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Patent Searching and Data


Title:
BEARING OUTER RING FOR A RADIAL ROLLING BEARING, AND RADIAL ROLLING BEARING
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/177452
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a bearing outer ring (20) for a radial rolling bearing (3), in particular an exhaust gas turbocharger (1), which bearing outer ring is provided on its outer lateral surface (21a) with at least one peripheral supply groove (22b). The bearing outer ring (20) also has axially directed annular end faces (29b). In order to improve the cooling function of the lubricating oil, the bearing outer ring (20) has at least one supply channel (26), which extends in the axial direction of the bearing outer ring (20) and which can be fed directly or indirectly by one of the supply grooves (22b), wherein the at least one supply channel (26) exits at one of the end faces (29b) of the bearing outer ring (20).

Inventors:
SCHÄFER, Christian (Stadtweg 21, Nürnberg, 90453, DE)
JAKOB, Bernhard (Tiefbrunnweg 3, Ottensoos, 91242, DE)
KUNOTH, Matthias (Johannisstr. 131, Nürnberg, 90419, DE)
Application Number:
DE2018/100103
Publication Date:
October 04, 2018
Filing Date:
February 08, 2018
Export Citation:
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Assignee:
SCHAEFFLER TECHNOLOGIES AG & CO. KG (Industriestraße 1-3, Herzogenaurach, 91074, DE)
International Classes:
F16C19/18; F16C1/20; F16C27/04; F16C33/66
Foreign References:
DE102005029075A12006-12-28
EP3056752A12016-08-17
US20160160924A12016-06-09
DE102015215296A12017-02-16
DE102014212620A12015-12-31
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Claims:
Patentansprüche

1 . Lageraußenring (20) eines Radialwälzlagers (3) für einen Abgasturbolader (1 ), mit einer Außenmantelfläche (1 1 a, 1 1 b, 21 a, 21 b), auf der zumindest eine umlaufende Versorgungsnut (22a, 22b) angeordnet ist, wobei zwischen der Außenmantelfläche (1 1 a, 1 1 b, 21 a, 21 b) des Radialwälzlagers (3) und einem das Radialwälzlager aufnehmenden Gehäuse (2) ein mit Öl versorgbarer Squeeze-Film-Spalt (14) ausbildbar ist, sowie mit axial gerichteten ringförmigen Stirnflächen (29a, 29b), dadurch gekennzeichnet, dass der Lageraußenring (20) zumindest einen sich in axialer Richtung des Lageraußenrings (20) erstreckenden Versorgungskanal (26) aufweist, welcher unmittelbar oder mittelbar von einer der Versorgungsnuten (22b) speisbar ist, wobei der zumindest eine Versorgungskanal (26) an einer Stirnfläche (29a, 29b) des Lageraußenrings (20) austritt. 2. Lageraußenring (20) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Versorgungsnut (22b) in den Versorgungskanal (26) mündet.

3. Lageraußenring (20) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Versorgungsnut (22b) und der Stirnfläche (29b) eine umlaufende Sammel- nut (31 ) auf der Außenmantelfläche (21 a) angeordnet ist, welcher Schmieröl durch einen Squeeze-Film-Spalt (14) zugeführt wird und welche in den Versorgungskanal (26) mündet.

4. Lageraußenring (20) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass wenigs- tens eine den Lageraußenring (20) in im Wesentlichen radialer Richtung durchdringende Spritzölbohrung (25b) vorgesehen ist, welche in einen als Durchgangsbohrung (28) ausgeführten Versorgungskanal (26) mündet.

5. Lageraußenring (20) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Ver- sorgungskanal (26) als eine nutartige Vertiefung (30) in der Außenmantelfläche (21 a) des Lageraußenringes (20) ausgeführt ist.

6. Lageraußenring (20) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Versorgungskanal (26) als eine Abflachung an der Außenmantelfläche (21 a) des Lageraußenringes (20) ausgeführt ist.

7. Lageraußenring (20) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Versorgungskanal (26) bis zu der axial gerichteten Stirnfläche (29b) einen abschnittsweise ansteigenden Verlauf (35) aufweist.

8. Lageraußenring (20) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Versorgungskanäle (26) über den Umfang des Lageraußenrings (20) verteilt angeordnet sind.

9. Lageraußenring (20) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Anordnung der Versorgungskanäle (26) innerhalb eines Winkelbereichs von bis zu 180° erfolgt.

10. Mehrreihiges Radialwälzlager für einen Abgasturbolader (1 ), mit zumindest einem Lageraußenring (8, 20), dadurch gekennzeichnet, dass der zumindest eine Lageraußenring (8, 20) nach einem der Ansprüche 1 bis 9 ausgebildet ist.

Description:
Bezeichnung der Erfindung Lageraußenring für ein Radialwälzlager sowie Radialwälzlager

Beschreibung

Gebiet der Erfindung

Die Erfindung betrifft einen Lageraußenring eines Radialwälzlagersfür einen Abgas- turbolader, mit einer Außenmantelfläche, auf der zumindest eine umlaufende Versorgungsnut angeordnet ist. wobei zwischen der Außenmantelfläche (1 1 a, 1 1 b, 21 a, 21 b) des Radialwälzlagers (3) und einem das Radialwälzlager aufnehmenden Gehäuse (2) ein mit Öl versorgbarer Squeeze-Film-Spalt (14) ausbildbar ist, sowie mit axial gerichteten ringförmigen Stirnflächen. Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Radialwälzla- ger.

Stand der Technik Ein Abgasturbolader einer Brennkraftmaschine weist ein Turbinenrad, ein Verdichterrad und eine das Turbinenrad drehfest mit dem Verdichterrad verbindende Läuferwelle auf. Die Läuferwelle ist üblicherweise durch wenigstens ein Radialwälzlager oder Radialgleitlager drehbar in einem Gehäuse des Turboladers angeordnet. Ein Radialwälzlager für einen Abgasturbolader kann zur Aufnahme von radialen und axialen Lasten als zweireihiges Schulterkugellager oder Schrägkugellager ausgebildet sein. Ein Schulterkugellager weist eine für Rillenkugellager übliche Ausbildung des Lagerinnenrings auf, während der Lageraußenring mit einer Schulter versehen ist. Beim Schrägkugellager sind demgegenüber sowohl der Lageraußenring als auch der Lagerinnenring mit Schultern versehen. Ein fertig montiertes Radialwälzlager kann als Lagerkartusche auf einer Läuferwelle eines Abgasturboladers angeordnet werden. Anschließend kann die aus der Lagerkartusche und der Läuferwelle gebildete Baugruppe in ein Gehäuse eines Abgasturboladers eingesetzt werden. Ein Lageraußenring sowie ein Radialwälzlager der im jeweiligen Oberbegriff der Patentansprüche 1 und 9 beschriebenen Gattung sind aus der DE 10 2014 212 620 A1 bekannt. Ein als Schulterkugellager ausgebildetes Radialwälzlager für einen Abgas- turbolader umfasst einen Lageraußenring, einen koaxial innerhalb des Lageraußenrings angeordneten, zweiteilig ausgebildeten Lagerinnenring sowie zwei zwischen dem Lageraußenring und dem Lagerinnenring geführte, aus kugelförmigen Wälzkörpern gebildete Wälzkörperreihen. Der Lageraußenring umfasst zwei diesen radial durchdringende Spritzölbohrungen, die an der Innenmantelfläche des Lageraußen- rings zwischen den Wälzlagerreihen einmünden. Ein an einer Außenmantelfläche des Lageraußenrings angeordneter Eintritt der jeweiligen Spritzölbohrung ist als äußere Umfangsnut ausgebildet. Durch die Spritzölbohrungen wird dem Inneren des Radialwälzlagers Öl zugeführt, welches der Schmierung und Kühlung dient. Das zwischen den Wälzkörperreihen zugeführte Öl tritt über eine mittig des Lageraußenringes, in dessen unteren Bereich vorgesehene Ölversorgungskanalbohrung aus, nachdem ein Großteil des Öls aufgrund der Schwerkraft nach unten gelaufen ist. Daher steht das Öl der Kühlung eines das Radialwälzlager aufnehmenden Gehäuses eines Abgasturboladers vor allem im unteren Bereich des Gehäuses zur Verfügung. Dem oberen Bereich des Gehäuses des Abgasturboladers, dem zur Kühlung das Öl aktiv zugeführt werden müsste, das heißt durch das Abschleudern von Öl, welches auf die Läuferwelle gelangt, sowie der Läuferwelle stehen somit ein deutlich geringerer Ölstrom zur Verfügung.

Offenbarung der Erfindung

Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Verbesserung der Kühlfunktion zu erreichen.

Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des jeweiligen kennzeichnenden Teils der unabhängigen Patentansprüche 1 und 9 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den von diesen abhängigen Patentansprüchen wiedergegeben, welche jeweils für sich genommen oder in verschiedenen Kombinationen miteinander einen Aspekt der Erfindung darstellen können. Danach ist ein Lageraußenring für ein Radialwälzlager, insbesondere eines Abgasturboladers, mit einer Außenmantelfläche versehen, auf der zumindest eine umlaufende Versorgungsnut angeordnet ist. Weiterhin weist der Lageraußenring axial gerichtete Stirnflächen auf. Die umlaufende Versorgungsnut wird mit einem Ölstrom gespeist, welcher der Schmierung und Kühlung des Radialwälzlagers dient.

Erfindungsgemäß weist der Lageraußenring zumindest einen sich in axialer Richtung des Lageraußenrings erstreckenden Versorgungskanal auf, welcher unmittelbar oder mittelbar von der Versorgungsnut speisbar ist, wobei der zumindest eine Versor- gungskanal an einer der Stirnflächen des Lageraußenrings austritt. Unter dem zumindest einen Versorgungskanal wird eine unmittelbar oder mittelbar kommunizierende Verbindung zwischen der umlaufenden Versorgungsnut und der dieser benachbarten Stirnfläche des Lageraußenringes verstanden, durch welche ein Teilölstrom eines der Versorgungsnut zugeführten Ölstroms gezielt abgezweigt und gelenkt wird. Dabei kann der Versorgungskanal durchgehend aus einem oder mehreren Abschnitten oder aus mehreren separaten Abschnitten gebildet sein. Der abgezweigte Teilölstrom tritt durch den zumindest einen an einer Stirnfläche mündenden Versorgungskanal im äußeren Umfangsbereich des Lageraußenrings, das heißt radial beabstandet zu einer Läuferwelle eines Abgasturboladers, aus diesem aus.

Dieser Teilölstrom kann auf die Läuferwelle gelangen und von dieser nach außen abgeschleudert werden. Vorteilhaft ist die Integration des zumindest eine Versorgungskanal in den Lageraußenring, da somit keine konstruktiven Änderungen an dem den Lageraußenring und das zugehörige Radialwälzlager aufnehmenden Gehäuses erfor- derlich wird. Insbesondere gestattet die Integration des zumindest einen Versorgungskanal in den Lageraußenring eine Nachrüstbarkeit bereits in Serie produzierter Abgasturbolader, da eine Modifikation des Gehäuses nicht erforderlich ist. Um den Aufwand bei der Herstellung des Lageraußenrings gering zu halten, kann vorgesehen sein, den zumindest einen Versorgungskanal nur auf einer Seite des Lageraußenrings anzuordnen. Dabei kann der zumindest eine Versorgungskanal dem Abschnitt der Läuferwelle zugewandt sein, welcher das Turbinenrad trägt, da auf dieser Seite die Temperaturen am höchsten sind. Der Lageraußenring kann einteilig oder mehrteilig ausgebildet sein. Durch den zumindest einen Versorgungskanal wird einerseits der Volumenstrom, der der Läuferwelle zugeführt werden kann, erhöht und anderseits kann einem die Läuferwelle umgebenden Gehäuse des Abgasturboladers durch das Abschleudern von der Läuferwelle eine ausreichende Menge Öl zugeführt werden, so dass auch der obere Bereich des Gehäuses, in den anderenfalls das Öl aufgrund der wirkenden Schwerkraft nicht oder nur in sehr geringen Mengen gelangt, in ausreichendem Maße gekühlt werden kann.

Demgegenüber tritt bei der Ölversorgung gemäß der DE 10 2014 212 620 A1 der Nachteil auf, dass das durch die Versorgungsnuten zugeführte Öl im unteren Bereich des Radialwälzlagers über die Ölversorgungskanalbohrung austritt, so dass außerhalb der axialen Erstreckung des Radialwälzlagers liegende Bereiche der Läuferwelle und des Gehäuses nicht gekühlt werden. In weiterer Ausgestaltung der Erfindung soll die Versorgungsnut in den zumindest einen Versorgungskanal münden. Der aus der Versorgungsnut abzuzweigende Teil- ölstrom kann somit unmittelbar in den Versorgungskanal gelangen. Hierzu erstreckt sich der Versorgungskanal zwischen der Versorgungsnut und der Stirnfläche durchgehend in axialer Richtung des Lageraußenrings.

Eine alternative Ausgestaltung sieht vor, dass zwischen der Versorgungsnut und der Stirnfläche eine zumindest abschnittsweise umlaufende Sammelnut auf der Außenmantelfläche angeordnet ist, welcher Schmieröl durch einen Squeeze-Film-Spalt zugeführt wird und welche in den Versorgungskanal mündet. Hierbei erfolgt die Zufüh- rung des Teilölstroms in den Versorgungskanal nicht unmittelbar durch die Versorgungsnut sondern durch den sich ausbildenden ringförmigen Squeeze-Film-Spalt zwischen dem Außenlagerring und dem umgebenden Gehäuse des Abgasturboladers. Der sich in dem Squeeze-Film-Spalt ausbildende vibrationshemmende Ölfilm gelangt in die zumindest abschnittsweise umlaufende Sammelnut. Von dieser gelangt das Öl in bereits beschriebener Weise in den Versorgungskanal und tritt an der Stirnfläche des Lageraußenrings aus. Die abschnittsweise umlaufende Sammelnut kann eine Art Reservoir für das Öl bilden, welches nicht durch den zumindest einen Versorgungskanal abgeführt wurde. So kann der Versorgungskanal als eine Bohrung ausgeführt sein. Die Bohrung wird unmittelbar von der Versorgungsnut mit einem Teilölstrom gespeist. Durch die Dimensionierung des Bohrungsdurchmessers lässt sich die Ausströmgeschwindigkeit anpassen. Bei der Herstellung des Lageraußenringes wird die Bohrung von der Stirnflä- che her eingebracht.

Weiterhin kann eine den Lageraußenring im Wesentlichen in radialer Richtung durchdringende Spritzölbohrung vorgesehen sein, welche in einen als Durchgangsbohrung ausgeführten Versorgungskanal mündet. Die Spritzölbohrung mündet an einer Innen- mantelfläche des Lageraußenrings aus, um das Öl den Wälzkörpern sowie den Laufbahnen der Wälzkörperreihen des Radialwälzlagers zuzuführen.

Insbesondere kann der zumindest eine Versorgungskanal als eine nutartige Vertiefung oder als eine Abflachung in der Außenmantelfläche des Lageraußenringes ausgeführt sein. Die nutartige Vertiefung beziehungsweise die Abflachung sind in die Außenmantelfläche des Lageraußenringes eingearbeitet. Durch die Anordnung auf der Außenmantelfläche lassen sich in einfacher Weise unterschiedliche axiale Verläufe und Querschnittsformen der Vertiefungen beziehungsweise der Abflachungen darstellen.

Vorteilhaft ist es, wenn der Versorgungskanal bis zu der axial gerichteten Stirnfläche einen abschnittsweise ansteigenden Verlauf aufweist. Der abschnittsweise ansteigende Verlauf des Versorgungskanals in Richtung der axial gerichteten Stirnfläche kann dabei rampenförmig oder gekrümmt ausgeführt sein. Der ansteigende Verlauf gestattet es, dass das aus dem Versorgungskanal austretende Öl gezielt in Richtung des umgebenden Gehäuses abzulenken. Dadurch kann ein Teil des Öls zunächst direkt an den oberhalb der Lagerwelle befindlichen Teil des zu kühlenden Gehäuses gelangen, bevor es anteilig auf die Lagerwelle gelangt und von dieser abgeschleudert wird. Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung können mehrere Versorgungskanäle über den Umfang des Lageraußenrings verteilt angeordnet sein. Die Versorgungskanäle können dabei gleichmäßig in Umfangsrichtung der Lageraußenrings verteilt angeordnet sein. Denkbar ist auch eine asymmetrische Verteilung der Versorgungskanäle in Umfangsrichtung des Lageraußenrings. Dadurch ließe sich ein Schwerpunkabschnitt schaffen, an welchem der abgezweigte Teilölstrom überwiegend aus der Stirnfläche des Lageraußenrings austritt. Der bis zu der axial gerichteten Stirnfläche abschnittsweise ansteigende Verlauf zumindest eines der Versorgungskänale ermöglicht es, konstruktiv schwerer zugängliche Abschnitte im Inneren des Gehäuses direkt mit ei- nem anteiligen Ölstrom zur Kühlung zu versorgen.

Bevorzugt kann die Anordnung der Versorgungskanäle innerhalb eines Winkelbereichs von bis zu 180° erfolgen. Dabei kann die Gruppierung der Versorgungskanäle im oberen Bereich des Gehäuses des Abgasturboladers konzentriert werden. Hier- durch lässt sich eine ausreichende Kühlung der Läuferwelle und des oberen Bereiches des Gehäuses durch eine entsprechende Zuführung an Öl erreichen.

Weiterhin kann zur Ablenkung des aus dem zumindest einen Versorgungskanal austretenden Ölstroms ein Ablenkelement vorgesehen sein. Der austretende Ölstrom trifft auf das Ablenkelement und wird somit entsprechend seiner Neigung umgelenkt. Dabei kann das Ablenkelement als eine Scheibe ausgeführt sein, die benachbart zu der Stirnfläche des Lageraußenrings im Gehäuse angeordnet ist. Außerdem können in den Bereichen, in denen das Öl auf die Läuferwelle gelangt, Schleuderringe angeordnet sein, die das Öl gleichmäßig an der Innenseite des Gehäuses verteilen.

Schließlich soll die Aufgabe durch ein Radialwälzlager, insbesondere mehrreihiges Radialwälzlager für einen Abgasturbolader, mit zumindest einem Lageraußenring gelöst werden. Der zumindest eine Lageraußenring ist hierzu nach einem der Ansprüche 1 bis 9 ausgebildet. Insbesondere kann das Radialwälzlager als Schulterkugellager oder Schrägkugellager ausgeführt sein.

Die Erfindung ist nicht auf die angegebene Kombination der Merkmale der unabhängigen Patentansprüche 1 und 8 mit den von diesen abhängigen Patentansprüchen beschränkt. Es ergeben sich darüber hinaus weitere Möglichkeiten, einzelne Merkma- le, insbesondere dann, wenn sie sich aus den Patentansprüchen, der nachfolgenden Beschreibung der Ausführungsbeispiele oder unmittelbar aus den Figuren ergeben, miteinander zu kombinieren. Außerdem soll die Bezugnahme der Patentansprüche auf die Figuren durch die Verwendung von Bezugszeichen den Schutzumfang der Pa- tentansprüche auf keinen Fall auf die dargestellten Ausgestaltungsbeispiele beschränken.

Kurze Beschreibung der Zeichnung

Zur weiteren Erläuterung der Erfindung wird auf die Zeichnungen verwiesen, in denen unterschiedliche Ausführungsbeispiele vereinfacht dargestellt sind. Es zeigen:

Figur 1 eine schematische Darstellung eines Längsschnitts eines Abgasturbola- ders;

Figur 2 eine schematische Teilansicht eines Gehäuses des Abgasturboladers im

Längsschnitt mit einer in diesem über ein Radialwälzlager gelagerten Läuferwelle; Figur 3 eine Detailansicht III gemäß Figur 2 mit einer ersten Ausführungsform eines Lageraußenrings;

Figur 4 eine zweite Ausführungsform eines Lageraußenrings;

Figur 5 eine dritte Ausführungsform eines Lageraußenrings;

Figur 6 eine vierte Ausführungsform eines Lageraußenrings;

Figur 7 eine fünfte Ausführungsform eines Lageraußenrings;

Figur 8 eine sechste Ausführungsform eines Lageraußenrings; und

Figur 9 eine siebte Ausführungsform eines Lageraußenrings.

Ausführliche Beschreibung der Zeichnung Figur 1 zeigt eine schematische Darstellung eines Längsschnitts eines Abgasturboladers 1 mit einer Teilansicht eines Gehäuses 2. Dabei handelt es sich um eine Anordnung nach dem Stand der Technik. In dem Gehäuse 2 ist ein Radialwälzlager 3 angeordnet, durch das ein Läufer 4 drehbar in dem Gehäuse 2 gelagert ist. Der Läufer 4 umfasst ein Turbinenrad 5 und eine mittels einer Schraubverbindung 6 mit dem Turbinenrad 5 verbundene Läuferwelle 7.

Das Radialwälzlager 3 ist als zweireihiges Schrägkugellager ausgebildet und umfasst einen Lageraußenring 8, der in dem dargestellten Ausführungsbeispiel zwei Teilringe 8a, 8b aufweist. Zwischen den beiden Teilringen 8a und 8b ist ein Federelement 9 angeordnet, welches die Teilringe 8a und 8b federnd in einer axial zueinander beab- standeten Position hält. In den Teilringen 8a und 8b ist jeweils eine Wälzkörperreihe mit in einem ringförmigen Käfig 16 geführten Kugeln 15 angeordnet. Zur Führung der jeweiligen Wälzkörperreihe weist der Lageraußenring 8 an seiner Innenmantelfläche 17 axial beabstandet angeordnete äußere Laufbahnen 18a, 18b auf. Auf dem Abschnitt der Läuferwelle 7, auf der das Radialwälzlager 3 angeordnet ist, befinden sich entsprechend der Anordnung der Laufbahnen 18a, 18b axial beabstandet angeordnete innere Laufbahnen 19a, 19b. In dem Gehäuse 2 des Abgasturbolader 1 sind als Bohrungen ausgebildete Ölzufüh- rungen 10 vorgesehen. Die Teilringe 8a, 8b des Lageraußenrings 8 weisen jeweils eine Außenmantelfläche 1 1 a, 1 1 b, auf der zumindest eine umlaufende Versorgungsnut 12a, 12b angeordnet ist. Die Ölzuführungen 10 in dem Gehäuse 2 münden in die jeweilige Versorgungsnut 12a bzw. 12b ein. Die Teilringe 8a, 8b des Lageraußenrings 8 weisen den jeweiligen Teilring 8a bzw. 8b radial durchdringende Spritzölbohrungen 13a, 13b auf, welche, ausgehend von der Versorgungsnut 12a bzw. 12b, an der Innenmantelfläche 17 des zweiteiligen Lageraußenrings 8 zwischen den Wälzlagerreihen einmünden. Durch die kommunizierend mit den Ölzuführungen 10 verbundenen Spritzölbohrungen 13a, 13b wird dem Radialwälzlager 3 ein Versorgungsölstrom zu- geführt. Das zugeführte Öl wird zum einen zum Schmieren des Radialwälzlagers 3 genutzt. Zum anderen kann das aus dem Radialwälzlager 3 zu beiden Seiten stirnseitig zwischen den Wälzkörpern austretende Öl genutzt werden, um unter anderem den Wellenabschnitt zwischen dem Radialwälzlager 3 und dem Turbinenrad 5 zu kühlen. Zwischen der Außenmantelfläche 1 1 a, 1 1 b des Radialwälzlagers 3 und dem Gehäuse 2 ist zur Hemmung von Vibrationen ein mit Öl versorgter Squeeze-Film-Spalt 14 ausgebildet. Der sich in dem ringförmigen Squeeze-Film-Spalt 14 ausbildende Ölfilm wird als sogenannter Squeeze-Film- Dämpfer bezeichnet und dient der Schwingungs- dämpfung. Die Ölversorgung des Squeeze-Film-Spalts 14 erfolgt durch die Ölzufüh- rungen 10 in dem Gehäuse 2.

Figur 2 zeigt schematisch eine im Maßstab vergrößerte Teilansicht des Gehäuses 2 des Abgasturboladers 1 im Längsschnitt. In dem Gehäuse 2 ist das als zweireihiges Schrägkugellager ausgebildete Radialwälzlager 3 angeordnet, welches gemäß dem dargestellten Ausführungsbeispiel im Gegensatz zur Figur 1 einen einteiligen Lageraußenring 20 aufweist, wodurch die Anordnung eines Federelementes zwischen Teilringen entfällt. Der Lageraußenring 20 weist eine Außenmantelfläche 21 a auf, die mit den umlaufenden Versorgungsnuten 22a, 22b versehen ist. Durch eine in dem Gehäuse 2 vorgesehene Ölzuführung 23, von welcher zwei schräg verlaufende Bohrungen 24 abzweigen, wird den auf der Außenmantelfläche 21 a umlaufend angeordneten Versorgungsnuten 22a, 22b Öl zugeführt. Von den Versorgungsnuten 22a, 22b ausgehend, erstrecken sich in dem Lageraußenring 20 diesen radial durchdringende Spritzölbohrungen 25a, 25b, die an einer Innenmantelfläche 21 b des Lageraußenrings 20 zwischen den Wälzlagerreihen einmünden. Der Lageraußenring 20 weist beidseitig sich abschnittsweise in radialer Richtung erstreckende Stirnflächen 29a bzw. 29b auf, mit deren radial äußerem Bereich sich der Lageraußenring 20 in eingebauter Position an radial nach innen erstreckenden Vorsprüngen 2a, 2b am Gehäuse 2 abstützt. In dem Lageraußenring 20 sind Versorgungskanäle 26, auf deren Anordnung und Ausbildung nachfolgend im Zusammenhang mit der Figur 3 eingegangen wird.

Figur 3 zeigt eine Detailansicht III gemäß Figur 2 mit einer ersten Ausführungsform eines Teilabschnitts des Lageraußenrings 20. Der Lageraußenring 20 ist auf seiner dem Turbinenrad 5 zugewandten Seite mit zumindest einem Versorgungskanal 26 verse- hen, welcher als koaxial zur Längsmittelachse 27 des Läufers 4 angeordnete Bohrung 28 ausgeführt ist. Der zumindest eine Versorgungskanal 26 ist mit der Versorgungsnut 22b unmittelbar kommunizierend verbunden. Der zumindest eine Versorgungskanal 26 mündet an seiner dem Turbinenrad 5 zugewandten Stirnfläche 29b des Lageraußenrings 20 aus. Durch den zumindest einen Versorgungskanal 26 wird ein Teil- ölstrom des Versorgungsölstroms aus der Versorgungsnut 22b abgezweigt. Der aus dem zumindest einen Versorgungskanal 26 an der Stirnfläche 29b austretende Teil- ölstrom gelangt auf die rotierende Läuferwelle 7, welche das Öl nach außen in Richtung des umgebenden Gehäuse 2 abschleudert. Auf diese Weise wird dem Abschnitt der Läuferwelle 7, an welchen das Turbinenrad 5 angebunden ist sowie dem dieses umgebenden Abschnitt des Gehäuses 2 gezielt ein zusätzlicher Ölstrom zugeführt, um diese zu kühlen. Durch die gezielte Zuführung des abgezweigten Teilölstroms auf die rotierende Oberfläche der Läuferwelle 7 werden durch das Abschleudern entgegen der Schwerkraft auch oberhalb der Längsmittelachse 27 liegende Bereiche des Gehäuses 2 stärker mit Öl versorgt. Dazu können in Umfangsrichtung des Lageraußenrings 20 verteilt mehrere Versorgungskanäle 26 vorgesehen sein.

Figur 4 zeigt eine Detailansicht einer zweiten Ausführungsform des Lageraußenrings 20. Gemäß dieser zweiten Ausführungsform ist der zumindest eine Versorgungskanal 26 als eine auf der Außenmantelfläche 21 a vorgesehene nutartige Vertiefung 30 ausgeführt. Die zumindest eine nutartige Vertiefung 30 verläuft zwischen der Versorgungsnut 22b und der Stirnfläche 29b. Der zumindest eine Versorgungskanal 26 wird ebenfalls unmittelbar aus der Versorgungsnut 22b gespeist. Figur 5 zeigt eine Detailansicht einer dritten Ausführungsform des Lageraußenrings 20. Gemäß dieser dritten Ausführungsform ist der zumindest eine als Bohrung 28 ausgeführte Versorgungskanal 26 durch die Spritzölbohrung 25b mit der Versorgungsnut 22b unmittelbar kommunizierend verbunden. In Figur 6 ist eine Detailansicht einer vierten Ausführungsform des Lageraußenrings 20 dargestellt. Diese vierte Ausführungsform des Lageraußenrings 20 unterscheidet sich von den vorangehenden Ausführungsformen dadurch, dass der zumindest eine Versorgungskanal 26 nicht unmittelbar aus der Versorgungsnut 22b gespeist wird. Das heißt, der zumindest eine Versorgungskanal 26 steht nicht in direkter Kommuni- kation mit der Versorgungsnut 22b, indem der Versorgungskanal 26 in die Versorgungsnut 22b einmündet. Gemäß der vierten Ausführungsform ist axial beabstandet zu der Versorgungsnut 22b eine zumindest abschnittsweise umlaufende Sammelnut 31 auf der Außenmantelfläche 21 a vorgesehen. Zwischen der Sammelnut 31 und der dem Turbinenrad 5 zugewandten Stirnfläche 29b des Lageraußenrings 20 erstreckt sich zumindest ein als nutartige Vertiefung 30 ausgeführter Versorgungskanal 26. Die Speisung der Sammelnut 31 mit Öl erfolgt dabei mittelbar durch den sich im Ringspalt 33 zwischen Gehäuse 2 und Lageraußenring 20 ausbildenden Ölfilm, der als Squee- ze-Film Dämpfer fungiert.

In Figur 7 ist eine Abwandlung der vierten Ausführungsform gemäß Figur 6 dargestellt. Gemäß dieser Abwandlung ist der zumindest eine Versorgungskanal 26, der die Sammelnut 31 mit der Stirnfläche 29b verbindet, als eine Bohrung 32 ausgeführt. Die Speisung der Sammelnut 31 mit Öl erfolgt dabei mittelbar durch den sich in dem Ringspalt 33 zwischen Gehäuse 2 und Lageraußenring 20 ausbildenden Ölfilm.

In Figur 8 ist eine Detailansicht einer sechsten Ausführungsform dargestellt. Bei dieser Ausführungsform ist zur Erhöhung des Ölzuflusses in die Sammelnut 31 ein als Nut ausgeführter Zulauf 34 zwischen der Versorgungsnut 22b und der Sammelnut 31 vor- gesehen, die sich in axialer Richtung auf der Außenmantelfläche 21 a erstreckt. Der zumindest eine Versorgungskanal 26, der die Sammelnut 31 mit der Stirnfläche 29b verbindet, ist ebenfalls als eine Bohrung 32 ausgeführt. Der Versorgungskanal 26 kann, wie in Figur 6 dargestellt, auch als Nut ausgeführt sein. In Figur 9 ist eine Detailansicht einer siebten Ausführungsform dargestellt. Gemäß dieser Ausführungsform weist der Versorgungskanal 26 einen in Richtung der axial gerichteten ringförmigen Stirnfläche 26b abschnittsweise ansteigenden Verlauf 35 auf. Der Verlauf 35 kann, wie in Figur 9 dargestellt, im Wesentlichen rampenförmig ausgeführt sein. Denkbar ist auch ein gekrümmter Verlauf der Versorgungskanal 26. Das in Richtung der Stirnfläche 29b strömende Öl wird durch den ansteigenden Verlauf 35 in Richtung des oberhalb der Lagerwelle 7 Abschnitts des Gehäuses 2 abgelenkt. Bezugszeichenliste

1 Abgasturbolader

2 Gehäuse

2a Vorsprung

2b Vorsprung

3 Radialwälzlager

4 Läufer

5 Turbinenrad

6 Schraubverbindung

7 Läuferwelle

8 Lageraußenring

8a Teilring

8b Teilring

9 Federelement

10 Ölzuführung

1 1 a Außenmantelfläche von 8a

1 1 b Außenmantelfläche von 8b

12a Versorgungsnut von 8a

12b Versorgungsnut von 8b

13a Spritzölbohrung von 8a

13b Spritzölbohrung von 8b

14 Squeeze-Film-Spalt

15 Kugel

16 Käfig

17 Innenmantelfläche von 8

18a äußere Laufbahn von 8a

18b äußere Laufbahn von 8b

19a innere Laufbahn von 8a

19b innere Laufbahn von 8b

20 Lageraußenring

21 a Außenmantelfläche von 20

21 b Innenmantelfläche von 20

22a Versorgungsnut von 20 b Versorgungsnut von 20

Ölzuführung

Bohrung

a Spritzölbohrung von 20b Spritzölbohrung von 20

Versorgungskanal

Längsmittelachse

Durchgangsbohrunga Stirnfläche von 20b Stirnfläche von 20 nutartige Vertiefung

Sammelnut

Bohrung

Ringspalt

Zulauf