend müssen die beiden Außenschalungen 2a, 2b in Abhängigkeit der Seitenabsteller 10a, 10b unterschiedlich bewegt werden. Da die beiden Außenschalungen 2a, 2b unabhängig voneinander bewegt werden können, ist dies kein Problem.

Aus Figur 2 ist deutlich zu erkennen, dass der Höhenabsteller 17a ein maschinell betriebener Höhenabsteller ist. Er wird von einer hydraulischen Positioniereinheit 18 bewegt und in seiner gewünschten Lage fixiert. Die Position des Hö- henabstellers 17a in vertikaler Richtung lässt sich auch automatisch einstellen,

indem die Position in einem Steuerungsprogramm hinterlegt sein kann. Die Vertikalposition des Höhenabstellers 17a wird vom Referenzpunkt, also vom Bodenabsteller 6 aus berechnet.

Die Höhenabsteller 17a, 17b sind jeweils an der Außenschalung 2 angeordnet, sodass sie mit den Außenschalungen 2a, 2b verfahren werden. Der Höhenabsteller 17b an der rechten Außenschalung 2b ist ein manuell zu verstellender Höhenabsteller. Er wird durch einen Magneten von Hand an der Schalungstafel 14 der Außenschalung 2b fixiert.

In Figur 2 ist die Batterieschalung 1 in zusammengeschobenem Zustand dargestellt. Um die biegeweiche Schalungstafel 14 der Außenschalungen 2a, 2b zu versteifen, sind die beiden Außenschalungen 2a, 2b durch eine Spannvorrichtung 19 miteinander verspannt. Die Spannvorrichtung 19 ist hydraulisch ange- trieben und umfasste einen hydraulischen Stempel. Im unteren Bereich der Außenschalung 2 sind die Schalungen mit dem Podest 4 während des Betoniervorgangs derart fixiert, dass sie durch eine bevorzugt ebenfalls hydraulisch angetriebene Verfahreinrichtung 20, die hier nur schematisch angedeutet ist, in ihrer Position gehalten werden.

Nachdem die beiden Außenschalungen 2 parallel in ihre Fertigungsposition, wie in Fig. 2 dargestellt, geschoben wurden, können die Schalungsräume 15, 16 durch einen Einlass 21 in jeder Außenschalung 2a, 2b befüllt werden. Der Ein- lass 21 ist jeweils im unteren Bereich der Schalungsräume 15, 16 angeordnet. Der fließfähige Beton wird dann durch den Einlass, an dem bevorzugt ein FuII- anschluss befestigt ist, befüllt. Ein solcher Einlass 21 ist schematisch in Fig. 1 in der Außenschalung 2a angedeutet.