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Title:
BELT DELIVERY SYSTEM OF A MACHINE THAT PROCESSES PRINTED SHEETS, IN PARTICULAR ROTARY PRINTING PRESS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2010/000616
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a belt delivery system of a machine that processes printed sheets, in particular a rotary printing press. The aim of the invention is to design the supply of the suction or blow air elements (5) in such a way that there is no need for tubing between a single pressure source and the consumers and for costly actuating means. The aim is achieved in that each suction or blow air element (5) is connected to at least one individually controllable pressure source (15).

Inventors:
HILDEBRANDT, Frank (Lichtenplattenweg 24, Offenbach, 63071, DE)
Application Number:
EP2009/057551
Publication Date:
January 07, 2010
Filing Date:
June 18, 2009
Export Citation:
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Assignee:
MANROLAND AG (Mühlheimer Straße 341, Offenbach, 63075, DE)
HILDEBRANDT, Frank (Lichtenplattenweg 24, Offenbach, 63071, DE)
International Classes:
B65H29/68; B65H29/00
Attorney, Agent or Firm:
MANROLAND AG (Mühlheimer Straße 341, Offenbach, 63075, DE)
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Claims:
Patentansprüche:

1. Bogenausleger einer Bedruckbogen verarbeitenden Maschine, insbe- sondere Rotationsdruckmaschine mit einer elektronischen Steuer- und Regelvorrichtung, wobei der Bogenausleger mehrere über und vor einem Ablegestapel bedruckter Bogen angeordnete mit Saugluft- oder Blasluft betreibbare Bogenbremselemente aufweist, die mit einer Druckquelle wirkverbunden sind, und wobei die Bogen- bremselemente in einem Schlitten des Bogenauslegers aufgenommen sind, der sowohl in als auch entgegen der Bogenlaufrichtung der Bedruckbogen verstellbarjst, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Bogenbremselement (5; 17) mit wenigstens jeweils einer in- dividuell ansteuerbaren Druckquelle (15) als Lufterzeuger in Verbindung steht.

2. Bogenausleger nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein erstes und zweites Bogenbremselement (5; 17) zusammen mit einer einzigen Druckquelle (15) in Verbindung steht.

3. Bogenausleger nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Bogenbremselement (5; 17) ein rotativ umlaufendes , mit einer elektromotorisch drehangetriebenen Antriebswelle (4) drehfest verbundenes und axial auf der Antriebswelle (4) verschiebbares Saug- oder Blasluftelement (5) ist, welches umfangsseitig angeordnete Luft- Strömungsöffnungen (5.1 ) umfasst.

4. Bogenausleger nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Bogenbremselement (5; 17) eine Saug- / Blasplatte (17) um- fasst, welche eine dem Bedruckbogen zugeordnete Oberfläche (18) mit Luft-Strömungsöffnungen (5.1.) aufweist.

5. Bogenausleger nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Bogenbremselement (5;17) zusammen mit der Druckquelle (15) eine modulartige Funktionseinheit ausbildet.

6. Bogenausleger nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die modulartigen Funktionseinheiten in dem in oder entgegen der Bogenlaufrichtung (1 ) verstellbaren Schlitten (2) des Bogenauslegers aufgenommen sind.

7. Bogenausleger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jede der Druckquellen (15) mit der Steuer- und Regelvorrichtung signalübertragend verbunden ist.

8. Bogenausleger nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb jeder Druckquelle (15) in seiner Drehzahl individuell und bedarfabhängig steuerbar ist.

9. Bogenausleger nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb jeder Druckquelle (15) in seiner Drehrichtung umkehr- bar ist.

10. Bogenbremsmodul für den Bogenausleger einer Druckmaschine, dadurch gekennzeichnet, ein Haltemittel (6) mit lösbar angeordnetem Bogenbremselement (5; 17), einen an dem Haltemittel (6) angeordneten Getriebestellmotor (10) mit getheblichem Mittel (11 ) zur axialen Verstellung des Moduls entlang einer Welle (4), und wenigstens eine an dem Haltemittel (6) angeordnete, elektromotorisch angetriebene und elektrisch ansteuerbare Druckquelle (15) als Lufterzeuger, die mit dem Bogenbremselement (5; 17) in Verbindung steht.

11. Bogenbremsmodul nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Bogenbremselement ein rotativ umlaufend antreibbares Saugoder Blasluftelement (5) ist.

12. Bogenbremsmodul nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Bogenbremselement (5; 17) ein rotativ umlaufendes , mit einer elektromotorisch drehangetriebenen Antriebswelle (4) drehfest verbun- denes und axial auf der Antriebswelle (4) verschiebbares Saug- oder

Blasluftelement (5) ist, welches umfangsseitig angeordnete Luft- Strömungsöffnungen (5.1 ) umfasst.

13. Bogenbremsmodul nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Bogenbremselement (5; 17) eine Saug- / Blasplatte (17) umfasst, welche eine dem Bedruckbogen zugeordnete Oberfläche (18) mit Luft-Strömungsöffnungen (5.1.) aufweist.

14. Bogenbremsmodul nach wenigstens Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Bogenbremselement (5; 17) ein rotativ umlaufendes , mit einer elektromotorisch drehangetriebenen Antriebswelle (4) drehfest verbundenes und axial auf der Antriebswelle (4) verschiebbares Saug- oder Blasluftelement (5) ist, welches umfangsseitig angeordnete Luft- Strömungsöffnungen (5.1 ) umfasst, und dass diesem Saug- oder Blas- luftelement (5) in Bogenlaufrichtung (1 ) eine Saug- / Blasplatte (17) vorgeordnet ist.

15. Bogenbremsmodul nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass wahlweise ein Saug- oder Blasluftelement (5) oder eine Saug- /

Blasplatte (17) oder eine Anordnung von wenigstens einem Sporenrad lösbar an dem Haltemittel (6) anordenbar ist.

Description:
Bogenausleger einer Bedruckbogen verarbeitenden Maschine, insbesondere

Rotationsdruckmaschine

Die Erfindung betrifft einen Bogenausleger einer Bedruckbogen verarbeitenden Maschine, insbesondere Rotationsdruckmaschine mit einer elektronischen Steuer- und Regelvorrichtung, wobei der Bogenausleger mehrere über einem Ablegestapel mit bedruckten Bögen angeordnete, mit Saug- oder Blasluft betreibbare Bogenbremselemente aufweist, die mit einer Druckquelle wirkverbunden sind, und wobei die Bogenbremselemente in einem Schlitten des Bo- genauslegers aufgenommen sind, der sowohl in als auch entgegen der Förderrichtung der Druckbögen verstellbar ist.

Ein Bogenausleger mit einer elektronischen Steuer- und Regelvorrichtung, die der Steuerung der Drehzahl der mit einer Welle drehfest verbundenen, rotationssymmetrischen Saug- oder Blasluftelemente, der axialen Verstellung der Saug- oder Blasluftelemente zwecks Anpassung an unterschiedliche Bogen- formatbreiten, der Steuerung der Zu- und Abschaltung der Saug- oder Blasluftelemente sowie deren Umschaltung von Saug- auf Blasluft dient, ist aus dem Dokument DE 34 13 179 C2 bekannt. Für die jeweilige Einstell- oder Verstellfunktion sind Stellmittel vorhanden, die signalübertragend mit der elektronischen Steuer- oder Regelvorrichtung verbunden sind. Als Stellmittel sind hier Stellmotore und Magnetventile vorgesehen.

Die Magnetventile sind in flexible Schlauchleitungen eingebunden, über die das Druckmedium Luft mit Überdruck von einer Druckquelle zu den Saug- oder Blasluftelementen geleitet wird oder über die ein in einer Druckquelle erzeugter Unterdruck an den Saug- oder Blasluftelemente anlegbar ist. Die notwendigerweise in ihrer Anordnungsebene vorzunehmenden Verstellungen der Saug- oder Blasluftelemente führen dazu, dass sie hohen mechani- sehen Belastungen, insbesondere Biegebeanspruchungen ausgesetzt sind, die im Laufe der Zeit defekte Schlauchleitungen verursachen. Die Schlauchleitungen sind des Weiteren hinderlich beim Zugang zu anderen Funktionseinheiten des Bogenauslegers, insbesondere beim Austausch oder der Instandsetzung der anderen Funktionseinheiten. Darüber hinaus bilden die Magnetventile mit den zugeordneten Stellmotoren einen nicht zu unterschätzenden, sich neggativ auf den Bogenausleger auswirkenden Kostenfaktor.

Aus DE 195 43 963 C1 ist eine Bogenbremseinrichtung mit mindestens zwei gegenläufig rotierenden Bremselementen bekannt. Im Wesentlichen weisen die Bremselemente die Form eines Kegelstumpfes auf, dessen Kegelfläche mehrere Öffnungen aufweist, die mittels Leitungen mit einer Saugluftquelle gekoppelt sind.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die Versorgung der als

Verbraucher ausgebildeten Bogenbremselemente derart zu gestalten, dass auf die bislang übliche Verschlauchung zwischen Druckquelle und Verbraucher und auf die kostenaufwendigen Stellmittel verzichtet werden kann. Der Erfindung liegt ferner die Aufgabe zugrunde, eine aus dem Verbraucher und der Druckquelle modulartig ausgebildete Funktionseinheit zu schaffen, die im Bedarfsfall ohne nennenwerten Montageaufwand gegen eine gleichartige modulare Funktionseinheit austauschbar ist.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 und durch die Merkmale des Patentanspruchs 10 gelöst. Nach dem Patentanspruch 1 weist der Bogenausleger einer Bedruckbogen verarbeitenden Maschine, insbesondere Rotationsdruckmaschine, mit einer elektronischen Steuer- und Regelvorrichtung mehrere über und in Förderrichtung der Bogen vor einem Ablegestapel bedruckter Bogen angeordnete, axial ver- schiebbare Bogenbremselemente auf, die an eine Druckquelle (Lufterzeuger) angeschlossen sind.

Jedes Bogenbremselement kann rotativ umlaufend, mit einer elektromotorisch drehangetriebenen Welle drehfest verbunden und bevorzugt auf der Welle ver- schiebbar sein, wobei bevorzugt die drehangetriebene Welle in einem Schlitten des Bogenauslegers aufgenommen ist, der sowohl in als auch entgegen der Bogenlaufrichtung des Bedruckbogens verstellbar ist. Jedes Bogenbremselement kann umfangsseitig angeordnete Luft-Strömungsöffnungen umfassen und ist mit wenigstens jeweils einer elektrisch ansteuerbaren Druckquelle bzw. Luft- quelle in Verbindung. Die Druckquelle ist dabei eine Überdruck- oder Unterdruckquelle, vorzugsweise in Art eines Lüfters, der in seiner Drehzahl steuerbar und in seiner Drehrichtung umkehrbar ist.

Die Druckquelle kann allgemein wenigstens ein Lufterzeuger sein, der vorzugsweise in den Betriebsstellungen Blaslufterzeugung oder Sauglufterzeugung einsetzbar ist.

Mit der Zuordnung einer Druckquelle zu jedem Bogenbremselement entfällt in vorteilhafter Weise die nach dem Stand der Technik aufwendige Verschlau- chung innerhalb des Bogenauslegers und es entfällt das wenigstens eine Steu- erventil mit Stellmotor zur Beeinflussung der Intensität des den Bogenbrems- elementen zugeführten Druckmittels.

In vorteilhafter weise ist jeder einzelne Lufterzeuger, beispielsweise jeder einzelne, vorzugsweise Lüfter, der bevorzugt ein Radiallüfter ist, signalübertragend mit der Steuer- und Regelvorrichtung verbunden, wodurch für jedes Bogen- bremselement individuell über den Leitstand oder eine sonstige Steuerung der Druckmaschine die Saug- oder Blasleistung des Lufterzeugers, beispielsweise des Lüfters, einstellbar ist. Durch eine beispielsweise regelbare Drehzahl des Lüftermotors und durch die Umkehrbarkeit dessen Drehrichtung kann auf einfache Weise von Saug- auf Blasluftversorgung (oder umgekehrt) der Bogenbremselemente umgeschaltet werden und ferner ist ebenso auf einfache Weise die Saug- bzw. die Blasleis- tung an den Bogenbremselementen beeinflussbar.

Die eingestellten Leistungswerte sind darüber hinaus in der Steuer- und Regelvorrichtung speicherbar und im Bedarfsfall aus einem Speichermedium der Steuer- und Regelvorrichtung abrufbar.

Ferner ist jedes der Bogenbremselemente über eine Maschinensteuerung bzw. einen Leitstand bedarfsabhängig in seiner Funktionsweise zu- und abschaltbar.

Des Weiteren kann in vorteilhafter weise bei Ausfall lediglich eines Lufterzeugers, beispielsweise Lüfters, der Druckprozess der Druckmaschine bis zu einem geeigneten Zeitpunkt fortgesetzt werden, an dem die Maschine ohnehin bevorzugt kurzzeitig stillgesetzt wird. Während der zwangsläufigen Unterbrechung des Druckprozesses kann dann der ausgefallene Lufterzeuger, z.B. Lüfter, ersetzt werden.

In einer weiteren vorteilhaften Ausbildung der Erfindung kann jedes Bogen- bremselement zusammen mit dem Lufterzeuger, z.B. Lüfter, als eine modulartige Funktionseinheit ausgebildet sein, die als solche im Bedarfsfall, zum Beispiel im Falle eines Defektes, komplett gegen eine andere gleichartige Einheit austauschbar ist.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung können ferner mehrere Bogenbremselemente, zum Beispiel ein erstes und ein zweites Saug- oder Blasluftelement, zusammen an einen gemeinsamen, in dem Bogenausleger angeordneten, leistungsstarken Lufterzeuger (bzw. eine Druckquelle), z.B. Lüfter, angeschlossen sein. Allerdings mit der Einschränkung, dass zum Einen eine geringfügig zu- sätzliche, vorzugsweise flexible Verschlauchung oder Verrohrung erforderlich ist und dass zum Anderen ein individuelles Betreiben jedes einzelnen beispielsweise Saug- oder Blasluftelementes entfällt. Auch eine notwendige axiale Verstellung des einen Bogenbremselements ist nur zusammen mit dem anderen Bogenbremselement möglich, es sei denn, eine hinreichend flexible Verschlauchung ist wenigstens zwischen dem einen Bogenbremselement und der Druckquelle vorhanden.

Als Bogenbremse, speziell als Saug- oder Blasluftelemente, finden an sich bekannte rotativ umlaufende Saug- oder Blasluftringe oder wenigstens eine an sich bekannte, rotativ umlaufende Saug- oder Blasluftwalze oder wenigstens ein rotativ umlaufendes Bremsband oder rotativ umlaufende Bremselemente gemäß DE 195 43 963 C1 Verwendung. Alternativ oder in Kombination können ebenso Saug- oder Blasplatten eingesetzt werden.

Denkbar ist des Weiteren, anstelle einzelner, vergleichsweise schmaler Saug- oder Blasluftringe, mehrere über die Breite des Bedruckbogens angeordnete, breite Saug- oder Blasluftwalzen vorzusehen, wobei jede Saug-/Blaswalze bzw. jede Saug-/Blasplatte mit einer leistungsstarken Luftversorgung, vorzugsweise einem entsprechend leistungsstarken Lüfter, wirkverbunden ist.

Nach dem Patentanspruch 10 besteht die modulartig ausgebildet Funktionseinheit aus einem Haltemittel, in dem wenigstens lösbar angeordnetes, beispielsweise rotationssymmetrisch ausgebildetes Bogenbremselement rotierbar aufgenommen ist, aus einem an dem Haltemittel angeordneten Getriebestellmotor mit Ritzel zur axialen Verstellung des Moduls, und aus wenigstens einer mit dem Bogenbremselement in Verbindung stehenden Druckquelle, die eine LJ- berdruck- und/oder Unterdruckquelle ist.

In vorteilhafter Ausbildung ist die Druckquelle ein in seiner Drehrichtung umkehrbarer und drehzahlveränderlicher Lufterzeuger, insbesondere Lüfter, vorzugsweise ein Radiallüfter, der signalübertragend mit der Steuer- und Regelein- richtung der der Maschine verbunden ist. Das Bogenbremselement kann vorzugsweise als Saug- oder Blasluftelement ring- oder walzenartig ausgebildet sein und radial umfangsseitig eine Vielzahl von Luft-Strömungsöffnungen aufweisen.

Wenn jedes Bogenbremselement mit einem einzigen Lufterzeuger, bevorzugt Lüfter, in Wirkverbindung steht, ist der Lufterzeuger, wie bereits erwähnt, in vorteilhafter Weise drehzahlveränderlich und in seiner Drehrichtung umkehrbar. Damit ist der Lufterzeuger zum einen im Hinblick auf das erforderliche Niveau der Saug- oder Blasluft in seiner Drehzahl regelbar und zum anderen ist der Lufterzeuger durch Umkehr seiner Drehrichtung von zum Beispiel Sauglufter- zeugung auf Blaslufterzeugung umschaltbar (und umgekehrt).

Alternativ zu der Wirkverbindung mit einem einzigen Lufterzeuger, z.B. Lüfter, kann jedem Bogenbremselement ein erster Lufterzeuger, z.B. Lüfter, zugeordnet sein, der ausschließlich dem Erzeugen eines Saugluftstromes dient und ein zweiter Lufterzeuger, z.B. Lüfter, dient ausschließlich dem Erzeugen eines Blasluftstromes.

In einer weiteren Ausbildung eines Bogenbremselements, speziell als Saug- /Blasluftwalze, kann diesem bzw. dieser in Bogenlaufrichtung eine Saug- /Blasplatte vorgeordnet sein. Bei Anordnung mehrerer Saug-/Blasluftwalzen kann je nach Bedarf jeder Saug-/Blasluftwalze eine Saug-/Blasplatte vorgeordnet sein. Dabei ist jede Saug-/Blasplatte und jede Saug-/Blasluftwalze mit einer eigenen Druckquelle als Lufterzeuger gekoppelt. In einer weiteren Ausbildung kann eine oder jede Saug-/Blasplatte an Stelle der Saug-/Blasluftwalze angeordnet sein.

Die Erfindung soll nachstehend anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert werden. In den Figuren zeigen:

Fig.1 eine perspektivische Darstellung der in einem

Schlitten eines Bogenauslegers aufgenommenen Welle mit drehfest verbundenen Bogenbremselementen, wobei jedes Saug- oder Blasluftelement mit einem Lüfter in Verbindung steht,

Fig.2 eine perspektivische Darstellung einer modulartig ausgebildeten, aus einem Bogenbremselement und einem Lüfter bestehenden Funktionseinheit,

Fig.3 ein Bogenbremselement in der speziellen

Ausbildung als Saug-/Blasplatte,

Fig.4 eine Kombination von Saug-/Blasluftelementen, gebildet aus den Ausbildungen gem. Fig. 2 und 3.

Ein in und entgegen der Bogenlaufrichtung 1 (Förderrichtung) verfahrbarer Schlitten 2 eines hier nicht dargestellten Bogenauslegers einer Bedruckbogen verarbeitenden Maschine ist in der Gestellwand 3 des Bogenauslegers aufgenommen. Von der Gestellwand 3 ist hier nur andeutungsweise diejenige dargestellt, in der die erste Traverse 2.1 des Schlittens 2 aufgenommen ist. Der Schlitten 2 ist in seiner Längserstreckung endseitig durch die erste Traverse 2.1 und durch eine zweite Traverse 2.2 begrenzt. In den Traversen 2.1 und 2.2 ist eine als Vielkantwelle ausgebildete Antriebswelle 4 lösbar gelagert. Mit der Antriebswelle 4 sind mehrere Bogenbremselemente, speziell Saug- oder Blasluftelemente 5, drehfest verbunden. Das betreffende Saug- oder Blasluftelement 5 ist in einem Haltemittel 6 aufgenommen, das seinerseits mit einer, sich über die Länge des Schlittens 2 erstreckenden und endseitig in der betreffenden ersten und zweiten Traverse 2.1 und 2.2 aufgenommenen ersten Gleitführung 7 in Verbindung steht. Zur Stabilisierung ist die Halterung 6 zusätzlich durch eine Stütze 8 mit einer achsparallel zur ersten Gleitführung 7 verlaufenden zweiten Gleitführung 9 verbunden. Jedem Haltemittel 6 ist ein elektrisch ansteuerbarer Getriebestellmotor 10 zugeordnet, der mit einem in der Halterung 6 aufgenom- menen, getrieblichen Mittel 11 , gezeigt in Fig.2, wirkverbunden ist. Das gethebliche Mittel 11 seinerseits steht mit einer in der ersten Gleitführung 7 vorhandenen Verzahnung 12 in Eingriff.

Durch Ansteuerung des elektrischen Getriebestellmotors 10 ist jedes Haltemittel 6 zusammen mit dem betreffenden Saug- oder Blasluftelement 5 längs der An- triebswelle 4 auf druckfreie Positionen eines Bedruckstoffes (Bedruckbogen) einstellbar. Die Antriebswelle 4 selbst ist mit einem elektromotorischen Antrieb 13, entweder direkt oder über eine Getriebeeinheit 14, mit der in der zweiten Traverse 2.2 gelagerten Antriebswelle 4 verbunden. Mit dem elektromotorischen Antrieb 13 kann somit die Drehzahl der Saug- oder Blasluftelemente 5 individuell über die vorhandene Steuer- und Regeleinrichtung der Druckmaschine eingestellt werden.

Jedes hier beispielhaft dargestellte Saug- oder Blasluftelement 5 ist als so genanntes Saugluft- oder Blasluftrad ausgebildet, also in seiner axialen Erstre- ckung derart schmal gehalten, dass es umfangsseitig wenigstens eine umlaufende Reihe von Öffnungen 5.1 zum Austritt der Blasluft oder zum Erzeugen einer umfänglichen Saugwirkung aufweist.

Nach der vorliegenden Erfindung steht jedes der Saug- oder Blasluftelemente 5 mit je einer individuell steuerbaren Druckquelle 15 derart in Verbindung, die eine, im Vergleich mit dem Stand der Technik, bevorzugt keine oder nur minimale Verschlauchung oder Verrohrung 16 erfordert.

Die Druckquelle 15 kann allgemein wenigstens ein Lufterzeuger sein, der vor- zugsweise in den Betriebsstellungen Blaslufterzeugung oder Sauglufterzeugung einsetzbar ist. Im vorliegenden Beispiel ist der Lufterzeuger nach der Erfindung ein mit einem hier nicht dargestellten elektromotorischen Antrieb ausgerüsteter Lüfter, vorzugsweise ein Radiallüfter, dessen Drehzahl veränderbar ist und der in seiner Drehrichtung umkehrbar ist. Jeder einzelne Lüfter ist mit der Steuer- und Re- geleinrichtung der Druckmaschine schaltungstechnisch und signalübertragend verbunden, so dass jedes einzelne Saug- oder Blasluftelement 5 bedarfsabhängig, hinsichtlich der Luftmenge oder des Luftdruckes, individuell beaufschlagt werden kann.

Wie insbesondere aus Fig. 2 zu entnehmen ist, bildet das Saug- oder Blasluftelement 5 mit dem Haltemittel 6, der Stütze 8 und dem getheblichen Mittel 11 einerseits und dem an dem Haltemittel 6 angeordneten Getriebestellmotor 10 und der Druckquelle 15 mit der Verrohrung 16 andererseits eine modulare Funktionseinheit aus. Damit kann im Bedarfsfall auf einfache und kostengünsti- ge Weise die betreffende modulare Funktionseinheit gegen eine andere gleichartige modulare Funktionseinheit ausgetauscht werden. Hierbei kann die Antriebswelle 4 in axialer Richtung verschoben oder entfernt werden, derart, dass das jeweilige Saug- oder Blasluftelement 5 von der Antriebswelle 4 getrennt wird. Anschließend kann die Funktionseinheit getauscht werden und die An- thebswelle wird wieder mit dem jeweiligen Saug- oder Blasluftelement 5 in Wirkverbindung gebracht.

Alternativ zu der in den Fig. 1 und 2 dargestellten, erfindungsgemäßen Ausführungsvariante können zum Beispiel zwei benachbart angeordnete Saug- und Blasluftelemente 5 an eine gemeinsame Druckquelle 15 angeschlossen sein, jedoch mit der möglichen Einschränkung, dass die axiale Verschiebbarkeit nur paarweise erfolgt, wenn beide Saug- oder Druckluftelemente mit der Druckquelle 15 verrohrt sind.

Denkbar ist ferner, jedem Saug- und Blasluftelement 5 eine erste und zweite Druckquelle 15 zuzuordnen, wobei die eine Druckquelle 15 als Druckluftquelle und die andere als Saug- oder Vakuumquelle fungiert.

In einer weiteren Ausbildung kann jedes Bogenbremselement, speziell jedes einzelne Saug-/Blasluftelement 5, mit je einer unmittelbar benachbarten Saug- /Blasplatte 17 kombiniert sein. In dieser Ausbildung ist jede derartige Saug- /Blasplatte 17 unmittelbar dem zugeordneten Saug- und Blasluftelement 5 in Bogenlaufrichtung 1 des Bedruckbogens vorgeordnet. Bevorzugt ist jede Saug- /Blasplatte 17 mit einer eigenen Druckquelle 15 als Lufterzeuger gekoppelt. Bei bevorzugter Anordnung mehrerer Saug-/Blasluftelemente 5 über die Format- breite des Bedruckbogens kann jedem Saug-/Blasluftelement 5 oder auch nur einzelnen Saug-/Blasluftelementen 5 jeweils eine Saug-/Blasplatte 17 zugeordnet sein.

In einer weiteren Ausbildung können an der Position der Saug- und Blasluft- elemente 5 auch Saug-/Blasplatten 17 angeordnet sein, die die Funktion der Bogenbremsen übernehmen. In dieser Ausbildung kann die jeweilige Saug- /Blasplatte 17 in dem entsprechenden Haltemittel 4 lösbar angeordnet sein, nachdem vorher das entsprechende Saug-/Blasluftelement 5 entfernt wurde (und umgekehrt). Bevorzugt ist auch hierbei jede Saug-/Blasplatte 17 mit einer eigenen Druckquelle 15 als Lufterzeuger gekoppelt.

Sind die Saug-/Blasluftelemente 5 und die Saug-/Blasplatten 17 wahlweise im Einsatz, so kann in einer ersten Ausbildung die Antriebswelle 4 in der Vorrichtung verbleiben. Dabei ist die Antriebswelle 4 vorzugsweise momentenfrei geschaltet. Zumindest ist jede Saug-/Blasplatte 17 antriebsseitig von der An- triebswelle 4 getrennt. In zweiter Ausbildung kann in der Betriebsweise mit wenigstens einer Saug-/Blasplatte 17 die Antriebswelle 4 aus der Vorrichtung entfernt sein.

Jede Saug-/Blasplatte 17 umfasst eine dem Bedruckbogen zugeordnete Ober- fläche 18 mit Luft-Strömungsöffnungen 5.1. Die Luft-Strömungsöffnungen 5.1 können in einer Reihe fluchtend angeordnet sein. Die Oberfläche 18 ist bevorzugt eben, in einem geringen Abstand parallel zur Förderebene der Bedruckbo- gen angeordnet.

In einer ersten Ausbildung kann jede Saug- /Blasplatte 17 eine Strömungs- kammer umfassen, die mit den Luft-Strömungsöffnungen 5.1 und je einer indi- viduell ansteuerbaren Druckquelle 15 (Lufterzeuger) in Wirkverbindung ist. In einer zweiten Ausbildung kann jede Saug- /Blasplatte 17 mehrere Strömungskammern umfassen, die einzeln, in Gruppen oder insgesamt mit den Luft- Strömungsöffnungen 5.1 in Wirkverbindung sind. Saug-/Blasplatten 17 mit mehreren Strömungskammern sind in vorteilhafter weise gemeinsam oder individu- eil mit Saufluft und/oder Blasluft betreibbar. Durch getrennte Strömungskammern sind unterschiedliche Saug-/Blasdrücke realisierbar.

Bei diesen Ausbildungen kann je eine individuell ansteuerbare Druckquelle 15 oder können mehrere derartige Druckquellen 15 mit den Strömungskammern in Wirkverbindung sein. Die wenigstens eine Druckquelle 15 kann wiederum ein bereits beschriebener Lufterzeuger sein, der vorzugsweise in den Betriebsstellungen Blaslufterzeugung oder Sauglufterzeugung einsetzbar ist.

Die komplette Bogenbrems-Einheit mit zumindest einer Druckquelle 15 kann in der jeweiligen Ausbildung als

- Saug-/Blasluftelement 5 oder

- Saug-/Blasplatte 17 oder

- Saug-/Blasluftelement 5 in Kombination mit vorgeordneter Saug-/Blasplatte 17 motorisch oder manuell über die Formatbreite der Bedruckbogen axial verfahren werden.

Zusammengefasst steht jedes Bogenbremselement 5; 17 mit wenigstens jeweils einer individuell ansteuerbaren Druckquelle 15 als Lufterzeuger in Verbin- düng. In der Ausbildung als Bogenbremsmodul umfasst dieses ein Haltemittel 6 mit einem lösbar daran angeordnetem Bogenbremselement 5; 17. Weiterhin einen an dem Haltemittel 6 angeordneten Getriebestellmotor 10 mit getriebli- chem Mittel 11 zur axialen Verstellung des Moduls entlang einer Welle 4 und wenigstens eine an dem Haltemittel 6 angeordnete, elektromotorisch angetriebene und elektrisch ansteuerbare Druckquelle 15 als Lufterzeuger, die mit dem Bogenbremselement 5; 17 in Verbindung steht. In der Ausbildung des Bogenbremselements 5; 17 als eine Saug- / Blasplatte 17, weist diese eine dem Bedruckbogen zugeordnete Oberfläche 18 mit Luft- Strömungsöffnungen 5.1. auf. Jedes Bogenbremselement 5; 17 bildet zusammen mit der Druckquelle 15 eine modulartige Funktionseinheit aus und kann in dem in oder entgegen der Bogenlaufrichtung 1 verstellbaren Schlitten 2 des Bogenauslegers aufgenommen sein.

Als Bogenbremsmodul für den Ausleger einer Bogendruckmaschine kann das Bogenbremselement 5; 17 ein rotativ umlaufendes , mit der elektromotorisch drehangetriebenen Antriebswelle 4 drehfest verbundenes und axial auf der An- triebswelle 4 verschiebbares Saug- oder Blasluftelement 5 sein, welches um- fangsseitig angeordnete Luft-Strömungsöffnungen 5.1 umfasst. Das Bogenbremselement 5; 17 kann eine Saug- / Blasplatte 17 umfassen, welche eine dem Bedruckbogen zugeordnete Oberfläche 18 mit Luft- Strömungsöffnungen 5.1. aufweist. Das Bogenbremselement 5; 17 kann ein rotativ umlaufendes, mit einer elektromotorisch drehangetriebenen Antriebswelle 4 drehfest verbundenes und axial auf der Antriebswelle 4 verschiebbares Saug- oder Blasluftelement 5 sein, welches umfangsseitig angeordnete Luft-Strömungsöffnungen 5.1 umfasst, und dass diesem Saug- oder Blasluftelement 5 in Bogenlaufrichtung 1 eine Saug- / Blasplatte 17 vorgeordnet ist.

An dem Haltemittel 6 kann wahlweise ein Saug- oder Blasluftelement 5 oder eine Saug- / Blasplatte 17 lösbar angeordnet sein. Hierbei ist bei Vorhandensein der Antriebswelle 4 der Kontakt zur Saug- / Blasplatte 17 unterbrochen. Alternativ kann wahlweise eine Anordnung von wenigstens einem Sporenrad (nicht gezeigt) an dem Haltemittel 6 lösbar angeordnet sein. In einer Weiterbildung können in Bogenlaufrichtung 1 mehrere hintereinander angeordnete Sporenräder, vorzugsweise mit den Sporenspitzen auf einer Ebene, an dem Halte- mittel 6 lösbar angeordnet sein.

Bezugszeichenliste

1 Bogenlaufrichtung

2 Schlitten 2.1 Traverse

2.2 Traverse

3 Gestellwand

4 Antriebswelle

5 Saug- oder Blasluftelement 5.1 Luft-Strömungsöffnung

6 Haltemittel

7 erste Gleitführung

8 Stütze

9 zweite Gleitführung 10 Getriebestellmotor

11 getriebliches Mittel

12 Verzahnung

13 Antrieb

14 Getriebeeinheit 15 Druckquelle

16 VerschlauchungA/errohrung

17 Saug-/Blasplatte

18 Oberfläche