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Patent Searching and Data


Title:
BEARING FOR A DRIVE PINION SHAFT, ESPECIALLY AN ALL-WHEEL FRONT-AXLE TRANSMISSION
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2005/111443
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a front-axle differential of an all-wheel drive train. According to the invention, the bearing of the pinion shaft (6) is arranged in an inset and consists of tapered roller bearings (7,8) in an O-shaped arrangement, the prestress thereof being adjusted over a pre-defined course.

Inventors:
Nied, Hartmut (Erbachstrasse 19, Waiblingen, 71336, DE)
Oetken, Wolfgang (Lichtensteinstrasse 3, Wendlingen, 73240, DE)
Scholz, Ulrich (Im Malerwinkel 1, Nürtingen, 72622, DE)
Application Number:
PCT/EP2005/005163
Publication Date:
November 24, 2005
Filing Date:
May 12, 2005
Export Citation:
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Assignee:
DAIMLERCHRYSLER AG (Epplestrasse 225, Stuttgart, 70567, DE)
Nied, Hartmut (Erbachstrasse 19, Waiblingen, 71336, DE)
Oetken, Wolfgang (Lichtensteinstrasse 3, Wendlingen, 73240, DE)
Scholz, Ulrich (Im Malerwinkel 1, Nürtingen, 72622, DE)
International Classes:
F16C19/34; F16C19/56; F16C23/06; F16C25/06; F16C35/06; F16C35/077; F16H57/021; F16H57/038; F16H48/42; F16H57/022; (IPC1-7): F16C23/06; F16C19/34; F16C35/06; F16C35/077; F16H57/02
Foreign References:
EP1367299A22003-12-03
DE19953092A12001-06-21
DE10004419A12000-12-14
DE10043799A12002-03-14
DE19808566C11999-07-15
Attorney, Agent or Firm:
Burckhardt, Klaus (DaimlerChrysler AG, Intellectual Property Management IPM-C106, Stuttgart, 70546, DE)
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Claims:
Patentansprüche
1. Lagerung für eine Antriebsritzelwelle (6) eines Achsge¬ triebes, insbesondere eines AllradVorderachsgetriebes, bei welchem zwei Lagerinnenringe von Wälzlagern (7, 8) in OAnordnung zwischen einem Antriebsritzel (34) und einem Gewindeträger (36) axial vorgespannt sind, wobei diese Vorspannung der Lagerung mittels individuell angepasster WegEinstellmittel erfolgt, die zwischen dem Gewindeträ¬ ger (36) und dem letzterem näher stehenden Lagerinnenring angeordnet sind.
2. Lagerung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der dem Gewindeträger (36) näher stehende Lagerin¬ nenring (19) an dessen dem anderen Lagerinnenring (18) zu¬ gewandtem Ende im wesentlichen spannungsfrei liegt.
3. Lagerung nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der dünnwandigste Lagerin¬ nenringbereich außerhalb des Flusses (98 bzw. 99) der Vorspannung liegt.
4. Lagerung nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das WegEinstellmittel (32, 30, 28) parallel zum Fluss der Vorspannung liegt.
5. Lagerung nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Gewindeträger (36) ei¬ nerseits zumindest mittelbar über das WegEinstellmittel (32) an einem Absatz (31) der Antriebsritzelwelle (6) an¬ liegt und in der selben axialen Abstützrichtung zumindest mittelbar an dem dem Gewindeträger (36) näher stehenden Lagerinnenring (19) abgestützt ist.
6. Lagerung nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Fluss (98) der Vorspan¬ nung zwischen dem Gewindeträger (36) und dem letzterem näher stehende Lagerinnenring ein Anschlussflansch (22) verspannt ist, welcher mittels WelleNabeVerzahnung axi alverschieblich und drehfest mit der Antriebsritzelwelle (6) verbunden ist.
7. Lagerung nach Patentanspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlussflansch (22) einerseits zumindest mit¬ telbar über das WegEinstellmittel (30) an einem Absatz (29) der Antriebsritzelwelle (6) anliegt und in der sel¬ ben axialen Abstützrichtung zumindest mittelbar an dem dem Gewindeträger (36) näher stehende Lagerinnenring (19) abgestützt ist.
8. Lagerung nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das WegEinstellmittel eine Distanzscheibe (32 bzw. 28 bzw. 30) ist.
9. Lagerung nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Lageraußenringe in die aufeinander zu weisende Richtung an einer Lager¬ buchse (100) abgestützt sind.
Description:
Lagerung für eine Antriebsritzelwelle insbesondere eines All¬ rad-Vorderachsgetriebes

Die Erfindung betrifft gemäß Patentanspruch 1 eine Lagerung für eine Antriebsritzelwelle, insbesondere eines Allrad- Vorderachsgetriebes.

Bei einer bekannten Lagerung der eingangs genannten Art (DE 198 08 566 Cl) einer Antriebswelle eines Achsgetriebes eines Kraftfahrzeuges in einem Achsgehäuse mit zwei unter O-Anordnung in den Richtungen der Lagerachse gegeneinander versetzten Kegelrollenlagern ist jeweils bezüglich der von der O-Anordnung weg weisenden Richtung der Lagerachse der Lagerinnenring des einen, dem gehäusinneren Wellenende der Antriebswelle zugeordneten Lagers gegenüber einer bewegungs- festen Axiallagerfläche der Antriebswelle - dagegen der Lagerinnenring des anderen, dem gehäuseäußeren Wellenende der Antriebswelle zugeordneten Lagers gegenüber dem Wellenende abstützbar. Der Lageraußenring des dem gehäuseinneren Wellenende der Antriebswelle zugeordneten Lagers ist durch einen ringförmigen Gehäuseeinsastz sowohl radial nach außen als auch in der auf die O-Anordnung hin weisenden Richtung der Lagerachse gegenüber dem Achsgehäuse abgestützt. Der Ge¬ häuseeinssatz, welcher als ein vom Achsgehäuse getrenntes Bauteil ausgebildet und konzentrisch zur Lagerachse ausge¬ richtet ist, weist an seinem Außenumfang einen Ringflansch auf. Der Ringflansch und die Kegelrollen des durch den Gehäu¬ seeinsatz abgestützten Lagers sind derart in einem Bereich der Lagerachse angeordnet, dass die Resultierende der Lager- kraft im axialen Bereich des Ringflansches in den Gehäuseein¬ satz eingeleitet wird. Bei dieser bekannten Lagerung sollen die sich sonst bei Ver¬ wendung von zwei besonderen Gehäuseeinsätzen aus Stahl für die Abstützung je eines der Kegelrollenlager und bei Verwen¬ dung von Aluminium als Werkstoff für das diese zwei getrenn¬ ten Gehäuseeinsätze halternde Achsgehäuse aufgrund der unter¬ schiedlichen Wärmeausdehnungskoeffizienten von Stahl und Alu¬ minium zwangsläufig einstellenden Nachteile wie Spiel zwi¬ schen jeweiligem Gehäuseeinsatz und Achsgehäuse bzw. Längen¬ differenzen zwischen Achsgehäuse und Antriebsritzelwelle und dgl . vermieden sein. Dies soll dadurch erreicht sein, dass das Achsgehäuse aus Leichtmetall besteht und dass die radia¬ le Abstützung des Lageraußenringes des dem gehäuseäußeren Wellenende zugeordneten Lagers unmittelbar in einem Lagerauge des Achsgehäuses erfolgt und ein Winkel γ, der zwischen der Wälzfläσhe des Lageraußenringes des dem gehäuseäußeren Welle¬ nende der Antriebswelle zugeordneten Lagers und der Lagerach¬ se der Antriebswelle eingeschlossen wird, ein Abstand L zwi¬ schen einer ersten axialen Stützfläche des Achsgehäuses für den Lageraußenring des dem gehäuseäußeren Wellenende der An¬ triebswelle zugeordneten Lagers und einer zweiten Stützfläche des Achsgehäuses für den Ringflansch, ein dem Werkstoff des Achsgehäuses zugehöriger Wärmeausdehnungskoeffizient αG, ein dem Werkstoff der Antriebswelle und des Einsatzes angehöriger zweiter Wärmeausdehnungskoeffizient αL, eine Temperaturdiffe¬ renz Δtβ zwischen der Temperatur des Achsgehäuses, bei der der Presssitz zwischen dem Lagerauge des Achsgehäuses und dem dem gehäuseäußeren Wellenende der Antriebswelle zugeordneten Lager gegen Null geht und der Ausgangstemperatur sowie eine Temperaturdifferenz ΔtL zwischen der mittleren Temperatur der Antriebswelle und des dem gehäuseäußeren Wellenende der Antriebswelle zugeordneten Lagers, bei der der Presssitz zwi¬ schen diesem Lager und dem Lagerauge des Achsgehäuses gegen NuI geht und der Ausgangstemperatur sowie eine Durchmesser¬ differenz ΔdL zwischen dem Außendurchmesser des Lageraußen- ringes im entspannten Zustand und dem Außendurchmesser des Lagerauges im eingebauten Zustand bei Raumtemperatur im Ver¬ hältnis

L«(otG»ΔtG« αL»ΔtL)> L " ^ tan γ zueinander stehen.

Ferner ist aus der nicht vorveröffentlichten DE 103 31 348.6- 12 bereits eine Lagerung für ein Achsgetriebe bekannt.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine hinsichtlich der Lagervor¬ spannung genau einstellbare Lagerung einer Antriebsritzelwel¬ le zu schaffen.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den Merkmalen von Pa¬ tentanspruch 1 gelöst.

Erfindungsgemäß ist eine Wälzlagerung in O-Anordnung zur La¬ gerung der Antriebsritzelwelle vorgesehen. Diese Lagerung kann insbesondere eine Kegelrollenlagerung sein. Dabei steht ein Kegelrollenlager dem Ritzelkopf näher und ein anderes Ke¬ gelrollenlager steht einem schraubbaren Gewindeträger näher, mit welchem die Vorspannung in die Lagerung eingebracht wird. Der Gewindeträger wird zur Herstellung der Lagervorspannung erfindungsgemäß solange in axialer Richtung auf den Ritzel- köpf geschraubt, bis er so fest gegen einen Absatz der An¬ triebsritzelwelle anliegt, dass eine weitere Verschraubung nicht mehr möglich ist. Zwischen dem Gewindeträger und dem Ritzelkopf werden somit die beiden Lagerinnenringe verspannt, wobei sie sich im Fluss der Spannung über die Lageraußenringe gegeneinander an einem Einsatz im Gehäuse abstützen. Demzu¬ folge wird die Lagervorspannung über den axialen Einstellweg vorgegeben. Dieser Einstellweg, der vorgibt, wie weit der ritzelkopfferne Lagerinnenring auf den ritzelkopfnahen Lagerinnenring ver¬ schoben wird, wird mittels individuell angepasster Weg- Einstellmittel vorgegeben, die zwischen dem Gewindeträger und dem diesem näher stehenden Lagerinnenring angeordnet sind. Die individuell angepassten Weg-Einstellmittel können insbe¬ sondere Distanzscheiben bzw. Distanzringe sein. Ebenso kann jedoch auch individuell angepasst Material von - einem Absatz der Antriebsritzelwelle oder dem Gewindeträger oder einer Hülse zwischen Gewindeträger und Lagerinnenring oder dem Lagerinnenring selbst abgeschliffen werden. Der Distanzring bzw. die Materialabnäh¬ me kann dabei direkt im Fluss der Spannung von dem Gewinde- träger auf den Lagerinnenring liegen. Ebenso kann der Dis¬ tanzring bzw. die Materialabnahme parallel zu letzteren Fluss der Spannung liegen und dabei die Distanz zwischen dem Gewin¬ deträger und dem Absatz der Antriebsritzelwelle bestimmen, so dass damit auch der Abstand des zumindest indirekt am Gewin¬ deträger anliegenden Lagerinnenringes zur Antriebsritzelwelle bestimmt wird. Dabei kann der Abstand des ritzelkopfnahen La¬ gerinnenringes vorgegeben sein, indem dieser am Ritzelkopf anliegt .

Der Gewindeträger kann insbesondere eine Einstellmutter sein. Zwischen dem ritzelkopffernen Lagerinnenring und dieser Ein¬ stellmutter kann insbesondere ein Anschlussflansch axialver- schieblich und koaxial auf der Antriebsritzelwelle aufge¬ steckt sein. Dieser Anschlussflansch zur Drehmomentübertagra- gung kann sich somit in besonders vorteilhafter Weise einer¬ seits direkt oder indirekt am Gewindeträger und andererseits am Lagerinnenring axial abstützen. Die Erfindung ist dabei besonders vorteilhaft in Kombination mit einem solchen axial- verschieblichen Anschlussflansch, da zur Drehmomentübertra¬ gung vom Anschlussflansch auf die Antriebsritzelwelle eine Keilwellenverbindung vorgesehen sein kann, die zwar die ge- forderte Axialverschlieblichkeit gewährleistet, jedoch star¬ ken Fertigungstoleranzen unterworfen ist. Infolge der erfin¬ dungsgemäßen Weg-Einstellung spielt die toleranzbedingt streuende Reibung an der Keilwellenverzahnungen bei Herstel¬ lung der Lagervorspannung beispielsweise im Gegensatz zur La¬ gervorspannungseinstellungen mittels Reibmomentmessung keine Rolle.

Erfindungsgemäß ist die Einstellung der Lagervorspannung auch deshalb besonders genau, da der dünnste Bereich der beiden Lagerinnenringe erfindungsgemäß nicht zwischen zwei Axialab¬ sätzen verspannt wird. Dieser dünnste Bereich liegt an den aufeinander zuweisenden axialen Enden der Lagerlaufbahnen der beiden Innenringe. Würde der Lagerinnenring entgegen der Er¬ findung zwischen einer Einstellmutter und einem axialen Ab¬ satz verspannt werden und sich infolge der geringen Material- stärke am dünnsten Bereich verformen, so wäre eine Vorspan¬ nungseinstellung infolge der je nach Lager toleranzbedingt sehr stark streuenden Verformungen am Lagerinnenring ungenau und nicht reproduzierbar. Der dünnste Bereich ist dabei umso dünner, je größer der Winkel ist, der zwischen der Wälzkör¬ perlängsachse und der Lagerlängsachse bzw. Antriebritzelwel- lenlängsachse aufgespannt wird.

Die erfindungsgemäße Konfiguration macht ein Ausmessen der notwendigen Dicke der Distanzscheibe bzw. der Materialabnähme am Absatz nötig. Beim Großserieneinsatz ist dabei das Vorhal¬ ten einer großen Anzahl von Distanzscheiben unterschiedlicher Dicke von Vorteil, wohingegen beim mittelgroßen Serieneinsatz und bei der Einzelstückfertigung auch die besagte Materialab¬ nahme in Frage kommt. Insbesondere die Nutzfahrzeugproduktion ist relativ zur Pkw-Produktion als mittelgroßer Serieneinsatz zu sehen. Das Ausmessen der notwendigen Dicke bzw. Material- abnähme kann sowohl mit dem „Push-pull"-Verfahren durch „Zie¬ hen" und „Drücken" erfolgen. Ebenso kann durch exaktes Aus- messen der Lagereinheit im vorgespannten Zustand die notwen¬ dige Dicke bzw. Materialabnähme ermittelt werden.

„Push-pul1"-Verfahren: Dabei kann die erforderliche axiale Abmessung des Distanzringes dadurch bestimmt werden, dass durch axiales "Ziehen" und "Drücken" der Antriebsritzelwelle mit der ge¬ wünschten Vorspannkraft im vormontierten Zustand der Lagerung im Getriebegehäuse der sich einstellende Abstand zwischen dem Lagerinnenring des ritzelfernen Wälzlagers und dem signifi¬ kanten Anschlag an der Antriebsritzelwelle gemessen und dar¬ aus die axiale Abmessung des Distanzringes festgelegt wird. Im weiteren Montageablauf werden der Distanzring, der Lage¬ rinnenring und die Nabe des Antriebsflansches auf die An¬ triebsritzelwelle aufgesetzt und durch Festschrauben der Ge¬ windemutter mit einem vorgegebenen Drehmoment axial gegen den signifikanten Anschlag bzw. Absatz verspannt.

Exaktes Ausmessen: Dabei können die beiden Kegelrollenlager in besonders vor¬ teilhafter Weise mit einem Gehäuseeinsatz als Lagereinheit vormontiert werden. Die beiden Lagerinnenringe werden zwi¬ schen zwei Stempeln bzw. Hohldornen unter der später notwen¬ digen Vorspannung exakt verspannt. Dann wird die Lagereinheit in dieser Aufspannung ausgemessen. Bei Verwendung eines Hohl- dornes zur Verspannung der Lagereinheit kann der Messfühler durch den Hohldorn durchgeführt werden.

Die Erfindung ist nachstehend anhand von drei in der Zeich¬ nung schematisch dargestellten Ausführungsformen näher be¬ schrieben. In der Zeichnung bedeuten:

Fig.1 einen in einer die Lagerachse enthaltenden Gehäu¬ seebene gelegten Teilschnitt durch eine Lagerung nach der Erfindung in der ersten Ausführungsform, Fig.2 einen in einer die Lagerachse enthaltenden Gehäu¬ seebene gelegten Teilschnitt durch eine Lagerung nach der Erfindung in der zweiten Ausführungs- form, wobei mehrere in Fig. 1 detailliert darge¬ stellte Bauteile zeichnerisch zu einem Gehäuse¬ einsatz zusammengefasst sind,

Fig.3 einen in einer die Lagerachse enthaltenden Gehäu¬ seebene gelegten Teilschnitt durch eine Lagerung nach der Erfindung in der dritten Ausführungs¬ form, wobei mehrere in Fig. 1 detailliert darge¬ stellte Bauteile zeichnerisch zu einem Gehäuse¬ einsatz zusammengefasst sind, und

Fig.4 eine Lagereinheit, welche Anwendung in den vorge¬ nannten Ausführungsbeispielen finden kann.

Gemäß Fig. 1 rotiert eine Antriebsritzelwelle 6 mit einem An¬ triebsritzel 34 innerhalb einer Lagereinheit um eine Lager¬ achse 14-14. Mit dem Antriebsritzel 34 kämmt ein nicht näher dargestelltes Tellerrad.

Die Antriebsritzelwelle 6 ist über zwei Kegelrollenlager 7, 8 in einer Lagerbuchse 100 gelagert. Das Kegelrollenlager 8 bildet dabei ein Ritzelflanschlager bzw. ein ritzelkopffernes Lager. Hingegen bildet das Kegelrollenlager 7 ein Antriebs- ritzellager bzw. ein ritzelkopfnah.es Lager. Zur Wellenlage¬ rung weist die Lagerbuchse 100 zwei radiale Lagerflächen und zwei als Lagerschulter ausgebildete Axialanlageflächen auf. Die Lagerbuchse 100 ist in radialer Richtung über eine Pass¬ fläche in einem Getriebegehäuse 11 und in einem Lagerteil 101 gelagert. Die Lagerbuchse 100 ist über ein Außengewinde 102 mit dem Lagerteil 101 verschraubt. Das Lagerteil 101 ist als Lagerdeckel ausgebildet und weist ein entsprechendes Innenge¬ winde 103 auf. Der Lagerdeckel ist über mehrere Schraubbefes¬ tigungen 35 mit dem Getriebegehäuse 11 verschraubt. Dazu ist ein separater Ringflansch 104 vorgesehen, der das Lagerteil 101 und die Lagerbuchse 100 mittels der Schraubbefestigung 35 gegen eine am Getriebegehäuse 11 anliegenden Distanzscheibe 105 verspannt. Die Position des Antriebsritzels 34 zum Tel¬ lerrad wird in kaltem Temperaturzustand in axialer Richtung über diese Distanzscheibe 105 festgelegt. Neben der Distanz¬ scheibe 105 ist zwischen dem Getriebegehäuse 11 und dem La¬ gerdeckel 101 radial innerhalb der Distanzscheibe 105 ein als O-Ring ausgeführter Dichtring 106 vorgesehen. Eine Einstel¬ lung der Lagervorspannung der Lagereinheit erfolgt über einen Distanzring 32.

Insbesondere in folgenden Punkten stimmen auch die Ausfüh¬ rungsbeispiele gemäß Fig. 2 und Fig. 3 mit dem Ausführungs- beispiel gemäß Fig. 1 überein:

Die Antriebsritzelwelle 6 ist an ihrem einen Wellenende mit dem koaxialen Antriebsritzel 34 einteilig ausgebildet, wel¬ ches eine kegelförmige Außenverzahnung 5 aufweist. Ferner ist die Antriebsritzelwelle 6 durch das nahe zum Antriebsritzel 34 angeordnetes Wälzlager 7 und durch das entfernt zum An¬ triebsritzel 34 angeordnetes Wälzlager 8 in einem zeichne¬ risch lediglich angedeuteten Getriebegehäuse 11 gelagert, wo¬ bei die Lagerachse 14-14 und die Mittelachse der Antriebsrit¬ zelwelle 6 zusammenfallen. Die Wälzlager 7 und 8 sind als Ke¬ gelrollen-Lager ausgebildet, in O-Anordnung zueinander ausge¬ richtet und mit ihrem jeweiligen Außenlaufring 9 bzw. 10 in einem korrespondierenden Lagerauge 12 bzw. 13 eines ringför- migen mehrteiligen Gehäuseeinsatzes 15 - sowohl radial als auch in den aufeinander zu weisenden Richtungen der Lagerach¬ se 14-14 axial - jeweils im wesentlichen starr abgestützt. Zur Vereinfachung ist der mehrteilige Gehäuseeinsatz 15 in Fig. 2 und Fig. 3 zeichnerisch einteilig dargestellt. Dabei ist es jedoch auch in der Praxis möglich, diesen Gehäuseein¬ satz 15 einteilig herzustellen.

Der Gehäuseeinsatz 15 weist den radial außen liegenden Ring¬ flansch 104 auf, welcher durch Schraubbefestigungen 35 bewe¬ gungsfest, jedoch lösbar an dem Getriebegehäuse 11 fixiert ist .

Die Antriebsritzelwelle 6 weist je einen Lagersitz 16 bzw. 17 für die Lagerinnenringe 18 und 19 der beiden Wälzlager 7 und 8 sowie je ein axiales Widerlager 20 bzw. 21 zu ihrer direk¬ ten oder mittelbaren Abstützung an dem einen Lagerinnenring 18 bzw. 19 in der auf den anderen Lagerinnenring 19 bzw. 18 weisenden Richtung der Lagerachse 14-14 auf.

Während das dem Lagerinnenring 18 des ritzelnahen Wälzlagers 7 zugeordnete axiale Widerlager 20 einteilig mit der An¬ triebsritzelwelle 6 ausgebildet ist, wird für das andere axi¬ ale Widerlager 21 eine dem betreffenden Lagerinnenring 19 zu¬ gekehrte Stirnfläche einer Gewindemutter 36 verwendet, welche auf das als Gewindestirnzapfen ausgebildete benachbarte Wel¬ lenende 37 der Antriebsritzelwelle 6 aufgeschraubt und axial gegenüber der Antriebsritzelwelle 6 gesichert ist.

Das axiale Widerlager 21 der Antriebsritzelwelle 6 stützt sich an dem zugeordneten Lagerinnenring 19 des ritzelfernen Wälzlagers 8 mittelbar über eine Nabe 22 eines Antriebsflan¬ sches 23 ab, an welchen eine letztlich von einem Antriebsmo- tor her antreibbare Gelenkwelle angelenkt werden kann. Die Nabe 22 ist konzentrisch zur Antriebsritzelwelle 6 angeordnet und mit letzterer durch eine Keilwellenverzahnung 27 drehfest verbunden. Die Gelenkwelle kann insbesondere die Seitenwelle des vorderen Abtriebs eines Allrad-Antriebsstranges sein. E- benso kann die Gelenkwelle jedoch auch die Kardanwelle eines Hinterachsantriebes sein.

Die drei Ausführungsformen der Lagerung nach der Erfindung unterscheiden sich durch die jeweils besondere Anordnung bzw. axiale Lage eines zur Sicherung der Lagervorspannung konzen¬ trisch auf der Antriebsritzelwelle 6 vorgesehenen Distanzrin¬ ges relativ zu den Wälzlagern 7,8.

Bei der ersten Ausführungsform gemäß Fig. 1 weist die An¬ triebsritzelwelle 6 einen als signifikanten axialen Anschlag 31 genutzten konzentrischen ringförmigen Absatz zwischen der Keilwellenverzahnung 27 für den drehfesten Eingriff der Nabe 22 des Antriebsflansches 23 und deren im Durchmesser abge¬ stuften Gewindestirnzapfen 37 auf, wobei der betreffende Dis¬ tanzring 32 direkt zwischen den Anschlag 31 und das axiale Widerlager 21 eingefügt ist und die den radial zu ihr innen angeordneten Distanzring 32 übergreifende Nabe 22 beim Fest¬ ziehen der Gewindemutter 36 mit ihren Stirnseiten direkt mit Widerlager 21 und Lagerinnenring 19 in gegenseitige Anlage gelangt .

Durch die mittelbare Abstützung der Gewindemutter 36 über den Distanzring 32 am signifikanten Anschlag 31 ist bei dieser Ausführungsform gewährleistet, dass ein Festschrauben der Ge¬ windemutter 36 nicht zu einer Erhöhung der Lagervorspannung über den Konstruktionswert hinausführen kann, weil auch hier die Feststellkräfte an der Gewindemutter 36 von den Wälzla- gern 7, 8 - insbesondere wiederum vom Lagerinnenring 19 - ab¬ geschaltet sind.

Dabei ist in der Zeichnung der Fluss der Vorspannung darge¬ stellt, wobei dieser sich in zwei parallele Flüsse 98, 99 aufteilt. Dabei liegt der Distanzring 32 im Fluss 99 parallel zum Fluss 98.

Bei der zweiten Ausführungsform gemäß Figur 2 weist die An¬ triebsritzelwelle 6 einen konzentrischen, zwischen dem Lager¬ sitz 17 für den Lagerinnenring 19 und der im Durchmesser ab¬ gestuften axialen Mitnahmeverzahnung 27 der Antriebsritzel- welle 6 ausgebildeten, als signifikanter Anschlag 26 genutz¬ ten ringförmigen Absatz auf, wobei der betreffende Distanz¬ ring 28 zwischen den Lagerinnenring 19 des ritzelfernen Wälz¬ lagers 8 und die axial an dem signifikanten Anschlag 26 abge¬ stützte Nabe 22 eingefügt ist. Bei dieser Ausführungsform ist' durch die Abstützung der Nabe 22 am signifikanten Anschlag 26 ebenfalls sichergestellt, dass ein Festschrauben der Gewin¬ demutter 36 nicht zu einer Erhöhung der Lagervorspannung über den Konstruktionswert hinaus führen kann - jedoch zusätzlich der Vorteil erreicht, dass die Feststellkräfte an der Gewin¬ demutter 36 von den Wälzlagern 7,8 - insbesondere von dem La¬ gerinnenring 19 - abgeschaltet sind, so dass auch keine gege¬ benenfalls elastische Verformung dieses Lagerinnenringes auf¬ treten kann, welche andernfalls zu einer störenden Beeinflus¬ sung der Lagervorspannung führen könnte.

Diese Vorteile der zweiten Ausführungsform sind auch bei der dritten Ausführungsform gemäß Fig. 3 gegeben, bei welcher die Antriebsritzelwelle 6 ebenfalls einen konzentrischen, zwi¬ schen dem Lagersitz 17 für den Lagerinnenring 19 und der im Durchmesser abgestuften axialen Mitnahmeverzahnung 27 der An- triebsritzelwelle 6 ausgebildeten, als signifikanten axialen Anschlag 29 genutzten ringförmigen Absatz aufweist, wobei der betreffende Distanzring 30 zwischen den Anschlag 29 und die Nabe 22 des Antriebsflansches 23 eingefügt ist. Bei dieser Ausführungsform übergreift der Lagerinnenring 19 des ritzel¬ fernen Wälzlagers 8 den zu ihm radial innen angeordneten Distanzring 30, wobei die axial an dem signifikanten Anschlag 29 über den Distanzring 30 mittelbar abgestützte Nabe 22 und der Lagerinnenring 19 beim Festziehen der Gewindemutter 36 in gegenseitige Anlage gebracht sind. Durch die mittelbare Ab¬ stützung der Nabe 22 am signifikanten Anschlag 29 ist wieder¬ um sichergestellt, dass ein Festschrauben der Gewindemutter 36 nicht zu einer Erhöhung de Lagervorspannung über den Kon¬ struktionswert hinaus führen kann, da die Feststellkräfte an der Gewindemutter 36 von den Wälzlagern 7,8 - insbesondere jedoch von dem Lagerinnenring 19 abgeschaltet sind.

Die beiden als Kegelrollenlager ausgeführten Wälzlager 7, 8 können in sämtlichen Ausführungsbeispielen insbesondere als Leichtlauflager ausgeführt sein. Ein solches Leichtlauflager ist an sich bekannt und infolge der geringen Reibungsverluste vorteilhaft. Bei dem Einsatz solcher Leichtlauflager in einem erfindungsgemäß ausgeführten Achsgetriebe wird zwischen der Lagerachse 14-14 und den einzelnen Wälzkörperlängsachsen des Ritzelflanschlagers ein Winkel α > 19° eingeschlossen. Ferner wird zwischen der Lagerachse 14-14 den einzelnen Wälzkδrper- längsachsen des Ritzelflanschlagers ein Winkel ß > 23° einge¬ schlossen. Diese Kombination erweist sich dabei als besonders vorteilhaft, da die dünnwandigsten Lagerinnenringbereiche 38, 39 der beiden Wälzlager 7, 8 frei von axialen Stauchkräften sind. Diese dünnwandigen Lagerinnenringbereiche 38, 39 sind bei Leichtlauflagern infolge der relativ großen Winkel α und ß besonders dünn und damit bei Stauchung hoch belastet. Die erfindungsgemäße Einstellung mittels einer Distanzscheibe, wobei das an den dünnwandigen Lagerinnenringbereichen 38, 39 liegende Ende nicht an einem Absatz anliegt und damit nicht gestaucht wird, ist demzufolge besonders vorteilhaft in Kom¬ bination mit den besagten Winkelbereichen α und ß, wobei α und ß jeweils unter 90° liegen.

Die Bestimmung der notwendigen Dicke der Distanzscheiben zur Einstellung der Lagervorspannung kann mittels des an sich be¬ kannten „push-pull"-Verfahrens erfolgen.

Ferner kann die notwendige Dicke der Distanzscheibe 32 bzw. 28 bzw. 30 ermittelt werden, indem die Montageinheit aus den beiden Wälzlagern 7, 8 und der Lagerbuchse 100 zwischen zwei in der Zeichnung Fig. 4 gestrichelt dargestell¬ ten zwei Stempeln 200, 201 bzw. Hohldornen unter der im Ein¬ bauzustand gemäß Fig. 1 notwendigen Vorspannung exakt ver¬ spannt. In diesem verspannten Zustand werden die Lager aus- gemessen. Anlagefläche für die beiden besagten Stempel 200, 201 der Messvorrichtung bilden dabei die hinsichtlich der O- Anordnung axial außenseitigen Stirnflächen der Lagerinnenrin¬ ge 9, 10. Bei Verwendung eines Hohldornes zur Verspannung der Lagereinheit kann der Messfühler durch den Hohldorn durchge¬ führt werden.

Das in den Ausführungsbeispielen dargestellte Achsgetriebe kann insbesondere Anwendung als Vorderachsgetriebe in einem Allrad-Antriebsstrang finden, der gemäß der DE 103 33 947.7- 14 bzw. der DE 103 33 946.9-12 bzw. der DE 103 33 945.0-12 ausgeführt ist. Letztere Anmeldungen sollen diesbezüglich als im Inhalt dieser Anmeldung aufgenommen gelten. Bei den beschriebenen Ausführungsformen handelt es sich nur um beispielhafte Ausgestaltungen. Eine Kombination der beschriebenen Merkmale für unterschiedliche Ausführungsformen ist ebenfalls möglich. Weitere, insbesondere nicht beschriebene Merkmale der zur Erfindung gehörenden Vorrichtungsteile, sind den in den Zeichnungen dargestellten Geometrien der Vorrichtungsteile zu entnehmen.