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Patent Searching and Data


Title:
BEARING ELEMENT AND BEARING ARRANGEMENT OF AN AGRICULTURAL MACHINE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/206508
Kind Code:
A1
Abstract:
The present invention relates to a bearing element (10) for mounting, positioning and pivotably bearing components. In order to create a bearing element (10) having an improved spring characteristic curve, the bearing element (10) has an inner ring (14) and an outer ring (16), between which at least two elastically deformable lamellae (18) extend. The invention further relates to a bearing arrangement of an agricultural machine.

Inventors:
BERGMANN, Joachim (Sitzenhof 1, Schwandorf, 92421, DE)
Application Number:
EP2019/055794
Publication Date:
October 31, 2019
Filing Date:
March 07, 2019
Export Citation:
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Assignee:
HORSCH MASCHINEN GMBH (Sitzenhof 1, Schwandorf, 92421, DE)
International Classes:
A01B61/04; B60K17/24; F16C27/04; F16F15/04
Foreign References:
US20060018774A12006-01-26
DE102009031888A12011-01-13
US20130121858A12013-05-16
US20110274379A12011-11-10
US20150174682A12015-06-25
EP2404489A12012-01-11
EP2404489A12012-01-11
EP3025655A12016-06-01
Attorney, Agent or Firm:
BENNINGER, Johannes (Dr.-Leo-Ritter-Str. 5, Regensburg, 93049, DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Lagerelement (10) zur Montage, Positionierung und schwenkbaren Lagerung von Komponenten, dadurch gekennzeichnet, dass das Lagerelement (10) einen Innenring (14) und einen Außenring (16) aufweist, zwischen welchen sich zumindest zwei elastisch verformbare Lamellen (18) erstrecken und/oder angeordnet sind.

2. Lagerelement nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Lamellen (18) bei Schwenkbewegungen des Innenrings (14) und/oder des Außenrings (16) eine Federkraft (28) und/oder Vorspannkraft erzeugen.

3. Lagerelement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die

Federkraft (28) und/oder die Federkennlinie (24) in Abhängigkeit der Konturen und der elastischen Materialeigenschaften der Lamellen (18) definiert werden.

4. Lagerelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass der Innenring (14) eine Öffnung aufweist, wobei die Öffnung einen zumindest abschnittsweisen runden und/oder kreisförmigen und/oder rechteckigen und/oder quadratischen Umriss aufweist und dass das Lagerelement (10) einen Außenumriss aufweist, welcher einen zumindest abschnittsweisen runden und/oder kreisförmigen und/oder quadratischen und/oder rechteckigen Umriss aufweist.

5. Lagerelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass der Innenring (14) eine Außenkontur umfasst, welche einen zumindest abschnittsweisen runden und/oder kreisförmigen und/oder

quadratischen und/oder rechteckigen Umriss aufweist und dass das Lagerelement (10) einen Außenring (16) aufweist, welcher Außenring (16) eine Innenkontur umfasst, welche einen zumindest abschnittsweisen runden und/oder kreisförmigen und/oder quadratischen und/oder rechteckigen Umriss aufweist.

6. Lagerelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass dieses aus einem Material gefertigt ist oder dass dieses aus zumindest zwei unterschiedlichen Materialien gefertigt ist.

7. Lagerelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass dieses aus einem Faserverbundwerkstoff gefertigt ist, dessen Matrix und/oder Fasern die Federkennlinie (24) definieren.

8. Lagerelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass die Lamellen (18) einen von innen nach außen und/oder von außen nach innen sich aufweitenden und/oder verjüngenden Verlauf aufweisen, insbesondere einen sich konisch aufweitenden und/oder verjüngenden Verlauf.

9. Lagerelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass die Lamellen (18) radial zwischen dem Innenring (14) und dem Außenring (16) verlaufen und/oder angeordnet sind, wobei sich deren Krümmungsradien durch eine Auslenkung und/oder durch eine elastische Verformung vergrößern oder verkleinern.

10. Lagerelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass mittels diesem der rotatorische Freiheitsgrad in zumindest eine Richtung begrenzt oder blockiert ist.

1 1. Lagerelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass zwischen zumindest einige Lamellen (18) zwischen dem Innenring (14) und dem Außenring (16) ein zusätzlicher Zwischenring (20) angebracht ist.

12. Lagerelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass das Lagerelement (10) eine Netzstruktur (22) aufweist.

13. Lagerelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass die Lamellen (18) zwischen dem Innenring (14) und einer weiteren Lamelle (18) oder zwischen dem Außenring (16) und einer weiteren Lamelle (18) angeordnet sind.

14. Lagerelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass der Innenring (14) und der Außenring (16) mittels

Formschluss und/oder Kraftschluss und/oder Stoffschluss mit den jeweiligen zu lagernden Komponenten verbunden sind.

15. Lagerelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass in einem ersten Auslenkungsbereich (30) ein linear zunehmender Federkraftverlauf und/oder ein progressiver Federkraftverlauf erzeugt wird.

16. Lagerelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass sich an den ersten Auslenkungsbereich (30) ein zweiter Auslenkungsbereich (32) anschließt, in welchem zweiten Auslenkungsbereich (32) ein degressiver Federkraftverlauf erzeugt wird.

17. Lagerelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass sich an den zweiten Auslenkungsbereich (32) ein dritter Auslenkungsbereich (34) anschließt, in welchem ein linear abnehmender

Federkraft und/oder regressiver Federkraftverlauf erzeugt wird.

18. Lagerelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass sich dieses aus zwei oder mehr Lagersegmenten (12) zusammensetzt, welche Lagersegmente (12) identisch oder verschieden ausgeführt sind.

19. Lagerelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass der Außenring (16) und/oder der Innenring (14) zumindest abschnittsweise eine Lamelle (18) ausbilden.

20. Lageranordnung (38) einer landwirtschaftlichen Maschine (36) zur Montage und schwenkbaren Lagerung von zumindest zwei in landwirtschaftlichen Maschinen (36) verwendeter Komponenten, wobei die Lageranordnung (38) zumindest ein Lagerelement (10) aufweist, welches einen Innenring (14) zur Verbindung mit einer ersten Komponente und einen Außenring (16) zur Verbindung mit einer zweiten Komponente umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Innenring (14) und dem Außenring (16) sich zumindest zwei elastisch verformbare Lamellen (18) erstrecken und/oder angeordnet sind.

21. Lageranordnung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Lamellen (18) bei Schwenkbewegungen des Innenrings (14) und/oder des Außenrings (16) eine Federkraft (28) und/oder Vorspannkraft erzeugen.

22. Lageranordnung nach Anspruch 20 oder 21 , dadurch gekennzeichnet, dass die Federkräfte (28) und/oder die Federkennlinie (24) in Abhängigkeit der Konturen und der elastischen Materialeigenschaften der Lamellen (18) definiert werden.

Description:
Lagerelement und Lageranordnung einer landwirtschaftlichen

Maschine

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Lagerelement mit den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs 1 . Die Erfindung betrifft zudem eine Lageranordnung einer landwirtschaftlichen Maschine mit den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs 20.

Zur Montage, Positionierung und schwenkbaren Führung von zumindest zwei Komponenten bzw. Bauteilen finden oftmals sog. Elastomerlager Verwendung. Ein derartiges Elastomerlager bzw. eine derartige Lageranordnung geht bspw. aus der EP 2 404 489 A1 hervor. Bei dieser bekannten Lageranordnung werden an einem Schwenkarm diverse Komponenten wie bspw. Bodenbearbeitungs- und/oder Säwerkzeuge befestigt. Die Schwenkarme sind schwenkbar an einem Träger gelagert, wobei die Schwenkarme Lagerabschnitte aufweisen, die den Träger umgreifen, wobei zudem zwischen den Lagerabschnitten und den davon umgriffenen Abschnitten des Trägers jeweils elastisch verformbare Lagerelemente bzw. Quetschlagerelemente oder Gummielemente angeordnet sind. Die Lagerabschnitte der Schwenkarme sowie der darin aufgenommenen Träger sind zueinander verdreht, so dass vier dreieckförmige Aufnahmekammern für jeweils ein Lagerelement entstehen. Die Lagerelemente erzeugen jeweils durch deren Vorspannung eine zum Boden gerichtete bzw. ein vom Boden hervorgerufene

Reaktionskraft, welche Reaktionskraft von den federnden Eigenschaften der

Lagerelemente abhängig ist. Um verbesserte federnde Eigenschaften der Lagerelemente zu erhalten bzw. um eine verbesserte Federkennlinie von den elastischen

Lagerelementen bei zunehmender Auslenkung des Schwenkarms zu erzeugen, ist zudem vorgesehen, dass die Innenkontur des Lagerabschnitts und die Außenkontur des Trägers so aufeinander abgestimmt sind, dass die von den elastisch verformbaren

Lagerelementen erzeugte Federkraft bei Auslenkung des Schwenkarms entgegengesetzt zur Fahrtrichtung keinen progressiven Federkraftverlauf bei sich vergrößernder

Auslenkung erzeugen.

Eine derartige Anpassung der Innenkontur des Lagerabschnitts sowie der Außenkontur des Trägers erfordert jedoch mitunter aufwendig herzustellende Träger, was in aller Regel zu hohen Herstellungs- und Fertigungskosten führt. Zudem ist eine

Anpassung der Lagerung an verschiedene Schwenkarme nur durch Anpassung der Konturen des Trägers möglich, wodurch für verschiedene Bodenbearbeitungs- und/oder Säwerkzeuge wiederum verschiedene Träger benötigt werden. Darüber hinaus ist die Federkennlinie jeweils von den Dimensionen des Trägers und der Lagerelemente abhängig, was jedoch für eine Anpassung der Federkräfte wiederum verschiedenste Träger und Lagerelemente erfordert.

Des Weiteren weisen die aus dem Stand der Technik bekannt gewordenen Elastomerlager bzw. Gummielemente ein sog. Setzverhalten auf, d.h. dass die durch das Elastomer erzeugte Federkraft durch eine Alterung des Elastomermaterials nach gewisser Einsatzdauer nachlässt bzw. geringer wird.

Ein weiterer Nachteil derartiger Elastomerlager besteht darin, dass mittels dieser Elastomerlager keine an das jeweilige Bodenbearbeitungs- und/oder Säwerkzeug angepasste Federkennlinie bzw. Federkraftverlauf ermöglicht wird/werden, da deren Federkennlinie ausschließlich von ihren Dimensionen und von den jeweiligen

Materialeigenschaften abhängig ist, wodurch bereits geringste Abweichungen in der Zusammensetzung des Elastomers zu einer anderen Federkennlinie führt, wodurch mitunter eine Paarung von Elastomerlager aus verschiedenen Fertigungschargen zu Problemen führen kann.

Oftmals ist es zudem möglich, dass auf die Schwenkarme bzw. die

Werkzeuganordnungen Quer- und Seitenkräfte einwirken, welche jedoch ebenfalls mit den aus dem Stand der Technik bekannt gewordenen Lageranordnungen nicht abgefangen werden können, sondern wofür zur Abstützung jeweils entsprechende Führungselemente vorgesehen werden müssen. Eine derartige Anordnung geht bspw. aus der EP 3 025 655 B1 bereits hervor. Auch derartige Führungselemente können wiederum kostenintensiv sowie verschleißbehaftet sein.

Zudem besitzen die bekannten Elastomerlager bzw. Lagerelemente keine optimale Federkennlinie. So ist allen Federkennlinien gemeinsam, dass die Federkräfte mit zunehmender Auslenkung zunehmen, welche Federkräfte, um ein sicheres Ausweichen der Werkzeuganordnungen zu gewährleisten, jedoch mit zunehmender Auslenkung sich eher verkleinern als vergrößern sollten.

Ziel der vorliegenden Erfindung ist es somit, ein Lagerelement und eine

Lageranordnung mit einer optimierten Federkennlinie bzw. einem optimierten

Federkraftverlauf und einem vereinfachten Aufbau zu schaffen.

Diese Aufgaben der Erfindung werden durch ein Lagerelement mit den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs 1 sowie durch eine Lageranordnung mit den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs 20 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den abhängigen Ansprüchen und der Beschreibung angegeben.

Zur Lösung der Aufgaben schlägt die Erfindung ein Lagerelement zur Montage, Positionierung und schwenkbaren Lagerung von Komponenten vor. Insbesondere zur schwenkbaren Lagerung und Positionierung von Komponenten, welche in

landwirtschaftlichen Maschinen verwendet werden.

Um ein Lagerelement mit einer optimierten Federkennlinie bzw. mit einem optimierten Federkraftverlauf zu schaffen, ist vorgesehen, dass das Lagerelement einen Innenring und einen Außenring aufweist, zwischen welchen sich zumindest zwei elastisch verformbare Lamellen erstrecken und/oder angeordnet sind.

Die zwischen dem Innenring und dem Außenring angeordneten Lamellen sind insbesondere derartig ausgeführt, dass diese bei Schwenkbewegungen des Innenrings und/oder des Außenrings eine Federkraft und/oder eine Vorspannkraft erzeugen bzw. eine Kraft vom Außenring auf den Innenring und/oder vom Innenring auf den Außenring übertragen. Dabei kann die Federkraft in Abhängigkeit der Auslenkung bzw. des

Verdrehwinkels, d.h. in Abhängigkeit der elastischen Verformung der Lamellen sich erhöhen oder verringern kann, oder sich in einem ersten Auslenkbereich zunächst erhöhen und sich in einem zweiten Auslenkbereich verringern. Auch eine umgekehrte Federkennlinie wäre denkbar, d.h. dass die Federkraft sich in einem ersten

Auslenkbereich zunächst verringern kann und in einem zweiten Auslenkbereich sich vergrößern kann. Ebenso können die Lamellen aber auch derartig ausgebildet sein, dass die Federkraft unabhängig von der Auslenkung jeweils weitgehend konstant bleibt. Auch kann sich die Federkraft zunächst vergrößern und/oder verkleinern und ab einer bestimmten Auslenkung zumindest weitgehend konstant bleiben.

Es kann vorgesehen sein, dass die Federkräfte und/oder die Federkennlinie jeweils in Abhängigkeit der Konturen und elastischen Materialeigenschaften der Lamellen definiert werden bzw. variiert werden können.

Es sei angemerkt, dass der Innenring und der Außenring zwar zueinander verschwenkbar sind, jedoch im Gegensatz zu bspw. einem Wälzlager insbesondere keine 360° Rotation unabhängig voneinander durchführen können sowie dass diese bei Verschwenkung eine Federkraft erzeugen. Das Lagerelement besteht zunächst aus einem Innenring, welcher Innenring eine Öffnung aufweisen kann. Die Öffnung kann hierbei einen zumindest abschnittsweisen runden und/oder kreisförmigen und/oder rechteckigen und/oder quadratischen oder dergl. Umriss aufweisen. Der Innenring umfasst zudem eine Außenkontur, wobei diese

Außenkontur einen zumindest abschnittsweisen runden und/oder kreisförmigen und/oder quadratischen und/oder rechteckigen Umriss aufweisen kann.

Darüber hinaus besteht das Lagerelement aus einem Außenring, welcher

Außenring eine Innenkontur aufweist. Diese Innenkontur kann einen zumindest abschnittsweisen runden und/oder kreisförmigen und/oder quadratischen und/oder rechteckigen Umriss aufweisen. Zudem kann der Außenring auch einen zumindest abschnittsweisen runden und/oder kreisförmigen und/oder quadratischen und/oder rechteckigen Außenumriss aufweisen.

Zur Führung des Innenrings und des Außenrings und/oder zur Erzeugung einer Federkraft erstrecken sich zwischen dem Innenring und dem Außenring zumindest zwei Lamellen. Insbesondere jedoch drei, vier oder mehr Lamellen.

Das Lagerelement kann aus einem Material gefertigt sein. Das Lagerelement kann aber auch aus zwei oder mehreren unterschiedlichen Materialien gefertigt bzw.

zusammengesetzt sein.

Darüber hinaus können bspw. die Lamellen aus einem anderen Material als der Innenring und/oder der Außenring gefertigt sein. Insbesondere kann das Lagerelement als Spritzgusselement gefertigt sein. Auch können in den Grundkörper des Lagerelements verschiedene, insbesondere härtere Materialien eingefügt oder eingebracht werden, um somit bspw. die elastischen Eigenschaften noch weiter zu verbessern.

Als Materialien zur Fertigung des Lagerelements können verschiedenste

Kunststoffe eingesetzt werden, welche Kunststoffe auch mit Metallen kombiniert werden können. Auch kann das Lagerelement aus einem Faserverbundwerkstoff gefertigt werden, wobei dessen Matrix und/oder Fasern wiederum die Lamellen bilden kann und wobei mittels der jeweiligen Matrix und/oder Fasern der Lamellen die Federkennlinie bzw. die Federkraft entsprechend beeinflusst werden kann.

Das Lagerelement kann insbesondere aus Elastomer und/oder Thermoplast gefertigt sein. Das Lagerelement kann aber auch aus Duroplast gefertigt sein, insofern dieses eine ausreichende Elastizität aufweist. Als Lamellen können jedoch auch Metalle wie bspw. Federbleche eingesetzt werden. Die Federbleche können hierbei insbesondere in den Innenring und/oder den Außenring eingesetzt sein aber auch eingegossen sein.

Um die Verschleißanfälligkeit des Lagerelements zu verbessern, können zudem an verschleißträchtigen Stellen Metalle wie bspw. Hartmetalle eingesetzt bzw.

eingegossen sein, bspw. kann auch die Öffnung des Innenrings und/oder der

Außenumriss des Außenrings entsprechend zumindest abschnittsweise mit Metallen versehen sein. Auch kann vorgesehen sein, dass die Öffnung und/oder der Außenumriss somit jeweils nur in Bereichen, die mit Metallen versehen sind, an bspw. einem Träger anliegen.

Generell sind somit die verschiedensten Materialien und/oder

Materialkombinationen zur Fertigung des Lagerelements denkbar, wobei die Konturen und elastischen Materialeigenschaften jeweils derartig definiert bzw. aufeinander abgestimmt sind, dass eine Federkennlinie gemäß der Figur 3 erzeugt bzw. hervorgerufen wird.

Des Weiteren können die Lamellen zudem einen von innen nach außen und/oder von außen nach innen sich aufweitenden und/oder verjüngenden Verlauf aufweisen. Insbesondere einen sich konisch aufweitenden und/oder verjüngenden Verlauf.

Die Lamellen können einen zumindest abschnittsweisen bogenförmigen und/oder rechteckigen und/oder quadratischen oder dergl. Umriss zwischen dem Innenring und dem Außenring aufweisen. Die Lamellen können somit bspw. Stege und/oder Stäbe oder dergl. bilden. Insbesondere können diese auch kegelartig und/oder zylinderförmig und/oder pyramidenartig und/oder prismenartig ausgebildet sein.

Darüber hinaus können die Lamellen radial zwischen dem Innenring und dem Außenring verlaufen, wobei sich deren Krümmungsradien durch eine Auslenkung bzw. durch eine elastische Verformung entsprechend verändern können, d.h. vergrößern oder verkleinern können. So können die Lamellen bspw. spiralförmig ausgebildet sein und einen Winkel umspannen der größer oder gleich 10° oder größer oder gleich 25° oder größer oder gleich 45° ist, wobei wiederum in Abhängigkeit dieses Winkels sich die Federkraft entsprechend vergrößern oder verringern kann.

Die radiale Krümmung der Lamellen kann bspw. entgegensetzt zur Richtung der Krafteinleitung in das Lagerelement sein, d.h. erfolgt eine Krafteinleitung in das Lagerelement in einer Linksdrehung können die Lamellen in einer Rechtsdrehung orientiert sein, wobei die Lamellen durch die Krafteinleitung aber auch wiederum eine Umkehr der Ausrichtung erfahren können.

In einer Weiterbildung kann zudem vorgesehen sein, dass das Lagerelement nur in eine Drehrichtung rotieren kann, d.h. dass der rotatorische Freiheitsgrad in zumindest eine Richtung begrenzt oder gänzlich blockiert ist. Dies kann bspw. durch eine

entsprechende Ausgestaltung der Lamellen erfolgen. Dies kann bedeuten, dass bspw. der Innenring nicht rotieren kann und der Außenring in Bezug auf den Innenring in

Abhängigkeit der Lamellen nur in eine Drehrichtung rotieren bzw. verschwenkt werden kann.

Des Weiteren könnten die Lamellen zudem derartig angeordnet bzw. ausgeführt sein, dass diese ab einer bestimmten Auslenkung bzw. Verformung zwischen dem

Innenring und dem Außenring aufeinander treffen und somit als Begrenzung dienen können.

Zudem kann zwischen zumindest einigen Lamellen zwischen dem Innenring und dem Außenring ein zusätzlicher Zwischenring angebracht sein. Das Lagerelement kann somit eine netzartige Struktur aufweisen, wobei wiederum in Abhängigkeit der

Netzstruktur, d.h. der Anzahl und der Position der Zwischenringe die elastischen

Eigenschaften und/oder die Federkräfte entsprechend variiert werden können.

Insbesondere können die elastischen Eigenschaften auch auf Basis der Anzahl der durch die Zwischenringe verbundenen Lamellen variiert werden. Auch können die elastischen Eigenschaften durch die Anordnung des Zwischenrings zwischen dem Innenring und dem Außenring variiert werden, so dass bspw. die elastische Verformung je größer ist, desto größer der Abstand zwischen dem Innenring und dem Zwischenring ist.

Der Zwischenring kann zumindest abschnittsweise bogenförmig und/oder abschnittsweise kreisförmig und/oder abschnittsweise linear zwischen zwei Lamellen verlaufen.

In einer Weiterbildung kann zudem eine Lamelle bzw. können Lamellen

vorgesehen sein, welche nicht durchgängig zwischen dem Innenring und dem Außenring angeordnet sind, sondern welche bspw. zwischen dem Innenring und einer weiteren Lamelle oder zwischen dem Außenring und einer weiteren Lamelle angeordnet sind. Auch kann in einer weiteren Ausführungsvariante vorgesehen sein, dass zumindest einige der sich zwischen den Lamellen ergebenden Hohlräume bzw. zumindest einige der Hohlräume der netzartigen Struktur mit einem gegenüber den Lamellen weicheren und/oder härteren und/oder einem gleichen Material aufgefüllt werden, so dass die elastischen Eigenschaften noch definierter verändert bzw. angepasst werden können.

Der Innenring und der Außenring können jeweils mittels Formschluss und/oder Kraftschluss und/oder Stoffschluss mit den jeweiligen zu lagernden Komponenten verbunden sein. So könnte bspw. der Innenring mit einer zu lagernden Komponente verschraubt sein. Auch könnten die Kontur des Innenrings und/oder des Außenrings bzw. dessen Öffnung und/oder dessen Außenumriss an die Kontur der zu lagernden

Komponenten angepasst sein.

In einer Weiterbildung der Erfindung ist das Lagerelement derartig ausgeführt, bzw. sind insbesondere dessen Lamellen derartig ausgeführt, dass sich in einem ersten Auslenkungsbereich ein linear zunehmender Federkraftverlauf und/oder ein progressiver Federkraftverlauf einstellt bzw. erzeugt wird. An den ersten Auslenkungsbereich kann sich ein zweiter Auslenkungsbereich anschließen, in welchem zweiten Auslenkungsbereich sich ein degressiver Federkraftverlauf einstellt bzw. erzeugt wird. Darüber hinaus kann sich an den zweiten Auslenkungsbereich wiederum ein dritter Auslenkungsbereich anschließen, in welchem sich ein linear abnehmender Federkraftverlauf und/oder regressiver Federkraftverlauf einstellt bzw. erzeugt wird. Die Übergänge zwischen den Federkraftverläufen können fließend sein.

Der erste Auslenkungsbereich könnte hierbei bspw. einer Auslenkung bzw. einem Verdrehwinkel der Komponenten von 0° bis 5° entsprechen, der zweite

Auslenkungsbereich bspw. einer Auslenkung von 5° bis 10° sowie der dritte

Auslenkungsbereich 10° bis 15°. Hierbei wären auch andere Winkel bzw.

Auslenkungsbereiche denkbar bzw. vorstellbar. Auch kann vorgesehen sein, dass die Auslenkungsbereiche, insbesondere bei der Lagerung von landwirtschaftlichen

Bodenbearbeitungswerkzeugen auf die jeweiligen Arbeitstiefen abgestimmt sind, so dass bspw. der erste Auslenkungsbereich bzw. der erste Verdrehwinkel 5 cm entspricht der zweite Auslenkungsbereich 5 cm bis 10 cm entspricht und der dritte Auslenkungsbereich bspw. 10 cm bis 15 cm und mehr entspricht. Auch hierbei wären andere Maße denkbar.

Das Lagerelement kann einteilig oder mehrteilig ausgeführt sein, was bedeutet, dass das Lagerelement auch aus zwei oder mehr Lagersegmenten zusammengesetzt sein kann. Die Lagersegmente können hierbei identisch oder verschieden ausgeführt sein. So können die Lagersegmente bspw. aus verschiedenen Materialien gefertigt sein. Auch können die Lagersegmente verschiedenartige Lamellen bzw. Netzstrukturen aufweisen. Des Weiteren können die Lagersegmente unterschiedliche Federkennlinien aufweisen.

Das Lagerelement oder ein Lagersegment kann bspw. einen Mittelpunktswinkel von 360° einschließen. Der Mittelpunktswinkel kann aber auch kleiner als 360° sein, und bspw. 180° oder 120° oder 90° oder 45° betragen oder auch zwischen diesen Winkel liegen. So könnte ein Lagerelement bspw. aus zwei oder mehr Lagersegmenten zusammengesetzt sein, welche zusammen einen Mittelpunktswinkel von 180° oder 360° einschließen.

Das Lagerelement kann sich auch aus verschiedenen Lagersegmenten derartig zusammensetzen, dass in einem ersten Auslenkungsbereich die elastischen

Eigenschaften bzw. die Federkraft durch ein erstes Lagersegment definiert werden sowie in einem zweiten und/oder dritten Auslenkungsbereich diese elastischen Eigenschaften und Federkräfte durch ein zweites und/oder drittes Lagersegment definiert werden. Dies kann wahlweise auch durch ein Lagerelement erreicht werden, dessen

Lamellenanordnung bzw. dessen Netzstruktur entsprechend ausgebildet ist oder dessen Material entsprechend gewählt wird.

Das Lagerelement kann eine Breite aufweisen, welche größer als 10 mm ist.

Bspw. kann das Lagerelement eine Breite aufweisen, die der Breite eines Lagerabschnitts einer zu lagernden Komponente entspricht. Zudem können die sich zwischen den

Lamellen bzw. der Netzstruktur ergebenden Hohlräume über die gesamte Breite des Lagerelements erstrecken.

Um ein seitliches Verschieben bzw. ein axiales Verschieben in Längsrichtung des Lagerelements zu unterbinden, kann dem Lagerelement bzw. können dem Lagersegment entsprechende Anschlagelemente zugeordnet sein. Als Anschlagelemente können bspw. Erhöhungen am Außenring und/oder am Innenring angebracht sein.

In einer weiteren Ausführungsvariante kann vorgesehen sein, dass das

Lagerelement derartig ausgeführt ist, dass mittels diesem auch auf dieses wirkende Quer- und Seitenkräfte aufgenommen werden können, wodurch die Komponenten keiner Auslenkung quer zum Lagerelement bzw. quer zur Vorschubrichtung unterliegen. Hierfür können wiederum die Lamellen bzw. die Netzstruktur entsprechend ausgebildet sein. Auch könnte bei einer mehrteiligen Ausführung des Lagerelements vorgesehen sein, dass mittels eines Lagersegments die Quer- und Seitenkräfte aufgenommen werden können sowie mit zumindest einem weiteren Segment die elastischen Eigenschaften bzw. die Federkräfte definiert werden.

Auch kann das Lagerelement sich in dessen Breite konisch verjüngend und/oder aufweitend ausgeführt sein, wodurch wiederum die Quer- und Seitenkräfte aufgenommen werden können aber auch eine axiale Verschiebung unterbunden werden kann.

Der Übergang zwischen dem Innenring und/oder dem Außenring und der Lamelle kann zunächst einen Radius umfassen, d.h. dass die Lamelle hier zunächst aufgeweitet ist und anschließend in Richtung des Innenrings und/oder des Außenrings sich verjüngt, wobei wiederum die Größe der Radien die Federkräfte definieren bzw. beeinflussen kann.

Der Außenring und der Innenring können derartig ineinander übergehen, dass diese jeweils zumindest abschnittsweise eine Lamelle ausbilden, d.h. dass keine separaten Lamellen am Lagerelement vorhanden sind, sondern, dass diese jeweils vom Innenring oder vom Außenring gebildet werden, wie dies bspw. im Ausführungsbeispiel der Figur 2F ausgeführt ist.

Der Innenring und der Außenring sind beabstandet zueinander angeordnet, d.h. dass der Außenring bspw. einen größeren Durchmesser oder eine größere Diagonale als der Innenring aufweist, wobei wiederum in Abhängigkeit dieser Differenz die elastischen Eigenschaften variieren können. So kann der Durchmesser oder die Diagonale des Innenrings bspw. 80 mm betragen und der Durchmesser oder die Diagonale des

Außenrings bspw. 120 mm betragen. Wahlweise können die Durchmesser oder

Diagonalen auch anders definiert sein. Auch kann der Zwischenring genau mittig zwischen dem Innenring und dem Außenring angebracht sein aber auch näher am Innenring oder am Außenring.

Insbesondere ist/sind das Lagerelement bzw. deren Lamellen derartig ausgeführt, dass sich der Innenring und der Außenring jeweils um unterschiedliche Winkel zueinander verdrehen, wobei wiederum dieser Winkel in Abhängigkeit der Lamellen und/oder der Netzstruktur variieren kann.

Es sei nochmals darauf hingewiesen, dass der Innenring und der Außenring auch eine quadratische und/oder rechteckige und/oder dergl. Kontur bzw. Umriss aufweisen können. Wenn also im vorliegenden von Außenring oder Innenring die Rede ist, so sind hiermit gleichermaßen auch quadratische und/oder rechteckige und/oder Kombinationen derartiger Konturen und Umrisse mit umfasst. Wobei der Innenring und/oder der

Außenring jeweils einen geschlossenen Umfang bzw. Umriss aufweisen.

In einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der Innenring und der Außenring und/oder die Lamellen jeweils separate Bauteile sind, die

entsprechend miteinander montiert werden können, um somit ein Lagerelement bzw. ein Lagersegment auszubilden. Es kann auch zudem vorgesehen sein, dass bspw. der Innenring und die Lamellen und/oder der Außenring und die Lamellen jeweils eine Einheit bilden und mit dem Innenring und/oder dem Außenring entsprechend verbunden werden. Die Verbindung kann bspw. als Nut-Feder-Verbindung ausgeführt sein. Auch denkbar wäre eine Welle-Nabe-Verbindung, so dass bspw. die Lamellen jeweils die Nabe bilden können.

Wenn zuvor das erfindungsgemäße Lagerelement beschrieben wurde, so sei an dieser Stelle ausdrücklich betont, dass alle Aspekte und Ausführungsvarianten, die im Zusammenhang mit dem Lagerelement erläutert wurden, gleichermaßen Teilaspekte der nachfolgenden Lageranordnung betreffen oder sein können. Wenn daher an einer Stelle bei der Beschreibung oder auch bei den Anspruchsdefinitionen vom erfindungsgemäßen Lagerelement die Rede ist, so gilt dies gleichermaßen für die erfindungsgemäße

Lageranordnung. In umgekehrter Weise gilt dasselbe, so dass auch alle Aspekte die im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Lageranordnung erläutert werden, gleichermaßen Teilaspekte des Lagerelements sein können.

Zur Lösung der Aufgaben schlägt die Erfindung zudem eine Lageranordnung einer landwirtschaftlichen Maschine vor, welche zur Montage, Positionierung und

schwenkbaren Lagerung von zumindest zwei in landwirtschaftlichen Maschinen verwendeter Komponenten dient, wobei die Lageranordnung zumindest ein Lagerelement aufweist, welches einen Innenring zur Verbindung mit einer ersten Komponente und einen Außenring zur Verbindung mit einer zweiten Komponente umfasst.

Um eine Lageranordnung mit einem vereinfachten Aufbau und einer verbesserten Federkennlinie bzw. mit einem optimierten Federkraftverlauf zu schaffen, ist vorgesehen, dass zwischen dem Innenring und dem Außenring sich zumindest zwei elastisch verformbare Lamellen erstrecken und/oder angeordnet sind.

Die Lageranordnung findet insbesondere bei einer Aufhängungsvorrichtung einer landwirtschaftlichen Maschine Verwendung. Derartige Aufhängungsvorrichtungen dienen bspw. zur Montage, Positionierung und schwenkbaren Lagerung einer

Werkzeuganordnung zur Bodenbearbeitung und/oder zur Aussaat, wobei die jeweiligen Werkzeuge zur Bodenbearbeitung und/oder zur Aussaat an einem Schwenkarm montiert sein können. Der Schenkarm kann bspw. eine Schweißkonstruktion oder eine

Gusskonstruktion oder eine Kombination dieser Fertigungsverfahren sein. Auch kann der Schwenkarm ein Kunststoffelement sein, in welches Kunststoffelement wiederum Metalle, insbesondere an den Montagepositionen der Werkzeuge, eingesetzt sein können. Die Werkzeuganordnung kann bspw. ein Säschar bilden. Auch kann die Werkzeuganordnung eine Sech- bzw. Schneidscheibe umfassen. Ebenso kann die Werkzeuganordnung Zinken oder Rollen oder dergl. Elemente beinhalten. Des Weiteren wären jedoch noch andere in der Landwirtschaft eingesetzte Werkzeuge oder Komponenten denkbar.

Die Lageranordnung bzw. die Aufhängungsvorrichtung umfasst zunächst als erste Komponente bspw. einen Träger, welcher sich quer zur Fahrtrichtung an einer

landwirtschaftlichen Maschine erstrecken kann. Mit diesem Träger ist insbesondere der Innenring des Lagerelements verbunden, wobei die Verbindung bspw. kraft- und/oder form- und/oder stoffschlüssig erfolgen kann.

Zudem umfasst die Lageranordnung bzw. die Aufhängungsvorrichtung als zweite Komponente einen Schwenkarm, an welchem jeweils die Werkzeuge bzw. Komponenten montiert werden können. Der Schwenkarm umfasst zudem bspw. einen Lagerabschnitt, der mit dem Außenring des Lagerelements verbunden wird. Die Verbindung erfolgt hierbei insbesondere kraft- und/oder form- und/oder stoffschlüssig.

So könnte bspw. auch vorgesehen sein, dass der Innenring des Lagerelements den Träger umgreift sowie dass der Lagerabschnitt des Schwenkarms den Außenring bzw. das Lagerelement umgreift. So könnten die Kontur des Innenrings und/oder des Außenrings bzw. dessen Öffnung und/oder dessen Außenumriss an die Kontur der zu lagernden Komponenten angepasst sein. Auch könnten der Innenring und/oder der Außenring mit einer zu lagernden Komponente verschraubt sein.

Als Lagerelement ist ein elastisch verformbares Element vorgesehen, welches sich mit seiner Längsachse im Wesentlichen parallel zum Träger erstreckt und durch

Schwenkbewegungen des Schwenkarms oder des Trägers eine zumindest teilweise bzw. abschnittsweise Verformung erfährt. Das Lagerelement der Lageranordnung ist insbesondere derartig ausgeführt, dass dieses bei Schwenkbewegungen des Trägers- oder des Schwenkarms eine Federkraft erzeugt bzw. eine Vorspannkraft auf diese ausübt.

Die erfindungsgemäße Lageranordnung kann insbesondere bei

landwirtschaftlichen Maschinen eingesetzt werden, wobei es sich bei derartigen

Maschinen bspw. um eine Bodenbearbeitungsmaschine oder eine Sämaschine oder um eine kombinierte Maschine zur Bodenbearbeitung und zur Aussaat handeln kann. Die Maschine kann sowohl eine an einem Zugfahrzeug angebaute oder eine mittels eines Zugfahrzeugs gezogene Maschine sein. Auch kann die Maschine eine selbstfahrende bzw. auch eine autonome Maschine sein.

Der Schwenkarm bzw. die Werkzeuganordnung wird an einem, vorzugsweise sich quer zur Fahrrichtung erstreckenden Träger montiert. Der Träger kann wiederum ein Element einer Rahmenkonstruktion sein. Ebenso kann der Träger in dessen Höhe verstellbar sein und/oder um eine Schwenkachse schwenkbar gelagert sein, wobei durch eine Höhenverstellung und/oder ein Verschwenken des Trägers ebenso der Schwenkarm und somit die Werkzeuganordnung in dessen Arbeitstiefe verstellbar sein kann.

Der Träger kann bspw. ein Profilrohr und/oder ein Rechteckrohr und/oder ein Quadratrohr und/oder ein Polygon sein. Dementsprechend kann auch die Außenkontur des Trägers geformt sein. Auch kann der Träger einen Hohlraum aufweisen oder als Vollmaterial ausgebildet sein. Auch kann der Träger ein offenes oder ein geschlossenes Profil umfassen. Am Träger kann ein Schwenkarm angebracht sein. Es können aber auch zwei oder mehr Schwenkarme angebracht sein.

Insbesondere kann der Innenring und/oder der Außenring an die Kontur des Trägers angepasst sein, wodurch kostengünstige Träger verwendet werden können, da die Vorspannkraft ausschließlich durch das Lagerelement definiert wird und nicht wie im Stand der Technik üblich durch die Kombination aus Träger und Lagerabschnitt mit einem Elastomerlager.

Zur schwenkbaren Lagerung am Träger weist der Schwenkarm einen

Lagerabschnitt auf, wobei der Lagerabschnitt hierbei in den Schwenkarm integriert sein kann, aber auch an diesem angebaut sein kann. Ebenso kann der Lagerabschnitt die zumindest weitgehend gleiche Innenkontur wie der T räger aufweisen. Jedoch kann insbesondere der Lagerabschnitt einen größeren Querschnitt als der Träger aufweisen. Der Lagerabschnitt kann zudem den Träger zumindest abschnittsweise umgreifen bzw. umfassen. Auch kann der Lagerabschnitt einteilig oder mehrteilig ausgeführt sein.

Insbesondere besteht der Lagerabschnitt aus zwei Schalen und/oder Halbschalen. Die Schalen können zudem verschraubt werden und können somit den T räger wiederum komplett umgreifen.

Mittels der Lageranordnung kann jeweils eine definierte Federkraft bzw.

Vorspannkraft auf die mittels dieser gelagerten Werkzeuge bzw. Komponenten erzeugt werden.

Die Lageranordnung ist vorzugsweise derartig ausgeführt, dass sich in einem ersten Auslenkungsbereich ein linear zunehmender Federkraftverlauf und/oder ein progressiver Federkraftverlauf einstellt bzw. erzeugt wird. An den ersten

Auslenkungsbereich kann sich ein zweiter Auslenkungsbereich anschließen, in welchem zweiten Auslenkungsbereich sich ein degressiver Federkraftverlauf einstellt bzw. erzeugt wird. Darüber hinaus kann sich an den zweiten Auslenkungsbereich wiederum ein dritter Auslenkungsbereich anschließen, in welchem sich ein linear abnehmender

Federkraftverlauf und/oder regressiver Federkraftverlauf einstellt bzw. erzeugt wird. Die Übergänge zwischen den Federkraftverläufen können jeweils nahtlos sein.

Ein linear zunehmender und/oder progressiver Federkraftverlauf zu Beginn der Auslenkung bedeutet hierbei, dass die Vorspannkraft zunächst zunehmend ist, was bedeutet, dass solange sich die Werkzeuganordnung im Bodenkontakt befindet die Federkraft bzw. die durch den Boden hervorgerufene Reaktionskraft in Abhängigkeit der Auslenkung zunimmt. Dies hat zunächst den Vorteil, dass für die eigentliche

Bodenbearbeitung und/oder Aussaat eine ausreichende Vorspannkraft an den

Werkzeugen angreift. Erreicht jedoch die Auslenkung bspw. bei Auftreffen auf einen Stein oder dergl. einen zweiten Auslenkungsbereich, so ist es erforderlich, dass die

Vorspannkraft abnimmt bzw. zumindest nicht noch weiter steigt. Dies wird mit dem Lagerelement dadurch erreicht, dass die Lamellen derartig ausgeführt sind, dass sich ab einem bestimmten Auslenkungswinkel ein degressiver Federkraftverlauf einstellt, d.h. dass die Vorspannkraft nicht mehr zunimmt, sondern konstant bleibt oder sich verringert, was bei einem noch größeren Auslenkungswinkel durch den Übergang in einen linear abnehmenden und/oder regressiven Federkraftverlauf noch weiter verbessert wird.

Es kann vorgesehen sein, dass die Auslenkungsbereiche, insbesondere bei der Lagerung von landwirtschaftlichen Bodenbearbeitungswerkzeugen oder Säscharen auf die jeweiligen Arbeitstiefen abgestimmt sind, so dass bspw. der erste Auslenkungsbereich bzw. der erste Verdrehwinkel 0 cm bis 5 cm entspricht, der zweite Auslenkungsbereich 5 cm bis 10 cm entspricht und der dritte Auslenkungsbereich bspw. 10 cm bis 15 cm und mehr entspricht. Auch hierbei wären andere Maße denkbar.

Es sei darauf hingewiesen, dass an einer landwirtschaftlichen Maschine auch eine Mehrzahl erfindungsgemäßer Lageranordnungen Verwendung finden können, wobei diese jeweils zur schwenkbaren Lagerung gleicher Werkzeuge verwendet werden können, aber auch zur schwenkbaren Lagerung verschiedener Werkzeuge bzw.

Komponenten. Hierfür können die Lagerelemente bzw. die Lageranordnungen auch unterschiedlich ausgeführt sein.

Die zuvor beschriebenen bevorzugten Ausführungsformen und Merkmale der Erfindung sind beliebig miteinander kombinierbar. Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung werden im Folgenden unter Bezug auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben. Die Größenverhältnisse der einzelnen Elemente zueinander in den Figuren entsprechen nicht immer den realen Größenverhältnissen, da einige Formen vereinfacht und andere Formen zur besseren Veranschaulichung vergrößert im Verhältnis zu anderen Elementen dargestellt sind. Es zeigen:

Figur 1 A eine Perspektivansicht einer Ausführungsvariante eines zweitteilig, insbesondere aus zwei Lagersegmenten, ausgebildeten

Lagerelements mit einem Innenring und einem Außenring sowie mit einer Mehrzahl sich zwischen diesen erstreckenden Lamellen, welche eine grobe Netzstruktur bilden.

Figur 1 B eine Perspektivansicht einer Ausführungsvariante eines vierteilig, insbesondere aus vier Lagersegmenten, ausgebildeten

Lagerelements mit einem Innenring und einem Außenring sowie mit einer Mehrzahl sich zwischen diesen erstreckenden Lamellen, welche eine grobe Netzstruktur bilden.

Figur 2A eine Seitenansicht einer Ausführungsvariante eines einteilig

ausgebildeten Lagerelements mit einem Innenring und einem Außenring sowie einer Mehrzahl sich radial im Uhrzeigersinn zwischen diesen erstreckenden Lamellen, welche ein grobe Netzstruktur bilden. Figur 2B eine Seitenansicht einer Ausführungsvariante eines einteilig ausgebildeten Lagerelements mit einem Innenring und einem Außenring und einem zwischen dem Innenring und dem Außenring angebrachten Zwischenring, wobei sich jeweils zwischen Innenring und Zwischenring eine Mehrzahl gerade verlaufender sowie zwischen Zwischenring und Außenring eine Mehrzahl radial verlaufender Lamellen erstrecken, wodurch das Lagerelement eine Netzstruktur aufweist.

Figur 2C eine Seitenansicht einer Ausführungsvariante eines einteilig

ausgebildeten Lagerelements mit einem Innenring und einem Außenring und einem zwischen dem Innenring und dem Außenring angebrachten Zwischenring, wobei sich jeweils zwischen Innenring und Zwischenring sowie zwischen Zwischenring und Außenring jeweils eine Mehrzahl von gerade verlaufender Lamellen erstrecken, wodurch das Lagerelement eine Netzstruktur aufweist.

Figur 2D eine Seitenansicht einer Ausführungsvariante eines einteilig

ausgebildeten Lagerelements, wobei der Aufbau der Netzstruktur dem Lagerelement der Figuren 1 A und 1 B entspricht, mit einem Innenring und einem Außenring, wobei das Lagerelement zwischen den Innenring und dem Außenring verschiedenartige Netzstrukturen aufweist. So umfasst dieses zwei Abschnitte, in welchen sich zwischen dem Innenring und dem Außenring eine Mehrzahl von radial im Uhrzeigersinn erstreckende Lamellen angebracht sind, sowie zwei weitere Abschnitte, in welchem zwischen drei gerade verlaufenden Ringen sich zwei Zwischenringe befinden.

Figur 2E eine Seitenansicht einer Ausführungsvariante eines mehrteilig

ausgebildeten Lagerelements, welches in zusammengesetzter Weise dem Lagerelement der Figur 2D entspricht, wessen

Abschnitte jedoch im Gegensatz zur Figur 2D als Lagersegmente ausgeführt sind.

Figur 2F eine Seitenansicht einer Ausführungsvariante eines mehrteilig, aus zwei Lagersegmenten, ausgebildeten Lagerelements, wobei jedes Lagersegment einem Innenring und einem Außenring aufweist, wobei der Innenring und der Außenring jeweils die Lamellen bilden, bzw. jeweils nahtlos in die Lamellen übergehen.

Figur 3 ein durch das erfindungsgemäße Lagerelement hervorgerufene

Auslenkmoment-Auslenkwinkel-Diagramm, aus welchem weitere Details der Zusammenhänge zwischen Auslenkungsbereich bzw. Auslenkwinkel, d.h. zwischen der elastischen Verformung und der mittels des Lagerelements vorzugsweise erzeugten Federkraft ersichtlich werden.

Figur 4 eine Perspektivansicht einer Ausführungsvariante einer

landwirtschaftlichen Maschine, an welcher ein Mehrzahl von erfindungsgemäßen Lageranordnungen angebracht sein kann.

Figur 5A eine Seitenansicht einer Lageranordnung zur schwenkbaren

Lagerung einer in einer landwirtschaftlichen Maschine verwendeten Werkzeuganordnung, wobei das hierbei verwendete Lagerelement sich in einer Grundstellung bzw. in Eingriff in einer Bodenoberfläche befindet.

Figur 5B eine Seitenansicht einer Lageranordnung zur schwenkbaren

Lagerung einer in einer landwirtschaftlichen Maschine verwendeten Werkzeuganordnung, wobei das hierbei verendete Lagerelement sich in einer ausgelenkten bzw. in einer elastisch verformten Stellung befindet.

Die in den Figuren 1 bis 5 gezeigten Ausführungsformen stimmen zumindest teilweise überein, so dass ähnliche oder identische Teile mit den gleichen Bezugszeichen versehen sind und zu deren Erläuterung auch auf die Beschreibung der anderen

Ausführungsformen bzw. Figuren verwiesen wird, um Wiederholungen zu vermeiden. Die dargestellten Ausführungsformen stellen lediglich Beispiele dar, wie das

Erfindungsgemäße Lagerelement und die Lageranordnung ausgestaltet sein können und stellen keine abschließende Begrenzung dar.

Verschiedene Ausführungsvarianten von erfindungsgemäßen Lagerelementen 10 gehen aus den Figuren 1 und 2 hervor, wobei die Figur 1 A hierbei eine Perspektivansicht einer Ausführungsvariante eines zweiteilig, insbesondere aus zwei Lagersegmenten 12, ausgebildeten Lagerelements 10 mit einem Innenring 14 und einem Außenring 16 sowie mit einer Mehrzahl sich zwischen diesen erstreckenden bzw. angebrachten Lamellen 18 zeigt. Eine weitere Perspektivansicht einer Ausführungsvariante eines vierteilig, insbesondere aus vier Lagersegmenten 12, ausgebildeten Lagerelements 10 mit einem Innenring 14 und einem Außenring 16 sowie mit einer Mehrzahl sich zwischen diesen erstreckenden Lamellen 18 geht darüber hinaus aus der Figur 1 B hervor.

Des Weiteren zeigen die Figuren 2A bis 2F jeweils Seitenansichten von

verschiedenen Lagerelementen 10. Hierbei zeigt die Figur 2A eine Seitenansicht einer Ausführungsvariante eines einteilig ausgebildeten Lagerelements 10 mit einem Innenring 14 und einem Außenring 16 sowie einer Mehrzahl von sich radial im Uhrzeigersinn zwischen diesen erstreckenden Lamellen 18. Die abgebildeten Lamellen 18 sind jeweils spiralförmig ausgebildet und umspannen einen Winkel der größer ist als 10°.

Aus der Figur 2B geht eine Seitenansicht einer Ausführungsvariante eines einteilig ausgebildeten Lagerelements 10 mit einem Innenring 14 und einem Außenring 16 und einem zwischen dem Innenring 14 und dem Außenring 16 angebrachten Zwischenring 20 hervor, wobei sich jeweils zwischen Innenring 14 und Zwischenring 20 eine Mehrzahl gerade verlaufender sowie zwischen Zwischenring 20 und Außenring 16 eine Mehrzahl radial verlaufender Lamellen 18 erstrecken, wodurch das Lagerelement 10 eine

Netzstruktur 22 aufweist.

Die Figur 2C zeigt eine Seitenansicht einer Ausführungsvariante eines einteilig ausgebildeten Lagerelements 1 mit einem Innenring 14 und einem Außenring 16 und einem zwischen dem Innenring 14 und dem Außenring 16 angebrachten Zwischenring 20, wobei sich jeweils zwischen Innenring 14 und Zwischenring 20 sowie zwischen

Zwischenring und Außenring 16 jeweils eine Mehrzahl von gerade verlaufender Lamellen 18 erstrecken, wodurch das Lagerelement 10 eine Netzstruktur 22 aufweist.

Des Weiteren zeigt die Figur 2D eine Seitenansicht einer Ausführungsvariante eines einteilig ausgebildeten Lagerelements 10, wobei der Aufbau des Netzes 22 dem Lagerelement 10 der Figuren 1A und 1 B entspricht, mit einem Innenring 14 und einem Außenring 16, wobei das Lagerelement 10 zwischen dem Innenring 14 und dem

Außenring 16 verschiedenartige Netzstrukturen 22 aufweist. So umfasst dieses zwei Abschnitte, in welchen sich zwischen dem Innenring 14 und dem Außenring 16 eine Mehrzahl von radial im Uhrzeigersinn erstreckende Lamellen 18 angebracht sind, sowie zwei weitere Abschnitte in welchem zwischen drei gerade verlaufenden Lamellen 18 sich zwei Zwischenringe 20 befinden. Im Gegensatz zu den Figuren 2A bis 2D, in denen jeweils einteilig ausgebildete Lagerelemente 10 dargestellt sind, zeigt die Figur 2E eine Seitenansicht einer

Ausführungsvariante eines mehrteilig ausgebildeten Lagerelements 10, welches in zusammengesetzter Weise dem Lagerelement 10 der Figur 2D entspricht, wessen Abschnitte jedoch im Gegensatz zur Figur 2D als Lagersegmente 12 ausgeführt sind. Des Weiteren zeigt die Figur 2F noch eine Seitenansicht einer Ausführungsvariante eines mehrteilig, aus zwei Lagersegmenten 12, ausgebildeten Lagerelements 10, wobei jedes Lagersegment 12 einen Innenring 14 und einem Außenring 16 aufweist, wobei der Innenring 14 und der Außenring 16 jeweils die Lamellen 20 bilden bzw. die Lamellen 20 jeweils in den Innenring 14 und/oder den Außenring 16 übergehen.

Darüber hinaus ist im Ausführungsbeispiel der Figur 2E noch beispielhaft der Mittelpunktswinkel a eines Lagersegments 12 abgebildet, wobei dieser kleiner ist als 180° jedoch größer ist als 90°, und wobei hierbei wiederum jeweils zwei Lagesegmente die gleichen Mittelpunktswinkel a aufweisen.

Mittels der erfindungsgemäßen Lagerelemente 10 kann jeweils eine Federkraft 28 bzw. eine Federkennlinie 24 erzeugt werden. Die Zusammenhänge zwischen dem jeweiligen Auslenkwinkel bzw. dem Verdrehwinkel 26 und dem somit mittels der

Lagerelemente 10 erzeugten Auslenkmoment 28 der somit erzeugten Federkraft 28 gehen aus dem Diagramm der Figur 3 hervor. So kann das Lagerelement 10 bzw. dessen Netzstruktur 22 und/oder dessen Lamellen 18 derartig ausgeführt sein, dass sich in einem ersten Verformungs- bzw. Auslenkungsbereich 30 ein linear zunehmender

Federkraftverlauf 28 und/oder ein progressiver Federkraftverlauf 28 einstellt bzw. erzeugt wird. An den ersten Auslenkungsbereich 30 kann sich ein zweiter Auslenkungsbereich 32 anschließen, in welchem zweiten Auslenkungsbereich 32 sich ein degressiver

Federkraftverlauf 28 einstellt bzw. erzeugt wird. Darüber hinaus kann sich an den zweiten Auslenkungsbereich 32 wiederum ein dritter Auslenkungsbereich 34 anschließen in welchem sich ein linear abnehmender Federkraftverlauf 28 und/oder regressiver

Federkraftverlauf 28 einstellt bzw. erzeugt wird.

Der erste Auslenkungsbereich 30 könnte hierbei bspw. einem Verdrehwinkel 26 von 0° bis 5° entsprechen, der zweite Auslenkungsbereich 32 bspw. einem Verdrehwinkel 26 von 5° bis 10° sowie der dritte Auslenkungsbereich 34 einem Verdrehwinkel 26 von 10° bis 15°. Grundsätzlich wären hierbei auch andere Verdrehwinkel bzw.

Auslenkungsbereiche denkbar bzw. vorstellbar. Ein linear zunehmender und/oder progressiver Federkraftverlauf 28 zu Beginn der Auslenkung bedeutet hierbei zunächst, dass die Federkraft 28 zunächst zunehmend ist, was bedeutet, dass solange sich bspw. eine Werkzeuganordnung (vergl. Figur 5) im Bodenkontakt befindet die Federkraft 28 in Abhängigkeit der Auslenkung zunimmt. Dies hat zunächst den Vorteil, dass für die eigentliche Bodenbearbeitung und/oder Aussaat eine ausreichende Federkraft 28 an den Werkzeugen angreift. Erreicht jedoch die Auslenkung bspw. bei Auftreffen auf einen Stein oder dergl. einen zweiten Auslenkungsbereich 32, so ist es erforderlich, dass die

Federkraft 28 abnimmt bzw. zumindest nicht noch weiter steigt.

Eine Ausführungsvariante einer landwirtschaftlichen Maschine 36 bzw. einer Bodenbearbeitungs- und/oder Sämaschine 36, an welcher eine Mehrzahl von

erfindungsgemäßen Lageranordnungen 38 angebaut sein können, zeigt die

Perspektivansicht der Figur 4. Bei der vorliegenden Maschine 36 handelt es sich um eine Bodenbearbeitungsmaschine 40 in Form einer sog. Scheibenegge. Die Maschine 36 wird mittels einer hier nicht dargestellten Zugmaschine über eine landwirtschaftliche Fläche bewegt, wobei hierfür zur Verbindung mit der Zugmaschine im vorderen Bereich eine Zugdeichsel 42 vorgesehen ist.

An die Zugdeichsel 42 schließt eine Rahmenkonstruktion an, welche sich aus einen Mittelrahmen 44 und zwei schwenkbar zu diesem angeordneten Seitenrahmen 46 zusammensetzt. Am hinteren Ende befindet sich zudem ein mittels Zylinder 48 in dessen Position verschwenkbares Fahrwerk 50, welches Fahrwerk 50 bspw. für einen

Straßentransport der Maschine 36 nach unten verschwenkt werden kann. Zudem sind den jeweiligen Seitenrahmen 46 jeweils zwei Tiefenführungsräder 52 vorgeordnet sowie dem Mittelrahmen 44 und den Seitenrahmen 46 jeweils zwei Packerwalzen 54 nachgeordnet. Mittels der Tiefenführungsräder 52 und der Packerwalzen 54 wird bzw. kann jeweils die Arbeitstiefe der Bodenbearbeitungsmaschine 40 verändert werden bzw. die Bodenbearbeitungsmaschine 40 gleichmäßig über einer landwirtschaftlichen Fläche geführt werden, wobei hierfür die Tiefenführungsräder 52 und Packerwalzen 54 höhenverstellbar zur Rahmenkonstruktion angebracht sind.

An der Rahmenkonstruktion sind jeweils quer zur Fahrrichtung 56 ausgerichtete Träger 58 angebracht. Die Träger 58 erstrecken sich hierbei zudem über die gesamte Arbeitsbreite der Maschine 36. Darüber hinaus sind die Träger 58 in zwei Reihen hintereinander angebracht. An den Trägern 58 sind jeweils beabstandet zueinander, wiederum über die gesamte Arbeitsbreite der Maschine 44 verteilt, erfindungsgemäße Lageranordnungen 38 mit Aufhängungsvorrichtungen 60 angeordnet. An den

Aufhängungsvorrichtungen 60 sind im Ausführungsbeispiel der Figur 1 zudem Werkzeuganordnungen 62 angebracht, welche eine Schneidscheibe beinhalten. Mittels der Schneidscheiben wird jeweils die Ackerfläche entsprechend bearbeitet bzw. gelockert. Die Werkzeuganordnungen 62 bilden somit eine auch als Scheibenegge bezeichnete landwirtschaftliche Maschine 44 bzw. Bodenbearbeitungsmaschine 40.

Zur Einebnung des mittels der Werkzeuganordnungen 62 gelockerten

Ackerbodens sind zwischen den Schneidscheiben und den Packerwalzen 54 zudem noch Einebnungswerkzeuge 64 angebracht, welche ebenso mittels erfindungsgemäßer Lageranordnungen 38 an einem Träger gelagert sein könnten.

Weitere Details der Erfindung gehen aus den Seitenansichten der Figuren 5A und 5B hervor. Gezeigt ist hierbei jeweils eine Lageranordnung 38 bzw. eine

Aufhängungsvorrichtung 60 zur Montage und schwenkbaren Lagerung einer

Werkzeuganordnung 62, wobei die Werkzeuganordnung 62 gemäß der Figuren 5A und 5B eine Schneidscheibe umfasst und somit eine Werkzeuganordnung 62 zur

Bodenbearbeitung bildet. Es wären aber auch Werkzeuganordnungen 62 zur Aussaat bzw. sog. Säschare oder Zinkenwerkzeuge oder dergl. denkbar. Auch andere in landwirtschaftlichen Maschinen verwendete Komponenten könnten mittels einer entsprechenden Lageranordnung 38 gelagert werden.

Gemäß der Figur 5A befindet sich hierbei die Werkzeuganordnung 62 bzw. die Schneidscheibe in einem Eingriff in eine Bodenoberfläche 66 sowie gemäß der Figur 5B in einer durch ein Hindernis wie bspw. einem Stein hervorgerufenen ausgelenkten Stellung.

Die Werkzeuganordnung 62 umfasst einen Schwenkarm 68 der an einem sich quer zur Fahrrichtung 56 erstreckenden Träger 58 montiert wird. Dabei kann der Träger 58 wiederum ein Element einer Rahmenkonstruktion sein. Ebenso kann der Träger 58 in dessen Höhe verstellbar sein und/oder um eine Schwenkachse schwenkbar gelagert sein, wobei durch eine Höhenverstellung und/oder ein Verschwenken des Trägers 58 ebenso der Schwenkarm 68 und somit die Werkzeuganordnung 62 in dessen Arbeitstiefe verstellbar sein kann.

Der Träger 58 ist als ein Profilrohr ausgeführt. Zudem ist der Innenring 14 des Lagerelements 10 an die Kontur des Trägers 58 angepasst, wodurch kostengünstige Träger 58 verwendet werden können, da die Federkraft 28 lediglich durch das

Lagerelement 10 und nicht durch die Paarung des Trägers und des Lagerelements 10 definiert wird. Zur schwenkbaren Lagerung am Träger 58 weist der Schwenkarm 68 einen Lagerabschnitt 70 auf, wobei der Lagerabschnitt 70 hierbei in den Schwenkarm 68 integriert ist. Dieser könnte aber auch an diesem angebaut sein. Der Lagerabschnitt 70 umgreift zudem den Träger 58. Auch ist der Lagerabschnitt 70 mehrteilig ausgeführt. Der Lagerabschnitt 70 besteht aus zwei Schalen und/oder Halbschalen, welche Schalen zudem verschraubt werden können und somit den Träger 58 wiederum komplett umgreifen können.

Mittels der Lageranordnung 38 kann jeweils eine definierte Vorspannkraft bzw. Federkraft 28 auf die mittels dieser gelagerten Werkzeuganordnung 62 erzeugt werden, wobei diese wiederum in Abhängigkeit der elastischen Verformung bzw. in Abhängigkeit des Verdrehwinkels 26 entsprechend variieren kann. So kann bspw. die mittels des Lagerelements 10 erzeuge Federkraft 28 gemäß der Figur 5A kleiner sein als gemäß der Figur 5B oder umgekehrt.

Die Erfindung ist nicht auf die vorstehend beschriebenen bevorzugten

Ausführungsbeispiele beschränkt. Vielmehr ist eine Vielzahl von Varianten und

Abwandlungen möglich, die ebenfalls von dem Erfindungsgedanken Gebrauch machen und deshalb in den Schutzbereich fallen. Insbesondere beansprucht die Erfindung auch Schutz für den Gegenstand und die Merkmale der Unteransprüche unabhängig von den in Bezug genommenen Ansprüchen. Insbesondere sind die Merkmale der unabhängigen Ansprüche jeweils unabhängig voneinander offenbart. Zusätzlich sind auch die Merkmale der Unteransprüche unabhängig von sämtlichen Merkmalen des jeweiligen unabhängigen Anspruchs 1 oder des Anspruchs 20 offenbart.

Bezuqszeichenliste

10 Lagerelement

12 Lagersegment

14 Innenring

16 Außenring

18 Lamelle

20 Zwischenring

22 Netz; Netzstruktur

24 Federkennlinie

26 Verdrehwinkel

28 Auslenkmoment, Federkraft

30 erster Auslenkbereich

32 zweiter Auslenkbereich

34 dritter Auslenkbereich

36 landwirtschaftliche Maschine

38 Lageranordnung

40 Bodenbearbeitungsmaschine

42 Zugdeichsel

44 Mittelrahmen

46 Seitenrahmen

48 Zylinder

50 Fahrwerk

52 Tiefenführungsrad

54 Packerwalze

56 Fahrtrichtung

58 Träger

60 Aufhängungsvorrichtung 62 Werkzeuganordnung 64 Einebnungswerkzeug 66 Bodenoberfläche

68 Schwenkarm

70 Lagerabschnitt