HORLING, Peter (Hennebergstrasse 48, Schonungen, 97453, DE)
PICKEL, Edgar (Frankenstrasse 3a, Sommerach, 97334, DE)
HORLING, Peter (Hennebergstrasse 48, Schonungen, 97453, DE)
| P a t e n t a n s p r ü c h e Lageranordnung für eine Tragrolle 1. Lageranordnung ( 1 ) für eine zumindest abschnittsweise hohlzylindrisch ausgebildete Tragrolle (2), mit mindestens einem die Tragrolle (2) Ia- gernden Lager (3), wobei zwischen einem Ring (4) des Lagers (3) und der Tragrolle (2) direkt oder indirekt ein Trägerelement (5) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägerelement (5) zwei sich in Achsrichtung (a) der Tragrolle (2) bzw. des Lagers (3) erstreckende hohlzylindrische Abschnitte (5', 5") aufweist, die mit einem sich in ra- diale Richtung (r) oder unter einem Winkel zur radialen Richtung erstreckenden ringförmigen Abschnitt (5'") verbunden sind. 2. Lageranordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die hohlzylindrischen Abschnitte (5', 5") und der ringförmigen Abschnitt (5 " ') als einstückiges Bauteil ausgeführt sind. 3. Lageranordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Erstreckung (t) des ringförmigen Abschnitts (5'") in Achsrichtung (a) höchstens 20 %, vorzugsweise höchstens 15 %, der Erstreckung (T) der hohlzylindrischen Abschnitte (5 ' , 5 " ) in Achsrichtung (a) beträgt. 4. Lageranordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der ringförmige Abschnitt (5'") in der Mitte der axialen Erstreckung der hohlzylindrischen Abschnitte (5', 5") angeordnet ist. 5. Lageranordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägerelement (5) aus Kunststoff, insbesondere aus Polyamid (PA), besteht. 6. Lageranordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenn- zeichnet, dass das Trägerelement (5) aus Leichtmetall, insbesondere aus Aluminium oder Magnesium, besteht. 7. Lageranordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein hohlzylindrischer Abschnitt (5', 5") an seiner vom ringförmigen Abschnitt (5' ") entfernten radialen Umfangs- fläche von der axialen Position des ringförmigen Abschnitts (5'") ausgehend konisch ausgebildet ist. 8. Lageranordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Radius der inneren Umfangsfläche des inneren ringförmigen Abschnitts (5") des Trägerelements (5) von der axialen Position des ringförmigen Abschnitts (5'") aus abnimmt. 9. Lageranordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekenn- zeichnet, dass sich in radiale Richtung erstreckende flächig ausgebildete Stege (14) zwischen den ringförmigen Abschnitten (5', 5") angeordnet sind. 10. Lageranordnung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Stege (14) mit dem ringförmigen Abschnitt (5'") verbunden sind. 11. Lageranordnung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Stege (14) axial zwischen dem ringförmigen Abschnitt (5"') und den axialen Endbereichen des Trägerelements (5) erstrecken. 12. Lageranordnung nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekenn- zeichnet, dass mehrere Stege (14) äquidistant über den Umfang der hohlzylindrischen Abschnitte (5', 5") angeordnet sind. 13. Lageranordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem radial innenliegenden hohlzylindrischen Abschnitt (5") des Trägerelements (5) und dem Ring (4) des Lagers (3) ein Zwischenring (6) angeordnet ist. 14. Lageranordnung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Zwischenring (6) mindestens einen den Ring (4) des Lagers (3) axial umgreifenden Bord (7) aufweist. 15. Lageranordnung nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Zwischenring (6) aus Metall, insbesondere aus Stahl oder aus Leichtmetall, besteht. 16. Lageranordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem radial außenliegenden hohlzylindrischen Abschnitt (5') des Trägerelements (5) und der Tragrolle (2) und/oder zwischen dem radial innenliegenden hohlzylindrischen Abschnitt (5") des Trägerelements (5) und dem Zwischenring (6) oder dem Ring (4) des Lagers (3) ein Dämpfungselement (8) aus Elastomer- oder Gummimaterial angeordnet ist. 17. Lageranordnung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Dämpfungselement (8) eine hohlzylindrische Form aufweist. 18. Lageranordnung nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Tragrolle (2) und dem Dämpfungselement (8) eine Hülse (9) angeordnet ist. 19. Lageranordnung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse (9) das Dämpfungselement (8) axial mittels eines sich radial nach innen erstreckenden Ringabschnitts (10) umgreift. 20. Lageranordnung nach Anspruch 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse (9) die Tragrolle (2) axial mittels eines sich radial nach außen erstreckenden Ringabschnitts (11) umgreift. 21. Lageranordnung nach einem der Ansprüche 18 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse (9) aus Blech besteht. 22. Lageranordnung nach einem der Ansprüche 18 bis 21, dadurch gekenn- zeichnet, dass zwischen der Tragrolle (2) und der Hülse (9) ein Dichtungselement (12), insbesondere ein O-Ring, angeordnet ist. 23. Lageranordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen mindestens zwei der Bauteile Ring (4) des Lagers (3), Zwischenring (6), hohlzylindrischem Abschnitt (5', 5") des Trägerelements (5), Dämpfungselement (8), Hülse (9) und Tragrolle (2) ein reibungserhöhendes Medium eingebracht oder eine Beschichtung aus einem reibungserhöhenden Medium auf mindestens eines der Bauteile aufgebracht ist. 24. Lageranordnung nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass das reibungserhöhende Medium Zink aufweist bzw. ist. 25. Lageranordnung nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass das reibungserhöhende Medium Diamant oder Bornitrid (CBN) aufweist. 26. Lageranordnung nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, dass das reibungserhöhende Medium Diamantenpaste ist. 27. Lageranordnung nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass das reibungserhöhende Medium Silizium-Karbid (SiC) oder Korund auf- weist. 28. Lageranordnung nach einem der Ansprüche 25 bis 27, dadurch gekennzeichnet, dass der Diamant, das Bornitrid, das Silizium-Karbid oder der Korund als Korn mit einem Durchmesserbereich zwischen 1 μm und 100 μm, insbesondere mit einem Durchmesserbereich zwischen 10 μm und 80 μm, vorliegt. 29. Lageranordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 28, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Lager (3) ein Wälzlager ist. 30. Lageranordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 29, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Tragrolle (2) als Rohr konstanter Wanddicke ausgebildet ist, das in beiden axialen Endbereichen mit je einem Lager (3) gelagert ist. |
Lageranordnung für eine Tragrolle
Die Erfindung betrifft eine Lageranordnung für eine zumindest abschnittsweise hohlzylindrisch ausgebildete Tragrolle, mit mindestens einem die Tragrolle lagernden Lager, wobei zwischen einem Ring des Lagers und der Tragrolle direkt oder indirekt ein Trägerelement angeordnet ist.
Für die Lagerung von Tragrollen sind im Stand der Technik diverse Möglichkeiten bekannt. Die DE 1 738 837 U offenbart eine gattungsgemäße Lageran- Ordnung. Eine solche Lösung ist auch aus der GB 592 043 A bekannt. Die DE 28 01 879 Al zeigt eine weitere ähnliche Lageranordnung, wobei auch eine elastomere Zwischenschicht zwecks Dämpfung des Systems zum Einsatz kommt. Eine als Trägerelement dienende Hülse verbreitert sich in einem axialen Endbereich radial und ist mit ihrem radial äußeren Bereich an der zylind- rischen Innenfläche der Tragrolle angeschweißt. Weitere Lageranordnungen zur gedämpften Lagerung einer Tragrolle sind aus der AT 215 887, aus der DE 24 00 701 Al und aus der US 3 362 760 bekannt.
Allen Lösungen ist es gemein, dass ein relativ hoher fertigungstechnischer Aufwand getrieben werden muss, um die Lageranordnung herzustellen. Teilweise müssen möglichst genau die Fertigungstoleranzen eingehalten werden, um eine Lageranordnung mit hoher Rundlaufgenauigkeit zu erhalten. Ferner ist auch mitunter die Steifigkeit des Aufbaus nicht ausreichend, insbesondere wenn - wie bei der DE 28 01 879 Al - radial verbreiterte Hülsenabschnitte am Inneren der Tragrolle festgeschweißt werden müssen.
Nachteilig ist es, dass die Tragrollenanordnungen ein relativ hohes Gewicht aufweisen. Dementsprechend sind die von der Lageranordnung zu tragenden Lasten hoch. Ferner ist es nachteilig, dass im Falle von Fehlstellungen zwischen der Achse des Lagers und der Achse der Tragrolle - beispielsweise im Falle des Einwirkens entsprechender Lasten auf die Tragrolle - hohe Belastungen in das Lager eingetragen werden können.
Der Erfindung liegt daher die A u f g a b e zu Grunde, eine Lageranordnung der eingangs genannten Art so fortzubilden, dass es möglich wird, die Anordnung wesentlich leichter auszuführen, ohne große Stabilitätseinbußen hinnehmen zu müssen. Weiterhin soll auch bei geringfügigen Fehlstellungen zwischen Lager und Tragrolle eine problemlose Lagerung derselben durch das Lager sichergestellt werden. Auch soll diese Lageranordnung kostengünstig herstellbar sein. Die für die Herstellung erforderlichen Toleranzen sollen möglichst groß sein dürfen, ohne Gefahr der Produktion von Ausschuss zu laufen.
Die L ö s u n g dieser Aufgabe durch die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass das Trägerelement zwei sich in Achsrichtung der Tragrolle bzw. des Lagers erstreckende hohlzylindrische Abschnitte aufweist, die mit einem sich in radiale Richtung oder in einem Winkel (zwischen 0° und 45°) zur radialen Richtung erstreckenden ringförmigen Abschnitt verbunden sind.
Dabei sind bevorzugt die hohlzylindrischen Abschnitte und der ringförmigen Abschnitt als einstückiges Bauteil ausgeführt. Die Erstreckung des ringförmigen Abschnitts in Achsrichtung beträgt vorzugsweise höchstens 20 %, besonders vorzugsweise höchstens 15 %, der Erstreckung der hohlzylindrischen Abschnitte in Achsrichtung.
Der ringförmige Abschnitt kann in der Mitte der axialen Erstreckung der hohlzylindrischen Abschnitte angeordnet sein.
Das Trägerelement kann aus Kunststoff, insbesondere aus Polyamid, beste- hen; möglich ist auch die Ausfuhrung des Trägerelements aus Leichtmetall, insbesondere aus Aluminium oder Magnesium.
Mindestens ein hohlzylindrischer Abschnitt kann an seiner vom ringförmigen Abschnitt entfernten radialen Umfangsfläche von der axialen Position des ringförmigen Abschnitts ausgehend konisch ausgebildet sein. Damit wird ein verbesserter axialer Halt des Trägerelements an den Umgebungsbauteilen erreicht. Bevorzugt kann vorgesehen werden, dass der Radius der inneren Umfangsfläche des inneren ringförmigen Abschnitts des Trägerelements von der axialen Position des ringförmigen Abschnitts aus abnimmt.
Um trotz des erreichten Leichtbaus des Trägerelements eine hinreichende Stabilität zu erreichen, kann es sich als vorteilhaft erweisen, wenn sich in radiale Richtung erstreckende flächig ausgebildete Stege zwischen den ringförmigen Abschnitten vorgesehen werden. Diese Stege sind bevorzugt mit dem ringförmigen Abschnitt verbunden sind, wobei eine besonders bevorzugte
Ausbildung die einstückige Ausbildung von ringförmigem Abschnitt und Stegen vorsieht. Die Stege können sich axial zwischen dem ringförmigen Abschnitt und den axialen Endbereichen des Trägerelements erstrecken. Eine Weiterbildung sieht vor, dass mehrere Stege äquidistant über den Umfang der hohlzylindrischen Abschnitte angeordnet sind, beispielsweise 4, 8 oder 8 Stege, und zwar beidseitig des ringförmigen Abschnitts.
Zwischen dem radial innenliegenden hohlzylindrischen Abschnitt des Trägerelements und dem Ring des Lagers kann ein Zwischenring angeordnet sein. Dieser Zwischenring kann mindestens einen den Ring des Lagers axial umgreifenden Bord aufweisen. Der Zwischenring kann aus Metall, insbesondere aus Stahl oder aus Leichtmetall, bestehen.
Zwischen dem radial außenliegenden hohlzylindrischen Abschnitt des Trägerelements und der Tragrolle und/oder zwischen dem radial innenliegenden hohlzylindrischen Abschnitt des Trägerelements und dem Zwischenring oder dem Ring des Lagers kann ferner in besonders bevorzugter Weise ein Dämp- fungselement aus Elastomer- oder Gummimaterial angeordnet sein.
Die Dämpfungsschicht besteht also bevorzugt aus einem Elastomer, insbesondere aus Polyurethan, oder aus Gummimaterial.
Das Dämpfungselement kann dabei eine hohlzylindrische Form aufweisen.
Zwischen der Tragrolle und dem Dämpfungselement kann eine Hülse angeordnet sein. Diese kann das Dämpfungselement axial mittels eines sich radial nach innen erstreckenden Ringabschnitts umgreifen. Die Hülse kann ferner die Tragrolle axial mittels eines sich radial nach außen erstreckenden Ringabschnitts umgreifen. Sie besteht beispielsweise aus Blech. Zwischen der Tragrolle und der Hülse kann ein Dichtungselement, insbesondere ein O-Ring, angeordnet sein. Zwischen mindestens zwei der Bauteile Ring des Lagers, Zwischenring, hohl- zylindrischem Abschnitt des Trägerelements, Dämpfungselement, Hülse und Tragrolle kann ein reibungserhöhendes Medium eingebracht oder eine Be- schichtung aus einem reibungserhöhenden Medium auf mindestens eines der Bauteile aufgebracht sein.
Als reibungserhöhendes Medium kann beispielsweise und bevorzugt Zink eingesetzt werden. Demgemäß kann z. B. ein (einseitig) verzinktes Blech (für die Hülse) vorgesehen werden, um den reibungserhöhenden Effekt zu erzie- len. Die Zinkschicht führt auch in vorteilhafter Weise zu einem Korrosionsschutz in der Passfuge. Ferner kann eine Zinkschicht sehr kostengünstig aufgebracht werden.
Das reibungserhöhende Medium kann dabei auch Diamant oder Bornitrid auf- weisen; es kann sich dabei insbesondere um Diamantenpaste handeln. Das reibungserhöhende Medium kann aber auch beispielsweise Silizium- Karbid oder Korund aufweisen.
Der Diamant, das Bornitrid, das Silizium-Karbid oder der Korund liegt dabei bevorzugt als Korn mit einem Durchmesserbereich zwischen 1 μm und 100 μm, insbesondere mit einem Durchmesserbereich zwischen 10 μm und 80 μm, vor.
Möglich ist es dabei auch, dass das kornförmige Material (z. B. die Diaman- ten, das Silizium-Karbid, das Korund oder das Bornitrid) mit einem Bindemittel auf den genannten Bauteilen gebunden ist. Dabei kommt als Bindemit- tel bevorzugt eine metallische Schicht ist Frage, insbesondere eine Schicht aus Nickel. Dieses kann durch einen galvanischen Prozess aufgebracht sein.
Die Beschichtung mit reibungserhöhender Eigenschaft kann alternativ auch eine Molybdänschicht sein. Diese ist bevorzugt durch Flammspritzen aufgebracht.
Das mindestens eine Lager ist bevorzugt als Wälzlager ausgeführt.
Die Tragrolle kann als Rohr konstanter Wanddicke ausgebildet sein, das in beiden axialen Endbereichen mit je einem Lager gelagert ist.
Mit der vorgeschlagenen Lösung ergibt sich in vorteilhafter Weise, dass eine sehr leichte und dennoch stabile Ausbildung der Tragrollenanordnung erreicht werden kann.
Vorteilhaft ist auch, dass im Falle geringfügiger Fehlstellungen zwischen Lager und Tragrolle diese durch das im Querschnitt Doppel-T-förmig ausgebildete Trägerelement leicht ausgeglichen werden können.
Die benötigten Bauteile sind sehr einfach ausgebildet, weshalb die Herstellung der Lageranordnung sehr wirtschaftlich erfolgen kann.
Die bevorzugt vorgesehene Dämpfungsschicht aus Elastomer- oder Gummi- material sorgt für einen Rundheitsausgleich und eine Schwingungsentkopplung. Ferner werden hierdurch stoßartige Lasten besser abgefangen. Ein weiterer wesentlicher Vorteil der vorgeschlagenen Lösung beim Einsatz der reibungserhöhenden Beschichtung ist, dass die Drehmomentübertragung wesentlich verbessert werden kann. Es können höchste Drehmomente übertragen werden, ohne dass es zu einem Lösen der Verbindung der Bauteile kommt. Weiterhin ist ein Durchrutschen von Bauteilen weitgehend ausgeschlossen. Dies macht sich besonders vorteilhaft bemerkbar, wenn Umlaufbiegung im Betrieb der Tragrolle auftritt, die aufgrund der gewählten Ausgestaltung der Lageranordnung keine negative Wirkung entfalten kann.
Umgekehrt ist bei vorgegebenem zu übertragenden Drehmoment eine kleinere und leichtere Konzeption der Lageranordnung möglich.
Dieses Ergebnis ist bereits bei einem relativ kurzen Passungssitz zwischen den beteiligten Bauteilen erreichbar.
Die vorgeschlagene Lageranordnung wird bevorzugt im Tagebau eingesetzt und ist hier ein wesentlicher Bestandteil einer Tragrollenvorrichtung. Hier besteht ein hoher Bedarf an qualitativ hochwertigen und leichten Lageranordnungen, die sich durch eine hohe Lebensdauer und einen komfortablen Be- trieb auszeichnen.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
Fig. 1 zeigt den Radialschnitt durch eine Lageranordnung mit einer Tragrol- Ie, die von einem Lager gelagert wird,
Fig. 2 zeigt den Radialschnitt durch ein Trägerelement der Lageranordnung gemäß einer alternativen Ausfuhrungsform und Fig. 3 zeigt in perspektivischer Darstellung das Trägerelement der Lageranordnung in einer weiter alternativen Ausfuhrungsform.
In Fig. 1 ist eine Lageranordnung 1 zu sehen, die dazu dient, eine Tragrolle 2 einer Fördereinrichtung zu lagern. Dargestellt ist eine Welle 13, auf der ein Rillenkugellager 3 festgelegt ist. Der Außenring 4 des Rillenkugellagers 3 trägt einen Zwischenring 6, der einen einseitigen Bord 7 aufweist, der den Außenring 4 axial umgreift und für ihn eine axiale Anlage bildet.
Die Tragrolle 2 ist als hohlzylindrisches Bauteil, also als Rohr, ausgebildet, wobei in beiden axialen Endbereichen eine Lageranordnung 1 angeordnet ist, wie sie in der Figur zu sehen ist. In die nach innen gerichtete Oberfläche der Tragrolle 2 ist eine Hülse 9 eingepresst, die mit Presspassung in der Tragrolle 2 sitzt. Zwischen der Hülse 9 und dem Zwischenring 6 sind - radial weiter außenliegend - ein Dämpfungselement 8 aus Elastomer- oder Gummimaterial angeordnet und - radial weiter innenliegend - ein Trägerelement 5.
Das Dämpfungselement 8 ist vorliegend als hohlzylindrische Schicht ausge- führt. Das Elastomer- bzw. Gummimaterial kann mit der Hülse 9 und/oder mit dem Trägerelement 5 durch einen Spritzgießprozess oder durch einen Vulkanisationsprozess direkt verbunden sein.
Wesentlich ist, dass das Trägerelement 5 zwei sich in Achsrichtung a der Tragrolle 2 bzw. des Lagers 3 erstreckende hohlzylindrische Abschnitte 5' und 5" aufweist, die mit einem sich in radiale Richtung r erstreckenden ringförmigen Abschnitt 5'" verbunden sind. Möglich ist es auch, dass der ring- förmige Abschnitt 5'" zur radialen Richtung einen Winkel einschließt (nicht dargestellt); dieser Winkel kann bis zu 45° betragen.
Demnach hat das Trägerelement 5 im dargestellten Radialschnitt eine Doppel- T-förmige Ausgestaltung, die es ermöglicht, dass Fehlstellungen zwischen den Achsen der Tragrolle 2 und des Lagers 3 elastisch ausgeglichen werden können, ohne hohe Kräfte im Lager zu verursachen - über die elastische Wirkung des Dämpfungselements 8 hinaus.
Erreicht bzw. begünstigt wird dies dadurch, dass die Erstreckung t des ringförmigen Abschnitts 5'" in Achsrichtung a höchstens 20 %, vorzugsweise höchstens 10 % bis 15 %, der Erstreckung T der hohlzylindrischen Abschnitte 5', 5" in Achsrichtung a beträgt.
Vorteilhaft ist, dass in mindestens einem axialen Abschnittsbereich der Tragrolle 2 zwischen der inneren zylindrischen Oberfläche der Tragrolle 2 und dem Dämpfungselement 8 die Hülse 9 angeordnet ist, die die Tragrolle 2 einseitig axial überragt und im axialen Endbereich der Tragrolle 2 einen sich radial nach außen erstreckenden Ringabschnitt 11 aufweist. Dieser Ringab- schnitt 11 kann auch als Auskragung angesprochen werden und bildet einen definierten axialen Anschlag für die Tragrolle 2. Eine axiale Fixierung der Tragrolle 2 relativ zur Hülse 9 ist damit in vereinfachter Weise möglich.
Die Tragrolle 2 und die Hülse 9 sind dabei fest miteinander verbunden, was z. B. durch eine Verschweißung unterstützt werden kann. Die Dichtigkeit zwischen Hülse 9 und Tragrolle 2 kann durch ein Dichtungselement 12 - im Aus- führungsbeispiel in Form eines O-Rings - hergestellt werden. Andererseits umgreift ein Ringabschnitt 10 am anderen axialen Ende der Hülse 9 das Dämpfungselement 8 und bietet insoweit für dieses einen axialen Anschlag.
In Fig. 2 ist zu sehen, dass für das Trägerelement 5 auch vorgesehen werden kann, dass die radial innere Oberfläche des hohlzylindrischen Abschnitts 5" (und/oder die radial äußere Oberfläche des hohlzylindrischen Abschnitts 5' - ist nicht dargestellt) einen konischen Verlauf haben kann. Vorliegend erstreckt sich die radial innere Oberfläche des hohlzylindrischen Abschnitts 5" beiderseits der Mitte, d. h. beiderseits des ringförmigen Abschnitts 5'", konisch radial zu den axialen Enden des hohlzylindrischen Abschnitts 5" abfallend. Der Konuswinkel α ist hier übertrieben dargestellt. Es liegt zumeist im Bereich einiger weniger Grad, z. B. bei 1 bis 5°. Demgemäß liegt ein verbesserter axialer Halt zwischen dem Trägerelement 5 und dem Zwischenring 6 vor.
In Fig. 3 ist illustriert, mit welcher Maßnahme eine wesentliche Stabilitätserhöhung des Trägerelements 5 erreicht werden kann, ohne das Gewicht einer massiven Hülse in Kauf nehmen zu müssen. Hier sind beiderseits des ring- förmigen Abschnitts 5'" Stege 14 vorgesehen, die einstückig mit den Abschnitten 5', 5" und 5'" ausgeführt sind und die sich axial von dem ringförmigen Abschnitt 5'" bis zum axialen Ende der Abschnitte 5', 5" erstrecken. Im Ausfuhrungsbeispiel sind vier Stege (auf jeder Seite des ringförmigen Abschnitts 5'") vorgesehen, die äquidistant über den Umfang verteilt angeordnet sind. Bezueszeichenliste
1 Lageranordnung
2 Tragrolle
3 Lager (Wälzlager)
4 Ring des Lagers (Außenring)
5 Trägerelement
5' hohlzylindrischer Abschnitt
5" hohlzylindrischer Abschnitt
5'" ringförmiger Abschnitt
6 Zwischenring
7 Bord
8 Dämpfungselement
9 Hülse
10 Ringabschnitt
11 Ringabschnitt
12 Dichtungselement (O-Ring)
13 Welle
14 Steg
a Achsrichtung r radiale Richtung t Erstreckung des ringförmigen Abschnitts
T Erstreckung der hohlzylindrischen Abschnitte α Winkel
