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Patent Searching and Data


Title:
BEARING ARRANGEMENT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/210906
Kind Code:
A1
Abstract:
A bearing arrangement, comprising a housing (2) with a bearing receptacle (3), and a bearing (4) which is insertable into said bearing receptacle and has an outer ring (8) with a partially spherical outer lateral surface (9) which is accommodated in a pivoting ring (10) with an inner lateral surface (11), wherein the pivoting ring (10) has two ring portions (13, 14) which are movable axially relative to each other in order to adjust the contact between the outer lateral surface (9) and the inner lateral surface (11), wherein the bearing receptacle (3) has an internal thread (18) into which a threaded ring (16) can be screwed, an end surface (19) of said threaded ring being movable axially towards a ring portion (13) of the pivoting ring (10) in order to adjust the relative position of the ring portions (13, 14).

Inventors:
LANG, Johannes (Lohbeet 13, Oberreichenbach, 91097, DE)
GILSDORF, Jonas (Im Stöckig 58A, Fürth, 90765, DE)
Application Number:
DE2019/100374
Publication Date:
November 07, 2019
Filing Date:
April 23, 2019
Export Citation:
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Assignee:
SCHAEFFLER TECHNOLOGIES AG & CO. KG (Industriestraße 1-3, Herzogenaurach, 91074, DE)
International Classes:
F16C35/077; B62D5/04; F16C19/06; F16C23/04; F16C23/08; F16C25/08; F16C27/04; F16H57/021; F16H57/022; F16H57/12
Foreign References:
DE102009020554A12010-11-11
DE102007044618A12009-04-02
DE20221954U12009-08-20
EP1225116A22002-07-24
DE102007044618A12009-04-02
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Claims:
Patentansprüche

1. Lageranordnung, umfassend ein Gehäuse (2) mit einer Lageraufnahme (3) so- wie ein in diese einsetzbares Lager (4)mit einem Außenring (8) mit einer teilku- gelförmigen Außenmantelfläche (9), der in einem Schwenkring (10) mit einer Innenmantelfläche (11 ) aufgenommen ist, wobei der Schwenkring (10) zwei Ringabschnitte (13, 14) aufweist, die axial relativ zueinander bewegbar sind, um den Kontakt zwischen der Außenmantelfläche (9) und der Innenmantelflä- che (11 ) einzustellen, wobei die Lageraufnahme (3) ein Innengewinde (18) aufweist, in das ein Gewindering (16) einschraubbar ist, der mit einer Stirnflä- che (19) axial gegen einen Ringabschnitt (13) des Schwenkrings 810) zur Ein- stellung der Relativposition der Ringabschnitte (13, 14) bewegbar ist.

2. Lageranordnung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der

Schwenkring (10) aus zwei separaten Ringabschnitten (13, 14) besteht, die in einer ringförmigen Außenhülse (20) aufgenommen sind, oder dass der

Schwenkring (10) aus zwei einstückig miteinander verbundenen Ringabschnit- ten (13, 14) besteht.

3. Lageranordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Ringabschnitte (13, 14) aus Metall oder Kunststoff sind.

4. Lageranordnung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenhülse (20) ein Hülsenteil (21 ) mit einem L- oder C-förmigen Querschnitt aufweist, wobei das Hülsenteil (21 ) die Ringabschnitte (13, 14) radial und an einer Stirnseite einfasst und an der anderen Seite einen umgreifenden Bord (23) aufweist.

5. Lageranordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Außen- hülse (20) ferner eine Ringscheibe (24) aufweist, die die andere Stirnseite be- legt und über den Bord (23) fixiert ist.

6. Lageranordnung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Ringabschnitten (13, 14) wenigstens ein elastisches Fe- derelement (25) angeordnet ist. 7. Lageranordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Fe- derelement (25) ein O-Ring ist, der nur an den einander zugewandten Stirnflä- chen der beiden Ringabschnitte (13,14) anliegt.

8. Lageranordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Fe- derelement (25) einen T-förmigen Querschnitt aufweist und mit einem Schenkel

(26) zwischen die beiden Ringabschnitte (13, 14) greift, während der andere Schenkel (27) die Ringabschnitte (13, 14) radial umgreift.

9. Lageranordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei in einem Innenring (5) des Lagers eine Schneckenwelle aufgenommen ist.

10. Verfahren zur Einstellung des Axialspiels zwischen einem Schwenkring und einem in diesem aufgenommenen Außenring eines Lagers bei einer Lagerano- rdnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Axial- und Radialspiel über die Verschraubung der Gewindehülse zur

Anpassung des axialen Abstands der beiden Ringabschnitte zueinander einge- stellt wird.

Description:
Laqeranordnunq

Die Erfindung betrifft eine Lageranordnung, insbesondere zur Lagerung einer Schne- ckenspindel für eine Servolenkung.

Eine Lageranordnung, die ein Lager, sei es ein Wälzlager, sei es ein Gleitlager, um fasst, dient bekanntlich zu der Drehlagerung eines ersten Bauteils relativ zu einem zweiten Bauteil. Eine solche Lageranordnung dient insbesondere zur Lagerung einer Welle, bevorzugt einer Schneckenspindel für eine Servolenkung. Während in einem Kraftfahrzeug ohne Servolenkung ein Verstellmoment zur Bewegung einer Längssäu- le und hierdurch einer mit den Lenkern der gelenkten Achse des Fahrzeugs gekoppel- ten Zahnstange vollständig vom Fahrer aufgebracht werden muss, erfolgt bei Einsatz einer Servolenkung eine Lenkkraftunterstützung über ein Hilfsaggregat, insbesondere einen Elektromotor, dessen Ausgangsdrehmoment über einen Schneckentrieb in die Längssäule oder eine hiermit gekoppelte Welle eingetragen wird. Hierzu ist eine Aus- gangswelle über eine Kupplung mit einer Schneckenspindel antriebsfest gekoppelt, wobei die Verzahnung der Schneckenspindel in Eingriff mit einer Umgebungsverzah- nung eines Schneckenrades steht, welches mit der Längssäule oder der hiermit ver- bundenen Welle drehfest verbunden ist. Ein Beispiel für eine solche Servolenkung ist in EP 1 225 116 B1 beschrieben.

Im Betrieb von mit derartigen Servolenkungen ausgestatteten Kraftfahrzeugen führt ein übermäßiges Spiel zwischen Schneckenrad und Schneckenspindel zu Beeinträch- tigungen. Ein solches Spiel ist zumeist im Lagerbereich der Welle gegeben. Die Schneckenwelle ist mit einem Los- und einem Festlager gelagert. Dabei wird die Schneckenwelle über das Loslager spielfrei zum Schneckenrad angestellt. Das Fest- lager muss dazu einen Schwenkwinkel ermöglichen, wozu ein Schwenkring vorgese- hen ist, der den Außenring des Lagers, üblicherweise eines Vierpunktkugellagers, in einer Kugelkalotte aufnimmt. Der Außenring weist dabei eine teilkugelförmige Außen- mantelfläche auf, die die Schwenkbewegung innerhalb der Kugelkalotte erlaubt. Das fertigungsbedingte Spiel zwischen der Kugelkalotte des Schwenkrings und der teilku- gelförmigen Außenmantelfläche kann durch entsprechende, äußerst aufwändige Be- arbeitung zwar möglichst gering gehalten werden, gleichwohl bleibt ein ausreichendes Spiel, das unter bestimmten Bedingungen zu Geräuschen führen kann. Zur Reduzie- rung dieses Spiels ist aus DE 10 2007 044 618 A1 eine Lagereinheit bekannt, die ein Spielfreistellen des Außenrings zum Kalotten-Schwenkring ermöglicht. Dies geschieht dadurch, dass der Außenring zweiteilig ausgeführt wird, also zwei axial aneinander anliegende Ringabschnitte aufweist, die über eine sie radial und axial umfassende Hülse axial zusammengepresst werden, wodurch eine Axialverspannung der La- gereinheit, die diese Hülse als integrales Bauteil umfasst, erreicht wird. Alternativ ist es bekannt, ein oder mehrere elastische Elemente im Schwenkring vorzusehen, die den Schwenkring zum Außenring hin anfedern respektive Vorspannen. Aufgrund der fertigungsbedingten Toleranzen entweder der Spannhülse und deren Montage res- pektive der elastischen Elemente lässt sich eine definierte und über die Serie exakt einhaltbare Spielfreistellung nicht erreichen.

Der Erfindung liegt damit das Problem zu Grunde, eine demgegenüber verbesserte Lageranordnung anzugeben.

Zur Lösung dieses Problems ist erfindungsgemäß eine Lageranordnung vorgesehen, umfassend ein Gehäuse mit einer Lageraufnahme, sowie ein in diese einsetzbares Lager mit einem Außenring mit einer teilkugelförmigen Außenmantelfläche, der in ei- nem Schwenkring mit einer Innenmantelfläche aufgenommen ist, wobei der Schwenk- ring zwei Ringabschnitte aufweist, die axial relativ zueinander bewegbar sind, um den Kontakt zwischen der Außenmantelfläche und der Innenmantelfläche einzustellen, wobei die Lageraufnahme ein Innengewinde aufweist, in das ein Gewindering ein- schraubbar ist, der mit einer Stirnfläche axial gegen einen Ringabschnitt des Schwen- krings zur Einstellung der Relativposition der Ringabschnitte bewegbar ist.

Die erfindungsgemäße Lageranordnung umfasst ein Wälz- oder Gleitlager, üblicher- weise umfassend einen Innenring, eine Wälzkörperreihe sowie einen Außenring mit einer teilkugelförmigen Außenfläche, die in einem eine Führungskalotte aufweisenden Schwenkring aufgenommen ist. Der Schwenkring seinerseits besteht aus zwei Ring- abschnitten, die axial relativ zueinander beweglich sind. Die Lageranordnung umfasst des Weiteren ein Gehäuse, das eine entsprechende Lageraufnahme aufweist, die al- so einen Schiebesitz für den Schwenkring mitsamt Lager bildet. Diese Lageraufnahme weist erfindungsgemäß ein Innengewinde auf, in das ein Gewindering einschraubbar ist. Dieser läuft mit seiner ringförmigen Stirnfläche axial gegen einen der beiden Ring- abschnitte des Schwenkrings. Da die beiden Ringabschnitte wie beschrieben axial wenngleich geringfügig relativ zueinander bewegbar sind, kann erfindungsgemäß über den Gewindering die Relativposition der beiden Ringabschnitte zueinander eingestellt werden und darüber das Spiel des Schwenkrings zum Außenring eingestellt werden, wie hierüber aber auch das resultierende Schwenkmoment eingestellt werden kann.

Das heißt, dass erfindungsgemäß die Spielfreistellung und Schwenkmomenteinstel- lung nicht, wie im Stand der Technik bisher, durch Anordnung oder Integration eine fest mit dem Schwenkring verbundenen Bauteils in Form einer in umgebenden Au- ßenhülse oder eines oder mehrerer elastischen Elemente erfolgt, sondern allein durch ein den Schwenkring in der Lageraufnahme fixierendes Befestigungselement, nämlich den Gewindering. Dies führt zu einer Reihe von Vorteilen. Denn dadurch, dass die Einstellung des Spiels bzw. des Schwenkmoments erst bei der Lagermontage erfolgt, kann ein größeres Spiel im Schwenkbereich des Lagers, also ein größeres Spiel zwi- schen Schwenkring und Außenring, in der Fertigung zugelassen werden, was zu einer vereinfachten und kostenreduzierten Fertigung führt, da die beiden relevanten Bautei- le nicht hochpräzise bearbeitet werden müssen. Auch ist eine reproduzierbare Spiel- und Schwenkmomenteinstellung möglich, da diese beim Anziehen des Gewinderings entsprechend gemessen werden können und demzufolge eine hochpräzise Einstel- lung möglich ist. Nach erfolgter exakter Verschraubung des Gewinderings kann dieser beispielsweise durch Verprägen oder Verkleben in exakt der Position fixiert werden, so dass die einmal gewählte Einstellung unveränderlich ist.

Dabei kann der Schwenkring gemäß einer ersten Erfindungsalternative aus zwei se- paraten Ringabschnitten bestehen, die in einer ringförmigen Außenhülse aufgenom- men sind. Die beiden Ringabschnitte liegen axial aneinander, die Außenhülse dient lediglich der axialen Fixierung des Schwenkrings respektive der Ringabschnitte, sie dient, anders als im Stand der Technik, nicht dazu, diese definiert axial zu verspan- nen, um hierüber das Spiel einzustellen. Alternativ dazu besteht die Möglichkeit, dass der Schwenkring aus zwei einstückig miteinander verbundenen Ringabschnitten be- steht, die jedoch axial geringfügig relativ zueinander bewegbar sind. Dies kann bei- spielsweise dadurch erfolgen, dass am Innenumfang des Schwenkrings eine Nut aus- gebildet ist, die eine geringfügige axiale Bewegbarkeit der seitlich davon vorgesehe- nen Ringabschnitte ermöglicht. Unabhängig davon, wie nun der Schwenkring konkret ausgeführt ist, können die Ringabschnitte durch eine über den Gewindering axial auf- gebrachte Kraft auf den an der anderen Seite in der Lageraufnahme im Schiebesitz aufgelagerten Schwenkring geringfügig axial zueinander verspannt und hierüber das Spiel freigestellt respektive das Schwenkmoment eingestellt werden.

Der Schwenkring respektive die beiden Ringabschnitte können entweder aus Metall, alternativ aber auch aus Kunststoff sein. Beide Materialvarianten lassen eine Axialver- spannung im erfindungsgemäß relevanten Umfang zu.

Die der reinen Fixierung der beiden separaten Ringabschnitte aneinander dienende Außenhülse kann in Weiterbildung der Erfindung ein Hülsenteil mit einem L- oder C- förmigen Querschnitt aufweisen, wobei das Hülsenteil die Ringabschnitte radial und an einer Stirnseite einfasst, und an der anderen Seite einen umgreifenden Bord auf- weisen. Der den einen Ringabschnitt an der Stirnseite großflächig einfassende

Schenkel des Hülsenteils dient der Abstützung in der Lageraufnahme des Gehäuses, während der an der anderen Stirnseite vorgesehene Bord lediglich der axialen Fixie- rung dient. Die Außenhülse ist zweckmäßigerweise ein einfaches, gezogenes Blech- bauteil. Sind beide Ringabschnitte aus Metall, sei es, dass es separate Ringabschnitte sind, sei es dass sie einschlägig miteinander verbunden sind, so ist es denkbar, dass der Gewindering direkt gegen die freie Stirnseite des einen Ringabschnitts geschraubt wird. Denkbar ist es aber auch, dass die Außenhülse ferner eine Ringscheibe auf- weist, die die andere Stirnseite belegt und die über den Bord fixiert ist. In diesem Fall läuft die Gewindehülse gegen diese Ringscheibe, drückt also nicht unmittelbar auf den Ringabschnitt. Insbesondere bei einer Ausführung der Ringabschnitte aus Kunststoff, sei es als separate Ringabschnitte, sei es als einstückiges Bauteil, ist die Verwendung einer solchen Ringscheibe, bei der es sich natürlich ebenfalls zweckmäßigerweise um eine Stahlblechscheibe handelt, zur Kraftübertragung zweckmäßig, da auf diese Wei- se die Axialkraft großflächig und symmetrisch auf den Kunststoffringabschnitt verteilt wird. Die Verwendung von Kunststoffringabschnitten ist insbesondere hinsichtlich ei- ner Geräuschdämpfung zweckmäßig. Der Verwendung eines Hülsenteils ist nicht un- bedingt erforderlich, sie erleichtert jedoch die Montage.

Gemäß einer zweckmäßigen Weiterbildung der Erfindung ist es ferner denkbar, dass zwischen den Ringabschnitten wenigstens ein elastisches Federelement angeordnet ist. Über dieses zusätzliche elastische Element zwischen den Ringabschnitten, die aus Metall wie Stahl oder Sintermetall, aber auch aus Kunststoff gefertigt sein können, wird die aufgebrachte axiale Einstellkraft begrenzt, da es bei Erreichen der aufzubrin- genden Maximalkraft zu einer entsprechenden Verformung des elastischen Elements kommt. Bei Verwendung von aus Kunststoff gefertigten separaten Ringabschnitten wirkt das elastische Element darüber hinaus einem eventuellen Langzeitfließverhalten der Kunststoffschwenkringhälften entgegen und verhindert eine Vergrößerung des Spiels im Schwenkbereich. Als Federelement wird zweckmäßigerweise ein O-Ring in- tegriert, der nur an den aneinander zugeordneten Stirnflächen der beiden Ringab- schnitte anliegt. Das Federelement kann aus einem Elastomer sein, denkbar ist aber auch die Verwendung eines Metallelements zum Beispiel in Form einer Wellfeder. Ein Elastomerfederelement hat weiterhin den Vorteil, dass es eine Geräuschdämpfung bietet. Die Verwendung von Kunststoffgehäuseabschnitten bzw. der Elastomerteile er- leichtert ferner eine Bewegungsdämpfung.

Alternativ zur Verwendung eines reinen O-Rings ist es denkbar, dass das Federele- ment einen T-förmigen Querschnitt aufweist und mit einem Schenkel zwischen die beiden Ringabschnitte greift, während der andere Schenkel die Ringabschnitte radial umgreift. Hier kommt dem Federelement, neben der Begrenzung der axialen Einstell- kraft, auch eine Funktion hinsichtlich der Reduzierung des Radialspiels im Schiebesitz zwischen dem Schwenkring und Gehäuse zu. Denn das elastische Element erstreckt sich mit seinem Querschenkel auch in den Bereich zwischen Schwenkringaußenflä- che und Hülseninnenfläche, so dass sich durch die Axialkraft aus der Verschraubung auch eine radiale Kraftkomponente zwischen Außenhülse und Schwenkringhälfte ergibt, welche eine leichte Aufweitung der Außenhülse und damit eine Reduzierung des Radialspiels im Schiebesitz ermöglicht. Sind die Schwenkringhälften, also die Ringabschnitte und das Federelement aus Kunststoff, so können diese auch als ein gemeinsames 2-Komponenten-Bauteil her- gestellt sein. Das heißt, dass sie in einer gemeinsamen Spritzgussform unter Verwen- dung verschiedener Kunststoffe hergestellt und aneinander gespritzt sind.

Die Lageranordnung dient zweckmäßigerweise zur Lagerung einer Schneckenwelle als Teil einer Servolenkung.

Neben der Lageranordnung selbst betrifft die Erfindung ferner ein Verfahren zur Ein- stellung des Axialspiels zwischen einem Schwenkring und einem in diesem aufge- nommenen Außenring eines Lagers bei einer Lageranordnung der vorbeschriebenen Art, wobei sich das Verfahren dadurch auszeichnet, dass das Axial- und Radialspiel über die Verschraubung der Gewindehülse zur Anpassung des axialen Abstands der beiden Ringabschnitte zueinander eingestellt wird, wobei hierüber auch eine Einstel- lung des Schwenkmoments erfolgt.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnah- me auf die Zeichnungen erläutert. Die Zeichnungen sind schematische Darstellungen und zeigen:

Figur 1 eine Prinzipdarstellung, geschnitten, einer erfindungsgemäßen

Lageranordnung einer ersten Ausführungsform,

Figur 2 eine Prinzipdarstellung, geschnitten, einer erfindungsgemäßen

Lageranordnung einer zweiten Ausführungsform,

Figur 3 eine Prinzipdarstellung, geschnitten, einer erfindungsgemäßen

Lageranordnung einer dritten Ausführungsform,

Figur 4 eine Prinzipdarstellung, geschnitten, einer erfindungsgemäßen

Lageranordnung einer vierten Ausführungsform. Figur 1 zeigt eine erfindungsgemäße Lageranordnung 1 , umfassend ein Gehäuse 2 mit einer Lageraufnahme 3 sowie ein in diese eingesetztes Lager 4 in Form eines Schwenklagers mit einem Innenring 5, mehreren in einer Reihe angeordneten Wälz- körpern 6 in Form von Kugeln, die in einem Käfig 7 geführt sind, sowie einem Außen- ring 8, der eine teilkugelförmige Außenmantelfläche 9 aufweist. Das Lager 4 respekti- ve der Außenring 8 ist in einem Schwenkring 10 aufgenommen, der eine leicht kalot- tenförmige Innenmantelfläche 11 aufweist, an der der Außenring 6 und mit ihm das Lager 4 schwenkbar geführt ist. Der Schwenkring 10 weist eine der Geometrie der Lageraufnahme 3 entsprechende Form auf, so dass er in dem hierüber gebildeten Schiebesitz weitestgehend spielfrei und gegen eine Lagerfläche 12 axial abgestützt aufgenommen ist.

Der Schwenkring 10 besteht aus zwei Ringabschnitten 13, 14, die relativ zueinander geringfügig axial bewegbar sind. Beim in Figur 1 gezeigten Ausführungsbeispiel sind die Ringabschnitte 13, 14 miteinander verbunden, das heißt, dass der Schwenkring 10 ein einstückiges Bauteil ist. Die axiale Beweglichkeit wird über eine am Innenumfang ausgebildete ringförmige Nut 15 gebildet, die sich radial erstreckt und auf diese Weise die beiden links und rechts davon befindlichen Ringabschnitte 13, 14 definiert. Der Schwenkring 10 kann aus Metall wie Stahl oder Sintermetall sein, er kann aber auch aus Kunststoff gefertigt sein.

Des Weiteren umfasst die erfindungsgemäße Lageranordnung 1 einen Gewindering 16, der mit einem Außengewinde 17 in ein Innengewinde 18 der Lageraufnahme 3 eingeschraubt ist. Der Gewindering 16 weist eine gegen die Stirnfläche 29 des Ring- abschnitts 13 laufende Stirnfläche 19 auf. Hierüber kann über den Gewindering 16 ei- ne Axialkraft auf den Ringabschnitt 13 und damit auf den Schwenkring 10 aufgebracht werden, die eine geringe axiale Verspannung der Ringabschnitte 13, 14 zueinander ermöglicht, was wiederum eine Einstellung des zwischen dem Schwenkring 10 und dem Außenring 8 gegebenen Axialspiels bis hin zu einer vollständigen Spielfreistel- lung ermöglicht. Gleichermaßen kann hierüber aber auch das gegebene Schwenk- moment zwischen dem Lager 4 und dem Schwenkring 10 eingestellt werden. lm Rahmen der Lagermontage wird zunächst der Schwenkring 10 samt Lager 4 in die Lageraufnahme 3 eingesetzt, wonach der Gewindering 16 eingeschraubt und gegen den Schwenkring 10 geschraubt wird. Diese Verschraubung erfolgt so lange, bis das Spiel soweit wie gefordert ausgeglichen oder komplett reduziert ist und das ge- wünschte Schwenkmoment eingestellt ist. Anschließend wird der Gewindering 16 in seiner Lage fixiert, beispielsweise durch eine Verprägung oder durch Verklebung.

Figur 2 zeigt eine weitere Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Lageranordnung 1 , wobei für gleiche Bauteile gleiche Bezugszeichen verwendet werden. Auch hier ist ein Gehäuse 2 mit einer Lageraufnahme 3 vorgesehen, ebenso ein Lager 4 in Form eines Wälzlagers mit einem Innenring 5, Wälzkörper in Form von Kugeln 6, die in einem Kä- fig 7 geführt sind, und einem Außenring 8 mit einer teilkugelförmigen Außenfläche 9. Des Weiteren ist ein Schwenkring 10 mit einer kalottenförmigen Innenmantelfläche 11 vorgesehen, auf der der Außenring 8 und damit das Lager 4 geführt ist.

Bei dieser Erfindungsausgestaltung besteht der Schwenkring 10 aus zwei separaten Ringabschnitten 13, 14, die axial aneinander anliegen. Die Ringabschnitte 13, 14 kön- nen aus Metall wie Stahl oder Sintermetall sein, sie können aber auch aus Kunststoff gefertigt sein.

Die beiden separaten Ringabschnitte 13, 14 werden über eine Außenhülse 20 axial zusammengehalten. Die Außenhülse 20 umfasst ein Hülsenteil 21 mit einem

L-förmigen Querschnitt, wobei der eine Schenkel 22 den Ringabschnitt 14 axial an dessen rechter Stirnfläche übergreift, während an der anderen Seite das Hülsenteil 21 einen Bord 23 aufweist. Dieser Bord 23 fixiert eine Ringscheibe 24, die, wie auch die Außenhülse 20, bevorzugt aus Stahlblech ist. Diese Ringscheibe 24 übergreift die frei- liegende axiale Stirnseite des Ringabschnitts 13.

Während die Außenhülse 20 nur der reinen Axialfixierung der Ringabschnitte 13, 14 dient, erfolgt auch hier die Spieleinstellung respektive Spielfreistellung sowie die Ein- stellung des Schwenkmoments allein über den Gewindering 16, die mit ihrem Außen- gewinde 17 auch hier in das Innengewinde 18 der Lageraufnahme 3 eingeschraubt ist. Die Stirnfläche 19 läuft hier gegen die Ringscheibe 23, so dass diese gegen den Schwenkring 10 gedrückt wird, worüber die axiale Verspannung der Ringabschnitte 13, 14 zur Spielfreistellung respektive Schwenkmomenteinstellung erfolgt.

Bei der Ausgestaltung gemäß Figur 3 ist eine Lageranordnung 1 vorgesehen, die im Wesentlichen der Ausgestaltung gemäß Figur 2 entspricht, weshalb auf die diesbe- zügliche Beschreibung verwiesen wird. Anders als bei der Lageranordnung gemäß Fi- gur 2 sind hier die beiden Ringabschnitte 13, 14 etwas schmäler ausgeführt. Zwischen ihnen ist ein elastisches Federelement 25 in Form eines O-Rings, vorzugsweise aus Kunststoff eingebracht, das die aufgebrachte axiale Einstellkraft, die auch hier über den Gewindering 16, der gegen die Ringscheibe 24 der Außenhülse 20 läuft, einge- bracht wird begrenzt. Darüber hinaus wirkt das elastische Federelement bei einer Verwendung von aus Kunststoff gefertigten Ringabschnitten 13, 14 einem möglichen Langzeitfließverhalten der beiden Kunststoff-Ringabschnitte 13, 14 entgegen. Dies verhindert zweckmäßigerweise eine Vergrößerung des Spiels im Schwenkbereich während der Betriebsdauer der Lageranordnung 1.

Figur 4 zeigt schließlich eine vierte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen La- geranordnung 1 , die im Wesentlichen der Lageranordnung 1 aus Figur 3 entspricht, das heißt, dass auch hier der Schwenkring 10, der auch hier über eine Außenhülse 20 axial fixiert ist, aus zwei separaten Ringabschnitten 13, 14 besteht. Diese Ringab- schnitte sind jedoch, verglichen mit Figur 3, im Durchmesser etwas kleiner ausgeführt als bei der Ausgestaltung gemäß Figur 3. Dies deshalb, da hier ein elastisches Fe- derelement 25 integriert ist, das einen T-förmigen Querschnitt aufweist und einen ra- dialen Schenkel 26, der zwischen die beiden Ringabschnitte 13, 14 greift, und einen radialen Schenkel 27, der die beiden Ringabschnitte 13, 14 außenseitig umgreift und zwischen den Ringabschnitten 13, 14 und der Außenhülse 20 respektive deren Quer- schenkel 28 angeordnet ist, aufweist. Beim Verschrauben des Gewinderings 16 zur Spielfreistellung respektive Einstellung des Schwenkmoments ergibt sich neben der axialen Kraftkomponente zur axialen Relativverstellung der Ringabschnitte 13, 14 zu- einander auch eine radiale Kraftkomponente zwischen der Außenhülse 20 und den beiden Schwenkringabschnitten 13, 14. Dies führt zu einer Einengung des radialen Spiels im Schwenkbereich und einem Ausgleich des radialen Abstands zwischen den Ringabschnitten 13, 14 und der Außenhülse 20, welcher sich beim axialen Verschie- ben der Ringabschnitte 13, 14 ändert. Dem elastischen Element 25 kommt hier also eine Doppelfunktion zu, nämlich einerseits die Axialverspannung, andererseits die Radialverspannung.

Bezuqszeichenliste

1 Lageranordnung

2 Gehäuse

3 Lageraufnahme

4 Lager

5 Innenring

6 Wälzkörper

7 Käfig

8 Außenring

9 Außenmantelfläche

10 Schwenkring

11 Innenmantelfläche

12 Lagerfläche

13 Ringabschnitt

14 Ringabschnitt

15 Nut

16 Gewindering

17 Außengewinde

18 Innengewinde

19 Stirnfläche

20 Außenhülse

21 Hülsenteil

22 Schenkel

23 Bord

24 Ringscheibe

25 elastisches Element

26 Schenkel

27 Schenkel

28 Querschenkel

29 Stirnfläche