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Patent Searching and Data


Title:
BICYCLE FRAME WITH SHRUNK-FIT ELEMENTS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/1995/034403
Kind Code:
A1
Abstract:
A bicycle frame made of assembled frame elements (14) is produced by shrinkage fitting together the frame elements (14). A tube element (12) and a connecting sleeve (10) that form together an individual frame element (14) are interconnected by shrinkage-fitting techniques. The cooled tube element (12) is inserted into a heated tubular section (16) of the connecting sleeve (10). The inner surface (17) of a tubular section (16) of the connecting sleeve (10) lies on a free end of the tubular element (12) with a reduced outer diameter. Costly rework of the connecting points between connecting sleeve (10) and tubular element (12) may be dispensed with. The elements (14) of the assembled bicycle frame are therefore interconnected in a durable and reproducible manner by the connecting sleeves (10) and tube elements (12) without causing changes in the structure of the materials.

Inventors:
LEIBFRIED DIETER (DE)
Application Number:
PCT/DE1995/000796
Publication Date:
December 21, 1995
Filing Date:
June 14, 1995
Export Citation:
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Assignee:
LEIBFRIED DIETER (DE)
International Classes:
B23P11/02; B62K19/18; (IPC1-7): B23P11/02; B62K19/18
Foreign References:
DE9409594U11994-08-11
DE105090C
Other References:
PAUL ZORNER: "DIE HERSTELLUNG VON SCHRUMPFVERBINDUNGEN DURCH UNTERKÜHLEN IN FLÜSSIGEM STICKSTOFF", WERKSTATT UND BETRIEB, vol. 91, no. 10, MUNCHEN DE, pages 621 - 624
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Claims:
P a t e n t a n s p r ü c h e
1. Fahrradrahmen bestehend aus zusammengefügten Rahmenele¬ menten (14), die Rohrelemente (12; 24, 26, 34, 35, 37, 38) und Rohrmuffen (10; 22, 23; 42, 43) mit daran aus¬ gebildeten Rohrabschnitten (16) umfassen, die die frei¬ en Enden der Rohrelemente (12; 24, 26, 34, 35, 37, 38) übergreifen, dadurch gekennzeichnet, daß die Rohrele¬ mente (12; 24, 26, 34, 35, 37, 38) mit den Rohrmuffen (10; 22, 23; 42, 43) über eine Schrumpfverbindung zu einem Rahmenelement (14) verbunden sind.
2. Fahrradrahmen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Rahmenelemente (14) über eine Schrumpfver¬ bindung zu dem Fahrradrahmen zusammengefügt sind.
3. Fahrradrahmen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn¬ zeichnet, daß die Rohrmuffen (10; 22, 23; 42, 43) aus einem Materialstück einstückig gefertigt sind.
4. Fahrradrahmen nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Rohrabschnitte (16) der Rohr¬ muffen (10; 22, 23; 42, 43) an einer Innenwand einen Absatz (18) aufweisen.
5. Fahrradrahmen nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenoberflächen der Rohrab¬ schnitte (16) auf Passungsgüte bearbeitet sind.
6. Fahrradrahmen nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß in die freien Enden der Rohrelemen te (12; 24, 26, 34, 35, 37, 38) eine Hülse (19, 27, 28, 30, 31, 32) einsetzbar ist.
7. Fahrradrahmen nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die freien Enden der Rohrelemente (12; 24, 26, 34, 35, 37, 38) mit einem reduzierten Au߬ endurchmesser gefertigt sind.
8. Fahrradrahmen nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenoberflächen des freien En¬ des der Rohrelemente (12; 24, 26, 34,35, 37, 38) auf Passungsgüte bearbeitet ist.
9. Fahrradrahmen nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Fahrradrahmen einen abnehmbaren Hinterbau aufweist.
10. Fahrradrahmen nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß an den abnehmbaren Hinterbau Bremssockel (52, 53) anschraubbar sind.
11. Fahrradrahmen nach Anspruch 1 bis 10, dadurch gekenn¬ zeichnet, daß die Rahmenlemente (14) aus Metall und/ oder Metallegierungen gefertigt sind.
12. Verfahren zur Herstellung der Verbindung von Rahmenele¬ menten nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch ge¬ kennzeichnet, daß die gesamten Rahmenelemente (14) gleichzeitig ineinander geschoben und zusammengefügt werden.
13. Verfahren zur Verbindung von Rahmenelementen nach An¬ spruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Rohrelemente (12; 24, 26, 34, 35, 37, 38) beim Zusammenfügen mit den Rohrmuffen (10; 22, 23; 42, 43) unter T= 120 °C abge¬ kühlt werden.
14. Verfahren zur der Verbindung von Rahmenelementen nach einem der Ansprüche 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Rohrmuffen (10; 22, 23; 42, 43) beim Zusammen¬ fügen mit den Rohrelementen (12; 24, 26, 34, 35, 37, 38) bis T=100 °C erwärmt werden.
Description:
Fahrradrahmen mit SchrumpfVerbindungen

Die Erfindung betrifft einen Fahrradrahmen bestehend aus zu¬ sammengefügten Rahmenelementen, die Rohrelemente und Rohr¬ muffen mit daran ausgebildeten Rohrabschnitten umfassen, die die freien Enden der Rohrelemente übergreifen.

Eine derartige Rahmenkonstruktion ist durch die EP 0 447 951 AI bekanntgeworden.

Die Herstellung hochwertiger Rahmen, wie. sie für Rennräder und Mountain Bikes verwendet werden, ist gekennzeichnet durch die Verarbeitung hochwertiger Rohre, die handwerkliche Kunst des Rahmenbauers und die Qualität der Rohrmuffen.

Die Wandstärke der Rohre und die Verwendung von Metallegie¬ rungen und/oder Leichtmetallen sind daraufhin ausgerichtet, das Rahmengewicht zu minimieren und die Stabilität der Rah¬ menkonstruktion zu optimieren.

Zwischen diesen Extremen muß der Rahmenbauer einen zufrie¬ denstellenden Kompromiß finden. Zur Verbindung der Rahmen¬ elemente, die sich aus Rohrelementen und Rohrmuffen zusam¬ mensetzen, werden heute Lot-, Schweiß-, Klebe- und Schraub¬ techniken verwendet.

Schraubtechniken haben den Vorteil, daß nichtschweißbare, leichte und hochfeste Legierungen verwendet werden können. Im Bereich von Sattelkopf, Tretlager und Steuerkopf reicht die Stabilität, die durch Schraubverbindungen erreichbar ist, nicht aus, um einen Rahmen zu fertigen, der dauerhaft großen Belastungen standhalten soll, wie sie beispielsweise beim Querfeldeinfahren mit einem Mountain Bike auftreten.

Herkömliche Rahmen werden daher heute in der Regel ge¬ schweißt oder gelötet. Aber selbst die hochwertigsten Rohre werden instabil, wenn sie bei zu hohen Temperaturen oder un¬ fachmännisch geschweißt oder gelötet werden. Beim Schwei߬ prozeß treten lokale Gefügeänderungen des Materials auf, die die Festigkeit des Rahmens an seinen wichtigsten Verbin¬ dungsstellen der Rohrelemente mit den Rohrmuffen reduzieren können. Daher sind die auf diese Art hergestellten Rahmen aufwendig und teuer zu fertigen.

Daher wurden weitere Verfahren zur Verbindung von Rohrele¬ menten und Rohrmuffen entwickelt. Der EP 0 447 951 AI ist eine Verbindung zwischen Rohren und Knoten von Rohrrahmen zu entnehmen, die über eine Klebeverbindung zwischen Preßpas- sungsflachen zustande kommt. Dadurch können keine die Fe¬ stigkeit des Rahmens beeinträchtigenden Gefügeänderungen auftreten.

Wenn aber die Rohrmuffe und das Rohrelement ineinander ge¬ schoben werden, so werden die beidseitig oder einseitig mit Klebemittel bestrichenen Flächen aneinander vorbeigeschoben und das Klebemittel wird abgeschabt. Daher kommt keine re¬ produzierbare Klebeverbindung zustande. Der nach der EP 0 447 951 AI gefertigte Rahmen weist daher bereits eine Vertiefung im Rohrelement als Klebereservoir auf, sodaß dem Abschaben des Klebemittels entgegengewirkt wird. Eine Pro¬ zeßunsicherheit bei der Ausbildung der Klebeverbindung aber bleibt bestehen.

Weiterhin sind zur Ausbildung von Metallklebeverbindungen aufwendig vorbehandelte Metalloberflächen der zu verbinden¬ den Teile notwendig, damit eine dauerhafte stabile Verbin-

dung entsteht. Schon ein geringer Fett- oder Feuchtigkeits- fil kann für eine mangelhafte Verbindung sorgen. Daher wä¬ ren Reinluftbedingungen für eine Massenproduktion mit aus¬ reichender Prozeßsicherheit für den Prozeßablauf notwendig. Dies würde aber die Herstellungskosten erhöhen und die Ren¬ tabilität einer solchen Fertigung von Fahrradrahmen zunichte machen.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Fahrradrah¬ men zu entwickeln, bei dem Rohrmuffen und Rohrelemente re¬ produzierbar ohne Gefügeänderungen der Materialien dauerhaft zusammengefügt sind.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Rohrelemente mit den Rohrmuffen über eine Schrumpfverbindung zu einem Rahmenelement verbunden sind.

Durch ein Eintauchen in ein Stickstoffbad wird das Rohrele¬ ment abgekühlt, sodaß es sich leicht zusammenzieht und in einen erwärmten Rohrabschnitt der Rohrmuffe eingefügt werden kann. Nach einem Temperaturausgleich zwischen Rohrmuffe und Rohrelement entsteht nach dem Einfügen eine Schrumpf- bzw. Dehnpassung.

Die Verbindungsart hat den Vorteil, daß keine lokalen Gefü¬ geänderungen auftreten, die die Festigkeit des Materials be¬ einträchtigen. Rißbildungen in Folge von Materialspannungen können durch nicht zu starke Temperaturgradienten vermieden werden.

Weiterhin vorteilhaft ist, daß Rohrmuffe und Rohrelement dauerhaft und unlösbar miteinander verbunden sind.

Durch eine Schrumpfung können die Rohrmuffe und das Rohrele¬ ment aus Leichtmetall verwendet werden, die nur unter Schwierigkeiten aufwendig schweißbar sind. Daher kann einer¬ seits die Gewichtsminimierung des Fahrradrahmens und ande¬ rerseits die Stabilität und Festigkeit des Fahrradrahmens optimiert werden.

Weiterhin vorteilhaft ist, daß bei dem erfindungsgemäß ge¬ fertigten Fahrradrahmen die Nachbearbeitung der Übergänge zwischen Rohrmuffe und Rohrelement bzw. zwischen verschiede¬ nen Rahmenelementen enfällt. Beim Schweißvorgang entstehen Schweißnähte- und Oberflächenunebenheiten, die noch einmal bearbeitet werden müssen. Dadurch kann die Stabilität der Verbindungsstelle beeinträchtigt werden.

Nachteilig ist bei einer Vielzahl von geschweißten Fahrra¬ drahmen, daß die Rohrelemente keine Standardrohre darstel¬ len. Diese Rohrelemente werden mit einer sich ändernden Wandstärke gezogen, die zu den freien Enden der Rohrelemente hin zunimmt.

Weiterhin vorteilhaft ist, daß mehrere Rahmenelemente über eine Schrumpfverbindung zu dem Fahrradrahmen zusammengefügt sind.

Einzelne Rohrelemente und Rohrmuffen können zu einem Rahmen¬ element zusammengefügt werden, sodaß vorbereitete unter¬ schiedliche Rahmenelemente kombiniert und zu dem erfindungs- gemäßen Fahrradrahmen durch eine Schrumpfverbindung zusam¬ mengebaut werden können.

Bei dem erfindungsgemäßen Fahrradrahmen können so sämtliche Teile so weit vorbearbeitet und vorbereitet werden, daß sie

nur noch zusammengefügt werden müssen und daß danach der Fahrradrahmen bis auf eine eventuelle Lackierung oder Ober¬ flächenvergütung fertig ist.

Ebenso könnte es vorteilhaft sein, einzelne durch eine Schrumpfverbindung entstandene Rahmenelemente durch andere Verbindungsarten miteinander zu kombinieren.

Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorlie¬ genden Erfindung sind die Rohrmuffen einstückig aus einem Materialstück gefertigt.

Dies verleiht dem erfindungsgemäßen Fahrradrahmen eine be¬ sondere Festigkeit und Stabilität.

Ebenfalls vorteilhaft ist, daß die einstückig gefertigten Rohrmuffen bereits als Verschlußstücke für das dreieckige Mittelstück des Fahrradrahmens ausgebildet sind.

Wenn die Rohrabschnitte der Rohrmuffen an einer Innenwand einen Absatz aufweisen, können die Rohrelemente mit einer definierten Länge in die Rohrabschnitte der Rohrmuffen ein¬ gefügt werden.

Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorlie¬ genden Erfindung sind die Innenoberflächen der Rohrabschnit¬ te auf Passungsgüte bearbeitet.

Dies hat den Vorteil, daß die Innenoberfläche der Rohrab¬ schnitte der Rohrmuffe und die Außenoberfläche der Rohrele¬ mente exakt aneinander liegen. Dies liefert einen weiteren Beitrag zur Stabilitätserhöhung des erfindungsgemäßen Fahr¬ radrahmens.

Bei einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Fahrradrahmens ist in das freie Ende des Rohrelements eine Hülse einsetztbar.

Die Hülse oder ein Vollkernstück als Preßpassungsteil in das freie Ende des Rohrelements eingefügt. Daher wird dieser kritischen Verbindungsstelle zwischen Rohrelement und Rohr¬ muffe soviel Stabilität verliehen, daß dünne Standardrohre verwenden werden können, die sonst nicht einsetzbar wären. Dadurch läßt sich das Gewicht des erfindungsgemäßen Fahrra¬ drahmens noch weiter reduzieren.

Wenn das freie Ende des Rohrelements mit einem reduzierten Außendurchmesser gefertigt ist, läßt es sich definiert und längenbegrenzt in den Rohrabschnitt der Rohrmuffe einschie¬ ben und es entsteht keine scharfe Absatzkante, die bei einem Sturz zu Verletzungen führen könnte.

Bei einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Fahrradrahmens ist die Außenoberfläche des freien Endes des Rohrelements auf Passungsgüte bearbeitet.

Dies führt vorteilhafterweise zu einem dichten Anliegen der Außenoberfläche des freien Endes des Rohrelements an der Ge¬ genfläche, der Innenfläche des Rohrabschnitte der Rohrmuffe. Dies ermöglicht eine besonders stabile Schrumpfverbindung von Rohrmuffe und Rohrelement.

Bei einer ebenfalls besonders bevorzugten Ausführungsform ist der Hinterbau des Fahrradrahmens abnehmbar.

Der Hinterbau des Fahrradrahmens kann angeschraubt oder auf

jede andere erdenkliche Art am Fahrradrahmen befestigt sein. Er kann direkt oder über andere Verbindungselemente, z.B. ein Federdämpferelement, am Hinterbau befestigt sein.

Der abnehmbare Hinterbau hat den Vorteil, daß der Hinterbau ebenso wie eine Federgabel mit beliebigen Fahrradrahmenele¬ menten austauschbar kombiniert werden kann, um ein Fahrrad, z.B. ein Mountain Bike, individuell für Fahrer und Strecken¬ profil zu gestalten und darauf abzustimmen.

Vorteilhafterweise sind an den abnehmbaren Hinterbau Brems- sockel anschraubbar.

Dies hat den Vorteil, daß die Bremssockel für die Bremsele¬ mente jederzeit austauschbar sind, und die Bremselemente be¬ reits im abgenommenen Zustand des Hinterbaus befestigbar sind.

Unter Beachtung von Gewichtsminimierung und Stabilität kön¬ nen die Rahmenelemente vorteilhafterweise aus Metall und/ oder Metallegierungen gefertigt sein.

Bei der Herstellung der Verbindung von Rahmenelementen ist es vorteilhaft, so vorzugehen, daß die gesamten Rahmenele¬ mente gleichzeitig ineinander geschoben und zusammengefügt werden.

Dies kann besonders vorteilhaft durch eine Computersteuerung erfolgen, denn die einzelnen Rohrelemente müssen zusammen mit den Rohrabschnitten der Rohrmuffen zu einem Dreieck zu¬ sammengefügt werden. Dies erfordert, daß die einzelnen Rohr¬ abschnitte exakt und aufeinander abgestimmt ineinander ge¬ schoben werden.

Es muß nämlich beachtet werden, daß sich die einzelnen Ele¬ mente nicht gegeneinander verkanten und/oder zu Spannungen im Material führen. Denn es darf nicht dazu kommen, daß sich der Rahmen beim Zusammenfügen der Rohrelemente und Rohrab¬ schnitte verzieht. Ein Fehler der beim Zusammenfügen ent¬ steht, ist nachträglich nicht mehr korrigierbar, da die Ver¬ bindung durch ein Schrumpfen dauerhaft und unlösbar ist.

Wenn die Rohrelemente beim Zusammenfügen unter T = -120° ab¬ gekühlt werden, so ziehen sich die Rohrelements ausreichend zusammen, um in Rohrabschnitte der Rohrmuffen eingefügt zu werden.

Wenn die Rohrmuffen dabei auf bis zu T=100° C erwärmt wer¬ den, dehnen sich die Rohrabschnitte der Rohrmuffen derart, daß die Rohrelemente vorteilhafterweise leicht eingefügt werden können und daß die Rohrelemente im zusammengefügten Zustand mit den Rohrabschnitten, die Rohrabschnitte über¬ greifen.

Es versteht sich von selbst, daß auch die Rohrelemente er¬ wärmt werden können, und daß die Rohrmuffen in diesem Falle abgekühlt sein können und daß die Rohrelemente im zusammen¬ gefügten Zustand mit den Rohrabschnitten die Rohrabschnitte übergreifen.

Weitere Vorteile ergeben sich aus der Beschreibung der bei¬ gefügten Zeichnung. Ebenso können die vorstehend genannten und die noch weiter aufgeführten Merkmale erfindungsgemäß jeweils einzeln oder in beliebigen Kombinationen miteinander verwendet werden. Die erwähnten Ausführungsformen sind nicht als abschließende Aufzählung zu verstehen, sondern haben

vielmehr beispielhaften Charakter. Die Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird anhand von Ausführungsbei- spielen näher erläutert. Es zeigt:

Fig. 1 einen schematischen Schnitt einer durch eine

Schrumpfverbindung zustandegekommenen Verbindung von Rohrmuffe und Rohrelement;

Fig. 2 einen Fahrradrahmen vor dem Zusammenfügen durch Schrumpfverbindungen;

Fig. 3 einen Fahrradrahmen vor dem Zusammenfügen durch Schrumpfverbindungen mit einem abnehmbaren Heck;

Fig. 4a eine schematische Darstellung der Verbindung zwi¬ schen einem abnehmbaren Heck und einem erfindungs- gemäßem Fahrradrahmen.

Fig. 4b eine weitere Ansicht der Verbindung nach Fig. 4a.

Die Figuren der Zeichnung zeigen den erfindungsgemäßen Ge¬ genstand stark schematisiert und sind nicht maßstäblich zu verstehen. Die gegenständlichen Merkmale sind in den einzel¬ nen Figuren so dargestellt, daß der Aufbau gut gezeigt wer¬ den kann.

Fig. 1 zeigt eine durch Schrumpfen zustandegekommene Verbin¬ dung zwischen einer Rohrmuffe 10 und einem Rohrelement 12, die zusammen das Rahmenelement 14 bilden. Die Rohrmuffe weist einen abgewinkelten Rohrabschnitt 16 auf, in den das Rohrelement 12 eingefügt ist. Der Rohrabschnitt 16 weist an einer Innenwand 17 einen Absatz 18 auf.

Das freie Ende des Rohrelements 12 ist mit einer reduzierten Wandstärke gefertigt, sodaß es definiert bis zur Anlage am Absatz 18 in den Rohrabschnitt 16 eingeschoben ist. Um dünne Wandstärken des Rohrelements 12 zu verwenden ist aus Stabi¬ litätsgründen eine Hülse 19 in das freie Ende des Rohrele¬ ments 12 eingesetzt.

Zum Zusammenfügen sind das Rohrelement 12 und die Hülse 19 auf Preßpassung gearbeitet. Beim SchrumpfVorgang wird die Rohrmuffe 10 auf T=100° erwärmt. Die Rohrmuffe 10 könnte bei Bedarf auch auf höhere Temperaturen erwärmt werden. Dabei ist zu beachten, daß durch die Erwärmung keine Gefügeände¬ rungen, insbesondere keine Alterung des Materials, auftritt.

Es ist auch die Umkehrung denkbar, daß das Rohrelement 12 erwärmt wird, und daß die Rohrmuffe 10 abgekühlt wird.

Nach einem Temperaturausgleich sind die Rohrmuffe 10 und das Rohrelement 12 dauerhaft und unlösbar zu einem Rahmenelement 14 zusammengefügt. Es ist nicht mehr möglich, die Rohrmuffe 10 und das Rohrelement 12 auf unterschiedliche Temperaturen zu erwärmen bzw. abzukühlen, damit sie durch thermische Aus¬ dehnung oder thermisches Zusammenziehen auseinandergezogen werden können. Das Rahmenelement 14 kann mit weiteren Rah¬ menelementen zu einem stabilen Fahrradrahmen kombiniert und durch weitere Schrumpfverbindungen zusammengefügt werden.

Fig. 2 zeigt Rahmenelemente, die zu einem Fahrradrahmen 20 zusammengefügt und gänzlich durch Schrumpfverbindungen mit¬ einander befestigbar sind. Rohrmuffen 10, 22, 23 sind mit Rohrelementen 12, 24, 26 und Hülsen 19, 28, 30, 31, 32 zu einem Rahmenelement zusammenfügbar.

Ebenso können bereits die Rohrmuffen 23, die Hülse 27 und das Rohrelement 24 alleine ein Rahmenelement bilden. Dies gilt auch für weitere Kombinationen von Rohrelementen, Rohr¬ muffen und Hülsen.

Beim Zusammenfügen der Rahmenelemente zu einem Fahrradrahmen werden die mit flüssigen Stickstoff abgekühlten Rohrelemente 12, 24, 26 langsam und gleichmäßig ohne Verkanten und ohne jegliche Materialbelastung zusammen mit den ebenfalls abge¬ kühlten Hülsen 19, 28, 30, 31, 32 in die erwärmten Rohrab¬ schnitte der Rohrmuffen 10, 22, 23 geschoben. Die Rahmenele¬ mente bilden so zusammen ein Rahmendreieck, an das ein Hin¬ terbau ebenfalls durch Schrumpfen angebracht werden kann.

Der Hinterbau umfaßt ein gabelförmiges Verbindungselement

33, das Rohrelemente 34, 35 aufnehmen kann. Die Verbindung des Verbindungselements 33 und der Rohrelemente 34, 35 ist wieder durch eine Schrumpfverbindung möglich.

An den Rohrelementen 34, 35 werden Bremssockel 34', 35' be¬ festigt. Dies ist über eine Schraubverbindung möglich. Die Bremssockel 34' , 35' könnten aber auch an den Rohrelementen

34, 35 einstückig angeformt sein.

An der Rohrmuffe 23 ist ein gabelförmiges Verbindungselement 36 befestigbar, an dem wiederum durch Schrumpfen Rohrelemen¬ te 37, 38 mit Ausfallenden 39, 40 befestigbar sind. Damit ein Rahmendreieck des Hinterbaus ohne Verkanten und ohne Verspannen gebildet werden kann, müssen die einzelnen Ele¬ mente definiert ausgerichtet langsam und gleichmäßig inein¬ ander geschoben werden. Da das ineinandersetzen ein präzises Arbeiten erfordert, wird dies vorteilhafterweise computerge-

steuert (CAM) durchgeführt.

Fig. 3 zeigt Rahmenelemente, die zu einem Fahrradrahmen 40 zusammengefügt und durch Schrumpfverbindungen miteinander befestigbar sind. Rohrmuffen 10, 42, 43 sind mit Rohrelemen¬ ten 12, 24, 26 und Hülsen 19, 28, 30, 31, 32 zu einem Rah¬ menelement zusammenfügbar.

Ebenso können bereits die Rohrmuffe 43, die Hülse 27 und das Rohrelement 24 ein Rahmenelement bilden. Die gilt auch für alle weiteren Kombinationen von Rohrelementen, Rohrmuffen und Hülsen.

Beim Zusammenfügen der Rahmenelemente zu einem Fahrradrahmen werden die mit flüssigem Stickstoff abgekühlten Rohrelemente 12, 24, 26 langsam und gleichmäßig ohne Verkanten und ohne jegliche Materialbelastung zusammen mit den ebenfalls abge¬ kühlten Hülsen 19, 28, 30, 31, 32 in die erwärmte Rohrab¬ schnitte der Rohrmuffen 10, 42, 43 geschoben. Die Rahmenele¬ mente bilden so zusammen ein Rahmendreieck, an dem ein ab¬ nehmbarer Hinterbau angebracht werden kann.

Die Rohrmuffen 42, 43 weisen Verbindungsabschnitte 44, 45 auf, an die Rohrelemente 46, 47, 48, 59 angeschraubt werden können.

Die Schraubverbindung sind in der Figur nicht gezeigt.

Die Verbindung zwischen den Rohrelementen und den Rohrmuffen 42, 43 kann auch durch eine andere Art der Verbindung Zu¬ standekommen, die das Abnehmen des Hinterbaus möglich macht.

Die Ausfallenden 50, 51 sind in die Rohrelemente 48, 49 und

46, 47 wiederum einschrumpfbar.

An den Rohrelementen 46, 47 sind Bremssockel 52, 53 befe¬ stigbar.

Damit wiederum das Rahmendreieck ohne verkanten und ohne verspannen gebildet werden kann, müssen die einzelnen Ele¬ mente langsam und gleichmäßig ineinander geschoben werden. Da das Ineinanderschieben ein präzises Arbeiten erfordert, wird dies wiederum vorteilhafterweise computergesteuert (CAM) durchgeführt.

Fig. 4a und Fig. 4b zeigen die Verbindung ' zwischen der Rohr¬ muffe 42 und dem Rohrelement 46. Das freie Ende des Verbin¬ dungsabschnitts 44 der Rohrmuffe 42 ist als Vollkörper mit einer Ausnehmung 55 ausgebildet, in die ein Absatz 56 des Rohrelementes 46 einsetzbar ist. Das freie Ende des Rohrele¬ mentes 46 ist ebenfalls als Vollkörper ausgebildet, so daß die Verbindung zwischen Rohrabschnitt 44 und Rohrelement 46 stabil Zustandekommen kann.

Eine Schraubverbindung,die in der Figur nicht gezeigt ist, verleiht der Verbindung von Rohrmuffe 42 und Rohrelement 46 die nötige belastbare Sicherheit. Ebenso sind auch andere zusätzliche Befestigungsmittel denkbar.

Die Ausnehmung 55 ist schwalbenschwanzähnlich ausgebildet, damit der Absatz 56 seitlich eingeschoben werden kann und die Verbindung schon beim Zusammenschrauben eine gewisse Stabilität erhält.

Die Art der Verbindung zwischen der Rohrmuffe 42 und dem Rohrelement 46 kann ebenso zwischen der Rohrmuffe 43 und den

Rohrelementen 48, 49 Zustandekommen. Dies trifft auch auf die Verbindung zwischen dem Rohrelement 47 und der Rohrmuffe 42 zu.

Ein Fahrradrahmen, der aus zusammengefügten Rahmenelementen 14 besteht, ist durch Schrumpfverbindungen der Rahmenelemen¬ te 14 herstellbar. Ein Rohrelement 12 und eine Rohrmuffe 10, die zusammen ein einzelnes Rahmenelement 14 bilden, werden über Schrumpftechniken miteinander verbunden, indem das ab¬ gekühlte Rohrelement 12 in einen erwärmten Rohrabschnitt 16 der Rohrmuffe 10 eingefügt wird. Die Innenoberfläche 17 ei¬ nes Rohrabschnitts 16 der Rohrmuffe 10 liegt dabei an einem mit einem reduzierten Außendurchmesser gebildeten freien En¬ de des Rohrelementes 12 an. Aufwendige Nacharbeiten der Ver¬ bindungsstellen zwischen Rohrmuffe 10 und Rohrelement 12 entfallen. Der zusammengefügte Fahrradrahmen weist daher dauerhafte Verbindungen von Rahmenelementen 14 auf, durch die Rohrmuffen 10 und Rohrelemente 12 reproduzierbar ohne Gefügeänderungen der Materialien zusammengefügt sind.